Durchstarten mit Patreon

Patreon ist für viele Cosplayer ein Begriff und fast Synonym dafür, wenn es darum geht, möglichst einfach Geld mit seinem Hobby zu verdienen. Deshalb möchte ich dir im Folgenden einige Infos und Tipps rund um Patreon mit auf den Weg geben. Denn auch wenn der Gedanke daran, mit seinem Content Geld zu verdienen, äußerst reizvoll ist, solltest du dich nicht Hals über Kopf in dieses Abenteuer stürzen.

Was du über Patreon wissen solltest

Was ist Patreon?

Patreon ist eine Mitgliedschaftsplattform, über die du ganz einfach Einkommen erzielen kannst. Sie bietet dir die Möglichkeit, dich für Cosplays, Tutorials, Fotoshootings oder andere Projekte bezahlen zu lassen, an denen du sowieso schon arbeitest.
Deine Unterstützer, auch Patrons genannt, zahlen dir pro Monat oder pro Post – je nachdem wie du deinen Account eingestellt hast – einen von dir festgelegten Betrag.
Solltest du in einem Monat mal keinen neuen Content erstellen können, hast du die Möglichkeit den nächsten Abrechnungszeitraum zu pausieren. So musst du kein schlechtes Gewissen haben und handelst deinen Patrons gegenüber sehr fair.

Wer kann Patreon nutzen?

Grundsätzlich kann jeder Patreon nutzen. Natürlich gelten auch hier einige Community-Richtlinien, AGBs, sowie ein Mindestalter. Du musst also mindestens 13 Jahre alt sein, um ein Konto eröffnen zu dürfen. Um Patreon als Creator oder Unterstützer nutzen zu können, musst du aber entweder mindestens 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis deiner Erziehungsberechtigten haben.

Es gibt auch einige Creator, die expliziten Content anbieten, der nicht für Patrons unter 18 Jahre zugänglich gemacht werden soll. Das betrifft beispielsweise unter anderem Ero-Cosplayer, die erotischen Content anbieten.

Einnahmen & Gebühren

Wie jede andere Plattform auch, möchte Patreon natürlich von seinen Nutzern profitieren, Ausgaben decken und Gewinn erzielen. Egal, ob du als Content Creator oder Patron unterwegs ist, dein Account ist erst einmal kostenfrei. Sobald du aber selbst Unterstützer hast, die dir über die Plattform Geld zukommen lassen, behält sich Patreon einen Anteil in Form von Gebühren ein. Laut Support staffeln sich die Gebühren nach Beitragshöhe folgendermaßen:

Hast du internationale Unterstützer, so wird auch eine Gebühr zur Währungsumrechnung fällig. Diese beträgt aktuell 2,5%.
Manchmal kann es einige Zeit dauern, bis du Zugriff auf deine Einnahmen hast. Sobald diese freigeschaltet wurden, kannst du sie dir auszahlen lassen. Aber Achtung: Auch hierbei wird eine kleine Gebühr fällig!
Hast du also noch wenig Unterstützer oder erzielst du nur ein geringes Einkommen, ist es empfehlenswert das Geld länger zu sammeln, bevor du es dir auszahlen lässt. So sparst du dir ein paar Mal Gebühren bezüglich der Auszahlungen ein.

Pro und andere Mitgliedschaften

Offiziell gibt es drei bzw. vier Mitgliedschaftsarten, die du als Creator nutzen kannst. Standardmäßig ist Pro eingestellt!

Lite

Die Lite Mitgliedschaft entspricht einer abgespeckten Variante. Bei dieser Mitgliedschaft stehen dir nur Basisfunktionen zur Verfügung. Anstatt der bekannten Level und Benefits haben deine Patrons die Möglichkeit ihren Beitrag völlig frei zu wählen. Bei Lite gehen 5% deines monatlichen Einkommens an Patreon.

Mehr Information zu Patreon Lite findest du hier: Patreon Support

Pro

Wie zu Beginn erwähnt ist die Pro Mitgliedschaft standardmäßig eingestellt. Neben Analysen, Insights, Priority-Kundenservice und erhältst du weitere Features. Unter anderem das Bekannteste, die Aufteilung nach Leveln mit festgelegten Unterstützungsbeträgen und von dir definierten Benefits. Hier behält sich Patreon 8% deines monatlichen Einkommens ein.

Pro & Merch

Du kannst deine Pro Mitgliedschaft auch um ein weiteres cooles und sehr interessantes Feature erweitern: Merch!
Patreon bietet dir hierbei hochwertige Produkte, wie Miniprints, Sticker, Tassen, Tragetaschen, Poster oder Kleidungsstücke an, die du personalisieren und als Benefit an deine Patrons versenden lassen kannst. Das coole ist, du musst dich um fast nichts kümmern, denn Patreon übernimmt für dich die Verwaltung, den Versand und stellt dir einen Kundenservice für Probleme zur Seite. Für dieses Feature behält sich Patreon zur Pro Mitgliedschaft noch einmal 3%, also gesamt 11% ein.

Premium

Zu guter Letzt gibt es noch die Premium Mitgliedschaft, die vor allem für etablierte Künstler bzw. Unternehmen gedacht ist. Diese Mitgliedschaft ist wohl für die wenigsten Cosplayer unter uns interessant. Möchtest du dennoch mehr erfahren, dann findest du hier noch weitere Informationen: Premium Info

Gewerbe, Gebühren, Steuern…

Wie du sicher schon bemerkt hast, ist es also nicht nur ein Klick, um ganz einfach Geld mit deinem Hobby zu verdienen. Zusätzlich solltest du nicht vergessen, dass du deine Einnahmen auch versteuern musst. Wenn du bereits ein Gewerbe angemeldet hast, musst du die Einnahmen natürlich dort entsprechend vermerken. Im Gastbeitrag Mit seinem Hobby Geld verdienen – Kleingewerbe für Cosplayer erhältst du mehr Informationen zu diesem Thema.

Planung ist das A & O

Bevor du dich nun Hals über Kopf in die Erstellung deines Patreon-Accounts stürzt, möchte ich dir noch einen Tipp mit auf den Weg geben. Plane vorab, welche Inhalte du exklusiv für welches Level anbieten möchtest. Möchtest du nur digitale Inhalte anbieten oder auch Merch versenden?
Solltest du dir überlegen Benefits in physikalischer Form einzubinden, solltest du in deiner Planung Herstellungs- und Versandkosten berücksichtigen. Schließlich möchtest du am Ende deine Einnahmen nicht nur zur Kostendeckung verwenden müssen.

Letztendlich sollten die von dir angebotenen Benefits sowohl zu dir passen, als auch ein Anreiz für deine Follower darstellen. Es ist sicherlich nicht leicht ein reizvolles Paket aus Content / Benefits und Beitragskosten zu erstellen. Wenn du dir aber genug Zeit lässt, alles gut durchdenkst und Inspirationen sammelst, bin ich mir sicher, dass du gut vorbereitet in deinen Patreon-Creator-Account startest.
Wie bei allen anderen Social Media Accounts auch, solltest du viel Energie, Zeit und vor allem Durchhaltevermögen mitbringen, um erfolgreich zu sein. Und jetzt: Viel Erfolg!

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Social Media” findest du hier: category/social-media/

Auch diese Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema “Patreon”:
How to support Cosplayer
Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein

Folgende Podcast Episoden beschäftigen sich mit dem Thema Social Media:
003 All About Social Media
008 Das Geheimnis des Sponsorings
010 Social Media und Du – Hörerfragen
014 Was tun, wenn der Content ausgeht?

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All About Cosplay – 011 Ero-Cosplay, Patreon und das schnelle Geld

Bereits in meinem Blogeintrag Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht? habe ich das umstrittene Thema sexy Cosplays und Patreon aufgerollt. Jetzt diskutiere ich zusammen mit Philipp intensiv darüber, warum Ero-Cosplayer mit so viel Hate umgehen müssen und ob sie sich doch nur für das schnelle Geld ausziehen.

Was ist Ero-Cosplay eigentlich?

Als Ero-Cosplayer bezeichnen sich diejenigen Cosplayer, die sich überwiegend in sexy, freizügigen und sehr erotischen Kostümen präsentieren. Dabei wird bei weiblichen Cosplayern durchaus gerne mal das nackte Gesäß oder der nackte Busen gezeigt.
Das bekannteste Beispiel wäre hierfür wohl Jessica Nigri.

Starfire EroCosplay sexy casual

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How to support Cosplayer

Dieser Gastbeitrag wurde von Franzi geschrieben.
Du kennst Franzi noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: tauride_cosplay

Im Zuge des Patreon Beitrags von Sajalyn von vor einer Weile, kam mir der Gedanke, dass einige von euch vielleicht gar nicht wissen in welcher Form man seinen liebsten Cosplayer/Fotografen/Zeichner auch unterstützen könnte.

Du hast bestimmt auch schon einmal den Gedanken gehabt: „Was für eine tolle Arbeit diese würde ich gerne unterstützen!“
Aber wie außer dem üblichen liken, kommentieren und teilen?
Es gibt tatsächlich sogar einige Möglichkeiten deinen Liebling zu unterstützen.

Unentgeltlich möglich ist natürlich das weitläufig bekannte Liken, Kommentieren und Teilen der Beiträge bzw. Arbeiten deines Künstlers.
Du kannst aber auch deine lokalen Convention/Treffen anschreiben und deinen jeweiligen Lieblingszeichner/Cosplayer/Fotografen vorschlagen. Was auch eine gute Unterstützung sein kann.
Damit enden aber leider auch die unentgeltlichen Möglichkeiten des World Wide Web.

Ich versuche in diesem Artikel nun einmal die mir bekannten, zu bezahlenden, Support Möglichkeiten zu beleuchten. 😉

Hier einmal eine erste Auflistung:
Patreon
Ko-Fi
Etsy
Storenvy
Amazon Wishlist
Prints kaufen
PO Box/ Postfach

Voraussetzung für diesen geldlichen Support ist natürlich immer, dass er vom jeweiligen Künstler auch genutzt wird UND dass du die finanziellen Möglichkeiten hast.
Ich denke kein Künstler freut sich über deinen Support wenn du dich dafür verschuldest, so gut er auch gemeint ist.

Die direkteste Möglichkeit wäre mitunter auch deinen Künstler anzuschreiben und Ihn zu fragen welche Unterstützung du Ihm zukommen lassen kannst. Aber nun zu den bekannten oben aufgeführten Möglichkeiten. Das derzeit wohl bekannteste ist:

Patreon

Die meisten größeren Künstler sind dort vertreten.
Die finanzielle Unterstützung beläuft sich hier auf eine monatliche Zahlung, für die du etwas Exklusives erhältst. Dies kann sein: Tutorials, Zeichnung, erste Eindrücke, exklusive Designs und Foto-Sets, etc.
Die Preise des monatlichen Abonnements kann jeder Künstler selbst festlegen. Die wohl häufigste Aufteilung sind 1$ /5$ /10$ für die du oft unterschiedliche Dinge erhältst.
Natürlich ist die Preisspanne nach oben offen, so dass jeder seine eigene finanziell mögliche Unterstützung leisten kann.

Bedenke hier aber bitte, dass du neben dem Beitrag an deinen Künstler auch einen kleinen Unkostenbeitrag an Patreon bezahlst. Meist ungefähr 2$ pro Monat.

Soweit mir bekannt, ist für die Unterstützung bei Patreon ein Paypal Account nötig. Da über diesen Anfang jeden Monats der Beitrag von deinem Konto eingezogen wird.

Ko-Fi

Dies ist eine mehr oder weniger reine Spenden Plattform.
Ein Coffee (quasi die Währung dieser Plattform) liegt bei 3$, du kannst einen oder mehrere pro Spendenvorgang kaufen.
Auch auf dieser Plattform  wird das Geld vorzugsweise über Paypal eingezogen. Es gibt aber auch die Möglichkeit diese Spenden
über Kreditkarte zu zahlen.

Inzwischen gibt es den sogenannten Gold Status bei Ko-Fi, sowie einige andere Features, die man damit wohl freischaltet. Damit kenne ich mich persönlich aber noch nicht weiter aus.
Ebenfalls gibt es auch die Möglichkeit den einzelnen „Coffee“, also die Spende, zu erhöhen. Das bedeutet, dass du mit deiner Einmalspende mehr bezahlst, ohne, dass du mehrere „Coffee“ spenden musst.

Etsy

Meist wird diese Plattform von Zeichner/Designern benutzt. Hier kannst du Gegenstände erwerben, wie beispielsweise Fandom inspirierte Kleidung, SFX Material, Fantasy und/oder Mittelalter Gewandungen, etc.
Selten bieten einige Cosplayer auch Prints über diese Plattform an. Preislich lässt sich hier natürlich von-bis alles finden.

Die geleistete Unterstützung bezieht sich hier natürlich nur auf die einmalige Zahlung für das Gewünschte. Bedenke auch hier kann es zu extra Kosten durch Versand und/oder Zoll kommen. Die Bezahlmöglichkeiten über Etsy sind je nach Account unterschiedlich.

StorEnvy

Mit dieser Website verhält es sich im Groben wie mit Etsy.
Die meisten Künstler, denen ich folge, bieten über diese Plattform Ihre Prints an.
Auch gibt es hier selbst designtes zu erstehen wie zum Beispiel T-Shirts, Ketten, Haarschmuck und Pins.
Preislich ist es hier natürlich auch von-bis möglich.

Die Bezahlmöglichkeiten sind je nach Anbieter unterschiedlich.
Von nur Paypal oder nur Kreditkarte haben einige Shops auch jede erdenkliche Zahlungsmöglichkeit freigeschaltet. Natürlich kommt auch hier meist noch der Versand hinzu und IMMER eine Bearbeitungsgebühr von meist 1-2 €.

Amazon Wishlist

Mit einer der direktesten Arten jemanden zu unterstützen, da du hier auswählen kannst, was genau du kaufst und damit auch ungefähr weißt was du unterstützt.

Viele Cosplayer haben beispielsweise Material für bestimmte Cosplays in Ihrer Liste, wodurch du die Möglichkeit erhältst genau das zu Unterstützen was du ggf. als nächstes sehen möchtest.
Die Preisspanne und Bezahlmöglichkeiten sind hier natürlich immer an die Shops gebunden.

Solltest du etwas in deinem preislich möglichen Rahmen gefunden haben, kannst du es auswählen und kaufen. Amazon gibt dir ebenfalls die Möglichkeit deinem Einkauf eine Notiz beizulegen.
Hier habe ich festgestellt, freuen sich viele über eine kleine Nachricht mit Namen (egal ob realer oder Social Media Name), da sie sich so gezielter bedanken können.

Prints kaufen

Diese Option hast du natürlich nur, wenn dein Gegenüber dies überhaupt anbietet. Sollte das der Fall sein, gibt es neben den bereits genannten Seiten auch Personen die ihre Prints über ihre eigene Homepage anbieten.
Auch hier ist die Preispanne und Bezahlmöglichkeit natürlich immer vom Anbieter abhängig.

Solltet Ihr ein bestimmtes Foto haben wollen und könnt nicht einsehen ob es als Print angeboten wird, fragt ruhig immer bei den jeweiligen Personen nach. Manche Fotos können aus rechtlichen Gründen nicht als Print angeboten werden, seid also nicht böse wenn es leider genau auf euer ausgewähltes zutrifft.

P.O. Box/ Postfach

Manche Künstler haben neben anderen Support Möglichkeiten auch ein Postfach/P.O. Box.
Diese gibt dir die Möglichkeit etwas Persönliches zu verschicken. Sei es manchmal nur ein persönlicher Brief, ein FanArt oder eine Box voller Süßigkeiten.

Auch hier kann man die meisten Personen vorher fragen, ob es etwas gibt das sie sich wünschen oder womit man Ihnen eine Freude machen kann.
Hier liegt die Preisspanne des Inhaltes natürlich ganz in eurem Ermessen. Bedenkt nur, dass hier auch immer Versandkosten dazukommen.

So zum Schluss noch eine kleine Anmerkung!

Bitte übernehmt euch nicht! NIE!
Kein Zeichner/Cosplayer/Fotograf zwingt euch zu einer finanziellen Unterstützung!
Unterstützt auch immer nur mit so viel, wie ihr es finanziell wirklich könnt.
Keiner ist am Ende glücklich wenn ihr euch in Schulden stürzt, nur, um jemand anderen eine Freude zu machen!

Und erwartet bitte nicht ewige Dankbarkeit von eurem Gegenüber. Klar ist der andere dankbar und die meisten freuen sich sehr über jegliche Art von Unterstützung. Aber vergesst bitte nicht, dass es eure freie Entscheidung war zu unterstützen. Somit schuldet euch niemand etwas, weil ihr etwas Gutes für ihn getan habt.

SO und nun: Freudiges Unterstützen! XD

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Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

In meinem letzten Blogeintrag “Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein” habe ich vor allem Cosplayer thematisiert, die sich auf der Plattform Patreon halbnackt und sexy präsentieren und damit erfolgreich sind.

Als ich den Beitrag geteilt habe, habe ich einige sehr interessante Reaktionen und Meinungen zu lesen bekommen. Unter anderem eben auch, dass diese Cosplayer daran Schuld seien, wenn andere Cosplayer keine oder viel weniger Aufmerksamkeit bekommen.

So ein Blödsinn…

An dieser Stelle muss ich ganz ehrlich sagen, dass das die schwachsinnigste Ausrede ist, die ich je gehört habe. Warum?
Hast du damals in der Schule auch deinem Banknachbarn die Schuld an deiner schlechten Note in der Mathe Schulaufgabe gegeben? Während dieser eine gute Note erhalten hat? Vermutlich nicht.

Ähnlich verhält es sich hier. Du kannst nicht anderen die Schuld geben, wenn du der Meinung bist, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst.
Wenn du glaubst, du verdienst viel mehr Aufmerksamkeit, dann bist allein du dafür verantwortlich auch diese zu generieren.

Erfolg kommt nicht über Nacht

Oft gewinne ich den Eindruck, dass viele eine völlig falsche Vorstellung von Erfolg haben.
Erfolg ist etwas, das man sich hart erarbeiten muss, und nicht etwas, das einem über Nacht einfach so zufliegt.
Wenn du mehr Erfolg, mehr Aufmerksamkeit, mehr Reichweite und mehr Likes haben möchtest, dann musst du etwas dafür tun.

Wenn das nicht klappt, so wie du es derzeit angehst, dann musst du vielleicht etwas ändern. Und nur wenn du bereit bist viel Zeit, Energie und Hirnschmalz in deine Arbeit zu stecken, dann wirst du auch belohnt. Aber vergiss nicht, das ist ein Marathon und kein Sprint!

Sexy Cosplayer sind nicht deine Feinde

Und wenn du jetzt immer noch denkst, dass halbnackte Cosplayer im sexy Kostüm daran Schuld haben, dass du weniger Erfolg hast. Einfach weil sie mit ihrer nackten Haut und den schönen Körpern von deiner Arbeit ablenken. Dann hast du etwas wesentliches vielleicht noch gar nicht begriffen?

Jeder Cosplayer auf Instagram, Facebook, YouTube und Co spricht eine bestimmte Zielgruppen an. Eine Gruppe von Menschen, die aufgrund von ähnlicher Eigenschaften und Interessen sich genau für deine Inhalte interessieren.

Dementsprechend logisch ist es, dass ein “sexy Cosplayer” eine andere Zielgruppe hat, als ein Rüstungs-Cosplayer. Meine Zielgruppe ist auch eine andere, denn ich wende mich mit Tipps & Tricks rund um Posing und Social Media an dich. Jemand der also halbnackte Cosplays sucht, wird bei mir nicht fündig werden. Genauso wenig wenn du auf Rüstungen und Crafting stehst.

Wie soll also jemand, der eine andere Zielgruppe als du hat, dann daran Schuld sein, dass du “zu wenig” Aufmerksamkeit bekommst?

Jeder ist seines Glückes Schmied. Also bevor du das nächste Mal jemand anderem die Schuld gibst, fass dir selbst an die Nase und versuche aktiv für deinen Erfolg zu arbeiten.

Du willst Tipps, wie du auf Social Media erfolgreicher bist und mehr Aufmerksamkeit generierst? Dann habe ich folgende Beiträge für dich:
How to get famous – Eine Anleitung Teil 1
How to get famous – Eine Anleitung Teil 2
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber Du!
Der All About Cosplay Podcast – Folge 003 All About Social Media

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Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein

Es gibt einen Trend, den ich erschreckend finde und über den ich sprechen möchte.

Patreon ist für viele Cosplayer ein Begriff mit dem sie sofort ein bestimmtes Bild verbinden. Ich verbinde damit unter anderem Teaser-Fotos auf Instagram, die einen schönen nackten Frauen Hintern zeigen, der mit einem Pfirsich Sticker zensiert wurde. Ja genau das Bild erscheint in meinem Kopf, wenn ich an Patreon und Cosplay denke.

Was ist Patreon überhaupt?

Patreon ist eine Plattform, auf der du ähnlich wie bei Facebook Inhalte veröffentlichen kannst. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass du gewisse Inhalte sperren kannst. Diese Inhalte sind deinen Unterstützern vorbehalten. Das heißt, wenn deine Fans und Follower diese Inhalte sehen möchten, dann müssen sie dich unterstützen und dir Geld spenden.
Das funktioniert dann über Paypal und ein Belohnungssystem.

Häufig beginnt das bei 1 Dollar, damit schalten deine Fans die gesperrten Inhalte frei. Danach gibt es ein bestimmtes Belohnungssystem, welches du definierst. Zum Beispiel kannst du dann anbieten, dass deine Unterstützer für 10 Dollar kostenlose Prints von dir erhalten, quasi als Dankeschön für ihre Unterstützung. Die Grenze ist nach oben offen und du allein bestimmst welches Dankeschön durch welchen Geldbetrag freigeschaltet wird.

Viele Cosplayer bieten also Tutorials und Prints an, welche ihre Fans durch eine Spende freischalten können. Im Prinzip zahlt man als Fan dafür diese Inhalte zu erhalten.
Wichtig ist also, dass du einen Anreiz schaffst, damit deine Fans und Follower bereit sind dir Geld zu zahlen.

Sex sells

Egal wann und in welchem Bereich: Sex sells
Dementsprechend ist es nichts schockierendes, dass das auch im Cosplaybereich funktioniert und praktiziert wird. Wir alle kennen die Accounts der sexy Cosplayerinnen und Cosplayer, die sich und diverse Cosplay Charaktere halbnackt präsentieren.

Die Bandbreite reicht von ästhetisch zu schockierend. Aber das ist nicht mein Bier und jedem selbst überlassen.
Das ist auch nicht das Phänomen, das mich letztendlich so schockiert.

Was mich schockiert, ist: Viele Cosplayer, die sich zuvor niemals auch nur annähernd halbnackt präsentiert haben, eröffnen ihren eigenen Patreon Account und fangen an sich ausschließlich dafür auszuziehen.

Cosplayer, die sich ihr Hobby finanzieren möchten und dafür Patreon nutzen sehen keinen anderen (erfolgreichen) Weg um Unterstützer zu finden, als sich auszuziehen.
Gegen Bezahlung gibt es dann Prints und Videos von diesen Cosplayern, auf denen sie kaum bis gar nicht bekleidet sind.
Als Unterstützer zahlt man also für pornografische (Pornografie = Darstellung menschlicher Sexualität) Inhalte.

Warum?!

Sexy Cosplays VS akkurate Cosplays

Nach und nach entsteht der Eindruck, dass man sich als Cosplayer ausziehen muss, wenn man erfolgreich sein möchte. Ich meine, wer hatte den Gedanken nicht: Wenn ich mich ausziehen würde, wäre ich viel erfolgreicher. Ich sollte mehr nackte Haut zeigen und sexy Charaktere cosplayen!

Diese Gedanken schlagen vor allem auf Patreon nieder, denn vermeintlich erfolgreich ist derjenige, der sich entblößt präsentiert. Denn Sex sells ist nicht nur ein Spruch, es entspricht der Wahrheit.
Je mehr Haut man zeigt, desto mehr Geld erhält man. Eine einfache Formel.

Und genau diese Entwicklung finde ich schockierend.

Dieses Gefühl, dass man, sei es auf Instagram oder Patreon, nur etwas erreichen kann, wenn man sich sexy präsentiert.

Die Feindseligkeit, die dadurch den “sexy Cosplayern” gegenüber entsteht, weil man sich von ihnen und ihrem Erfolg bedroht fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß als gegen sie zu hetzen oder eben es ihnen gleich zu tun.

Nackte Haut ist nicht der Schlüssel zum Erfolg

Du glaubst der Erfolg kommt über Nacht, wenn du dich nur sexy genug präsentierst? Falsch.
Sex sells, ja, das stimmt. Aber es muss auch eine gewisse Qualität dahinter stecken. Auf Instagram hab ich schon zahlreiche Accounts gefunden, auf denen sich Cosplayer halbnackt präsentieren, aber völlig ohne Erfolg.

Du musst dich nicht ausziehen, um eine Menge Unterstützer zu finden oder um bekannter zu werden.

Egal wie du dich online präsentierst oder welche Inhalte du auf Patreon anbietest: es steckt eine Menge Arbeit dahinter.
Es reicht nicht zu denken, man müsse sich nur ausziehen um erfolgreich zu sein.

Wenn du dich aber ausziehen möchtest, weil du Spaß daran hast, dann tu es. Aber mach es nicht, weil du glaubst, dass es der einzige Weg zum Erfolg ist. Verkaufe deinen Körper nicht, weil du glaubst, dass du auf einem anderen Weg keine Unterstützung bekommst.

Es gibt ebenso zahlreiche Cosplayer, die auch ohne nackte Haut und große Titten erfolgreich sind.

Cosplay ist kein Wettkampf!

Egal wie du dich entscheidest, ob du Tutorials anbieten möchtest oder dich sexy präsentierst, Cosplay ist kein Wettkampf.
Jeder, egal ob “sexy Cosplayer” oder nicht, steckt eine Menge Arbeit und Energie in das was er tut.

Auch wenn ich generell kein Freund von halbnackten Cosplayern bin, so muss ich zugeben, dass es immer wieder hochwertige Bilder gibt, die mich faszinieren und die wirklich gut gemacht sind.
Da lasse ich dann gerne einen Like da!
Es ist halt nicht immer alles nur schwarz oder weiß.

Man muss sich nicht zwangsläufig ausziehen, um erfolgreich zu sein. “Sexy Cosplayer” haben genauso viel und genauso wenig Erfolg, wie Cosplayer, die sich gegen “sexy” entschieden haben.

Was will ich dir eigentlich mit diesem Blogeintrag sagen?

  1. Zieh dich nicht aus, nur weil du dein Hobby finanzieren möchtest und es “jeder” so macht
  2. Zieh dich nur aus, wenn du Spaß daran hast und dir die Bilder Freude bereiten
  3. Mach das was du machen möchtest, weil es dir Spaß macht, nicht weil du vermeintlich damit Erfolg haben wirst
  4. Verurteile niemanden für seine Vorlieben und Abneigungen

Ich wünsche mir, dass mehr Cosplayer sich trauen sich mit ihren Inhalten zu verkaufen, anstatt ihren Körper, nur weil das der scheinbar einfachere Weg ist und man Angst hat “nicht gut genug” zu sein.
Außerdem wünsche ich mir, dass niemand diejenigen Cosplayer verurteilt, die gerne ihren Körper präsentieren und Freude daran haben sich in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen.

Es gilt die einfache Regel: wenn ich nichts Nettes zu sagen habe, dann halte ich meine Klappe.

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Meine Empfehlung:
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

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