In 3 Schritten zu besserem Cosplay Posing

Dein Cosplay ist fertig und du bist so stolz auf dein Ergebnis, dass du es nun in Szene setzen möchtest? Aber vor der Kamera fühlst du dich unsicher?

Keine Sorge! In diesem Beitrag zeige ich dir in drei einfachen Schritten, wie du deine Cosplayfotos auf das nächste Level bringst.

Vor der Kamera zu stehen, kann durchaus einschüchternd wirken. Mit etwas Übung gewöhnst du dich aber sehr schnell daran. Zunächst zeige ich dir anhand praktischer Beispiele, wie du sicherer beim Posing wirst.

Sieh dir zu Beginn doch bitte einmal die drei unten stehenden Bilder an.

 

Hast du dir die drei Bilder angesehen? Ist dir eine Gemeinsamkeit aufgefallen?

So unterschiedlich diese drei Bilder, Cosplays und Posen auch sind, so eint sie doch eine wichtige Gemeinsamkeit.

 

 

Körperspannung ist alles

Egal, ob du dein Cosplay im Stehen, Sitzen oder sogar im Liegen fotografieren möchtest - Körperspannung ist für gutes Posing unerlässlich. Klingt relativ einfach, oder?

Machst du Sport oder hast du in deiner Kindheit Sport gemacht, so wirst du mit der entsprechenden Körperspannung bereits vertraut sein. Wenn nicht, so ist das auch kein Beinbruch. Jeder kann lernen, seinen Körper entsprechend anzuspannen. Es ist auch nicht so schwierig und mit folgenden Tipps gelingt es dir ganz leicht.

So geht's: Stell dich einfach einmal gerade hin und versuche, möglichst aufrecht zu stehen. Stelle deine Füße etwa schulterbreit auseinander und drücke nun deine Schultern leicht nach hinten. Merkst du schon, dass du größer wirst und dein gesamter Körper sich aufrichtet? Gut, nun versuche noch zusätzlich, deine Bauchmuskeln anzuspannen. Perfekt!

So wichtig Körperspannung auch ist, so solltest du es nicht übertreiben und verkrampfen. Spannst du zu sehr an, wirkst du steif und drückst versehentlich deine Knie nach hinten durch. Dadurch verlierst du deinen festen Stand und deine Beine können schnell unnatürlich wirken. Die gewünschte Wirkung verpufft.

Der Trick ist, den Körper so weit anzuspannen, dass du größer wirkst, ohne zu verkrampfen. Mit etwas Übung gelingt dir das sicher mit Links!

 

Was die richtige Körperspannung ausmacht und wie sie aussehen sollte, kannst du hier nachlesen:
Die Basis für gute Cosplayfotos: Körperhaltung und Körperspannung

 

Liegt dir diese Art, die gewünschte Körperspannung zu erreichen, nicht, so habe ich noch eine weitere Methode für dich: Stell dir vor, dass dich jemand an deinen Haaren nach oben zieht.

Würde tatsächlich jemand deinen Körper an den Haaren nach oben ziehen, würdest du der Bewegung natürlich nachgeben, damit es nicht weh tut. Stell dir also vor, dass du so lange und so weit nach oben gezogen wirst, bis du absolut aufrecht, gerade und mit Spannung stehst. Du wirkst dadurch sofort größer und hast mehr Ausstrahlung!

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Vorlagen & Inspirationen

Nun kennst du den Grundstein für jedes gute Posing. Aber natürlich möchtest du mehr als nur angespannt vor der Kamera stehen. Du möchtest sicher auch charaktergetreu Posen. Weißt du bereits, welche Pose zu deinem Charakter passt?

Der zweite wichtige Schritt für bessere Fotos von deinem Cosplay ist es, vor dem Fotoshooting zu recherchieren. Informiere dich darüber, wie dein Charakter dargestellt wird. Welche Mimik oder welche Gestik zeichnet ihn aus? Wie sieht die Persönlichkeit deines Charakters aus und welche Posen spiegeln diese wider?

Häufig nutze ich für meine Recherche die Plattform Pinterest und lege mir sogenannte Moodboards als Pinnwände an. Sie helfen mir, einen guten Überblick darüber zu bekommen, wie der Charakter, den ich cosplaye, dargestellt wird. Ich speichere mir offizielle Darstellungen, Screenshots, Fotos von anderen Cosplayern und auch gezeichnete Fan Arts ab. Also so ziemlich alles, was mir hilft, passende Posen oder Fotoideen für meinen Charakter zu finden.

Ich nutze diese Bilder als Vorlagen und zur Inspiration. Beim nächsten Shooting weiß ich dann zum Beispiel, dass Toga Himiko sich häufig mit den Händen ins Gesicht fasst und verrückt grinst. Genau das versuche ich dann bei einem Fotoshooting nachzustellen.

Je mehr unterschiedliche Vorlagen du hast, desto mehr Variation kannst du bieten. Scheu dich auch nicht davor, einige Posen abzuwandeln oder dich nur ganz grob an deinen Vorlagen zu orientieren. Letztendlich sind diese nur eine kleine Starthilfe für dein individuelles Posing.

 

 

Freie Interpretation statt steife Akkuratesse

Solltest du eine Vorlage finden, die du unbedingt möglichst akkurat umsetzen möchtest, dann solltest du Folgendes bedenken:

Es wird dir vermutlich nur selten gelingen, eine Vorlage perfekt umzusetzen. Häufig handelt es sich bei Vorlagen um gezeichnete Charaktere mit unrealistischen Körperformen oder um Fotos, bei denen mit entsprechenden Tricks gearbeitet wurde.

Auch die jeweilige Körperform oder Körperlänge des Cosplayers spielt beim Posing eine Rolle. Es gibt nur sehr wenige Vorlagen, die wirklich realistisch und akkurat in die Realität übertragen werden können. Mach dich deshalb nicht unnötig verrückt.

Nutze sie als das, was sie sind: Inspiration für dein individuelles Posing und nicht als steifes Rezept für ein vermeintlich perfektes Foto.

 

 

Übung macht den Meister

„Übung macht den Meister!“ – Das ist ungefähr der Satz, den niemand gerne zu hören bekommt. Aber auch beim Posing im Cosplay ist diese Aussage nur zu stimmig.

Je öfter du die Chance hast, vor der Kamera zu stehen, desto mehr Übung bekommst du mit der richtigen Körperspannung und dem Nachahmen bestimmter Posen.

Übe ganz einfach vor dem Spiegel, nutze den Selbstauslöser oder die Timerfunktion deiner Kamera beziehungsweise deines Smartphones oder bitte Freunde oder Familie darum, Fotos von dir in deinem Cosplay zu machen. Es wird dir mit jedem Shooting leichter fallen. Gleichzeitig lernst du dich selbst kennen und erkennst, welche Posen dir liegen, welche Winkel dir schmeicheln und ganz generell: Was dir einfach am besten gefällt!

Das war's?

Nun hast du die drei wichtigsten Bausteine kennengelernt, die dir dabei helfen werden, noch besser vor der Kamera zu posieren.

Natürlich gibt es beim Posing noch weitere Kniffe, die dir helfen werden, deine Technik zu verfeinern. Aber mit diesen Grundlagen hast du ein gutes Grundgerüst geschaffen, um dich persönlich weiterzuentwickeln.

 

Möchtest du noch mehr über Posing lernen, dann kann ich dir noch folgende Beiträge ans Herz legen:

Und jetzt leg los und hab Spaß!