Erocosplay- Cauzifer gibt tiefe Einblicke

Hallo, ich bin Cauzifer! Der eine oder andere kennt mich möglicherweise von Instagram, TikTok oder Twitter, wo ich größtenteils Erocosplay oder Casual Lewds poste.

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Was ist das denn?

„Erocosplay“ lässt schon erahnen, dass eine erotische Komponente mit Cosplay vermischt wird. Ob der gecosplayte Charakter dabei tatsächlich in der Quelle so dargestellt wird, oder ob man den Charakter in seiner eigenen Art und Weise erotisch darstellt, ist hierbei zweitrangig.
Aber meiner Erfahrung nach sind die Charaktere im Original deutlich weniger erotisch und sexuell dargestellt. Casual Lewds sind in meinem Fall eher alltäglichere Inhalte von mir in anzüglicheren Outfits.

Warum macht man Erocosplay?

Bei mir hat es sich so entwickelt, dass ich meine Cosplays einfach gerne sexy gestaltet habe. Und ohne hier um den heißen Brei zu reden: Sex sells.
Es kommt einfach sehr gut an und macht mir Spaß.

Hinzu kommt, dass es inzwischen ein Job geworden ist. Am Anfang habe ich mehr Fotos gemacht, als ich posten konnte und diese gegen ein kleines Trinkgeld an Supporter geschickt. Inzwischen habe ich in mein Studio zu Hause investiert, um für die Supporter bessere Fotos machen zu können.
Ich mache Erocosplay nicht ausschließlich wegen des Geldes. Es macht mir ernsthaft Spaß, in die „sexy“ Seite eines Charakters zu schlüpfen. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es ohne das Einkommen dieselben Ausmaße hätte. Ich denke aber, dass sich das auf jeden Job übertragen lässt. Viele Menschen lieben ihren Job, aber würden ihn sicher nicht umsonst machen.

Das sind doch sicher alles Creeps?

Eine gewisse „Creepquote“ mit aufdringlichen Typen lässt sich nicht bestreiten. Der Großteil meiner Supporter sind Männer zwischen 18 und 30. Selten waren mal Damen dabei (oder solche, die sich als Frauen ausgaben).

Ich bin sehr deutlich, was meine Grenzen angeht. Wird mir jemand zu aufdringlich, blockiere ich diese Leute. Das gilt auch dann, wenn jemand Kunde ist, das ist für mich kein Freifahrtschein.
Das ist für mich gleichzusetzen mit dem Gebrauch von Hausrecht bei pöbelnden Kunden in Restaurants oder Supermärkten.

Glücklicherweise ist das eher selten der Fall. Die meisten meiner Kunden sind sehr höflich und respektieren ein Nein. Da sind manche Follower auf Instagram deutlich unangenehmer. Ich lege Wert darauf, den Leuten auf einer persönlichen Ebene entgegenzukommen, sodass ich auch als Mensch und nicht „die von Instagram“ gesehen werde. Für mich funktioniert das ganz gut.

Kannst du sonst nichts, dass du sowas machen musst?

Wenn man mich etwas länger verfolgt, kann man sowas schlecht über mich sagen. 😀
Das eine oder andere beherrsche ich doch, ohne angeben zu wollen. Ich kann Rüstungen und Waffen für Cosplay bauen und Kleidung nähen, Ohren basteln oder Perücken stylen. Das, was ein Cosplayer eben braucht. Dass ich da selten komplette Cosplays poste, hat vor allem zwei Gründe:

  1. Es ist sehr zeitaufwendig und das lässt sich nicht mit meiner Postingfrequenz vereinbaren.
  2. Meine Zielgruppe ist auf andere Inhalte zugeschnitten, es performt einfach nicht so gut für den Aufwand, der dahintersteht.

Tatsächlich mache ich aber auch für die Erocosplays viele Accessoires oder Kleidungsstücke selbst. Auch die Perücken müssen beizeiten gestyled werden.

Ich habe auch oft schon überraschte Reaktionen erhalten, wenn Leute von meinem abgeschlossenen Studium erfahren. Es ist schade, dass mir aufgrund des Erocosplays scheinbar weniger zugetraut wird. Allerdings kenne ich viele andere Erocosplayer, die sehr gute Abschlüsse haben und kein Problem damit hätten, einen klassischeren Job auszuüben. Ich „kann“ schon was anderes, aber das Cosplayen in der Form macht mir einfach Spaß.

Wird man damit reich?

Es kommt ganz darauf an, wen du fragst. Ich für meinen Fall werde damit definitiv nicht reich, aber ich kann mich nicht beschweren. Von bösen Zungen liest man manchmal, dass Mädels, die mit sexy Inhalten Geld verdienen, doch mal einen richtigen Job machen sollen.
Doch was ist schon ein richtiger Job?

Kein Erocosplayer wird dir sagen, dass es der härteste Job ist. Aber das drumherum wird oft nicht wahrgenommen. Es dauert seine Zeit, Outfits zusammenzustellen, Shootings vorzubereiten, dann tatsächlich die Fotos zu machen und diese schlussendlich zu sortieren und zu bearbeiten. Meine Buchhaltung mache ich auch selbst, täglich sollte auf mehreren Plattformen gepostet werden und ich nehme mir auch die Zeit, mit den Leuten zu schreiben. Ich würde nie auf die Idee kommen, das mit einem Bauarbeiter zu vergleichen, aber allein vom zeitlichen Aufwand kann es, je nach Ausmaß, vergleichbar zu einem Bürojob sein.

Aber zurück zur Frage des Geldes: Man muss immer daran denken, dass man das nicht machen kann, bis man 60 ist. Außer, man möchte eine bestimmte Nische ansprechen. Andernfalls muss man sich in den zehn bis fünfzehn Jahren, in denen man plant, Erocosplay zu machen, entweder ein beträchtliches Einkommen aufbauen, oder aber einen Plan B in der Tasche haben.

Ich für mich verdiene damit nicht so viel, um damit mein restliches Leben sorgenfrei zu leben. Das können die Wenigsten. Ich arbeite aktuell noch klassisch in einem Bürojob, was mir einfach Sicherheit gibt. Aber aktuell kann man davon ganz gut leben, gerade wenn man nicht nur das als Einkommen hat.

Wie ist das mit Partnern?  

Manchmal bekomme ich online schon Kommentare nach dem Motto „So eine würde ich nicht wollen, die hat ja jeder schon so gesehen“. Für mich persönlich käme aber sowieso niemand in Frage, der/die meine Leidenschaft nicht unterstützt. Generell rede ich ungern öffentlich über meinen Beziehungsstatus, da es in meiner Situation oft unerwünschte Reaktionen hervorruft. Wenn man als Cosplayer öffentlich Single ist, habe ich das Gefühl, als würde man direkt als „Freiwild“ gesehen werden.

Andersherum wird man bei öffentlicher Präsentation des Partners gefragt, was er/sie davon hält. Das finde ich persönlich unangebracht. Dazu kann ich nur sagen, dass ich definitiv Menschen in meinem Umfeld hatte und habe, für die meine Onlinepräsenz kein persönliches Problem ist und die meine Persönlichkeit und meine Fähigkeiten schätzen.

Macht Erocosplay die Szene kaputt?

Schwierig zu bewerten. Ich glaube schon, dass die Cosplay-Szene generell eine eher sexualisierte Szene ist.

Die meisten Cosplayer wollen in der Regel nur ihren liebsten Charakter verkörpern, während Konsumenten der Quellmedien (Anime/Games) diese Cosplayer als Verkörperung ihrer Träume und „Waifus“ sehen. Ich denke eher, dass diese Diskrepanz die übermäßige Sexualisierung der Szene ausmacht.

An der Stelle kann es natürlich sein, dass einige Nutzer es von Erocosplayern gewohnt sind, „mehr“ zu sehen. Leider habe ich auch schon öfters andere Mädels gesehen, die klassische, nicht aufreizende Cosplays machen und öffentlich von einigen aufgefordert wurden, das in „sexy“ zu machen oder exklusive Inhalte anzubieten. Das ist für mich persönlich absolut inakzeptabel, und diese Leute sind moralisch zu verurteilen. Aber ich persönlich glaube nicht, dass Erocosplay die Szene kaputt macht.

Wie sind die Reaktionen der Mitmenschen?

Das ist unterschiedlich. Einige finden es richtig cool und sehen die Mühe, die ich investiere. Andere distanzieren sich davon. Die Gesellschaft ist in weiten Teilen meiner Wahrnehmung nach eher abgeneigt gegenüber Menschen, die auf diese Art Geld verdienen. Ich finde es schade, aber daran kann ich leider nichts ändern.

Wenn ich neue Leute kennenlerne, erzähle ich meistens nicht sofort davon. Nicht, weil ich mich davor schäme. Vielmehr habe ich bisher manchmal erfahren müssen, dass man dann mit einem anderen Blick gesehen wird. Deshalb möchte ich erst mal meine Persönlichkeit und meinen Charakter sprechen lassen. Oft sind die Reaktionen dann sehr überrascht, weil ich im Alltag nicht wirklich so auftrete wie in meiner Online-Präsenz.

Was planst du für die Zukunft?

Cosplay und Erotik möchte ich so lange machen, wie es mir Freude bereitet. Studientechnisch wollte ich vielleicht noch einen Master machen. Meine Pläne sind nicht extrem konkret, ich möchte eigentlich einfach nur Freude am Leben und finanzielle Sicherheit haben. Einfach keine (schlimmen) Sorgen haben wäre schön. Obwohl ein Eigenheim schon mein Träumchen wäre. 😊

Was würdest du Cosplayern empfehlen, die sich selbst in die Richtung entwickeln wollen?

Setze dir vorab Grenzen und Limits. Mach es nicht nur fürs Geld. Mach es nicht nur, weil viele es nachfragen.

Einige Mädchen, die ich kenne, sagen jetzt, dass sie nicht über ihre persönliche Komfortzone hätten gehen sollen. Alle, mit denen ich gesprochen habe, meinten, dass die ersten ein bis zwei Monate danach zwar finanziell besser liefen, es sich danach aber wieder normalisiert hat und es sich in der Hinsicht nicht gelohnt hat.

An dem Punkt zurückzugehen ist natürlich schwieriger, weil sich unter den Käufern dann eine Art Erwartungshaltung gebildet hat. Ich denke, dass immer mehr nachgefragt wird, als man bereit ist zu tun. Ich glaube auch, dass das nicht an einer bestimmten Stelle aufhört. Deshalb sollte man selbst zu den Grenzen stehen, mit denen man sich wohl fühlt und das klar kommunizieren. Bleib dir selbst treu.

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Kaufen vs. Selber machen

Cosplays kaufen oder doch lieber selber machen? Diese Debatte wird unter Cosplayern besonders in Deutschland häufig geführt. Vor allem seitdem es immer einfacher geworden ist vollständige Kostüme online zu bestellen.

Keine Sorge, dieser Beitrag wird keine Diskussion zum Thema, was besser oder gar “richtig” ist. Denn was für dich richtig ist, entscheidest du ganz allein!
Viel eher möchte ich dir einen Einblick in meine Gedankenwelt geben, um dir so bei deiner nächsten Entscheidung, ob du dein nächstes Projekt kaufen oder selber machen möchtest, behilflich zu sein.

Selber machen ist viel günstiger!

Zu Beginn räumen wir deshalb gleich einmal mit diesem Mythos auf. Denn auch wenn man dieses Argument häufig hört, trifft es selten zu.
Sicher, es gibt Kostüme, die du selbst günstiger herstellen kannst. Vor allem dann, wenn du diverse Stoffe und Materialien sowieso vorrätig Zuhause hast und nicht erst neu kaufen musst. Oder, wenn du ältere Kostümteile recyceln kannst.

Mittlerweile gibt es aber ein riesiges Angebot vieler internationaler Online-Shops, auf denen von günstig bis teuer sehr viele Cosplays erhalten kannst. Du kannst dir also vorstellen, dass es genügend Kostüme gibt, die du online tatsächlich günstiger als “selfmade” erhalten kannst.

Die Shopliste: Cosplays kaufen, findest du auch auf der Cosplay-Tipps & Infos Seite

Gekaufte Cosplays haben eine mindere Qualität!

Auch dieses Argument wird häufig in den Raum geworfen, wenn man an die Diskussion “Cosplays kaufen oder selber machen” denkt. Natürlich gibt es unzählige Kostüme, die man für kleine oder aber auch für enorme Preise bestellen kann, die den eigenen Qualitätsansprüchen nicht genügen.

Im Prinzip ist es immer eine Frage des eigenen Anspruchs. Was erwarte ich? Mit welcher Qualität bin ich zufrieden und wie äußert sich das?

Machst du deine Cosplays selbst, dann hast du immer direkten Einfluss auf die Qualität. Allerdings ist diese aber auch direkt an dein Können und vielleicht auch an deine Finanzen geknüpft. Grenzen gibt es also bei beiden Varianten. Die Frage ist eben nur, was du dir unter der passenden Qualität vorstellst.

Mir passen keine gekauften Kostüme!

Ähnlich wie bei der Qualitätsfrage, kannst du beim Fitting direkten Einfluss auf das Endergebnis nehmen, wenn du dein Cosplay selbst anfertigst. Egal ob gekauft oder selbst gemacht: Du musst deine Maße kennen!

Während du beim DIY Kostüm jederzeit nachmessen, anprobieren und nachjustieren kannst, musst du dich bei der Kauf-Variante auf die angegebene Maßtabelle verlassen. Das ist nicht immer so einfach, da man sich schnell mal zwischen zwei Größen befindet. Mit der richtigen Taktik, Erfahrung und dem Shop deines Vertrauens, ist auch das zu bewältigen.

Das bedeutet aber nicht, dass du im Nachgang nicht ein oder zwei Anpassungen machen kannst oder musst, um das Cosplay auf deinen Körper zu optimieren. Natürlich kannst du auch ein paar Euro mehr investieren und gleich zur Maßanfertigung greifen.

Diese Beiträge helfen dir, beim nächsten Kauf bestens vorbereitet zu sein:
Cosplays online kaufen – Tipps & Tricks
Sicher an Cosplays kommen: Wie bezahlt man das am besten?
Cosplays kaufen auf Aliexpress
All About Cosplay – 013 Cosplays online kaufen (Podcast)

Wie soll ich mich entscheiden?

So, was ist denn nun aber die richtige Variante für dich? Letztendlich kommt das immer ganz individuell auf dich und auf deinen Cosplayplan an. Diese kleine Übersichtstabelle kann dir vielleicht etwas Klarheit verschaffen!

KaufenSelber machen
Verfügbarkeit / Ressourcen
Preis / Kosten
Qualität / Skill
Zeit / Aufwand
Deadline

Anhand dieser Punkte, kannst du einfach, aber effektiv prüfen, für welchen Weg du dich entscheiden solltest. Kurz erklärt bedeuten die Spalten der Tabelle:

  • Ist das Wunschcosplay in einem Shop verfügbar?
    Sind alle Materialien lieferbar bzw. hast du alles auf Vorrat?
  • Wie teuer wird das Cosplay?
    Preis des Wunschshops inkl. Versand / Zoll im Vergleich zu den Materialien, die du zum selber machen benötigst.
  • Genügt dir die Qualität des Shops oder wirst du selbst noch etwas anpassen?
    Traust du dir zu, dein Wunschcosplay selbst anzufertigen oder ist es dir zu aufwändig?
  • Wie sieht es mit der voraussichtlichen Lieferzeit aus?
    Wie lange würdest du in etwa brauchen, wenn du das Cos selbst machst? (Rechne hier nicht zu knapp, lieber großzügig!)
  • Hast du eine Deadline und wenn ja, mit welcher Variante kannst du diese realistisch ohne Con Crunch einhalten?

Indem du für dich diese Fragen beantwortest und im Vergleich aufschlüsselst, erhältst du einen geeigneten Überblick darüber, welche Variante welche Vor- und welche Nachteile beinhaltet.
Nun musst du deine Ergebnisse nur noch analysieren und dich entscheiden!

Ich selbst füge der Analyse meist noch einen bzw. zwei weitere Aspekte hinzu:
Wie wichtig ist mir der Charakter und würde ich das Cosplay selbst besser hinbekommen als die Ausführung meines Wunsch-Shops?

Hybrid-Cosplay: gekaufte Corsage als Basis mit selfmade Modifikationen und aufgeklebten Federn , gekaufter Rock

Charaktere, die ich einmal zum Spaß testen möchte, kaufe ich mir beispielsweise eher, als große Herzensprojekte. Ich bewerte das je nach Charakter und Version sehr individuell.
Dabei kann es auch vor kommen, dass ich mich bewusst dafür entscheide ein Kostüm zu kaufen, aber im Nachgang anzupassen und abzuändern. Also ein sogenanntes Hybrid-Cosplay.
Denn wie so vieles im Leben, ist nicht alles schwarz oder weiß, sondern es gibt zahlreiche Varianten dazwischen!

Hast du noch weitere Tipps? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar!

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Dein ultimativer Convention Guide – Tipps & Tricks

Es ist wieder soweit, die Convention-Saison hat begonnen. Es wird Zeit, einige Vorbereitungen zu treffen und ins nächste Abenteuer zu starten!

Du hast bereits entschieden, welche Convention du wann besuchen wirst? Super! Dann lass uns doch direkt mit den Vorbereitungen für deinen Con-Besuch anfangen:

Vorbereitung ist die halbe Miete

Je besser du dich auf deine nächste Convention vorbereitest, desto entspannter kann dein Ausflug verlaufen! Denn sind wir mal ehrlich, wer hat schon Lust auf Con-Crunch, panisch gepackte Koffer, unvollständige Kostüme und absolut keine Ahnung, was dich erwarten wird?

Lass uns erst einmal mit dem spaßigen Teil anfangen:

Line-Up & Cosplayplanung

Weißt du schon, welche Cosplays du auf deiner nächsten Veranstaltung tragen wirst? Noch nicht? Kein Problem. Du musst dein Line-Up nicht schon Wochen oder gar Monate im Voraus planen, aber ein bis zwei Wochen vorher, sind durchaus sinnvoll.
So hast du genug Zeit, um kleinere Fehler oder Beschädigungen auszubessern, fehlende Kontaktlinsen zu bestellen oder deine Perücke neu zu stylen.

Möchtest du für eine Veranstaltung ein völlig neues Kostüm anfertigen, solltest du dir genug Vorlaufzeit einplanen, um stressigen Con-Crunch zu vermeiden. Ich versuche deshalb meine Projekte so zu planen, dass sie mindestens zwei Wochen vor Veranstaltung fertig sind. Natürlich klappt das nicht immer. Aber, der vorsorglich eingeplante Puffer hat mich bisher noch zuverlässig vor unnötigem Stress bewahrt.

Achte bei deinem Line-Up unbedingt auch auf das vorhergesagte Wetter. Findet die Veranstaltung im August statt? Dann solltest du dein Winter-Cosplay lieber Zuhause lassen und etwas luftigeres tragen. Deiner Gesundheit zu liebe, solltest du bei deiner Planung möglichst auf die voraussichtliche Temperatur und Wetterverhältnisse achten. Niemand hat etwas davon, wenn du einen Hitzschlag bekommst oder die nächsten Wochen mit einer fetten Erkältung flach liegst.

Achte auf dich und andere: Erste-Hilfe im Cosplay

Du kannst weiteren unnötigen Stress vermeiden, wenn du deine Cosplaypläne sorgfältig auf deine Besuchs-Tage aufteilst. Ein Beispiel gefällig?

Beispiel – Line-Up Planung

Besuchst du eine Veranstaltung von Freitag bis Sonntag und reist dabei Freitag an und Sonntag wieder ab, ist es ratsam besonders aufwändige Kostüme nicht unbedingt auf deinen Anreise- oder Abreisetag zu legen. Trage sie besser an einem Tag an dem du dich früh in Ruhe fertig machen und abends ohne Stress in deine Unterkunft kommen kannst.

Vor allem Freitage sind eher kurze Convention-Tage, daher ist es fraglich, ob sich ein Cosplay mit langer Vorbereitungszeit für dich “lohnt”? Andererseits hast du Freitags die Möglichkeit nur kurze Zeit in deinem Cosplay zu stecken. Daher ist vielleicht der Gedanke, ein unbequemes Cosplay eher am kürzesten Convention-Tag zu tragen, ebenfalls eine Überlegung wert.

Mit dem Cosplay im Auto zur Con

Reist du täglich mit dem Auto an, muss die Wahl deines Cosplays ebenfalls wohl überlegt sein.
Nicht jedes Cosplay ist für die Anreise mit dem Auto geeignet. Besonders dann nicht, wenn du der Fahrer des Fahrzeugs bist. Sicherheit geht vor und deshalb solltest du hier keine Abstriche machen. Verzichte auf Kostümteile, die dich beim Fahren einschränken. Besonders Perücken, farbige Kontaktlinsen, Headpieces und steife Kleidung können dich stark beeinträchtigen.

Prüfe vorab, welche Möglichkeiten du hast, dich vor Ort umzuziehen. Einige Conventions bieten Umkleideräume für Cosplayer. Vielleicht hast du aber auch kein Problem damit, dich auf dem Parkplatz fertig in Schale zu werfen. So oder so: Achte auf deine Sicherheit!
Ich saß ein einziges Mal als Beifahrer in einem Auto, in dem der Fahrer alle paar Minuten beiläufig erwähnte, wie sehr das Cosplay, die Perücke und die Kontaktlinsen gerade stören würden. Ich muss sicher nicht erwähnen, wie unwohl ich mich gefühlt habe. Einige weitere Ereignisse der Hinfahrt brachten mich dazu, mir für den Rückweg dieses Tages kurzfristig eine andere Reisemöglichkeit zu organisieren.

Du siehst, DIE eine Lösung gibt es leider nicht, aber in jedem Fall lohnt es sich, alle Gegebenheiten in deine Überlegungen einzubeziehen und für dich deine individuelle Lösung zu erarbeiten.

Cosplays vorbereiten

Sobald dein Line-Up steht, kannst du dich bereits an die konkreten Vorbereitungen machen. Je früher du mit einigen Aufgaben anfängst, desto stressfreier wird dein Con-Erlebnis!

Prüfe deine ausgewählten Kostüme und Perücken vorab auf Unversehrtheit, sowie Vollständigkeit. Müssen deine Cosplays vorher noch gewaschen oder anderweitig aufbereitet werden? Am besten erledigst du es gleich.

Ich persönlich lege meine Cosplays gerne mehrere Tage vor Abreise bereit. Natürlich kannst du auch mit einer Packliste, die speziell auf dein Cosplay zugeschnitten ist, arbeiten. Analog oder digital, je nachdem was dir eher zusagt. So kannst du sicherstellen, dass du auch kein Detail vergessen hast.
Möchtest du es etwas visueller? Dann arbeite mit einem Foto von dir in deinem fertigen Cosplay. Das kann dir helfen alle Einzel- und Bestandteile zu verinnerlichen und diese auf deine Packliste zu schreiben.

Legst du dein Cosplay – inklusive Perücken, Schuhe, Accessoires, Make-Up und Co – rechtzeitig bereit, hast du mehrere Tage vor Abreise die Möglichkeit, weitere Kleinigkeiten zu deinem Stapel hinzuzufügen, die dir vielleicht auf Anhieb nicht eingefallen wären. Meistens sind das “nice to have” Dinge, die dir das Leben erleichtern oder als Absicherung dienen. Ab und an fällt dir aber sicher auch ein elementares Bestandteil ein, welches du vielleicht sonst vergessen hättest.

Props & Waffencheck

Das ein oder andere Cosplay ist nur mit der passenden Prop so richtig vollkommen. Aber nicht jede Prop oder Waffe ist auch auf der Veranstaltung erlaubt. Informiere dich deshalb rechtzeitig über die geltenden Regeln, um unnötigen Frust zu vermeiden.

P.S.: Einige Veranstaltungen haben auch ein strengeres Regelwerk hinsichtlich der Kleider- bzw. Kostümordnung. Besonders Kostüme, die eher nicht jugendfrei sind, sind häufig nur mit Einschränkungen erlaubt.

Koffer packen

Wo wir schon beim Packen deiner Cosplays sind: Natürlich benötigst du für dein Convention-Wochenende, je nach Länge des Aufenthalts, noch mehr als nur deine Kostüme. Keine Sorge, ich erzähle dir jetzt nicht, wie viele Unterhosen du einpacken sollst. Neben den üblichen Dingen des täglichen Gebrauchs, solltest du aber ebenfalls diese Liste im Blick behalten:

  • Tickets
  • Lageplan / Programmheft
  • Ladekabel / Powerbank für dein Handy
  • Tasche / Rucksack / Rollkoffer
  • Bequemes Wechseloutfit

Je nach Cosplay, Accessoires oder Perücken sind unterschiedliche Taschen oder Koffer von Vorteil. Generell sind Reisetaschen oder Koffer mit Rollen eine Erleichterung bei der Reise. Manchmal bietet es sich aber auch an, das Kostüm in einem Kleidersack zu transportieren.
Teste am besten vorab, ob du alles in eine Tasche bzw. Koffer bekommst, damit du am Ende nicht wie ein Packesel mit sieben unterschiedlichen kleineren Beuteln anreisen musst.

P.S.: Später folgt noch eine ausführlichere Packliste für deinen Convention-Rucksack. 🙂

Hotel, Airbnb, bei Freunden oder doch pendeln?

Springen wir doch mal zurück auf Anfang. Den eher spaßigen Teil haben wir soweit abgearbeitet. Viel wichtiger ist allerdings die komplette Reiseplanung. Also wann fährst du wo wie lange und wie zum Ziel und wieder zurück.

Je nach Convention, können am Veranstaltungsort nah gelegene Unterkünfte schnell ausgebucht sein. Behalte also deine Optionen im Blick und zögere nicht zu lange. Hier gilt häufig: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Egal ob Hotel, Air BnB oder ob du bei Freunden schläfst oder pendelst, jede diese Möglichkeiten hat so ihre Vor- und Nachteile.
Achte bei Hotels und anderen Unterkünften auf die Option, die Buchung kurzfristig kostenlos stornieren zu können.

Wenn du bei Freunden übernachtest, solltest du dich natürlich auf diese verlassen können, nicht damit du am Ende vor verschlossenen Türen stehst. Vergiss aber nicht, dich bei den Kosten deiner Freunde zu beteiligen. So eine Übernachtung bei Freunden ist schließlich kein Freifahrschein, immerhin erhältst du in der Regel auch von deinen Freunden eine kleine Verpflegung und musst nicht hungern.

Auch die Reisekosten und Fahrzeiten beim Pendeln sind nicht unerheblich und müssen gut abgewogen werden. Bist du ein Vielfahrer? Dann ist es für dich vielleicht kein Problem, nach einem langen Con-Tag mehrere Stunden nach Hause zu fahren. Die beim Fahren eintretende Erschöpfung nach einem langen ereignisreichen Tag ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Finde für dich die passende Option, indem du Kosten, An- und Abreise (Fahrzeit & -strecke) und die Öffnungszeiten der Veranstaltung im Hinterkopf behältst und bei deiner Planung berücksichtigst.

In der Gruppe verreisen

Reist du nicht alleine, sondern zu zweit oder in einer Gruppe, solltest du dich gut mit deinen Reisegefährten abstimmen. Unter anderem folgende Punkte solltet ihr vorab klären:

  • Raumaufteilung der Unterkunft
  • Kostenbeteiligung (Unterkunft, Verpflegung, An- & Abreise, wann wird was gezahlt)
  • Treffpunkte, ggfs. feste Uhrzeiten vereinbaren
  • Kontaktdaten und Notfallkontakte
  • Allergien, Krankheiten, sonstige gesundheitliche Probleme

Besonders der finanzielle Aspekt kann die ein oder andere Laune verderben. Je besser ihr kommuniziert, desto unwahrscheinlich treten Missverständnisse, Dramen und schlechte Laune auf.

Die Wahl des Fortbewegungsmittels

Egal ob du dich für eine Unterkunft vor Ort oder fürs Pendeln entscheidest, irgendwie musst du von A nach B kommen. Je nachdem von wo aus du startest und wo du hin willst, hast du unterschiedliche Optionen. Nicht jede ist dabei für jeden gleich gut geeignet oder steht jedem zur Verfügung.
Ich selbst verreise fast nur mit dem Auto, da ich sehr gerne flexibel und unabhängig bin. Allerdings habe ich zugegebenermaßen auch keine guten Anbindungen, da ich sehr ländlich wohne. Wähle ich statt des Autos also den Zug, bin ich häufig länger und mit mehr Aufwand unterwegs.

Die einen schwören auf öffentliche Verkehrsmittel, wieder andere würden ihr Auto gegen nichts in der Welt eintauschen. Auch hier gilt, finde die Option, die zu dir und deinen Bedürfnissen am besten passt!

Auto

Verreist du mit dem Auto bist du in der Regel am flexibelsten, allerdings musst du dich vorab über geeignete Parkplätze und eventuelle Parkkosten informieren. Einige Veranstaltungen bieten kostenpflichtige Parkplätze. Parkst du außerhalb des offiziellen Geländes, solltest du unbedingt Parkzeiten und Kosten im Auge behalten. Häufig sind Tagestickets günstiger als Parktickets, die stundenweise abgerechnet werden.
Sicherlich bietet das Auto genügend Platz, um möglichst viel einzupacken. Achte dennoch darauf dein Gepäck sicher zu verstauen, dein Auto nicht zu überladen und besonders deine Sicht nicht einzuschränken.

Bahn

Ist die Bahn das Mittel deiner Wahl, dann solltest du dich auf Verspätungen und außerplanmäßige Fahrplanänderungen einstellen. Achte bei deiner Planung auf Verbindungen, bei denen du wenig Umsteigen musst und wenn, genug Zeit dafür hast. Eine Sitzplatzreservierung kann dir die An- und Abreise versüßen. Versuche dein Gepäck zu komprimieren und lieber mit einem großen Koffer anstatt mit drei einzelnen Taschen zu verreisen.

Bus

FlixBus sei Dank gibt es eine echte Alternative zur Deutschen Bahn. Sitzplatzreservierungen sind auch hier eine Möglichkeit! Manchmal kannst du dir auch Geld sparen, indem du weit im voraus buchst. Stauraum ist begrenzt, daher nimm bei deiner Reise mit dem Bus lieber nur kleine und leichte Cosplays mit, die in einen einzigen Koffer passen. Nutze lieber einen Koffer mit harter Schale, damit der Inhalt deiner Tasche im Laderaum nicht gequetscht und Kostüme beschädigt werden.

Versuche auf unnötiges Gepäck zu verzichten und packe möglichst komprimiert. Einige Cosplayer sollen schon per Inlandsflug angereist sein. Hier gilt es natürlich zusätzlich auf Gewicht, Maße und Inhalt des Koffers zu achten.

ÖPNV – schon bedacht?

Bist du bei deinem Conventionbesuch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, solltest du unbedingt die entsprechenden Fahrpläne zur Hand haben und wissen wann die letzte Bahn bzw. der letzte Bus des Tages fährt. Besonders an Sonn- und Feiertagen weichen Fahrpläne gerne von den üblichen Fahrzeiten ab. Verlass dich nicht auf die letzte Verbindung des Tages, sondern nutze stattdessen lieber die vorletzte, um auf eventuelle Zugausfälle reagieren zu können.

Bedenke, dass du bei deiner Anreise im Cosplay durchaus Blicke auf dich ziehen wirst. Vermeide sperrige Props oder Cosplays und denke an deine Mitmenschen. Auf gruseliges FX-Makeup solltest du deshalb eher verzichten.

Damit du nicht am Tag der Abreise, die ganze Zeit dein Gepäck mit dir rum schleppen musst, solltest du dich ebenfalls über Aufbewahrungsmöglichkeiten informieren. Manche Conventions bieten bezahlte Garderoben, an denen du dein Gepäck gegen einen kleinen Preis aufgeben kannst. Allerdings solltest du dein Gepäck dann nicht kurz vor knapp abholen, da es durchaus zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Eventuell ist auch das Schließfach am Bahnhof eine Option für dich?
Aber vielleicht kannst du dein Gepäck auch im Hotel lassen, obwohl du bereits ausgecheckt hast. Oder du planst direkt einen Tag mehr ein und reist ganz entspannt einen Tag nach Veranstaltungsende ab.

Überblick verschaffen

Puh, so ein Convention-Wochenende bedeutet richtig viel Planung und wir sind noch lange nicht am Ende! Bisher haben wir uns bereits um unser Line-Up, Unterkunft, Parkplatz und natürlich An- und Abreise gekümmert. Jetzt geht es ans inhaltliche!

Denn neben der allgemeinen Reiseplanung, kannst du dich ebenfalls vorab über das Programm und den Lageplan der Veranstaltung informieren. Das ist insofern sinnvoll, um dir dein vollumfassendes Conventionerlebnis zu ermöglichen.

Setzt du dich vorab mit dem Programm und vor allem dem Lageplan der Con auseinander, kannst du das Angebot optimal nutzen. Markiere dir beispielsweise Programmpunkte je nach Wichtigkeit in unterschiedlichen Farben. So entdeckst du schnell Überschneidungen und kannst dir einen persönlichen Zeitplan ganz nach deinen Präferenzen erstellen.

Aber verplane nicht deinen ganzen Tag! Plane Pausen und bewusst “freie Zeit” mit ein, um dich auch einmal treiben zu lassen.

Tipp: Je früher du nach Einlass auf der Veranstaltung bist, desto entspannter kannst du durch den Tag gehen und dein Wunschprogramm ohne Zeitdruck genießen.

Achte auf dich!

So ein Conventionbesuch ist nicht nur richtig aufregend, sondern kann ebenso ganz schön anstrengend sein. Damit du die Veranstaltung nachhaltig genießen kannst, solltest du unbedingt auf dich achten und nicht “zu Gunsten deines Cosplays” leiden!

Denke bewusst an Pausen, in denen du isst und trinkst. Ich weiß, es gibt genug Cosplayer, die den ganzen Tag lieber hungern, anstatt ein kleines Essensbäuchlein mit sich rumzuschleppen. Aber ist es das wirklich wert?
Sicherlich hat niemand von uns Lust, sein aufwändiges Cosplay in einer engen Toilette aus und wieder anzuziehen. Aber Bauchweh, weil man den ganzen Tag nichts gegessen oder getrunken hat, um sich den Toilettengang zu sparen, ist nicht nur dämlich, sondern auch schädlich.

Gönn dir über den Tag verteilt immer wieder kleine Pausen, in denen du das Erlebte verarbeiten und dich ausruhen kannst. Einfach mal fünf Minuten sitzend die schmerzenden Füße auszuruhen, ist einfach nur himmlisch!
Es ist übrigens auch keine Schande, wenn du nicht bis zum Veranstaltungsende auf der Con bleibst. Du bestimmst für dich, wann Schluss ist.

Schmerzen deine Augen von den Kontaktlinsen, bekommst du Allergiebeschwerden, drückt die Perücke und hast du schon den ganzen Tag Kopfweh? Vielleicht ist es an der Zeit das Cosplay ausziehen und in bequemen Klamotten auf der Con zu chillen.
Leide nicht fürs Cosplay, sondern hab Spaß und genieße den Tag!

Achte auf dich und andere: Erste-Hilfe im Cosplay

Packliste Con-Rucksack

Und zu guter Letzt, habe ich für dich alle Tipps aus der Community zusammengetragen, um dir eine umfassende Packliste für deinen Convention-Rucksack auflisten zu können:

  • Handy
  • Ladegerät / Powerbank
  • Schlüssel
  • Ausreichend Bargeld
  • EC oder Kreditkarte
  • Ausweis & Führerschein
  • Notfallkontakt (digital & analog)
  • Allergieausweis
  • Tickets
  • Getränke – v.a. genug Wasser!
  • Snacks, wie z.B. Kekse, Knäckebrot, Gummibärchen, Bonbons, Kaugummi, Traubenzucker
  • Medikamente gegen Kopfschmerzen / Bauchschmerzen / Allergien
  • Deo
  • Sonnenschutz / Sonnencreme
  • Desinfektionsmittel / Maske
  • Pflaster / Blasenpflaster
  • Damenhygieneartikel
  • Taschentücher
  • Wechselkleidung, v.a. bei unbequemen Schuhwerk
  • Cosplay-Notfallkit u.a. bestehend aus Nadel & Faden, Schere, Sicherheitsnadeln, (Sekunden-)Kleber, Haarspray, Kontaktlinsenflüssigkeit & Behälter, Kamm / Bürste
  • Make Up zum Auffrischen
  • Brille statt Kontaktlinsen

Hast du noch weitere Tipps? Dann schreib unbedingt einen Kommentar und lass uns so den Convention Guide gemeinsam vervollständigen!

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Hey, psst…. Hast du den richtigen Stoff? – Textilkunde 101

Hallo, mein Name ist Moni aka MissesCharmy und ich bin bekennender Stoffaholic!
Das ist auch kein Wunder, denn ich bin gelernte Schneiderin, seit 2013 selbstständig in der Mode/Kreativbranche und seit 2017 Vollzeit Cosplay Commissioner. Ich gebe Workshops, halte Vorträge auf Conventions, hab schon so einige Cosplaywettbewerbe gewonnen und fertige im Jahr bis zu 100 unterschiedliche Kostüme für meine Kunden und mich.

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Das bedeutet, ich beschäftige mich regelmäßig mit der Frage: Welcher Stoff passt denn nun für dieses absolut unrealistisch aussehende Kostüm und wie sehr werde ich es hassen ihn zu tragen für die 100% Accuracy?

Eines vorweg: Natürlich sollte man nach Möglichkeit keinen Stoff verwenden, der sich nicht gut anfühlt. Aber manche Cosplays oder Designs lassen es einfach nicht, zu den kuscheligen Jersey zu nehmen, wenn das Original ein Kunstlederbodysuit ist. Noch dazu kommt, das man als Laie oft nicht weiß, was man mit all den lustigen Stoffbezeichnungen und Materialangaben anfangen soll. Darum hoffe ich, dass dir meine kleine Zusammenfassung hilft, in Zukunft den passenden Stoff für dein Cosplay besser finden zu können!

1. Die Basis: Natur- und Chemiefasern und ihre Gemische

Prinzipiell teilen sich Stoffe in drei Kategorien auf.

  • Naturfasern sind wie der Name schon sagt, aus Naturmaterialien gemacht, z.B.: Baumwolle oder Seide.
  • Chemiefasern werden auf künstlichem Weg hergestellt, z.B.: Polyester.
  • Gemische sind – wie der Name schon sagt – eine Mischung aus beidem.

Du kannst rausfinden ob dein Stoff das eine oder das andere ist, mit der sogenannten „Brennprobe“:
Schneid dir ein Stück vom Stoff ab, groß genug, dass du es sicher halten kannst, während du eine Kante vorsichtig mit einem Feuerzeug abflammst. Bitte mach das wirklich mit Bedacht am besten über einer Schüssel Wasser oder der Spüle, manche Stoffe brennen sehr schnell ab!

Sieh dir dann die verbrannte Kante an:

  • Ist sie schwarz, bröckelig, dunkler Rauch ist aufgestiegen und es stinkt? Dann ist es Naturfaser.
  • Ist sie verschmolzen, klebrig,  zieht im warmen Zustand Fäden und riecht nach verbranntem Plastik? Chemiefaser.
  • Ist es ein Gemisch, dann macht dein Stoff beides. Wie viel Prozent wovon im Stoff sind, lässt sich mit der Brennprobe aber leider nicht feststellen.

Besteht ein Stoff nur aus Chemiefasern, kann man davon ausgehen, dass der Tragekomfort auf Dauer nicht so schön ist. Plastik atmet nicht, dementsprechend fängt man auch leichter an zu schwitzen, der Stoff isoliert nicht sonderlich gut. Kennen wir meistens von billigen Winterjacken: bestehen sie aus Polyfasern, schwitzen wir eher, als dass sie uns warmhalten wie es z.B. ein Wollmantel tun würde.

Allerdings sind Stoffe nur aus Naturfasern auch nicht immer perfekt geeignet. 100% Leinenstoff ist kratzig und luftdurchlässig, 100% Baumwolle knittert leicht. Der Tragekomfort ist meistens super, aber Baumwolle ohne Zusätze glänzt nicht, dehnt sich nicht, erzielt keinerlei Effekte.

von links nach rechts: Baumwollcrepe, Jersey, Baumwolle, Netz und Spitze

Du siehst also, den perfekten Stoff gibt es nicht!

2. Stoffarten

Jetzt da wir die grundlegende Basis kennen, wird es Zeit uns mit ein paar der gängigsten Stoffarten zu beschäftigen. Oftmals verwenden Stoffhändler ihre eigenen Fantasiebezeichnungen für Stoffe, was es uns schwer macht rauszufinden was wir vor uns haben. Die Bezeichnungen sind nicht genormt, was es nochmal schwieriger macht. Darum ist es hilfreich die häufigsten Stoffarten/Fasernamen zu kennen und seinen Fokus eher darauf zu legen. 

Baumwolle

a. Baumwolle: Nicht dehnbare Webware, der gängigste Stoff, einfach zu verarbeiten, gibt es dicker oder dünner, Naturfaser, perfekt für Anfänger, auch weil er günstig zu bekommen ist.

Es gibt auch dehnbare Baumwolle, dafür wird es zu einem Gemisch mit z.B.: Elasthan. Gibt es auch mit Polyester, die Dehnfähigkeit lässt da allerdings mit der Zeit nach – der Stoff wird labbrig.  Elasthan ist in allen Fällen immer die bessere Wahl!

BezeichnungEigenschaften
BaumwolleWeich, angenehm, dünn bis dick gewebt
BatistFeinfädig, weich, dünn
Beschichtete BaumwolleWasserabweisend, steif
CretonneSteif, stumpfe Optik, für Deko / Vorhänge
KöperExtrem strapazierfähig, fest, Arbeitskleidung
PopelineDicht gewebt, körnig, fest, für Mäntel
CanvasFest, robust, schwer entflammbar, für Deko
Baumwollcrepe (rot) vs. Baumwolle (orange)

Jersey

b. Jersey: Dehnbare Maschenware, stretchy, je nach Art dünner (Singlejersey) oder dicker (Sweat), teilweise auch innen angeraut.  

Aufpassen: Manche Jerseys/Sweats sind nur querelastisch und nicht 4-way-stretch!
Für z.B.: Handschuhe oder Bodysuits eignen sich 4-way-Stretch Stoffe deutlich besser!

BezeichnungEigenschaften
ViskosejerseyGemisch mit Elasthan, dünn, leicht, luftig
SinglejerseyExtrem dehnbar und dünn, T-Shirts
DoublejerseyRobuster gewebt, dicker, für Pullis
SweatDicker, meist angeraut innen, flauschig
AlpenfleeceExtrem dick und flauschig
Wintersweat / SommersweatFantasiebezeichnung für dünneren oder dickeren Sweat
French TerryDick, innen angeraut, nur querelastisch
Jersey

Netzstoffe

c. Netzstoffe wie Tüll: Polyester- oder Nylonnetz in sehr steifer bis sehr weicher Qualität. Steifere sind für Petticoats, weichere werden auch Brauttüll genannt und sind eher ein fließender on-top-Stoff.

BezeichnungEigenschaften
TüllStandard Netz für z.B. Petticoats
BrauttüllSuperweiches, feines Netz
Mesh4-way-elastisches feinmaschiges Netz für “durchsichtige” Einsätze
Netz (gold) vs. Standardtüll (weiß)

Kunstleder

d. Kunstleder: Immer Polyester (oder eine Abwandlung davon: PU), weil es grob gesagt ein Stück gewebtes Plastik beschichtet mit Farbe ist. Darum bröckelt die Farbe auch mit der Zeit oder unter viel Verwendung früher oder später ab. Die Rückseite ist auch der Garant dafür, kein Echtleder zu haben: Echtleder hat immer eine Hautseite, ist teurer und gibt es nicht als Meterware!

Kunstleder gibt es in super stretchy passend für Bodysuits(Stretchkunstleder) oder bis zu 1,5cm dick, für z.B. Rüstungsteile.

BezeichnungEigenschaften
KunstlederVon 0,5 cm bis 1,5 cm dick (in etwa), steifer oder weicher, für Bekleidung oder Möbel, färbbar mit Kunstlederfarbe / Idye Poly
Stretchkunstleder4-way-stretichiges Kunstleder für Bodysuits, färbbar mit Kunstlederfare / Idye Poly
EchtlederNur als Haut kaufbar, färbbar mit Lederfarbe, prägbar
Kunstleder

Organza

e. Organza: Die gängigste Variante ist aus Polyester, aber es gibt auch Seidenorganza. Glänzender halbdurchsichtiger Stoff mit etwas Stand. Verwendet man hauptsächlich bei Ballkleidern oder wenn man einen durchscheinenden Effekt braucht.

BezeichnungEigenschaften
SeidenorganzaGlänzend, etwas Stand, Naturfaser, teuer, dünn, halbdurchsichtig
OrganzaGlänzend, etwas Stand, Chemiefaser, dünn, halbdurchsichtig
Jacquard OrganzaOrganza mit aufgedruckten / geprägten / genähten Mustern
Veredelter OrganzaMit Perlen, bestickt, benäht, bemalt, …

Chiffon

f. Chiffon: Auch hier, am häufigsten aus Polyester, aber auch aus Seide möglich. Weich fließend, sehr anschmiegsam und halbdurchsichtig, aber nicht so sehr wie Organza. Kein Glanz. Körniger Griff.

BezeichnungEigenschaften
SeidenchiffonAus Naturfaser
KunstseidenchiffonAus Chemiefaser
Crêpe ChiffonChemiefaser, veredelt für festeren Griff und kaum durchscheinend
Polyesterchiffon (weiß) vs. Seidenchiffon (türkis)

Leinen

e. Leinen: Sehr luftdurchlässig, meist locker gewebt, in 100% Leinen aber auch oft kratzig, weshalb man eher zu Halbleinen (60% BW / 40% Leinen) greifen sollte.

BezeichnungEigenschaften
100% LeinenFest gewebt, nicht elastisch, körnig
Viskose LeinenJe höher der Viskoseanteil, desto dünner, luftiger, leichter
HalbleinenBaumwoll-Leinen Gemisch, je nach Menge der BW dann leicht elastisch, weicher, angenehmer zu tragen, knitterarm
100 % Leinen

Samt

f. Samt: Gibt es von superbilligem  Pannesamt aus Polyester bis teurem  Baumwollsamt. Der billige Pannesamt ist extrem rutschig, glänzend und schwer zu verarbeiten. Baumwollsamt ist leider ziemlich teuer, aber dafür auch sehr edel. Hat einen Strich und Glanz, also aufpassen beim Zuschnitt!

BezeichnungEigenschaften
PannesamtExtrem glänzend, rutschig, dünn, günstig
Cordsamt“Gestreifter” Samtstoff
SamtbrokatFest, schwer, mit Mustern aus Gold-/Silberfäden eingewebt
BaumwollsamtTeure, hochwertige Samtvariante
Baumwollsamt (lila) vs. Pannesamt (rosa)

Spitze

g. Spitze: Feines Tüllnetz mit durchbrochenen Mustern oder anderweitigen Elementen, mit Pailletten, Perlen, Stickereien oder ganz ohne. Schwer zu verarbeiten, weil die Elemente leicht auftrennen könnten.

BezeichnungEigenschaften
HäkelspitzeMaschinell oder händisch gehäkeltes Muster auf Baumwolle / Tüll
Lochspitze / LochstickereiKlassische Spitzenborte mit Lochmuster / löchrigem Design
TüllspitzeSpitzenmuster auf Tüllnetz
ÄtzspitzeIn Baumwoll- od. Tüllstoff mit Chemikalien geätzte Muster
ApplikationsspitzeTüll / Baumwollstoff mit applizierten Muster
Spitze mit bestickten Mustern

Taft

h. Taft: Dicht gewebtes Gewebe mit Schimmer. Lässt sich gut manipulieren z.B. für Crasheffekt oder Plisseefalten. Gibt es auch changierend / farbwechselnd, bestickt, gemustert, etc. perfekt für elegante Kleider.

BezeichnungEigenschaften
SeidentaftAus Naturfaser, oben genannte Eigenschaften
TaftChemiefasern / Gemisch, oben genannte Eigenschaften
TaftchiffonLeichte, fein gewebte Qualität
Farbwechselnder Seidentaft

Die Liste ist natürlich nicht vollständig, aber ich habe versucht mich auf die wichtigsten Stoffe für Cosplay zu beschränken.

Fazit

Am wichtigsten bei der Wahl des richtigen Stoffes ist, ihn so auszuwählen, dass er zum Projekt passt.
Es bringt nichts, darauf zu bestehen keine Chemiefaser verwenden zu wollen weil „Plastik nicht atmet“ und dann zu versuchen einen Bodysuit aus nicht dehnbarer Baumwolle zu nähen.

Wie so vieles im Leben ist es oft ein Kompromiss. Manche Cosplays eignen sich aufgrund der verwendeten Materialien nicht dafür einen ganzen Tag – einer Convention – getragen zu werden, andere kann man dafür problemlos stundenlang ausführen!

Ich hoffe mein kleiner Auszug aus der Welt der Stoffe hat dir gefallen und geholfen, bei deinem nächsten Projekt ein bisschen weniger mit der Frage „Welchen Stoff nehme ich jetzt??“, zu struggeln. 🙂

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How to: Low Budget Cosplay

Cosplay ist ein wirklich kostspieliges Hobby, dem kaum Grenzen gesetzt sind. Besonders wenn du deine Kostüme selber machst, hast du häufig die Option noch bessere, akkuratere und vor allem teurere Materialien zu besorgen. Auch bei Make Up, Bodypaint und Perücken gibt es stets Möglichkeiten noch mehr Geld auszugeben und in sehr hochwertige Produkte zu investieren.

Vor einiger Zeit kam deshalb der Vorschlag aus der Community, ich könne doch einen Beitrag zum Thema “Low Budget Cosplay” veröffentlichen. Also habe ich auf Instagram eine Fragerunde gestartet und deine Vorschläge gesammelt. Denn Cosplay muss eben nicht immer teuer sein! Bist du bereit für einige Ideen, wie du deine Ausgaben senken kannst?

Vorhandene Materialien & Reste

Wenn es um unsere Kostüme geht, dann haben wir ganz konkrete Vorstellungen, wie das Endergebnis auszusehen hat und welches Material wir am liebsten dafür verwenden würden. Nicht nur einmal kann es da also passieren, dass man Neues kauft, während noch etwas vergleichbares Zuhause im Schrank liegt. Auch ich bin dafür ein Spezialist: Wenn ich mir überlege, wie ich mein Projekt am liebsten umsetzen würde, tendiere ich dazu, direkt das entsprechende Wunschmaterial zu bestellen. Häufig lohnt sich aber ein intensiver Blick in die eigene Materialkisten!

Sicherlich ist das ursprüngliche Wunschmaterial nicht immer die einzige Lösung. Viele Wege führen nach Rom. So führen auch viele unterschiedliche Techniken und Materialien zum gewünschten Endergebnis. Ab und an sogar effektiver als der ursprünglich gedachte Weg.
Bevor du also in den nächsten Laden rennst oder dich an den Laptop stürzt, um online zu bestellen, solltest du noch ein oder zwei Schritte zurück gehen.

Welche Materialien benötigst du für welches Kostümteil?
Welche weiteren Materialien wären alternativ noch geeignet?
Was hast du in welcher Menge vorrätig?

Verschaff dir einen Überblick!

Leg alle potentiell geeigneten Werkstoffe vor dir aus und überlege, wie du sie für dein Projekt nutzen könntest.
So kannst du Rüstungsteile eben nicht nur aus Worbla bauen, sondern auch aus Foam. Verzierungen kannst du sowohl aus Worbla oder Foam / Moosgummi, als auch aus Fimo gestalten. Reicht das Material nicht? Dann denke in kleineren Schritten und nutze das was du hast.

Auch wenn du nicht das komplette Kostüm aus bereits vorhandenem Material craften oder nähen kannst, so hilft es finanziell doch, wenn du nicht für jedes Teil neuen Werkstoff kaufen musst. Selbst der kleinste Rest kann dich finanziell entlasten!

Als die ganze Corona-Pandemie los ging, bedeutete das für viele Cosplayer erst einmal zurückstecken zu müssen. Sparen war angesagt! Da ich genau wie du nicht auf das Cosplayen verzichten wollte, habe ich kurzerhand meine Reste geplündert. Unter anderem entstand dabei dieses Sabrina Cosplay!

Weißer Reststoff, pinkes iDye Poly, Fimo sowie ein weißes Top und bereits vorhandene Schuhe, Perücken und Haarspangen – schon war die animierte Sabrina geboren. Das ganze Cosplay kostete mich also keinen Cent, da ich komplett auf Materialien zurückgreifen konnte, für die ich in der Vergangenheit schon Geld ausgegeben hatte.

Tipp: Frag doch mal in deinem Freundeskreis rum! Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere durchaus Reste Zuhause hat, die er nicht mehr benötigt und die dir weiterhelfen können.

Aus alt mach neu – Recyceln

Hast du alte Projekte, Perücken, Kostüme oder Materialien im Schrank? Super! Denn auch aus bereits verarbeitetem Material kannst du Neues zaubern. Vor allem unsere ersten Cosplayprojekte halten nach einiger Zeit nicht mehr unseren Anforderungen stand.
Besitzt du also deine ersten Cosplays noch, die du nicht mehr trägst und weder verkaufen noch wegschmeißen möchtest, dann verwandle sie doch einfach in etwas Neues!

Sichte das Kostüm und zerlege es geistig in seine Einzelteile.
Welche Stoffteile kannst du wiederverwenden?
Gibt es Perlen, Schleifen oder Reißverschlüsse, die du vorsichtig abtrennen und nutzen kannst?
Kannst du vielleicht sogar einige Kostümteile komplett übernehmen ohne sie zerlegen zu müssen?

Bevor du dein Kostüm in seine Bestandteile zerlegst, solltest du dir in Ruhe Gedanken machen. Schließlich möchtest du das Kostüm nicht umsonst zerlegen und das Material möglichst ergiebig weiterverwenden!

Als ich für ein Event dringend ein League of Legends Cosplay benötigt hatte und mein bestelltes Jinx Cosplay nicht ankam, habe ich kurzerhand das Cosplay selbst genäht. Allerdings hatte ich so wenig Zeit, dass ich nur mit Material, das ich bereits Zuhause hatte oder im lokalen Ladengeschäft besorgt habe, arbeiten konnte.

Da mein Bombshell Starfire Cosplay leider nicht gut saß und somit nur für Fotos tragbar war, beschloss ich, den Anzug zu zerschneiden und den lila-farbenen Spandex für Jinx zu verwenden. So konnte ich nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen und ein “nicht tragbares” Cosplay wiederverwenden.

PS: Übrigens kam das bestellte Cos dann doch noch rechtzeitig, aber da es nicht richtig saß, konnte ich gekaufte und selbst gemachte Kostümteile problemlos miteinander kombinieren.

“Material-Sharing” – eins für viele

Du hast Bauchschmerzen, wenn du daran denkst deine vorhandenen Cosplays zu zerlegen?
Kein Problem!

Hin und wieder tritt der seltene Fall ein, dass du das selbe Kostümteil für mehr als nur ein Projekt verwenden kannst. Sei es für andere Versionen eines Charakters oder sogar für unterschiedliche Charaktere.
Natürlich bedarf es hierfür etwas mehr an Planung, da du vorab deine Kostüme sichten und anhand dieser neue Projekte auswählen musst.

Besonders häufig lassen sich vor allem Perücken und Schuhe für mehrere Projekte wiederverwenden!
So habe ich von Anfang an geplant diese rote Lace Front Perücke für mehr als nur ein Projekt zu verwenden. Bisher kam sie unter anderem bereits für Melisandre und Poison Ivy zum Einsatz.
Wenn du deine Projekte also entsprechend planst, kannst du deine Perücke optimal nutzen – du musst sie also maximal neu stylen.

Tipp: Auch hier kann es sich lohnen im Freundeskreis einmal rumzufragen. Sicher kannst du dir Perücken, Kostümteile oder sogar ganze Kostüme von deinen Freunden leihen.

Second Hand

Eine weitere bewährte Methode um Geld zu sparen, ist es, auf Second Hand Mode zurückzugreifen. Hierzu gibt es bereits einen tollen Blogeintrag, den ich dir ans Herz legen möchte: Aus alt mach passend: Second Hand Mode fürs Cosplay

Natürlich kannst du auch ganze Kostüme gebraucht erwerben und das meist deutlich günstiger als zum Originalpreis. Oder sogar als zum Materialpreis.
Halte also auf Instagram, Vinted, ebay / ebay Kleinanzeigen oder in Facebook Gruppen deine Augen offen und finde tolle Second Hand Cosplays. Die meisten Second Hand Kostüme kannst du übrigens sofort tragen. Ab und an findest du aber auch Projekte, die noch etwas Liebe benötigen.

Auch zu diesem Thema gibt es bereits zwei Blogeinträge. Diese sind zwar aus Sicht des Verkäufers geschrieben, aber bieten dir auch als Käufer einen wichtigen Einblick:
Worauf du beim Verkauf deiner Cosplays achten solltest!
Zu teuer, zu schlecht, zu dreist – Struggles beim Cosplay Verkauf

P.S.: Mittlerweile gibt es einen Instagram Account, der als eine Art Werbeplattform für Second Hand Kostüme fungiert, schau mal vorbei: cos.sell

Closet Cosplay

Zu guter Letzt gibt es noch eine kreative Methode, die auch dann geeignet ist, wenn du einen Charakter erst einmal vorsichtig antesten möchtest. Ein Closet Cosplay – auch Kleiderschrank-Cosplay genannt – beschreibt einen Charakter, den du lediglich mit Kleidung aus deinem Kleiderschrank darstellst.
Am günstigsten ist diese Variante, wenn du dich auf Kleidung beschränkst, die du auch im Alltag trägst, bzw. die bereits in deinem Kleiderschrank hängen. Natürlich kannst du dir auch neue Kleidung günstig besorgen und auf deinen Charakter abstimmen.

Du kannst hier ganz kreativ werden! Neben deinen Eigenkreationen oder FanArts, die Charaktere in Alltagskleidung darstellen, gibt es auch noch Charaktere, die du damit tatsächlich “richtig” cosplayen kannst. Ein relativ aktuelles Beispiel wäre Sabrina Spellman aus The Chilling Adventures of Sabrina, welche du sogar ganz regulär mit Alltagskleidung cosplayen kannst. Auch Misty aus Pokémon wäre ein Beispiel für einen Charakter, den du mit einfacher Kleidung super darstellen kannst.

Fazit

Du siehst also, Cosplay muss nicht immer teuer sein! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du dir das Hobby finanziell etwas erleichtern kannst. Hast du noch weitere Tipps und Ideen? Dann schreib sie unbedingt in die Kommentare.

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Erfahrungsbericht: Das Erste Mal – Cosplay Wettbewerb

Hallo zusammen, mein Name ist Hearty-chan, cosplaye nun seit April 2018 und ich möchte euch erzählen, wie es ist, das erste Mal bei einem Cosplay Wettbewerb mitzumachen! 🙂

Dieser Gastbeitrag wurde von Hearty-chan geschrieben. Du kennst Hearty-chan noch nicht?
Dann schau unbedingt mal auf ihrem Kanal vorbei: hearty.chan

Zuallererst möchte ich klarstellen, dass ich das Cosplay nicht aus dem Grund selbst gemacht hab, um unbedingt bei einem Wettbewerb mitzumachen. Mein Inuyasha-Cosplay ist für mich eine wahrhafte Reise gewesen.
Ursprünglich kaufte ich mir ein typisches Inuyasha-Cosplay, auch eine Wig über Wish und Plüschohren auf einem Haarreifen. Jeder fängt mal klein an und ich bin da auch keine Ausnahme gewesen.

Zufrieden war ich nicht unbedingt. So habe ich mir dann also gleich die Wig ein zweites Mal bestellt, weil eben eine allein für den Hanyou viel zu dünn war.
Somit war der erste Schritt für ein Selfmade Inuyasha geboren und es folgten ganz viele weitere Schritte.
Nicht jeder war erfolgreich, aber das kennen wir ja alle.

Ich weiß nicht mehr genau, wann und wie ich die Idee für den Wettbewerb bekam, aber sie schlich sich so gegen Mitte des Jahres – April/Mai 2021 – ein.
Ich informierte mich über etwaige Bedingungen auf den Seiten verschiedener Conventions, die ich für mein “Debüt” in Erwägung zog.

Mein Ziel war es, dass ich all diese Arbeit, Zeit und Liebe, die ich in mein Cosplay gesteckt hatte, der Welt oder besser gesagt, einer geeigneten großen Menschenmenge, zeigen wollte. Und das tat ich mit meiner Teilnahme! 🙂

Vorbereiten und Anmelden

Ein ganz wichtiger Teil und Motivator für dieses ganze Projekt war auf alle Fälle die liebe Missescharmy, die ich als erstes über meine Idee an der Teilnahme einweihte und um ganz viel Rat fragte.

Hier also meine ersten Tipps an euch da draußen: Holt euch so viele Infos wie nur möglich von Personen, die schon an Wettbewerben teilgenommen haben. Am Besten von verschiedenen Cosplayern.
Wenn ihr unschlüssig seid, ob ihr mit eurem Cosplay die Vorraussetzungen erfüllt, dann schreibt die Veranstalter direkt an. Hab ich auch getan. Mehrmals. Ich verspreche euch: sie beißen nicht. 😉

Folgt den Anweisungen auf der Homepage, sammelt alles was ihr braucht und ab die Post mit der Anmeldung!

Es gibt bei manchen Conventions einen eigenen “Cosplay Debüt”-Wettbewerb, welcher speziell Anfänger ansprechen soll. Bei diesem sind die Anforderungen nicht so streng. Zum Beispiel auf der Hanami-Con: 40% des Cosplays sollten zumindest selbstgemacht sein. Bei meinem konkreten Fall, waren 90% die Vorraussetzung.

Ich für meinen Teil habe folgendes für mich beschlossen: Ich schau mir das auf der Hanami-Con bewusst und genau an. Also wie das abläuft und aussieht, hol mir sämtliche Infos und mach dann beim Aninite Cosplay Wettbewerb mit.

Erstes Mal vor den Judges

Tatsächlich ist das erste Mal vor Judges halb so schlimm, als man es sich vielleicht vorstellt. Judges sind auch nur Menschen.
Menschen, die schwere Entscheidungen treffen müssen.

Gaaaanz wichtig für den Wettbewerb ist aber Pünktlichkeit.
Und dass ihr euch auch vorher überlegt, in welchen Schritten ihr euer Cosplay präsentiert.
Zum Beispiel: Ich hab mit der Wig angefangen, bin zu den Ohren, dann zum Outfit und dann zum Schwert. Also von oben nach unten. Wenn ihr eine ungefähre Struktur habt, dann hält euch das auch leichter auf dem Boden, trotz Lampenfieber.

Reitet nur nicht auf euren eigenen Fehlern herum. Versucht euch und euer Cosplay von der besten Seite zu zeigen!

Wir hatten etwa 8 Minuten pro Cosplayer Zeit. Das kann aber je nach Veranstalter und Teilnehmeranzahl variieren.

Ich hab auch nicht sehr viele Fragen von den Judges bekommen. Also verlasst euch nicht drauf, dass es ein Dialog wird. Übt mit euren Freunden das freie Sprechen, denn 8 Minuten sind jedenfalls verdammt viel und die Zeit vergeht tatsächlich schleichend langsam. So habe Ich beispielsweise auch begründet, wenn ich etwas verändert habe, das auf den vorher eingereichten Bildern vielleicht noch nicht zu sehen war.

Ich kann mich noch an etwas sehr, sehr einprägsames erinnern:
Nana.kuronama hat mich an irgendeinem schweigsamen Punkt gefragt: “Do you feel like a Hero like that?”
Ich antwortete ohne großartig nachzudenken: “Yes i do!”

Prejudging

Umgang mit Lampenfieber

Vorbereitung ist die halbe Performance – je detailreicher ihr euch vorbereitet, desto weniger Fehler werden euch passieren. Also selbst wenn ihr ein Blackout haben solltet, euer Körper erinnert sich an das, was ihr Daheim probt und einstudiert habt. Überlegt euch auch Lösungen für eventuelle Fehler, die passieren können.
Ich für meinen Teil stehe beruflich häufiger vor vielen Menschen und muss mich von meiner besten Seite zeigen, vermutlich war das Lampenfieber deshalb nicht sooo schlimm^^’!

Mir persönlich ging es bis kurz vor dem Judging und dem Bühnenauftritt ganz gut. Dann brach der erste Kunstnagel 2 Minuten vorm Auftritt ab. Jah, dann begann ich auch zu schwitzen!
Aber ich hatte zum Glück ein Helferlein. Das ist SEHR WICHTIG, wenn ihr ein sperriges oder schwieriges Cosplay haben solltet. Besorgt euch jemanden, der euch hilft, begleitet und mental unterstützt. Ist in den meisten Fällen zum Glück erlaubt und sehr, sehr hilfreich!

Ein kleiner, alberner Trick und Tipp meinerseits: Stellt euch vor, das Schlimmste was passieren könnte, wäre, dass jemand eine faule Tomate oder ein rohes Ei auf euch schmeißt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand extra nur für euch sowas mit zur Bühne bringt und auch noch in Wurf-Richtung sitzt, ist wirklich unwahrscheinlich.
Es kann euch nichts passieren!

Ihr habt die Masse vor euch. Keiner weiß, wie ihr eure Präsentation vorbereitet habt. Falls ihr was vergesst, dann weiß es niemand außer euch. Es ist auch überhaupt nicht wichtig ,weil ihr ja das Pre-Judging habt. Bei einem Performance-Wettbwerb sieht das natürlich wieder anders aus, aber selbst da weiß niemand was geplant war.

Toxic behaviors

Ihr werdet leider auch schnell merken, dass euch auch Negatives erreichen wird. “Mit so einem einfachen Cosplay wie Inuyasha wirst nix erreichen”, oder “an deiner Stelle würde ich eine kleinere Con fürs Stage-Debüt wählen” oder “dir wird der Spaß am Cosplayen vergehen, wenn du vor den Judges stehst” und so weiter…

Ich müsste lügen wenn ich euch sagen würde, dass das alles war, was in meine Ohren gelangte. Es kam leider und erschreckenderweise verdammt viel. Nicht immer direkt an mich gerichtet, manches auch über meine Mitbewerber.

So einfach es klingt aber: Bitte ignoriert es oder nehmt es nicht zu Herzen. Sprecht mit jemanden, der euch wieder aufbaut, wenn nötig.

Ganz ehrlich: Ihr müsst euch niemanden beweisen, ihr müsst niemanden gefallen.
“Ich mache mit, weil ich es will… ich will gesehen werden! Es ist MEIN Cosplay und ICH entscheide darüber. MIR gefällt es so wie es ist!”

Die Preisverleihung

Oh Lord, da muss ich jetzt echt zugeben: Auf die war ich überhaupt nicht vorbereitet. xD
Ich wollte das Judging überstehen, mich auf der Bühne präsentieren und somit war für mich der Wettbewerb erledigt. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich tatsächlich eine Platzierung machen würde…
Jeder hat den Applaus verdient, jeder hätte eine Urkunde und einen Preis verdient!

Natürlich kann ich nicht versichern, dass die anderen Teilnehmer auch so denken. Es gibt welche, die tatsächlich nur mitmachen, um zu Gewinnen. Je größer die Convention, desto größer die Preise.
Mein Ziel war es, gesehen zu werden und das hatte ich erreicht.
Und ich muss zugeben: Nach der Preisverleihung war ich zittriger als vor dem Auftritt. Hat mich einfach eiskalt erwischt.

Die anderen Teilnehmer

Bessere Kollegen wie sie hätte ich nicht haben können. Wir alle waren in einem Boot und hatten backstage echt viel Spaß.
Keiner von uns war bösartig, wir alle haben uns gegenseitig bewundert, gelobt und ausgetauscht. Genau das ist es, was mich motiviert vielleicht noch einmal bei einem Wettbewerb mitzumachen! 🙂

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Passend zu diesem Beitrag: Cosplay Wettbewerbe – Ein Guide

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TFP-Shootings & was du darüber wissen solltest

Heute möchte ich mit dir über TFP-Shootings sprechen. Aber was heißt “TFP” eigentlich?
TFP steht für “time for print” oder auch “time for picture” und bedeutet ganz salopp gesagt, dass keine Partei für das Shooting bezahlen muss. Umsonst ist das ganze jedoch nicht, denn TFP-Shootings sollten sowohl für den Fotografen als auch für das Model einen Mehrwert bieten.

Unter Cosplayern verstehen viele unter TFP einfach nur “Yay, kostenlose Fotos!” – Aber so einfach ist es nicht. Ein TFP-Shooting sollte mehr sein, als nur die Chance kostenlose Fotos abzugreifen.

Wann lohnt sich also ein TFP-Shooting?

Um TFP besser zu verstehen, kannst du dir unter anderem folgende Fragen stellen.

Aus Sicht des Fotografen

  • Welchen Mehrwert lieferst du dem Fotografen?
  • Ist der Fotograf auf der Suche nach einem bestimmten Motiv / Cosplay?
  • Hatte er / sie schon ähnliche Motive vor der Kamera oder bietest du etwas völlig Neues?
  • Passt deine Shootingidee zum Stil des Fotografen?
  • Welchen Aufwand würde ein Shooting bedeuten? – Anreise, Kosten, Bearbeitungszeit
  • In welchem Verhältnis stehen sich Mehrwert und Aufwand gegenüber?

Aus Sicht des Cosplayers

  • Welchen Mehrwert liefert dir der Fotograf?
  • Passt der Bearbeitungsstil zu deinen Ideen, Cosplays und Vorstellungen?
  • Benötigst du neue Bilder von deinem Cosplay oder hast du von diesem Charakter schon mehr als genug?
  • Welchen Aufwand würde ein Shooting bedeuten? – Anreise, Kosten, Vorbereitungszeit
  • In welchem Verhältnis stehen sich Mehrwert und Aufwand gegenüber?

Je konkreter und detaillierter du diese Fragen beantworten kannst, umso besser. So kannst du optimal abschätzen, ob ein TFP-Shooting für dich in Frage kommt.

Fotografen finden und kontaktieren

Für viele Cosplayer ist das “Wie finde ich einen Fotografen?” ein großes Mysterium. Um dir die Suche etwas zu erleichtern, habe ich bereits in der Vergangenheit ein Video zu diesem Thema abgedreht, welches auch heute noch aktuell ist:

Bewerbung

Diesen Punkt habe ich ebenfalls bereits im oben verlinkten Video ab 07:45 besprochen. Dennoch möchte ich dir hier noch einmal kurz ein paar Stichpunkte auflisten:

  • Wer bist du? Stell dich kurz vor!
  • Was willst du? Welchen Charakter möchtest du shooten?
  • Warum möchtest du ein Shooting? Wie bist du auf den Fotografen aufmerksam geworden?
  • Zeige wer du bist und was du so machst!

Besonders wichtig ist, dass du dich ganz klar ausdrückst und dem Fotografen konkret sagen und zeigen kannst, wer du bist und was du von ihm möchtest! Hab auch keine Angst einige Referenzen mitzusenden, sodass der Fotograf sich ein Bild von dir machen kann. Spamme ihn aber nicht unnötig zu.

“Fronten” klären

Hat der Fotograf “Ja” gesagt, steht dem Shooting nichts mehr im Wege. Oder?
Tatsächlich gibt es vorab einiges zu klären. Auch hier gebe ich dir nun die im Video ab 11:25 genannten Stichpunkte noch einmal kurz und knapp mit auf den Weg:

  • Was wird wo und wann geshootet?
  • Wo ist die Location? Wie gestaltet sich die Anreise?
  • Kannst du eine Begleitperson mitbringen?
  • Ist es ein TFP-Shooting oder erwartet der Fotograf eine Bezahlung?
  • Wie viele Fotos erhältst du?
  • Wie lange wird die Bearbeitung dauern? Was genau wird bearbeitet?
  • Erhältst du die Fotos unbearbeitet?
  • Wie darfst du die Fotos nutzen? Credits?

Je detaillierter ihr alles besprochen habt, desto weniger Missverständnisse und Probleme wird es im Nachhinein geben. Am besten besprichst du diese Punkte schriftlich! So vermeidest du, dass mündliche Absprachen vergessen oder verdreht wiedergegeben werden.

Einige Fotografen bereiten für diesen Zweck auch einen TFP-Vertrag vor. So kann das besprochene vertraglich abgesichert werden. Bietet dein Fotograf keinen Vertrag, kannst du ihm auch einen entsprechenden Entwurf vorlegen. Entwürfe, Input und sogar konkrete Vorlagen findest du einfach über Google.

Good to know!

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar allgemeine Tipps, Infos und auch Warnungen mit auf den Weg geben. Denn leider gibt es auch unter Fotografen immer wieder einige schwarze Schafe. Egal wie gut du dich mit einem Fotograf verstanden oder wie detailliert du alles – sogar vertraglich – geklärt hast – es kann immer wieder zu Problemen kommen.

Recherche

Umso wichtiger ist es deshalb, dass du dich im Vorfeld möglichst genau mit dem Fotografen auseinander setzt. Nimm dir Zeit und recherchiere ausführlich wen du da um ein Shooting bitten möchtest. Dieser Aspekt ist nicht nur im Bezug auf die Seriosität des Fotografen, als auch im Vorfeld einer Bewerbung enorm wichtig. Schließlich solltest du genau wissen, ob es sich überhaupt lohnt sich für ein Shooting zu bewerben.

Beachte dabei unter anderem folgende Aspekte:

  • Wie heißt der Fotograf und woher kommt er?
  • Wie lange fotografiert er bereits?
  • Gehört Cosplay-Fotografie zu seinem Repertoire?
  • Hast du bereits etwas über den Fotografen (online) gehört oder gelesen?
  • Welche Cosplayer standen bereits vor seiner Linse?

Besonders der letzte Punkt ist äußerst interessant! Trau dich, schreib ein paar dieser Cosplayer an und bitte um ehrliche Erfahrungsberichte bezüglich des Fotografen. So erfährst du aus erster Hand, worauf du dich bei einem Shooting einlassen würdest.

Red Flags

Auch gibt es einige ganz konkrete “Red Flags”, die du ernst nehmen solltest.

  • Raten dir mehrere Cosplayer (unabhängig voneinander) von einem Shooting mit diesem Fotograf ab, dann hör auf sie!
  • Ist eine Begleitperson fürs Shooting unerwünscht oder sogar untersagt? Klingt nach keiner sicheren Umgebung!
  • Flirtet der Fotograf mit dir und erwähnt immer wieder potentielle Aktshootings? Wirkt äußerst unseriös!
  • Der Fotograf wirkt abgeneigt oder gibt dir keine konkrete Zu- oder Absage? Such weiter und finde jemanden, der wirklich Lust auf dich hat!
  • Absprachen mit dem Fotografen gestalten sich schwierig und ziehen sich in die Länge? Überdenke noch einmal, ob der Fotograf die richtige Wahl für dich ist!

Grundsätzlich solltest du unbedingt auf dein Bauchgefühl hören! Fühlst du dich unwohl oder unsicher, dann zwing dich nicht zu einem Shooting.

Keine Fotos trotz Shooting?

Wie bereits erwähnt, gibt es unter allen Fotografen leider auch ab und an ein paar schwarze Schafe. Auch einige, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind und an die du trotz guter Planung und Vorbereitung geraten kannst.

Manchmal hat ein Fotograf auch einfach eine schlechte Zeit und ist nicht per se problematisch.
Das häufigste Problem, dass dir dann begegnen wird: Du erhältst einfach keine Fotos!
Ich kann tatsächlich gar nicht mehr an einer Hand abzählen, wie häufig mir das schon passiert ist. Sogar mit Fotografen, mit denen man eigentlich gut in Kontakt stand.

Häufig hört man dann die Aussage “Meine Festplatte ist defekt und meine Daten sind verloren!”. Ehrlich, ich habe diese Aussage schon so häufig gehört, dass ich diese bei Fotografen bereits beim ersten Mal kritisch hinterfrage. Manchmal erhält man aber auch gar keine konkrete Begründung. Letztendlich ist der Grund auch egal, das Problem bleibt bestehen: Man erhält einfach nie Fotos! Was kannst du aber tun, wenn genau dieser Fall eintritt?

Tatsächlich kannst du leider nicht besonders viel machen! Du kannst lediglich höflich nachfragen, wann du mit den Ergebnissen rechnen kannst. Dies kannst du dann nach einiger Zeit wiederholen und einfach hoffen. Allerdings empfinde ich das als sehr nervtötend und mit jedem Mal bekomme ich ein noch schlechteres Gefühl.

Deshalb habe ich mir selbst folgende Deadlines gesetzt

Wurde keine Deadline vereinbart oder wurde diese überschritten, dann frage ich das erste Mal nach ca. zwei Wochen nach den Fotos.
Verstreichen wieder zwei Wochen, nachdem ich bereits einmal nachgefragt habe, so frage ich ein weiteres Mal nach. Wurde also keine Deadline vereinbart, habe ich bereits 4 Wochen auf meine Fotos gewartet. Ab diesem Punkt frage ich dann auch nicht mehr nach. Sind 6 Monate verstrichen, akzeptiere ich, dass ich die Fotos niemals erhalten werde.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass man nach mehr als 6 Monaten noch jemals Ergebnisse zu Gesicht bekommt.

Ich persönlich erwarte von einem Fotografen, dass er die Fotos innerhalb der Deadline oder falls keine Deadline vereinbart wurde, innerhalb von vier Wochen fertig bearbeitet hat.
Ich weiß, dass einige Fotografen und auch Cosplayer das ganze etwas lockerer sehen. Schließlich bearbeiten viele Fotografen die Fotos in ihrer Freizeit und bekommen kein Geld dafür.

Ich sehe es aber als eine Sache des Anstands, der Planung und Professionalität, wenn der Fotograf seine Shootings und Bearbeitung entsprechend timt. TFP funktioniert eben nur dann, wenn beide Parteien gleichermaßen professionell agieren. Der Cosplayer geht in Vorleistung und der Fotograf geht in Nachbearbeitung.

Ist dir das Risiko als Cosplayer zu groß, dann rate ich dir zu Pay-Shootings! Hier kommt ein konkreter Kaufvertrag zustande und das ganze Shooting bekommt eine neue Art der Verbindlichkeit.

Worte zum Abschluss

Es ist nicht so leicht einen geeigneten Fotografen für das perfekte Match zu finden! Gerade am Anfang, wenn man noch wenig Erfahrung hat, weiß man oft nicht, was man so genau möchte oder wo man anfangen soll.

Dennoch solltest du auf gar keinen Fall ein Shooting erzwingen!
Lass dir Zeit und hol dir Empfehlungen von Freunden! Du wirst sehen, nach und nach fügt sich alles und du findest den passenden Fotograf für dich.
Jetzt kennst du alle wichtigen Informationen rund um TFP-Shootings und bist gut vorbereitet.

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Cosplay für Einsteiger

Die wohl meist gestellte und auch am meisten von Cosplayern “gehasste” Frage, ist: “Hast du Tipps, wie ich mit dem Cosplayen anfangen kann?”
Diese Frage ist so allgemein und undefiniert, dass wir Cosplayer uns häufig wirklich schwer tun, diese zu beantworten. Gleichzeitig verstehen wir aber auch, dass man es als Neuling schwierig findet, überhaupt in dem Hobby anzukommen. Auch wenn es mir ebenso schwer fällt, versuche ich dir nun ein paar Tipps zu geben, die dir den Einstieg ins Hobby Cosplay erleichtern können.

Wo anfangen?

Stell dir vor, du möchtest dich einem neuen Hobby widmen und ein Instrument lernen. Bevor du dich Hals über Kopf ins Thema stürzt, wirst du dich vorab zunächst informieren, welche Instrumente es gibt bzw. welche dich interessieren und vielleicht sogar diverse Instrumente ausprobieren. Schritt für Schritt bereitest du deinen Einstieg also vor. Warum sollte das beim Cosplayen anders sein?

Natürlich bietet Cosplay eine Vielfalt, die man nur selten in einem anderen Hobby ebenso findet. Gerade deshalb solltest du dir ganz zu Beginn Gedanken darüber machen, was genau dich an dem Hobby fasziniert.
Findest du die Veranstaltungen toll?
Verkleidest du dich gerne?
Juckt es dich in den Fingern ein Kostüm zu nähen oder eine Rüstung zu bauen?
Bist du fasziniert von den tollen Fotos und hättest selbst gerne solche?

Je mehr du dich damit beschäftigst, warum du gerne cosplayen möchtest, desto einfacher wird dir der Einstieg auch fallen!
Als ich mit dem Cosplayen anfangen wollte, war mir sofort klar, dass mich der Model bzw. Fotografie-Aspekt fasziniert. Außerdem habe ich mich als Kind schon immer liebend gerne verkleidet. Als ich mich also dazu entschloss endlich den ersten Schritt ins Hobby zu wagen, habe ich mir auf Amazon ein Kostüm bestellt und bin das erste Mal verkleidet auf die Leipziger Buchmesse gefahren. Das war eine wirklich positive und spannende Erfahrung, die mir schnell gezeigt hat, dass ich das wiederholen möchte. Nach der Buchmesse habe ich meinen Freund gebeten, ein paar Fotos von mir zu machen. Gemeinsam fuhren wir also in einen Wald, schossen ein paar Fotos und anschließend zeigte er mir den Umgang mit Lightroom.

Kikyo – 2015

Diese ersten Schritte können dir schnell zeigen, wie dein weiterer Weg aussehen kann.
Du weißt nicht, wo du dich informieren kannst? Dann solltest du dich dringend an deinen Freund und Helfer “Google” wenden. So banal es auch klingt, aber das Internet ist voll von zahlreichen Tipps, Ideen und Hilfen. Du musst diese Quellen nur nutzen!

Kleine Schritte

Vergiss den Ausspruch “Think big!”. Selbstverständlich haben wir Cosplayer zahlreiche und vor allem große Pläne. Aber gerade zu Beginn wirken diese Pläne und Ziele schier unerreichbar.
Denk daran, dass du gerade erst angefangen hast ein Instrument zu lernen. Da wirst du nicht sofort Beethovens 9. Sinfonie beherrschen können.

Also anstatt ausschließlich auf deine großen Pläne und Ziele hinzuarbeiten, konzentriere dich auf kleine Schritte, die dich am Ende dort hin bringen können.
Das bedeutet nicht, dass du dein Traumcosplay nicht sofort umsetzen kannst oder solltest. Aber plane deine nächsten Schritte sorgfältig, damit du nicht vom Aufwand überwältig wirst und am Ende unzufrieden oder enttäuscht bist. Wer seine Teilziele und Schritte an sein aktuelles Skill-Level anpasst, wird auf lange Frist gesehen deutlich zufriedener und motivierter sein.

Es liegt bei dir

Dieser Absatz beschäftigt sich mit einem Phänomen, das ich besonders häufig bei Cosplayanfängern beobachte.
Soziale Netzwerke und Foren helfen uns, uns zu vernetzen. So findest du auch auf Facebook, Instagram und Animexx zahlreiche Gleichgesinnte, mit denen du dich zu beliebigen Themen rund um’s Cosplay austauschen kannst. Viele Anfänger tendieren hierbei aber dazu, sehr allgemeine oder zu spezifische Fragen an ausgewählte Cosplayer zu stellen. Erst einmal kein Problem, aber leider wird dabei häufig vernachlässigt, zu prüfen oder zu erfragen, ob dieser Cosplayer in diesem Themenbereich überhaupt Erfahrungen sammeln konnte.

So wurde ich schon sehr häufig gebeten, ein paar Tipps zum Thema “Rüstungsbau” weiterzugeben. Dabei konnte man bis dato in meiner ganzen Laufbahn als Cosplayer und auf meinen Accounts kein Bild finden, das zeigt, dass ich schon einmal eine Rüstung gebaut hätte. Das Hobby ist so vielfältig, dass nicht jeder Cosplayer sich mit jedem Aspekt beschäftigt. Es bietet sich also an, sich vorab zu informieren, ob dein auserwählter Gesprächspartner dir zu diesem Thema überhaupt helfen könnte. Hat er zum Beispiel schon einmal ein ähnliches Cosplay gemacht oder über dieses Thema gesprochen? Auch hilft es immer, konkrete Fragen zu formulieren und Allgemeinplätze wie “Wie macht man Rüstungen?” zu vermeiden.

Kurz zusammengefasst:
Informiere dich zunächst, ob dein Gesprächspartner dir überhaupt helfen könnte.
Formuliere konkrete Fragen, die man auch ganz konkret beantworten kann.

Persönliche Meinungen

Vermeide es auch, fremde Cosplayer nach persönlichen Meinungen zu fragen. Meinungen von Fremden helfen dir nur bedingt weiter. Zudem kann es deinem Gesprächspartner auch unangenehm sein, dir (einer fremden Person!) seine persönliche subjektive Meinung zu geben.
Viel zu häufig wurde ich schon von mir fremden Personen gefragt, wie ich ihr Cosplay finden würde. Das war mir jedes einzelne Mal total unangenehm! Egal wie man antwortet, man kann den jeweils anderen schnell mit seiner Aussage verletzten und vor allem verunsichern. Wenn du dir also konkret Meinungen zu bestimmten Themen wünscht, dann frage am besten deine Freunde und Familie. Mit diesen Aussagen kannst du im Regelfall sowieso mehr anfangen.

Recherche first!

Eine weitere Variante des eingangs erwähnten Phänomens, ist es, andere Cosplayer derart mit Fragen zu einem Thema zu löchern, ohne sich vorab auch nur ansatzweise selbst mit einem Thema beschäftigt zu haben. Viele Cosplayer helfen sehr sehr gerne anderen Cosplayern und unterstützen sie bei Fragen. Leider kommt es aber vor, dass häufig der erste Weg zur Lösung nicht die eigenständige Recherche im Netz, sondern der Kontakt zu einem anderen Cosplayer ist. Entsprechend werden simple Fragen, die man durch zehnsekündiges googeln bereits beantwortet hätte, direkt an andere Cosplayer heran getragen. Schließlich bekommt man hier die Lösung mundgerecht und ohne Aufwand präsentiert.

Das ist nicht nur für den anderen Cosplayer mehr als ärgerlich, sondern außerdem verwehrst du dir dadurch selbst einen gesunden Lernprozess. Erst durch die eigenständige Recherche und das selbstständige intensive Auseinandersetzen mit bestimmten Themen, kannst du dir neue Informationen und Fähigkeiten aneignen. Solltest du trotz Recherche (und mal ehrlich: YouTube und Google sind voll von relevanten Informationen!) nicht voran kommen, kannst aufgrund deines bisher angeeigneten Wissens eine konkrete Frage an einen anderen Cosplayer stellen. Je besser du deine Frage formulierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch eine hilfreiche Antwort erhältst.

Kikyo – 2019 / 2020

Kaufen oder selber machen?

Eine weitere Frage, die sich Anfänger häufig stellen, ist, ob man nun ein Kostüm kaufen oder doch lieber selbst machen sollte. Grundsätzlich gilt: Egal ob gekauft oder selbst gemacht oder eine Mischung, du solltest dich in erster Linie darin wohl fühlen!

Anhand dieser Stichfragen kannst du dir klar machen, ob du dein erstes Cosplay nähen möchtest oder ob du doch lieber eines kaufst:

  • Welcher Aspekt des Cosplayens reizt dich? Nähen / Craften oder das Tragen des Kostüms?
  • Nähst du oder bastelst du gerne? Bzw. möchtest dies weiter ausweiten?
  • Möchtest du das Hobby vorsichtig ausprobieren oder direkt voll durchstarten?
  • Wie viel Geld kannst oder möchtest du fürs Cosplayen ausgeben?
  • Wie aufwändig ist das geplante Kostüm? Ist das Cosplay online erhältlich?

Diese anderen Beiträge sollten dir ebenfalls bei deinem Einstieg ins Hobby behilflich sein:
Cosplays online kaufen – Tipps & Tricks
Wigs online kaufen
Worbla Basics
Stoffe online kaufen

Auch die liebe Kukkii-san hat einen tollen Beitrag geschrieben:
10 Tipps für Cosplay-Einsteiger

Egal ob dein Cosplay selbst gemacht (von dir oder jemand anderen) oder gekauft ist. Lass dir von niemanden die Meinung aufzwängen, dass nur das eine oder das andere das einzig Richtige ist.

Ergänzung: Die Fünf-Teile-Regel

Zu guter Letzt kam noch ein wirklich toller Tipp aus der Community – die Fünf-Teile-Regel!
Um dir den Einstieg ins Hobby zu erleichtern, kannst du dich bei der Auswahl deines ersten Charakters an dieser Regel orientieren. Sie besagt schlichtweg, dass du dir einen Charakter aussuchst, für dessen Umsetzung du nur fünf Kostümteile benötigst. Beispielsweise bestehend aus Perücke, Shirt, Hose, Rucksack und Schuhe.
Egal ob du dieses Cosplay nun komplett selbst anfertigst oder Teile kaufst – du stellst so sicher, dass du nicht den Überblick verlierst. Das Beste? Auch die Kosten halten sich so in Grenzen!

Es geht um Spaß!

Cosplay ist ein wirklich kreatives, tolles und absolut vielfältiges Hobby! Nicht nur, dass du dich für so viele Teilbereiche interessieren und entwickeln kannst, sondern du lernst auch aufgeschlossene und kreative Menschen kennen. Mittlerweile ist Cosplay auch etwas mehr beim Mainstream angekommen, was es für viele Einsteiger leichter macht an fertige Kostüme oder geeignete Materialien zu kommen.

Wenn nicht gerade eine Pandemie wütet, dann hast du auf zahlreichen Veranstaltungen die Chance Neues zu entdecken und Kontakte zu knüpfen. Es gibt auch viele Wettbewerbe, an denen du teilnehmen und tolle Preise gewinnen kannst.
Einige Cosplayer haben sich aus dem Hobby heraus entwickelt und sich ein Gewerbe oder eine Fangemeinde auf Social Media aufgebaut. Du siehst, die Möglichkeiten sind also schier unendlich!

Genieß das Hobby, finde deinen eigenen Weg in deinem eigenen Tempo und vor allem: hab Spaß!

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Mit seinem Hobby Geld verdienen – Kleingewerbe für Cosplayer

Hallo ihr Lieben. Mein Name ist Quinn evtl. kennt mich der ein oder andere unter Quinn´sArt. Cosplay ist für mich ein Hobby & mein persönlicher Ausgleich zu meinem Beruf als gelernte Steuerfachangestellte.
Mir ist schon des Öfteren aufgefallen, dass Interesse daran besteht, als Cosplayer sein eigenes Gewerbe zu eröffnen, um sich ein bisschen Geld nebenbei dazu zu verdienen.
Mit diesem Eintrag möchte ich einen kleinen Einblick in den Aufbau eines Kleingewerbes geben und auf welche Einkünfte man keine Steuern verrichten muss.

Dieser Gastbeitrag wurde von Quinn geschrieben.
Du kennst Quinn noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: artquinns

Definition Kleingewerbe:
Als Kleingewerbe bezeichnet man Unternehmen welche die sogenannte Kleinunternehmerregelung des §19 Umsatzsteuergesetzes in Anspruch nehmen und sich somit von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen.

Tipp: Willst du ein Kleingewerbe eröffnen, dann informiere bitte deinen Hauptarbeitgeber darüber!

Wie meldet man ein Kleingewerbe an?

Du machst einen Termin bei deinem zuständigen Gemeindeamt deines Wohnorts aus.
Zum Termin erscheinst du dann mit Personalausweis und der Grundformulierung was du in deinem Gewerbe machst. Also du überlegst dir im Vorhinein was ist der Schwerpunkt deines Gewerbes. (z.B. Kreativschneiderei oder Handel mit 3D-Druck-Teilen.) Zusammen mit einem/r Mitarbeiter/in wird die Gewerbeanmeldung ausgefüllt. Die Gewerbeanmeldung ist mit einer Gebühr verbunden. (Abhängig von Stadt oder Gemeinde zwischen 12 bis 50 Euro) Diese Gebühr ist sogleich auch deine erste Betriebsausgabe, also die Quittung gut aufheben.

Wie erfährt das Finanzamt nun, dass ich ein Gewerbe angemeldet habe?

Muss das Finanzamt überhaupt wissen, dass man ein Gewerbe eröffnet hat? – Ja, man ist sogar verpflichtet es dem Finanzamt zu melden!
Nach der Gewerbeanmeldung macht ihr am besten gleich einen Termin bei eurem Steuerberater aus. Habt ihr noch keinen, solltet ihr euch einen suchen. Er/Sie kann euch durch ihre beratende Unterstützung sehr hilfreich sein, gerade in der Anfangsphase.
Zusammen mit dem Steuerberater füllt ihr dann die sogenannte steuerliche Erfassung aus. Das ist ein mehrseitiges Formular, welches dem Finanzamt ermöglicht für euch eine Steuernummer festzulegen, sowie in welche Sparte ihr einzugliedern seid. (z.B. Handelsgewerbe)

Tipp: Prinzipiell könntet ihr das Formular selbst ausfüllen, jedoch würde ich das nicht empfehlen. Da Auskünfte in diesem Formular evtl. finanzielle folgen für euch haben können. !Paragraphendeutsch!

Der interessanteste Teil der steuerlichen Erfassung ist der Punkt, ab welchen das angemeldete Gewerbe zu einem Kleingewerbe wird. Das passiert nicht automatisch bei der Gewerbeanmeldung.

Zitat: Punkt 7.3 Kleinunternehmer-Regelung
Ich nehme die Kleinunternehmer-Regelung (§19 Abs. 1 UstG) in Anspruch. Ich weise in Rechnungen keine Umsatzsteuer aus & kann keinen Vorsteuerabzug geltend machen.

Was bedeutet diese Regelung?

Kleinunternehmer werden fälschlich oft mit einem kleinen Gewerbe verglichen. Der Begriff leitet sich jedoch rein von der angesprochenen Sonderregelung des Umsatzsteuergesetztes ab. Diese Regelung ist jedoch auch an einige Bedingungen bzw. Grenzen geknüpft.
Die Hauptbedingung ist du erzielst in einem Jahr nicht mehr als 22.000 Euro Umsatz.
Dann kannst du diese Reglung mit seinen Vor- und Nachteilen auch in Anspruch nehmen.
Das erlaubt dir, deine Rechnungen ohne Mehrwertsteuer auszustellen. In der Folge musst du dem Finanzamt auch keine Umsatzsteuer abführen, jedoch darfst du dir keine Vorsteuer aus den Betriebsausgaben abziehen.
Die Buchhaltung wird somit durch die Kleinunternehmer-Reglung ein bisschen vereinfacht.

Info: Umsatz ist der Betrag, welchen du einnimmst, ohne Abzüge der Ausgaben. Die 22.000 Euro ist ein Jahreswert, bei unterjähriger Betriebsgründung wird der erzielte Umsatz hochgerechnet auf ein Jahr.

Rechenbeispiel: Das Gewerbe wird am 01.04.2021 angemeldet und erzielt einen Umsatz von 10.000 Euro im ersten Jahr. Dann werden diese 10.000 Euro durch 8 Monate (April bis Dezember) geteilt und mal 12 Monate genommen. Sprich, der hochgerechnete Jahres Umsatz beträgt 15.000 Euro, also noch unter der Grenze von 22.000 Euro. Somit darf man auch im Jahr 2022 die Kleinunternehmer-Regelung in Anspruch nehmen.

Welche Steuern fallen beim Kleingewerbe an?

Mit der selbstständigen Aufnahme des Kleingewerbes bist du verpflichtet einmal im Jahr Steuererklärungen abzugeben oder diese von deinem Steuerberater machen zu lassen. Das sind die Erklärung für Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer.

Einkommensteuer

Bei dieser handelt es sich um eine Personensteuer, die jeder Steuerpflichtige abgeben muss. Evtl. hast du sogar schon angefangen die Einkommensteuer jährlich abzugeben. In diesem Fall wird die Erklärung nur um zwei weitere Formular ergänzt. Nämlich die Anlage G (Gewerbe) und die Anlage EÜR (Einnahmenüberschussrechnung).
In der Anlage EÜR rechnest du den Gewinn für dein Kleingewerbe aus bzw. übernimmst in diese die Angaben der Gewinnermittlung.
Den Gewinn aus deinem Kleingewerbe errechnest du durch eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung bzw. Gewinnermittlung. Also du nimmst alle Einnahmen und ziehst von diesen die Ausgaben ab. Schon hast du den Gewinn.
In die Anlage G musst du den Gewinn lt. der Anlage EÜR aus deinem Kleingewerbe übernehmen.

Umsatzsteuer

Auch ein Unternehmer, der keine Umsatzsteuer in seinen Rechnungen ausweist, muss eine Umsatzsteuererklärung abgeben. In dieser sind dann der Jahresumsatz einzutragen und eine sogenannte „Null-Meldung“ zu machen. Also dem Finanzamt wird eine Umsatzsteuersumme von Null Euro gemeldet, jedoch auch dein Jahresumsatz. Zur Überprüfung, dass die 22.000 Euro nicht überschritten wurden.

Gewerbesteuer

Durch die Anmeldung des Kleingewerbes entsteht ein Gewerbe, jedoch fällt darauf noch keine Gewerbesteuer an. Erst ab einem Gewinn über 24.500 Euro entfällt auf den übersteigenden Betrag Gewerbesteuer.

Muss man alle Einkünfte versteuern?

Viel Spielraum lässt das Gesetz nicht unbedingt für Nebeneinkünfte, die man nicht versteuern muss. Generell ist es auch empfehlenswert, wenn man aktiv und nachhaltig Nebeneinkünfte generiert, für diese auch ein Gewerbe anzumelden. Für Nebeneinkünfte gibt es zwei kleine Hilfen, welche uns das Gesetz bietet:

Nr. 1 Private Veräußerungsgeschäfte §23 Einkommensteuergesetz
Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben bis zu einer Freigrenze von 600 Euro steuerfrei. Jedoch überschreitet man die Grenze von 600 Euro im Jahr ist der Gewinn im vollen Umfang zu versteuern.

Rechenbeispiel:
Für einen Nähauftrag erhältst du 612 Euro. Von diesen 612 Euro gehen noch 125 Euro für Nadeln, Stoffe & andere Materialen weg. Somit ist dein erwirtschafteter Gewinn aus diesem Geschäft 487 Euro. Also steuerfrei.

Nr. 2 Der Härteausgleich §46 Einkommensteuergesetz
Wenn man neben seiner Hauptarbeit im Jahr noch zusätzlich Nebeneinkünfte erzielt, bleiben diese bis zu einer Freigrenze von 410 Euro steuerfrei. Überschreit man diesen Betrag werden die Nebeneinkünfte schrittweise versteuert.

Beispiel Härteausgleich §46 Einkommensteuergesetz

Rechenbeispiel:
Durch gelegentliche kleine Auftragsarbeiten verdienst du im Jahr 650 €. Gegen diese Einnahmen darfst du alle damit verbundenen Kosten in Höhe von 240 € (z.B. Material 200 €, Versand 40 €) dagegen rechnen. Somit bleiben als Einkünfte 410 € übrig, von denen 0 € versteuert werden müssen.

Wichtig:
Die Möglichkeiten Nr.1 & Nr. 2 können in einem Jahr nicht gleichzeitig verwendet werden. Beide Varianten sind in der Anlage S einzutragen. Wobei der Härteausgleich explizit unter dem Punkt „Nebentätigkeit“ einzutragen ist um zu verhindern das der steuerliche Vorteil verloren geht und die volle Summe versteuert werden muss.

Fazit

Ein Gewerbe zu eröffnen soll eine gut überlegte Sache sein. Diese Entscheidung kann niemand jemand abnehmen, jeder muss sie selbst für sich treffen. Man soll sich mit seinem Gewerbe identifizieren und auch die Motivation haben über Jahre dieses am Laufen zu halten. Auch wenn es nur ein kleines Gewerbe ist.

Der Spruch: „Selbstständig, ist selbst & ständig.“ Hat einen wahren Wert, den man meist erst lernt wenn man selbstständig ist.
Persönlich finde ich die Kleinunternehmerreglung einen guten Start in eine langfristige Selbstständigkeit.

!Dieser Eintrag ist keine steuerlich verbindliche Beratung!

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Aus alt mach passend: Second Hand Mode fürs Cosplay

Das Thema kaufen oder Selbermachen wurde bereits an anderen Stellen vielfach diskutiert. Heute soll es jedoch um einen anderen Schwerpunkt gehen: ein kleineres life-hack um gegebenenfalls Zeit zu sparen und dabei den Geldbeutel und letztendlich auch die Umwelt zu schonen.

Dieser Gastbeitrag wurde von Isadora geschrieben.
Du kennst Isadora noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: cos.isadora

Oft bietet sich ein zweites Leben für gebrauchte Mode als Teil des Cosplays an. Hierbei unterscheide ich in drei Kategorien:

  1. Second Hand Mode als Alternative zum selbernähen von Basics
  2. Zeitgemäße Stücke, die derzeit so nicht (mehr) herstellt werden
  3. Originalteile bekannter Real Life Vorlagen um 100% akkurat zu sein

Das Thema Second Hand Mode ist mittlerweile im Modebereich ein eigenes und stetig wachsendes Thema. Was früher noch einen Hauch von Mottenkiste mit sich brachte – den es teilweise zwar noch, aber immer weniger gibt – erhalten mittlerweile alle möglichen Klamotten vergangener Tage das Prädikat „vintage“ und bedienen einen derzeit stark wachsenden Markt womit auch die Auswahl steigt.

Natürlich sind viele Charaktere derart phantasievoll und besitzen eine Garderobe, bei der sich auch der versierte Cosplayer auf den ersten Blick fragt, wie zur Hölle so ein Teil überhaupt anzufertigen ist. Geschweige denn, welche Tricks eingesetzt werden müssen, um den Gesetzen der Schwerkraft entgegentreten zu können. Viele Vorlagen entstehen aber auch aus realitätsnahen Vorbildern mit Outfits, die, wenn sie nicht gerade sowieso in den einschlägigen Modeläden hängen, zumindest schon vor einiger Zeit kaufbar waren.

Daher mein erster Tipp:

Überlegt euch, aus welcher Zeit die Mode eures Charakters stammt. Gerade, wenn man feststellt, dass diese sehr zeitgemäß ist, besteht eine hohe Chance, solche Teile auf dem klassischen Second Hand Markt zu ergattern.
Beispiele hierfür sind in allen Bereichen zu finden, je simpler umso einfacher z.B. Jeans, Hosen, Blusen, Hemden, Pullover, Jacken, T-Shirts, Kleider Röcke, Gürtel, Schuhe usw.!
Einfarbige oder einfachere Muster sind natürlich auch leichter zu finden als ein ausgefallenerer Druck. Eine genaue Recherche, wie das Teil der Begierde im Modejargon genannt wird erleichtert die Suche sehr.

Seht euch genau an, was z.B. die gesuchte Jeans ausmacht: neben der Farbe, auch Waschung genannt, spielt der Schnitt eine entscheidende Rolle! Wo sitzt die Taille? Hhoch, mittig oder unten? Wie sieht das Bein aus? Eng, weit, oben eng – unten weit oder umgekehrt?
Einige Anpassungen lassen sich im Nachhinein noch ändern, aber der Grundgedanke ist, neben Geld auch Zeit sparen zu können.

Außer den jeweiligen Second Hand Läden vor Ort bieten auch viele Onlinebörsen mittlerweile eine gute Auswahl: ebay, etsy oder Vinted (ehemals Kleiderkreisel) zählen zu den größten.

Kleidungsstücke aus einer anderen Epoche

Ein wenig schwieriger wird es, wenn das gesuchte Kleidungsstück aus einer anderen Epoche stammt – hierbei gilt häufig: je älter, je teurer.
Auch wenn Edwardische und Viktorianische Stück noch im Handel erhältlich sind, so sind diese meistens recht teuer und oftmals eher als Anschauobjekte geeignet, da Stoffe über eine lange Zeit auch bei bester Aufbewahrung altern.
Je feiner der Stoff, umso empfindlicher wird er auch über die Jahre. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber ca. ab den 1940er Jahren findet man durchaus tragbare Mode, ab den 50er und 60er Jahren auch eine Vielzahl von Stücken zu teilweise immer noch sehr günstigen Preisen.
So sind Tellerröcke aus den 50ern, Minikleider aus den 60ern oder Schlaghosen aus den Siebzigern oder Oversized-Stücke aus den 80ern durchaus eine Alternative, um ins Cosplay integriert zu werden.

Ebenfalls ist es eine Option, alte Kleider als Stoffresource zu verwenden: gerade bei teureren Stoffen wie Samt oder Brokat kann hier ein altes Kleid oder ein Rock eine günstige Quelle sein.

Ich habe beispielsweise für mein Shiris Kostüm tolle Wildleder Overknee-Stiefel in knallrot für ca. 40,-€ gefunden, die für mich sehr gut zu Kostüm passen!

Detailverliebt?

Zuletzt ein Thema für die besonders Detailverliebten: Screen-accurate fashion.

Mit der Beliebtheit von Cosplays aus aktuellen Realfilmen und Serien und der durch das Internet möglichen Informationsmenge, z.B. wornontv.net, gibt es heutzutage oft die Möglichkeit, das Outfit des entsprechenden Charakters 1:1 nachzukaufen.
Aber meist ist das Teil bereits aus den Läden verschwunden, wenn der Film oder die Serie ausgestrahlt wird. Mit Glück findet sich noch etwas im Sale, ansonsten sind die Onlinebörsen auch hier die beste Anlaufstelle.
Auch wenn die Stars der Serien oftmals in hochwertige Designermode eingekleidet sind und diese auch Second Hand noch für viel Geld den Besitzer wechselt: Manchmal fehlt dem Verkäufer das Wissen, eine solche prominenten “Schrankleiche“ zu verkaufen oder er/sie möchte das Teil doch möglichst schnell loswerden.

Als großer Doctor Who-Fan, habe ich hier schon die Originalkrawatte des 10. Doctors aus „The Day of the Doctor“ ergattert, sowie für eine Freundin den Original Ledermantel, den Catherine Tate als Donna Noble in der 4. Staffel mehrfach trägt.

Prinzipiell kann die Suche für derartige Stücke am Ende auch länger dauern, als wenn man doch direkt selbst zu Nadel und Faden gegriffen hätte. Das Glücksgefühl seinen Lieblingscharakteren gefühlt aber noch ein Stück näher zu kommen bleibt aber oft unbezahlbar! 🙂

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Auf der Suche nach Motivation…

Nach fast einem Jahr Corona-Pandemie können wohl die meisten Cosplayer unter uns ein Lied davon singen, was es heißt, keine Motivation oder Ideen mehr zu haben. Vielen fehlt die Aussicht auf gemeinsame Conventionbesuche, Partner-Cosplays oder einfach nur Shootingtreffen, welche die Cosplay-Motivation regelrecht beflügeln würden. Für andere fehlt wiederum einfach der Termindruck, um mit einem Cosplay anzufangen oder es fertig zu bekommen.

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Robin geschrieben. Du kennst Robin noch nicht?
Dann schau unbedingt mal auf ihrem Kanal vorbei: m2.cosplay

Da Robin und ich beide nach dem Motto “Move your ass, your mind will follow!” leben, haben wir gemeinsam einige unserer Tipps zusammengetragen, die dir dabei helfen können die Cosplay-Auszeit sinnvoll zu nutzen und wieder Motivation zu tanken. Bist du bereit für unsere Tipps? Dann lass uns los legen!

Motivation, was ist das?

Alte Cosplays betrachten

Manchmal hilft ein Blick zurück, um voran zu kommen. Nimm dir einen Moment Zeit und schau dir deine alten Cosplays an. Arbeite dich langsam von deinen ältesten Projekten bis zu deinen aktuellsten vor. Kannst du die Entwicklung deutlich erkennen, die du über die Jahre gemacht hast? Sei es nun Perückenstyling, nähen, basteln oder Posing.
Auch wenn wir alle stets nach Vorne blicken sollten, so kann es doch motivierend sein, zu sehen, welchen Weg man bereits zurück gelegt und was man alles geleistet hat. Wenn das mal nicht beflügelnd ist!

Work in Progress

Auch der Blick auf Work in Progress kann mehr als motivierend sein! Warum nicht online ein paar Fotos deines WiPs teilen? Die Reaktionen und Kommentare darauf können dich motivieren, aber gleichzeitig auch andere inspirieren.
Hast du derzeit keinen Work in Progress, dann stöbere doch durch Pinterest, Instagram & Co und lass dich vom Progress anderer Cosplayer begeistern. Ich bin mir sicher, dass du mit dem richtigen Projekt vor Augen kaum abwarten kannst, selbst tätig zu werden.

Mehrere Projekte VS Ein Projekt

Fehlt dir die Lust oder das Material für ein Projekt, kannst du deine Zeit nutzen und währenddessen an einem anderen Projekt weiterarbeiten. So kommst du nicht ins Stocken und bleibst im Flow!
Arbeite aber nicht an zu vielen Projekten, um nicht den Überblick zu verlieren, sonst bist du vielleicht schnell überfordert und die Motivation macht sich davon.
Anderen wiederum hilft es, sich zunächst auf nur ein Projekt zu konzentrieren. Während du nur an einem Projekt arbeitest, siehst du deutlich wie weit du schon voran gekommen bist und wie wenig noch bis zur Fertigstellung fehlt. Auch das kann äußerst motivierend sein!

Aber ich brauche doch Deadlines!

Gehörst du zu den Cosplayern, die ohne Constress oder Deadline nicht arbeiten können? Dann setze dir selbst eine Deadline!
Indem du dir selbst Deadlines setzt oder vielleicht sogar einen Zeitplan, wann du an welchem Projekt arbeitest, ausarbeitest, gibst du dir selbst Struktur. Sagt dir eine Deadline ohne Con nicht zu?

Dann vereinbare mit dir selbst oder jemand anderen einen Termin, um
– an einem Online Cosplay Contest teilzunehmen
– ein (Home-)Shooting abzuhalten
– einen gemeinsamen Cosplay oder Make Up Test im Livestream / über Skype durchzuführen

Deine Möglichkeiten sind unendlich und je nach Corona-Situation / Regelung sind sogar Treffen zu zweit möglich. Anstatt immer nur “groß” zu denken, sollten wir auch kleine Chancen nicht verstreichen lassen.

Cosplay Shootings während einer Pandemie? Ob das geht und worauf du achten solltest, erfährst du hier:
All About Cosplay – 027 Shootings während der Corona Krise

Warum nicht zusammenarbeiten?

Fällt es dir schwer dich alleine zu motivieren? Bestimmt geht es einigen deiner Freunde ebenso. Frag doch einfach mal nach, ob sie nicht Lust auf eine kleine Skype oder Live-Session haben? Arbeitet zusammen online an euren Cosplays, tauscht euch aus, lacht über Fails und findet gemeinsam Lösungen für Probleme.
Zusammen an etwas zu arbeiten, macht mehr Spaß und die Einsamkeit des Social Distancing rückt in den Hintergrund. Alternativ kannst du auch bei Instagram oder Twitch Livestreams anderen Cosplayern beim Craften zu sehen!

Hörspiele, Podcasts, Musik, Serien & Co

Podcasts, Serien, Filme, Musik und Hörbücher sind tolle Wegbegleiter, wenn man an länger an Projekten arbeitet. Besonders bei langweiligen und zeitfressenden Arbeiten bietet das Unterhaltung! Nicht nur deine Hände, sondern auch dein Hirn ist beschäftigt und die Zeit wird wie im Flug vergehen.

Teilziele setzen / Checklisten

Kleine Schritte führen auch zum Ziel! Anstatt dich von deinem Projekt erschlagen zu lassen, unterteile die Arbeit in Teilschritte (aka micro tasks). Nutze doch am besten eine Checkliste für diese Unterteilung. So hast du deine Teilziele perfekt im Blick und erhältst nach jedem Setzen eines “Erledigt-Haken” auch noch ein kleines Glücksgefühl.
Natürlich kannst du dich auch nach Erreichen dieser Schritte mit einer Kleinigkeit selbst belohnen, zum Beispiel mit ein paar Gummibärchen.
Die Aufteilung eines großen Projekts in kleine Tasks gibt dir nicht nur einen genauen Überblick, sondern auch die Chance viel häufiger das “ich habe etwas geschafft”-Gefühl zu erhalten.

Plane Freizeit ein

Dieser Tipp mag zu Beginn vielleicht etwas widersprüchlich klingen, doch Pausen einzuplanen ist wichtig, um das Motivationslevel zu halten. Nur zu arbeiten ist auch nicht gut! Wir brauchen Erholung, um unsere Batterien wieder aufzufüllen.
Einen Tapetenwechsel – spazieren, zocken, etwas lesen – was auch immer dir Freude bereitet! Der Clue dabei ist, die Arbeit nicht zu lange “schleifen zu lassen”, sonst wird es immer wie schwieriger sich aufzuraffen und weiterzumachen.
Versuch eine gutes Mittelmaß an Arbeit und Faulenzen zu finden. So vermeidest du, dich zu überarbeiten oder komplett als Couch-Potato abzudriften.

Was könntest du sonst noch tun?

Etwas Neues ausprobieren

Vielleicht hast du gerade keine Lust auf dein aktuelles Cosplayprojekt und ein anderes interessiert dich auch nicht? Erinnerst du dich an dieses eine Material, welches du mal gekauft hast, aber nie Zeit hattest es auszuprobieren? Oder eine bestimmte Technik, die du gerne lernen möchtest und dich im Constress nie dazu aufraffen konntest?
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich auszuprobieren!
Kleinere Projekte nehmen nicht so viel Zeit in Anspruch und bieten die Gelegenheit bestimmte Materialien oder Techniken endlich auszuprobieren. Ein weiterer Vorteil an kleinen Projekten: Du bist schneller fertig! Was motiviert mehr als der Moment, in dem man Stolz auf sein fertiges Projekt blicken kann?

Materialsuche und Planungszeit

Dank Corona hast du endlich die Zeit dein Projekt in aller Ruhe und ganz rechtzeitig im Voraus zu planen. Nutze die Zeit und such ohne Stress die perfekten Materialien zusammen.
Auch die Perücke mit der langen Lieferzeit aus dem Ausland bestellen zu können, ist bequem drin! Stoffmuster anfordern, Produkte vergleichen, etc. – Das sind alles Dinge für welche du sonst kaum genügend Zeit findest, da dir die nächste Con, das nächste Shootingtreffen oder das nächste Fotoprojekt dicht im Nacken sitzt.
Was möchtest du als nächstes anpacken? Wie möchtest du dieses Cosplay genau umsetzen? Genieße die Möglichkeit deine Projekte ganz ohne Stress und Druck planen zu können. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft!

Cosplays reparieren & Accessoires basteln

Dieses Accessoire, welches du vor dem Fotoshooting / einer Convention noch machen wolltest, aber keine Zeit dafür hattest? Die Waffe deines Cosplays die du noch reparieren solltest?
Jetzt hast du die Zeit dafür! Nutze die Zeit und freu dich über das Gefühl endlich etwas erledigt zu haben.

Aufräumen

Nun wäre ebenfalls der perfekte Zeitpunkt um deinen Arbeitsplatz aufzuräumen und neu zu strukturieren. Das schafft Platz und Energie für Neues!
Natürlich beherrscht das Genie das Chaos, aber es wird dir deutlich leichter fallen, dich auf deine Projekte zu konzentrieren, wenn du etwas Klarheit schaffst. Außerdem macht es deutlich mehr Spaß an einem Projekt zu arbeiten, wenn alles an seinem Platz ist und du nur einen einzigen Handgriff benötigst, um mit der Arbeit beginnen zu können.

Move your ass, your mind will follow!

Ganz nach dem Motto “Nach der Con, ist vor der Con”, kannst du mit diesen Tipps den nächsten Concrunch vermeiden. Anstatt dich von Corona und den Pandemie-Einschränkungen herunterziehen zu lassen, versuch es positiv zu sehen und deine Freizeit sinnvoll zu nutzen.
Manchmal hilft auch der beste Tipp nichts und du musst einfach deinen Arsch bewegen. Der Rest kommt dann oft ganz von allein.

Gastbeiträge von Robin / m2.cosplay findest du hier:
Makeup Sheet
Posing Tipps für männliche Charaktere
Aber ich hab doch so ein Babyface…! – Crossplay Make Up für Frauen
Ein Bart hilft ungemein – Crossplay Make Up für Frauen
«Jetzt guck mal männlich! » – Posing Tipps für männliche Charaktere

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All About Cosplay – 018 Corona Krise

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Wunsch-Cosplay online nicht verfügbar? Wie wär’s mit einer Commission?

Was das genau ist, wie du dich darauf vorbereitest und was du darüber wissen solltest, erfährst du in diesem Blogeintrag.

Dieser Gastbeitrag wurde von Tsuya geschrieben.
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Dein Wunsch-Cosplay ist online nicht verfügbar?
Das Cosplay ist dir nicht detailgetreu genug?
Das Cosplay gibt es nicht in deiner Größe?

Wenn du mehr als eine dieser Fragen mit ja beantworten kannst, dann ist dieser Beitrag für dich! Denn: Hast du schon einmal über eine Cosplay Commission nachgedacht?

Commission? Was ist das?

Zu deutsch: eine Auftragsarbeit. Du beauftragst jemand anderen dir dein Cosplay gegen Geld zu fertigen.

Wie findet man jemanden, der Cosplay Commissions anbietet?

Sollte es sich um eine klassische Nähcommission handeln, kann lokal nach einer Schneiderei gesucht werden. Leider gibt es davon nicht mehr sonderlich viele und einige bieten auch nur noch spezielle Maßanfertigungen (Hochzeitskleider,…), Änderungen oder Eigendesigns an. Es ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert, einfach nachzufragen.

Vorteile: gute Beratung, Maßnehmen und Anproben vor Ort, Möglichkeit der Mitgestaltung/Mitsprache
Nachteil: keine Schneiderei in der Nähe, Preis

Geht es aber neben Näharbeiten auch um Rüstungen, Schmuck, Perücken oder Waffen, dann ist man bei einem klassischen Schneider leider an der falschen Adresse. Mittlerweile gibt es aber viele Cosplayer, die Commissions anbieten und somit ihr Können auch anderen zur Verfügung stellen.
Fündig wird man hier entweder über Suchmaschinen, Social Media oder Freunde. Die erste Anlaufstelle ist meistens Google, dort kann mit Begriffen wie „cosplay nähen lassen“, „cosplay commission“ usw. eine erste Suchrunde gestartet werden. Auf Facebook gibt es viele Cosplay-Gruppen, unter anderem auch welche speziell für Commissions, wo man seine Suchanzeige posten kann. Frage auch auf deiner eigenen Plattformen und im Freundeskreis nach, meistens kennt wer wen, der wen kennt! 😉

Du hast jemanden gefunden – wie bereitest du dich nun vor?

Tipp: Es ist ganz wichtig, dass du dich vorher so gut wie möglich selbst informierst. Es spart Zeit und gewährt einen reibungslosen Ablauf.
Informiere dich, ob es eine Homepage oder andere Kanäle gibt, wo du etwas über die Auftragsarbeiten herausfinden kannst. Versuche also zuerst selbstständig an Informationen zu kommen, bevor du die Person kontaktierst.

Welche Informationen sind aber überhaupt notwendig und hilfreich?

Zuallererst solltest du abklären, ob du mit deinem Wunsch an der richtigen Adresse bist. Du willst eine Perücke, also sollte der Cosplayer Perücken Commissions anbieten. Nur weil er Commissions anbietet, bedeutet das nicht, dass er alle Bereiche es Cosplays abdeckt.

Oft ist es auch gut abzuklären, ob der Stil deines Wunsches, mit dem Output des Cosplayers übereinstimmt. Macht jemand vorzugsweise Corsagen und du möchte jetzt aber einen Superheldensuit oder einen voluminösen Wollmantel, kann es sein, dass dein Auftrag nicht angenommen wird.
Außerdem sollten dir die Sachen, die der Cosplayer macht, gefallen! Wenn dir die Art der Bemalung bei den Rüstungsteilen nicht zusagt, kannst du danach nicht sagen: mein Cosplay gefällt mir nicht, ich zahle nicht!
Du solltest dir vorher bewusst machen, worauf dich dich einlässt und ob dies dann deinen Wünschen entspricht.

Manchmal ist es ganz gut zu wissen, woher jemand seine Fähigkeiten hat. Handelt es sich hierbei um jemanden der eine Schneider- oder Frisörausbildung gemacht hat? Wie lange werden bereits Commissions angeboten und wie viele Erfahrung hat diese Person? All diese Punkte wirken sich für gewöhnlich auch im Preis aus.

Der Preis

Apropos Preis: dieser kann stark schwanken. Bedenke bitte, dass sich jeder über die Preisgestaltung Gedanken gemacht hat, und dass man hier nicht Feilschen kann. Bietet jemand Cosplay Commissions an, fällt dies unter die Gewerbeordnung. Dies ist mit Mehrkosten verbunden. Der Preis setzt sich also nicht nur aus Material, Versand und einem 10€ Stundenlohn zusammen. Bitte respektiere hier die Preisgestaltung.

Bezahlung, Lieferung und Co. Sind ebenfalls wichtig. Du findest diese Infos meistens auf der Hompage, in gepinnten Posts oder aber auch in den Story Highlights oder Guides auf Instagram. Informiere dich vorher und halte dich an die jeweiligen Angaben und Abläufe der Personen. Gibt es ein Anfrageformular – dann fülle dieses aus. Will die Person zu Beginn bestimmte Infos wissen, dann beantworte diese Fragen möglichst genau.

Gibt es keine vorgegebenen Richtlinien, dann füge alle relevanten Informationen an:

Was willst du? „Ein Saber Nero Cosplay“ ist als Antwort nicht ausreichend genug.

Füge an, um welches Cosplay es sich handelt (eventuell auch mit Versionsname), welche Stücke du brauchst und bis wann. Du kannst deine Kleidergröße (falls relevant) ebenfalls angeben und, solltest du ein Budget haben, kannst du auch dieses angeben. Füge ausreichend Bilder an und mach dir die Mühe gute, hochauflösende Bilder mitzusenden, auf denen man das Kostüm oder die Perücke von mehreren Ansichten gut erkennen kann. Gibt es kaum Bilder davon, dann beschreibe wie du es dir vorstellst, oder fertige selbst Skizzen an, wie du dir z.B. eine Rückenansicht vorstellen könntest.

Versuche einfach den Nachrichtenaustausch so kurz wie möglich zu machen und schreibe auch keine Romane in denen du viel schreibst, aber keine Aussagen triffst. Lesen braucht auch Zeit. Also: kurz und knapp, aber inklusive aller relevanten Informationen!

Materialien und Zeitfenster

Hast du bereits Materialien gekauft, weil du das Cosplay eigentlich selbst machen wolltest, oder stellst dir bestimmte Stoffarten vor, dann füge auch das in die Anfrage mit ein und frage nach, ob es möglich ist, die vorhandenen Materialien bereits zuzusenden.

Wenn du eine Deadline hast, frage rechtzeitig nach einer Commission. Denke vorher selbst darüber nach wie lange du selbst dafür brauchen könntest und bleibe realistisch. Vielleicht gibt es auch Informationen darüber, wie lange im Moment die durchschnittliche Dauer einer Fertigung ist. Du bist oftmals nicht die einzige Person, für die gerade eine Commission angefertigt wird und es dauert auch ein Weilchen, bis alle Materialien beisammen sind.
Auch Zahlungen und der Versand benötigen oftmals länger. Hinzu kommt, dass viele dieses Gewerbe nur im Nebenberuf ausüben und nebenbei möglicherweise sogar Vollzeit arbeiten gehen. Dränge also niemanden dazu, dass es schnell gehen muss, denn das schlägt sich sofort auf die Qualität deines Cosplays nieder.

Je früher du dich um einen Commission Slot kümmerst, umso besser!

Was tun, wenn das Cosplay nicht passt, etwas fehlt oder es einem doch nicht gefällt?

Auch hier gilt, informiere dich am besten vorher wie dies bei dem Cosplayer gehandhabt wird. Vielleicht hat er dazu eine FAQ Seite oder sogar AGB’s die diese Fragen beantworten. Da es sich meistens um Kundenspezifische Anfertigungen handelt, kannst du das Cosplay nicht einfach zurückgeben und dein Geld zurückverlangen. Sollte es einen Mangel geben, musst du dem Cosplayer die Möglichkeit geben, diesen zu beheben.

Und bedenke auch hier: bleibe höflich. Niemand will dir etwas Schlechtes oder dich über den Tisch ziehen. Kommunikation ist auch hier wichtig. Vielleicht hat es sich auch einfach nur um ein Missverständnis gehandelt?

Wenn du dich an all diese Dinge hältst und dich vorher gut informierst, dann steht deiner ersten Commission nichts mehr im Weg!

Hier noch ein kurzer Überblick, wie so eine Commission bei mir abläuft. Es werden 7 Schritte durchlaufen, die unten in der Grafik noch einmal genauer aufgelistet sind.

Hast du noch Fragen zum Thema? Dann wende dich gerne direkt an Tsuya oder schreibe einen Kommentar. 🙂

Hier siehst du ein paar Auszüge aus ihren Arbeiten:

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Fotograf: lyn.memories

Sicher an Cosplays kommen: Wie bezahlt man das am besten?

Hallöchen. Mein Name ist Uli und vielleicht kennen mich die ein oder anderen als Uli.cos.play. Wie so viele hat man aber neben dem Hobby auch einen anderen Beruf. Ich bin gelernte Bankkauffrau und habe schon mehr als einmal mitbekommen, dass man gar nicht so richtig weiß, wie man etwas bezahlen soll. Damit meine ich keine Kredite, sondern ganz einfach womit man online bezahlen kann. Denn seien wir mal ehrlich, als Cosplayer kommt man meist gar nicht drum herum, sich online Dinge zu bestellen. Sei es die Perücke aus England, das Cosplay über AliExpress in China oder ein Second Hand Cosplay über Instagram in Deutschland. Hier also ein kleiner Guide über die gängigsten Zahlungsarten.

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Banküberweisung

Die Banküberweisung vor Ort

Wer kennt es nicht? Man bekommt eine Rechnung von einem Laden und soll den Betrag bis zu einem gewissen Datum überweisen. Wenn man mit der Technik nicht so vertraut ist und man dem Online Banking nicht traut, geht man ganz klassisch in eine Bankfiliale. Dort füllt man einen Überweisungsträger aus (Voraussetzung sind der Name des Empfängers und seine IBAN) und gibt diesen bei seiner Bank ab. Vor allem bei den Sparkassen und Volksbanken müsst ihr aufpassen, denn die teilen sich zwar den Namen, sind aber eigenständige Unternehmen und können die Konten der anderen nicht einsehen. Die Überweisungen werden dann vernichtet und somit nicht ausgeführt. Achtet also darauf euren Überweisungsträger bei der richtigen Bank abzugeben.

Wenn ihr die Überweisung abgegeben habt, dauert es in der Regel 2-3 Bankarbeitstage (Montag bis Freitag, wenn kein Feiertag dabei ist) bis das Geld beim Empfänger ist. Geht das Geld in ein Land außerhalb der EU gibt es keinen festen Zeitraum.

Die Banküberweisung online

Die Banküberweisung online geht deutlich schneller und leichter, als wenn die Überweisung vor Ort. Leider gibt es dort aber einige Aussagen, die Leute annehmen aber so nicht stimmen. Räumen wir mit den gängigen Mythen auf:

1. Ich hab das Geld überwiesen und es steht bei mir als Abbuchung. Aber der Empfänger hat das Geld noch nicht bekommen!

Fakt: Ja, das Geld ist von deinem Konto abgebucht worden, doch das Geld muss deine Bank erst zur Empfängerbank weitergeleitet werden. Dafür haben Banken einen Bankarbeitstag Zeit. Ist der Empfänger bei der gleichen Bank wie du kann es auch schneller gehen.

2. Kann mein Geld auch direkt bei jemandem ankommen, wenn ich es jetzt überweise?

Fakt: Jein. Du kannst eine Echtzeitüberweisung machen. Nutzt du eine Echtzeitüberweisung, ist das Geld innerhalb weniger Minuten auf dem Konto des Empfängers. Wo du die Echtzeitüberweisung in deinem Online Banking findest, hängt von deiner Bank ab. Es kann eine Extra Option sein oder man muss im normalen Überweisungsbildschirmneben dem Wort “Echtzeitüberweisung” einen Haken setzen . Es kann sein, dass deine Bank dafür aber Gebühren berechnet, mache dich darüber am besten vorher schlau. Auch bieten immer noch nicht alle Banken Echtzeitüberweisungen an. Wenn die Bank deines Empfängers dies nicht anbietet, wird dir dies angezeigt.

Bei Onlineshops gibt es auch oft die Möglichkeit, über die Plattform Klarna direkt eine Sofortüberweisung an den Empfänger zu tätigen. Um dies zu tun, benötigst du aber einen Online Banking Vertrag bei deiner Bank.

3. Bei einer Überweisung kann ich mein Geld nicht zurückholen, oder?

Fakt: Auch hier ein Jein. Innerhalb von 2 Bankarbeitstagen nach einer Überweisung kannst du einen sogenannten Überweisungsrecall machen. Du solltest einen Recall aber so schnell wie möglich machen! Denn je früher, desto höher ist die Chance, dass man die Zahlung noch stoppen kann. Ist das Geld nämlich schon beim Empfänger angekommen, obliegt es diesem, ob er dir das Geld zurücküberweist oder nicht. Dafür setzt ihm seine eigene Bank eine Frist, bis wann er sich zu dieser Rückforderung melden muss. 14 Tage kann man also schon für dafür einplanen.

Fazit

Eine Überweisung ist am besten dafür geeignet, wenn man an Jemanden überweist, den man kennt bzw. vertrauen kann. Auch hat man bei vielen Online Shops die Möglichkeit durch Zahlen per Rechnung erst nach Erhalt der Ware zahlen zu müssen.

Einzug per Lastschrift

Die wohl gängigste Zahlungsmethode heutzutage. Wenn du in einem Geschäft bezahlst, wird dieses das Geld von deinem Konto einziehen. Willst du das Verfahren auch online nutzen, musst du meist nur deine IBAN angeben und schon wird der Betrag wenige Tage später von deinem Konto abgebucht.
Vorteil: du kannst eine Lastschrift innerhalb von 8 Wochen ohne Grund widerrufen und 13 Monate, wenn es unberechtigt ist. Privatpersonen bieten meistens kein Lastschriftverfahren an, da man dafür einige Daten von der Bundesbank benötigt und dies somit für den Alltagsgebrauch sehr unpraktisch ist. Aber eine Methode des Lastschriftverfahrens für Privatpersonen werdet ihr bestimmt kennen, ich rede von…

PayPal

Fast jeder Cosplay Online-Shop bietet PayPal als Zahlungsmittel an. Warum? PayPal bietet dir einen Käuferschutz, der dir in Streitfällen helfen kann dein Geld zurück zubekommen.
Wenn also der Cosplay Shop nicht liefern will oder fehlerhafte Ware versendet und du im direkten Kontakt keine Einigung erzielen kannst, dann kannst du auf den Käuferschutz zurückgreifen. Dieser ist aber nur bei der Option „Bezahlung für Dienstleistung“ enthalten.

Der Käufer wird hier durch den PayPal Käuferschutz abgesichert und kann sich im Zweifel sein Geld zurückholen. Die Gebühren, die bei dieser Zahlungsmethode entstehen, trägt der als Verkäufer. Diese betragen in den meisten Fällen 2,49% des Betrages + 0,35€ pro Transaktion. Die Methode via “Freunde & Familie” zu bezahlen ist gebührenfrei. Allerdings ist sie nicht dafür gedacht Ware zu kaufen / verkaufen.

Die getätigte Bezahlung via PayPal trifft übrigens innerhalb weniger Minuten auf deinem PayPal Account ein. Die Abbuchung erfolgt dann wie eine normale Lastschrift von deinem Girokonto. Neben seinem Girokonto kann man aber auch ein anderes Zahlungsmittel bei PayPal hinterlegen. Dies ist die:

Kreditkarte

Um direkt mal eins am Anfang zu erklären: Die Bankkarte die ihr in der Regel zu eurem Konto bekommt ist keine Kreditkarte sondern eine Debitkarte.
Unterschied: Eine Kreditkarte verfügt über einen festgelegten Rahmen, den man nutzen kann. Wenn man mit ihr zahlt, wird der Betrag entweder monatlich in Raten zurück gezahlt oder alle Zahlungen mit der Karte werden an einem Tag im Monat zusammengefasst vom Konto abgebucht.Bei der Debitkarte erfolgt die Abbuchung sofort und nur, wenn Guthaben vorhanden ist.

Du musst zudem mindestens 18 sein, um eine eigene Kreditkarte zu bekommen. Unter 18 geht es nur, wenn die Karte zu dem Konto deiner Eltern gehört, diese müssen dem natürlich zustimmen und ist nur im Ausnahmefall von der Bank erlaubt (beispielsweise das beliebte Auslandsjahr). Auch bietet jede Bank andere Kreditkarten mit verschiedenen zusätzlichen Leistungen an. Einige Kreditkartenmodelle sind zum Beispiel Mastercard, Visacard, Barclaycard und viele mehr.

Mit einer Kreditkarte kann man auch online bezahlen, indem man seine Daten (Name, Kartennummer sowie der Sicherheitscode auf der Rückseite der Karte) hinterlegt. Ab 2021 sind Onlinehändler zudem verpflichtet, ein weiteres Identifizierungsmerkmal beim Zahlen mit einer Kreditkarte abzufragen. Bei den Sparkassen funktioniert das über die S-Ident-Check App, bei den Volksbanken läuft es über Mastercard-Identy-Check oder Visa-Secure (auch als App erhältlich).

Meistens nutzen Online-Plattformen diesen Service.

Du kannst aber auch deine Kreditkarte bei Paypal hinterlegen. Für den Zahlungsempfänger besteht eine hohe Zahlungssicherheit, da der Betrag auf der Kreditkarte “reserviert” wird. Aber was ist nun, wenn jemand unberechtigt abbuchen will oder ich zum Beispiel meine Ware nie erhalten habe? Dann kann man eine Zahlungsreklamation machen. Der Herausgeber der Kreditkarte überprüft die Zahlung und erstattet dir je nachdem den Betrag.

Fazit

Die Kreditkarte ist gerne gesehen und hat auch eine hohe Sicherheit. Du solltest aber immer vorsichtig sein, wo du deine Kreditkartendaten angibst!
Wenn du das Gefühl hast, dass jemand deine Daten missbraucht, denn direkt bei deiner Bank anrufen und die Karte sperren lassen. Dies geht auch über der Sperrhotline 116 116.

Und was soll ich nun nutzen?

Am Ende muss es jeder für sich entscheiden. Ich persönlich nutze Paypal meistens für alle Onlinekäufe innerhalb von Europa, meine Kreditkarte für die anderen Buchungen. Und wenn man doch mal was über einen anderen Cosplayer, zum Beispiel bei Instagram, kauft, nutze ich gerne Überweisung.
Warum ich das so splitte? Ich nenn es persönliche Erfahrung, denn nur weil man bei einer Bank arbeitet und mit den ganzen Verfahren vertraut ist, heißt es nicht, dass man vor Betrug sicher ist. Und leider ist mir dies bis auf bei Überweisungen schon immer einmal passiert. Daher, egal wofür ihr euch entscheidet: Habt immer ein Auge auf eure Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen!

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Cosplay neben Schule, Arbeit und Studium – Stress pur oder wie funktioniert das?

Hey! Ich bin Theresa aka „Roxarlice_cosplay“, wohne in Hannover und cosplaye seit 2018. Dabei bin ich hauptsächlich im Bereich Fantasy, DC und Disney unterwegs. Im real life studiere ich Tiermedizin und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte.

Dieser Gastbeitrag wurde von Theresa geschrieben.
Du kennst Theresa noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: roxarlice_cosplay

Zuerst einmal: Cosplay ist nicht nur wahnsinnig zeitaufwendig, sondern kann auch sehr teuer werden. Wir alle lieben es und wollen es vermutlich auch nicht mehr missen.
Doch wer hat sich nicht schon einmal gefragt, welche Rolle das Cosplayen neben der Schule, Arbeit oder dem Studium spielt und wie es untergebracht werden kann?

Das betrifft natürlich all diejenigen, die Cosplay hobbymäßig betreiben. So wie ich. 🙂
Ich bin in einem zeitraubenden Berufsfeld tätig – sowohl meine Arbeit, als auch mein Studium sind auf mehreren Ebenen äußerst fordernd. Aufgrund dessen habe ich nach Wegen suchen müssen und auch wollen, dieses Hobby perfekt zu integrieren. Ohne, dass es mich einschränkt oder schlaucht.
Ich möchte euch Tipps geben, die auch mir geholfen haben, Freizeit und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Ohne, dass eins von beidem oder gar man selbst darunter leidet.

Fotograf: cosplayppl

Klarheit schaffen!

Wir – die Hobbycosplayer unter uns – müssen uns zu allererst der Wahrheit stellen: so sehr wir das Cosplayen auch lieben, so sehr es uns erfüllt, es ist hinter der Schule, dem Job oder unserem Studium einzuordnen. Denn auch wenn wir noch zur Schule gehen oder studieren, ist das in dem Moment unser Beruf.

Auch Cosplay möchte finanziert werden, egal ob gekauft oder selbst gemacht, ob Make Up, Kontaktlinse oder ganzes Outfit. Alles will bezahlt werden! Die Fahrt zur Con, die Unterkunft vor Ort, die Convention selbst… Die Liste der Ausgaben ist schier unendlich lang – die Liste der Einnahmen durch das Cosplayen jedoch klein. (Es gibt gewiss immer Ausnahmen!).
Auch wenn ihr das Ziel anstrebt, euren Lebensunterhalt mit Cosplay zu finanzieren, so will dies erst erreicht werden.

Was können wir also tun, um uns finanziell besser zu orientieren und uns nicht zu ruinieren?

Mein erster Tipp lautet: arbeitet nicht an mehreren Cosplays gleichzeitig, sondern konzentriert euch auf ein Cosplay. So habt ihr einen besseren Überblick, was noch erledigt werden muss, man kommt nicht so schnell durcheinander und es schont natürlich den Geldbeutel. Fertigt euch gerne eine Liste an, auf der ihr notiert, was ihr für eure Cosplays noch benötigt und was ihr schon beisammen habt. Dafür gibt es auch Apps, die euch dann anzeigen, zu wie viel Prozent euer Cosplay abgeschlossen ist.

Zweiter Tipp: Erstellt für jedes eurer Cosplays eine Ausgabenliste, in der ihr alle Dinge auflistet, die ihr dafür bezahlen müsst. Nehmt in dieser Liste wirklich alles auf – von winzigen Accessoires wie Ringe, Ketten, Ohrringe, über Zubehör für das Perücken-Styling, bis zu möglichen Make Up Neuanschaffungen. So habt ihr a) die volle Kostenkontrolle und könnt direkt sehen, wie viel euch das Cosplay insgesamt kosten wird und könnt b) teurere Cosplays nach hinten schieben, um darauf zu sparen.
Falls ihr euch dennoch an mehrere Cosplays gleichzeitig wagen wollt, dann setzt Prioritäten und entscheidet euch besser für ausgeglichene Mischungen aus teuer & nicht teuer, sowie aufwendig & weniger aufwendig. Das ist dann besser überschaubar, als würdet ihr beispielsweise zwei aufwendige Kleider zur selben Zeit nähen oder zwei Cosplays kaufen wollen, für die ihr Echthaar-Perücken kauft.

Dritter und letzter Tipp: Generell lohnt sich immer der Vergleich zwischen gekauft und selbst gemacht. So lässt sich auch Geld sparen, wenn man beispielsweise Dinge selbst macht, anstelle sie zu kaufen oder umgekehrt. Gekauftes spart natürlich Zeit. Achtet beim Kauf aber bitte auf die Qualität und auf eventuell vorhandene Bewertungen. Fragt hierzu gerne andere Cosplayer um Rat. 🙂

Fotograf: derherrmeyer

Hier mein Survival Guide für den alltäglichen Cosplay Dschungel 😉

Lösungsansätze für jedermann

Ich hatte es schon erwähnt, aber man kann es nicht oft genug sagen: Cosplay ist super zeitintensiv!
Deshalb gilt: Zeiteinteilung ist das A & O !
Wie ihr eure Zeit verplant, ist natürlich individuell abhängig, aber diese Planung kann euch vor unnötigem Stress und Zeitdruck bewahren.

Stellt euch vor, ihr habt euch nach der Schule, Arbeit oder der Uni ein Shooting vorgenommen. Ihr kommt nach Hause und stellt fest, dass ihr nur noch wenig Zeit habt, euch fertig zu machen und vorzubereiten. Da ist Stress vorprogrammiert! Man verfällt in Hektik, wird super ungeduldig mit sich selbst, alles geht schief. Bei mir äußert sich das immer darin, dass ich ungefähr dreimal so lang benötige, um meine Kontaktlinsen einzusetzen. Das Shooting in letzter Minute abzusagen, weil das Make Up nicht gelingt oder die Perücke nicht sitzt, ist dann natürlich auch für euch und für die Fotografin/ den Fotografen kein wünschenswertes Ergebnis.
Ich will sagen: plant bitte immer genug Zeit ein, sodass ihr gar nicht erste in diese Negativspirale gelangt. (Ihr wisst selbst am Besten, wie viel Zeit ihr für welchen Charakter benötigt.)
Legt das Shooting lieber auf einen Tag, an dem ihr auch sicher absehen könnt, dass ihr pünktlich Zuhause sein werdet. Oder wählt eine Uhrzeit, die für euch bequem ist.

Ihr tut euch und dem Fotografen gewiss keinen Gefallen, wenn ihr genervt und abgehetzt ankommt…

Ein weiterer Punkt ist die Akzeptanz und Unterstützung von euren Liebsten. Zumindest für diejenigen unter uns, die sich gerne unterstützen lassen möchten.
Vielleicht kennt ihr jemanden, dessen Leidenschaft oder Talent ihr in eure Cosplay-Arbeit einbauen könnt. 🙂 Es könnte eine “Win-Win“ Situation werden. Ihr werdet entlastet, und bezieht andere Personen in eure Freizeit mit ein, mit denen ihr mehr Zeit verbringen könnt und die bestimmt auch Spaß daran haben werden, euch zur Hand zu gehen. Sprecht darüber! Fordert euch Unterstützung ein, wenn ihr mögt – sei es im Bereich Social Media, Bildbearbeitung, Nähen von Kostüme, Perücken-Styling etc.

Gerade in einer Partnerschaft kann es doch zusätzlich belastend sein, wenn ein Partner neben der Arbeit/ dem Studium noch ein zeitraubendes Hobby betreibt – es könnte eine Möglichkeit sein, dieses Hobby zu teilen.
In diesem Fall ist es auch wieder ein könnte. Einige werkeln lieber alleine an ihren Cosplays und das ist auch völlig in Ordnung!

Für Cosplayer, die jedoch nicht alles alleine machen können/wollen, kann es eine wunderbare Lösung sein, sich insbesondere in den eigenen Schwachstellen unterstützen zu lassen.

Cosplay während der Schulzeit oder im Studium

Die Schule (speziell wenn auf das Ende der Schulzeit zugeht) oder ein Studium fordern bekanntlich hauptsächlich unser Gehirn. Auch wenn hin und wieder Praktika stattfinden, um uns auf das Berufsleben vorzubereiten. Aufgrund dieser Tatsache bietet es sich an, sich auch körperlich auszulasten, zum Beispiel in Form von Shootings oder der Besuch von Cosplaytreffen und Conventions, um das Gehirn kurzzeitig ruhen zu lassen. Auch hier gilt wieder: das Zeitmanagement im Blick zu behalten, damit das Lernen für die Uni nicht in den Hintergrund rückt.

Es macht durchaus Sinn, sich einen strukturierten Zeitplan zu erstellen. Kennzeichne dort farblich, wann Referate zu halten, Hausarbeiten o.ä. abzugeben sind und wann für Klausuren zu lernen ist. So wird auf den ersten Blick deutlich, welche Wochen ausschließlich für die Schule/Uni verplant sind und welche für das Cosplayen frei verfügbar sind.

Die wirkliche Freizeit bleibt klar erkennbar und kann für Shootings, Arbeit an neuen Cosplays etc. viel leichter verplant werden.
Zum Thema Semesterferien: diese sind nicht immer gleich bedeutend mit Freizeit. In meinem Studiengang beispielsweise werden immer Klausuren geschrieben. Damit möchte ich nur noch einmal zum Ausdruck bringen, dass ein farbiger Zeitplan einen besseren Überblick ermöglicht, um Studium und Cosplay unter einen Hut zu bringen.

Cosplay im Beruf

Es gibt ja so viele verschiedene Berufe und kein Patentrezept, wie man davon am besten abschaltet. Dieses Abschalten kann in Form von Sport oder Musik geschehen. Aber selbstverständlich auch in Form des Cosplayens, so wie wir alles es tun.
In meinem Job als Tiermedizinische Fachangestellte war ich den ganzen Tag auf den Beinen und immer froh, mich abends hinsetzen und über meinen Cosplays brüten zu können. Die Shootings habe ich dann lieber auf das Wochenende oder in meinen Urlaub gelegt. Aber da entscheidet ihr natürlich selbst, was für euch am sinnvollsten erscheint.

Im Grunde genommen geht es darum, einen Ausgleich zu finden.
Es ist ein Wechselspiel zwischen psychischer und physischer Belastung. Man sollte die Waage finden, sich in beide Richtungen auszulasten aber nicht zu belasten. Ein Hobby sollte schließlich Spaß machen und uns nicht zusätzlich überfordern.

Es könnte also so funktionieren: arbeitet ihr in physisch fordernden Berufen, bietet es sich an, sich hinterher entspannt zu setzen und den Kopf arbeiten zu lassen. Das betrifft dann beispielsweise die Planung für anstehende Conventions, Skizzen für die nächsten Cosplays anzufertigen, Materialen zu bestellen, Bilder zu bearbeiten…
Verrichtet ihr jedoch hauptsächlich sitzende Tätigkeiten, dann ist es von Vorteil, sich nach der Arbeit mehr zu bewegen und aktiv an den Cosplays zu arbeiten und zu werkeln.

Aber: Wenn ihr nach anstrengenden Tagen oder sogar Wochen keine Lust oder Kraft habt, an euren Cosplays zu arbeiten, dann ist das so. Hört auf die Signale eures Körpers und akzeptiert sie.
Es sollte auch auf gar keinen Fall unter Zwang an den Cosplays gearbeitet werden, nur weil man den Drang hat, unbedingt das nächste “abzuliefern.“

Wie nochmal?

Selbst wenn unsere Freizeit teilweise stark begrenzt ist, ist dies kein Grund, unser geliebtes Hobby zu vernachlässigen oder gar an den Nagel zu hängen.
Die richtige Organisation wird groß geschrieben – auch wenn es auf den ersten Blick noch aufwendiger erscheint, wird es am Ende alles erleichtern und vor Chaos und Zeitdruck schützen.

Letztendlich entscheidet ihr selbst, wie viel Zeit ihr in euer Hobby investieren mögt. Aber egal ob es viel oder wenig ist: Der Spaß daran sollte an erster Stelle stehen.
Ich lese oft genug, wie einige sich auf Social Media Seiten dafür entschuldigen, dass sie zu viel zu tun haben und eine Zeit lang kein neues Bild hochladen können. Das ist super lieb gemeint, aber nicht notwendig! Es ist nett, wenn ihr eure Follower auf dem Laufenden haltet, aber bitte entschuldigt euch nicht für euer Leben. 😉

Der Balanceakt zwischen Berufung und Hobby erfordert unsere Konzentration und Koordination, aber ich bin sicher ihr schafft das!

Tausend Dank an SajaLyn, dass ich diesen Beitrag schreiben durfte. Danke auch an Ladyunakatcosplay für die Unterstützung und das Korrekturlesen. 🙂

Fotograf: d.brueller

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Cosplays kaufen auf Aliexpress

Hallo lieber Leser von SajaLyns Blog! Ich bin Sky von skysheaven und wie viele andere in der Cosplayszene kaufe ich gut und gerne mal ein Cosplay.

Dieser Gastbeitrag wurde von Sky geschrieben.
Du kennst Sky noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: skys_heaven

Ich greife dabei unglaublich gerne auf Aliexpress zurück und das schon seit meiner Anfangszeit. Ich merke immer wieder, dass einige auf Probleme mit der Seite stoßen. Das hat sich mit den Jahren zwar schon gebessert, aber ich lese des Öfteren noch auf Portalen wie Facebook, dass die Leute mit dem System leider nicht zurechtkommen.
Aus diesem Grund möchte ich dir das Kaufen auf Aliexpress etwas näherbringen und dir auch Bedenken beim Kauf nehmen.

Ich selbst kaufe dort bereits seit 2015. Darunter auch Alltagskleidung oder Merchandise. Insgesamt 28 Cosplays, 25 Perücken und 9 Paar extra angefertigte Schuhe haben darüber schon den Weg zu mir gefunden. Und in den meisten Fällen verlief dies ohne Komplikationen und zu meiner vollen Zufriedenheit.

Bewertungen sind nicht alles

Wie das funktioniert hat, ist ganz einfach. Ich suche mir mein Cosplay über genaue Schlagwörter, am besten in Englisch, und studiere dann alles zum Produkt. Ja, natürlich fällt mein Blick auch auf die Bewertungen des Shops und des Produkts. Aber was, wenn da nichts ist?

Keine Panik! Denn nur, weil ein Händler noch nicht so viele Bewertungen hat oder das Produkt keine aufweisen kann, heiß das nicht, dass es riskant ist, zu kaufen. Ein Shop kann nur wachsen und bewertet werden, wenn dort auch gekauft wird. Jeder fängt klein an! Also vergleiche das Angebot mit den von anderen Händler.
Selten bietet nur ein Shop das Cosplay an. Schau dir Beschreibung, Produktbilder und Preise an. Und lese auch direkt auf der Händlerseite die Bewertungen zu anderen Produkten durch. Dort hast du sogar die Möglichkeit die Bewertungen nach Land zu sortieren und dir nur deutsche Bewertungen anzeigen zu lassen.

Aber ja, manchmal muss man auch Risiken eingehen und ich wurde bisher nicht enttäuscht!
Es gibt dort sogar Händler, die dir auf Anfrage auch Schuhe oder vielleicht sogar Cosplays anfertigen die nicht im Sortiment sind. Ich selbst habe es noch nicht in Anspruch genommen, aber es wurde mir über die Jahre mehrfach angeboten.

Nur wer fragt, dem kann geholfen werden

Deswegen solltest du auch unbedingt die Möglichkeit nutzen, mit dem Händler in Kontakt zu treten. Oft schreibe ich den Händler vor dem Kauf an und kläre Fragen ab. Gerade was die Größen oder Maßanfertigungen, gerade auch bei Schuhen, angeht. Oder vielleicht auch, was alles beinhaltet ist oder wie ich bestimmte Accessoires dazu erwerben kann. Die meisten Händler dort sind sehr nett und zuvorkommend.

Auch während des Versandvorganges kannst du dich bei Rückfragen an den Händler wenden. Sie helfen meist gerne weiter, weil sie wollen, dass du zufrieden aus dem Kauf gehst und vielleicht sogar eine Empfehlung aussprichst.

Die Sache mit dem Käuferschutz

Ich lese auch sehr oft, dass die Leute mit der Zahlung und dem Käuferschutz auf Aliexpress nicht zurechtkommen. Dabei ist so einfach!
Du hast verschiedene Möglichkeiten deine Bestellung zu zahlen. Ob nun BankTransfer (Onlineüberweisung), Rechnung, Sofortüberweisung, WebMoney oder Kreditkarte, du hast IMMER einen Käuferschutz.

„Gibt’s da kein Paypal?“ – Doch! Aber nicht alle Händler akzeptieren diese Zahlungsmethode und wenn, dann fallen meistens Gebühren für dich an. Jedem natürlich selbst überlassen, aber ich garantiere dir: Du brauchst Paypal in diesem Fall nicht!

Der Käuferschutz von Aliexpress funktioniert sehr einfach. Nachdem du etwas gekauft hast und dies auch bestätigt wurde, kannst du auf deinem Profil die Bestelldetails einsehen. Dort siehst du unter dem Status einen Countdown, meist in rot, ablaufen. Zuerst einen relativ kurzen, in den meisten Fällen 7 bis 14 Tage. In dieser Zeit muss der Händler das Cosplay verschicken. Ist dies nicht der Fall, wird der Kauf automatisch abgebrochen und du bekommst dein Geld zurück.
Wird das Cosplay fristgemäß versandt, startet ein neuer Countdown. Dieser ist meist bis zwischen 60 bis 90 Tage lang. Warum? Die Versandzeit aus Asien beträgt im Normalfall 4 bis 6 Wochen. Da es aber durch Zoll u.ä. zu weiteren Verzögerungen kommen kann, ist die Frist oft etwas länger angesetzt.

Handeln statt abwarten

Und jetzt kommst du! Denn es liegt an dir, was passiert. Innerhalb dieser Zeit hast du Gelegenheit zeitnah Versandprobleme oder Fehler am Cosplay zu melden. Sobald der Countdown abgelaufen ist, hast du nur noch 15 Tage Zeit, um Probleme zu melden. D.h. wenn dein Cosplay nicht ankommt, hilft es dir nicht, random Personen auf Facebook um Hilfe zu fragen.
Frag den Händler direkt über das Kontaktformular oder öffne einen Streitfall! Genauso falls Mängel vorliegen sollten oder etwas nicht der Beschreibung entspricht oder sogar fehlt.

Bisher musste ich das noch nicht oft tun. Doch die paar Mal, als ich eine Rückerstattung oder Teilerstattung gefordert habe, wurde mir diese umgehend zugesprochen. Natürlich solltest du bei Mängeln diese, wenn möglich, fotografisch festhalten. Dir hilft auch zum Beispiel der Gesprächsverlauf mit dem Händler, sollte das Cosplay nicht der Maßtabelle entsprechen. Nur so kann Aliexpress die Situation komplett bewerten.

Lieber direkt im Shop oder auf Aliexpress?

Vielleicht ist dir bekannt, dass es Shops wie Uwowo oder DokiDoki Cosplay auch auf Aliexpress gibt. Nein? Jetzt weißt du es!
Warum ist das interessant?
Ich persönlich bevorzuge es über Aliexpress zu kaufen, weil dort, wie eben erwähnt, der Käuferschutz einfach besser ist und ich einen sehr guten Überblick über meine Bestellung habe. Außerdem reagieren dort die Händler schneller und besser auf Anfragen. Alles läuft über die Seite und du hast es auf einen Blick. Du benötigst also keine Servicemail und wartest dann ewig auf eine Antwort, die dir dann vielleicht nicht gefällt. Auf Aliexpress klären sich Dinge meist innerhalb von ein paar Stunden. Über Paypal hatte ich da leider schon mehr Ärger und bin am Ende auf den Kosten sitzen geblieben. Deswegen suche ich auch zukünftig immer erst auf Aliexpress bevor ich bestelle.

Du bezahlst über Aliexpress auch nicht unbedingt mehr, auch wenn die Produkte dort meist teurer sind. Dort werden einfach nur die Versandkosten nicht separat ausgewiesen, was es für den Käufer attraktiver machen soll. Wenn du Glück hast, bekommst du es dort sogar günstiger. Also gerne erst einmal in Ruhe suchen und vor dem Kauf vergleichen.

Meine Erfahrung

Zum Schluss möchte ich noch kurz etwas zur Qualität meiner dort bisher erworbenen Cosplays sagen. Was Stoffe und Verarbeitung angeht, konnte ich mich nie beschweren. Kleinteile oder Knöpfe mussten vor dem ersten Tragen manchmal zwar schon neu angebracht werden, aber das sehe ich jetzt nicht allzu kritisch.
Ich musste bisher nur wenig Cosplays umarbeiten und dann auch nur, weil sie größentechnisch nicht gepasst haben oder der Schnitt meiner Figur nicht geschmeichelt hat.

Bei Schuhen bin ich immer vorsichtiger und schaue mir gerne Bewertungsbilder an, da diese oft sehr billig und instabil verarbeitet sind, aber nicht gerade wenig kosten.
Von 9 Paar Schuhen war jedoch nur eines nach einmal tragen unbrauchbar und musste entsorgt werden. Die anderen trage ich teilweise heute noch. Gerade von meinen Schuhen für Eli – 7 Lucky Gods und Rikku war und bin ich immer noch begeistert.

Wie du siehst ist Aliexpress eigentlich nicht schwer zu verstehen. Es liegt einzig an dir Kontakt aufzunehmen und alles im Auge zu behalten. Dann kann das shoppen dort großen Spaß machen!

Händlerliste

Hier findest du eine Auflistung einiger Händler, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe:

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