Neid unter Cosplayern

“Es ist okay neidisch zu sein.”

Ein seltsamer Satz aus dem Munde eines Cosplayers, nicht wahr? In einer Community in der über Neid ungerne gesprochen wird und man sich schämen soll, wenn man so empfindet. Dabei ist Neid oftmals der wahre Grund diverser Cosplay-Dramen und ließe sich so leicht vermeiden.
Deswegen lass uns doch über dieses Tabuthema sprechen! Ist auch viel gesünder, als es totzuschweigen.

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Robin geschrieben. Du kennst Robin noch nicht?
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Es ist absolut okay und auch normal Neid zu verspüren. Deshalb ist es wichtig zu lernen, wie man am besten mit diesem Gefühl umgeht.
Dem Drang des Neids nachzugeben und über andere Cosplayer herzuziehen, gemeine Kommentare zu schreiben oder gar Gerüchte zu verbreiten, ist nicht der richtige Weg. Stell dir doch bloß mal vor, wie es wäre, wenn du an deren Stelle wärst? Sicherlich würdest du das selbst nicht mögen, dich schlecht fühlen und im schlimmsten Fall sogar psychisch darunter leiden. Oder?

Anderen Cosplayern zu schreiben, wie neidisch du bist, ist zwar ehrlich, aber bringt den betroffenen Cosplayer in eine unangenehme Situation. Wie soll er reagieren? Was könnte man auf eine derartige Aussage schon antworten? Letztendlich kann er nichts an deiner Gefühlslage ändern.
Etwas aus Wut, Neid und Eifersucht kaputt zu schlagen, ist langfristig gesehen auch keine Option und geht ganz schön ins Geld. Also was kannst du tun?

Der richtige Umgang mit dem gelben Monster

In Zeiten der Pandemie ist unsere Gemütslage besonders angespannt. Jeder hat mit seinen persönlichen Dämonen zu kämpfen, das Wetter macht uns zu schaffen und warum kann der andere Cosplayer ungehindert an seinen Kostümen arbeiten, Shootings planen und man selbst sitzt gefühlt in einer Sackgasse?
Gerade auf Social Media wird uns immer wieder ein Scheinbild der Realität vermittelt, welches negative Gefühle wie Eifersucht, Missgunst und Neid schüren kann. Es gibt gute und es gibt schlechte Tage.

An guten Tagen lassen wir einfach ein Like da und scrollen weiter. An schlechten Tagen und wenn es dich wirklich auffrisst, kannst du dir selbst drei essentielle Fragen stellen, um mit der Situation umzugehen:

Warum bin ich eifersüchtig?

Grundsätzlich ist es immer gut sich erst einmal zu fragen, warum man eine bestimmte Emotion verspürt. Das hilft dir nicht nur bei der Bewältigung der aktuellen Situation, sondern auch, dich besser kennenzulernen. Je besser du dich kennst und verstehst, desto besser kannst du die Herausforderungen des Alltags meistern.

Die Gründe deines Neids können zahlreich sein. Gerade auf Social Media äußert sich Neid häufig recht banal mit folgender Aussage: “Der Post hat so viele Likes gar nicht verdient.”
Selten ist es die bloße Like- oder Followerzahl, die der Ursprung allen Übels ist. Also anstatt beim Gedanken “unverdiente Likes” hängen zu bleiben, denke weiter und analysiere, was dich tatsächlich stört.
Ist es vielleicht ein in deinen Augen detaillierteres Kostüm, passendere Location, hübscheres Äusseres, ein begehrter Cosplaypartner oder Fotograf?
Frage dich selbst, warum du genau eifersüchtig bist und versuche deine Erkenntnis zu akzeptieren.

!Lese-Tipp: Warum Likes dich nicht glücklich machen !

Was bin ich bereit zu tun und was kann ich ändern?

Der erste und wichtigste Schritt ist getan. Du hast dich mit deinen Gefühlen auseinandergesetzt und erkannt, was der Ursprung deines Neids ist. Nun kannst du ins Detail gehen.
Hattest du den Eindruckt, dass das Kostüm des anderen Cosplayers besser oder schöner ist als deins? Dann analysiere, warum du zu diesem Eindruck gelangt bist. Ist das Kostüm deiner Meinung nach besser verarbeitet, näher am Original oder kreativer? Sind es Gesichtspunkte, die du dir für dich und deine Werke auch wünscht?
Sind es greifbare Aspekte, die man durch mehr Sorgfalt, Skill, Zeit und Geld erreicht?

Vereinfacht gesagt: Du findest das Kostüm ist aus einem passenderen, tollen und eleganten Stoff gemacht, den du dir für dein Kostüm auch wünschen würdest. Super! An diesem Punkt kannst du ansetzen und selbst Zeit, Geld und Energie investieren, um dieses Ziel zu erreichen.

Das Gleiche gilt natürlich auch für die anderen Aspekte. Denn mal Hand aufs Herz: Hast du diese Cosplayer oder Fotografen jemals direkt gefragt, ob sie mit dir zusammenarbeiten würden?
Warst du bereit den Kontakt zu suchen und etwas für deine Wunschvorstellung zu tun?
Bist du bereit für diese tolle Location zu bezahlen oder einen weiten Weg auf dich zu nehmen, um dorthin zu reisen?

Von nichts, kommt nichts.
Wenn du etwas haben möchtest, musst du auch was dafür tun. Eine bittere Pille, die du lieber früher als später schlucken solltest.

Was kann ich nicht ändern?

Du merkst, du kannst bei vielen dieser Punkte etwas tun. Du kannst aktiv werden, dein Schicksal in die Hand nehmen und wirklich etwas ändern!
Leider gibt es aber auch Gesichtspunkte deines Neids, die du nicht so einfach ändern kannst, wie zB. Alter, Körpertyp, Größe, Gesichtstyp oder oder oder.

Du kannst dich natürlich weiterhin darüber ärgern oder aber du lernst diese Fakten zu akzeptieren und machst das Beste daraus.

Aus Sicht von m2.cosplay

Mir wurde von ehemaligen Freunden immer wieder gesagt ich sei zu groß, zu fett, zu maskulin, zu hässlich und zu un-niedlich, um hübsche und ladylike Charaktere wie zB. Disney Prinzessinnen zu cosplayen. Für sie waren meine Cosplays nur gut, solange sie in der Box blieben, welche mit m2 = Crossplay & Kampfweib angeschrieben war. Alles andere wurde belächelt oder wurde mir ausgeredet. Zu dem Zeitpunkt war mir dies jedoch nicht aktiv bewusst und ich blieb in meiner Wohlfühlzone weil ich mir dachte, dass meine Freunde bestimmt recht hatten und mir nur eine Blamage ersparen wollten. Erst Jahre später nachdem ich etliche Charaktertypen gecosplayt und selbstbewusster geworden bin, ist mir aufgefallen, dass ich am meisten Kritik von diesen ehemaligen Freunden bekommen hatte, wenn ich vorhatte die selben Charaktere zu cosplayen wie sie und da ging mir ein Licht auf: Das gelbe Monster hatte hier offensichtlich zugeschlagen. Mein Cosplay Schrank ist in der Zwischenzeit jedenfalls voll mit girly Charakteren und Arielle ist einer meiner Lieblingscosplays geworden. In diesem Sinne, Cosplay ist für jeden da und schlussendlich bestimmst du was du cosplayen willst, schliesslich ist es dein Geld, deine Zeit und dein Körper.

Bei mir z.B. ist es so egal, wie viel Gewicht ich verliere und wie viele Korsetts oder Bodies ich anziehen würde. Ich würde niemals eine feenhafte Figur haben, denn mein Knochenbau ist nun mal breit.
Egal wie viel Makeup ich mir ins Gesicht schminke, ich kann meine große Nase nicht verschwinden lassen. Das sind Dinge, die ich akzeptieren musste. Aber gleichzeitig bedeuten sie nicht, dass sie “nur” ein Nachteil für mich sind. Denn genau diese große Nase ist dann wiederum perfekt für meine Crossplays wie Snape! Trotzdem kann ich Prinzessinnen und andere ladylike Charaktere cosplayen. Denn, warum auch nicht?
In diesem Sinne, tief durchatmen, das Beste draus machen und weiterscrollen.

Ein Beispiel zum Schluss: Drei Haselnüsse für SajaLyn

Ein persönliches Beispiel zum Thema wäre mein Aschenbrödel Cosplay. Ein kleiner Kindheitstraum, den ich mir erfüllt habe. Jeder, der den Film kennt und selbst daraus cosplayen möchte, weiß, dass es enorm schwierig ist einen passenden Stoff für Aschenbrödels Ballkleid zu finden. Besonders, wenn man möglichst akkurat arbeiten möchte. Aus diesem Grund hatte ich mich letztendlich für einen Stoff entschieden, der nicht screen accurate ist, dafür aber meinen Ansprüchen und persönlichem Geschmack entspricht. Das Endergebnis macht mich wirklich Stolz und ich liebe dieses Cosplay!
War ich dennoch etwas neidisch auf andere Aschenbrödel Cosplayer? Ja! Denn es gab durchaus einige, die diverse Kostümteile besser umgesetzt hatten, wie zum Beispiel Aschenbrödels Kette. Soweit kein Drama, denn ich habe das Problem erkannt, meine Kette so akzeptiert wie sie ist und mir vorgenommen, sie irgendwann zu verbessern.

Das eigentliche Neid-Problem, auf das ich hinaus möchte, war, dass andere Cosplayer einen Stoff gefunden hatten, der eher dem Original entsprach. Ich habe mich geärgert und war neidisch, dass ich nicht das Glück, die Geduld und die Möglichkeiten hatten, diesen Stoff zu finden. Ein Fakt, den ich nicht oder nur schwer ändern kann.

Was also hat mir geholfen?

Natürlich wollte ich dieses negative Gefühl schnell wieder los werden. Es sollte sich nicht mit meinem Traumcosplay verknüpfen. Deshalb habe ich versucht, mich darauf zu besinnen, was mir an meinem Kostüm oder an meinen Fotos besonders gut gefällt. Ich habe mich daran erinnert, warum ich mich für diesen Stoff entschieden und welche Begeisterung er bei mir ausgelöst hat.
Auch ein weiterer Gedankengang hat mir enorm geholfen die Eifersucht loszulassen: Würde ich diesen Stoff für mein Cosplay überhaupt wählen? Hätte ich mir den Stoff für mein Cosplay gekauft, hätte sich mir die Möglichkeit geboten zwischen diesem und meinem jetzigen Stoff zu wählen?
Ganz ehrlich? Die Antwort lautete und lautet noch immer: Nein.
Ich hätte mich höchstwahrscheinlich immer für meine aktuelle Wahl entschieden. Der andere Stoff mag vielleicht akkurater sein, aber er war weniger “SajaLyn”. Mit dieser Erkenntnis verflog der Neid fast augenblicklich.

Denn nur weil du etwas an anderen toll findest, heißt das noch lange nicht, dass du es für dich wünscht oder wünschen solltest. Zu erkennen, dass der Weg, den andere einschlagen und den ich gut finde, nicht mein eigener sein muss – das hat mir am meisten geholfen. Vielleicht hilft es auch dir?

Gastbeiträge von Robin / m2.cosplay findest du hier:
Auf der Suche nach Motivation…
Makeup Sheet
Posing Tipps für männliche Charaktere
Aber ich hab doch so ein Babyface…! – Crossplay Make Up für Frauen
Ein Bart hilft ungemein – Crossplay Make Up für Frauen
«Jetzt guck mal männlich! » – Posing Tipps für männliche Charaktere

Sicher ist auch diese Podcast Episode für dich interessant:
All About Cosplay – 018 Corona Krise

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Wenn Likes & Shares als negative Handlung aufgefasst werden…

Als ich mich zuletzt mit einer Freundin unterhalten hatte, sind wir zufällig auf das Thema “Negative Reaktionen auf Likes & Shares” gekommen. Wir beide haben bereits mehrfach die Erfahrung gemacht, dass unsere vergebenen Likes, Shares und Kommentare als negative Handlung aufgefasst wurden. Klingt seltsam, oder?
Egal wie seltsam das auch klingt, ich bin mir sicher, dass nicht nur meine Freundin und ich diese Erfahrung gemacht haben, sondern auch andere Cosplayer.

Negative Reaktionen auf Likes?

Stell dir vor, du entdeckst einen Cosplayer, den du zuvor noch nicht kanntest. Sei es, weil du bestimmten Hashtags folgst und dir sein Bild auf dem Feed angezeigt wurde oder weil du nach Cosplays zu bestimmten Charakteren gesucht hast. Du schaust dir das Instagram Profil des Cosplayers an, findest einige Bilder ganz gut, likest diese und scrollst dann weiter. Vielleicht fandest du auch ein Bild besonders gut und teilst dieses noch in deiner Story, bevor du weiterziehst.

Klingt unproblematisch, oder? Sollte es eigentlich auch sein!
Leider gibt es einige Cosplayer, die überhaupt nicht gut auf Likes, Shares, Kommentare und Co von Nicht-Followern zu sprechen sind. Besonders dann nicht, wenn du wiederholt Bilder dieser Cosplayer likest ohne diesen zu folgen. Du siehst das Problem immer noch nicht?
Dann kann ich dich beruhigen, denn für die meisten von uns existiert gar kein Problem!

Wo liegt denn dann der Hund begraben?!

Woher ich weiß, dass manche Cosplayer darin etwas negatives sehen? Na, das ist ganz einfach: Man wird direkt angeschrieben, erhält Kommentare oder hört über Freunde, dass diese Cosplayer diese Art der Interaktion nicht gut fanden.
Warum? Sie sehen darin nichts positives, solange du ihnen nicht folgst. Häufig wird es auch schimpfend als “Taktik, um neue Follower zu gewinnen” betitelt. Ist dieser Vorwurf gerechtfertigt?

Ist alles nur Taktik?

Viele Cosplayer liken oder teilen Beiträge, weil ihnen genau diese gefallen haben. Vielleicht interessiert sich der Cosplayer nur für einen bestimmten Charakter oder hat an den anderen Beiträgen keinen Gefallen gefunden? Vielleicht war der Cosplayer auf der Suche nach Inspiration und wollte dich dabei mit einem Like unterstützen? Nicht immer reichen tolle Bilder aus, um jemanden davon zu überzeugen, dir auf Instagram oder einem anderen Social Media Account zu folgen.

Aber natürlich können gezielte Likes und Shares auch Teil einer Taktik sein! Schließlich habe ich mehrfach darüber berichtet, dass gezielte Interaktion eine gute Methode sein können, um auf dich aufmerksam zu machen. Nicht zuletzt habe ich dieser Methode ein ganzes Kapitel meines Ratgebers “Instagram für Cosplayer” gewidmet.

Siehe auch: How to get famous – Eine Anleitung Teil 1
Interaktion ist das A und O
Der nächste Schritt und auch letzte innerhalb dieses Blogeintrags ist folgender: Sei aktiv und interagiere mit anderen! Du kannst gut auf dich aufmerksam machen, wenn du Beiträge von anderen Instagram Accounts likest und vor allem kommentierst.”

Aber was genau ist schlimm daran, sich einer solchen Taktik zu bedienen?
Ich habe lange darüber nachgedacht und kann dir ehrlich sagen: Ich habe nicht einen “schlimmen” Aspekt daran finden können.

Warum es nicht schlimm ist, sich einer Taktik zu bedienen.

Letztendlich schadest du niemanden, indem du mit deren Account interagierst. Ganz im Gegenteil sogar!
Viel Interaktion auf einen Account oder einen Beitrag bedeuten für den Instagram Algorithmus, dass dieser relevant und interessant ist!
Der Algorithmus belohnt den Account bzw. den Beitrag mit Reichweite.
Während du also versuchst mit Interaktionen wie Likes, Kommentare und Shares auf dich aufmerksam zu machen, fütterst du einen anderen Account mit Interaktion, die in einer größeren Reichweite resultieren kann. Natürlich nur solange du keinen Bot dafür verwendest!

Was ist ein Bot? Siehe Instagram Story Highlight “Tipps & Infos” auf meinem Instagram Profil @sajalyn

Viele deutsche Cosplayer haben oder hatten die Ansicht, dass das Streben nach Erfolg auf Social Media etwas negatives ist. Letztendlich ist es nie negativ nach Erfolg zu streben. Wichtig ist zu wissen, was man denn tatsächlich erreichen möchte und wie man das tun kann, ohne anderen dabei zu schaden.

Viele meiner kostenlosen Social Media Tipps findest du hier: category/social-media/

Vergiss aber nicht: Es ist nicht alles schwarz & weiß – nicht jede Aktion ist auch einer Taktik zuzuschreiben. Auch wenn du glaubst, dies von außen eindeutig zu erkennen.

Mich stören Interaktionen von Nicht-Followern – was kann ich tun?

Sollten dich Likes und andere Interaktionen von Cosplayern, welche dir nicht folgen, stören, dann habe ich zwei ganz konkrete Tipps für dich!
Zunächst solltest du dir allerdings selbst einen Gefallen tun und dir klar machen, warum du diese Interaktionen überhaupt als eine negative Handlung empfindest.

Liegt es überwiegend an deiner Einstellung zu den Dingen?

Versuch doch mal in Ruhe darüber nachzudenken und zu reflektieren, was diese Einstellung rechtfertigt. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass es überhaupt nichts negatives daran gibt? Vielleicht kannst du dich dann auf die positiven Aspekte wie mehr Aufmerksamkeit und verbesserte Reichweite konzentrieren?

Die Aktionen stammen von einem Bot oder einer Person, die du nicht leiden kannst?

Bist du davon aus einem der folgenden Gründe genervt:

  • Der Account verwendet automatisierte Interaktionen / einen Bot
  • Du kennst die Person persönlich und kannst sie nicht leiden
  • Der Cosplayer übertreibt es und spammt dich regelmäßig mit Likes
  • Der Account folgt dir, nur um dir wieder zu entfolgen und das in kurzen regelmäßigen Abständen

Dann hab ich den ultimativen Tipp für dich, wie du für immer Ruhe haben wirst! Ganz einfach: Benutze den Blockieren-Button!
Anstatt dich endlos über einen anderen Account aufzuregen, blockiere diesen lieber und genieße deine Zeit auf Social Media.

Grundsätzlich machen wir viel zu selten vom Blockieren-Button Gebrauch. Dabei hilft er uns dabei, unsere Zeit auf Social Media zu genießen. Schließlich würdest du auch nicht jede x-beliebige Person zu dir nach Hause einladen, oder?

Alternativ kannst du natürlich auch deinen Account einfach auf “privat” stellen. So kannst du besser kontrollieren, wer deine Beiträge liked und wer dir folgen kann.

Social Media ist nicht alles – finde deine innere Mitte!

Egal, ob du Social Media nutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, dein Hobby mit anderen zu teilen, neue Leute kennenzulernen oder gar um dir ein Business aufzubauen: Social Media ist nicht alles!

Ein ähnliches Phänomen, das mir schon die ein oder andere Konfrontation verschafft hat: Ich bin Cosplayern auf Instagram entfolgt.
Einfach so. Nicht nur einmal wurde ich deswegen zur Rede gestellt!
Und mal ehrlich, es gibt nichts, das uncooler ist, als jemanden darauf anzusprechen, warum er oder sie dir nicht mehr folgt.
Wenn dir jemand nicht mehr folgen möchte, dann lass ihn weiterziehen! Jemand, der sich nicht für dich oder deinen Content interessiert, solltest du nicht festhalten. Oder durch unangenehme Konfrontationen in Verlegenheit bringen. Besonders dadurch erreichst du nämlich das absolute Gegenteil!

Oft regen wir uns über Kleinigkeiten auf, die es gar nicht wert sind, sich damit zu befassen. Viele Cosplayer rechtfertigen und entschuldigen sich, wenn sie mal nicht posten können. Dabei gibt es so viel wichtigeres, als regelmäßig online zu posten. Also, anstatt sich über jede Kleinigkeit aufzuregen, besonders dann, wenn dir jemand entfolgt oder wenn dir jemand Likes schenkt, dir aber nicht folgt, solltest du durchatmen und lieber ein heißes Bad nehmen. Macht eh mehr Spaß!

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Folgende Podcast Episoden beschäftigen sich mit dem Thema Social Media:
003 All About Social Media
008 Das Geheimnis des Sponsorings
010 Social Media und Du – Hörerfragen
014 Was tun, wenn der Content ausgeht?

Infos zu meinem Buch Instagram für Cosplayer findest du hier: sajalyn.com/buch/

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Mental Health & Cosplay

Hallo, ich bin Grelli. Ihr kennt mich vielleicht als Grelltoffel auf Instagram. Ich bin 20 Jahre alt und cosplaye seit meinem 14. Lebensjahr. Seit ich circa sieben Jahre alt war, leide ich an einer Angststörung. Das hat sich in meinen sieben Jahren als Cosplayer natürlich auch auf das Hobby ausgewirkt und ich habe mehr als einmal mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Wie ich es geschafft habe diesen Gedanken zu überwinden und wie ich es immer wieder schaffe mich aufs Neue zu motivieren, möchte ich euch in diesem Gastbeitrag erzählen.

Dieser Gastbeitrag wurde von Grelli geschrieben.
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Wie kann Cosplayen die Psyche beeinträchtigen?

Der Druck von außen

„Du bist viel zu hässlich um den Charakter zu cosplayen!“
„Deine Skills sind nicht gut genug!“
„Was soll das denn überhaupt darstellen?“
„Das sieht ja furchtbar aus!“
„Du wirst dich eh nie verbessern! Du solltest lieber gleich aufgeben!“

Diese oder ähnliche Sätze haben viele von euch sicher schon einmal gehört. Auch mir wurde unter anderem so etwas schon an den Kopf geworfen. Vor allem zu meiner Anfangszeit als Cosplayer, als ich als 14-jähriges Küken noch keine Ahnung von Makeup, Perücken Styling oder den passenden Kostümen hatte. Diese Kommentare entmutigen! Vor allem wenn man sowieso schon mit sich bzw. seinem Selbstwertgefühl zu kämpfen hat und gerade versucht in dieser neuen, teils noch überwältigenden Welt, Fuß zu fassen.

Der Druck von innen

Die nächsten beiden Punkte kann man als Druck von innen zusammenfassen, da sie Gedanken und Probleme behandeln, die von uns selbst ausgehen. Auch wenn sie oft durch äußere Faktoren in Gang gebracht werden, spielt sich der gesamte weitere Ablauf in uns selbst ab. Je nach psychischer Gesundheit, Selbstbewusstsein und Problembewältigungsstrategien, passiert dies in einem weniger bis sehr schweren Ausmaß.  

Das ständige Vergleichen

Es ist nur natürlich sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Es ist sogar wichtig, damit wir uns weiterentwickeln können. Aber zwischen förderlichem und schädlichem Vergleichen liegt nur ein sehr schmaler Grat. Vor allem Kommentare, wie die oben genannten, treiben uns schnell in ein sehr negatives Vergleichen, in welchem wir an uns selbst ausschließlich das Negative und an den anderen das Positive suchen:
„Wäre ich doch nur größer/ kleiner/ schöner/schlanker.“
„Könnte ich nur dies und jenes so gut wie der- oder diejenige.“

Solche Gedanken kommen den meisten Cosplayern sicher bekannt vor.
Man sieht sein eigenes Cosplay und fühlt sich auf einmal so, als würde man nie das erreichen, was andere können. Egal ob es dabei um das Aussehen oder um Fähigkeiten geht.

Der Wunsch nach Perfektion

Man kann sich aber nicht nur mit anderen Cosplayern vergleichen, sondern auch mit der Figur, die man darstellen möchte. Nun werden sich manche vielleicht denken: „Aber das ist doch der Sinn am cosplayen!“. Dazu kann ich sagen: Ja und Nein.
Natürlich geht es beim Cosplayen darum, einen Charakter nachzustellen und möglichst so auszusehen wie er. Aber hier kommen wir auch schon zum springenden Punkt, denn die Betonung liegt hierbei auf möglichst.

Egal ob eine Figur aus einem Anime, Cartoon, Videospiel oder gar eine lebendige Person – es ist schier unmöglich eins zu eins so auszusehen wie sie. Es wird extrem selten der Fall sein, dass man auf einen Charakter trifft, der quasi das exakte Ebenbild von einem selbst ist. Selbst die besten Makeup Skills werden daran nicht zu 100% etwas ändern können.

Egal ob man sich nun mit anderen Cosplayern oder der Figur an sich vergleicht, es wird einem schlicht und ergreifend immer etwas auffallen was „nicht zu 100% stimmt“. Man wird immer dieses und jenes Detail besser machen können und man wird immer jemanden finden, der manche Züge besitzt, die dem Charakter mehr ähneln.

Was kann mir Hoffnung geben? – Gedankenstrudel unterbrechen

Nun muss man es irgendwie wieder aus dieser dunklen Ecke herausschaffen, um sich neu motivieren zu können und die Freude am Cosplayen wieder zu finden. Dazu ist es notwendig, die Gedankenstrudel der oben genannten Punkte zu unterbrechen. Wie das ganze aussehen kann und an welchen Anhaltspunkten man sich dabei orientieren kann, erzähle ich euch jetzt:

Worum es beim Cosplayen eigentlich geht

Natürlich ist der Grundgedanke des Cosplayens, einen Charakter oder eine Person möglichst akkurat darzustellen. Doch ist es dabei wichtig, auf welchem Stand man sich derzeit befindet?
Ist es wichtig, ob das Cosplay gekauft oder selbstgemacht ist?
Ist es wichtig, ob die Perücke perfekt gestylt und das Makeup auf dem höchsten Niveau ist?
Ist es notwendig, dass man eins zu eins so aussieht wie der dargestellte Charakter?
Auf alle diese Fragen gibt es eine einfache Antwort: Nein.

Das Schöne am Cosplayen ist, dass es eigentlich ein sehr inklusives Hobby ist. Man ist extrem frei in seiner Ausgestaltung und es ist egal, wer etwas wie darstellt. Es ist unwichtig, ob man genau denselben Körperbau, dieselben Gesichtszüge, ein gekauftes Kostüm aus dem Faschingsladen oder ein handbesticktes, selbstgenähtes hat. Wichtig ist nur eins: Der Spaß!

Jeder kann sich verbessern

Natürlich ist es völlig in Ordnung und auch normal, sich in seinem Hobby weiterentwickeln und verbessern zu wollen. Dabei ist es wichtig, sich stets ins Gedächtnis zu rufen, dass egal ob man ein Anfänger oder langjähriger Cosplayer ist, man sich immer verbessern und weiterentwickeln kann. Und zwar jeder einzelne von uns!

Ich selbst hab das am Anfang auch nicht geglaubt. Ich hatte eine so schlechte Feinmotorik, dass ich nicht einmal mit einem Lineal einen geraden Strich in mein Matheheft malen konnte. Wie hätte jemand wie ich also jemals lernen sollen sich zu schminken? Die Antwort ist: Durch Übung, Geduld und das Vertrauen in sich selbst, es schaffen zu können.

Vor allem letzteres kann sehr schwer sein. Hierbei kann ein positiver Vergleich mit anderen helfen. Viele Cosplayer haben schon einmal ein Cosplay Glow Up Bild gepostet, bei dem sie zeigen wie ihre Kostüme zu Anfang ihrer Cosplay Zeit aussahen und wie sie mittlerweile aussehen. Mir persönlich hat es sehr geholfen zu sehen, dass Leute die einmal auf demselben Stand wie ich waren, so geworden sind, wie ich einmal sein möchte.

Sich seine Fortschritte bewusst machen

-Dieser Tipp bringt eher Cosplayern etwas, die nicht mehr ganz am Anfang stehen.-

Manchmal ist es wichtig durch die eigene Bildergalerie zu scrollen und sich Bilder seiner Anfänge anzusehen. Nur um sich so einmal bewusst zu machen, wie weit man schon gekommen ist!
Oftmals fühlt man sich so gefangen, als wäre man kein Stück vorangekommen. Ein kleiner oder vielleicht auch ein großer Rückblick kann da sehr hilfreich sein, um sich zur Abwechslung mal nicht mit anderen, sondern mit sich selbst zu vergleichen. Dabei muss auch kein riesiger Sprung erkennbar sein. Selbst kleine Fortschritte sind Fortschritte! Und auch mit kleinen Schritten kommt man an sein Ziel. Es ist mit der Entwicklung beim Cosplayen das gleiche wie bei der menschlichen Entwicklung allgemein: Jeder macht es in seinem Tempo! Und das ist völlig okey!

SajaLyn’ Anmerkung: Tatsächlich ist es stets empfehlenswert, sich in erster Linie mit sich selbst, anstatt ausschließlich mit anderen, zu vergleichen. Das gibt dir einen realistischen Blick dafür, was du erreichst hast und was du noch erreichen wirst. Du vermeidest so, dich in unrealistische Erhaltungswartungen und negative Gedankengänge zu stürzen.
Siehe auch: Du wirst nicht besser, wenn du die Kritik anderer nicht annimmst! Oder?

Und zu guter Letzt…

Eine Pause einlegen

Wenn man merkt, dass einem für die genannten Tipps bereits die Kraft oder die Motivation fehlt. Wenn man sich auch zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorstellen kann, dass diese Tipps etwas bringen werden, kann man natürlich immer eine Pause einlegen!
Denn ein Ende muss nicht immer permanent sein. Das schöne an einem Hobby ist, dass man nicht alles gleich endgültig hinwerfen muss, sondern sich erholen und zu einem späteren Zeitpunkt einfach weitermachen kann. Also nimm dir alle Pausen und Auszeiten, die du brauchst und tanke neue Kraft!

In dieser Zeit ist es oft auch ratsam, einen größtmöglichen Abstand zum ganzen Thema zu gewinnen, um wirklich einen klaren Kopf bekommen zu können. Also wäre es vielleicht auch ratsam, Abstand zu den sozialen Netzwerken zu nehmen oder zumindest zu Inhalten, die mit Cosplay zusammenhängen.

Schlusswort

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Worten ein wenig Halt, Hoffnung und eventuell sogar konkrete Tipps geben, mit denen ihr etwas anfangen könnt. Wenn ihr Fragen zu diesem Thema habt, könnt ihr euch gerne jederzeit auf Instagram in den DMs bei mir melden.

Ganz viel Liebe,
Eure Grelli

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Auf der Suche nach Motivation…

Nach fast einem Jahr Corona-Pandemie können wohl die meisten Cosplayer unter uns ein Lied davon singen, was es heißt, keine Motivation oder Ideen mehr zu haben. Vielen fehlt die Aussicht auf gemeinsame Conventionbesuche, Partner-Cosplays oder einfach nur Shootingtreffen, welche die Cosplay-Motivation regelrecht beflügeln würden. Für andere fehlt wiederum einfach der Termindruck, um mit einem Cosplay anzufangen oder es fertig zu bekommen.

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Robin geschrieben. Du kennst Robin noch nicht?
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Da Robin und ich beide nach dem Motto “Move your ass, your mind will follow!” leben, haben wir gemeinsam einige unserer Tipps zusammengetragen, die dir dabei helfen können die Cosplay-Auszeit sinnvoll zu nutzen und wieder Motivation zu tanken. Bist du bereit für unsere Tipps? Dann lass uns los legen!

Motivation, was ist das?

Alte Cosplays betrachten

Manchmal hilft ein Blick zurück, um voran zu kommen. Nimm dir einen Moment Zeit und schau dir deine alten Cosplays an. Arbeite dich langsam von deinen ältesten Projekten bis zu deinen aktuellsten vor. Kannst du die Entwicklung deutlich erkennen, die du über die Jahre gemacht hast? Sei es nun Perückenstyling, nähen, basteln oder Posing.
Auch wenn wir alle stets nach Vorne blicken sollten, so kann es doch motivierend sein, zu sehen, welchen Weg man bereits zurück gelegt und was man alles geleistet hat. Wenn das mal nicht beflügelnd ist!

Work in Progress

Auch der Blick auf Work in Progress kann mehr als motivierend sein! Warum nicht online ein paar Fotos deines WiPs teilen? Die Reaktionen und Kommentare darauf können dich motivieren, aber gleichzeitig auch andere inspirieren.
Hast du derzeit keinen Work in Progress, dann stöbere doch durch Pinterest, Instagram & Co und lass dich vom Progress anderer Cosplayer begeistern. Ich bin mir sicher, dass du mit dem richtigen Projekt vor Augen kaum abwarten kannst, selbst tätig zu werden.

Mehrere Projekte VS Ein Projekt

Fehlt dir die Lust oder das Material für ein Projekt, kannst du deine Zeit nutzen und währenddessen an einem anderen Projekt weiterarbeiten. So kommst du nicht ins Stocken und bleibst im Flow!
Arbeite aber nicht an zu vielen Projekten, um nicht den Überblick zu verlieren, sonst bist du vielleicht schnell überfordert und die Motivation macht sich davon.
Anderen wiederum hilft es, sich zunächst auf nur ein Projekt zu konzentrieren. Während du nur an einem Projekt arbeitest, siehst du deutlich wie weit du schon voran gekommen bist und wie wenig noch bis zur Fertigstellung fehlt. Auch das kann äußerst motivierend sein!

Aber ich brauche doch Deadlines!

Gehörst du zu den Cosplayern, die ohne Constress oder Deadline nicht arbeiten können? Dann setze dir selbst eine Deadline!
Indem du dir selbst Deadlines setzt oder vielleicht sogar einen Zeitplan, wann du an welchem Projekt arbeitest, ausarbeitest, gibst du dir selbst Struktur. Sagt dir eine Deadline ohne Con nicht zu?

Dann vereinbare mit dir selbst oder jemand anderen einen Termin, um
– an einem Online Cosplay Contest teilzunehmen
– ein (Home-)Shooting abzuhalten
– einen gemeinsamen Cosplay oder Make Up Test im Livestream / über Skype durchzuführen

Deine Möglichkeiten sind unendlich und je nach Corona-Situation / Regelung sind sogar Treffen zu zweit möglich. Anstatt immer nur “groß” zu denken, sollten wir auch kleine Chancen nicht verstreichen lassen.

Cosplay Shootings während einer Pandemie? Ob das geht und worauf du achten solltest, erfährst du hier:
All About Cosplay – 027 Shootings während der Corona Krise

Warum nicht zusammenarbeiten?

Fällt es dir schwer dich alleine zu motivieren? Bestimmt geht es einigen deiner Freunde ebenso. Frag doch einfach mal nach, ob sie nicht Lust auf eine kleine Skype oder Live-Session haben? Arbeitet zusammen online an euren Cosplays, tauscht euch aus, lacht über Fails und findet gemeinsam Lösungen für Probleme.
Zusammen an etwas zu arbeiten, macht mehr Spaß und die Einsamkeit des Social Distancing rückt in den Hintergrund. Alternativ kannst du auch bei Instagram oder Twitch Livestreams anderen Cosplayern beim Craften zu sehen!

Hörspiele, Podcasts, Musik, Serien & Co

Podcasts, Serien, Filme, Musik und Hörbücher sind tolle Wegbegleiter, wenn man an länger an Projekten arbeitet. Besonders bei langweiligen und zeitfressenden Arbeiten bietet das Unterhaltung! Nicht nur deine Hände, sondern auch dein Hirn ist beschäftigt und die Zeit wird wie im Flug vergehen.

Teilziele setzen / Checklisten

Kleine Schritte führen auch zum Ziel! Anstatt dich von deinem Projekt erschlagen zu lassen, unterteile die Arbeit in Teilschritte (aka micro tasks). Nutze doch am besten eine Checkliste für diese Unterteilung. So hast du deine Teilziele perfekt im Blick und erhältst nach jedem Setzen eines “Erledigt-Haken” auch noch ein kleines Glücksgefühl.
Natürlich kannst du dich auch nach Erreichen dieser Schritte mit einer Kleinigkeit selbst belohnen, zum Beispiel mit ein paar Gummibärchen.
Die Aufteilung eines großen Projekts in kleine Tasks gibt dir nicht nur einen genauen Überblick, sondern auch die Chance viel häufiger das “ich habe etwas geschafft”-Gefühl zu erhalten.

Plane Freizeit ein

Dieser Tipp mag zu Beginn vielleicht etwas widersprüchlich klingen, doch Pausen einzuplanen ist wichtig, um das Motivationslevel zu halten. Nur zu arbeiten ist auch nicht gut! Wir brauchen Erholung, um unsere Batterien wieder aufzufüllen.
Einen Tapetenwechsel – spazieren, zocken, etwas lesen – was auch immer dir Freude bereitet! Der Clue dabei ist, die Arbeit nicht zu lange “schleifen zu lassen”, sonst wird es immer wie schwieriger sich aufzuraffen und weiterzumachen.
Versuch eine gutes Mittelmaß an Arbeit und Faulenzen zu finden. So vermeidest du, dich zu überarbeiten oder komplett als Couch-Potato abzudriften.

Was könntest du sonst noch tun?

Etwas Neues ausprobieren

Vielleicht hast du gerade keine Lust auf dein aktuelles Cosplayprojekt und ein anderes interessiert dich auch nicht? Erinnerst du dich an dieses eine Material, welches du mal gekauft hast, aber nie Zeit hattest es auszuprobieren? Oder eine bestimmte Technik, die du gerne lernen möchtest und dich im Constress nie dazu aufraffen konntest?
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich auszuprobieren!
Kleinere Projekte nehmen nicht so viel Zeit in Anspruch und bieten die Gelegenheit bestimmte Materialien oder Techniken endlich auszuprobieren. Ein weiterer Vorteil an kleinen Projekten: Du bist schneller fertig! Was motiviert mehr als der Moment, in dem man Stolz auf sein fertiges Projekt blicken kann?

Materialsuche und Planungszeit

Dank Corona hast du endlich die Zeit dein Projekt in aller Ruhe und ganz rechtzeitig im Voraus zu planen. Nutze die Zeit und such ohne Stress die perfekten Materialien zusammen.
Auch die Perücke mit der langen Lieferzeit aus dem Ausland bestellen zu können, ist bequem drin! Stoffmuster anfordern, Produkte vergleichen, etc. – Das sind alles Dinge für welche du sonst kaum genügend Zeit findest, da dir die nächste Con, das nächste Shootingtreffen oder das nächste Fotoprojekt dicht im Nacken sitzt.
Was möchtest du als nächstes anpacken? Wie möchtest du dieses Cosplay genau umsetzen? Genieße die Möglichkeit deine Projekte ganz ohne Stress und Druck planen zu können. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft!

Cosplays reparieren & Accessoires basteln

Dieses Accessoire, welches du vor dem Fotoshooting / einer Convention noch machen wolltest, aber keine Zeit dafür hattest? Die Waffe deines Cosplays die du noch reparieren solltest?
Jetzt hast du die Zeit dafür! Nutze die Zeit und freu dich über das Gefühl endlich etwas erledigt zu haben.

Aufräumen

Nun wäre ebenfalls der perfekte Zeitpunkt um deinen Arbeitsplatz aufzuräumen und neu zu strukturieren. Das schafft Platz und Energie für Neues!
Natürlich beherrscht das Genie das Chaos, aber es wird dir deutlich leichter fallen, dich auf deine Projekte zu konzentrieren, wenn du etwas Klarheit schaffst. Außerdem macht es deutlich mehr Spaß an einem Projekt zu arbeiten, wenn alles an seinem Platz ist und du nur einen einzigen Handgriff benötigst, um mit der Arbeit beginnen zu können.

Move your ass, your mind will follow!

Ganz nach dem Motto “Nach der Con, ist vor der Con”, kannst du mit diesen Tipps den nächsten Concrunch vermeiden. Anstatt dich von Corona und den Pandemie-Einschränkungen herunterziehen zu lassen, versuch es positiv zu sehen und deine Freizeit sinnvoll zu nutzen.
Manchmal hilft auch der beste Tipp nichts und du musst einfach deinen Arsch bewegen. Der Rest kommt dann oft ganz von allein.

Gastbeiträge von Robin / m2.cosplay findest du hier:
Makeup Sheet
Posing Tipps für männliche Charaktere
Aber ich hab doch so ein Babyface…! – Crossplay Make Up für Frauen
Ein Bart hilft ungemein – Crossplay Make Up für Frauen
«Jetzt guck mal männlich! » – Posing Tipps für männliche Charaktere

Sicher ist auch diese Podcast Episode für dich interessant:
All About Cosplay – 018 Corona Krise

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Warum Likes dich nicht glücklich machen

“Wait what?! Wie soll ich den Titel jetzt verstehen?”, denkst du dir vielleicht. Besonders da ich doch zahlreiche Tipps und Informationen liefere, wie man eben mehr Likes bekommen kann! Wie passt das jetzt zusammen? Das möchte ich dir erklären.

Likes als Maßstab aller Dinge

Ich erlebe immer wieder, dass viele Cosplayer ihren Wert, ihre Leistung und besonders ihre Zufriedenheit von Likes und Reichweite abhängig machen. Viele Likes bedeuten also scheinbar, dass ein Cosplay oder Foto besonders gut ist. Du bist also ein guter Cosplayer, wenn du viele Likes hast. Andersherum habe ich auch schon oft gelesen, dass sich darüber beschwert wurde, dass ein scheinbar minderes Cosplay zu viel Aufmerksamkeit bekäme! Also ungerechterweise zu viele Likes erhalten hätte. Also ist dieser Cosplayer trotz vieler Likes doch kein guter Cosplayer?! Wie jetzt?

In unserer modernen und eng mit dem Internet, also auch mit sozialen Medien, verknüpften Welt, tendieren wir dazu Likes und Reichweite als Maßstab zu werten. Sie helfen uns einzuordnen, ob etwas eher gut oder oder schlecht ist. Streng genommen aber eigentlich, ob etwas eher beliebt oder unbeliebt ist. Dabei müssen wir uns bewusst machen, dass die Anzahl der Likes nichts – wirklich rein gar nichts – darüber aussagen, ob ein Kostüm aufwändig gemacht, ein Cosplay akkurat umgesetzt oder ein Charakter perfekt in Szene gesetzt wurde. Sie tragen in keiner Weise zu unserem persönlichem Glück bei. Viel mehr setzen sie einen eher unter Druck.

Das Geheimnis vieler Likes

Viele Likes oder Follower sagen rein gar nichts über den Wert deiner Arbeit oder über dich als Person aus. Viele Likes sind viel eher das erfolgreiche Ergebnis einer mit Social Media Marketing ausgerichteten Arbeit. Lernst du zu erkennen, was bei den Leuten beliebt ist und besonders gut ankommt, dann kannst du deine Posts dahingehend optimieren. Natürlich spielen auch die Qualität deiner Arbeit, Hashtags, Veröffentlichungszeitpunkt und Kontext eine nicht unerhebliche Rolle.

Sicherlich hast du schon einmal beobachtet, dass eine große erfolgreiche Sharing-Seite einen Post veröffentlicht hat, der enorm gut ankam. Als du dann aber den originalen Post auf der Seite des Cosplayers geöffnet hast, hast du gesehen, dass das Original bei Weitem nicht so viele Likes hatte. Das lag sicherlich nicht daran, dass der Cosplayer schlecht oder gut ist. Sondern viel mehr daran, dass die Sharing-Seite sich erfolgreich und bewusst bestimmter Social Media Marketing Maßnahmen bedient.
Eine bereits erfolgreich aufgebaute oder besonders große Seite, wird tendenziell also mit dem gleichen eher mehr Likes generieren, als eine kleine Seite, die just for fun postet. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

Hier als Beispiel also ein Post von skys_heaven und mir, der jeweils auf der emp_de Instagram Seite geteilt wurde.

Dein Wert hängt nicht von der Bewertung anderer ab

Du siehst also, dass der gleiche Post auf unterschiedlichen Accounts ein völlig unterschiedliches Ergebnis erzielen kann. Es ist definitiv nichts schlechtes dabei, sich viele Likes und Erfolg auf Social Media zu wünschen. Wichtig ist nur, dass du dir bewusst machst, dass dein Selbstwertgefühl davon nicht abhängen sollte! Und dass der “Erfolg” nicht allein daran hängt, wer du bist, sondern viel mehr, was du dafür tust, um auf den entsprechenden Plattformen erfolgreich zu sein.

Entscheide dich / das richtige Mindset

In jedem Fall solltest du dir klar machen, was du mit deinem Account erreichen möchtest. Möchtest du dich eigentlich nur mit Freunden austauschen und Spaß haben? Dann sollten dich Likes überhaupt nicht interessieren und dich vor allem nicht verunsichern.
Fällt es dir schwer, diese Komponente auszublenden und setzt sie dich unter Druck? Dann ist ein privat eingestellter Account vielleicht das Richtige für dich. So kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich den Spaß beim Austausch mit Freunden.

Möchtest du deinen Account erfolgreich aufbauen und etwas ganz bestimmtes damit erreichen? Dann solltest du dich mit Social Media Marketing und dem damit verbundenem Aufwand vertraut machen.

Du möchtest Social Media Tipps?
Mein Buch “Instagram für Cosplayer” kannst du ab sofort in meinem etsy Shop erwerben!

Denn das Ganze kann ein langer und mühsamer Weg werden. Vorsicht: wenn du nicht aufpasst, dann bist du auch schnell mit vielen Likes unzufrieden. Denn schließlich strebt der Mensch stets nach mehr!

Egal, wie du dich entscheidest, wichtig ist, dass du dein Selbstwert, deine Selbstliebe und den Spaß zu den Dingen nicht von der Bewertung anderer abhängig machst. Auch nicht von dem Instagram Algorithmus!

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Sei das Original, nicht die Kopie – Credits geben leicht gemacht

Stell dir vor, du scrollst durch Instagram und entdeckst einen Beitrag der dir seltsam vertraut vorkommt. Du schaust ihn dir genauer an und bemerkst: Hey, genau so habe ich das auf meiner Seite auch schon gepostet!
Tatsächlich entdecke ich regelmäßig Beiträge, bei denen ich ganz klar sehen kann, dass ich die Inspirationsquelle dafür war. Von Umsetzungen meiner Tipps, über die ich mich sehr freue, über offensichtliche Kopien meiner Bildideen und Posen, bei denen ich oftmals vergeblich auf der Suche nach Credits bin.

Sicher, es ist schwer abzugrenzen, wann Credits – also die Erwähnung woher der ursprüngliche Content stammt / wer an der Erstellung des Contents beteiligt war – angebracht sind. Im folgenden möchte ich dir also ein paar Beispiele liefern, die dir helfen sollen, besser einzuschätzen, wann Credits sinnvoll sind und wann sie nicht unbedingt benötigt werden. Vor allem aber, möchte ich dir zeigen, warum du dich lieber inspirieren lassen solltest, anstatt einfach nur zu kopieren. Quasi ein 2 in 1 Blogeintrag!

Tipps & Tutorials – Teach me, senpai!

Wenn du mir auf Instagram folgst, weißt du, dass ich schon seit langer Zeit rote Satzzeichen-Emojis verwende, um in meinen Texten deutlicher auf Fragen und Aussagen hinzuweisen. Das funktioniert so gut, dass auch andere Cosplayer dies übernommen haben. Absolut verständlich!
Es ist unter anderem die einfachste Möglichkeit den Fokus auf wichtige Aspekte in deinem Text zu lenken.

Auch in meinem Buch Instagram für Cosplayer gebe ich dir zahlreiche Tipps und Anwendungsbeispiele, wie man seinen Instagram Account auch inhaltlich interessanter gestalten kann.
Kopierst du mich also, indem du meine Tipps befolgst und umsetzt?

Nein. Schließlich gebe ich dir willentlich Tipps, damit du sie selbst ausprobieren und daran wachsen kannst. Credits sind in diesem Fall eine schöne Geste, mit der du Danke sagen kannst.
Wenn du also einen Tipp das erste Mal umsetzt, sagst du demjenigen Danke, indem du einfach kurz erwähnst, wer dir den tollen Tipp gegeben hat.
Dies musst du keinesfalls bei jeder Anwendung dieses Tipps wiederholen. Es reicht meistens völlig, wenn du es einmal erwähnst.

Mach dein Ding draus! – Ein kleiner Exkurs

Einer meiner Follower wies mich auf folgendes hin: “Du hast uns die Tipps mit den Memes gegeben, ist es dann schon eine Kopie, wenn ich diesen Tipp umsetze?”
Prinzipiell natürlich nicht. Dennoch kommt es drauf an, wie du den Tipp umsetzt. Ein schönes Beispiel bieten hier die oben genannten Memes.
Sowohl hier auf meinem Blog, als auch in meinem Buch Instagram für Cosplayer zeige ich dir, wie Cosplay Memes aussehen könnten.

Du bist also herzlich dazu eingeladen, diesen Tipp anzuwenden.
Aber anstatt die Art von Memes zu reproduzieren, die ich auf meinen Kanälen veröffentliche, könntest du auch deine eigenen Memes kreieren. So hebst du dich deutlich von all den anderen Accounts ab und machst deinen Account interessanter!

Natürlich bin ich nicht der erste Account, der ein Instagram VS Reality oder Cosplay VS Character postet. Ich werde sicherlich auch nicht der letzte sein. Aber wäre es nicht cool, der erste Account zu sein, der eine ganz neue Art von Meme / Content erschafft?

Hier siehst du nur ein paar der Variationen, die ich mir selbst überlegt habe, nachdem ich diese Vergleichs-Memes für mich entdeckt hatte.
Ich habe es so geschafft, auf Grundlage der Idee einer anderen Person (Instagram VS Reality), zusätzlich etwas neues zu erschaffen. Zumindest etwas, das ich persönlich noch bei keinem anderen Cosplayer gesehen hatte.

Fotos & Posen

In meinem Blogeintrag Vorlagen & Inspirationen zu deinem Cosplay Fotoshooting habe ich dir unter anderem den Tipp gegeben, dich von anderen Cosplayern inspirieren zu lassen. Inspiration ist etwas wundervolles, aus der neue fantastische Fotos entstehen können.

Musst du nun bei der kleinsten Inspiration und jeder Pose Credits geben?
Natürlich nicht. Aber, du solltest abschätzen, wie einzigartig die Vorlage war und wie nah deine Umsetzung dem Original kommt. Ist von außen erkennbar, dass du eine komplette Bildidee eines anderen übernommen hast? Dann gib unbedingt Credits!
Handelt es sich dabei um die Umsetzung einer Pose, die nicht sonderlich einzigartig oder das Aushängeschild eines Cosplayers ist? Dann sind womöglich keine Credits notwendig.

Beispiel – Starfire & Raven Hollywoodkiss

Faerie Blossom und ich haben eine ganze Zeit lang gemeinsam Raven und Starfire gecosplayed. Wir haben das Ship StarRae gelebt und immer wieder Shippingfotos veröffentlicht. Unter anderem den “berühmten” Hollywoodkiss, der sich 2017 seinen Weg quer durchs Internet (Reddit, 9GAG, usw.) bahnte. Also ein Bild, das wirklich an Bekanntheit erlangte und das auch viele bis heute mit uns in Verbindung bringen.

Ein Bild, das nicht nur einmal reproduziert wurde, sondern unzählige Male. Von inspirierten Umsetzungen, bis hin zu versuchten 1 zu 1 Kopien, war wirklich alles dabei.
Natürlich gibt es kein Urheberrecht auf Posen. Auch der Hollywoodkiss war nicht unsere Erfindung. Tatsächlich wurde ich zum ersten Mal mit dem Hollywoodkiss konfrontiert, als ich dforce auf der LBM 2017 kennen lernen durfte!

Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte den Hollywoodkiss zu machen, erklärte ihn kurz und so entstand das erste Foto! Ich war so angetan von der Pose, dass ich ihn mit einigen Freunden und anderen Cosplayers erneut umsetzte. Bis er letztendlich zu Faerie Blossoms und meinem Aushängeschild wurde.

Natürlich kann jeder Cosplayer oder Fotograf von selbst auf die Idee kommen, den Hollywoodkiss umzusetzen. Ohne, dass ihnen unser Bild bekannt war. Schließlich ist es nichts ungewöhnliches, wenn zwei Menschen, die sich nicht kennen, die selbe Idee haben!

Solltest du dich aber wissentlich von einem bestimmten Bild inspirieren lassen, dann solltest du auf dieses in den Credits hinweisen. Besonders dann, wenn es sich bei deiner Umsetzung mehr um die Reproduktion des Originals handelt. Sprich, wenn du dich an einer 1 zu 1 Umsetzung versuchst.
Indem du Credits gibst, zeigst du Respekt und Wertschätzung. Es schmälert in keinem Fall deine Arbeit.

Übrigens kannst du anhand der zahlreichen Versuche, unseren ursprünglichen Hollywoodkiss zu reproduzieren, sehen, dass keines dieser Bilder an das Original heran reicht. Erst als wir anfingen, die Bildidee nicht mehr kopieren zu wollen, sondern viel mehr als Inspiration zu sehen, entwickelten sich eigenständige Bilder mit Ausstrahlung.

Beispiel Inspiration – Alice im Wunderland

Bevor wir zum nächsten Punkt springen, möchte ich dir noch ein Beispiel zum Thema Bildideen zeigen. Denn mit meinem Alice Bild aus 2015 durfte ich meine Freundin Sky inspirieren

Alice im Wunderland Cosplay SajaLyn Wonderland Disney 2015

Sky liefert hier ein super Beispiel, wie Inspiration und Credits geben aussehen können. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass sie mein Bild kopiert hat. Sie hat es geschafft, eine ganz eigene neue Bildstimmung zu erzeugen.
Es kann also so cool sein, zu sehen, wie deine Werke andere inspirieren!

FanArts – Posen & Designs

Posen

Eine super Inspirationsquelle für tolle Cosplay Fotos sind auch FanArts! Viele FanArts zeigen den Charakter in kreativen Posen und Situationen und dienen somit häufig als Vorlage für Fotos.
Hier handhabe ich es im Prinzip ähnlich wie bei Cosplay Fotos, die mir als Vorlage / Inspiration dienen.

Wenn ich die FanArt als Vergleichsmaterial in meinem Post mit veröffentliche, gebe ich selbstverständlich den Künstler an. Schließlich ist dies nicht mein Werk. Streng genommen sollte man sich vorab auch die Erlaubnis einholen, ob man das Werk auf seinem Account veröffentlichen darf.

Designs

Auch FanArt Designs von Künstlern werden gerne gecosplayed. Diese Designs reichen von schlichten casual Outfits zu aufwändigen Neukreationen.

Die meisten Künstler freuen sich riesig, wenn Cosplayer ihre Designs zum Leben erwecken. Wenn du nicht sicher weißt, dass es für den Künstler ok ist, dass du sein Design als Kostüm umsetzt, dann frag ihn am besten vorher um Erlaubnis.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

– Cosplay VS Character – [Werbung] Harley Quinn as D.Va Mash Up – designed by @kandrakat Suit design by @brandonogilberto – Suit by @herostime2013 I’m gonna wear this costume for Gamescom 2017 together with @faerie_blossom as D.Va 😉 ♥ #mashup #dva #harleyquinndva #dvaharleyquinn #sajalyn #dvaharleyquinncosplay #cosplay #harley #harleyquinn #suicidésquad #sexycosplay #dvacosplay #suicidésquadharleyquinn #harleyquinncosplay #cosmodel #cosplayersofinstagram #cosplaygirl #suicidésquadcosplay #mashupcosplay #squadharley #harleycosplay #harleycustome #overwatchcosplay #harleyquinnsuicidesquad #blizzard #dccomics #harleydva #dvaquinn #homeshooting #cutecosplay

Ein Beitrag geteilt von SajaLyn; Cosplay & SocialMedia (@sajalyn) am

Gebrauchte / Geliehene Cosplays & Commissions

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Credits bei gebraucht erworbenen / geliehenen Cosplays oder Commissions. Auch hier stellt sich die Frage, wann sollte ich Credits geben und muss ich diese bei jeder Veröffentlichung angeben?

Zunächst einmal sollte dir klar sein, dass du unter keinen Umständen die Arbeit eines anderen als deine eigene ausgeben solltest. Sei ehrlich!
Das ist ein absolutes No-Go und schadet dir mehr, als es gut tut.

Wenn du jemanden für eine Leistung bezahlst, musst du keine Credits geben. Sei es also, dass du ein Cosplay in Auftrag gibst oder einem anderen Cosplayer ein Kostüm abkaufst. Du bist nicht dazu verpflichtet den Hersteller anzugeben, du unterliegst keiner Informationspflicht. Dennoch möchte ich es dir ans Herz legen, denn indem du Credits gibst, machst du dem Ersteller eine Freude, schätzt seine Arbeit und beugst Missverständnisse vor!

Cosplay geliehen von skys_heaven

Du musst dementsprechend nicht jeden Post kennzeichnen, aber besonders den ersten Post oder noch besser die ersten drei Posts sind eine tolle Grundlage. Natürlich kannst du auch in gewissen Abständen immer wieder darauf hinweisen. Ich bin mir sicher, du wirst eine gute Lösung finden, die alle Beteiligten glücklich macht.

Übrigens musst du keine Credits geben, wenn du mit einer Commission unzufrieden bist!

Wenn du als Auftragnehmer sicher gehen möchtest, dass du in den Credits genannt wirst, kannst du dies natürlich entsprechend vertraglich vereinbaren!

Credits geben – es ist ganz leicht!

Ich rede die ganze Zeit davon, dass Credits geben wichtig ist und wann du es am besten tun solltest. Bestimmt weiß nicht jeder auf Anhieb, wie das am besten auszusehen hat.
In den oben verlinkten Instagram Posts kannst du bereits einige Beispiele sehen.

Letztendlich ist es aber ganz leicht. Wenn du zum Beispiel ein Bild auf einer Plattform – sei es nun Instagram, Facebook, DeviantArt, animexx, usw. – veröffentlichst, fügst du der Bildunterschrift einfach kurz eine entsprechende Beschreibung mit Verlinkung auf das öffentliche Profil der zu erwähnenden Person zu.

Dies kann eine kurze Nennung – Kostüm gemacht von @cosplayer / inspiriert von @cosplayer – sein oder sogar einige Sätze um die Credits in den Kontext zu setzen.

Hast du noch Fragen oder möchtest du deine Gedanken mitteilen? Dann schreib mir unbedingt einen Kommentar!

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Den Podcast zum Thema findest du hier:
All About Cosplay – 023 Credits

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Das ist aber nicht akkurat!

Hi, ich bin Jasmin aka ‘Jazz’, im Internet bekannt als ‘Faerie Blossom’ und ich bin eine tätowierte (und sichtbar gepiercte) Cosplayerin aus Düsseldorf.

Dieser Gastbeitrag wurde von Faerie Blossom geschrieben.
Du kennst Faerie Blossom noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: faerie_blossom

‘MUSS ein Cosplay denn unbedingt 1 zu 1 akkurat zum Original sein? Oh du, das ist ja schon wieder eine eigene Diskussion für sich und vielleicht ein anderes Thema für SajaLyns Blog? 😉’

Das ist tatsächlich ein Zitat aus meinem vorherigen Gastbeitrag ‘Androids don’t have tattoos’. Da die beiden Themen an einigen Enden ein wenig in einander übergehen, will ich heute mit dir darüber quatschen! 🙂

Was meine ich denn eigentlich mit ‘akkurat’/’accurate’?

Ich werd jetzt nicht die Definition aus dem Duden abtippen. Aber in Sachen Cosplay bedeutet es schlichtweg, dass deine Rekreation der Vorlage quasi 1:1 entspricht, sprich bis aufs kleinste Detail originalgetreu.
Bei Film/Serien Cosplays wird dann gerne von ‘Screen-Accurate’ gesprochen. Was dann so viel heißt wie, dass ‘dein Cosplay genauso aussieht wie das, das der/die jeweilige Schauspieler/in beim Dreh getragen hat’.

D.h. für manche Cosplayer, dass auch wirklich jede Naht/Ziernaht, egal wie verdeckt oder versteckt sie ist, auf das eigene Kostüm übertragen werden ‘muss’ und am besten auch genau dasselbe Material genutzt wird. Alternativ kaufst du halt dieselben Kleidungsstücke, die der/die Schauspieler/in getragen hat. Aber das kann ganz schön teuer werden oder gar nicht kaufbar sein, wenn es sich um Sonderanfertigungen handelt.

Ein kurzes Beispiel

Ich habe damals für mein Rey Cosplay (Star Wars) dieselben Schuhe gekauft, die die Schauspielerin beim Dreh getragen hat. Ich habe dafür knapp 180€ bezahlt. NUR für die Schuhe. Lass das mal kurz sacken. xD

Puh, klingt ganz schön anstrengend oder? Finde ich zumindest schon.
Aber hey, das kann ja jeder entscheiden wie er/sie mag!

Muss mein Cosplay denn akkurat sein?

Dein Cosplay muss gar nichts, außer dir gefallen! 🙂
Also, nein. Du entscheidest selber, welchen Anspruch du an dich und dein Kostüm haben willst!
Willst du ein 1:1 Replika der Originalvorlage? Ja nice! Go for it!
Willst du etwas ändern, das vielleicht für deinen Körper/Dein Wohlbefinden/Dein Können/Deine Ästhetik schlichtweg besser, schöner oder sogar einfacher ist? Mega! Mach das!

Warum reden wir dann darüber?

Ganz einfach, weil ich zu oft höre/sehe/lese ‘dAs iSt aBeR nIcHt wIrkLicH aKkuRaT!’ und weiß wie entmutigend dieser Satz für dich sein kann, erst recht wenn du vielleicht gerade erst anfängst!

Woher weiß ich das? Aus eigener Erfahrung!
Abgesehen davon, dass ich diesen Spruch öfter zu hören bekomme, weil meine Tattoos eben sehr präsent sind, habe ich hier bereits einmal erwähnt, dass ich für mein Rey Cosplay die ‘screen akkuraten’ Schuhe gekauft habe. Ja, wieso habe ich das gemacht?
Naja, weil an den Schuhen, die ich echt mit viel Stolz und Liebe selber gemacht habe, NUR rum genörgelt wurde. Das hat mich damals so unglücklich gemacht hat, dass ich dann lieber die Originalschuhe gekauft habe, die ich weder schön fand noch konnte ich die wirklich im Alltag tragen. Bescheuert oder?
Ich habe aber lange selber so gedacht: Mein Cosplay MUSS akkurat sein, sonst ist es nicht gut genug!
Und demnach habe ich versucht meine Cosplays 1:1 am Original zu halten.

Dabei ist mir aber leider immer öfter aufgefallen, das gewisse Eigenschaften, die an einem Charakter gut aussehen, auf mich übertragen einfach nicht gepasst haben oder mir nicht gefallen haben, wie z.B. Ravens extremer Bobschnitt oder Alice pinker Lippenstift.

Anstatt also immer wieder unglücklich zu sein, nur um der Akkuratesse Willen, habe ich mir einfach die Freiheit genommen, Kleinigkeiten zu ändern, damit mir das Gesamtbild besser gefällt.
Angefangen bei wirklich Miniänderungen, wie ein dunklerer Lippenstift für Alice, bis hin zu größeren Veränderungen, wie Raven einfach mal längere Haare zu geben.
Und ich kann dir sagen, das war ein echt gutes, befreiendes Gefühl.
Ich habe mir besser gefallen, mich wohler gefühlt und hatte zudem auch irgendwie das Gefühl dem Charakter etwas von mir mitzugeben.
Ihn irgendwie auf mich anzupassen und zu ‘meinem Cosplay’ zu machen. Weißt du was ich meine?
Nicht EIN Raven Cosplay sondern MEIN Raven Cosplay.

Die Vorlage als Richtlinie

Nachdem ich dann mehr und mehr sichtbare Tattoos und Piercings angesammelt habe, bin ich zusätzlich lockerer geworden. Ich habe angefangen, die Vorlage eines Charakters nicht mehr als fixe Bauanleitung, sondern eher als eine Richtlinie zu sehen, an der ich mich orientieren will.

Manchmal ändere ich etwas am MakeUp, damit es besser zu meinem Gesicht passt. Manchmal etwas an der Frisur, weil es leichter oder stimmiger ist oder ich eventuell sogar mein Echthaar nutzen kann, wenn ich ein wenig was umändere, siehe mein Negasonic Teenage Warhead Cosplay. Ich hatte zum Zeitpunkt des Cosplays einen extremen Undercut, während der Charakter eine sehr viel zahmere Variante dieser Kurzhaarfrisur hatte.

Ich habe auch schon Augenfarben angepasst, wenn mir gewisse Linsen in meinen Augen oder im Gesamtbild nicht gefallen haben.
Zum Beispiel mein Rick Sanchez Cosplay:
Wäre ich 1:1 an der Vorlage geblieben, müsste ich weiße Linsen tragen, sodass nur die Pupille zu sehen ist. Da mir dieser Look aber überhaupt nicht gefallen hat, habe ich blaue Kontaktlinsen gewählt. Aber, hey dafür hab ich mich an die Monobraue gehalten, haha!
Aber selbst da hab ich auch erstmal normale Brauen und Monobraue ausprobiert und geschaut was mir letztendlich besser taugt. 😀

Manchmal bekommt ein Charakter aber auch ein ganz neues Outfit von mir inspiriert/orientiert an der existierenden Vorlage und rate mal?
Jupp, man erkennt den Charakter genauso gut und er hat sogar ein wenig mehr von meinem eigenen Charakter mit drin.
► Stichwort: Closet Cosplay – zu deutsch Kleiderschrank Cosplay/Kostüm
Also einen Charakter mit den Dingen darstellen, die man im Kleiderschrank hat!
Macht echt Spaß, ist günstig und kurbelt die Kreativität an. 😉

Jetzt denkt bestimmt der/die eine oder andere bei diesen beiden Bildern: Hä? Aber auf den Gegenüberstellungen sieht das Cosplay ja MEGA akkurat aus!

Netter Trick, gell? Wenn du auf den ersten Blick auf meine Lisbeth oder Polaris Gegenüberstellungen schaust, sieht es aus als käme ich verdammt nah an die Vorlage ran.
Wenn du aber mal genauer hinschaust, wird dir auffallen, das NICHTS was ich anhabe dasselbe ist, was der Charakter an hat.
Es sieht alles ähnlich aus, passt zum Stil des Charakters/der Vorlage und es sind existierende Posen nachgestellt worden.

Alleine der Fakt das ich in meinen Bildern ein Bild des Charakters so gut wie möglich nachgestellt habe, sorgt in deinem Kopf dafür. dass du es für eine 1zu1 Rekreation hältst, dabei ist es NUR Posing.

Manchmal sind es auch Kleinigkeiten die ich verändere/hinzufüge/weg lasse.

In dem Fall von Mirta habe ich mich entschieden, ihr Outfit ‘zusammen zu shoppen’ mit dem Vorsatz: Ich möchte alles auch im Alltag verwenden können.
Also hab ich Abstriche für die Akkuratesse gemacht.
Die grauen Streifen am Top und Rock habe ich weggelassen, ihre Armschienen wurden zu Armstulpen und der Kürbis auf dem Shirt? Ja, der hat auch ein Upgrade bekommen.
Und jetzt? Ich habe die einzelnen Elemente zwar verändert oder etwas weggelassen, aber wenn du mein Cosplay dem Charakter gegenüber stellst, sieht es doch schon wieder verdammt nah dran aus oder? 😉

Wer mich ein wenig kennt, weiß das ich z.B. aus Raven und Sabrina Spellman mehr eigene Versionen als Canon Versionen gemacht habe und damit den jeweiligen Charakter für mich eingenommen bzw. daraus mein eigenes Ding gemacht habe.

Ich variiere die Haarlänge/farbe sogar die Frisur, das MakeUp, manchmal die Linsen immer mal wieder, und gehe sogar wie oben erwähnt so weit, dem Charakter ein komplett neues Outfit zu geben.
Dabei achte ich darauf, das es zum Stil des Charakters passt und wenn möglich auch mit dem Charakter assozierte Farben wieder aufgreift.
Z.B. ist Sabrina Spellmans rotes Kleid ein großer Eyecatcher, also war für mich klar, für meine Freestyle Version muss auf jeden Fall im Outfit die Farbe rot aufgegriffen werden – in diesem Fall ein langes rotes Kleid.
Sich neue Designs auszudenken ist klasse, so wird’s halt auch nie langweilig und ich habe bisher zu 95% damit positive Erfahrung gemacht 😉

Das kann jeder genau so mit jedem Charakter machen.

Weißt du was nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert?
Fanart!
Es gibt so viele Künstler, die das Design des Charakters verändern und daraus ‘ihr eigenes Ding machen’ und das kannst du doch auch?
Immerhin ist dein Cosplay auch ein Fanart an diesen Charakter und wenn du was ändern/weglassen/hinzufügen willsts aus welchem Grund auch immer, dann mach das.
Es ist dein Cosplay und damit kannst du machen was du willst. <3

PS: Hey und wenn ein Charakter wie Ar*** auf Eimer passt?
LÄUFT!

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Die Sache mit der Selbstliebe

Das mit der Selbstliebe ist so eine Sache. Gerade in der heutigen Zeit, fällt es vielen schwer, sich selbst optisch so zu akzeptieren, wie sie sind. Ständig haben wir die vermeintlich perfekten Gesichter anderer Cosplayer, Influencer und Stars vor Augen.
Das aktuelle “Beautyideal” bei Frauen mit hohen Wangenknochen, schmaler süßer Stupsnase, vollen Lippen und großen mandelförmigen Augen, hat wohl jeder von uns sofort im Kopf. Selten sieht man eine Schauspielerin, die nicht eine perfekte Nase hat.

Wie so viele andere auch, hatte ich eine ganze Zeit lang mit meinem Aussehen zu kämpfen. Dumme unangebrachte Kommentare während der Schulzeit oder beim Weggehen, tragen nicht unbedingt dazu bei, sich besser zu fühlen. Irgendwann habe ich es aber geschafft mich selbst für gut zu befinden! Nur, um wieder von vorne anzufangen, als ich Cosplayerin wurde.

Kommentare wie “ey, das ist doch ein Kerl” oder “du hast keine Titten, cosplay den Charakter nicht” oder “ich hab deine Nase kleiner bearbeitet, weil sie so groß war” haben mich in die Zeit zurück versetzt, als ich mich selbst optisch noch nicht so mochte.

Lerne dich selbst kennen & mögen

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Kämpfernatur bin und selten bis gar nicht klein beigebe. Weil es einfach scheiße ist, wenn man sich selbst nicht schön findet, habe ich auch im Cosplay nach Möglichkeiten gesucht, um mich besser zu fühlen.

Etwas, das mir auch früher schon geholfen hat, war, Wege zu finden, um mich selbst besser kennen zu lernen. Ich habe mir also die Zeit genommen, mich einfach mal ausführlich im Spiegel zu betrachten.
Je mehr Zeit du mit jemanden verbringst und diese Person kennen lernst, auch optisch, desto mehr magst du sie meistens auch. Das gleiche gilt auch für dich selbst!

Je länger man sich selbst betrachtet, desto eher findet man etwas, das man gut an sich findet. Dementsprechend habe ich mich so lange im Spiegel betrachtet, bis ich mindestens eine Kleinigkeit gefunden habe, die ich an mir gut oder sogar toll fand!
Natürlich wirst du auch immer etwas finden, das du weniger schön findest. Versuch aber, dich zunächst darauf zu konzentrieren, etwas an deinem Körper oder deinem Gesicht zu finden, das du gut findest. Hör nicht auf, bis du etwas gefunden hast
In einem zweiten Schritt, kannst du dann versuchen zu lernen, dich an die Merkmale deines Gesichts zu gewöhnen, die du nicht gut findest. Denn an etwas gewöhnt zu sein, ist definitiv besser, als etwas aktiv nicht zu mögen.

Vergleiche dich nicht mit anderen

Egal ob es um die persönliche Leistung, Interpretation eines Cosplays oder um dein Aussehen geht: Vergleiche dich nicht mit anderen!
Das wäre in etwa so, als würdest du einen Apfel mit einer Birne vergleichen. Klar, sind beides Früchte, aber dennoch nicht das Selbe!

Deine Gene, Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen formen dich zu einer einzigartigen Person, die es auf der Welt in dieser Ausführung nur ein einziges Mal gibt. Es ist also keine gute Idee, dieses einzigartige Exemplar von Mensch, das du bist, mit einem anderen einzigartigen Exemplar zu vergleichen. Oder?

Während ich mich vorher nur selten optisch mit anderen verglichen habe, habe ich es beim Cosplay ständig getan. Häufig habe ich Cosplayer entdeckt, die den gleichen Charakter gecosplayed haben und ihn meiner Meinung besser umgesetzt hatten!
Ich fing an meine Umsetzung mit ihrer Umsetzung zu vergleichen. Das blieb nicht nur bei Kostüm, Make Up oder Posing. Mir kam sogar häufiger der Gedanke, dass deren Gesicht besser zum Charakter passen würde als meines. Das Ende der Geschichte? Ich mochte mein Cosplay nicht mehr.

Zuerst dachte ich, ich müsse mein Cosplay nun an ihre Umsetzung anpassen und versuchte deren Make Up zu “kopieren”. Leider ohne Erfolg. Ich war genauso unzufrieden wie zuvor.

Mach dein eigenes Ding!

Irgendwann erkannte ich, dass es mir nicht gut tat, wenn ich mich ständig verglich. Also arbeitete ich daran, es einfach nicht mehr zu tun. Mittlerweile konzentriere ich mich verstärkt darauf, einfach meinen Stil zu finden und diesen auch beizubehalten.
Das beinhaltet auch zu akzeptieren, dass nicht alles, was ich gut finde, auch gut an mir selbst funktioniert. Auch wenn ich krasse Make Ups mit viel Highlighter faszinierend finde, so muss ich mir eingestehen, dass sie einfach nicht mein Ding sind. Das ist vollkommen ok! Ich kann sie ja immer noch bei anderen Cosplayern bewundern, während ich das tue, was am besten zu mir passt.

Natürliche Fotos für mehr Selbstliebe

Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass ich ein Verfechter von möglichst natürlichen Cosplay Fotos bin! Sie helfen mir zu zeigen, was ich als Person leisten und wie badass, süß, sexy oder total verrückt ich aussehen kann. Wandelbarkeit durch Cosplay und nicht durch Photoshop.

Weil mir dieser Punkt so wichtig ist, habe ich ihm einen eigenen Blogeintrag gewidmet, den ich dir gerne ans Herz legen möchte:
Warum ich natürliche Fotos bevorzuge und wie sie mir geholfen haben mich selbst zu lieben

Du bist selbst dein größter Kritiker

Hand aufs Herz: Du selbst wirst immer dein größter Kritiker sein. Du kennst dich selbst nunmal am besten und treibst dich immer wieder an deine Grenzen. Das ist sogar gut, denn Selbstkritik hilft uns, uns zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Gönn dir auch mal eine Auszeit von der Selbstkritik. Besonders, wenn es um dein Aussehen geht, das du eh nicht ändern kannst. Schönheits-OPs klammere ich hier bewusst aus 😛

Im letzten Jahr hatte ich ein Foto gepostet, bei dem ich beschrieben habe, was mir an mir selbst auffällt, wenn ich mich betrachte. Als erstes bemerke ich eigentlich fast immer meine permanenten Augenringe, die sich kaum durch Make Up verstecken lassen. Danach fällt mir meine Narbe auf, die ich mir als Kind beim Fußball spielen hinter unserem Garten zugezogen habe. Jahrelang wuchs mir überhaupt kein Augenbrauenhaar und irgendwann hatte ich akzeptiert, dass meine Augenbraue auch nie wieder vollständig wachsen würde. Auch, wenn sie mich nicht mehr stört, so fällt mein Blick immer wieder auf das Loch in meiner linken Augenbraue.

Als ich meine Follower gefragt habe, was ihnen an mir als erstes auffällt, so hat keiner meine Augenringe oder meine Narbe genannt. Den meisten fielen sie gar nicht erst auf. Durch meine Anmerkung, habe ich ihre Aufmerksamkeit auf “meine Fehler” gelenkt.

Nur, weil du etwas an dir nicht magst, heißt das noch lange nicht, dass es anderen ebenfalls so geht.

Geteiltes Leid, ist halbes Leid

Zum Abschluss möchte ich dir noch eine kleine aktuelle Geschichte erzählen. In den letzten Tagen bin ich über einen Twitter Thread gestolpert, der das Thema Selbstliebe im Bezug auf die eigene Nase thematisiert hatte. Als jemand, der zwischenzeitlich auch erhebliche Probleme mit dem Aussehen der eigenen Nase hatte, musste ich mir den Thread natürlich durchlesen.

Der Thread bestand aus lauter Fotos von Frauen, die alle keine süße Stupsnase hatten. Viele Frauen hatten bereits gelernt ihre Nase zu akzeptieren oder sogar zu lieben. Viele Frauen waren noch dabei es zu lernen und erzählten von ihren Problemen.
Als ich den Thread so las, wusste ich, ich bin nicht alleine.
Es gibt andere Menschen da draußen, die mit sich selbst zu kämpfen haben und noch nicht akzeptieren können, wie sie aussehen.
Aber sie alle versuchen es! Wenn das nicht die größte Motivation ist, dann weiß ich auch nicht.

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Du wirst nicht besser, wenn du die Kritik anderer nicht annimmst! Oder?

Eine klare Ansage, die mir früher andere als Tatsache verkaufen wollten.
Wenn du in der Öffentlichkeit stehst, musst du Kritik von außen annehmen.
Du musst dein Cosplay anders machen, damit es besser oder akkurater ist. Du musst, du musst, du musst.
Erstmal: Ich muss gar nichts und du ebenso wenig.

Natürlich sollte jedem, der sich oder sein Cosplay in der Öffentlichkeit präsentiert, bewusst sein, dass Kritik zu jederzeit kommen kann.
Egal, ob du diese für gut befindest, danach gefragt hast oder sogar klar gesagt hast, dass diese unerwünscht ist. Das ist ganz normal und wenn man sich öffentlich zeigt oder äußert, muss man immer mit Kritik und Gegenwind rechnen.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass du die Kritik auch annehmen oder für gut befinden musst. Was du mit dieser machst, bleibt am Ende ganz allein dir überlassen.

Seit längerer Zeit kommuniziere ich ganz klar, dass ich auf meinen Kanälen keine Kritik von außen wünsche. Konkret formuliert: Kritik ist bei mir unerwünscht!

Warum?
Das hat ein paar Gründe. Diese möchte ich dir gerne erläutern:

Seit ich mit dem Cosplayen angefangen habe, habe ich an jeder Ecke des Internets Kritik erhalten. In 90% der Fälle hatte ich nicht einmal danach gefragt. Häufig war es keine konstruktive Kritik, die gut formuliert oder inhaltlich hilfreich war. Der Großteil, der sogenannten Kritik, waren lediglich Beleidigungen, versteckt in Form von Negativ-Komplimenten oder eben von “Kritik”.
Habe ich doch einmal konstruktive Kritik erhalten, so handelte es sich oft um Entscheidungsfragen, die auf den persönlichen Geschmack beruhten oder schlichtweg mit meinen Mitteln, Ansichten und Skills nicht umsetzbar waren.

In den fünf Jahren, in denen ich nun Cosplay mache und mich öffentlich im Internet und auf Conventions zeige, habe ich ein einziges Mal konstruktive Kritik erhalten, die mich weitergebracht hat! Nur einmal!

Ziemlich schlechter Schnitt, oder nicht?
Ein Schnitt, der mich stets zum Nachdenken angeregt hat und mir den Eindruck vermittelt hat, dass mir diese Kritik auf meinem Weg nicht weiterhelfen wird.
Dennoch habe ich lange mit mir gehadert und mich häufig gefragt:

Darf ich Kritik überhaupt ablehnen?

Egal wen ich gefragt habe, egal wer mir begegnet ist, sie alle haben mit den Schultern gezuckt und mir erklärt: Das ist eben so!
Geschimpft wurde natürlich über die unangebrachte Kritik trotzdem. Aber sich öffentlich zu äußern, dass es unangebracht war? Ja, das hat sich am Ende keiner getraut.

Also habe ich beschlossen meinen eigenen Weg zu gehen und meine Meinung offen, ehrlich und vor allem direkt zu kommunizieren.
Welche eben auch beinhaltete: Kritik ist bei mir unerwünscht.

Was war die Konsequenz aus meiner Entscheidung?
Nun zunächst wurden mir die üblichen Vorwürfen um die Ohren geworfen:
“Du bist nicht kritikfähig!”
“Du bist kindisch und unreif.”
“So wirst Du nie besser werden!”

Willst du wissen von wem diese Vorwürfe kamen?
Überraschenderweise nur von Personen, die mich zuvor kritisiert und beleidigt hatten. Die Reaktionen waren teilweise so schlimm, dass ich mir selbst ein System überlegt hatte. Ganz nach dem Motto “Drei Strikes und Du bist raus” ließ ich jedem Kommentator und jedem angeblichen Freund die Chance, nach zwei Fehltritten noch die Kurve zu kriegen. Danach wurde die Person einfach blockiert.

Nachdem der erste Aufschrei vorüber war, wurde es ruhiger. Angenehm ruhig und das Hobby fing wieder an, mir Spaß zu machen!

Natürlich gibt es auch heute immer wieder noch einzelne Stimmen, die sich beschweren und mein Vorgehen nicht für gut befinden. Aber ganz ehrlich? Das passiert mittlerweile ganz selten und kommt auch nur von Personen, die mir gegenüber sowieso schon im Vorfeld negativ eingestellt waren.
Das ist auch etwas, das man mit der Zeit lernt. Man erkennt sofort, wer einem von Anfang an eher negativ eingestellt war oder wer es eigentlich gut gemeint hatte.

Kann man auch ohne Kritik von außen besser werden?

Gerade dem Vorwurf “Du wirst ohne Kritik nie besser”, musste ich mich erst Anfang diesen Jahres wieder stellen. Von wem dieser Vorwurf kam, muss ich an dieser Stelle nicht erwähnen.
Aber jetzt mal Realtalk:

Sind Verbesserungen auch ohne konstruktive Kritik möglich?

Klar, ist das möglich! Oder glaubst du, ich bin nur besser geworden, weil ich auf Personen gehört habe, die mir ihre Meinung aufdrücken wollten? Sicher nicht.
Verbesserung passiert nicht magisch, nur weil du Kritik erhältst. Sei sie nun konstruktiv und hilfreich oder nicht. Verbesserung kommt von dir und zwar von dir allein. Natürlich kann Kritik hierbei helfen und einen Anstoß geben, aber sie ist kein Garant für deine Leistungssteigerung.
Also nur weil du Kritik erhältst, wirst du nicht automatisch besser.

Analyse & Selbstreflektion

Ganz nach dem Prinzip “Analyse und Selbstreflektion”, habe ich mir zu einigen Cosplay Glow Ups verholfen. Anstatt auf andere zu hören und einfach das zu machen, was diese wollten, habe ich auf mich gehört und das analysiert, was ich bisher geleistet hatte.
Indem du dich selbst und das was du tust analysierst und reflektierst, kannst du erkennen, wo du dich verbessern könntest.

Blicke also immer wieder auf das zurück, was du bisher geleistet hast. Mach dir Gedanken, was dir daran gefällt und was nicht. Finde neue Wege, neue Mittel und neue Ideen um das zu ändern, was dir nicht gefällt. Verstärke das, was dir gefallen hat und setz es um. Das wichtigste ist aber, dass du etwas tust. Die gewünschte Veränderung, die du durch deine Analyse erkennst, musst du auch umsetzen. Nur so wirst du besser.

Inspiration durch andere Cosplayer

Du kannst dir jederzeit Anregung von anderen holen. Sei es einfach, dass du dir Cosplays von anderen ansiehst, die dir gut gefallen. Mach dir klar, was dir daran so gut gefällt und es es dir ebenso an deinem Cosplay gefallen könnte. Lass dich inspirieren!

Hilfreiche Kritik von den richtigen Leuten

Hol dir Kritik von den Personen, denen du vertraust und die dich gut kennen. Auch ich hole mir hin und wieder die Meinung und Kritik von meinen Freunden ein! Aber eben nur ausschließlich von den Personen, denen ich vertraue und auf deren Meinung ich Wert lege.
Meine Freunde kennen mich, meinen Geschmack, meine Mittel und auch meine Skills relativ gut und können so einschätzen, welcher Ratschlag mir am Ende auch weiterhilft.

Du siehst, es gibt zahlreiche Wege besser zu werden und zwar ganz ohne unerwünschte Kritik von außen.
Indem ich diese Wege gegangen bin, habe ich den Einfluss von außen reduziert. Dadurch habe ich auch den Eindruck erlangt, dass sich mein persönlicher Cosplay-Stil konkretisiert hat und meine Cosplays jetzt noch besser zu mir passen als zuvor.

Cosplay ist etwas sehr persönliches

Ein Cosplay ist meiner Meinung nach etwas sehr persönliches. Zunächst wählst du einen Charakter aus, der dir persönlich etwas bedeutet und mit dem du dich identifizieren kannst. Danach entscheidest du ganz nach deinem Geschmack und Empfinden, wie du diesen Charakter umsetzt. Du interpretierst den Charakter auf deine Weise und entscheidest welche Perücke du für die Haarfarbe verwendest und in welchem Stil du sie stylst. Welche Kontaktlinsen für dich am besten geeignet sind und den Augen des Charakters am nächsten kommen. Welchen Stoff du für das Outfit wählst, welche Farben gut miteinander harmonieren und natürlich auch was du dir letztendlich leisten kannst.

Du triffst eine Reihe von persönlichen Entscheidungen, die ganz auf deinen Geschmack, dein Skilllevel und deinen Möglichkeiten beruhen. Du verbringst Tage, Wochen und Monate damit, deinen persönlichen Traum wahr werden zu lassen.

Ist es am Ende dann immer die richtige Entscheidung, als fremde Person, einen anderen Cosplayer ungefragt zu kritisieren?

Ich hoffe, ich konnte dir meine Gedanken zu dem Thema etwas näher bringen.
Es liegt ganz bei dir, ob du Kritik wünscht, diese einforderst, ablehnst oder einen ganz anderen Weg gehst. Wichtig ist nur, dass du dir am Ende selbst treu bleibst und die Entscheidungen anderer respektierst.

Es ist unser Hobby, unser Happy Place und wir sind dafür verantwortlich, wie wir damit umgehen.

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Androids don’t have tattoos

Dieser Gastbeitrag wurde von Faerie Blossom geschrieben.
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Hi, ich bin Jasmin aka ‘Jazz’ im Internet bekannt als ‘Faerie Blossom’ und ich bin eine tätowierte (und sichtbar gepiercte) Cosplayerin aus Düsseldorf.
Im Folgenden will ich einfach Mal ein bisschen mit dir darüber plaudern, wie das denn so ist, wenn man stark sichtbare Tattoos hat und diese im Cosplay zu sehen sind und mit welchen Reaktionen man eventuell rechnen muss.

‘Catwoman doesn’t have a raven tattoo’
‘Androids don’t have tattoos’
‘what are you going to do about that tattoo, since Cersei doesn’t have one???’

Das sind nur ein paar Beispiele der Kommentare, die ich mir als tätowierte Cosplayerin öfter Mal durchlesen durfte. Ebenso ist es mit dem Satz:

‘Tja dein Cosplay ist dann eben nicht akkurat wegen den Tattoos, schade!’

Autsch, echt jetzt? Ist ein Cosplay denn schlechter, weil der Cosplayer sichtbare Tätowierungen hat? MUSS ein Cosplay denn unbedingt 1 zu 1 akkurat zum Original sein? Oh du, das ist ja schon wieder eine eigene Diskussion für sich und vielleicht ein anderes Thema für SajaLyns Blog? 😉

Tatsächlich habe ich am Anfang , als ich meine ersten Tattoos bekommen habe, häufiger das Problem gehabt, dass man sich darüber unter meinen Bildern beschwerte.
Aber vor allem in letzter Zeit bei meinen Detroit: Become Human Cosplays kam dann doch nochmal häufiger der Satz ‘But androids don’t have tattoos’ unter meinen Bildern zum Vorschein.

Fotograf: Andreas Kinder

Und ja, ich weiß, klar – diese Kommentare haben natürlich auch Recht. Die Charaktere die ich cosplaye haben eben nicht meine Tattoos auf der Haut und das sorgt für folgende Aussagen:

‘Das Tattoo zerstört das Cosplay!’

Oh ganz ehrlich, ich LIEBE diese Aussage!
Da kann ich glatt anfangen mit mir selber zu diskutieren, weil ich dazu auch nicht nur eine Meinung habe 😀
Denn die Antwort ist; ja und gleichzeitig auch nein, meiner Meinung nach.

Einerseits denke ich; ja, ein Tattoo kann manchmal echt das Gesamtbild stören und einfach gar nicht zum Charakter passen.
Stell dir vor: Homer Simpson auf dem Oberarm bei Arielle…?
Oder, wie in meinem Fall, ein großer Rabe auf dem Dekolleté von Catwoman? Schwierig! Gehört ja nicht zum Charakter, passt unter Umständen farblich auch gar nicht zusammen und springt dir dann einfach direkt ins Gesicht.

Und da kann ich es absolut verstehen wenn es Leute stört oder sie es persönlich eben nicht schön finden, erst Recht wenn man eventuell gar kein Fan von Tattoos oder Piercings ist. Aber Tattoo hin oder her das macht ein Cosplay meiner Meinung nach trotzdem kein bisschen schlechter. Es ist in dem Moment, wo es jemandem nicht gefällt oder eben gefällt, eine Frage von Geschmack!

Andererseits bin ich gleichermaßen der Meinung, dass meine Tattoos genauso ein Teil von mir sind, wie meine Muttermale oder meine Nase, nur dass ich mir diese Merkmale meines Körpers eben selber ausgesucht und platziert habe, weil ich es so schön finde.
Aber dennoch sind sie ein Teil meiner Person und meines Körpers und haben deswegen eine Daseinsberechtigung und müssen eben nicht abgedeckt werden.

Ich würde mir ja auch nicht die Nase brechen lassen, damit sie eine passendere Form für Charakter XYZ hat…du verstehst was ich meine, oder?

Fotograf: Andreas Kinder

Ich muss sagen, ich habe auch durchaus Cosplays, wo meine Tattoos sogar toll zum Charakter passen, wie zum Beispiel Raven aus Teen Titans.
Zusammengefasst merkst du, dass ich nicht der Meinung bin meine Tattoos passen auf jeden Fall supertoll zu meinen Kostümen. Aber ich bin ebenso wenig der Meinung dass sie meinen Kostümen einen Zacken aus der imaginären Krone brechen.

Wieso deckst du deine Tattoos nicht einfach ab?

Als ich mir damals mein erstes Tattoo habe stechen lassen, ein Rabe auf der Brust, war er mein ganzer Stolz! Ich wollte schon ewig lang ein Rabentattoo haben und nun war es endlich da. Schmerz und Schweiß habe ich gelitten und ordentlich dafür geblecht. Der Rabe saß auf meiner Brust, wo ihn jeder sehen und bewundern konnte.

Dennoch habe ich mich damals für Shootings und Conventions stets bemüht, den Raben zu covern, d.h. mit sehr vielen Schichten MakeUp überschminkt, bis er kaum mehr sichtbar war.

Der Entschluss dies zu tun kam allerdings auch viel dadurch, dass ich den Eindruck hatte es wurde von mir erwartet und ‘das macht man dann so’. Es gab sogar Freunde, die ganz klar geäußert haben:
‘Ja gut das musst du dann aber covern, ne’ oder ‘Für XYZ coverst du das dann schon, oder?’ – also war eine gewisse Erwartungshaltung von außen an mich gerichtet.

Diese Erwartung, gerade von Freunden, waren ein Grund dafür, dass ich den Brustraben, wenn er denn zu sehen war – abdecken ‘musste’.
Allerdings fiel mir recht schnell auf, dass meine Haut auf der Brust die vielen MakeUp Schichten gar nicht gut vertragen hat. Jedesmal nach dem Abschminken war meine Haut gereizt und gerötet. Es hatten sich kleine Pickelchen gebildet. Ziemlich unangenehm, wie du dir vorstellen kannst, denn NIEMAND mag Pickelchen, erst recht nicht auf Tattoos.

Fotograf: Andreas Kinder

Dann war da noch das Problem, dass das MakeUp, trotz Fixieren, durch äußere Einflüsse wie Schweiß oder Reibung gerne mal abfärbte und verwischte. Zack, war das MakeUp was den Raben abdecken sollte, ein Teil des Kostüms geworden. Na super, wasch das mal raus.
Am Ende muss ich gestehen; es war mir auch einfach irgendwann wahnsinnig lästig geworden, jedesmal länger meinen zu Raben schminken als mein Gesicht.

Denn, glaub es oder nicht, ich habe um dieses EINE Tattoo abzudecken fast 30 min gebraucht und dann hats am Ende doch noch abgefärbt oder Schmiererei gegeben, na da kommt doch Freude auf, nicht wahr? Damals habe Ich dann für mich im Stillen den Entschluss gefasst ‘okay weißte was? NÖ! Ich covere das Tattoo nicht mehr, für Fotos kann man es ja wegstempeln’

Kleine Notiz am Rande: ‘Wegstempeln’ bei einem pechschwarzen Tattoo macht dich bei Fotografen echt unbeliebt. Das ist nämlich gar nicht Mal so einfach und nervt, wie ich so von meinen Fotografenfreunden gehört habe hust es tut mir leeeeeeid räusper 😛

Also hab ich auch da irgendwann gesagt, “Ja was solls, auf Conventions covere ich die Tattoos nicht, dann sind se halt auch auf den Fotos da!”
Wenn du dir meine bisherige Entwicklung so anschaust, bin ich mit inzwischen ca. 20+ Tattoos an dem Punkt, wo ich vermutlich eine Air Brush Pistole und einen Assistenten bräuchte, der mir einmal eine neue komplett ‘unbefleckte’ Haut aufsprayt.

Das bräuchte ich vor allem, wenn ich einen Charakter cosplayen wollen würde, der selber stark tätowiert ist… Oh boi, das wäre ja eine Arbeit…erst Haut mit Bodypaint/AirBrush auf Werkseinstellung zurücksetzen, um dann andere Tattoos drüber zu malen. Du kannst dir sicher vorstellen, warum ich versuche keine Charaktere dieser Art zu cosplayen oder? xD

Fotograf: Andreas Kinder

Im Fall von Chloe Price aus Life is Strange habe ich mich einfach damit arrangiert, das Chloe ein Oberarm Tattoo hat das zwar nicht aussieht wie meins, aber zumindest in eine ähnliche Richtung geht. Sie hat ein buntes Totenkopf Tribal, ich habe ein schwarz weißes Totenkopf Mandala…ganz ehrlich? Ich fand es passte ganz gut 🙂

Und was sagt jetzt deine Community dazu, dass Catwoman tätowiert ist?

Oh ich kann dir sagen, ich bin echt happy, denn Ich erfreue ich mich an einer sehr Tattoo-begeisterten Community, die gerne meine neuesten Tattoos mitverfolgen und sich sogar freuen, wenn sie einen Charakter mit meinen Tattoos sehen. ‘Oh wir bekommen Elsa mit Tattoos zu sehen!’ oder ‘OMG die Tattoos passen so gut dazu’ höre ich eigentlich täglich und Sprüche wie ‘Catwoman hat aber kein Rabentattoo’ oder ‘Androiden haben keinen Tattoos’ hingegen sind eher the dying kind.

Wenn sich doch Mal ein solcher Kommentar unter ein Bild verirrt, dann meistens von Leuten die mir sowieso nicht folgen. Frei nach dem Motto ‘das gefällt mir nicht, der folg ich nicht’das ist ja auch völlig okay. Dann hätte man sich meiner Meinung nach den Kommentar aber auch sparen können, ich meine ich kommentiere zum Beispiel nichts was mir nicht gefällt, wie sieht es da bei dir aus? 😉

Zusammendfassend kann ich dir nur sagen, wenn du dir ein Tattoo stechen lässt oder sogar welche hast:
DU entscheidest ob du dein(e) Tattoo(s) für ein Cosplay covern willst oder nicht.

Du musst weder das eine noch das andere. Es ist eine Geschmacksfrage und du musst dir am Ende gefallen und zufrieden mit dir sein.

Ich für meinen Teil bin glücklick damit zu sagen ‘meine Tattoos sind Teil von mir, die ich gerne zeige und ich habe kein Problem damit wenn sie auch im Cosplay zu sehen sind’. Ich habe aber auch keinerlei Problem damit, wenn du es anders siehst und anders machen würdest. You do you <3

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Zu teuer, zu schlecht, zu dreist – Struggles beim Cosplay Verkauf

Nachdem ich dir in diesem Blogeintrag ein paar Grundlagen zum Cosplay Verkauf mitgeteilt habe, möchte ich dir nun von einigen Problemfällen erzählen. Meine Erfahrungen sollen zum einen zeigen, was dich beim Verkauf alles erwarten kann. Aber auch, was sich als Käufer einfach nicht gehört.

Ergänze meinen Beitrag gerne mit deinen Geschichten und Erfahrungen unten in der Kommentarsektion! Ich bin mir sicher, dass du damit einigen anderen Cosplayern helfen wirst.

Du hast eine Meise, das ist viel zu teuer!

Dann fangen wir doch direkt mit meiner neuesten Erfahrung an! Beim Cosplay Verkauf ist es mir enorm wichtig einen fairen und angemessenen Preis festzulegen. Das gilt sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Natürlich möchte ich meine Cosplays weder zu teuer oder zu günstig verkaufen.
Meinen Verkauf starte ich also immer mit einem Preis, den ich für absolut angemessen und vertretbar halte. Konnte ich das Cosplay über einen sehr langen Zeitraum nicht verkaufen, dann bin ich durchaus bereit meine Schmerzgrenze zu überschreiten und das Kostüm auch viel günstiger zu verkaufen. Vorausgesetzt, ich will das Cosplay um jeden Preis los werden.

Ich hatte also beschlossen mein über die Jahre hinweg verfeinertes Harley Quinn Cosplay zu verkaufen. Den Preis habe ich mir gut überlegt und sogar mit anderen Angeboten verglichen. Kurz nach dem Einstellen des Verkaufsangebots, bekam ich die ersten Nachrichten. Tja, leider nicht zu meiner Freude.
Ohne jegliche Kaufabsicht kamen Nachrichten wie: “Du bist doch völlig gestört, der Preis ist Wucher!” – “Du hast eine Meise, das ist viel zu teuer, das kauft dir nie jemand ab.” – “Hahaha, viel Glück beim Verkauf!” – “Ist das Cosplay nicht viel zu teuer?!”

Ich denke, du kannst dir die Tonalität vorstellen. Für so ein Verhalten habe ich tatsächlich nicht viel Worte. Es ist einfach unverschämt und absolut unangebracht.
Was ich getan habe? Das einzig Richtige: ich hab diese Nachrichten gelöscht und zum Teil Nutzer blockiert. Und das solltest du auch tun, sobald dich Personen beleidigen.

Natürlich kann man immer über den Preis sprechen. Es gibt auch Personen, die der Meinung sind, dass sie dich über den richtigen Preis (zu Recht oder zu Unrecht) belehren müssen. Beleidigen lassen musst du dich aber auf keinen Fall und niemals!
Außerdem: kauft keiner dein Cosplay für den angegebenen Preis, dann wirst du früher oder später zwangsläufig den Preis anpassen müssen. Ganz ohne blöde Kommentare oder Beleidigungen.

Aus der Sicht des Käufers:

Bist du also der Meinung, dass jemand ein Cosplay zu teuer verkauft und du es gerne kaufen möchtest, dann frage ihn privat, ob er es dir auch günstiger verkaufen würde. Am besten lieferst du dann gleich einen Preisvorschlag. Du solltest allerdings keinen zu großen Preisnachlass erwarten.
Stelle aber niemals öffentlich den Preis des Verkäufers infrage. Das ist einfach unhöflich.

Kannst du das auch reservieren?

Wer kennt es nicht: Die ersten Anfragen bezüglich deines Cosplays treffen ein, man bespricht die Details und nun müsste der Käufer nur noch zahlen. Auf einmal heißt es: Ich kann erst nächsten Monat bezahlen. Kannst du es solange für mich reservieren?

Am Anfang als ich noch wenig Erfahrung und viel Geduld hatte, habe ich regelmäßig Cosplays reserviert. Mittlerweile krieg ich bei diesem Satz fast schon das Kotzen. Du willst gar nicht wissen, wie oft ich reserviert habe und wie oft diejenige Person sich nicht mehr gemeldet hat. Es war fast immer das Gleiche: man wartet Tage / Wochen darauf, dass sich die andere Person meldet und erst nach mehrmaligen Nachfragen, erfährt man, dass die Person gar kein Interesse mehr hat.

Seither herrscht bei mir der Grundsatz: ich reserviere nicht!
Denn in der Zwischenzeit melden sich oft Interessenten, die tatsächlich sofort kaufen würden. Selbst wenn nicht, dann ist man wenigstens nicht an ein Versprechen gebunden, das in 90% der Fälle eh gebrochen wird.

Aus der Sicht des Käufers:

Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht warum man nicht von Anfang an mit offenen Karten spielt. Schließlich geht niemand in ein Geschäft, steht mit der Ware an der Kasse und erklärt dann der Verkäuferin, dass sie das bitte einen Monat lang zurücklegen soll, weil man aktuell kein Geld hat.
Hegst du also eine ernst gemeinte Kaufabsicht, aber hast aktuell das Geld nicht, dann solltest genau das von Anfang an dem Verkäufer mitteilen.
Vielleicht hast du Glück und der Verkäufer reserviert es dir so lange? Oder du tätigst eine Anzahlung, damit der Verkäufer sicher weiß, dass du nach der Reservierung kaufen wirst.

Rückmeldungen? Ohne mich

Etwas, das mir bei fast jeder Verkaufsrunde passiert ist, ist, dass sich die Interessenten einfach nicht mehr melden. Mittlerweile habe ich mich schon so sehr daran gewöhnt, dass ich mich gar nicht mehr darüber ärgere. Der harmloseste Fall ist, dass nach der Übersendung von Infos einfach keine Rückmeldung mehr kommt. Das passiert ständig und damit halte ich mich schon lange nicht mehr auf. Sollte sich jemand nicht mehr melden, dann frage ich in den seltensten Fällen nochmal nach. Ich betrachte die Angelegenheit damit als erledigt.

Aus der Sicht des Käufers

Es ist immer schöner, wenn du dich kurz noch einmal meldest. Auch wenn du dich nur für die Infos bedankst und mitteilst, dass du dir über den Kauf noch nicht sicher bist.

Kauf ohne Bezahlung

Meldet sich der Käufer nicht mehr, nachdem man bereits die Bankdaten übermittelt hat, ist das schon ziemlich fies.
Alles wurde geklärt, Infos ausgetauscht und eigentlich fehlt nur noch die Bezahlung. Was machst du dann?

Ich bitte meine Käufer grundsätzlich immer darum zeitnah zu überweisen. Ist nach 3 Tagen kein Zahlungseingang erfolgt, frage ich nett nach, ob die Überweisung schon getätigt wurde oder bis wann ich damit rechnen kann. Oft klärt sich dann einiges. Aber ich hatte schon den Fall, dass ich hingehalten wurde oder keine Antwort mehr erhalten hab.
Nach einer Woche setze ich dem Käufer dann eine faire Frist. Ist bis zu dem von mir festgelegten Datum keine Zahlung erfolgt, verkaufe ich das Cosplay an jemand anderen.

Aus der Sicht des Käufers:

Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass du das Cosplay auch wirklich kaufen kannst und willst. Fällt dir das erst nach der Zusage und dem Austausch von Daten auf, ist das richtig mies. Sei dir sicher, dass du das Cosplay kaufen willst und auch zahlen kannst!
Solltest du dir sicher sein, aber nicht sofort zahlen können, dann sprich das sofort an. Niemand ist böse, solltest du erst zwei oder drei Tage später zahlen können. Aber um Missverständnisse zu vermeiden, solltest du das dem Verkäufer gleich mitteilen.
Kannst du aber erst eine Woche oder viel später zahlen, dann ist es umso wichtiger, dass du das offen kommunizierst.

Vorgetäuschte Bezahlung

Tatsächlich wäre ich einmal fast Opfer eines Betrugs geworden. Jemand wollte mir Perücken abkaufen und alles schien zunächst normal. Als ich aber nach einer Woche keine Zahlung erhalten hatte, habe ich dem Käufer natürlich eine Frist gesetzt. Plötzlich wurde mir sofort ein Screenshot einer Online-Überweisung gezeigt, als Beweis, dass die Bezahlung in diesem Moment getätigt wurde.
Der Screenshot kam mir schon etwas seltsam vor. Bis aber auf dem Konto ein Zahlungseingang erfolgt, kann es bei Inlandsüberweisungen durchaus bis zu 3 Tagen dauern. Also habe ich beschlossen erst einmal abzuwarten.

Spoiler: Die Zahlung habe ich nie erhalten. Der Käufer wollte mir mit einem gefälschten Überweisungsbeleg eine Zahlung vortäuschen. Er hatte gehofft, dass ich zwischenzeitlich die Ware bereits versende. Hätte ich das getan, wäre ich am Ende ohne Geld und ohne Perücken da gestanden.
Versende also die verkaufte Ware nie, solange du das Geld nicht sicher auf deinem Bank oder PayPal Konto hast!
Versendest du erst und forderst dann die Zahlung ein, kannst du schneller zum Opfer eines Betrugs werden als du damit rechnest. Screenshots und abfotografierte Überweisungsbelege sind nicht immer ein glaubhafter Beleg für eine Zahlung.

Aus der Sicht des Käufers:

Sei kein Betrüger! Der Verkäufer hat deine Anschrift und wird dich bei der Polizei anzeigen.

Das Paket kam nie an

Leider kann es durchaus vorkommen, dass die Post dein Paket verliert oder nicht zustellen kann. Im besten Fall bekommst du es zurück und musst es erneut an den Käufer senden. Wenn du Pech hast, ist das Paket aber tatsächlich verloren und du hast es weder eine Versicherung noch einen Nachweis, wo es denn zuletzt war.
Oder du wirst Opfer eines Betrugs und der Käufer behauptet, dass das Paket nie bei ihm ankam. Ohne Sendungsnummer hast du keine Möglichkeit die Behauptung zu überprüfen.

Du kannst dich zumindest teilweise für diese Fälle absichern, indem du deine Cosplays oder Perücken mit Sendungsnachweis versendest. Dann können du und der Käufer den Status des Pakets abrufen.

Aus der Sicht des Käufers:

Natürlich kannst du auch als Käufer jederzeit um versicherten Versand bitten. Die Kosten trägst sowieso du. So bist du im Gegenzug ebenfalls gegen Betrug geschützt!

Abschlussworte

Ich denke, du hast jetzt ein gutes Gefühl dafür bekommen, was beim Verkauf von gebrauchten Cosplays schief gehen kann. Wie in jeder Lebenslage ist man immer einem gewissen Risiko ausgesetzt. Mit diesen Erfahrungen hast du zumindest ein paar Werkzeuge an die Hand bekommen, um bestimmte Gefahrenquellen zu eliminieren. Ich wünsch dir viel Erfolg beim Cosplay Verkauf!

Du hast noch andere Erfahrungen gemacht, auf die ich nicht eingegangen bin? Dann Kommentiere diesen Beitrag und berichte mir davon!

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Hang in there…

Vor etwas mehr als 11 Monaten habe ich mich endlich getraut und habe darüber gesprochen, was mir in der Cosplay Szene widerfahren ist.
Viele haben sich gemeldet und mir von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Ich bin froh, dass ich mit meinen Worten anderen helfen und zeigen konnte, dass man das durchstehen kann!
Deshalb schreibe ich diese kleine “Review”, die dir zeigen soll, dass es besser wird, auch wenn es immer wieder Hindernisse zu überwinden gilt.

Den ursprünglichen Blogeintrag kannst du hier nachlesen: Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist

Daily Business

Ich glaube, du stimmst mir zu, wenn ich sage Hate & Mobbing gehen nicht einfach so weg. Es wird weniger, wenn auch über einen größeren Zeitraum.
Warum heißt also dieses Kapitel “Daily Business”?

Ganz einfach: je mehr du dich mit Hate konfrontiert siehst, desto mehr Chancen hast du zu lernen wie du damit umgehst. Am Anfang ist die Belastung groß und jede Aktion macht dich fertig.
Aber blick doch mal zurück und sei Stolz auf das, was du schon alles überstanden hast. Irgendwann merkst du, dass dich bestimmte Aktionen nicht mehr belasten und du hast nicht mal mehr ein Schulterzucken dafür übrig.

Ganz nach dem Motto: Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker! Du und ich, wir sind stärker als sie!

Der Kreis der Vertrauten

Es ist wunderbar zu wissen, auf wen man sich verlassen kann. Loyale und ehrliche Freunde sind ein Hafen, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Gemeinsam stehen sie mit dir alle Gerüchte durch und ergreifen für dich Partei.

Es ist unglaublich wichtig zu wissen, auf wen man sich wirklich verlassen kann oder wer nicht die Eier hat für dich einzustehen.

Klar schmeißt man Freundschaften nicht einfach so weg, aber Freunde sollten füreinander da sein. Freunde gehen durch dick und dünn.
Freunde halten zusammen. Wenn ein Freund nicht zu dir hält, dann ist er kein Freund.

Auch ich musste diese Erfahrung erneut machen. Freunde die mir mehrfach versichert hätten, sie wären für mich da, waren es nicht.
Da ich diese Erfahrung nicht zum ersten Mal mache, kannst du dir vorstellen wie rigoros und schnell ich in solchen Fällen mittlerweile handle.
Taten zählen mehr als Worte.
Wer sich also nicht als Freund verhält, der ist nicht wirklich mein Freund und wird gnadenlos “aussortiert”.

Auch wenn es schwer fällt, trenn dich von Personen, die dir nicht gut tun! Ein Freund sollte dich unterstützen und auch für dich einstehen.

Gönn dir eine Pause

Gerüchte, Hassnachrichten und Freunde, die sich auf einmal von dir abwenden, all das kostet unheimlich viel Energie. Es ist absolut okay, wenn es dir zu viel wird.

Auch ich hatte in 2019 einen Tiefpunkt. Das erneute soziale Drama hat mich so geschlaucht, dass ich keine Lust mehr hatte Blogeinträge zu schreiben oder Podcast Episoden zu produzieren. Vielleicht ist dir auch das “Sommerloch” aufgefallen, in dem ich hier kaum etwas veröffentlicht hatte. Erst einen Monat später fand ich die Energie überhaupt darüber zu berichten.

Wenn du merkst, dass dir die Energie fehlt, dich nichts mehr begeistert und es dir einfach nicht gut geht. Dann nimm dir eine Pause!
Konzentrier dich auf das was dir Freude bereitet und distanziere dich von den Dingen, die zu viel Energie fressen. Es ist ein Hobby und solltet dir Freude bereiten.
Der Abstand wird dir helfen die Dinge wieder klarer zu sehen und neue Motivation zu für das zu finden, was dir wirklich wichtig ist!

Wenn du noch mehr Tipps hast, die mir und anderen helfen können, dann schreib sie gerne in die Kommentare!
Ich wünsch dir ein frohes Neujahr 2020, viel Energie und vor allem Freude!

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Shitty costumes are more fun – Oder?

Das folgende Thema habe ich erst gestern in meinem Instagram Post ausführlich behandelt. Da ich so viel Resonanz erhalten habe, möchte ich noch ein paar Worte und Gedanken zu diesem Thema verlieren.
Ich stelle also (erneut) folgende Aussage in den Raum:
“Ich hatte mehr Spaß am Cosplayen als meine Kostüme noch schlechter waren.”

Besonders in letzter Zeit, ist mir immer wieder dieser Gedanke gekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich damals viel unbeschwerter gecosplayed habe. Denn ich habe mich einfach nur unendlich darüber gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen hatte meine Lieblingscharakteren zum Leben zu erwecken.

Damals hatte ich keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, ob ich gut genug sei oder ob andere mein Cosplay gut oder schlecht finden würden. Vor allem habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, ob sich jemand anderes über meine Umsetzung beschweren würde.

Grinsekatze Cheshire Cat Alice Wonderland Wunderland SajaLyn Cosplay

Ich cosplayte einfach nur für mich.

Ungewolltes Feedback von Außen

Stolz wie man ist, teilt man seine Cosplays im Internet, trägt sie auf Conventions und bekommt prompt Feedback, vor allem aber häufig Kritik. Vermeintlich konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und ganz besonders die Meinung von Anderen.

Gerade am Anfang lässt man sich darauf ein, denn man ist ja Anfänger und fühlt sich noch nicht sicher. Vielleicht ist man sogar für jeden Tipp dankbar.

Schnell musste ich aber feststellen, dass die meisten gut gemeinten Ratschläge, Meinungen und Verbesserungsvorschläge wenig halfen und mir mehr und mehr die Freude an meiner eigenen Umsetzung nahmen. Dabei war es egal, ob es Personen waren, die ich noch nie in meinem Leben zuvor gesehen oder Cosplayer, die ich erst auf einer Convention kennen gelernt hatte. Die Freude, sich einfach nur in den geliebten Charakter zu verwandeln und sich genau über diese Tatsache zu freuen, schwand langsam.

Arielle Ariel Meerjungfrau mermaid Cosplay SajaLyn

Ich will keine Kritik

Je mehr Kritik und gut gemeinte Ratschläge ich bekam, desto schneller hatte ich festgestellt: Ich will diese Kritik nicht!
Und als ich diesen Satz schreibe, schreien in meinem Kopf Stimmen von damals: “Du bist nicht kritikfähig!”

Sobald man wagt Kritik zu hinterfragen oder sogar sich traut sie nicht anzunehmen, werden einem diese Worte um die Ohren geworfen. Denn es zählt nicht, was du denkst, sondern was die anderen denken. Zumindest möchten einige Personen diesen Eindruck erwecken.
Aber ich bleibe dabei, ich will keine Kritik aus dem Internet, von Fremden oder von Personen, die ich nur zweimal in meinem Leben gesehen habe.

Suigintou Rozen Maiden Cosplay SajaLyn

Kritik, die weiterhilft

Vielleicht denkst du dir jetzt, wie kann sie nur keine Kritik wollen. Kritik ist wichtig, sich weiterzuentwickeln, zu reflektieren und besser zu werden. Schließlich wollen wir alle besser werden. Oder nicht?

Klar, Kritik ist absolut wichtig. Aber noch wichtig ist es, dass sie von den richtigen Leuten kommt.

Wenn ich wertvolle Kritik suche, dann gehe ich zu meinen engen Freunden und zu meiner Familie. Denn sie kennen meine Fähigkeiten, meinen Geschmack und können so beurteilen, an welchen Stellen ich mich wirklich verbessern kann.

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Leistungsdruck

Das Gefühl zu haben als Cosplayer Leistung bringen zu müssen, kann unterschiedliche Ursprünge haben. Er kann von dir selbst kommen oder von außen.
Egal ob du dir selbst Druck machst “mithalten” zu müssen oder ob der Druck von außen kommt, weil du als Anfänger “nicht gut genug bist” oder du als bekannter Cosplayer “abliefern musst”. Vergiss nie, dass Cosplay nur ein Hobby ist. Dein Hobby!

Ich denke wir alle sollten wieder lernen diesen Druck zu vergessen und das zu machen, was uns Freude bereitet.
Vor allem aber sollten wir uns wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir nur für uns selbst cosplayen und nicht, um anderen zu gefallen.

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In diesem Sinne hoffe ich, dass du die Freude an deinem Hobby nicht verlierst und weiterhin das machst, was dir Spaß bereitet! Erzähl mir gern von deinen Erfahrungen, Gedanken und auch von deiner Meinung zu diesem Thema!

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Warum ich natürliche Fotos bevorzuge und wie sie mir geholfen haben mich selbst zu lieben

Wer mir schon länger folgt und mich gut kennt, der weiß, ich bevorzuge vor allem natürliche Fotos. Klar, finde ich diese Photoshop Meisterwerke, bei denen man am Ende gar nicht mehr weiß ob es ein Foto oder doch ein Digital Painting ist, sehr faszinierend. Ich weiß auch, dass genau diese Fotos besonders auf Social Media viel Aufmerksamkeit bekommen und damit viele Likes generieren. Ich schaue sie mir auch hin und wieder gerne an.

Mein Herz schlägt aber für natürliche Cosplay Fotos.

Warum ist mir Natürlichkeit so wichtig?

Eine sehr gute Frage, die ich dir gerne zu beantworten versuche. Auch wenn ich gerade in diesem Moment noch nicht weiß, wo ich am besten anfangen soll.

Klar geht es beim Cosplay darum den dargestellten Charakter so originalgetreu wie möglich darzustellen. Photoshop ist hier also eine gute Hilfe sich optisch an diesen Charakter anzupassen. Aber es geht eben auch darum, dass ich als Person in diese Rolle schlüpfe und dadurch meine Liebe zu diesem Charakter zeige.

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Für mich persönlich ist es daher eine noch viel größere Leistung, wenn ich es schaffe mit “natürlichen” Mitteln diesen Charakter so überzeugend wie möglich darzustellen. Mit Kostüm, Pose, Mimik, Make Up und vor allem mit meiner Ausstrahlung. Am Ende möchte ich doch mich selbst darin erkennen und sagen können: das bin ich, das habe ICH geschafft.
Und nicht: die Bearbeitung des Bildes hat mich erschaffen.

Es ist meine Leistung

Ich habe also vielmehr das Gefühl, dass ich etwas großartiges geleistet habe, wenn ich durch meine eigene Darstellung den Charakter überzeugend präsentiere.

Bei diesen krass bearbeiteten Fotos, habe ich oft das Gefühl, dass der Fotograf, bzw. der Editor die Leistung vollbracht hat. Oft werden auch bei diesen Bilder typische persönliche Merkmale wie Narben und Muttermale weg retuschiert. Oder der Körper wird durch Verflüssigen angepasst und perfektioniert.
Hier hat natürlich jeder eine andere Meinung sowie ein anderes ästhetisches Empfinden.

Viele bevorzugen eine krasse Retusche, weil sie so viel mehr wie der Charakter aussehen. Ich persönliche fühle mich dadurch eher verletzt und habe den Eindruck, dass ich als Person optisch nicht gut genug bin. So wie andere ihre Tattoos und Piercings bei jedem Cosplay zeigen, weil es ein Teil von ihnen ist, so möchte ich meine Narben, Muttermale und ja, manchmal sogar meine permanenten Augenringe behalten.

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Schließlich sehe ich ja auch in Wirklichkeit so aus.

Selbstliebe durch Natürlichkeit

Mit der Zeit hat sich auch der Eindruck bei mir bestätigt, dass gerade Fotos mit natürlicher Retusche helfen, sich selbst zu akzeptieren und sich zu lieben.
Wie du auch, habe ich mich in meiner Teenager Zeit nicht wohl in meinem Körper, aber vor allem mit meinem Gesicht, gefühlt. Vielen geht es auch noch heute so. Kein Wunder also, dass gerade Filter, die das Gesicht weich zeichnen, Apps, die Augen optisch vergrößern und eben Photoshop, mit denen man sich ganz nach Belieben anpassen kann, besonders beliebt sind.

Aber glaube mir, all diese Dinge brauchst du nicht. Zumindest nicht, wenn du glaubst dich dadurch schöner zu fühlen.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es reicht, sich intensiv mit der eigenen Optik auseinanderzusetzen, um sich letztendlich zu akzeptieren.
Wenn du dich erstmal an dich selbst gewöhnt hast, dann fängst du auch an Dinge an dir zu entdecken, die du schön findest.

Gerade deshalb helfen natürliche Fotos dabei dich selbst zu lieben wie du bist. Diese Fotos zeigen dir wie toll du aussiehst, wenn du einfach du selbst bist. Egal ob im Cosplay oder casual.
Je mehr Fotos du von dir hast und je öfter du sie siehst, desto mehr gewöhnst du dich an dich selbst. Dann beginnst du auch damit dich selbst schön zu finden.

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Zusatz: Was retuschiere ich dann?

Die große Frage: Was retuschiere ich dann eigentlich bei meinen Bildern?
Letztendlich handhabe ich das nach folgendem Grundsatz: Ich retuschiere das, was grundsätzlich Make Up leisten kann.
Ich bin ehrlich: Wenn ein Muttermal einfach wie ein Pickel aussieht und deswegen unvorteilhaft ist, dann retuschiere ich auch das weg.

Schönheitsfehlerchen behebe ich, wie zum Beispiel: Die Wig ist verrutscht, man sieht etwas von meinen eigenen Haaren oder Falten im Kostüm, usw.. Fremde Personen im Hintergrund entferne ich natürlich auch. Ich glaube du kannst anhand dieser Beispiele gut erkennen, was ich dir sagen will.

Retusche ist gut und notwendig, aber ich verändere nie meinen Körper oder mein Gesicht. Das ist mir persönlich einfach sehr wichtig.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Blog Eintrag meine Sichtweise näher bringen und dir vielleicht sogar ein paar Anregungen mit auf den Weg geben. Am Ende zählt nämlich nur eins: Du solltest glücklich und zufrieden mit deinen Fotos sein. Egal wie sie auf andere wirken.

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Stoppt das Konkurrenzdenken!

Konkurrenzdenken beim Cosplay. Eine Phrase, die jeder von uns sicher schon mindestens einmal gehört hat. Aber ist es wirklich so schlimm wie alle behaupten? Ruiniert das Konkurrenzdenken die Community?

Der Grundgedanke ist doch, dass wir alle Außenseiter sind, die über das Hobby Cosplay zueinander gefunden haben. Wir haben uns somit selbst einen “Safe Space” geschaffen, in dem wir unser nerdiges selbst ausleben können. Über die Jahre hinweg ist das Hobby immer beliebter geworden und nicht nur “Außenseiter” begeistern sich dafür.
Er kam, wie es eben kommen musste, der Mainstream.

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Wer ist dieser Mainstream überhaupt?

Ja wer ist er und was will er? Unterm Strich bedeutet Mainstream, mehr Beliebtheit und Aufmerksamkeit für das Hobby Cosplay. Also mehr Menschen, die sich aus verschiedenen Motivationen heraus, sich diesem Hobby widmen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Cosplayer wird immer größer und es entwickeln sich sogar neue Kategorien und Abspaltungen.

Schlecht finde ich das ganze tatsächlich gar nicht. Klar, mit dem Mainstream steigt auch der Anteil der Arschlöcher, aber mal ganz ehrlich: ohne Mainstream weniger Conventions und weniger relevante Shops.
Oder etwa nicht?
Gerade der Mainstream macht das Thema Cosplay alltagstauglich und für die Wirtschaft interessant. Dadurch entstehen immer wieder neue attraktive Möglichkeiten sich Materialien, Perücken und sogar komplette Kostüme zu kaufen.

Mal ehrlich, wer findet es denn schlecht, wenn man sich online problemlos neues Material bestellen kann und eine riesiges Auswahl an Perücken vorfindet? Ich jedenfalls nicht.

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Woher kommt das Konkurrenzdenken?

Natürlich verstärkt der Mainstream die Beliebtheit um das Hobby Cosplay und damit steigt auch das Konkurrenzdenken. Social Media trägt natürlich auch erheblich dazu bei, den Eindruck des permanenten Konkurrenzdrucks zu verstärken.
Aber: Vorher war das Konkurrenzdenken auch schon vorhanden. Womöglich war es einfach nur nicht so präsent.

Denn Konkurrenzdenken ist etwas natürliches, das uns dazu bewegt besser zu werden und über uns selbst hinaus zu wachsen. Ohne dieses Denken würde den Meisten von uns die Motivation fehlen sich zu verbessern. Was treibt dich dazu an, besser zu werden und Dinge immer wieder neu anzugehen?

Vielleicht sagst du jetzt, du möchtest einfach nur besser werden, um dir selbst zu beweisen, was du alles leisten kannst.
Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich folgenden Gedanken schon häufiger hatte: “Das kann ich besser!”
Und zwar nicht aus der Motivation heraus, weil ich mit mir selbst unzufrieden war. Sondern, weil mich ein anderer Cosplayer indirekt dazu angespornt hat, es besser machen zu wollen als er.
Ist das jetzt bereits ein Problem? Macht es mich zu einem schlechten Menschen, dass ich manchmal besser als andere sein möchte?

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Der Ton macht die Musik

Ich denke eben nicht, dass Konkurrenzdenken an sich etwas schlimmes ist. Vor allem dann nicht, wenn es dich motiviert Neues auszuprobieren und Größer zu denken.
Konkurrenzdenken ist aber genau dann ein Problem, wenn man dieses aggressiv nach außen trägt und kommuniziert.

Niemand mag Personen, die aktiv alles und jeden als Konkurrenz betrachten und dabei ihre Höflichkeit und gute Manieren vergessen. Das ist schlichtweg unsympathisch und unangenehm. Niemand möchte sehen oder hören, wie ein anderer Cosplayer sich für etwas besseres hält und dich für etwas “schlechteres”.

Aber wo ist das Problem dabei, wenn man diesen Konkurrenzkampf für sich selbst im inneren austrägt? Oder abgesprochen unter Freunden?
Richtig, hierbei gibt es gar kein Problem, denn keiner wird dadurch belästigt oder gar beleidigt.

Also anstatt Konkurrenzdenken grundsätzlich als etwas negatives zu sehen, sollten wir anfangen uns lieber Gedanken über Menschen zu machen, die diese negativen Gefühle in uns auslösen.
Vielleicht klappt dann irgendwann die Differenzierung, dass nicht immer die Sache an sich etwas schlechtes ist.

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