All About Cosplay – 007 Posieren wie James Bond

Du willst schöne Fotos von dir in deinem Cosplay? Aber wenn du vor der Kamera stehst, dann weißt du nicht was du machen sollst?
Kein Problem! In dieser Podcast Episode beschäftigen wir uns ausschließlich mit Posing für Anfänger!

Mit unseren Tipps & Tricks klappt es auch bei dir!

Wohin mit deinen Händen – Bildgalerie

In Bewegung – Bildgalerie

How To Hairlip – Wie du ohne Hilfe deine Haare dynamisch in Szene setzt

Du hast noch nicht genug? Dann kann ich dir folgende Blogeinträge empfehlen:
Dynamische Cosplayfotos – Tipps & Tricks
How to hairflip – Wie du ohne Hilfe deine Haare dynamisch in Szene setzt

In 3 Schritten zu besseren Cosplay Fotos
Mimik – Hebe deine Cosplay Fotos durch Emotionen auf ein neues Level!
Vorlagen & Inspirationen zu deinem Cosplay Fotoshooting

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos


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All About Cosplay – 006 Make Up

Make Up ist ein wichtiger Bestandteil beim Cosplayen. Doch leider wird genau dieser Part besonders von Anfängern oft unterschätzt. Warum Make Up so wichtig ist, auf was du auf keinen Fall verzichten solltest und warum grade ein No-Make-Up Look besonders viel Make Up benötigt hörst du in dieser Episode.

Nicht nur Anfänger unterschätzen die Magie von Make Up, damit dir das nicht passiert empfehle ich dir ebenfalls meinen Blog Eintrag zu lesen. Dort zeige ich dir anschaulich welchen Unterschied Make Up machen kann:
Die Essenz ist: Benutzt Make Up für eure Cosplays – ein Aufruf

Du willst einen Einblick in die Arbeit mit Bodypaint erhaschen?
Dann schau mal hier:

Bodypaint Tutorial: Emily aus Corpse Bride
Bodypaint Tutorial: Sally aus The Nightmare Before Christmas


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Faschingskostüme können auch Cosplays sein!

Heute wage ich mich mal wieder an ein eher umstrittenes Thema: Faschingskostüme als Cosplays!
Der ein oder andere Profi-Cosplayer wird jetzt entsetzt die Hände auf den Tisch schlagen und ausrufen: „Wie kann sie nur! Warum wagt sie es unser Hobby in den Dreck zu ziehen?!“

Na, eben weil ich es kann und weil Faschingskostüme meiner Meinung nach nicht zwangsläufig eine Abwertung eines Cosplays bedeuten müssen. Aber mal zurück auf Anfang.

Was sind eigentlich die Kernunterschiede zwischen Cosplay und Fasching?

Fasching ist an einen festen Zeitraum gekoppelt, gehört zur deutschen Kultur irgendwie dazu und findet in einem festen Rahmen statt. Die Kostüme sind meistens eher allgemein gehalten: also eine Prinzessin, eine Biene, ein Fuchs, …

Cosplay wiederum ist quasi das ganze Jahr über und zeichnet sich dadurch aus, dass man gezielt Charaktere aus Film,Buch, Spiel, Comic, usw. darstellt.
Soweit so gut: also Anna aus Disney’s Frozen, die Biene Maja, Nick Wilde aus Zootopia, …

Was ist also, wenn ich mich entscheide zu Fasching als Disney Prinzessin, sagen wir Schneewittchen, zu gehen? Bin ich dann schon Cosplayer? Vermutlich nicht.
Wenn ich aber Cosplayer bin und mich dann entscheide als Schneewittchen Fasching zu feiern, bin ich dann immer noch Cosplayer? Oder verliere ich meinen Status als Cosplayer in dem Moment, indem ich am Karneval teilnehme?

Unterm Strich liegt die Unterscheidung doch auf der Hand

Wenn du dich als Cosplayer siehst, dann bist du Cosplayer. Egal ob du jetzt ein selbstgemachtes Kostüm oder ein gekauftes aus einem Karnevalsshop trägst.
Ja, auch ein Faschingskostüm kann super als Cosplay aussehen! Du glaubst mir nicht? Dann möchte ich dir einige Beispiele zeigen.

Hättest du gewusst, dass diese drei meiner Cosplays eigentlich Faschingskostüme sind?

Gerade mit etwas Upcycling, wie hier bei Sally aus The Nightmare Before Christmas, lässt sich durchaus aus einem Faschingskostüm ein praktisches Cosplay zaubern.

Und am Ende ist es doch eigentlich auch egal. Wir alle wollen doch nur unseren Lieblingscharakteren für wenigstens einen Tag einen kleinen Schritt näher sein.
Also hab Spaß und vielleicht besteht ja dein nächstes Cosplay tatsächlich aus einem Faschingskostüm 😉

Du bist Anfänger oder interessierst dich für Cosplay? Dann hör doch mal in meinen Cosplay Podcast rein!
Besonders diese Episode könnte für dich interessant sein:
All About Cosplay – 001 Das erste Cosplay

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All About Cosplay – 001 Das erste Cosplay

Endlich hast du beschlossen, dass du auch Cosplayer sein möchtest. Und jetzt? Wie fängst du an und was musst du alles beachten?
In dieser Podcast Episode sprechen Philipp und Sajalyn über die verschiedensten Aspekte rund um dein erstes Cosplay. Hör mal rein!

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Cosplay Fotos mit Ausdruck: Mimik bewusst beim Posing einsetzen

Welche Grundlagen du beim Posing beachten solltest, habe ich dir bereits in dem Beitrag In 3 Schritten zu besserem Cosplay Posing erklärt. Nun, möchte ich dir einige Tipps mit auf dem Weg geben, wie du durch passende Mimik deine Cosplayfotos auf ein neues Level hebst!

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 01.03.2026 aktualisiert.

Deine Mimik ist wichtig

Wir Cosplayer lieben Fotos! Damit es uns nicht langweilig wird, sollten diese Cosplayfotos natürlich langfristig möglichst abwechslungsreich sein. Dabei hilft nicht nur eine Vielzahl an unterschiedlichen Posen, sondern eben auch das, was sich in unseren Gesichtern abspielt.

In werde ich dir keine Anweisungen geben, welcher Gesichtsausdruck besonders gut zu welchem Charakter passt. Auch werde ich dir nicht sagen, wie du welchen Gesichtsmuskel bewegen musst. Stattdessen werde Ich dir Tipps geben, wie du die gewünschte Mimik erzeugen kannst. Welche Methoden helfen können, um authentische Emotionen hervorzurufen, um sich dieser beim Posing zu bedienen.

Vorher möchte ich dir noch verraten, warum ich immer wieder versuche mit meiner Mimik zu spielen!

Schau dir doch mal die nachfolgenden drei Fotos an. Du siehst drei völlig verschiedene Cosplays vor drei sehr unterschiedlichen Hintergründen. Dennoch habe ich für diese Cosplays dieselbe Pose genutzt. Die Pose unterscheidet sich in der Umsetzung kaum nennenswert voneinander. Mit Hilfe der Mimik habe ich der Pose aber jedes Mal eine leicht andere Stimmung vermittelt.

Während die Pose bei Catra (Links) eher verschmitzt und berechnend wirkt, so wirkt sie bei Ai (Mitte) sanft. Prinzessn Peach (Rechts) unterscheidet sich nur dezent von Ai, aber dennoch spürt man, dass Ais Lächeln sanfter ist. Peach lächelt merklich herzlicher.

Jeder empfindet Emotionen anders und drückt sie auf unterschiedliche Art und Weise aus. Beim Posing mit Mimik zu arbeiten, kann für den ein oder anderen zunächst einmal eine Überwindung sein. Besonders starke Emotionen auszudrücken, ist ungewohnt und es fällt einem schwer für sich selbst zu beurteilen, ob die Umsetzung gelungen ist.

Sylvie – Loki (2021)

Lesetipp: Der ultimative Posing-Tipp: Körperhaltung & Körperspannung

Welche Emotion möchtest du erwecken?

Überlege dir zunächst, welchen Gesichtsausdruck du zum besten geben möchtest. Überlege vorab auch, welches Posing zur gewünschten Emotion passen würde. Gehe in dich und konzentriere dich auf Dinge, wie etwa ein Ereignis, das dieses Gefühle bei dir hervorruft. Während du also an dieses Ereignis denkst, gibst du dir die Chance die damals empfundenen Gefühle erneut abzurufen.

Am besten gebe ich dir ein paar konkrete Beispiele. Möchtest du auf deinem Foto wütend wirken, dann denke an Personen, Ereignisse oder Erinnerungen, die dich wütend machen. Konzentriere dich genau auf diese Gedanken während du in Pose stehst und in die Kamera blickst oder zum Beispiel deinen Cosplaypartner ansiehst. Oft hilft es auch, wenn du schnell in Stößen ein- und ausatmest.

Möchtest du einen zärtlichen Gesichtsausdruck, dann denke an etwas, dass du gerne hast und sogar beschützen möchtest. Mir hilft es sehr, wenn ich dabei an kleine süße Katzenbabies denke. Das lockt mir zuverlässig ein leichtes und liebevolles Lächeln auf die Lippen.

Ennui – Alles steht Kopf 2 (2024)

Weitere Methoden

Diesen Trick kannst du für jede beliebige Emotion anwenden. Dir muss lediglich etwas einfallen, an das du denken kannst, das diese entsprechende Emotion bei dir hervorlockt. Manchmal hilft auch die Erinnerung an eine Filmszene oder das Hören von Musik.

Alternativ kannst du dir auch immer Bilder von Menschen ansehen, die gerade die gewünschte Mimik zeigen. Durch das längere Betrachten der jeweiligen Emotion, kannst du diese relativ einfach spiegeln. Der Trick dabei ist, dass wir Menschen empathisch auf andere reagieren und ein intensives Betrachten eines Gesichts mit entsprechender Emotion dabei hilft, diese zu spiegeln.

Auch die Analyse von Mimik kann bei der Reproduktion hilfreich sein. Sind Menschen wütend, so kneifen sie tendenziell die Augen zusammen und pressen die Lippen fest aufeinander. Wird aus vollem Herzen gelacht, so kannst du dir sicher sein, dass auch die Augen „mitlachen“ und zu strahlen beginnen. Augen lügen nicht. Möchtest du also bewusst eine verzerrte Mimik darstellen, so ist ein wichtiger Indikator, dass die Augen eine andere Emotion preisgeben als das restliche Gesicht. Ein Lächeln wirkt nur dann ehrlich, wenn die Augen daran beteiligt sind. Eine wichtige Erkenntnis für den ein oder anderen Bösewicht, findest du nicht?

Locker bleiben!

Spiele locker mit deiner Mimik und verkrampfe nicht. Manchmal ist weniger mehr und manchmal ist auch „mehr“ mehr. Finde deinen eigenen Stil und teste dich einfach aus. Natürlich kannst du vor dem Spiegel üben, um zu sehen wie dein Gesichtsausdruck wirkt. Beim Üben kann es durchaus hilfreich sein, wenn du extreme Gesichtsausdrücke ausprobierst, um dich besser kennen zulernen. Du wirst sehen, wie sehr sich deine Cosplayfotos verändern, wenn du nur ein wenig an deiner Mimik arbeitest!

Cosplayer als Columbia aus The Rocky Horror Picture Show
Columbia – The Rocky Horror Picture Show (2019)

Weitere Beiträge zum Thema findest du hier:
category/posing-fotografie/

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Warum Make Up dein Cosplay lebendig macht

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr am Herzen liegt. Es ist ein Thema, mit dem fast jeder Cosplayer am Anfang zu kämpfen hat und das viel Raum für Interpretation offen lässt: Make Up.
Aber warum ist (mir) Make Up so wichtig?

Als ich mit Cosplay anfing, wusste ich nicht, wie ich mich schminken sollte. Mein erstes Cosplay war Kikyo aus InuYasha, ein Charakter der streng genommen kein Make Up trägt und gänzlich ungeschminkt erscheint. Wie also sollte ich das Make Up für dieses Cosplay umsetzen?

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 28.02.2026 aktualisiert.

Ich entschied mich für einen schwarzen Lidstrich über dem oberen Wimpernkranz und für schwarze Wimperntusche. Foundation nutze ich damals noch nicht, also puderte ich mein Gesicht lediglich ab. Im Alltag trug ich damals zwar bereits Make Up, aber meist nur bunten Kajal mit Wimperntusche. Für den natürlichen Look sollte das doch wohl reichen, oder?

Kikyo – InuYasha (2015)

Auf der Convention selbst fiel mir damals noch nicht auf, wie unterschiedlich Cosplayer mit Make Up umgehen. Erst als ich auf Social Media unterwegs war, wurde mir bewusst, welche Wirkung Make Up wirklich haben kann. Auch einige, weniger freundliche, Kommentare wiesen mich daraufhin, dass meine Umsetzung ihrer Meinung nach zu Wünschen übrig ließ. Also fing ich an, mich mit Make Up zu beschäftigen und auszuprobieren.

Warum du nicht auf Make Up verzichten solltest

Make Up ist eine kleine Wunderwaffe, besonders, für uns Cosplayer. Es ist ein Werkzeug, welches du nutzen kannst, aber natürlich nicht musst. Es gibt genügend Cosplayer, die aus unterschiedlichen Gründen kein Make Up tragen. Gerade bei Unverträglichkeiten, wie Allergien oder Neurodermitis ist es dir vielleicht nicht möglich dich zu schminken. Vielleicht aber möchtest du dich auch nicht schminken und entscheidest dich bewusst gegen Make Up. Das ist in Ordnung!

Solltest du dich für Make Up interessieren, dann freue ich mich, dass du diesen Schritt wagst und tiefer in die Welt der Kosmetika abtauchst. Zugegeben, so spannend Make Up auch ist, so frustrierend kann es auch sein die richtigen Produkte zu finden. Aber lass uns über die Wirkung sprechen.

Make Up in all seinen Facetten ist vielseitig und kann ganz unterschiedlich wirken, wie du selbst an den folgenden Fotos sehen kannst. Es ist ein effektives Mittel, um dein Cosplay lebendiger wirken zu lassen.

Schminke hilft dir die Vorzüge deines Gesichts auszuarbeiten und ermöglicht dir, eine eigene Interpretation des Charakters ins Spiel zu bringen. Neben der Gesamtwirkung deines Cosplays, liegt bei der Betrachtung ein besonderes Augenmerk auf deinem Gesicht. Wir Menschen lieben es andere Menschen zu betrachten und fühlen uns von Gesichtern angezogen. Da verwundert es nicht, dass ein Großteil der Wirkung deines Cosplays, eben auch durch das Make Up bestimmt wird.

Übung macht den Meister – Finde deinen Style

Bis du die richtigen Produkte für dich entdeckst, könnte es sein, dass du einiges an Geduld benötigst. Trau dich, probier dich durch und übe dich auch in Varianten. Einige Cosplayer fühlen sich am wohlsten, wenn sie versuchen möglichst nah an das Aussehen des Charakters heranzureichen. Andere lieben es, sich völlig frei und kreativ auszutoben. Wie du den Make Up Look für dein Cosplay umsetzt, ist ganz dir überlassen!

Wie du oben an meinen Fotos zu meinen Elsa Cosplays sehen kannst, war es ein Prozess, bis ich in 2019 einen Make Up Look fand, der meinen Vorstellungen entsprach und welchen ich in 2021 reproduzierte. Würde ich das Cosplay heute in 2026 erneut umsetzen, könnte es allerdings gut sein, dass ich andere Produkte nutzen und den Style leicht anders umsetzen würde.

Elsa Make Up früher vs. heute

Als ich mich zum ersten Mal in 2015 für Elsa schminkte, war mir klar, dass das reduzierte Make Up, welches ich für Kikyo gewählt hatte, für Elsa nicht passend wäre. Obwohl ich also Elsa damals bereits deutlich stärker schminkte, so unterschätzte ich weiterhin, wie viel mehr Kontrast ein Cosplay verträgt. Man möchte beinahe meinen, dass die Perücke viel vom Make Up „schluckt“. Auch bei Fotoshootings profitierst du von einem kräftigen Make Up Look.

Wie habe ich mein Elsa Cosplay Make Up weiterentwickelt?

2015 – Das erste Mal Elsa

Bei meinem Make Up von 2015, habe ich die Haut mit Puder vorbereitet, beerenfarbenen Lipgloss aufgetragen, lilafarbenen Lidschatten mit dem Schwamm des Applikators auf das bewegliche Lid angebracht, sowie schwarze Wimperntusche und Kajal für den unteren Wimpernkranz genutzt. Klingt doch eigentlich erst einmal nicht schlecht, oder?

Elsa Make Up ab 2018

Was habe ich seither verändert? Zunächst habe ich mich damit beschäftigt eine bessere Basis zu schaffen. Produkte wie Primer und eine flüssige Foundation, welche ich anschließend mit Puder mattiert habe, haben dazu beigetragen eine gleichmäßigere Basis zu schaffen. Mit Bronzer habe ich meine Wangenpartie leicht konturiert. Rouge trug dazu bei meine Wangen stärker zu betonen und den Look lebendig wirken zu lassen. Für einen etwas magischeren Touch habe ich schimmernden Highlighter auf meiner Nase sowie auf meinen Wangenknochen aufgetragen.

Für das Augen-Make-up habe ich mit unterschiedlichen Lidschatten gearbeitet und diese mit einem Blendpinsel sanft verblendet. Den oberen Wimpernkranz habe ich mit schwarzem Lidstrich eines flüssigen Eyeliner und den unteren Wimpernkranz mit Kajal verdichtet. Bevor ich ein Set fülliger künstlicher Wimpern aufgeklebt habe, habe ich meine echten Wimpern schwarz getuscht. Meine Augenbrauen habe ich in Form gebürstet, dann mit braunem Puder aufgefüllt und wieder gebürstet. Zum Schluss habe ich dann beerenfarbenen Lippenstift aufgetragen.

Cosplay SajaLyn Kritik Glow Up Elsa Frozen Arendelle Olaf's Adventures
2015 vs. 2020

Make Up ist ein Prozess

Wow, ok. Das ist plötzlich eine ganze Menge Make Up. Allerdings macht nicht unbedingt die Menge den Unterschied, sondern auch das, was du auf welche Weise betonst. Auch heute noch optimiere ich mein Make Up und nutze weitere Produkte wie Primer, Settingpuder oder Fixierspray. Im Gegensatz zu von vor ein paar Jahren, nutze ich inzwischen weniger füllige künstliche Wimpern und passe den Make Up Look fortwährend meinem sich alterndem Gesicht an.

Sicher könnte ich auch heute noch extreme Kunstwimpern tragen. Es gefällt mir an mir einfach nicht mehr. Geschmäcker verändern sich oder entwickeln sich weiter. Sei also stets offen für Veränderung und vor allem dafür deinem persönlichen Geschmack treu zu bleiben.

Vielleicht habe ich dir nun den Anstoß gegeben, dich etwas mehr mit Schminke zu beschäftigen. Tatsächlich sind auch viele Fotografen äußerst dankbar, wenn du gut geschminkt zu Fotoshootings erscheinst. Das erleichtert dem Fotografen die Retusche und er kann die Bilder effektiver bearbeiten.

Ein paar Make Up Tipps für dich

Natürlich möchte ich dir nicht nur lang und breit von Make Up erzählen, ohne dir anschließend einige ganz konkrete Tipps mit auf den Weg zu geben:

  • Eine solide Basis ist die halbe Miete. Finde eine Foundation, die zu dir und deinem Hauttyp passt.
  • Settingpuder (oder Spray) sorgt dafür, dass das Make Up ineinander „verschmilzt“. Fixierpuder (oder Spray) fixiert dein Make Up und macht es haltbarer.
  • Beim Contouring kannst du deine Gesichtszüge bewusst betonen oder sogar verändern. Nutze dunkle Töne um Schatten zu imitieren und helle Töne um Bereiche deines Gesichts hervorzuheben.
  • Betonte Augenbrauen verstärken deinen Ausdruck. Die Form der Augenbrauen ist für viele Charaktere ein markantes Erkennungszeichen.
  • Achte besonders auf dein Augen-Make-Up und passe dieses an dein Cosplay an. Künstliche Wimpern öffnen deine Augen und können ebenfalls den Ausdruck verstärken.
  • Ein Lidstrich am oberen Wimpernkranz hilft dir künstliche Wimpern optisch nahtlos zu platzieren.
  • Lippenstifte in Nude-Tönen sind eine gute Wahl für einen natürlichen Look.
Cosplayer als Alice aus dem Spiel Alice Madness Returns liegt in einem rot gefärbten Wasser und hält eine "Trink Mich" Flasche in den Händen.
Alice – Alice Madness Returns (2022)

Ungeschminkte Charaktere – eine Herausforderung

Und wie habe ich Kikyo eigentlich später erneut umgesetzt? Ich habe mich von dem Gedanken „ein ungeschminkter Charakter benötigt kaum Make Up“ gelöst. Bei Kikyo habe ich mich bei meiner erneuten Umsetzung an der Darstellung im Manga orientiert – dort wurde ein roter Lidschatten angedeutet. Dieses Detail habe ich bei meiner Umsetzung aufgenommen und damit gespielt.

Bei anderen „ungeschminkten“ Charakteren greife ich in der Regel zu Lidschatten in Nude beziehungsweise Brauntönen. Wie stark ich mich schminke oder wie auffällig die Wimpern werden, hängt dabei ganz davon ab, wie ich den Charaktere für mich interpretiere.

Auch wenn ich künstliche Wimpern für Make Up Looks unglaublich gerne benutze, so habe ich schon den ein oder anderen Charaktere ohne diese umgesetzt. Ob du Kunstwimpern nutzen möchtest, liegt natürlich ganz bei dir. Es bedarf etwas Übung sie anzukleben. Manchen hilft es eine Pinzette zu nutzen und den Kleber vorher leicht antrocknen zu lassen. Achte darauf Wimpern zu nutzen, die nicht aus hartem Plastik sind. Passe außerdem die Länge der Wimpern an dein Auge an und biege die Wimpern in Form, bevor du sie anklebst. Der Rest ist Übung!

Übrigens: Auch Männer dürfen zum Make Up greifen! Nicht nur Frauen profitieren davon.
Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps etwas weiterhelfen und bin sehr gespannt was du daraus machst!

Du bist noch relativ unerfahren im Umgang mit Make Up? Dann sind folgende Beiträge für dich sicher spannend:
Cosplay Makeup 101 – Die Base
Glamour Up – Lidschatten und Highlighter intensiv in Szene setzen

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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In 3 Schritten zu besserem Cosplay Posing

Dein Cosplay ist fertig und du bist so Stolz auf dein Ergebnis, dass du es nun in Szene setzen möchtet? Aber vor der Kamera fühlst du dich unsicher? Keine Sorge! In diesem Blogeintrag zeige ich dir in drei einfachen Schritten, wie du deine Cosplayfotos auf das nächste Level bringst.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 28.02.2026 aktualisiert.

Vor der Kamera zu stehen, kann durchaus einschüchternd wirken. Mit etwas Übung gewöhnst du dich sehr schnell daran. Zunächst zeige ich dir anhand praktischer Beispiele, wie du selbst zum Posingexperten wirst. Sieh dir zu Beginn doch bitte einmal die drei unten stehenden Bilder an.

Hast du dir die drei Bilder angesehen? Ist dir eine Gemeinsamkeit aufgefallen? So unterschiedlich diese drei Bilder, Cosplays und Posen auch sind, so eint sie doch eine wichtige Gemeinsamkeit.

Körperspannung ist alles

Egal, ob du dein Cosplay im Stehen, Sitzen oder sogar im Liegen fotografieren möchtest – Körperspannung ist für gutes Posing unerlässlich. Klingt relativ einfach, oder?

Machst du Sport oder hast du in deiner Kindheit Sport gemacht, so wirst du mit der entsprechenden Körperspannung bereits vertraut sein. Wenn nicht, so ist das auch kein Beinbruch. Jeder kann lernen seinen Körper entsprechend anzuspannen. Es ist auch nicht so schwierig, mit folgenden Tipps gelingt es auch dir ganz leicht.

So geht’s: Stell dich einfach einmal gerade hin, versuche möglichst aufrecht zu stehen. Stelle deine Füße in etwa schulterbreit auseinander und drücke nun deine Schultern leicht nach hinten. Merkst du schon, dass du größer wirst und dein gesamter Körper sich aufrichtet? Gut, nun versuche noch zusätzlich deine Bauchmuskeln anzuspannen. Perfekt!

So wichtig Körperspannung auch ist, so solltest du es nicht übertreiben und verkrampfen. Spannst du zu sehr an, wirkst du steif und drückst versehentlich deine Knie nach hinten durch. So verlierst du deinen festen Stand, bekommst O-Beine und die gewünschte Wirkung verpufft. Der Trick ist, den Körper soweit anzuspannen, dass du größer wirkst, ohne zu verkrampfen. Mit etwas Übung gelingt dir das sicher mit Links!

Was die richtige Körperspannung ausmacht und wie sie aussehen sollte, kannst du hier nachlesen:
Der ultimative Posing-Tipp: Körperhaltung & Körperspannung

Liegt dir diese Art, um die gewünschte Körperspannung zu erreichen nicht, so habe ich noch eine weitere Methode für dich: Stell dir vor, dass dich jemand an deinen Haaren nach oben zieht. Da es weh tun würde, würde tatsächlich jemand deinen Körper an deinen Haaren nach oben ziehen, gibst du dieser Bewegung natürlich nach. So lange und so weit, bist du absolut aufrecht, gerade und mit Spannung stehst. Du wirkst also sofort größer und hast mehr Ausstrahlung!

Momo Ayase – Dandadan (2025)

Vorlagen & Inspirationen

Nun kennst du den Grundstein für jedes gute Posing. Aber natürlich möchtest du mehr als nur angespannt vor der Kamera stehen. Du möchtest sicher auch charaktergetreu Posen. Weißt du bereits, welche Pose zu deinem Charakter passt?

Der zweite wichtige Schritt für bessere Fotos von deinem Cosplay, ist es, vor dem Fotoshooting zu recherchieren. Informiere dich darüber wie dein Charakter dargestellt wird. Welche Mimik oder welche Gestik zeichnet ihn aus? Wie sieht die Persönlichkeit deines Charakters aus und welche Posen spiegeln diese wider?

Häufig nutze ich für meine Recherche die Plattform Pinterest und lege mir sogenannte Moodboards als Pinnwände an. Sie helfen mir, einen guten Überblick darüber zu bekommen, wie der Charaktere, den ich cosplaye, dargestellt wird. Ich speichere mir offizielle Darstellungen, Screenshots, Fotos von anderen Cosplayern und auch gezeichnete Fan-Arts ab. Also so ziemlich alles, das mir hilf passende Posen oder Fotoideen für meinen Charakter zu finden.

Ich nutze diese Bilder als Vorlagen und zur Inspiration. Beim nächsten Shooting weiß ich dann zum Beispiel, dass Toga Himiko sich häufig mit den Händen ins Gesicht fasst und verrückt grinst. Genau das, versuche ich dann bei einem Fotoshooting nachzustellen.

Je mehr unterschiedliche Vorlagen du hast, desto mehr Variation kannst du bieten. Scheu dich auch nicht davor einige Posen abzuwandeln oder dich nur ganz grob an deinen Vorlagen zu orientieren. Letztendlich sind diese nur eine kleine Starthilfe für dein individuelles Posing.

Freie Interpretation statt steife Akkuratesse

Solltest du eine Vorlage finden, die du unbedingt möglichst akkurat umsetzen möchtest, dann solltest du folgendes bedenken: Es wird dir vermutlich nur selten gelingen eine Vorlage (ohne Photomanipulation) perfekt umzusetzen. Häufig handelt es sich bei Vorlagen um gezeichnete Charaktere mit unrealistischen Körperformen oder um Fotos, bei denen mit entsprechenden Tricks gearbeitet wurde.

Auch die jeweilige Körperform oder Körperlänge des Cosplayers spielt beim Posing eine Rolle. Es gibt nur sehr wenige Vorlagen, die wirklich realistisch und akkurat in die Realität übertragen werden können. Mach dich deshalb nicht unnötig verrückt. Nutze sie als das was sie sind: Inspiration für dein individuelles Posing und nicht als steifes Rezept für ein vermeintlich perfektes Foto.

Übung macht den Meister

„Übung macht den Meister!“ – Das ist ungefähr der Satz, den niemand gerne zu hören bekommt. Aber auch beim Posing im Cosplay ist diese Aussage nur zu stimmig.

Je öfter du die Chance hast vor der Kamera zu stehen, desto häufiger übst du mit der richtigen Körperspannung, bestimmte Posen nachzuahmen. Übe ganz einfach vor dem Spiegel, nutze den Selbstauslöser oder die Timerfunktion deiner Kamera bzw. deines Smartphones oder bitte Freunde oder Familie darum, Fotos von dir in deinem Cosplay zu machen. Es wird dir mit jedem Shooting leichter fallen. Gleichzeitig lernst du dich selbst kennen und erkennst, welche Posen dir liegen, welche Winkel dir schmeicheln und ganz generell: Was dir einfach am besten gefällt!

Das war’s?

Nun hast du die drei wichtigsten Bausteine kennengelernt, die dir dabei helfen werden, noch besser vor der Kamera zu posieren. Natürlich gibt es beim Posing noch weitere Kniffe, die dir helfen werden deine Technik zu verfeinern. Aber mit diesen Grundlagen hast du das perfekte Grundgerüst geschaffen, um dich persönlich weiterzuentwickeln.

Möchtest du noch mehr über Posing lernen, dann kann ich dir noch folgende Beiträge ans Herz legen:

Und jetzt leg los und hab Spaß!

PS: Du willst mehr? Dann hör dir unbedingt meinen Podcast an:
All About Cosplay – 007 Posieren wie James Bond
All About Cosplay 049 – Selbstwahrnehmung und Fotobearbeitung
All About Cosplay 055 – Perspektivenwechsel Fotoshooting

Weitere Beiträge zum Thema Posing findest du hier:
/category/posing-fotografie/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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