Warum du auf Instagram nicht erfolgreich bist – Klartext

Wenn du mich und meinen Blog / Podcast schon einige Zeit verfolgst, dann weißt du, dass ich dir bereits unzählige Tipps gegeben habe, wie du auf Instagram erfolgreicher sein kannst. Nicht zuletzt sogar als strukturierten Guide in Form meines Buches “Instagram für Cosplayer”.
Hin und wieder schnappe ich aber auf, dass noch nicht bei allen angekommen ist, was Social Media Marketing bedeutet.

Das ist absolut nicht schlimm, denn nicht jeder möchte sich auch mit Marketing beschäftigen. Wichtig ist in erster Linie zu wissen, was man möchte. Also sich zu beschweren, dass man keinen Erfolg hat, aber gleichzeitig nichts dafür zu tun bzw. zu sagen “ich möchte einfach nur meine Fotos posten”, passt halt leider nicht zusammen.

Wenn du also jetzt mal einige konkrete Anhaltspunkte haben möchtest, warum es nicht klappt oder es satt hast, dass andere nur rumheulen und den Kern der Sache scheinbar noch nicht verstanden haben – dann ist dieser Beitrag vielleicht genau der Arschtritt, den du brauchst.

Sicherlich solltest du aber stets dran denken, das alles hier nicht persönlich zu nehmen! Mir geht es nicht darum jemanden schlecht zu machen, sondern lediglich mit klaren und harten Worten einige Erklärungen zu liefern. Letztendlich möchte ich dir mit diesen Worten helfen.

Bist du bereit? Dann lass uns loslegen.

Vielleicht ist dein Content einfach nur…

Lass uns mal direkt mit der harten Wahrheit beginnen. Denn bei vielen ist das meistens schon das Hauptproblem:
Vielleicht ist dein Content einfach nur scheiße!

Was ich damit meine?

Pixelige unscharfe Fotos im unaufgeräumten Kinderzimmer mit dreckigem Spiegel sind einfach nichts, was irgendjemand im Jahr 2021 noch gerne sehen möchte!

Permanente Wiederholungen des gleichen Motivs werden auf Dauer langweilig. Nicht nur für deine Follower sondern besonders für den Instagram Algorithmus.

Ungestylte Wigs, kaum vorhandenes Make Up und schlecht sitzende Kostüme haben auf Instagram heutzutage einfach keine Chance mehr!

Bild vor Text! Dein Text kann noch so gut sein, wenn dein Bild einfach nicht ansprechend ist, wird es kaum Reichweite generieren.

Aber ich bin doch ein Cosplay-Anfänger…

Ganz sicher hatten Cosplay-Anfänger es früher dahingehend leichter. Fast jeder von uns hat mit ungestylten Wigs, zu wenig Make Up, schlecht sitzenden und ungebügelten Kostümen angefangen. Damals war Instagram noch nicht so im Rennen, was bedeutete, dass Likes & Co einfach keine Rolle spielten.
Man wuchs also ganz ohne Wunsch nach “fame” mit seinem eigenen Tempo in das Hobby hinein.

Hast du also gerade erst mit Cosplay angefangen? Dann scheiß auf Likes, Reichweite und fame! Konzentrier dich in erster Linie auf dich und dein Hobby. Finde dich in dieser neuen grandiosen Welt zurecht, probier dich aus und wachse hinein.
Du wirst nicht von heute auf morgen zum Profi. Es ist ein Prozess!
Du fängst doch auch nicht an Gitarre zu lernen und hast sofort den Anspruch ein Rockstar zu werden – ohne zu wissen, welche Art von Musik du überhaupt machen kannst oder möchtest – oder?

Natürlich hast du höhere Ambitionen und Ziele, wenn du einen solchen Wunsch hegst. Aber deshalb solltest du dich trotzdem zunächst erst einmal darauf zu konzentrieren die Facetten des Hobbies kennenzulernen und vor allem die notwendigen Skills zu erlernen.
Dabei bietet es sich super an, deine Reise zu dokumentieren und andere wiederum zu inspirieren. Zeig deinen Prozess und sprich nicht nur darüber!

Spaß VS Erfolg

Natürlich ist nicht bei jedem das gleiche das Problem und der Content ist scheiße. Letztendlich gibt es viele Facetten, woran es scheitern kann oder besser gesagt, die dazu beitragen, dass du dir den Erfolg erarbeitest.

Mehr dazu findest du in meinem Buch “Instagram für Cosplayer”!

Ein weiteres häufig auftretendes Problem, ist die Annahme, dass “Spaß” und “Erfolg” Hand in Hand einher gehen. Ganz nach dem Motto: Mach das was dir Spaß macht und der Erfolg wird zu dir kommen!
Leider ist das nicht ganz richtig.
Eher ist es genau umgekehrt. Je mehr Erfolg du hast, desto mehr Spaß wird dir auch das machen, was du tust.

Was bedeutet das jetzt?

Das bedeutet ganz im Klartext: Der Content, den du gut findest und den du gerne produzierst ist vielleicht nicht der, den deine Follower sehen möchten!
Wenn du auf Instagram erfolgreich sein möchtest, dann produzierst du in erster Linie Content für deine Follower. Dementsprechend müssen deine Follower deinen Content auch gut finden. Wenn du Glück hast, geht das was du liebst mit dem einher, was auch deine Follower lieben werden. Darauf kannst du dich aber nicht verlassen.

Mach dir also ein für alle Mal klar was du möchtest!
Diesen Punkt kann ich nicht deutlich genug machen.
Denn genau davon ist abhängig, was du tun solltest und mit welchen Ergebnissen du zu rechnen hast.

Kurz erklärt:

  • Content, der auf deine Follower abgestimmt ist = Höhere Chancen auf Erfolg
  • Content, der nicht auf deine Follower abgestimmt ist = Geringere Chancen auf Erfolg

Fazit: Möchtest du in erster Linie Content machen, den du liebst, dann versteif dich nicht darauf damit erfolgreich zu sein. Wenn der Erfolg dadurch kommt: gut.
Wenn nicht, dann belästige deine Follower nicht damit, dass du zu wenig Likes und Aufmerksamkeit bekommst. Das nervt nämlich einfach nur.

Natürlich kannst du auch eine Mischform betreiben, so wie ich das gemacht habe. Jede Form ist vollkommen in Ordnung, du darfst eben nur nicht vergessen, was deine Beweggründe sind. Die richtige Einstellung und Herangehensweise sind die Grundlage für deine Zufriedenheit.

Social Media ist ein Marathon

Wie oft habe ich schon erwähnt, dass Social Media ein Marathon und kein Sprint ist? Sicher unzählige Male. Jetzt aber mal noch konkreter!

Die wenigsten Personen werden innerhalb weniger Wochen auf Instagram durchstarten und sofort Erfolg haben!
Das ganze Social Media Marketing ist ein Prozess, der sich permanent verändert, ständig optimiert werden muss und der sich durchaus über Jahre ziehen kann.

Einige wenige Personen haben innerhalb weniger Wochen und Monate Erfolg. Andere benötigen Jahre und wieder andere werden nie auf einen grünen Zweig kommen. Schließlich kann auch nicht jeder von uns Millionär werden.

Bist du bereit so viel Zeit, Arbeit und Energie in dein Projekt zu stecken?
Hast du das Durchhaltevermögen dafür?
Bist du dir ganz sicher, dass du das alles auch wirklich möchtest?
Oder möchtest du deinen Instagram Account doch lieber ganz locker und aus Spaß an der Sache betreiben?

Ich rede hier wirklich von mehreren Stunden in der Woche über mehrere Jahre hinweg. Denn selbst wenn du zu den wenigen glücklichen Personen zählst, die sich innerhalb kurzer Zeit etwas größeres aufbauen können, musst du noch immer viel Zeit, Energie und Arbeit hineinstecken, um davon auch langfristig etwas zu haben.

Denn es ist nicht damit getan dir das ganze einmal zu erarbeiten, du musst es auch halten können. Nicht immer ist deshalb der schnelle Weg zum Erfolg erstrebenswert. Du hast keine Garantie, dass das was du dir aufgebaut hast auch langfristig bestehen kann.

Social Media Instagram SajaLyn Cosplay Cheshire Cat Grinsekatze Alice Wonderland Disney

Selbst erarbeitete Strategien, die bis dato immer erfolgreich waren, können plötzlich nicht mehr funktionieren und du musst dich völlig neu erfinden. Es gibt also genug zu tun und du kannst unendlich viel Zeit in dein Social Media Marketing stecken.
Sei dir also dessen bewusst und werde dir klar darüber, ob du wirklich dazu bereit bist.

PS: Nur weil du einen Instagram – oder anderen Social Media – Account führst, heißt das noch lange nicht, dass du ihn auf “Erfolg” ausrichten musst. Du kannst genauso gut deinen Account einfach als Spaß an der Freunde betreiben. Ist ja auch eine super Möglichkeit um mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt zu treten!

Hirn einschalten!

Zu guter Letzt jetzt noch eine andere harte Wahrheit. Kein Tipp der Welt wird dir helfen, wenn du nicht ab und an selbst dein Hirn einschaltest!

Viele Social Media Tipps sind darauf ausgelegt, dir eine Grundlage zu bieten und mögliche Umsetzungen zu präsentieren. Natürlich kannst du diese Tipps und Vorschläge einfach 1 zu 1 kopieren.
Aber wundere dich nicht, wenn sie bei dir nicht funktionieren. Denn schließlich könnte deine Zielgruppe eine völlig andere sein!

Sicherlich bietet es sich an, sich von größeren erfolgreicheren Accounts inspirieren zu lassen. Vergiss dabei aber nicht, dass dein Ziel sein sollte, deinen Account herauszustellen. Indem du ausschließlich erfolgreiche Strategien kopierst, verwandelst du deinen Account in eine Kopie. Mal ehrlich: wozu braucht man eine Kopie, wenn man genauso gut das Original haben kann?!

Inspiration, trial and error statt Kopie

  • Lass dich von erfolgreichen Strategien anderer Accounts inspirieren, aber sei keine Kopie!
  • Finde dein Alleinstellungsmerkmal und heb dich von anderen Accounts ab.
  • Entwickle erfolgreiche Strategien weiter oder wandle sie ab.
  • Denk über deine Herangehensweise nach, analysiere deine Ergebnisse und nutze die gewonnenen Erkenntnisse.
  • Trau dich und probier Neues aus. Wer permanent an alten Strukturen festhält, hat kaum Raum, um sich zu entwickeln.

Noch Fragen?

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Social Media” findest du hier: category/social-media/

Folgende Podcast Episoden beschäftigen sich mit dem Thema Social Media:
003 All About Social Media
008 Das Geheimnis des Sponsorings
010 Social Media und Du – Hörerfragen
014 Was tun, wenn der Content ausgeht?

Infos zu meinem Buch Instagram für Cosplayer findest du hier: sajalyn.com/buch/

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Folge mir auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Warum Likes dich nicht glücklich machen

“Wait what?! Wie soll ich den Titel jetzt verstehen?”, denkst du dir vielleicht. Besonders da ich doch zahlreiche Tipps und Informationen liefere, wie man eben mehr Likes bekommen kann! Wie passt das jetzt zusammen? Das möchte ich dir erklären.

Likes als Maßstab aller Dinge

Ich erlebe immer wieder, dass viele Cosplayer ihren Wert, ihre Leistung und besonders ihre Zufriedenheit von Likes und Reichweite abhängig machen. Viele Likes bedeuten also scheinbar, dass ein Cosplay oder Foto besonders gut ist. Du bist also ein guter Cosplayer, wenn du viele Likes hast. Andersherum habe ich auch schon oft gelesen, dass sich darüber beschwert wurde, dass ein scheinbar minderes Cosplay zu viel Aufmerksamkeit bekäme! Also ungerechterweise zu viele Likes erhalten hätte. Also ist dieser Cosplayer trotz vieler Likes doch kein guter Cosplayer?! Wie jetzt?

In unserer modernen und eng mit dem Internet, also auch mit sozialen Medien, verknüpften Welt, tendieren wir dazu Likes und Reichweite als Maßstab zu werten. Sie helfen uns einzuordnen, ob etwas eher gut oder oder schlecht ist. Streng genommen aber eigentlich, ob etwas eher beliebt oder unbeliebt ist. Dabei müssen wir uns bewusst machen, dass die Anzahl der Likes nichts – wirklich rein gar nichts – darüber aussagen, ob ein Kostüm aufwändig gemacht, ein Cosplay akkurat umgesetzt oder ein Charakter perfekt in Szene gesetzt wurde. Sie tragen in keiner Weise zu unserem persönlichem Glück bei. Viel mehr setzen sie einen eher unter Druck.

Das Geheimnis vieler Likes

Viele Likes oder Follower sagen rein gar nichts über den Wert deiner Arbeit oder über dich als Person aus. Viele Likes sind viel eher das erfolgreiche Ergebnis einer mit Social Media Marketing ausgerichteten Arbeit. Lernst du zu erkennen, was bei den Leuten beliebt ist und besonders gut ankommt, dann kannst du deine Posts dahingehend optimieren. Natürlich spielen auch die Qualität deiner Arbeit, Hashtags, Veröffentlichungszeitpunkt und Kontext eine nicht unerhebliche Rolle.

Sicherlich hast du schon einmal beobachtet, dass eine große erfolgreiche Sharing-Seite einen Post veröffentlicht hat, der enorm gut ankam. Als du dann aber den originalen Post auf der Seite des Cosplayers geöffnet hast, hast du gesehen, dass das Original bei Weitem nicht so viele Likes hatte. Das lag sicherlich nicht daran, dass der Cosplayer schlecht oder gut ist. Sondern viel mehr daran, dass die Sharing-Seite sich erfolgreich und bewusst bestimmter Social Media Marketing Maßnahmen bedient.
Eine bereits erfolgreich aufgebaute oder besonders große Seite, wird tendenziell also mit dem gleichen eher mehr Likes generieren, als eine kleine Seite, die just for fun postet. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

Hier als Beispiel also ein Post von skys_heaven und mir, der jeweils auf der emp_de Instagram Seite geteilt wurde.

Dein Wert hängt nicht von der Bewertung anderer ab

Du siehst also, dass der gleiche Post auf unterschiedlichen Accounts ein völlig unterschiedliches Ergebnis erzielen kann. Es ist definitiv nichts schlechtes dabei, sich viele Likes und Erfolg auf Social Media zu wünschen. Wichtig ist nur, dass du dir bewusst machst, dass dein Selbstwertgefühl davon nicht abhängen sollte! Und dass der “Erfolg” nicht allein daran hängt, wer du bist, sondern viel mehr, was du dafür tust, um auf den entsprechenden Plattformen erfolgreich zu sein.

Entscheide dich / das richtige Mindset

In jedem Fall solltest du dir klar machen, was du mit deinem Account erreichen möchtest. Möchtest du dich eigentlich nur mit Freunden austauschen und Spaß haben? Dann sollten dich Likes überhaupt nicht interessieren und dich vor allem nicht verunsichern.
Fällt es dir schwer, diese Komponente auszublenden und setzt sie dich unter Druck? Dann ist ein privat eingestellter Account vielleicht das Richtige für dich. So kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich den Spaß beim Austausch mit Freunden.

Möchtest du deinen Account erfolgreich aufbauen und etwas ganz bestimmtes damit erreichen? Dann solltest du dich mit Social Media Marketing und dem damit verbundenem Aufwand vertraut machen.

Du möchtest Social Media Tipps?
Mein Buch “Instagram für Cosplayer” kannst du ab sofort in meinem etsy Shop erwerben!

Denn das Ganze kann ein langer und mühsamer Weg werden. Vorsicht: wenn du nicht aufpasst, dann bist du auch schnell mit vielen Likes unzufrieden. Denn schließlich strebt der Mensch stets nach mehr!

Egal, wie du dich entscheidest, wichtig ist, dass du dein Selbstwert, deine Selbstliebe und den Spaß zu den Dingen nicht von der Bewertung anderer abhängig machst. Auch nicht von dem Instagram Algorithmus!

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Let’s talk” findest du hier: category/lets-talk/


Weitere Beiträge aus der Kategorie “Social Media” findest du hier: category/social-media/

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Folge mir auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein

Es gibt einen Trend, den ich erschreckend finde und über den ich sprechen möchte.

Patreon ist für viele Cosplayer ein Begriff mit dem sie sofort ein bestimmtes Bild verbinden. Ich verbinde damit unter anderem Teaser-Fotos auf Instagram, die einen schönen nackten Frauen Hintern zeigen, der mit einem Pfirsich Sticker zensiert wurde. Ja genau das Bild erscheint in meinem Kopf, wenn ich an Patreon und Cosplay denke.

Was ist Patreon überhaupt?

Patreon ist eine Plattform, auf der du ähnlich wie bei Facebook Inhalte veröffentlichen kannst. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass du gewisse Inhalte sperren kannst. Diese Inhalte sind deinen Unterstützern vorbehalten. Das heißt, wenn deine Fans und Follower diese Inhalte sehen möchten, dann müssen sie dich unterstützen und dir Geld spenden.
Das funktioniert dann über Paypal und ein Belohnungssystem.

Häufig beginnt das bei 1 Dollar, damit schalten deine Fans die gesperrten Inhalte frei. Danach gibt es ein bestimmtes Belohnungssystem, welches du definierst. Zum Beispiel kannst du dann anbieten, dass deine Unterstützer für 10 Dollar kostenlose Prints von dir erhalten, quasi als Dankeschön für ihre Unterstützung. Die Grenze ist nach oben offen und du allein bestimmst welches Dankeschön durch welchen Geldbetrag freigeschaltet wird.

Viele Cosplayer bieten also Tutorials und Prints an, welche ihre Fans durch eine Spende freischalten können. Im Prinzip zahlt man als Fan dafür diese Inhalte zu erhalten.
Wichtig ist also, dass du einen Anreiz schaffst, damit deine Fans und Follower bereit sind dir Geld zu zahlen.

Sex sells

Egal wann und in welchem Bereich: Sex sells
Dementsprechend ist es nichts schockierendes, dass das auch im Cosplaybereich funktioniert und praktiziert wird. Wir alle kennen die Accounts der sexy Cosplayerinnen und Cosplayer, die sich und diverse Cosplay Charaktere halbnackt präsentieren.

Die Bandbreite reicht von ästhetisch zu schockierend. Aber das ist nicht mein Bier und jedem selbst überlassen.
Das ist auch nicht das Phänomen, das mich letztendlich so schockiert.

Was mich schockiert, ist: Viele Cosplayer, die sich zuvor niemals auch nur annähernd halbnackt präsentiert haben, eröffnen ihren eigenen Patreon Account und fangen an sich ausschließlich dafür auszuziehen.

Cosplayer, die sich ihr Hobby finanzieren möchten und dafür Patreon nutzen sehen keinen anderen (erfolgreichen) Weg um Unterstützer zu finden, als sich auszuziehen.
Gegen Bezahlung gibt es dann Prints und Videos von diesen Cosplayern, auf denen sie kaum bis gar nicht bekleidet sind.
Als Unterstützer zahlt man also für pornografische (Pornografie = Darstellung menschlicher Sexualität) Inhalte.

Warum?!

Sexy Cosplays VS akkurate Cosplays

Nach und nach entsteht der Eindruck, dass man sich als Cosplayer ausziehen muss, wenn man erfolgreich sein möchte. Ich meine, wer hatte den Gedanken nicht: Wenn ich mich ausziehen würde, wäre ich viel erfolgreicher. Ich sollte mehr nackte Haut zeigen und sexy Charaktere cosplayen!

Diese Gedanken schlagen vor allem auf Patreon nieder, denn vermeintlich erfolgreich ist derjenige, der sich entblößt präsentiert. Denn Sex sells ist nicht nur ein Spruch, es entspricht der Wahrheit.
Je mehr Haut man zeigt, desto mehr Geld erhält man. Eine einfache Formel.

Und genau diese Entwicklung finde ich schockierend.

Dieses Gefühl, dass man, sei es auf Instagram oder Patreon, nur etwas erreichen kann, wenn man sich sexy präsentiert.

Die Feindseligkeit, die dadurch den “sexy Cosplayern” gegenüber entsteht, weil man sich von ihnen und ihrem Erfolg bedroht fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß als gegen sie zu hetzen oder eben es ihnen gleich zu tun.

Nackte Haut ist nicht der Schlüssel zum Erfolg

Du glaubst der Erfolg kommt über Nacht, wenn du dich nur sexy genug präsentierst? Falsch.
Sex sells, ja, das stimmt. Aber es muss auch eine gewisse Qualität dahinter stecken. Auf Instagram hab ich schon zahlreiche Accounts gefunden, auf denen sich Cosplayer halbnackt präsentieren, aber völlig ohne Erfolg.

Du musst dich nicht ausziehen, um eine Menge Unterstützer zu finden oder um bekannter zu werden.

Egal wie du dich online präsentierst oder welche Inhalte du auf Patreon anbietest: es steckt eine Menge Arbeit dahinter.
Es reicht nicht zu denken, man müsse sich nur ausziehen um erfolgreich zu sein.

Wenn du dich aber ausziehen möchtest, weil du Spaß daran hast, dann tu es. Aber mach es nicht, weil du glaubst, dass es der einzige Weg zum Erfolg ist. Verkaufe deinen Körper nicht, weil du glaubst, dass du auf einem anderen Weg keine Unterstützung bekommst.

Es gibt ebenso zahlreiche Cosplayer, die auch ohne nackte Haut und große Titten erfolgreich sind.

Cosplay ist kein Wettkampf!

Egal wie du dich entscheidest, ob du Tutorials anbieten möchtest oder dich sexy präsentierst, Cosplay ist kein Wettkampf.
Jeder, egal ob “sexy Cosplayer” oder nicht, steckt eine Menge Arbeit und Energie in das was er tut.

Auch wenn ich generell kein Freund von halbnackten Cosplayern bin, so muss ich zugeben, dass es immer wieder hochwertige Bilder gibt, die mich faszinieren und die wirklich gut gemacht sind.
Da lasse ich dann gerne einen Like da!
Es ist halt nicht immer alles nur schwarz oder weiß.

Man muss sich nicht zwangsläufig ausziehen, um erfolgreich zu sein. “Sexy Cosplayer” haben genauso viel und genauso wenig Erfolg, wie Cosplayer, die sich gegen “sexy” entschieden haben.

Was will ich dir eigentlich mit diesem Blogeintrag sagen?

  1. Zieh dich nicht aus, nur weil du dein Hobby finanzieren möchtest und es “jeder” so macht
  2. Zieh dich nur aus, wenn du Spaß daran hast und dir die Bilder Freude bereiten
  3. Mach das was du machen möchtest, weil es dir Spaß macht, nicht weil du vermeintlich damit Erfolg haben wirst
  4. Verurteile niemanden für seine Vorlieben und Abneigungen

Ich wünsche mir, dass mehr Cosplayer sich trauen sich mit ihren Inhalten zu verkaufen, anstatt ihren Körper, nur weil das der scheinbar einfachere Weg ist und man Angst hat “nicht gut genug” zu sein.
Außerdem wünsche ich mir, dass niemand diejenigen Cosplayer verurteilt, die gerne ihren Körper präsentieren und Freude daran haben sich in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen.

Es gilt die einfache Regel: wenn ich nichts Nettes zu sagen habe, dann halte ich meine Klappe.

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie findest du hier:
category/lets-talk/

Meine Empfehlung:
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Unterstütze mich mit dem Kauf eines Prints:
shop/Sajalyn

Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop