Con Bericht: Vienna Comic Con 2019

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Kommen wir heute zu meiner zweiten Auslandsconvention von 2019. Die Vienna Comic Con in Wien.
Auch hier möchte ich euch von meinen Erfahrungen berichten und euch damit die Entscheidung, ob diese Convention interessant für euch ist, vielleicht etwas erleichtern

Den Con Bericht zur Londoner Comic Con findest du hier: Con Bericht: MCM London 2019

Allgemeine Daten

Die Convention findet üblicherweise im November über Samstag und Sonntag statt.
Bei der Location handelt es sich um die Messe Wien, also typische Messehallen, die sich in der Nähe des Praters befindet.

Das Messegelände ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Zudem gibt es ebenfalls zwei kostenpflichtige Parkhäuser, für alle, die mit dem Auto anreisen wollen.
Die Öffnungszeiten waren für Samstag 10:00 – 19:00 Uhr und für Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr. Der Einlass beginnt laut Veranstalter bereits um 08:00 Uhr.

Die Vienna Comic Con bietet verschiedene Arten von Tickets und unterscheidet sogar im Alter der Ticketkäufer.
Ihr habt die Wahl zwischen Child Tickets (gültig von 6 bis 12 Jahren), Youth Tickets (gültig von 13 bis 17 Jahren) und Adult Tickets (gültig ab 18 Jahren).
Ebenfalls teilen sich die Tickets in Tageskarten und Wochenendkarten auf. Im Adult Ticket Bereich gibt es wiederum die Möglichkeit drei verschiedene VIP Tickets, die Sonderleistungen beinhalten, zu erwerben.
Zum Messegelände selbst gehört natürlich auch ein Außengelände, nur muss ich erwähnen, fand ich dieses Messetypisch eintönig.

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Erlebnisbericht Vienna Comic Con

Im Falle der Vienna Comic Con hatten wir uns in ein Hotel in Bahnhofsnähe eingebucht. Von Dort aus war es ein leichtes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Prater bzw. zur Messe zukommen. Eine einzelne Fahrt kostete 2,60€, wir waren allerdings mit einer speziellen Zeitkarte in Wien unterwegs, somit waren die Fahrten zur Comic Con durch diese schon inklusive.
An der Haltestelle Messe ist der Eingang zum Gelände bereits klar ersichtlich. Als wir an der Messe gegen 9:30 Uhr ankamen, herrschte im Einlassbereich bereits ein Riesen Chaos.

Chaos am Einlass

Wir betraten den Halleneingang und standen vor einer Masse an Menschen. Ich weiß, für eine Con nichts ungewöhnliches, allerdings war hier nicht ersichtlich wer wo anstand. Die Badgeausgabe stand mit ihrer lesbaren Front zum Eingang des Händlerbereichs und war somit nicht einsehbar. Wir drängten uns also an den Massen vorbei, um zu sehen, wo wir uns anstellen mussten. Vorne angekommen, stellten wir fest, dass wir uns zurück ans Ende der Masse begeben mussten.

Da der Einlass von zwei Seiten erreichbar war, staute es sich erheblich vor den angelegten Barrieren. Es bildete sich keine eindeutige Schlange. Mit jedem Schwung neu ankommender Besucher wurde das Chaos um die Barrieren nur noch schlimmer. Das Personal fing vor allem erst an, die Badges vorzubereiten, als die Besucher ihre Tickets vorzeigten. Dadurch dauerte der ganze Prozess wahnsinnig lange.

Es ist sicherlich nur meine persönliche Auffassung der Geschehnisse, aber für mich war der Einlass einfach unorganisiert. Die Barrieren, die platziert waren um eine Schlange zum Badge abholen zu kreieren, waren grundsätzlich eine gute Idee. Aber bei einem offen gestalteten Einlass, wie ihn die Messe bietet, keine optimale Lösung.
Wodurch wir geschlagene 50 Minuten zum Abholen unseres Badges brauchten. Über die Badges selbst kann ich aber nur gutes berichten. Sie sind sehr hochwertig gearbeitet und wirklich schön gestaltet.

Angekommen auf der Con

Als wir dann auf dem Weg zur Garderobe waren, stellten wir sehr schnell fest, dass auch andere wichtige Dinge nicht berücksichtigt wurden. Es gab keine Taschenkontrollen! Auch mein Badge musste ich am ersten Tag nicht ein einziges Mal vorzeigen, als ich die Hallen betrat oder verließ.
Die Garderobe war zudem leider kaum ausgeschildert, bot allerdings genügend Platz und war mit 1,50€ pro Teil auch im Messe üblichen Preisbereich.

Natürlich ging es für uns von da an gleich weiter in den Cosplay Bereich. Da ich mich vorher online über das Programm informiert hatte, freute ich mich schon auf einen ganz bestimmten Workshop.
Leider tauchte hier gleich das nächste Problem auf. Im Programmheft der Comic Con war besagte Bühne für den Workshop leider nicht aufgeführt und als wir uns dann beim Personal erkundigten, wusste es leider auch nicht wo genau diese zu finden sei. So machten wir uns selbst auf die Suche.
Die auf der Veranstaltung angebotenen Workshops waren allesamt interessant und sehr informativ. Nur hatte das Soundsystem damit zu kämpfen, die anderen einzelnen Bereiche zu übertönen.

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Nach den ersten Workshops ging es für uns dann zu den Ständen der eingeladenen Cosplay Gäste. Diese waren praktischerweise direkt neben der Workshop-Bühne platziert, sodass man nach ihren Panels für weitere Fragen zu deren Stand wandern konnte.
Diverse gute Gespräche später, machten wir uns auf in die Artist Alley.

Das ist definitiv immer eins meiner persönlichen Highlights jeder Convention. Die Auswahl an Künstlern muss ich hier einfach betonen. So viele verschiedene Stile habe ich selten auf Conventions gesehen. Das Stöbern hat hier wirklich viel Spaß gemacht.

Lobend möchte ich auch die Gangbreite in der Artist Alley erwähnen und dass augenscheinlich recht viele österreichische Künstler Vorort waren. Ich finde es toll, wenn man die Vorort ansässige Community unterstützt.
Dies wurde übrigens auch im Cosplay Bereich der Halle ersichtlich, denn dort wurden ansässigen Hilfsorganisationen die Möglichkeit zur Ausstellung gegeben.

Was ich ebenso als sehr angenehm empfand, war, dass der Cosplay Bereich sich in einer eigenen Halle ausbreiten konnte.
Es gab in diesem Bereich Aussteller verschiedener Genre sowie eine Bühne auf der sich neben Showgruppen auch Aussteller vorstellen konnten. Außer zwei oder drei Händlerständen, die gut zum Thema passten, waren hier keine großen Verkaufsstände zu finden.

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Die großen Verkaufsstände befanden sich alle in der zweiten Halle. Hier waren nebst den üblichen Ständen für beliebtes Merchandise auch ortsansässige Händler zu finden, was ich sehr sympathisch fand. Unter anderem gab es einen Stand von einem ortsansässigen Kostümverleih und natürlich auch einen Stand der Marke NYX, da diese Sponsoren waren. Das war zwar zu erwarten, aber ich möchte Ihn trotzdem einzeln erwähnen, da sie nebst vergünstigten Preisen auch noch wahnsinnig viele Gewinne an die Leute brachten. Und welcher Cosplayer freut sich nicht über kostenloses oder günstiges und gutes Makeup?
Ebenfalls gab es einen Stand eines Spielzeugherstellers für Kinder, der sehr ansprechend für das jüngere Publikum gestaltet war. Ein weiteres positives Beispiel war auch der Kaffeestand eines heimischen Comic Cafés.

Kommen wir nun zum Essensangebot.

Ich gestehe, ich war etwas enttäuscht vom Angebot. Bis auf das übliche Messe-Essen und ein paar Food Trucks mit vielleicht 3 verschiedenen Ausrichtungen war nichts weiter zu finden. Auch waren Sitzplätze im gesamten Messebereich eher Mangelware. Zum Glück aber wirkte der Boden recht sauber, so dass sich, wie wir auch, viele auf eben diesem niederließen. Anerkennen muss ich allerdings, dass überall darauf hingewiesen wurde, dass das Wasser aus dem Wasserhahn TRINKWASSER ist. Zusätzlich dazu gab es vor jeder Toilette auch einen Wasserspender.

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Fazit

Für mich persönlich hat sich vor allem die Artist Alley und der Workshop Teil dieser Con sehr gelohnt. Aber wenn ich alles zusammennehme, war es für mich keine gelungene Convention.

Sie hatte für mich einfach zu viele offensichtliche Baustellen, die einem erfreulichen Aufenthalt im Weg standen.
Auch die Location und Aufteilung der Messehallen war zwar positiv, aber wenn das eigene Personal nicht weiß, wo etwas zu finden ist und es auch keinen gut einsehbaren Plan gibt, so ist dies störend.
Vielleicht lege ich darauf besonders viel wert, aber was mich mit am meisten gestört hat, war die Organisation des Einlasses sowie die nicht vorhanden Überprüfung der Besucher.

Alles in allem hoffe ich, dass die Vienna Comic Con gewisse Fehler ausmerzen kann und vielleicht werde ich sie dann in Zukunft wieder in Betracht ziehen. Derzeit würde ich sie aber nicht weiterempfehlen.

Warst du auf der VCC? Wie hast du die Veranstaltung wahrgenommen?

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Ich habe mich in 2019 wieder für ein paar Auslandsconventions entschieden. Unter anderem war ich im Oktober 2019 auf der London MCM. Von meinen Erfahrungen möchte ich euch heute berichten und euch damit vielleicht die Entscheidung erleichtern, ob diese Convention etwas für euch ist.

Allgemeine Daten

Die Convention geht drei Tage (Fr. – So.) und findet einmal im Oktober und einmal im Mai statt. Angesiedelt ist sie am Royal Victoria Dock, was etwas am östlichen Rand von London liegt.
Jeder Tag hat andere Öffnungszeiten.
Es gibt einzelne Tagestickets (Fr. / Sa. / So.) sowie ein Wochenendticket, welches von Fr. – So. gilt.
Ebenfalls gibt es ViP Tickets, die unter anderem einen früheren Einlass gewährleisten. Diese sind aber nur pro Tag erhältlich, da die angegebenen Vorzüge bei einem Wochenendticket bereits inkludiert sind.

Zum Messegelände gehört ein relativ großer Parkplatz, für alle, die mit dem Auto anreisen. Die Hallen sind aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ebenso liegen einige Hotels in der näheren Umgebung.
Obwohl es sich auch hier um Messehallen handelt, hat die London MCM einen sehr angenehmes Außengelände mit Bäumen, Wasser und Steinwänden.

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Erlebnisbericht

Da ich eine hübsche kleine Wohnung in London gemietet hatte, fuhr ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für gerade einmal 1,50£ zum Royal Victoria Dock. Die Fahrt dorthin hatte ich vorher schon einmal in Erkundung gebracht, doch ich war positiv überrascht als ich beim Umsteigen in die nächste Linie bereits daraufhin gewiesen wurde, wo ich für die Comic Con um- und aussteigen muss.
An der Endhaltestelle angekommen konnte ich mich dank der Organisation überhaupt nicht verlaufen. Auf dem Gleis wurden wir bereits von Helfern der Comic Con begrüßt und darauf hingewiesen welcher Eingang für welches Ticket vorgesehen ist.

Als kurze Erklärung: ich hatte für Samstag und Sonntag jeweils eine normale Tageskarte.
Daher musste ich täglich durch den regulären Eingang. Für ViP Tageskarten sowie für Wochenendticket Inhaber gab es einen gesonderten Eingang.

Als ich dann von der Bahn zum großen Eingang ging, sah ich bereites die Massen, die mit mir zum Eingang strömten. Ich gestehe, dass ich gedacht habe: “Hier werde ich eine ganze Weil anstehen!”
Doch trotz der Menge an Menschen, war ich bereits 15 Minuten später in der Halle.

Der Einlass war für meine Begriffe wahnsinnig gut organisiert. Zu Beginn wurden die Taschen aufmerksam kontrolliert. Von dort an ging es sofort weiter zum Scannen der Tickets und direkt dahinter bekam man sein Tagesbändchen. Dies musste sichtbar getragen und durfte auf keinen Fall beschädigt werden!

Und dann stand ich auch schon in den Hallen der LONDON COMIC CON!

Die Con selbst breitete sich über insgesamt zwölf Halleneingänge aus. Im inneren der Hallen war die Con in 8 Themenbereiche, 4 Bühnen sowie in den Foto- und Autogrammbereich aufgeteilt.
Da es zur Con eine App gab, hatte ich mich vorweg schon ein bisschen über die Location informiert.

Vor Ort ging es dann noch kurz ans Umziehen, denn wie wir alle wissen kann man manchmal nicht im Cosplay in die Bahn. Die Toiletten der Hallen waren wirklich sehr sauber und großzügig angelegt. Es war überhaupt kein Problem sich dort, mit etwas Rücksicht auf andere, umzuziehen.
Danach ging es natürlich erst einmal zur Garderobe, die sich im “Keller” befand. Diese war recht großzügig aufgestellt und war mit 1,50£ im normalen Messepreisbereich.

Hier muss ich ehrlich anmerken, dass es einen Moment brauchte bis wir die Garderobe gefunden hatten, da diese in keiner Weise sichtbar ausgeschildert war. Aber der Staff der London MCM weiß hervorragend Bescheid und beschrieb uns gut den Weg.

Von dort ging es dann in die Hallen.

Die London Comic Con ist aus meiner Sicht, wirklich für jeden etwas. Es gibt Bereiche für Videospiele, Steampunk, LARP, Cosplay, Film und Serien-Fandoms und auch D&D.

Mein erster Weg führte mich in die Artist Alley. Ich war sehr begeistert von der Vielfalt der Künstler und auch hier von der Organisation dieses Bereichs. Jeder Gang war am Anfang und am Ende mit einer Tafel ausgeschildert, auf der die jeweiligen Künstler mit Tischnummern als Lageplan aufgelistet waren. So war es sehr einfach Künstler, die ich mir persönlich vorgemerkt hatte, aufzusuchen. Auch die Gangbreite zwischen den Tischen empfand ich als sehr angenehm. Da man hier selbst mit zwei ausladenden Kostümen gut aneinander vorbeikam, ohne etwas von den Tischen zu räumen.

Die Artist Alley erstreckte sich über 14 Tischreihen für ‘kleine’ Künstler/innen sowie weitere 16 Stände von ‘großen’ Künstlern, wie beispielsweise Destiny Blue (siehe nachfolgendes Foto).
Ich denke wirklich, dass hier jeder etwas findet, was ihn glücklich macht!

Die Bereiche der Convention waren zum Teil übergreifend in den Hallen aufgebaut. Da die einzelnen Hallen aber sehr groß sind und alles einen gewissen Abstand zueinander hatte, hatte ich nicht das Gefühl, dass Themen sich in die Quere kamen.
So befand sich in der Halle mit der Artist Alley auch der Händlerbereich, einige Bühnen sowie der Pop Asia und Gastronomie.

Zur Orientierung fand ich den, in der App vorhandenen, Lageplan super hilfreich. Vor Ort gab es ein Heft zur Con, in dem der Lageplan sowie Programm und Gäste Vorstellungen aufgelistet waren.
Nachdem wir uns in der Artist Alley ordentlich ausgetobt hatten, ging es weitere zu einigen Interviews auf den Bühnen.
Anfangs hatte ich Bedenken, da die Bühnen durchaus recht nahe bei einander standen. Und wer kennt es nicht, wenn man dem Interview lauschen möchte aber von der Nachbar Veranstaltung auch noch die Hälfte mithört. Sowas finde ich persönlich immer wahnsinnig ärgerlich und störend.

Ich habe keine Ahnung WIE die London MCM es fertig brachte, aber sobald man den gekennzeichneten Bereich einer Bühne betrat, nahm man die anderen Bühnen akustisch nicht mehr wahr. Das ganze Soundsystem schien gut aufeinander abgestimmt zu sein. Selbst auf der kleinen Bühne im Cosplay Central, die offen in der Mitte stand, war es kein Problem dem Vortrag der Workshopleiter zu folgen.

Was das Angebot auf den Bühnen anging, war ich ebenfalls positiv überrascht. Neben Interviews mit ‘alten Hasen’ aus der Comic Szene, gab es auch Auftritte, Vorstellungen von gemeinnützigen Vereinen / Spendenaktionen, Workshops und viele mehr.

Das Hallensystem

Für die Main Stage, auf der auch der World Cosplay Summit gezeigt wurde, war ein extra Bereich einer Halle abgesperrt worden. Für die Bühne musste man sich im Innenbereich anstellen. Das Programm für diese Bühne war aber außerhalb gut einsehbar angebracht. Auch hier drang akustisch kein Ton in andere Bereiche vor. Ich hatte mir nicht die Zeit genommen einen der angebotenen Programmpunkte anzusehen. Deshalb kann ich leider über die Gegebenheiten zur Bühne und den Zuschaumöglichkeiten nichts sagen.

Photo Ops & Autogramme

Weiter ging es dann in die Halle in der Photo Ops und Autogramme gebucht werden konnten. Diese musste man im Vorfeld buchen. Da wir selbst keine dieser Möglichkeiten nutzten, kann ich auch hier nur über die äußeren Gegebenheiten sprechen.
Auch diese waren, wie nicht anders zu erwarten, gut gelöst. Der Bereich war zu jederzeit sehr übersichtlich gehalten. Den Autogramm Bereich konnte man von außen sogar einsehen. Wer also kein Geld fürs Autogramm ausgeben möchte, kann so wenigstens einen Blick auf seinen Star erhaschen. Fotografieren war in diesem Bereich übrigens untersagt. Das Personal war dementsprechend geschult.

Situationsbeispiel: Ich selbst wurde nicht angesprochen. Ein Herr neben mir wurde freundlich gebeten das Fotografieren im Autogramm Bereich einzustellen, da es für die Stars Photo Ops gibt und es nicht fair gegenüber den zahlenden Gästen wäre.
Ich war angenehm überrascht, dass zu JEDER Zeit das Personal der Convention sehr zuvorkommend und hilfsbereit war.

Essen & Getränke

Die Hallen boten ein nationales Angebot an Speisen und einen recht großzügigen Sitzbereich. An den integrierten Essensständen gab es neben gutem Kaffee und Kuchen auch typisches Essen, wie zum Beispiel die allseits beliebten Sandwiches. Die Preise dafür waren Messeüblich.

Ebenso gab es im Hallenbereich selbst auch noch einmal Stände mit internationaler Küche. Hierzu gab es ebenfalls einen angeschlossenen Sitzbereich, der aber aus Platzgründen kleiner ausfiel. Meist saßen hier die Leute auf dem Boden, der mit einem Teppich ausgelegt war.
Wo wir gerade beim Thema sind will ich natürlich auch erwähnen, dass es für eine Messe überraschend viele Toiletten gab. Diese waren ebenfalls stets sauber und gut ausgeschildert.

Fantreffen

Nun möchte ich zu einem Thema kommen von dem ich persönlich wahnsinnig begeistert war. Die London Comic Con ermöglicht es JEDEM ein Fantreffen anzumelden und dieses innerhalb der Messe durchzuführen.
Nicht nur, dass die Con für genügend Platz für solche Treffen sorgt, sie speist die zugehörigen Informationen – wann & wo welches Treffen ansteht – sogar in Ihre App ein.
Alles in allem muss ich sagen, dass ich die Community vor Ort als sehr angenehm wahrgenommen habe. Man sprach sich gegenseitig an, es gab Komplimente und nahm diese auch an. Es wurde Rücksicht aufeinander genommen, wenn man durch das Cosplay nicht so leichtfüßig unterwegs war und es wurde auch untereinander geholfen.

Außengelände

Nachdem wir eines dieser Fantreffen besucht hatten, zogen wir weiter zum Außengelände. Dieses bot neben einen tollen Blick aufs Wasser auch viele schöne Ecken zum Fotografieren.
Es waren auch einige Foto- und auch Videographen unterwegs. Ich hatte während der Con die Gelegenheit auf ein kurzes Shooting vor Ort und war vom Ergebnis wirklich begeistert. (siehe Bild unten/ von Carlos Adama)

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Natürlich sind nicht alle Fotografen für TfP zu haben, aber hier gilt Fragen kostet nichts.

Auch zum Ausruhen ist auf dem Gelände viel Platz. Es gab neben einigen Bänken auch eine große Wiese und einen Treppenbereich auf dem man sogar sitzen durfte.
Hier fanden ebenfalls einige Fantreffen statt. Es war wirklich schön neue Bekanntschaften zu schließen.
Bevor man nach dem Besuch des Außenbereichs wieder in die Hallen durfte, wurden nebst des Badges auch die Taschen erneut kontrolliert.

Fazit

Ich selbst empfand die London Comic Con als sehr angenehm, gut organisiert und interessant in allen Ebenen.
Ich hatte neben vielen tollen Eindrücken und Erfahrungen einfach eine wunderschöne Zeit auf der London MCM.
Zu bemängeln habe ich nicht wirklich etwas, außer vielleicht, dass die Convention App nicht an abgespeicherte Events erinnert. Aber hey, das ist Meckern auf hohem Niveau.

Also alles in allem eine Convention de ich sehr gerne weiterempfehle!
Hattest du schon einmal die Gelegenheit die MCM in London zu besuchen? Wie hast du deinen Besuch empfunden?

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Back to Con Season – Convention Vorbereitungen

Für einige hat die Con Saison bereits begonnen und für viele steht sie direkt bevor! Egal ob Leipziger Buchmesse, Dokomi oder gamescom, man sollte vorbereitet sein! Aber was heißt das?

Hast du dir bereits Gedanken gemacht welche Cosplays du wann anziehen willst? Welche Cosplays aus der vergangenen Saison sollen ausgeführt werden oder planst du ausschließlich neue Kostüme?
Natürlich musst du nicht das komplette Convention Jahr durchgeplant haben, aber um unnötigen Stress zu vermeiden, kann es durchaus sinnvoll sein, sich zumindest ein paar Gedanken zu machen.

Was willst du wann anziehen?

Für mich bedeutet das, dass ich mir überlege, ob ich ein neues Cosplay unbedingt zu einer bestimmten Veranstaltungen tragen möchte. Tatsächlich möchte ich dieses Jahr unbedingt Mary Poppins aus dem neuen Disney Film zur Ticon in Würzburg tragen. Ich habe mich dagegen entschieden, das Kostüm selbst zu nähen und habe es mir online gekauft. Das alles tat ich vor ein paar Wochen, damit das Kostüm auch definitiv zur Ticon fertig ist. Warum?
Ich wollte unschöne Überraschungen wie “Die Schuhe passen nicht – Das Kostüm ist schlecht verarbeitet und muss ausgebessert werden – die Versandzeit dauert länger als angegeben” einfach vermeiden.
Das Resultat: Das Cosplay ist mehr als zwei Wochen vor der Veranstaltung fertig und konnte bereits zur Probe getragen werden.

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Vor allem wenn du ein Cosplay komplett selbst anfertigst oder überarbeiten musst, ist es wichtig, dass du dir genug Zeit gibst. Tust du das nicht, wirst du vermutlich zu den Cosplayern gehören, die sich vor der Con die Nacht um die Ohren schlagen, verzweifeln, weinen, die Finger blutig nähen und völlig unentspannt auf der Con ankommen. Und natürlich wirst du dir schwören: das war das letzte Mal, dass du nur zwei Stunden Schlaf bekommst.

Also tu dir das nicht an und gib dir mehr Zeit. Mehr Zeit bedeutet, mehr Raum für Ideen und Details, bessere Näharbeit und einen entspannten Cosplayer.
Natürlich musst du nicht die komplette Saison fix durchplanen. Es hilft schon, wenn du dir Gedanken machst, welche deiner neuen Cosplays unbedingt ausgeführt werden sollen und vor allem in etwa wann.

Planung ist die halbe Miete

Nachdem du dir überlegt hast, was du wann anziehst, solltest du unbedingt überprüfen, ob das Cosplay vollständig ist. Besonders Details, wie beispielsweise Schmuck, Tattoos und vor allem Kontaktlinsen werden besonders gerne vergessen. Also stelle sicher, dass du alles Zuhause hast und nichts mehr besorgen musst.

Du hast nun sichergestellt, dass dein Cosplay vollständig ist. Wann solltest du anfangen für die Convention zu packen?
Mein Tipp: Versammle eine Woche vor Abreise alle Kostümteile auf einer Stelle. Schreib dir vielleicht sogar eine Liste. So musst du beim finalen Packen, nur noch an Ort und Stelle deine Liste abarbeiten, ohne panisch quer durch die Wohnung zu rennen.

Warum eine Woche vorher? Weil du innerhalb von einer Woche auch noch die Möglichkeit hättest, dein Kostüm zu waschen oder zu reparieren, falls du das vergessen hast. Du hast dir einen Spielraum für Fehler geschaffen. Indem du alle Kostümbestandteile eine Woche vorher sammelst, siehst du, ob du etwas übersehen hast. Sei es Flecken auf dem Kostüm, die Perücke, die du nach der letzten Con einfach als verfilztes Knäuel in deinen Schrank geworfen hast (woran du dich selbstverständlich nicht mehr erinnerst) oder ob wichtige Teile fehlen.

Teen Titans Casual Cosplay Gruppe Franco cool Gang

Gib dir eine Woche für die Vorbereitung

Du siehst, eine Woche kann dir deinen Arsch retten. Und reduziert ungemein den Stressfaktor. Es reicht, wenn du dich Tag für Tag etwas mit deinem Koffer und dessen Inhalt beschäftigst, als in der Nacht vor Abreise hysterisch alles in eine Tasche zu werfen.

Was solltest du alles einpacken?

Vielleicht hilft dir eine Liste, wie diese hier, um gut vorbereitet zur Veranstaltung aufzubrechen:

  • dein Con-Ticket
  • Das Cosplay in all seinen Bestandteilen (Kleidung, Schuhe, Perücke, Strümpfe, Accessoires)
  • Passende Unterwäsche zum Kostüm
  • Make Up & Make Up Entferner
  • Perücken-Kamm, Haarnadeln, Wig Cap, Mastix
  • Kontaktlinsen, Behälter & Linsenflüssigkeit
  • Brille (falls du eine trägst) / Sonnenbrille
  • Rucksack / Tasche
  • bequemes Schuhwerk
  • Wasser
  • Taschentücher
  • Eine Kleinigkeit zum Knabbern / Kaugummis
  • Mittel gegen Kopfschmerzen
  • Deine Visitenkarten aka Cos Cards
  • Wechselkleidung (Jogginghose, Socken, Jacke)
  • Geldbeutel, Schlüssel, Handy & Ladegerät / Powerbank
  • Fächer (gerade an heißen Tagen wirst du ihn lieben)
  • eventuell eine Picknickdecke

Wie bereitest du dich für die Con Saison vor?
Bist du jemand, der das Cosplay in den letzten Stunden vor der Veranstaltung fertigstellt oder bist du wie ich und versuchst möglichst diesen Stress zu vermeiden?
Was ist dein ultimativer Tipp zur Vorbereitung?

Du fragst dich, warum du unbedingt Make Up einpacken solltest?
Dann solltest du dir vielleicht diesen Blogeintrag einmal durchlesen:
Die Essenz ist: Benutzt Make Up für eure Cosplays – ein Aufruf

Du trägst gerne Bodypaint Cosplays, aber möchtest am liebsten etwas Zeit sparen? Dann könnte dich dieses Tutorial hier interessieren:
Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

Meine Podcast Episode zu Cosplay Convention findest hier:
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