Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling

Dieser Gastbeitrag wurde von Pia geschrieben. Hierbei handelt es sich um Teil 2. Den ersten Teil findest du hier:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Das Material

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2. Das Styling

Packt eure Perücke aus und setzt sie auf euren Perückenkopf. Eventuell sieht sie jetzt noch etwas wüst aus. Ihr solltet beim Aufsetzten darauf achten, dass sie richtig gut mittig sitzt.

Steckt sie nun mit mehreren Nadeln fest.

Am Besten nehmt ihr hierfür Nadeln mit einem dicken Kopf. Da die ohne Kopf gerne mal einfach durch das Netzt der Perücke durchschlüpfen und eure Wig dann doch wieder ungesichert ist. Wenn die Wig festgesteckt ist kann sie während des Stylings kein Eigenleben entwickeln und ihr verliert nicht den Überblick.

Jetzt könnt ihr eure Perücke kämmen.

2.1 Schneiden

In diesem Tutorial wollen wir aus dieser Wig die Frisur für Kairi aus Kingdom Hearts 3 machen. Da muss also noch ein gutes Stück weggeschnitten werden. Wie schneidet man nun am besten?

Grundsätzlich sollte man sich eines merken: schneide die Strähne nie gerade ab (also horizontal, wenn die Haare normal liegen). Das sieht fast immer blöd aus und sollte lediglich für Ponys oder Schnitte benutzt werden, die sehr gerade sein sollen.
In allen anderen Fällen sollte immer schräg geschnitten werden, um einen natürlicheren fransigeren Look zu erzielen. Dies gilt sowohl für die normale Schere als auch für die Fransenschere.

Wenn du jetzt aber deine Strähne anders nimmst kannst du wieder gerade schneiden. Ziehst du die Strähne z.B vom Kopf weg hast du die Haare anders in der Hand als sie normal fallen würden. Somit schneidest du automatisch nicht gerade ab. Dieser Tatsache bedient sich zum Beispiel auch der Frisör.

Es gibt noch 2 weitere Möglichkeiten fransig zu schneiden, die Technik ist bei beiden gleich, das Werkzeug ist aber ein anderes. Man kann zum Beispiel mit einem Rasiermesser von Oben nach Unten über eine Strähne gleiten/schaben, sodass man während der Bewegung schneidet.
Dieselbe Idee kann man auch mit einer normalen Schere nachahmen: während man die Schere zum schneiden zusammendrückt, schabt man von Oben nach Unten über die Perücke.

Bei dieser Methode wird es dazu kommen, dass die Haare der Wig sich etwas verknoten. Aber das kann immer problemlos ausgekämmt werden.

Ich mische immer die Techniken und habe da kein wirkliches Vorgehensmuster. Aber tendenziell nehme ich die normale Schere für dickere Strähnen, da es mit der Fransenschere doch deutlich länger braucht.
Während des Schneidens benutze ich meine Finger und die Bürste, um immer wieder durch die Haare zu gehen. So kann ich sicher stellen, dass ich auch keine Strähne vergessen habe.
Am Ende sollte dann alles ungefähr auf der selben Länge sein.

2.2 Strähnen legen

Als nächsten Schritt bringen wir die Strähnen in Form.
Hierzu nehme ich mir gerne erstmal den Stielkamm. Ich schaue mir an, wie die Haare fallen und teile das Ganze in Bereiche ein, aus denen ich dann die Strähnen forme.
Danach nehme ich Nadeln und nutze sie, um die Strähnen zu formen. Die Nadeln ohne Kopf tun es hier auch vollkommen. Die sind billiger und danach sowas von voll mit Haarspray das man sie für nichts anderes mehr hernehmen sollte.

Es werden ab und an immer noch längere Strähnen auftauchen. Da nun die Haare aber schon in ihre Endposition gebracht sind sollte man ganz besonders drauf achten, wie man die Haare abschneidet.

Als letztes spraye ich das Ganze gut fest.

Hierzu nehmt ihr euer Haarspray und sprüht es aus 20 cm Entfernung auf die Perücke.
Diese Entfernung braucht ihr, damit ihr den Strahl des Haarsprays nicht zu gebündelt auf eine Stelle richtet. Falls ihr dies tut wird die Stelle sehr nass und die Haare kleben zusammen, anstatt weiterhin schön zu liegen. Außerdem werden Stellen, die mit zu viel Haarspray behandelt sind, eventuell weiß, wenn ihr föhnt.

Als nächstes nutzt ihr das noch etwas nasse Haarspray um eventuell vorhandene fliegende Haare zu bändigen und um dem Styling den letzten Schliff zu geben. Das mache ich immer einfach mit den Fingern. Sobald ihr damit fertig seid, nehmt euch Haarspray und Föhn zur Hand. Aus 20 cm Entfernung sprüht ihr die Wig ein, während ihr sie ebenfalls aus 20 cm Entfernung föhnt. Lasst die Perücke noch ein paar Minuten stehen und nehmt danach die Nadeln raus.

Ihr seid fertig! Oder fast!

Eventuell könnt ihr euch noch einen Kleber schnappen um die Enden der Strähnen zusammenzukleben, damit sie sich nicht auf-friemeln beim Tragen.

Hierzu nutzt wieder jeder was anderes: manche nehmen Holzleim, manche benutzten Patex. Ich nehme das Clear Gel Tacky Glue das mir vor Jahren empfohlen wurde. Aber schlussendlich braucht ihr was, das klebt, durchsichtig trocknet und wasserfest ist.
Macht euch damit die Finger klebrig und schmiert das auf das Ende der Strähne während ihr es ein wenig reinknetet (aber nicht zu fest!). Es reicht schon, wenn ihr den unteren halben Zentimeter der Strähne bearbeitet.

Jetzt aber wirklich, fertig!
Danke für’s Lesen, ich hoffe, dass es dem ein oder anderen helfen konnte!

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Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Erste Schritte

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Hallo und Willkommen zu diesem kleinen Tutorial, welches dir beim Stylen deiner Perücken helfen soll. Im heutigen Teil widmen wir uns den ersten und wichtigsten Schritten, welche du bei jedem Styling brauchen wirst. Zuerst werden ich kurz über die Utensilien sprechen, die ich seit über 10 Jahren zum stylen benutze. Danach wollen wir an einem Beispiel verschiedene Arbeitsschritte durchgehen und erklären. Auf geht’s!

1. Was brauche ich?

1.1 Perückenkopf

Zuerst braucht ihr natürlich einen Perückenkopf. Dieser ermöglicht es euch, nicht auf eurem eigenen oder auf dem Kopf eines Bekannten stylen zu müssen. Solche Köpfe findet man auf Ebay, Amazon, bei MyCostumes oder bei so ziemlich jedem Perückenshop eures Vertrauens. Nun gibt es verschiedene Sorten und ihr fragt euch vielleicht, welche da die Unterschiede sind und welcher für euch der Beste ist.

Das Material

Lasst uns erstmal über das Material sprechen: es gibt Köpfe aus Styropor, Plastik oder Glas.
Styropor ist das gängigste und billigste Material, es hat jedoch den Nachteil, dass es euch wegschmelzen kann, wenn ihr den Kopf zu sehr mit Haarspray und Föhn bearbeitet. Dass das sogar sehr schnell schlimm aussehen kann, könnt ihr später an einem der Köpfe sehen, die ich in diesem Tutorial benutzte.

Jedoch kosten Styroporköpfe nicht die Welt und so kann man sich einfach einen neuen kaufen, wenn man es etwas übertrieben hat. Bei Plastik- und Glasköpfen ist das Risiko des Wegschmelzens nicht gegeben und außerdem sind sie leicht zu reinigen. Leider kosten sie erheblich mehr und die Investition lohnt sich nur bedingt. Ich selbst arbeite schon immer mit Styroporköpfen und habe bisher nur 3 nachgekauft, dementsprechend liegen meine Ausgaben immer noch unter dem Wert eines Glas- oder Plastikkopfes. Falls man billig dran kommt lohnt es sich aber auf jeden Fall.

Verschiedene Ausführungen

Als nächstes sollten wir über die verschiedenen Ausführungen reden. Es gibt nämlich tatsächlich Unterschiede, auf die man achten sollte! Der normale Perückenkopf ist ein so genannte „Frauenkopf“ welcher im Gegensatz zum Kopfumfang der meisten unter uns viel zu klein ist, um gut mit ihm arbeiten zu können.

Dieser Kopf eignet sich zum aufbewahren von Perücken, die eher nicht in ihre Tüte zurückkönnen, kann aber jedoch sonst nicht viel. Falls man dennoch mit diesem Kopf arbeitet sollte man immer drauf achten, dass man die Perücke nicht unabsichtlich zu kurz schneidet, da der Kopf zu klein ist und somit alles anders sitzt als auf einem selbst. Empfehlenswerter ist der „Männerkopf“: er ist größer und breiter als der Frauenkopf und kommt einem europäischen Kopfumfang deutlich näher.

Als letztes gibt es noch Köpfe, mit langen Hälsen. Diese sind besonders schön um Langhaarfrisuren zu stylen, kommen aber auch eher selten zum Einsatz.

Fazit des Ganzen: Styroporköpfe sind voll in Ordnung, holt euch aber besser einen für Männer, damit ihr ordentlich drauf arbeiten könnt.

1.2 Perückenkopfhalter

Als nächstes empfehle ich WÄRMSTENS, euch eine Halterung für den Kopf zuzulegen. Diese gibt es z.B bei MyCostumes und sie sind wirklich ihr Geld wert. Euer Kopf ist dann gesichert, rutscht während des Stylens nicht weg und kippt nicht um, egal was ihr tut.

Wenn möglich kauft euch eine, die nicht am Tisch zu fixieren ist wie meine, sondern eine, die auf ein Stativ fixiert werden kann, dann könnt ihr wirklich aus jedem Winkel an dem Styling arbeiten, ohne das euch ein Tisch im Weg ist.

1.3 Arbeitswerkzeug

Jetzt besprechen wir kurz, was ihr noch zum Arbeiten braucht.
Fangen wir mit dem Föhn an: ein handelsüblicher Föhn tut es vollkommen, er sollte eventuell mehrere Einstellungen bezüglich der Stärke des Gepustes haben, damit ihr euer Styling nicht gleich wegblast.

Als nächstes braucht ihr eine Schere zum Ausdünnen (oder Fransenschere), diese ermöglicht es euch nämlich, mit relativ wenig Aufwand fransig zu schneiden.

Als nächstes braucht ihr eine ganz normale Schere, eine Bürste, eventuell einen Stielkamm, Nadeln und Haarspray. Bei letzterem schwört jeder Perückenmacher auf eine andere Marke.
Viele empfehlen Got2be, ich selbst komme damit nicht klar da es sehr schnell verklebt. Ich benutzte das Taft Power Stufe 5 Spray, es lässt sich sehr dünn auftragen und ist für natürliche Stylings super. Falls ihr jedoch ein sehr starkes Styling braucht wie z.B für eine Sayajin Perücke, empfiehlt sich doch eher Got2be.
So oder so: findet eines das euch taugt.

Fynn Fish Kamikaze Kaito Jeanne Cosplay Wettergott
Fotograf: VW

Und somit hätten wir alle Materialien abgehandelt, jetzt geht’s zum Styling!

Dies war Teil 1 des Tutorials – Teil 2 erscheint am Samstag, den 22.06.19 unter folgendem Link:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling [Gastbeitrag]

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Tutorial – Crossplay Body anstatt Open Breast Binding

Dieses Tutorial wurde unterstützt durch labico.de [Werbung]

Du findest Open Breast Binding genauso faszinierend wie ich, aber traust dich nicht so auf eine Convention zu gehen? Dann hilft dir dieses Tutorial sicher weiter!
Denn ich finde Open Breast Binding mega spannend, allerdings ist mir das ganze Prozedere für eine Convention dann doch etwas zu freizügig. Also habe ich mir etwas überlegt.

Was ist eigentlich Open Breast Binding?

Bevor ich aber mit dem Tutorial starte, möchte ich dir kurz erklären worum es geht.

Beim Crossplay, also vor allem dann wenn Frauen männliche Charaktere cosplayen, gibt es eine Technik sich die Brust so abzubinden, um große Teile des Oberkörpers nackt zu präsentieren. Dabei wird die Brust mit Tape zur Seite hin abgeklebt. Diese Technik nennt man Open Breast Binding.

Wenn du jetzt also genau wie ich, gerne freizügige männliche Charaktere cosplayen möchtest, ohne selbst blank zu ziehen, dann solltest du unbedingt weiterlesen.
Denn im nachfolgenden erkläre ich dir, wie ich einen Body so modifiziere, damit du einen tollen Männeroberkörper präsentieren kannst, ohne selbst zu viel Haut zu zeigen.

Crossplay Yurio Plisetsky Yuri on Ice Tutorial Open Breast Binding Body Make Up

Was brauchst du dafür?

Da ich zwei Varianten getestet habe, habe ich folgende zwei Bodies von labico.de verwendet:
Body kurze Ärmel in der Farbe Champagner 60 DEN
Body kurze Ärmel in der Farbe Champagner 120 DEN

Bemalt habe ich den Body mit Make Up. Natürlich kannst du auch Stoffmalfarbe oder Airbrush verwenden. Da ich mir aber gerne die Option offen halte, den Body erneut für ein anderes Projekt zu verwenden, habe ich mich für Make Up entschieden.
Mit diesen Make Up Produkten und Pinseln habe ich vorwiegend gearbeitet:

Besonders gut lässt es sich mit Lidschattenpaletten in hellen Nude-Tönen arbeiten. Weißes Puder ist als Highlighter perfekt geeignet und hilft sogar Fehler auszubessern. Der optimale Pinsel ist der abgerundete Pinsel, der einer Zahnbürste ähnelt. Mit ihm habe ich die besten Ergebnisse erzielt.

Wie funktioniert’s?

Um starten zu können, bindest du dir zunächst die Brust mit einem geeigneten Binder ab und ziehst den Body deiner Wahl an. Weil die Bodies leicht durchscheinend sind, kann es sinnvoll sein zwei übereinander zu tragen oder ein einfaches eng anliegendes weißes oder hautfarbenes Shirt drunter zu tragen.

Such dir eine Vorlage aus, an der du dich orientieren möchtest. Es ist wichtig zu sehen, wie eine Männerbrust konturiert wird, damit du genau weißt wo du dunkle und wo du helle Farben verwendet musst.
Du kannst dich aber auch an diesen Bildern orientieren:

Bevor du direkt los legst, solltest du an einer verdeckten Stelle deine Farbauswahl testen. Denn wenn deine dunkle Farbe zu dunkel ist, wird es schwer diese gleichmäßig zu verblenden, damit keine harten Kanten bleiben.

Starte mit den dunklen Tönen

Jetzt kannst du direkt loslegen. Mit den dunkleren Farben arbeitest du die Schatten heraus, also überall dort, wo deine Männerbrust später zurücktreten soll. Wichtig ist, dass du nicht zu viel Farbe verwendest, damit du sie in kreisenden Bewegungen verblenden kannst.
Das funktioniert am besten mit einem Pinsel, der eine gleichmäßige Oberfläche hat. Der kleine Zahnbürstenpinsel ist besonders weich und bietet daher die optimale Fläche um die Farbe gut zu verteilen.

Mit den hellen Tönen, kannst du jederzeit problemlos über die dunklen Stellen arbeiten. Vor allem das weiße Puder kaschiert den ein oder anderen Fehler und funktioniert bestens als Highlighter.

Pro Tipp: Vergiss nicht einen Bauchnabel, sowie Brustwarzen aufzumalen 🙂

So arbeitest du dich in kreisenden Bewegungen in mehreren Schichten vor, bis du zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommst. Ich habe dabei ungefähr 30 bis 45 Minuten benötigt.

So einfach und doch so effektiv

Das wars dann im Prinzip auch schon! Wenn du jetzt noch den Kragen des Bodies durch einen Schal oder eine Kette verdecken kannst, ist die Illusion perfekt!

Ich hoffe, ich konnte dir durch mein Tutorial zu neuen Ideen verhelfen. Das ganze Prinzip lässt sich übrigens auch für Bodypaint Cosplays anwenden. Ein Tutorial hierzu findest du mit Klick auf diesen Beitrag:
Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

Schau dir unbedingt mal den Shop von labico.de an! Dort findest du eine riesige Auswahl von verschiedenen Strumpfhosen, Leggings, Bodies, Bodystockings und vielem mehr.
Besonders die Farbauswahl ist ein kleines Paradies für Bodypaint Cosplayer:

labico Produkte Strumpfhosen Farben

Die auf dem Bild dargestellten Produkte sind:
3D Mikrofaser Leggings 120 DEN dunkellila
Glänzende Strumpfhose 70 DEN T-Band lila
80 DEN Bodystocking lange Ärmel orange
Armstulpen und Overknees Set geringelt schwarz weiß

Das Video Tutorial mit zusätzlichen Informationen zu den Produkten findest du hier:

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Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

Heute möchte ich dir in einem Tutorial zeigen, wie du anstelle von Bodypaint ganz einfach Bodysuits verwenden kannst. So verbesserst du den Tragecomfort deines Cosplays und sparst auch eine Menge Zeit! Ich zeige dir wie ich einen Body, Strumpfhosen und Handschuhe verwende, um meine beiden Cosplays Emily aus Corpse Bride und Sally aus The Nightmare Before Christmas für Conventions angenehmer zu gestalten. Ich hatte einfach keine Lust mehr mir stundenlang Bodypaint auf den Körper zu schmieren oder auf Conventions permanent auf Hilfe angewiesen zu sein. Dank der Anzüge, die ich jetzt gestaltet habe, ist das auch kein Problem mehr für mich! Das willst du auch? Dann ist mein Tutorial genau richtig für dich!

Bodysuit statt Bodypaint

Du hast genauso wenig Bock wie ich auf Conventions dauernd abzufärben oder auf Hilfe angewiesen zu sein? Außerdem ist dein Bodypaint Cosplay ziemlich unbequem? Ich weiß genau wie es dir geht und auch ich hatte keine Lust mehr meine Cosplays zu tragen. Lange habe ich überlegt wie ich das Problem in den Griff kriegen kann. Früh ist mir eingefallen einfach Strumpfhosen oder Handschuhe zu nutzen, aber es ist wirklich ziemlich schwer passende Strumpfhosen, Handschuhe oder Bodies in der selben Farbe zu bekommen.

Doch eines Tages habe ich auf Instagram einen coolen Shop gefunden, der genau das anbietet. welovecolors verkauft verschiedene Bodysuits, Strumpfhosen, Handschuhe und vieles mehr in den unterschiedlichsten Farben! 
So konnte ich mich endlich aufraffen mein “Bodypaint-Problem” in den Griff zu kriegen und so habe ich mir folgende Artikel bestellt. Für Emily habe ich einen Body,Strumpfhosen und Handschuhe in der Farbe Sky Blue bestellt. Das selbe hab ich auch für Sally bestellt, allerdings in der Farbe Aqua. Ich habe mir lange Handschuhe bestellt, da ich nicht wusste, ob ich den Anzug brauche, oder ob ich auch nur mit den Handschuhen arbeiten kann. Nachdem ich allerdings den Body verwendet habe, wäre es besser gewesen kurze normale Handschuhe zu bestellen. 

Leider weichen die Farben der Handschuhe etwas von den Farben der Bodies und Strumpfhosen ab. Das liegt daran, dass diese aus einem anderen Material gefertigt wurden. Wenn du also einen einheitlicheren Look erzielen möchtest, würde ich dir raten aus einem zweiten Paar Strumpfhosen eigene Handschuhe zu nähen. Das ist zwar etwas tricky, aber der Aufwand kann sich lohnen!

Emily – Corpse Bride

Lass uns loslegen! 
Zuerst habe ich den Body etwas angepasst. Hier musste ich die Ärmel enger nähen, damit sie eng am Körper anliegen und sie keine unschönen Falten werfen. Naja gut, zumindest weniger Falten. Ganz kann man Falten leider nicht vermeiden.
Da der Body im Schritt geschlossen ist, aber ich auf der Convention wirklich nicht das ganze Cosplay aus und wieder anziehen möchte, nur weil ich aufs Klo muss, habe ich den Schritt kurzerhand aufgeschnitten, neu vernäht und Druckknöpfe eingebaut. So sitzt er etwas auf Spannung. Besser wäre es, wenn du noch ein wenig Stoff einnähst, um wirklich sicher zu sein, dass die Knöpfe nicht einfach aufspringen.
Zum Schluss habe ich den Kragen des Bodies aufgetrennt und nach innen umgeklappt. Dieser war zunächst nach außen geklappt, da das aber die Illusion zerstört, habe ich das Problem auf diese Weise behoben. 

Der Knochenarm

Jetzt wird es etwas spezifischer.
Bereits in der Vergangenheit habe ich einen einzelnen mit Knochen bedruckten Ärmel genutzt, um Emilys Knochenarm darzustellen. Genau diesen habe ich jetzt direkt an der Schulterpartie des blauen Bodies fest genäht. Das spart beim Ankleiden enorm Zeit und du kannst ihn so fixieren, dass er immer an der richtigen Stelle sitzt. Den Arm habe ich per Hand angenäht. Hier musst du aufpassen, dass du nicht zu fest nähst, da der Body aus einem elastischen Stoff ist. Bedenke, dass die Naht hier ein wenig Spielraum benötigen könnte, damit beim anziehen auch nichts reißt. 

Noch mehr blau für die Braut

Das wars im Prinzip auch schon mit dem Näh-Part. Damit der Body noch etwas Kontur bekommt, habe ich den Body angezogen und dann mit Lidschatten in verschiedenen Blautönen einige Konturen (Brust, Hals und Schlüsselbein) aufgetragen. Ich empfehle dir einen Blendpinsel zu benutzen, um die Farbe gut zu verblenden, damit keine harten Kanten entstehen. Natürlich kannst du auch mit Stoffmalfarbe arbeiten. Da ich aber nicht wusste wie sich die Farbe auf dem Body verhält und ob mir das Ergebnis so gefällt, habe ich mich zunächst für Lidschatten entschieden. Der hält auf jeden Fall bist zur nächsten Wäsche! 

Knochenhand und blauer Handschuh

Zum Schluss habe ich noch den Handschuh angepasst. Da Emily nur einen “normalen” Arm hat, musste ich auch nur einen Handschuh anpassen. Ich wollte versuchen einen etwas realistischeren Look zu kreieren. Sprich, es sollte nicht bloß nach Handschuh aussehen. Also habe ich künstliche Fingernägel auf den Handschuh aufgeklebt und mit blauem Nagellack lackiert. Die Fingernägel habe ich mit Heißkleber aufgeklebt als ich den Handschuh anhatte, um die richtige Position zu finden. Solltest du das genauso machen, dann pass bitte auf, dass du dich nicht brennst! 
Das wars eigentlich auch schon, jetzt fehlt eigentlich nur noch das passende Bodypaint für dein Gesicht und dein Cosplay ist komplett!

Insgesamt bin ich mit den Endergebnis ziemlich zufrieden. In dieser Variante ist meine Emily etwas blauer geworden. Vielleicht mache ich den Anzug noch einmal in einem etwas blasseren Blau, da mir das besser gefällt. Außerdem werde ich wieder schwarze Kontaktlinsen verwenden. Viele meinten, ich solle die weißen Kontaktlinsen nutzen, das habe ich versucht, aber der Look gefällt mir nicht wirklich.

Update – Emily aus Corpse Bride

Update: Mittlerweile habe ich den Body für Emily in einem helleren Farbton erneut ausgearbeitet. Die Ergebnisse möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten!

Und auch für Emily (weiter unten findest du das Video zu Sally) habe ich ein kleines Make Up Tutorial aufgenommen:

Genug über Emily! Lass uns jetzt mit Sally aus The Nightmare Before Christmas weitermachen! 🙂
Das Prinzip bleibt im Grunde gleich, aber sieh selbst!

Sally –
The Nightmare Before Christmas

Im Prinzip sind die ersten Schritte bei Sally die selben wie bei Emily. Ich habe die Ärmel des Bodies enger genäht, den Schritt mit Druckknöpfen versehen und den Kragen angepasst. Grundsätzlich würde ich diese Schritte auf jedes Cosplay anwenden, bei dem ich diesen Body benutze.

Flick das Püppchen mit Nadel und Faden

Da Sally eine Flickenpuppe ist, ist sie mit schwarzen Nähten, bzw. Narben überzogen. Für diese Nähte habe ich schwarzen Wollfaden genutzt. 
Wenn du die Narben aufnähst, ist es wichtig, dass du auch hier nicht mit zu viel Spannung arbeitest. Der Body, sowie die Strumpfhosen sind sehr elastisch, das musst du beim Nähen berücksichtigen. Leider war ich beim Anziehen am Ende etwas zu hastig, weswegen mir eine Naht gerissen ist, die ich dann nachträglich repariert habe. 

Um zu vermeiden, dass die Narben zu sehr unter Spannung stehen, aber auch, dass sie zu lose angenäht sind, habe ich den Body, sowie die Strumpfhosen, angezogen und erst dann die Narben angenäht. Das kann zum Teil etwas unbequem und auch schwierig werden, hilft dir aber dabei die richtigen Stellen für die Nähte zu finden. Aber eben auch zu vermeiden, die Narben zu eng anzunähen. Dir ist es ganz selbst überlassen, wo du überall Nähte platzierst. Um den Übergang von Ärmel zu Handschuh ein wenig zu kaschieren, habe ich auch hier Nähte angesetzt. 

Setze Highlights

Das wars im Prinzip auch schon und Sally ist fertig! Natürlich kannst du auch hier Konturen auftragen oder künstliche Fingernägel auf die Handschuhe anbringen. Wie schon einmal erwähnt, kannst du natürlich auch ein Paar Strumpfhosen dafür verwenden Handschuhe zu machen und somit einen noch homogeneren Look zu kreieren. 
Alles was du jetzt noch tun musst, ist, dich ins Kostüm zu werfen und dein Gesicht mit Bodypaint anzupassen!

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Tutorial einige Tipps und Tricks näher bringen, wie du dein nächstes Bodypaint Cosplay einfacher und bequemer gestalten kannst, ohne Stunden damit zu verbringen, dich komplett mit Bodypaint einzudecken!

Außerdem zeige ich dir in diesem Tutorial Video wie ich mich als Sally schminke:

Weitere Tutorials findest du hier: category/tutorial/

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How to get famous – Eine Anleitung Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil meiner Anleitung ‘How to get famous’! Wenn du den ersten Teil verpasst hast, kannst du ihn hier nachlesen. Im ersten Teil habe ich dir drei Grundbausteine für einen erfolgreichen Instagram Account genannt. In diesem Teil möchte ich dir einige allgemeine, sowie technische Punkte etwas näher bringen. Lass uns loslegen!

Der Instagram Algorithmus

Lass uns zunächst mit einem technischen, aber immer wieder hochbrisantem Thema anfangen! Der Algorithmus! Der böse böse Algorithmus, der sich permanent verändert und dafür sorgt, dass wir weniger Reichweite, weniger Engagement (Interaktion) und insgesamt weniger Aufmerksamkeit bekommen.

Sicher ist es dir nicht entgangen, dass sich der Algorithmus mal wieder verändert hat, denn dann kannst überall lesen: “Instagram ist doof, der Algorithmus is doof, aktiviert die Benachrichtigungen, ich bekomme zu wenig Reichweite, und und und”
Ehrlich, ich kann es nicht mehr hören. Mein Tipp: Hör auf Rumzuheulen und produziere hochwertigen Content, denn ich verrate dir ein kleines Geheimnis! Der Algorithmus verändert sich dauernd. Auch wenn du es nicht bemerkst. Du kannst und wirst das nicht aufhalten und weil das ganze Rumgeheule und Gemeckere eh nichts bringt, kann ich dir nur raten damit gar nicht erst anzufangen.

Du willst den Instagram Algorithmus endlich verstehen? Dann schau dir diesen Beitrag zum Thema an:
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber du!

Du möchtest mehr Social Media Tipps?
Mein Buch “Instagram für Cosplayer” kannst du ab sofort in meinem etsy Shop erwerben!

Was kannst du also tun? Wie kannst du im andauerndem Kampf um Reichweite, Engagement und Aufmerksamkeit also die Oberhand behalten? Mit Content. Hochwertigem Content. Poste keine verwackelten, unscharfen Fotos, nur damit du überhaupt etwas postest. Nur regelmäßiger Content, der auch qualitativ hochwertig ist, wird dich am Ende zum Ziel führen.

Der Text zum Bild

Was wäre qualitativ hochwertiger Content ohne Bildunterschriften? Wie Bildunterschriften? Die liest doch eh keiner! Ja denkst du und manchmal wirkt das auch so, aber die Wahrheit ist: deine Texte werden gelesen.
Wenn du also das nächste Mal einen Beitrag veröffentlichst, dann mach dir ein / zwei Gedanken mehr zu deinem Text als du normalerweise tun würdest. Hat dein Text eine Aussage? Oder besteht deine Bildunterschrift nur aus drei Wörtern und fünf Smileys? Ist deine Bildunterschrift aussagekräftig? Erzählt sie etwas über dich oder über das Bild? Oder wolltest du einfach nur schnell ein neues Foto hochladen?

Lange Texte, lange sinnvolle Texte, die auch eine Geschichte erzählen, zu schreiben ist nicht leicht. Aber letztendlich geht es genau darum, um StorytellingDu musst keinen ganzen Roman veröffentlichen, aber Statistiken haben gezeigt, dass die meisten User auf Instagram dazu tendieren Texte um die 300 Wörter zu schreiben. Nur wirkliche Stars mit sehr großem Following brauchen kaum noch lange Texte zu veröffentlichen. Lange Rede, kurzer Sinn: Schreibe Texte, die etwas über dich aussagen. Damit wirst du deine Follower glücklich machen und deine Community stärken.

Call to Action

Nachdem du jetzt weißt, dass du lange Texte mit Gehalt schreiben solltest, gebe ich dir noch einen weiteren Tipp zum Thema Bildunterschriften auf Instagram oder Facebook. Dieser Tipp ist relativ einfach und bei langen Texten gut umzusetzen. Das Zauberwort heißt ‘Call to Action’. Eine Call to Action ist einfach ein Aufruf, der deine Follower dazu auffordert aktiv zu werden. Klingt komplizierter als es ist.

Die einfachste aller Call to Action ist eine Frage zu stellen. Wenn du also in deiner Bildunterschrift von deiner Lieblingsserie erzählst, könntest du deine Follower fragen, ob sie diese Serie auch toll finden. Somit hast du bereits einen einfachen Aufruf zur Interaktion eingebaut.
Noch besser aber wäre es, wenn du anstatt einer Ja-oder-Nein-Frage eine offene Frage stellst, die deine Follower dazu motiviert längere Kommentare zu verfassen. Also anstatt zu fragen, ob sie deine Lieblingsserie auch toll finden, solltest du sie fragen welche Serie denn ihre Lieblingsserie ist. Ganz einfach, oder? 

Hashtags

Einen weiteren, als auch letzten Punkt innerhalb dieses Blogeintrags widme ich den Hashtags. Während auf Facebook Hashtags kaum bis gar kein Thema sind und auch in der Zukunft kaum noch an Relevanz gewinnen werden, spielen sie auf Instagram eine größere Rolle. Während die einen darauf schwören nur drei bis fünf Hashtags zu verwenden, sind sich die anderen sicher, dass man möglichst viele Hashtags nutzen sollte. Hierzu gibt es zahlreiche Auswertungen, aber keine endgültige Empfehlung.
Letztendlich ist das auch gar nicht so wichtig, da Hashtags nur das i-Tüpfelchen sind. Du kannst Hashtags sowohl in deiner Bildbeschreibung, als auch als Kommentar setzen. Ob du keine Hashtags verwendest oder aber die Höchstanzahl von 30, ist ganz dir überlassen.

Verwende aber nur Hashtags, die auch zu deinem Bild passen und das beschreiben, was darauf zu sehen ist. Übertrieben gesagt: Nutze also nicht den Hashtag #elefant wenn dein Foto Nilpferde abbildet.

Nutze sowohl beliebte, als auch unbekanntere Hashtags. Die Mischung machts! Ein wirklich großer Hashtag (#cosplay) wird von vielen genutzt und auch von vielen gesehen, aber dementsprechend leicht wird dein Post auch in der Masse verloren gehen.Nutze einen kleineren spezifischeren Hashtag (#germancosplaygirl) um von der richtigen Zielgruppe gefunden zu werden. Natürlich ist der Hashtag nicht ganz so beliebt, aber du hast hier wirklich die Chance sichtbar aufgelistet zu werden.

Ich hoffe diese Tipps haben dir geholfen deinem Ziel “famous on Instagram” zu werden ein klein wenig näher zu kommen! Und jetzt ran an die Tasten und schreibt lange Texte mit Gehalt, die eure Follower zur Interaktion auffordern! Und los!

Du hast noch nicht genug? Dann zieh dir unbedingt folgende Inhalte rein:
All About Cosplay – 003 All About Social Media
Englisch oder Deutsche – Welche Sprache ist die Richtige?
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber du!

Noch mehr Infos zum Thema Social Media findest du hier: /category/social-media/

Die volle Dröhnung Instagram Tipps, kannst du hier entdecken:
Instagram für Cosplayer

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 20.01.2020 bearbeitet.

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How to hairflip – Wie du ohne Hilfe deine Haare dynamisch in Szene setzt

Du möchtest deine Cosplay Fotos unbedingt einen Schritt voranbringen? Etwas Dynamik in die olle Statik bringen, hast aber oft nicht die Gelegenheit mit Assistenz zu shooten? Kein Problem! Ich zeige dir kurz und knapp wie du deine Haare, bzw. deine Perücke, auch ohne Assistenz gekonnt in Szene setzen kannst!

Wir alle kennen diese Fotos, wallende Mäntel und fliegendes Haar und denken uns: “Oh mein Gott! Das möchte ich auch!”

Dynamik, die begeistert

Häufig entstehen solche dynamischen Fotos dadurch, dass das Model in Pose steht und ein Assistent auf Kommando die Haare fliegen lässt. Wie viele solcher Fotos habe ich bewundert und mir gedacht: Das möchte ich auch!

Aber selten habe ich die Chance mit Assistent zu shooten. Oft sind es nur mein Mann, der fotografiert, und ich, die sich vor der Kamera in Pose stellt. Irgendwann dachte ich mir, dass das doch auch ohne Hilfe irgendwie zu machen sei. Und siehe da, es hat geklappt. Damit auch du nicht auf coole Hairflips verzichten musst, wenn du ohne Assistent shooten musst, zeige ich dir in einem kurzen Video, wie du deine Haare in Bewegung setzen kannst.

Hairflips ohne Assistenten

In diesem Video kannst du gut sehen, wie ich meine Haare, bzw. die Haare meiner Perücke, ohne Hilfe selbst werfe. Ich teile die Haare in etwa zwei gleich große Partien und lege sie nach vorne über meine Schultern. Dann platziere ich meine Arme unterhalb der Haarpartien, so dass keine Haarpartie auf meinem Oberkörper liegen bleibt. Dafür kippe ich meinen Kopf und Oberkörper nach vorne, sodass die Haare nach vorne schwingen und ich meine Arme und Hände gut darunter platzieren kann.

Sobald der Fotograf bereit, ist eine Serienaufnahme zu starten, werfe ich meine Hände so nach oben, dass die Haare auf Kopfhöhe nach hinten fliegen. Am besten überlegst du dir vorher, wo du deine Hände für die fertige Pose platzieren möchtest. Versuche also die Wurf-Bewegung so zu vollziehen, dass deine Hände die gewünschte Endpose erreichen. Selten ist das erste Foto bereits perfekt. Stell dich darauf ein, den Hairflip mehrfach zu wiederholen, bis der Fotograf das perfekte Foto eingefangen hat!

Ich hoffe dieses kleine Video hat dir gezeigt, dass du auch ohne Assistent richtig coole dynamische Fotos kreieren kannst! Und jetzt: an die Haare und werft was das Zeug hält!

Du willst noch mehr Tipps zum Thema Posing für Anfänger?
Dann hör dir unbedingt die entsprechende Podcast Folge an:
All About Cosplay – 007 Posieren wie James Bond

Weitere Posing Tipps findest du hier: category/posing-fotografie/

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 20.01.2020 bearbeitet.

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How to get famous – Eine Anleitung Teil 1

Irgendwo zwischen Faszination, Neid, Wunschdenken, Träumerei und Ehrgeiz liegt der Wunsch “famous on Instagram” zu werden. Der Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung, aber vielleicht sogar der Wunsch das Hobby zu monetarisieren und irgendwann zum Beruf zu machen. Egal was deine Motivation ist, mit ein paar ganz einfachen Schritten, helfe ich dir auf Instagram zu wachsen und deinem Traum nach einer eigenen Fanbase etwas näher zu kommen.

Auf Instagram zu wachsen ist weniger Zauberei oder Schicksal, als viel mehr ein Haufen Arbeit und zugegeben auch etwas Glück.

Wie sehen deine Ziele aus?

Wie oft habe ich Sätze wie “Warum hat Person XY mehr Fans auf Instagram als ich, der/die macht ja nicht mal richtige Kostüme / hat keine Shootingfotos / näht nicht mal selbst / etc.” schon gehört.
Diese Sätze zeigen deutlich: du hast Social Media nicht verstanden.
Du wirst nicht einfach von Tausenden Menschen auf Instagram gefunden, weil du tolle Fotos hast, deine Kostüme selbst gestaltest oder oder oder. Nein. Um Erfolgreich auf Social Media zu sein, bedarf es an Marketing, Strategien, Konzepten, Zeit und viel Arbeit.

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Also, mach dir klar, was du eigentlich erreichen willst. Und warum du es erreichen willst. Ist es für dieses Ziel überhaupt sinnvoll Zeit und Arbeit in das Wachstum einer Fanbase zu stecken? Oder ist ein anderer Weg erfolgsversprechender für dein Ziel? Du merkst schon, ich könnte hier einen Roman für jedes kleine Detail schreiben, stundenlang mit dir darüber diskutieren. Aber diesen Punkt überspringe ich jetzt einfach und gehe davon aus, dass du dir bereits Gedanken gemacht hast was du warum erreichen willst. Denn nun kommen wir zu dem Teil, an dem ich dir einfache Methoden verrate, wie du auf Instagram wachsen kannst. Bereit?

Konzentriere dich auf deine Nische

Gut, also du hast einen Instagram Account auf dem du Bilder veröffentlichst. Du bist aber nicht damit zufrieden wie viele Leute deine Bilder sehen und liken. Rufe deinen Account auf, versuche ihn möglichst neutral zu betrachten und beantworte dir folgende Frage: Was sagt dein Profil aus? Welchen Art von Content kannst du als Follower hier erwarten? Der erste Schritt ist die Grundlage für jeden Account. Was ist deine Botschaft? Was soll dein Account aussagen? Postest du kreuz und quer Selfies, Katzenfotos, Work in Progress, Shootingbilder, Fotos von deinem Essen, Cosplay, aber auch Landschaftsfotos? Dann sollte dir relativ schnell klar werden, dass du so nicht weiter kommst.

Entscheide dich, was du auf deinem Kanal zeigen willst und bleib dabei. Du musst für dich eine Nische finden und Content posten, der innerhalb dieser Nische funktioniert. Ich poste zum Beispiel überwiegend nur Shootingfotos von meinen Cosplays. Ich poste keine Katzenbilder oder kaum bis gar keine Selfies. Cosplay ist also meine Nische und innerhalb dieser Nische habe ich mich auf Shootingbilder spezialisiert. Wenn du also meinen Instagram Account aufrufst, wird dir relativ schnell klar, was dich hier erwartet. 

Finde deine Nische! Spezialisiere dich auf diese Nische und verwässere sie nicht durch Posts, die nicht in das Schema passen. Die Nutzer auf Instagram sind eher motiviert dir zu folgen, wenn sie sehen, was sie auf deinem Account erwartet. 

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Content is King

Nachdem du dir klar gemacht hast, was du auf Instagram posten möchtest und dies auch streng einhältst, folgt der nächste Schritt. Bitte sei jetzt ganz ehrlich zu dir, wie oft postest du auf Instagram?

Dein Account ist sowohl für deine vorhandenen Follower, als auch für potentielle neue Follower, erst dann von Bedeutung, wenn du ihn regelmäßig bespielst.
Ich bin ganz ehrlich zu dir. Am besten postest du täglich. Jeden Tag einen bis maximal drei Posts. Je aktiver dein Account, desto interessanter für deine Fans und desto besser wirst du auch vom Instagram Algorithmus gerated.

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Dann lies unbedingt diesen Blogeintrag:
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber du!

Wenn du nicht so viel Futter für deinen Instagram Kanal hast, dass du täglich Bilder oder Videos posten kannst, solltest du dir klar machen wie oft du deinen Kanal bespielen kannst. Lege einen Rhythmus fest, der für dich funktioniert. Solltest du allerdings weniger als jeden zweiten Tag posten können, dann rate ich dir dringend neuen qualitativen Content heranzuschaffen.

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Dein Content ist das A und O. Ohne Content kommst du nicht weit. Es hilft dir also nichts, wenn du all deine Kostüme in aufwändiger Handarbeit selbst bestickst, wenn du das nicht regelmäßig zeigen kannst. Je ansprechender deine Fotos sind, desto besser werden sie angenommen. Achte darauf gut ausgeleuchtete, scharfe Fotos mit interessanten Motiven zu nutzen. Und poste diese regelmäßig, am besten täglich! Du wirst sehen, deine Fans werden es zu schätzen wissen und es werden noch mehr folgen. 

Interaktion ist das A und O

Der nächste Schritt und auch letzte innerhalb dieses Blogeintrags ist folgender: Sei aktiv und interagiere mit anderen! Du kannst gut auf dich aufmerksam machen, wenn du Beiträge von anderen Instagram Accounts likest und vor allem kommentierst.
Achtung: das hilft dir allerdings nur, wenn diese Accounts die selbe Nische bedienen wie du.

Wenn du dich also in der Cosplay Nische bewegst, hilft es dir wenig, wenn du in der Fashion Nische aktiv kommentierst, likest und folgst. Such dir Accounts, die die selbe Nische bedienen wie du, folge ihnen, kommentiere aktiv deren Posts (nicht nur mit Smileys, sondern mit ganzen Sätzen) und vernetze dich. Du kannst wunderbar von diesen Accounts lernen, besonders wenn es große erfolgreiche Accounts sind.

Sei aber nicht nur bei anderen Accounts aktiv, sondern auch bei deinem eigenen. Gehe auf deine Follower ein, stelle Fragen, beantworte deren Kommentare und zeig ihnen, dass du dich für sie interessierst. Wir alle wissen wie toll das Gefühl ist, wenn eine Person, zu der wir aufsehen uns bemerkt und auf uns eingeht.

Senpai noticed me! Und mal ganz ehrlich. Interaktion ist viel mehr wert als die größte Followerzahl dieser Welt. Dein Account ist wesentlich interessanter und relevanter, je mehr geliked und kommentiert wird. Die bloße Followerzahl hilft dir alleine nicht weiter.
Sei also sowohl bei anderen Accounts, als auch bei dir selber aktiv. Aber vor allem: Hab Spaß! 

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 20.01.2020 bearbeitet.

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