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Was ist eine Geradstich-Nähmaschine? Die bernette b08 Straight Stitch erklärt

[Werbung] Wusstest du, dass es Nähmaschinen gibt, die nur den Geradstich nähen können? Kein Zickzack, keine Zierstiche oder anderen Features, einfach nur einen geraden Steppstich. Das klingt im ersten Moment vielleicht verrückt, aber tatsächlich steckt dahinter eine Nähmaschine, die ihre ganz eigenen Vorzüge hat!

Viele Nähbegeisterte greifen beim Kauf ihrer ersten Nähmaschine bewusst zu einer haushaltsüblichen Standardnähmaschine. Diese Nähmaschinen sind vielseitig einsetzbar und bringen meist zahlreiche unterschiedliche Sticharten, mindestens jedoch den Geradstich und einen Zick-Zack, mit.

Höherpreisige Modelle bieten außerdem spezielle Stiche für elastische Stoffe, Knopflochprogramme oder schöne Zierstiche. Gerade am Anfang wirkt eine solche Nähmaschine besonders spannend, da man durch ein Gerät viele Anwendungsbereiche abdecken kann. Im Alltag zeigt sich jedoch schnell, dass viele dieser Zusatzstiche vergleichsweise selten genutzt werden.

Letztendlich ist der Geradstich der mit Abstand am häufigsten verwendete Stich beim Nähen. Die meisten Nähprojekte werden beinahe ausschließlich mit dem Geradstich zusammengenäht. Ausnahmen sind etwa elastische Stoffe, Knopflöcher oder das Versäubern der Nahtzugaben.

Während eine reguläre Nähmaschine eine Vielzahl unterschiedlicher Stiche bietet, wurde die Geradstich-Nähmaschine, auch Schnellnäher genannt, bewusst auf diesen einzigen Stich optimiert.

Die drei größten Vorteile einer Geradstich-Nähmaschine

Die Optimierung auf einen einzigen Stich sorgt für eine sehr hohe Genauigkeit beim Nähen und damit auch für sehr saubere Nähte, besonders bei langen geraden Strecken. Bei einer Geradstich-Nähmaschine, wie der bernette b08 Straight Stitch, gibt es genau eine einzige Nadelposition. Die Nadel ist in ihrer Position fest verankert und kann beim Nähen weder absichtlich noch unabsichtlich nach links oder rechts verstellt werden.

Das sorgt für eine sehr stabile und gleichmäßige Stichbildung. Ist die Nadel fest in Position, gibt es auch weniger „Variablen“, die Fehler erzeugen können. Das Ergebnis? Eine äußerst präzise Naht!

bernette b08 Straight Stitch

Ein weiterer Vorteil der festen Nadelposition ist, dass die Maschine dadurch geeignet ist, besonders schnell zu nähen. Während meine Kombinähmaschine b79 von bernette etwa 1.000 Stiche pro Minute schafft, schafft die b08 Straight Stitch 1.600 Stiche pro Minute. Das ist wirklich unfassbar schnell!

Die feste Nadelposition hat aber noch einen weiteren großen Vorteil. Aufgrund dieser kann die b08 kraftvoller arbeiten und problemlos mehrere Lagen Stoff gleichzeitig nähen.

Über die b08 Straight Stitch – Technische Details und Lieferumfang

Natürlich möchte ich dir die bernette b08 Straight Stitch auch gerne (technisch) näher vorstellen. Die Maschine ist mit ihren Maßen von 48 cm x 23 cm x 34 cm etwas größer als eine reguläre Haushaltsnähmaschine.

Außerdem wiegt sie 14,5 kg und ist somit auch kein Leichtgewicht. Der Stoffdurchgangsraum beträgt 22,5 cm x 14 cm. Damit bietet die Maschine deutlich mehr Platz rechts der Nadel als viele klassische Haushaltsnähmaschinen. Vor allem bei größeren Projekten, voluminösen Stofflagen oder langen Nähten macht sich die große Arbeitsfläche bemerkbar. Ergänzt wird das Ganze durch einen großzügigen Anschiebetisch.

Die b08 kommt mit einem separaten Spulmotor, sodass du neuen Unterfaden aufspulen kannst, ohne den Hauptfaden ausfädeln zu müssen. Wirklich praktisch! Eine weitere Besonderheit der bernette b08 ist die Möglichkeit mit dickem Garn zu nähen. Extra starkes Garn kann sowohl als Ziernaht fungieren oder explizit für besonders beanspruchte Nähte genutzt werden.

Der Faden wird beim Schnellnäher anders eingefädelt als bei den meisten handelsüblichen Haushaltsnähmaschinen. Tatsächlich gibt es je einen Fädelweg für extra starkes Garn und für reguläres Garn.

Die b08 hat außerdem eine integrierte elektronische Fadenschere, die per Knopfdruck ausgelöst werden kann. Solltest du elektrische Fadenschere bei dickem Garn benutzten, empfiehlt es sich, diese mindestens zweimal auszulösen. Das Garn ist wirklich äußerst stabil und wird nicht zwangsläufig beim ersten oder zweiten Mal zuverlässig durchgeschnitten.

Selbstverständlich sind bei dieser Geradstich-Nähmaschine sowohl Stichlänge, Nähfußdruck und Fadenspannung manuell anpassbar. Um die Kraft der b08 auch sinnvoll nutzen zu können, gibt es einen extra hohen Nähfußhub. So passen auch mehrere Lagen Stoff bequem unter den Nähfuß.

Der Transporteur ist schmal gehalten und nicht versenkbar. Zuletzt möchte ich außerdem noch den mitgelieferten Kniehebel erwähnen. Ein Zubehörteil, das ich bei keiner meiner Nähmaschinen mehr missen möchte!

Wie näht es sich mit dem Schnellnäher?

Zugegeben, ich war von Anfang stark beeindruckt von dieser schicken Nähmaschine. Das Einfädeln sieht erst einmal beängstigend aus und ich habe ein paar Anläufe gebraucht, um den Faden auch wirklich zu 100% korrekt einzufädeln.

Das liegt nicht daran, dass das Einfädeln besonders schwer ist, sondern dass der Fädelweg anders ist, als ich es gewohnt bin. Je nach Dicke des Garns (extra stark oder normal) muss ein anderer Fädelweg gewählt werden. Zum Glück kommt die bernette b08 Straight Stitch mit einem gut bebilderten kleinen Handbuch. So kann man sich an die Eigenheiten der Maschine Schritt für Schritt herantasten und sich jederzeit rückversichern. Hat man den Faden ein paar Mal gewechselt, so ist auch das Einfädeln schnell gewohnte Routine.

Mehr Infos zur Geradstich-Nähmaschine von bernette findest du hier: b08 Straight Stitch

Die Unterfadenspulen der b08 sind größer als die von regulären Haushaltsnähmaschinen und fassen entsprechend mehr Garn. So können die Vorzüge des Schnellnähers optimal genutzt werden. Sowohl das Wechseln der Unterspule als auch der Nadel funktioniert ähnlich wie bei haushaltsüblichen Nähmaschinen und ist bequem möglich.

Die maximal mögliche Nähgeschwindigkeit kann über einen Schieberegler bestimmt werden. Außerdem gibt es eine Taste für die Nadelposition bei Nähstopp. Standardmäßig ist diese deaktiviert. Bei Aktivierung bleibt die Nadel beim Nähstopp im Stoff stecken, sodass nichts verrutschen kann. Bedient wird die Nähmaschine über ein sehr breites Fußpedal. So angenehm war Nähen noch nie!

Da der Unterfaden über einen separaten Spulenmotor aufgewickelt wird, wird dieser auch über einen separaten Fädelweg als auch über eine eigene Taste bedient. Ist die Unterfadenspule vollständig aufgewickelt, stoppt der Motor automatisch.

Der mitgelieferte Anschiebetisch ist wirklich groß und erleichtert das Nähen von großen Projekten enorm. Beim Design wurde mitgedacht, denn bei Nutzung des Anschiebetischs ist es ohne Umstände möglich die Unterfadenspule zu erreichen und diese zu wechseln. Der Tisch kann leider nicht direkt an der Nähmaschine befestigt werden, sondern wird einfach angestellt.

Links: Anschiebetisch der bernette b08 Straight Stitch
Rechts: Anschiebetisch der bernette b79 Yaya Han Edition

Nähen auf der Überholspur

Das Nähen ist mit der bernette b08 Straight Stitch bequem und intuitiv möglich. Einmal eingeschaltet, kann man direkt los nähen. Der Schnellnäher ist unfassbar zuverlässig und lässt sich auch von dicken Stellen oder mehreren Lagen Stoff nicht beeindrucken. Die b08 näht über dicke oder unebene Stellen ohne zu Zucken. Man spürt kaum einen Unterschied zwischen einer regulären Stofflage oder komplexen Stoffsandwiches.

Die Geradstich-Nähmaschine näht derart flüssig und zuverlässig, dass sogar langatmige schwere Projekte, wie z.B. das Aufbringen eines Klettverschlussbands auf 14 Meter Banner, innerhalb kurzer Zeit erledigt ist.

Auch mehrere Lagen Kunstleder näht die b08 ohne zu Zucken.

Während man bei den haushaltsüblichen Nähmaschinen einen breiten Nähfuß, der auch Zick-Zack-tauglich sein muss, gewohnt ist, ist der Nähfuß des Schnellnähers sehr schmal. Der schmale Nähfuß ist bei vielen Projekten eine willkommene Abwechslung, da er deutlich mehr Übersicht liefert und den Stoff toll führt.

Etwas ungewohnt war für mich, dass ich beim Nähen mehr auf die Fadenspannung achten musste. Nicht, dass die Naht nicht äußerst stabil gewesen wäre, aber für eine absolut akkurate Naht, sollte die Fadenspannung gut auf das Nähprojekt abgestimmt sein. Mit dem Einstellrad geht das aber ganz einfach.

Wann ist eine Geradstich-Nähmaschine sinnvoll?

Na? Auf den Geschmack gekommen? Sicher, eine Geradstich-Nähmaschine ist vielleicht nicht für jeden die erste Wahl, aber ich verrate dir, wann du genauer über diese Wundermaschine nachdenken solltest.

Eine Geradstich-Nähmaschine wie die b08 von bernette eignet sich besonders für Vielnäher und Menschen, die Wert auf Präzision und Kraft legen, weil sie beispielsweise häufig mehrere Schichten Stoff nähen oder feste als auch dicke Materialien verarbeiten müssen. Die b08 Straight Stitch wird tatsächlich auch „Taschenspezialist“ genannt, da sie für die komplexen und dicken Stellen beim Nähen von Taschen wunderbar geeignet ist.

Dabei muss eine Geradstich-Nähmaschine nicht zwangsläufig die einzige Nähmaschine im Nähzimmer sein. Viele nutzen sie vielmehr als Ergänzung. Während die Haushaltsmaschine mit diversen Nutz- und Zierstichen punktet, konzentriert sich die Geradstich-Nähmaschine auf genau die Aufgabe, die beim Nähen am häufigsten benötigt wird: Das präzise Zusammennähen von Stoffen.

Für mich persönlich ist sie die perfekte Erweiterung im Nähzimmer. Neben meiner Overlock und Näh- und Stickkombi ist sie die optimale Ergänzung. Möchte ich schnell und präzise arbeiten oder brauche ich eine Maschine mit ordentlich Kraft, dann greife ich definitiv zur b08. Gerade bei langen Nähten, mehreren Stofflagen oder Materialien wie Kunstleder spielt sie ihre Stärken aus. Der Schnellnäher näht ohne Kompromisse, bequem und zielstrebig, sodass das Nähen zum „no brainer“ wird.

Weitere Beiträge passend zum Thema findest du hier: /category/naehen

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
041 – Nähmaschine 2.0

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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All About Cosplay 073 – Körperbild – Cosplay ohne Filter

Ein Thema, das viele beschäftigt, aber über das leider zu selten gesprochen wird: Körperbild im Cosplay. Körperbild und negative Kommentare von außen sind Themen, die je nach Cosplayer unterschiedlich erlebt werden. Im Gespräch mit Ben aka Maul Cosplay spreche ich offen darüber, auf welche Weise wir diese Themen jeweils bislang erlebt haben.

Du kennst Ben aka Maul Cosplay noch nicht? Dann schau doch mal bei ihm vorbei:
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Es geht um Selbstwahrnehmung, Selbstzweifel, als auch den Einfluss von Social Media. Muss ich Diät halten oder Sport machen, um auszusehen wie der Charakter, den ich cosplayen möchte? Welche Erwartungshaltungen möchte ich wirklich bedienen und kommt dieser Perfektionsdruck nicht doch eher von innen? Wie unterschiedlich die jeweiligen Perspektiven als auch Erfahrungen sein können, zeigt diese Episode.

Lese-Tipp: Die Sache mit der Selbstliebe & Cosplay ohne Selbstzweifel: Schütze dein Körperbild vor äußeren Einflüssen

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
064 – Wie finde ich den passenden Charakter und fühle mich wohl?
065 – Parasoziale Interaktion
070 – Internationale Cosplay Conventions im Vergleich

Spannende Beiträge passend zum Thema:
Luft raus? So hast du wieder mehr Spaß am Cosplayen!
Body Positivity meets Bodyshaming – eine nie endende Debatte
Das ist aber nicht akkurat!
Shitty costumes are more fun – Oder?

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Cosplay ohne Selbstzweifel: Schütze dein Körperbild vor äußeren Einflüssen

„Wenn du dein Cosplay online postest, dann musst du damit rechnen, dass dich Leute kritisieren.“

Vielleicht wurde dir dieser Satz – oder eine ähnliche Formulierung – (mehr als) einmal um die Ohren geworfen. Nicht selten entsteht beim Cosplayen der Eindruck, eine Bewertung von außen wäre in Ordnung oder gehöre sogar dazu. Nur, weil du dich öffentlich zeigst, heißt es nicht, dass du dich jeglichem Kommentar aussetzen oder diesen sogar annehmen muss. Aber zurück zur Außenwahrnehmung und dem Kern des Problems.

Außenwahrnehmung – Mein Cosplay, deine Meinung

Cosplayer begeben sich mit ihrem Hobby immer wieder in die Öffentlichkeit, online als auch offline. Das eigene Cosplay zu zeigen, ist für viele ein wesentlicher Teil des Hobbys. Sei es auf Conventions, bei Fotoshootings, Social Media oder einfach bei kleineren Treffen im öffentlichem Raum.

Kommentare von anderen Cosplayern oder szenefremden Betrachtern bleiben dabei nicht aus. Sicher sind nicht all diese Kommentare negativer Natur. Viele sind nett gemeint oder schlichtweg Ausdruck persönlicher Präferenz. Diese Bemerkungen beziehen sich nicht nur auf äußere Merkmale, die der Cosplayer beeinflussen kann: Die Farbe oder Form des Lidschattens, das Styling der Perücke oder das Posing. Nein. Es werden auch Merkmale wie Körperstatur, Hautfarbe oder Gesichtszüge entsprechend bewertet und kommentiert.

Während du dich also über positive Bemerkungen freust, bleiben neutral gemeinte bis negativ formulierte Kommentare deutlich länger im Bewusstsein. Anstatt zu sagen, „Du überschreitest gerade eine Grenze. Mein Cosplay gibt dir nicht das Recht, meinen Körper oder mein Cosplay zu bewerten.“, nimmst du die Kommentare schweigend hin oder ärgerst dich im Stillen.

Je häufiger so etwas passiert, desto mehr nimmt man diese Bemerkungen (unbewusst) an. Die Folge? Das eigene Körperbild verzerrt sich zunehmend. Eigene Unsicherheiten werden verstärkt, der Fokus verschiebt sich. Was bleibt sind Zweifel, die sich nach und nach zu einer neuen Realität formen.

Körperbilder im Cosplay – fernab der Realität

Gehen wir ein paar Schritte zurück: Der Großteil der Charaktere, der von uns Cosplayern umgesetzt wird, basiert nicht auf realen Personen. Gezeichnete oder digital modellierte Charaktere, mit Körpern und Gesichtern fernab der Realität, sind unsere Inspiration und Grundlage eigener Interpretation. Übermäßig lange Beine, extreme Muskeln, riesige Augen oder unverhältnismäßig schmale Taillen. Dem auch nur nahe zu kommen, kann ein scheinbar unmögliches Unterfangen werden.

Aber auch Charaktere, die von realen Menschen porträtiert werden sind nicht leicht als perfektes Ebenbild umzusetzen. Unabhängig von Unterschieden in Körperform und Gesichtszügen, ist es von außen außerdem schwer abzuschätzen, inwiefern beim Kostüm der Körper bzw. das Gesicht des Schauspielers verändert oder betont wurde.

Der größte Kritiker

Während man beim Cosplay also auf der einen Seite ein, objektiv, schwer erreichbares Körperbild vor sich hat, hat man auf der anderen Seite die Vorstellungen des Cosplayers. Man ist selbst sein größter Kritiker, wie es so schön heißt.

Du kennst dich und deine Fähigkeiten, vor allem aber auch Fehler, viel zu gut. Du hast einen hohen Anspruch und möchtest dem Bild des Charakters gerecht werden, welches du dir über Jahre hinweg im Kopf erschaffen hast. Die eigene Erwartungshaltung könnte zum Teil also nicht weiter von der eigentlichen Realität entfernt liegen. Frust ist quasi vorprogrammiert!

Während man sich als Cosplayer also bereits selbst – bewusst oder unterbewusst – unter Druck setzt, einem Idealbild nachzueifern, kommen außerdem noch weitere Einflüsse hinzu.

Vergleichsdruck – Conventions, Community und online

Als Cosplayer, der regelmäßig Veranstaltungen besucht oder online postet, bist du einer permanenten Sichtbarkeit ausgesetzt. Ständig steht die Versuchung im Raum sich mit anderen zu vergleichen, die dieselben Charaktere gecosplayt haben. Dabei kann ein gewisses Konkurrenzgefühl entstehen, auch wenn Cosplay kein Wettbewerb ist!

Während man sich selbst stets am kritischsten betrachtet, ist es bei anderen eher genau das Gegenteil. Wir feiern die kleinsten Ideen und sehen über die größten Fehler hinweg, solange uns das Gesamtbild des anderen Cosplayers abholt und ein gutes Gefühl gibt. Da fragt man sich schon, warum man sich selbst nicht auch so sehen kann.

Alice Wonderland Wunderland SajaLyn Cosplay
Mein Lieblingsbild aus meinen Anfängen.

Die verzerrte Realität – Social Media

Die größte Gefahr lauert wohl online. Du vergleichst dein echtes Erlebnis mit der besten Version anderer. Ohne die Hintergründe des anderen Cosplayers zu kennen, setzt du dich in dieselbe Schublade und vergleichst dich gnadenlos. Dabei ist dir seltenst bekannt, unter welchen Voraussetzungen der andere Cosplayer sein Kostüm umgesetzt hat. Macht er Cosplay schon lange als Hobby, ist er Anfänger oder hat er sich in diesem Bereich professionalisiert und arbeitet sogar im Team? Eigentlich ein recht ungerechter Vergleich, oder nicht?

Ausgerechnet online versucht man sich möglichst tadellos zu präsentieren. Nur die besten Fotos schaffen es ins Netz. Viele Fotos werden bis ins letzte Detail optimiert. Alles muss stimmen: Licht, Posing, Winkel, Bearbeitung – selbst das kleinste Haar. Während du also deine Realsituation kennst, vergleichst du dich mit der optimierten Version eines anderen. Und genau das ist es, was du dir bewusst machen solltest.

Du siehst nicht die tatsächliche Realität mit all ihren Facetten, du siehst das, was andere präsentieren möchten.

Abstand schaffen und Fokus verschieben: Vom Körper zur Charakterdarstellung

Du siehst, es ist also nur allzu leicht in die Spirale der Unzufriedenheit zu fallen. Soweit, dass du glaubst, dass du nicht gut genug bist. Umso schwieriger ist es, sich von diesen Gedanken und verzerrten Wahrnehmungen zu lösen. Besonders, sobald man einmal in den Topf gefallen ist und von nun an ein falsches Körperbild von sich hat. Dennoch kannst du versuchen, dich davon zu lösen. Du schaffst das!

Löse dich von Social Media Accounts und Personen, die schlechte Gefühle in dir auslösen. Die andere Person kann (vielleicht) nichts dafür, dass du dich so fühlst. Es gibt keinen Grund zu bleiben und den negativen Gedanken freien Lauf zu lassen! Vielleicht kickt am Anfang erst einmal ein schlechtes Gewissen, aber das ist ehrlich völlig unbegründet. Stell dich und deine geistige Gesundheit an erster Stelle, denn nur so kannst du selbst ein positives Gefühl leben und auch an andere vermitteln.

Online sehen wir fast ausschließlich perfekte Bilder. Dennoch gibt es immer wieder Accounts, die reale Einblicke hinter die Kulissen bieten. Outtakes oder Behind-the-Scenes Content kommen bei jedem gut an und vertreiben die Schatten der „ach so perfekten Scheinwelt“.

Finde Cosplayer, deren Fokus nicht ausschließlich auf Perfektion, Glamour und Leistungsdruck liegt. Finde Cosplayer, die ihre echten Seiten zeigen und wie viel Spaß es machen kann unperfekt – einfach echt – zu sein.

Dein Körper ist Teil des Mediums, nicht das Zentrum

Dein Körper ist die Leinwand deines Cosplays und nicht das fertige Ergebnis. Du kannst diese vorgegebene Leinwand so gestalten wie du das möchtest. Sie ist nicht das Zentrum der Bewertung, sondern nur ein Teil des Ganzen.

Wie du deine Leinwand ausgestaltet und nutzt, bleibt dabei ganz dir überlassen! Passe das Cosplay an dich und deine Vorstellungen an. Nicht an die Wunschvorstellungen anderer.

Cosplay ist ein Prozess, der je nach Kostüm durchaus mal zurück auf Anfang springen kann. Du hast unfassbar viele Möglichkeiten, um dein Cosplay zu gestalten und wirken zu lassen. Lass dir die Zeit dich selbst und deine Vorlieben sowie alle Möglichkeiten kennenzulernen. Manchmal ist es auch notwendig zu abstrahieren.

Mir selbst gefallen beispielsweise bestimmte Umsetzungen an anderen Cosplayern extrem gut, aber an mir selbst würden sie mir überhaupt nicht gefallen. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die ich bei der Gestaltung meiner Kostüme nicht vernachlässigen darf. Nur, weil mir etwas an anderen gut gefällt, heißt es nicht, dass dieselbe Umsetzung für mich der richtige Weg ist.

Cosplay als Prozess – Jede Version hat ihren eigenen Charme

Feedback aus der Community

Wer mich schon länger kennt, der weiß vermutlich wie ich zu Feedback bzw. Kritik von anderen stehe. Lange wurde mir eingeredet, nur weil ich meine Cosplays online poste, müsse ich Kritik abkönnen. Würde ich diese nicht „annehmen“, wäre ich kindisch und nicht kritikfähig. Den Leuten fällt es allzu leicht jemanden ein schlechtes Gewissen zu machen. Gleichzeitig ziehen sie sich aber selbst aus der Affäre und werden patzig, dreht man den Spieß um.

Viele Kommentare sind schnell geschrieben und aus Sicht des Verfassers auch schnell wieder vergessen. Nur beim Empfänger bleiben sie zeitweise lange hängen. Die meisten Kommentare sind oberflächlich oder drücken einfach persönliche Präferenzen aus. Niemand weiß, wieso du dich für diese Art der Umsetzung entschieden hast. Wieso sollte jemand von außen besser beurteilen können als du, ob dein Cosplay für dich perfekt ist?

Tatsächlich habe ich bereits viel und ausführliches über das Thema geschrieben und gesprochen.

Daher möchte ich dir an dieser Stelle folgende Beiträge ans Herz legen:
Du wirst nicht besser, wenn du die Kritik anderer nicht annimmst! Oder?
All About Cosplay 033 – Kritik im Hobby
Mein Cosplay ist nicht schlecht!

Übrigens sind es nicht immer nur negative oder neutral formulierte Kommentare, die in uns einen gewissen Druck auslösen können. Auch übermäßig viel positives Feedback kann Druck erzeugen, „immer so aussehen zu müssen“.

Finde deinen Weg – Starte bei dir selbst

Letztendlich ist das Thema zum Körperbild im Cosplay recht komplex. Jeder ist individuell und etwas, das den einen belastet, muss für den anderen gar kein Thema sein. Während es allgemein bekannt ist, dass viele Menschen unzufrieden sind, weil sie „nicht schön“ genug wären, so habe ich ebenso mit Cosplayern gesprochen, die sich gewünscht haben, nicht nur auf ihr Aussehen reduziert zu werden.

Auch wenn es grundsätzlich gut ist bei seiner Reise mal links und mal rechts zu schauen, so solltest du dich beim Cosplay doch auf deine eigene Entwicklung konzentrieren.

Anstatt dich mit anderen zu vergleichen, Perfektionismus nachzueifern oder danach zu gehen, was andere sagen, solltest du dich auf dich selbst besinnen. Dokumentier deine eigene Entwicklung. Mach dir bewusst, was du an deinen eigenen Cosplays gut findest. Was funktioniert für dich besonders gut? Was findest du zwar schön, aber passt nicht zu dir? Betrachte den ganzen Prozess und nicht nur ein Ergebnis. Sei Stolz auf dich und auf deine Reise und akzeptiere unperfekte Momente als Teil des Ganzen.

Versuche außerdem herauszufinden an welchen Stellen du einem Körperbild nacheiferst, welchem du nicht nachkommen kannst oder sogar nicht nachkommen solltest. Erkenntnis ist tatsächlich der erste Schritt zur Veränderung. Als kleine Übung kannst du dir beim nächsten Schwimmbadbesuch einfach mal ganz unvoreingenommen andere Besucher betrachten. Und? Stört dich ihr Aussehen? Oder hast du eher die Erkenntnis, dass wir alle unterschiedlich und niemand perfekt ist.

Solltest du mal wieder zweifeln und darüber nachdenken, dass viele andere vielleicht besser sind als du… Auch andere Cosplayer haben ihre Zweifel, kritische Phasen oder sind unsicher! Nur, weil man etwas von außen nicht sehen kann, heißt es nicht, dass es nicht auch da ist.

Weitere spannende Beiträge aus der Kategorie „Let’s Talk“ findest du hier: /category/lets-talk

Lese-Tipp: Die Sache mit der Selbstliebe

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
073 – Körperbild – Cosplay ohne Filter
064 – Wie finde ich den passenden Charakter und fühle mich wohl?
058 – Fehler und Rückschläge im Cosplay
049 – Selbstwahrnehmung und Fotobearbeitung

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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All About Cosplay 072 – Legacy and Preservation – Cosplay zum Erinnern

Was passiert eigentlich mit dem Cosplay, wenn man damit „fertig“ ist? Diese Frage hat sich Philipp gestellt und das Gespräch gesucht.

Wann bin ich eigentlich mit einem Cosplay „fertig“? Wann denke ich darüber nach das Cosplay nicht mehr zu tragen und was passiert dann mit dem Kostüm? Vielleicht geht es dir ähnlich wie Philipp und du kannst dich nur schwer von Dingen trennen. Dann hilft es, sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit einem Kostüm umgeht, das sonst nur im Schrank versauern würde.

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
009 Aufräumen mit SajaLyn und der KonMari Methode
053 – Mit Cosplay anfangen: Der Einstieg ins Hobby
058 – Fehler und Rückschläge im Cosplay
064 – Wie finde ich den passenden Charakter und fühle mich wohl?

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Wickelrock (Hanfu) nähen – Mein Cosplay für Die Tagebücher der Apothekerin

Hast du schon einmal einen Wickelrock oder sogar einen Hanfu genäht?

Da ich inzwischen mehrfach aus Die Tagebücher der Apothekerin gecosplayt habe, habe ich bereits meinen vierten bodenlangen Wickelrock genäht. Das habe ich als Anlass genommen den Prozess fotografisch zu dokumentieren, um dir zu zeigen, wie ich meinen Rock – ganz ohne Schnittmuster – angefertigt habe.

Je genauer man beim Nähen arbeitet, desto besser wird natürlich auch das Endergebnis. Vielleicht geht es dir wie mir und du arbeitest gerne locker und ohne zu strenges Maß. Je nach Schnitt ist das beim Nähen natürlich nicht wirklich möglich, geschweige denn überhaupt sinnvoll. Diesen Wickelrock kannst du aber ohne vorhandenes Schnittmuster einfach an dir selbst abmessen und dich herantasten.

Was ist ein Hanfu?

Als Hanfu wird die traditionelle Kleidung der Han-Chinesen bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Arten, die je nach Epoche und auch sozialem Kontext zu unterscheiden sind. Ein Hanfu besteht häufig aus mehreren Kleidungsstücken, wie etwa aus langen Röcken oder überkreuzten Vorderteilen mit langen Ärmeln.

Darstellung in Die Tagebücher der Apothekerin

Die Geschichte von Die Tagebücher der Apothekerin spielt am Kaiserhof im alten China. Viele der gezeigten Charakter tragen Variationen eines Hanfu. Allerdings sind diese nicht unbedingt historisch korrekt dargestellt, sondern bedienen sich einer freien und fantasievollen Darstellung.

Das Setting der Serie ist fiktional, wenn auch mit historischem Kontext gespickt. Für die Umsetzung meiner Cosplays habe ich daher auf die Optik und weniger auf eine historisch akkurate Inszenierung geachtet.

Langer Wickelrock aus rechteckigem Stoff

Viele der Charaktere in Die Tagebücher der Apothekerin tragen einen Hanfu, bestehend aus einem langen Wickelrock. Für meine Maomao Cosplays habe ich bereits Wickelröcke genäht.

Leider war mein erster Wickelrock im Rockumfang zu knapp bemessen. Beim Laufen klaffte der Rock an der Stelle auf, an der die beiden Enden des Wickelrocks übereinander lagen. Um den Fehler zu korrigieren, nähte ich einen Unterrock. Leider schränkte der etwas enge Unterrock meine Beinfreiheit ein. Meinen zweiten Wickelrock plante ich entsprechend mit mehr Stoff, um meinen Fehler nicht zu wiederholen und um den Tragekomfort, zu erhöhen.

Mit wie viel Meter Stoff sollte man in etwa arbeiten?

Seit dem Stoffmengenfehler meines ersten Wickelrocks, rechne ich stets mit mindestens 3 Meter Stoff. Für den Wickelrock meines Ah Duo Cosplays habe ich 3,20 Meter „leichten Leinen-Mix“ genutzt. Die Länge des Stoffs entspricht der benötigten Stoffmenge für den Rockumfang.

Der Stoff für den Rock wird je nach Bedarf gerafft oder in Falten gelegt. Die benötigte Stofflänge richtet sich demnach zum einen nach der Raffung bzw. Anzahl und Breite der Falten, als auch nach deinem Hüftumfang. Für meine Bedürfnisse (gerechnet mit etwa 110cm Hüftumfang) und Dichte der Raffung, haben 3,20 Meter Stoff wunderbar funktioniert.

Mein Stoff hatte außerdem eine Breite von etwa 135 cm. Während die Länge des Stoffs für den Rockumfang relevant ist, so ist die Stoffbreite ist für die Rocklänge entscheidend. Natürlich kannst du dir die benötigte Stoffbreite für deine Wunschlänge an dir selbst mit einem Maßband ausmessen. Du kannst aber auch den Stoff direkt an dir ausmessen, indem du ihn an deinen Körper hältst und so weit nach oben oder unten anpasst, bis die gewünschte Rocklänge erreicht ist. Den überschüssigen Stoff kannst du einfach umklappen und den Knick mit einer Nadel oder Schneiderkreide markieren. Anschließend kannst du die Breite deines Stoffs auf ganzer Länge bequem kürzen, bevor es an die Nähmaschine geht.

Bedenke, dass du beim Festlegen der Rocklänge genügend Länge für den Saum einplanst. Außerdem benötigst du am Wickelrock oben einen Bund, dessen Länge und Breite du nach deinen Bedürfnissen festlegst. Auch dieser trägt letztendlich zur Gesamtlänge des Rocks bei.

Nähst du den Wickelrock für ein bestimmtes Outfit oder als Kostüm, solltest du auch die Absatzhöhe deiner Schuhe berücksichtigen. Das gute bei dieser Art Wickelrock ist, dass du den Rock ein paar cm höher oder tiefer tragen kannst, da er in der Weite flexibel ist. Daher musst du nicht millimetergenau arbeiten.

Der Bund

Du weißt nun, wie du die Länge und den Umfang deines Wickelrocks festlegen kannst. Dabei dürfen wir den Umfang des Bundes nicht vernachlässigen, da der Hauptstoff des Wickelrocks gerafft (oder in Falten gelegt) am Bund festgenäht wird.

Um die Bundlänge zu bestimmen, wickelst du dir am besten ein Stück Stoff um deine Taille. Trägst du deinen Wickelrock nicht auf Taillenhöhe, sondern höher oder tiefer, solltest du dies bei der Planung berücksichtigen.

Für einen gut sitzenden Wickelrock ist es wichtig, dass der Bund mehr als einmal um deinen Körper geführt werden kann. Besonders die Stelle, an der die beiden Stoffenden überlappen, muss breit genug sein, um deinen Körper auch bei Bewegung sicher und vollständig zu bedecken.

Plane den Bund etwa eineinhalb Mal um deine Taille wickeln zu können. So stellst du sicher, dass die Überlappung auch bei starker Bewegung ausreichend ist. Für mehr Stabilität kannst du den Bund mit entsprechender Bügeleinlage verstärken. Außerdem benötigst du zwei Bindebänder, die du an den kurzen Seiten des Bunds anbringst.

Für meinen Hanfu können die Bindebänder durchaus sehr lang gehalten sein. Nähst du einen eher alltäglichen Wickelrock, möchtest du die Bindebänder unter Umständen etwas kürzer wählen. Für die Bindebänder habe ich jeweils zwei gleichlange Rechtecke zusammengenäht. Dabei habe ich eine der kurzen Seite als Wendeöffnung genutzt.

Tipp: Bügle deine Nähte nach jedem Zwischenschritt, um ein noch besseres Nahtbild zu erzielen.

Einfach zusammengesetzt

Da der Hauptstoff bereits gerafft wurde, konnte ich mich nun um den Saum sowie, um die vorderen Kanten (Übertritt und Untertritt) kümmern.

Hast du die Kanten verarbeitet, kann der Bund am Rock angebracht werden. Du kannst den Bund auf unterschiedliche Arten annähen. Dieses Mal habe ich mich entschieden eine lange Seite des Bunds rechts auf rechts an den Rock zu nähen. Anschließend habe ich an der noch offenen Seite die Nahtzugabe nach innen eingeschlagen und gebügelt.

Für die weitere Verarbeitung habe ich den Bund rechts auf rechts zusammengelegt, um die Position zu überprüfen. Beim Schließen der kurzen Seiten, habe ich die Bindebänder entsprechend platziert und eingefasst.

Nun kann der Bund gewendet und die offene Kante von der rechten Stoffseite aus knappkantig abgesteppt werden. Ehrlicherweise habe ich hierbei oft Probleme die Naht so zu platzieren, dass sich sowohl innen als auch außen ein schönes Nahtbild ergibt.

Manchmal setze ich daher bewusst breite Ziernähte ein oder nähe nicht zu knappkantig. Immer mit dem Ziel, vor allem auf der rechten Stoffseite eine möglichst schöne Naht zu erhalten.

Knopfloch für eine saubere Wickeloptik

Theoretisch ist der Wickelrock an dieser Stelle bereits fertig. Für eine stabilere und optisch sauberere Wicklung bevorzuge ich es, zusätzlich ein Knopfloch einzuarbeiten, durch das das Bindeband geführt werden kann. Das Bindeband wird dabei von innen nach außen durch das Knopfloch gezogen und anschließend wie üblich um den Bund gewickelt und gebunden.

Durch das Knopfloch liegt der Rock enger am Körper an und kann fester gebunden werden. Zieh den Wickelrock probehalber einmal an, um die passende Positionierung des Knopflochs zu finden. Achte darauf das Loch groß genug zu nähen bzw. zu sticken, sodass das Bindeband gut hindurchgeführt werden kann. In meinem Fall musste ich etwas schummeln, da alle verfügbaren Knopflöcher etwas zu kurz ausfielen.

Zum Abschluss sichere ich meine Knopflöcher gerne mit Fransenstopp von Prym, um unnötiges Ausfransen zu verhindern. Aber Achtung, je nach Stoff bzw. Garn sorgt der Fransenstopp für dunkle Flecken.

Fertig ist dein selbst genähter Wickelrock

Damit ist dein geraffter Hanfu Wickelrock fertig und bereit für seinen Einsatz! Je nach Stoffwahl wirkt er leicht und fließend oder auch strukturiert. Wickelröcke sind sowohl beim Cosplay als auch im Alltag definitiv ein spannendes als auch praktisches Kleidungsstück!

Durch die Wicklung sitzt der Rock genau so, wie du es brauchst. Besonders praktisch, wenn du es je nach Tagesform etwas flexibler magst. Durch die Raffung (oder entsprechende Falten) entscheidest du selbst, wie weit und fließend dein Wickelrock werden soll. Wenn du dir unsicher bist, näh dir einfach einen Wickelrock aus einem schönen günstigen Stoff zur Probe. So bekommst du gleichzeitig ein tolles Kleidungsstück für den Alltag.

Tipp: Passende Schnittmuster für deinen eigenen Hanfu findest du beispielsweise auf etsy. Für die restlichen Kleidungsstücke meines Ah Duo Cosplays habe ich unter anderem dieses Schnittmuster für eine Robe und dieses für ein Oberteil verwendet und abgewandelt.

Weitere Beiträge passend zum Thema findest du hier: /category/naehen

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041 – Nähmaschine 2.0

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All About Cosplay 071 – Schnittmuster Realität im Cosplay

Wer mit dem Nähen anfängt, der steht vor einer neuen großen Herausforderung: Schnittmuster lesen und verstehen. Doch selbst für erfahrene Hobbynäher bringen neue Schnittmuster oft Fragen mit sich. Selten passen Schnittmuster in Konfektionsgrößen perfekt. Körper sind unterschiedlich, selbst wenn sie die gleichen Maße haben. Deshalb sind häufig Anpassungen nötig.

Im Gespräch mit Schneidermeisterin und Cosplayerin Tsuya sprechen wir nicht nur allgemein über Schnittmuster, sondern auch über Wissenswertes und praktische Tipps, beispielsweise wie man Schnittmuster am besten anpasst oder welche Fehler man vermeiden sollte.

Du kennst Tsuya noch nicht? Dann schau doch mal bei ihr vorbei:
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Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
043 – Wo finde ich passende Schnittmuster für mein Cosplay?
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
068 – Stoffe für dein Cosplay

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In Stimmung mit Sims – Geometrische Vorlagen für Cosplayer

Welches Kind der 90er kennt The Sims nicht? Angefangen beim ersten Teil, der die Spielewelt revolutioniert und definitiv nachhaltig Eindruck hinterlassen hat. Vier Jahre später kam der Nachfolger The Sims 2. Die Spielewelt hat sich erneut verändert und der Spielspaß hat sich mindestens verdoppelt.

Nicht nur ich habe Stunden für Stunden vorm PC verbracht, Geschichten ausgedacht, Sims erstellt und die verrücktesten Sachen ausprobiert. Dennoch hatte ich bisher noch kein Cosplay zu Sims umgesetzt. Dabei ist es doch so einfach und macht auch noch riesigen Spaß!

Also habe ich mich endlich auf die Suche nach passenden Schnittmustern für den Plumbob – den Stimmungskristall, der über dem Kopf des aktuell gesteuerten Sim schwebt – gemacht. Tatsächlich findet man im Netz auch die ein oder andere kostenpflichtige oder sogar kostenlose Vorlage für diesen. Ganz zufrieden war ich mit dieser Auswahl allerdings nicht.

Diese Webseite solltest du als Cosplayer kennen

Bei meiner Suche nach passenden Vorlagen, bin ich wieder über templatemaker.nl gestolpert. Eine Seite, die bereits andere Cosplayer schon wärmstens empfohlen haben und die auch ich dir nur wärmstens empfehlen kann!



Für den Stimmungskristall meines Sim Cosplays habe ich mich für zwei einzelne Pyramiden entschieden. Diese habe ich jeweils an der Grundfläche zu einem großen Diamant zusammengeklebt.

Nachdem ich meine Wunschmaße ermittelt und bei templatemaker.nl eingepflegt hatte, habe ich mich für den Export als SVG entschieden, um die Datei mit meinem Plotter verarbeiten zu können.

Natürlich ist ein Plotter für die Umsetzung nicht zwingend notwendig. Du kannst die Vorlagen ganz klassisch ausdrucken, per Hand ausschneiden und auf das zu verarbeitende Material übertragen.

Schritt für Schritt – Dein eigener Stimmungskristall

Die passende Vorlage war gefunden, vorbereitet und auf Karton übertragen – nun ging es an die eigentliche Bastelarbeit. Die beiden Pyramiden, die später zum Plumbob werden sollten, mussten noch gefaltet und geklebt werden.

Bevor du nun also deinen Diamanten direkt fix und fertig zusammenbaust, solltest du dir vorher überlegen, wie du diesen auf dem Kopf tragen möchtest. Es gibt verschiedene Optionen, um den Schwebeeffekt des Plumbob anzudeuten. Ich habe mich für die vermutlich einfachste Methode „Draht an Haarreif“ entschieden.

Um den Draht am Plumbob, also an einer der beiden Pyramiden befestigen zu können, musst du diesen einarbeiten, bevor du die Pyramiden zusammenklebst. Hierfür habe ich mir zunächst ein Stück Draht, den ich bereits Zuhause hatte, in meiner Wunschlänge zugeschnitten. Du kannst theoretisch beliebigen Draht nehmen, solange die benötigte Stabilität vorhanden ist, das Gewicht des Stimmungskristalls sicher zu tragen.

Das eine Ende des Drahts habe ich wie einen Korkenzieher eingedreht, sodass der Draht nicht mehr durch die Lücke in der Pyramidenspitze rutschen konnte. Die Pyramide wurde bis auf die Grundfläche verschlossen, sodass der Draht bereits in der Pyramidenspitze sitzt. Bestimmt könntest du auch nachträglich den Draht noch durch die Spitze der Pyramide führen, schließt du den Draht aber bereits vorher ein, bist du auf der sicheren Seite.

Mit Heißkleber habe ich nun das Korkenzieherende des Drahts mit der Pyramidenspitze verklebt und fixiert. Sitzt alles fest, kannst du nun auch die Grundfläche bzw. den „Deckel“ der Pyramide verkleben.

Ab auf den Kopf

Verklebe jetzt die beiden Pyramidenteile – das mit Draht und das ohne – miteinander, um die gewünschte Grundform des Plumbob zu erhalten. Nun musst du nur noch das andere Ende des Drahts am Haarreif befestigen. Auch hier habe ich einfachheitshalber auf Dinge zurückgegriffen, die ich bereits Zuhause hatte.

Alternativ könntest du auch einen breiteren Haarreif aus Plastik nehmen. Mit einem Loch im Haarreif führst du den Draht hindurch und fixierst ihn auf der Unterseite. Meine Lösung ist optisch nicht elegant, aber für meine Zwecke und Erstversuche war sie ausreichend. Nachdem ich den Draht fest um den Haarreif gewickelt hatte, habe ich diese Stelle zusätzlich mit etwas Heißkleber gesichert.

Stimme den Haarreif auf den jeweiligen Anlass ab, zu dem du den Plumbob anfertigst. In meinem Fall wäre ein dunkler Haarreif besser gewesen, um ihn in meinen braunen Haaren besser „verschwinden“ zu lassen. Leider hatte ich hierfür keinen zur Hand.

Der letzte Anstrich

Im Prinzip wäre dein Plumbob jetzt schon fertig, besonders wenn du ihn mit Farbkarton angefertigt hast. Ich wollte zunächst farbigen Karton benutzen und es dabei belassen. Letztendlich habe ich mich doch für einen Anstrich mit Acrylfarbe entschieden.

Nachdem ich online inspirierende Varianten gebastelter Stimmungskristalle, z.B. ein mit Strasssteinen beklebter Plumbob, gesehen hatte, griff ich auch noch zum Glitzer.

So schnell und einfach ist ein Stimmungskristall gebastelt. Für ein Cosplay zu The Sims benötigst du nicht einmal eine bestimmte Perücke oder Kleidung. Setz dir einfach einen Plumbob auf den Kopf, denn dieser übernimmt die ganze Magie!

Ich selbst konnte nicht drauf verzichten den ikonischen Look der Bella Grusel als auch den klassischen Pixel-Balken in Szene zu setzen. Es ist eines der wohl einfachsten und auch günstigsten Cosplays, die ich je umgesetzt habe. Und dabei auch das unterhaltsamste!

Natürlich kannst du den Plumbob noch verfeinern, indem du z.B. bei der Halterung mit durchsichtigen Acrylstäbchen oder eventuell auch mit Worbla’s Transpa Art arbeitest. Vielleicht hast du ja noch ganz andere Ideen und bringst den Plumbob sogar zum leuchten?

Ich bin jedenfalls gespannt und wünsche dir viel Spaß!

PS: Vergiss nicht, dir für deine zukünftigen Bastelprojekte templatemaker.nl zu merken! Ich möchte die Seite definitiv nicht mehr missen.

Weitere spannende Beiträge aus der Kategorie „Crafting“ findest du hier: /category/crafting/

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
059 – Plotter
053 – Mit Cosplay anfangen: Der Einstieg ins Hobby
066 – Inszenierung und Setbau

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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All About Cosplay 070 – Internationale Cosplay Conventions im Vergleich

Hast du mit dem Gedanken gespielt, die ein oder andere Cosplay Convention außerhalb von Deutschland zu besuchen? Vielleicht reizt es dich, den Kontinent zu verlassen und eine Convention in Amerika oder Japan zu erleben? Die liebe Shiroku ist seit 20 Jahren als Cosplayerin und auch als Japanese Pop Sängerin aktiver Teil der Cosplayszene und hat seither viele Conventions weltweit besucht.

In dieser Episode erzählt sie uns von Kulturschocks, erheiternden Erlebnissen und inwiefern sich die internationale Szene von der deutschsprachigen unterscheidet.

Shiroku ist Cosplayerin, Songwriterin und Japanese Pop Sängerin!
Du kennst Shiroku noch nicht? Dann schau doch mal bei ihr vorbei:
https://shiroku.de/pages/find-shiroku

PS: Hier geht’s zur Viencon

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
All About Cosplay 067 – Internationale Cosplay Wettbewerbe
All About Cosplay 063 – Cosplay bei jedem Wetter
All About Cosplay 060 – Cosplay Convention Regeln

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Ab in den Stickrahmen: ITH-Sticken, so geht’s!

Hast du schon einmal vom ITH-Sticken gehört? ITH steht für „in the hoop“ und bedeutet, dass ein ganzes Projekt im Stickrahmen hergestellt wird. In der Regel wird das Stickprojekt, bis auf ein paar Kleinigkeiten, direkt in der Stickmaschine fertiggestellt.

Häufig werden kleinere Kuscheltiere oder Anhänger als ITH-Stickdatei angelegt. Aber auch Täschchen, größere Kuscheltiere, Kissen oder andere Dekoartikel kannst du als ITH-Stickdatei finden oder sogar selbst anlegen.

ITH-Stickdateien & Vorbereitungen

Hast du Lust ein ITH-Stickprojekt zu starten, dann benötigst du zunächst eine ITH-Stickdatei. Eine reguläre Stickdatei wird nicht funktionieren. Du findest ITH-Stickdateien beinahe überall im Internet. Es gibt unzählige Shops, kleine Künstler oder sogar Freebies, die du ganz einfach über Google finden kannst. Achte auf das Schlagwort „ITH“.

Viele der Stickdateien kommen mit einem anschaulichem Tutorial, welches dich Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Für die allermeisten ITH-Projekte benötigst du, neben einem Stickrahmen in der passenden Größe, projektspezifische Stoffe, Stickvlies zum Wegreißen sowie wasserlösliches Stickvlies.

Für das ITH-Projekt „Sakura Kitty Plush“ von LillipayaEmbroidery habe ich Minky Stoff zusammen mit einer Lage Stickvlies zum Wegreißen trommelfest in den Stickrahmen gespannt. Das Stickvlies bildet die untere Lage, darüber liegt der Minkystoff mit der rechten Seite nach oben. Achte dabei auf die Streichrichtung deines Stoffs.

Jetzt wird gestickt

Dann kann es eigentlich auch schon losgehen! Bei den meisten ITH-Stickdateien wird zu Beginn eine Orientierungslinie gestickt, sodass du genau weißt, wo das eigentliche Projekt gestickt wird.

Somit könntest du, wenn du das möchtest, auch nur das Stickvlies zum Wegreißen einspannen und den Stoff für das Projekt deckend auf diese Orientierungslinie auflegen. Das habe ich tatsächlich schon unzählige Male gemacht. Das klappt in der Regel ganz gut. Solltest du dich für diese Variante entscheiden, musst du darauf achten den Stoff nicht zu knapp zu bemessen.

Applikationen

Bei dem Sakura Kitty Plush wird außerdem eine Applikation gestickt. Für die Applikation gibt es eine eigene Orientierungslinie, welche den Umriss der Applikation widerspiegelt. Auf diese wird die nächste Lage Stoff, mit der rechten Seite nach oben zeigend, aufgelegt. Achte auch hier auf genügend Überstand, damit der Stoff für die Applikation auch definitiv von der Stickmaschine festgenäht, bzw. festgestickt, werden kann. Vergiss nicht auf die Streichrichtung zu achten.

Sobald die Applikation festgestickt wurde, kannst du den Stoff zurückschneiden. Spezielle Applikationsscheren können dabei eine große Hilfe sein. Schneide den Stoff so nah wie möglich an der Naht zurück. Bei mir hat es bei diesem Projekt leider nicht perfekt geklappt, aber Übung macht den Meister.

Wasserlösliches Vlies als Topper

Arbeitest du mit flauschigen, hochflorigen oder stark strukturierten Stoffen, wie zum Beispiel Minky, solltest du das wasserlösliche Vlies als Topper auf keinen Fall vergessen. Dieser sorgt dafür, dass die Stickerei nicht einsinkt und gut gelingt.

Der Topper wird flächendeckend auf die Orientierungslinie gelegt. Bei einigen ITH-Stickdateien wird nur punktuell gestickt. Achte darauf, dass das wasserlösliche Vlies überall dort zum Einsatz kommt, wo gestickt wird.

Den Topper benötigst du nur dann, wenn Muster, Umrahmungen oder Verzierungen gestickt werden. Für diese gibt es in der Regel keine Orientierungslinie. Werden Teile miteinander vernäht, ist kein Topper notwendig.

Projekt in der Stickmaschine abschließen

Sind alle Verzierungen gestickt, folgt die letzte Schicht. Bevor diese gestickt wird, hast du bei Anhängern noch die Möglichkeit kleine Schlaufen anzubringen. Hierfür wird zunächst eine Orientierungslinie gestickt, sodass du genau weißt, wo du das Bändchen anlegen musst. Bedenke, dass die Schlaufe nach innen liegt, damit sie später beim Wenden auch nach außen gedreht wird.

Tipp: Scotch Magic Tape kann dir dabei helfen Stofflagen oder Bänder kurzzeitig für den Stickvorgang zu fixieren. Ist alles festgestickt, entfernst du das Tape wieder.

Zum Abschluss wird der Minky Stoff mit der rechten Seite nach unten aufgelegt. Achte auch hier wieder auf die Streichrichtung, als auch darauf, dass der Stoff flach liegt und keine Falten wirft. Anschließend kannst du den Stickrahmen entnehmen und das Projekt aus dem Stickrahmen lösen.

Einige ITH-Projekte beinhalten deutlich mehr Schritte und sind komplexer aufgebaut. Das Sakura Kitty Plush ist ein relativ einfaches Projekt, welches, bis auf die Applikation, wirklich äußerst leicht umzusetzen ist.

Finalisieren

Schneide nun überstehende, zu lange Fäden ab, entferne das Vlies zum Wegreißen und schneide das ITH-Projekt aus. Beachte beim Ausschneiden Rundungen oder Spitzen und schneide diese entsprechend zu. Schneide am besten relativ knappkantig, ohne Nähte zu beschädigen. Anschließend wendest du das Projekt.

Nun musst du nur noch das wasserlösliche Stickvlies entfernen, bevor du das Plüschtier befüllen und zunähen kannst. Du kannst versuchen das Stickvlies wegzureißen und lediglich die übrig gebliebenen Ränder mit Wasser zu bearbeiten. Oder du machst dem Namen alle Ehre und tauchst dein ITH-Projekt in ein Wasserbad, sodass sich das Stickvlies vollständig auflösen kann.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass der Minky Stoff nach dem ersten Wasserbad meist keine optimale Haptik hat. Also habe ich nach dem Befüllen und Verschließen – vernäht wird per Hand mit dem Matratzenstich – das Stickprojekt erneut gewaschen. Fertig ist dein ITH-Stickprojekt! War doch ganz einfach, oder?

Und jetzt, viel Spaß!

Das Grundprinzip des ITH-Sticken ist immer dasselbe. Allerdings gibt es natürlich auch komplexere Projekte, die eine Herausforderung werden können. Beispielsweise habe ich einmal als Geschenk einen relativ großen Teddybär ITH-gestickt. Für mein Maomao Cosplay habe ich einen großen Frosch angefertigt, bei dem ich nur bestimmte Teile in der Stickmaschine anfertigen konnte.

Das Prinzip der ITH-Stickdateien ist simpel, weswegen man mit einer entsprechenden Software auch relativ einfach eigene Dateien anfertigen kann. So habe ich mich auch an einen kleinen ITH-Frosch mit vereinfachtem Design versucht.

Auch ein komplexes Quietbook, welches ich auf etsy gefunden habe, habe ich bereits ITH-gestickt und mich so neuen Herausforderungen gestellt. ITH-Sticken kann wirklich viel Freude machen, also, probier es doch mal aus!

Weitere spannende Beiträge aus der Kategorie „Sticken“ findest du hier: /category/sticken/

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
041 – Nähmaschine 2.0

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All About Cosplay 069 – Als Cosplayer auf Kindergeburtstagen

Was unterscheidet einen Cosplayer eigentlich von einer Party-Prinzessin bzw. von einem Party-Prinzen? Wie kommt man als Cosplayer dazu, als Party-Prinzessin aktiv zu werden?

Tarek ist Cosplayer und besucht seit einigen Jahren Kinder an ihren Geburtstagen, um ihnen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Er und die anderen Party-Prinzessinnen der Agentur „Pinkteddy Prinzessin“ schlüpfen regelmäßig in die Rolle von beliebten Charakteren, wie der Eiskönigin, Spider-Man, Rapunzel oder oder oder.

Du kennst Tarek aka Crunchy noch nicht? Dann schau doch mal bei ihm vorbei:
https://beacons.ai/crunchynerdlife

Hier geht’s zu den Party-Prinzessinnen:
www.pinkteddy-prinzessin.de

Tarek erzählt in dieser Episode, wie er vom Cosplayer zum Party-Prinz wurde, welche Erfahrungen er gesammelt hat und welche Tipps er Interessierten geben würde, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, als Party-Prinzessin oder -Prinz aktiv zu werden.

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
058 – Fehler und Rückschläge im Cosplay
044 Geld verdienen als Cosplayer

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5 Gründe, warum du Con Crunch vermeiden solltest

Fast jeder Cosplayer war schon einmal in dieser Situation: Der Wunsch nach einem bestimmten Cosplay ist stark, die Deadline gesetzt und die Zeit wird knapp. Nur noch wenige Tage bis zur Convention. Die Abende werden intensiver, der Frust steigt und die Verzweiflung wächst. Die Nächte werden länger, der Schlaf wird weniger und die Vorfreude wird von Stress überschattet.

Herzlichen Glückwunsch, du hast Con Crunch kennengelernt.

Was ist eigentlich Con Crunch?

Als „Crunch“ bezeichnet man in der Computerspieleentwicklung eine Projektplanung, die zur Finalisierung eines Projekts Mehrarbeit, wie (unbezahlte) Überstunden, vorsieht. Das Projekt wurde (bewusst) in zu kurzer Zeit geplant, weswegen es nicht ohne erheblichen Mehreinsatz bis zur Deadline fertiggestellt werden kann.

Con Crunch ist in der Cosplayszene das entsprechende Äquivalent dazu. Cosplayprojekte, die zu spät angefangen, schlichtweg zu knapp geplant oder spontan eingeschoben wurden, führen fast immer zu Con Crunch. Diesen gibt es in unterschiedliche Abstufungen: Je schlimmer der Crunch, desto schlimmer auch die Folgen.

Zu Beginn ist die Motivation hoch, und die Hoffnung, dass das Cosplay doch noch rechtzeitig fertig wird, wirkt realistisch. Je näher die Deadline rückt, desto klarer wird das Bild, wie wahrscheinlich die Fertigstellung wird. Nicht selten sind Abstriche nötig, um den engen Zeitplan einhalten zu können. Häufig zu Lasten der Qualität.

1. Con Crunch ohne Qualität

Wer sein Cosplay unter Zeitdruck fertigstellt, hat kaum die Möglichkeit sein Bestes zu geben. Die ganze Energie wird in Geschwindigkeit statt in Qualität gesteckt. Je mehr die Zeit drängt, desto mehr Fehler passieren. Fehlt die Zeit, fehlt auch der Raum für nachhaltige Fehlerbehebungen oder notwendige Optimierungen.

Ursprüngliche Ideen werden über den Haufen geworfen, Teile des Projekts werden abgeändert oder gar ausgesetzt und die Gesamtqualität ist nicht annähernd auf dem Niveau, auf dem sie eigentlich wäre. Die Folgen?

  • Du bist mit dem Ergebnis unzufrieden.
  • Probleme fallen erst auf, wenn es zu spät ist.
  • Eventuell fällt das Cosplay auf der Convention auseinander und muss notgedrungen vor Ort repariert werden.
  • Das Cosplay muss im Nachhinein überarbeitet oder vollständig fertiggestellt werden.
  • Das Cosplay lässt sich aufgrund der Kompromisse womöglich nicht mehr sinnvoll überarbeiten.

2. Die Kosten steigen

Nicht jede Idee lässt sich innerhalb jedes beliebigen Zeitrahmens umsetzen. Steckst du mitten im Con Crunch, kann es sein, dass du Ideen über den Haufen werfen musst, um das Cosplay rechtzeitig fertigzustellen. Das führt nicht selten zu weiteren Kosten durch Last-Minute-Lösungen.

Die Wunschperücke käme vielleicht nicht mehr rechtzeitig an. Statt zu warten, wird auf die Schnelle eine Notlösung gesucht. Plötzlich hast du zwei Perücken statt nur einer gekauft.

Du hast den perfekten Stoff für das letzte noch fehlende Kostümteil bisher nicht gefunden. Damit du das Cosplay trotzdem tragen kannst, kaufst du auf den letzten Drücker einen Stoff, mit dem du eigentlich nicht zufrieden bist.

Geld ist ein beliebter Puffer, um mangelnde Zeit auszugleichen. Nicht selten kommt es zu Folgekäufen. Das Projekt wird teurer als es eigentlich sein müsste. Dabei ist Cosplay von Haus aus schon kein günstiges Hobby.

3. Stress statt Spaß

Mehr Kosten und weniger Qualität – was denn noch? Im Crunch zu arbeiten bedeutet eine starke Stressbelastung. Anstatt sich über den Fortschritt und die eigene Entwicklung im Rahmen des Cosplayprojekts zu freuen, wird diese, oder vor allem das Ausbleiben dieser, zur Belastung.

Es bleibt kaum Zeit, um sich über (Teil-)Erfolge zu freuen, denn die Zeit drängt. Man hetzt von einer To-Do zur nächsten. Klappt etwas nicht wie gewünscht, ist der Frustfaktor deutlich höher als normalerweise – schließlich droht das Projekt zu scheitern.

Für viele Cosplayer ist das Arbeiten am Cosplay die größte Freude. Der Progress, egal wie groß oder klein er sein mag, ist ein wichtiger Teil der Reise und trägt dazu bei, dass man am Ende Stolz auf sein angefertigtes – oder zusammengestelltes – Cosplay ist. Gib deiner Reise Zeit und lass sie auf dich wirken. Dank dieser Reise hast du Raum, um zu wachsen und dich zu entwickeln.

4. Körper und Geist leiden

Schlafmangel, Stress, ungesunde Ernährung, Frust, Überforderung und Burnout – all das sind typische Begleiter des Con Crunch. Wenn wir an Cosplays arbeiten, dann hantieren wir nicht gerade mit leichten Werkzeugen. Nähmaschine, Dremel, Schere, Nadel, Heißluftpistole, Heißkleber, Epoxidharz, Cuttermesser oder oder oder – all das sind Dinge, die man nur mit Vorsicht benutzen sollte.

Das sichere Arbeiten am Cosplay verlangt nach Konzentration und Vorsicht. Leidet man unter Schlafmangel, Stress oder Überforderung, dann steigt die Verletzungsgefahr.

Im schlimmsten Fall führt die mentale Belastung zu körperlichen Beeinträchtigungen. Ganz sicher aber ist, dass deine Leistungsfähigkeit definitiv darunter leiden wird.

5. Con Crunch überschattet dein Con-Erlebnis

Der Con Crunch ist vorbei und der Tag der Wahrheit ist gekommen. Im schlimmsten Fall hast du es nicht geschafft dein Cosplay fertigzustellen und all der Stress war umsonst. Hast du es geschafft, wird die Freude definitiv von den Folgen des Con Crunchs getrübt. Es bleibt keine Zeit, um sich zu erholen.

Gestresst, schlecht gelaunt und völlig übermüdet geht es auf die Convention. Gerüche, Lautstärke, Lichter und unzählige Eindrücke sind, auch ohne Schlafmangel, bereits eine nicht unerhebliche Belastung. Der Besuch einer Convention kostet viel Energie. Energie, die du nicht mehr hast.

Schlechte Laune, Kopfschmerzen und Streitigkeiten sind die Folge. Anstatt also den lang geplanten Con-Besuch zu genießen, quälst du dich durch den Tag. Im schlimmsten Fall mit Kreislaufproblemen, die zum verfrühten Abbruch des Ausflugs führen. Nicht selten bist du der Grund, weswegen es in der Gruppe schlechte Laune gibt. Gibt es dann mit deinem Cosplay vor Ort Probleme, ist die Katastrophe perfekt.

Ist es das wert?

In meinen Anfängen als Cosplayer habe ich genau einmal echten Con Crunch mitgemacht. Ich fand es absolut furchtbar und habe mir geschworen, es nie wieder zu tun. Dabei habe ich nicht einmal annähernd die Extremform davon erlebt. Der Stress der langen Abende hat gereicht, um meine Freude zu hemmen.

Kein Crunch, aber Stress hatte ich im Sommer bei meinem Spontanprojekt Fionna aus Adventure Time. Ich habe es super spontan eingeschoben, um es zu einem geplanten Shootingwochenende tragen zu können. Zeitlich war die Umsetzung eigentlich unproblematisch, aber da ich viele andere wichtige To-Dos hatte, wurde es doch etwas stressiger.

Die Zeit wäre für das Projekt völlig ausreichend gewesen, um es bequem fertigzustellen. Leider hatte ich dann beim Verarbeiten des Stoffs unerwartete Probleme und der Stoff verhielt sich anders als angenommen. Letztendlich habe ich nach dem Shooting versucht den Schnitt des Oberteils weiter zu optimieren. Den Rock habe ich am Bund aufgetrennt, um ihn in meiner gewohnten Qualität erneut zu vernähen. Es war nicht weiter schlimm, aber einfach etwas schade. Hätte ich ein paar Tage mehr Zeit gehabt, wäre das Ergebnis besser geworden und man hätte die Verbesserung sogar auf den Fotos sehen können.

Con Crunch ist nichts auf das man Stolz sein kann oder sollte. Nicht immer ist Crunch zu vermeiden, gerade wenn Dinge passieren, über die man keine Macht hat. In den meisten Fällen, jedoch schon. Es ist deine ganz persönliche Entscheidung, ob du dich dem Con Crunch hingibst oder ob du dich für ein anderes Cosplay oder ein Casual Outfit entscheidest. Schließlich hast du dich lange genug auf die Convention gefreut und viel Zeit und Geld investiert, um den Ausflug mit deinen Freunden genießen zu können.

Landest du trotz vermeintlich guter Planung immer wieder im Crunch, solltest du diese überdenken und deutlich mehr Zeit (mit Puffer) einräumen, um ein Projekt umzusetzen. Vertrau mir, alles ist besser, wenn du nicht im Crunch bist!

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Just Cosplay” findest du hier: 
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All About Cosplay 068 – Stoffe für dein Cosplay

Bist du gerade auf der Suche nach einem passenden Stoff für dein Cosplay?
Wenn wir Cosplayer einen Stoff für unser nächstes Projekt suchen, dann achten wir in erster Linie auf die Optik eines Stoffs. Wie gut passt er zum Charakterdesign? Trifft er die Farbe des Designs? Und natürlich auch: Wie teuer ist er?

Aber jedem von uns ist es sicher schon passiert, dass man einen Stoff nach seiner Optik beurteilt und gekauft hat, nur um dann festzustellen, dass er aufgrund seiner Eigenschaften für den Verwendungszweck ungeeignet ist. Auch Misses Charmy ist genau das in ihren Anfängen schon einmal passiert.

Moni aka Misses Charmy ist nicht nur Cosplayerin, sondern auch gelernte Schneiderin.

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Podcast

Dieser Blogeintrag wurde von Moni geschrieben:
Hey, psst…. Hast du den richtigen Stoff? – Textilkunde 101

Als Schneiderin näht sie nicht nur für sich selbst, sondern auch zahlreiche Kostüme für andere. Wenn es darum geht, den richtigen Stoff fürs Cosplay zu finden, dann kennt sie sich aus. Genau deshalb spreche ich in dieser Episode mit Moni über Stoffe für Cosplays, welche Erfahrungen wir gesammelt haben und worauf du achten solltest, damit du nicht dieselben Fehler machst wie wir.

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Die Gefahren lauern im Netz – Social Media zum Nachdenken

Nicht zum ersten Mal habe ich einen Anime angesehen, weil mich die Cosplays dazu neugierig gemacht haben. Lange habe ich gezögert, da ich zwar Idols süß finde, aber mich nie wirklich länger mit diese Art Anime beschäftigen konnte. Letztendlich habe ich meine Neugier befriedigt und endlich den Anime zu Oshi No Ko – Mein Star angefangen. Ohne mich vorher zu informieren, worum es eigentlich geht – es geht doch sicher nur um süße Idols, also was soll schon sein? – bin ich direkt reingestartet. Ich war nicht auf den Impact vorbereitet, den der Anime haben würde…

Einige Monate sind seither vergangen und das Thema hat mich nie losgelassen. In Oshi No Ko haben sich für mich viele Ansätze versteckt, über die wir Social-Media-affinen Cosplayer viel zu selten nachdenken. Wir haben uns so sehr an die Welt von Social Media gewöhnt, dass wir aufgehört haben bestimmte Dinge zu hinterfragen. Der Anime bietet für mich die Gelegenheit, Punkte anzusprechen, über die man auf jeden Fall mindestens einmal nachgedacht haben sollte.

Höher, schneller, weiter

Viele Jahre lang habe ich beinahe ständig gehört „Oh du bist fame auf Instagram“, „XY wäre auch gerne fame“, „ich möchte bekannter werden..“ und und und. Mal ganz davon abgesehen, dass man, nur weil man ein paar Tausend Follower auf Instagram oder einer anderen Social Plattform hat, nicht gerade „fame“ ist, steckt häufiger viel mehr dahinter.

Während ich sowohl hier auf dem Blog als auch in meinem Podcast bereits unzählige Tipps dazu gegeben habe, wie man sich eine Social Media Präsenz aufbaut und dass man sich darüber klar werden sollte, was man denn eigentlich möchte, habe ich bisher weniger stark darüber gesprochen, was das mit Menschen macht.

Häufig ist das Problem, dass der Social Media Präsenz grundsätzlich zu viel Relevanz beigemessen wird. Ja, Social Media ist wichtig. Vor allem dann, wenn man selbstständig ist und möglichst effektiv, als auch kostenfrei, für sich und seine Produkte bzw. Dienstleistungen werben möchte. Social Media ist ein wichtiger Faktor in der Gleichung, um erfolgreich Geld zu verdienen, sich Bekanntheit zu verschaffen oder eine Botschaft zu verbreiten. Die Macht der sozialen Netzwerke ist definitiv nicht zu unterschätzen.

FOMO

Gleichzeitig verleitet eine Social Media Präsenz aber auch dazu, Prioritäten zu verschieben. Plötzlich wird das kleine viereckige Wunderkästchen mit dem Touchscreen zum ständigen Begleiter. Alles muss dokumentiert und veröffentlicht werden, digital „anwesende“ Personen sind vermeintlich wichtiger als reale Menschen und die Angst etwas wichtiges zu verpassen, wächst.

Anstatt sich über seine Ziele, Wünsche und Taten zu definieren, definiert man sich über Zahlen, Likes, Kommentare und Reichweiten. Man lässt sich tiefer in diese Spirale ziehen und vergisst dabei eines: im hier und jetzt zu leben.

Also anstatt sich für einen besonders tollen Menschen zu halten, weil man so und so viele Follower hat oder Videos mit Millionen Views veröffentlicht hat, sollte man sich stattdessen fragen, was für ein Mensch man ist, wäre morgen das Internet einfach weg. Oder konkreter gesagt, wäre morgen genau dieses soziale Netzwerk einfach abgeschafft. Kein unrealistischer Gedanke.

Der Druck von außen

Aber nicht nur eine eigene, gesunde Einschätzung ist enorm wichtig, sondern auch, wie man mit dem vermeintlichen Druck von außen umgeht. Sicher, ohne die Fans, die einen mit Likes und Kommentaren unterstützen, wäre man nie so weit gekommen. Da ist es nur verständlich, dass man versucht möglichst viel zurückzugeben und Wünsche oder Erwartungen zu erfüllen.

Leider wird dabei gerne vergessen, eine gesunde und auch notwendige Linie zu ziehen. Je bekannter der eigene Social Media Auftritt wird, desto mehr Erwartungen und Anforderungen begegnet man. Der Leistungsdruck und der Wunsch nach Perfektionismus steigen. Der unperfekte Mensch rückt in den Hintergrund und übrig bleibt ein scheinbar „perfektes“ Produkt im digitalen Konsumraum. Der Follower möchte nicht, dass es sich um einen echten Menschen mit Fehlern und Gefühlen handelt.

Aber gerade hier liegt das Problem. Der Mensch ist nicht perfekt. Um den Schein zu wahren, wird mit Tricks gearbeitet – glänzend und glatt gebügelt. So lange, bis der Mensch daran zerbricht.

Es ist schwer, sich von vermeintlichen Zwängen und Wünschen von außen zu lösen, aber es geht. Wir sind keine Maschinen, sondern Menschen und genau das sollten wir auch sein. Weg von einer scheinbar perfekten Scheinwelt, die uns – und vor allem auch denjenigen, die sie konsumieren – schadet.

Anstatt perfekt sein zu wollen, sollten wir lieber wir selbst sein. Ganz ohne Perfektionszwang und dann auch ohne Selbstwertprobleme. Denn am Ende gaukeln wir uns doch alle gegenseitig Perfektion vor, während wir genau daran zerbrechen.

Shitstorms, Mobbing und die Macht der Gerüchte

Im Internet werden oft Dinge gesagt oder getan, die man im realen Leben vor echten Menschen niemals oder zumindest nicht auf diese Weise tun würde. Das Internet bietet eine gewisse Anonymität, zumindest jedoch eine Unerreichbarkeit. Sage ich heute fiese Dinge, gehe morgen nicht online und es interessiert womöglich nächste Woche keinen mehr.Außer die Person, die von diesen fiesen Dingen attackiert wurde.

Alles was wir sagen oder tun hinterlässt Spuren. Es ist unglaublich, wie lange sich Gerüchte halten können und auch nach Jahren noch das Leben der betroffenen Personen beeinflussen können.

Das Streuen von Gerüchten geht über das normale Tratschen und Lästern unter Freunden raus. Es werden gezielt Informationen nach den Vorstellungen des Erzählers gestreut, – egal wie weit sie von der Wahrheit entfernt sind – mit dem Ziel, der anderen Person zu schaden. Nicht selten wachsen harmlose Missverständnisse, aufgeladen von Emotionen, zu echten Dramen und zu schwerwiegenden Problemen heran.

Keine Fiktion

So auch die Geschichte um Akane Kurokawa in Oshi No Ko. Ein harmloses Missverständnis in einer Reality-Show führt dazu, dass Akane im Netz von Fans der Serie hart verurteilt und brutal angegriffen wird. So weit, dass es beinahe kein „Happy End“ für die Figur gibt. Leider ist das keine reine Fiktion, sondern etwas, das in der Realität viel zu häufig vorkommt.

Kostenlose Hilfe, rund um die Uhr, findest du unter der deutschlandweit gültigen Telefonnummer:

0800 111 0 111
oder
0800 111 0 222

Nicht jeder, der sich im Internet öffentlich zeigt, ist dem gewachsen. Ehrlich gesagt, rechnet man auch nicht wirklich damit. Man unterschätzt, wie heftig negative Kommentare werden können. Regelmäßig wird einem gepredigt, dass man das doch erwarten müsse. Leider ist es genau so, dass man immer mit negativen Reaktionen rechnen muss.

Wie sehr negative Kommentare oft herunter geredet werden und als „Normalität“ akzeptiert werden, sollte nicht normal sein. Es wird immer jemanden geben, der dich kritisieren wird. Es wird immer etwas geben, dass die Leute finden und als „schlecht“ oder „falsch“ einstufen werden. Manche Personen brauchen nicht einmal einen Grund.

Allerdings musst du das nicht akzeptieren:

  • Du musst das nicht annehmen und auch nicht als „das gehört eben dazu“ herunterreden.
  • Du musst diese Kommentare nicht lesen oder gar auf deinen Profilen stehen lassen.
  • Du brauchst keinen triftigen Grund, um jemanden zu blockieren. Ein einfaches „Ich hab kein gutes Gefühl“ reicht.

Achte auf dich und vertrete deine Grenzen. Du hast nur dieses eine Leben und du bist dafür verantwortlich, dass du gut auf dich achtest.

Lese-Tipp: Dein Spielplatz & Deine Regeln – Was du gegen Hasskommentare tun kannst

Dein Leben passiert nicht online

Heutzutage wird das halbe Leben online geteilt. Angefangen von Restaurantbesuchen, tollen Gerichten, dem letzten Konzert bis hin zum Heiratsantrag, Geburt der Kinder oder Krankenhausaufenthalten. Dabei ist es vollkommen egal, ob es junge Menschen über Snapchat, Millenials über Instagram oder Boomer über Whatsapp teilen. Das halbe Leben findet online statt.

Das muss und sollte es aber nicht. Weder der Status in Whatsapp noch die Story „Enge Freunde“ auf Instagram sind ein sicherer Ort.

Sicher, es macht unglaublich viel Spaß sein Leben mitzuteilen und dabei vielleicht auch ins Gespräch zu kommen. Es ist auch grundsätzlich nichts schlechtes dabei, einige Erlebnisse zu teilen. Leider verfällt man aber früher oder später in einen Automatismus, weil plötzlich das online Posten einfach dazu gehört.

Foto: fayan.photography
Edit: SajaLyn

Die Masse an Daten, welche wir bereitwillig online mit anderen, ja auch mit Fremden, teilen, führt dazu, dass andere Menschen sehr einfach an umfassende Informationen über uns und unser Leben gelangen können. Auch ich bin hier keine Ausnahme. Während ich früher noch fleißig geteilt habe, wann ich wo im Urlaub bin oder wo du mich wann finden kannst, mache ich das seit Oshi No Ko in dieser Form nicht mehr.

Ein einfacher Post, wo du dich gerade befindest, kann dafür sorgen, dass dich Menschen finden und treffen können, die dir schaden wollen. Nicht umsonst wurde der Manga und Anime von Oshi No Ko von wahren Vorfällen inspiriert, wie z.B. die Geschichte um Hana Kimura.

Eine Warnung

Auch das Schicksal der Hauptfigur Ai Hoshino in Oshi No Ko ist geprägt davon, dass sensible Informationen über sie an die falschen Personen gerieten. In Folge 11 spricht der Charakter Kana Arima eine ernstzunehmende Warnung an ihre Freunde aus:

„Hört bitte auf, in Echtzeit zu posten wo ihr seid. Böse Fans könnten solche Posts ausnutzen, um euch zu verfolgen. Ihr könntet Opfer von Stalkern werden. Wenn man unterwegs ist, sollte man seine Posts später hochladen.“
(Oshi no Ko, Staffel 1, Folge 11, ca. 17:40 Min.)

Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen traf mich diese Szene direkt und die Erkenntnis darüber ließ mich nicht los. Weil wir es gewohnt sind online zu posten, und häufig beinahe ausschließlich positives Feedback bekommen, vergessen wir zu schnell, welche Risiken es birgt. Erst im März 2025 schockierte mich die Schlagzeile über den Tod einer Influencerin, die während eines Livestreams ermordet wurde. Auch das ist kein Einzelfall.

Dass wir Eltern, die Videos und Fotos ihrer Kinder online teilen, kritischer betrachten, liegt uns noch nahe. Aber auch hier gibt es genügend Menschen, denen die Risiken nicht mehr präsent sind. Das Internet ist eben einfach keine kleine Bubble mit heiler Welt, auch wenn man nur diesen Part aktiv wahrnimmt.

Keine Angst, aber Bewusstsein

Mit diesem Beitrag möchte ich dir keine Angst machen. Ich möchte dir helfen ein Bewusstsein zu schaffen, um mögliche Risiken erkennen und entsprechend bewerten zu können. Mach dir Gedanken und überlege, ob jedes Foto und jedes Video ins Internet geladen werden muss. Und vor allem, pass auf dich auf!

PS: An die Mamas und Papas, Tanten und Onkel, unter uns: Denkt über das Hochladen von Kinderfotos zweimal nach. Ein digitaler Sticker, welcher auf dem Gesicht des Kindes platziert wurde, um dieses zu zensieren, ist leider keine sichere Methode.

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Social Media” findest du hier: 
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All About Cosplay 067 – Internationale Cosplay Wettbewerbe

Hast du schon vom WCS oder ECG gehört? Hinter diesen Abkürzungen verstecken sich die wohl größten internationalen Wettbewerbe für Cosplayer. WCS steht für World Cosplay Summit und ist quasi die Weltmeisterschaft für Cosplayer. Etwas kleiner, aber ebenfalls mit Teilnehmern aus der ganzen Welt, ist das Extreme Cosplay Gathering (ECG), früher als European Cosplay Gathering bekannt.

Aber wie kann man sich diese großen Cosplay Wettbewerbe denn überhaupt vorstellen und wie kann man daran teilnehmen? In welchen Ländern finden sie statt, gibt es Rahmenprogramm und wie ist das Miteinander der internationalen Cosplayer?

Shiroku und CupCat beim World Cosplay Summit 2016 Finale in Nagoya, Japan

Shiroku ist bereits seit 20 Jahren als Cosplayerin und auch als Japanese Pop Sängerin aktiver Teil der Cosplayszene und hat selbst an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen. Sie hat unter anderem in 2016 beim World Cosplay Summit (WCS) den 4. Platz und in 2018 beim Extreme Cosplay Gathering (ECG) den 2. Platz belegt.

PS: Weiter unten findest du das Video zu ihrem Auftritt im Finale des ECG in 2018.

Shiroku ist Cosplayerin, Songwriterin und Japanese Pop Sängerin!
Du kennst Shiroku noch nicht? Dann schau doch mal bei ihr vorbei:
https://shiroku.de/pages/find-shiroku

Wie sie diese Cosplay Wettbewerbe erlebt hat und wie die Erfahrungen sie geprägt haben, erzählt sie ausführlich in dieser spannenden Podcast Episode.

ECG Finale 2018

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
All About Cosplay 062 – Das erste Mal DCM Finale
All About Cosplay 056 – One Hit Wonder Cosplay Contest
All About Cosplay 042 – Cosplay Contests

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10 Jahre Cosplay – ein Jahresrückblick

Die Zeit rennt und auch dieses Jahr geht zu Ende. 5 Jahre nach Beginn der Pandemie. 10 Jahre seitdem ich das erste Mal gecosplayt habe. 10 Jahre… wow.. das ist eine lange Zeit.

Als ich im März 2015 zum ersten Mal ein Cosplay trug, hab ich keinen Gedanken daran verschwendet, was alles noch so kommen mag. Ich hab es einfach genossen und im Moment gelebt. Vieles hat sich seither verändert und auch einiges überhaupt nicht. Deshalb möchte ich dir zum Ende des Jahres meine Gedanken mitteilen. Vielleicht findest du dich in der ein oder anderen Überlegung ja wieder?

2015 vs. 2025

Was hat sich geändert?

In den letzten Jahren war viel los: Cosplay, Arbeit und Familie. Da wir noch immer dabei sind, neue Räumlichkeiten herzurichten, habe ich es 2025 bewusst ruhiger angehen lassen. Es gab deutlich weniger Events, Cosplays oder Shootings. Gerade in Zeiten von Cosplay Fast Fashion, fühlt es sich gut an, selbstbestimmt zu handeln, Geschwindigkeit rauszunehmen und sich mehr auf sich selbst zu fokussieren.

Jahrelang hatte ich eng mit vielen Cosplayshops zusammengearbeitet und mir so teilweise das Hobby finanziert. Inzwischen habe ich deutlich weniger Lust gekaufte Kostüme zu tragen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass ich für das Hobby weniger Zeit zur Verfügung habe, als noch vor 5 Jahren. Das klingt erstmal etwas paradox, aber, damals hatte ich unzählige Ideen, weniger Geld, wenig ausgereifte Fähigkeiten, kaum Geduld aber eben unfassbar viel Zeit.

Die „Gier“ nach neuen Projekten war scheinbar unersättlich. Da kamen Kooperationen mit Cosplayshops gerade richtig. Beinahe wie am Fließband habe ich neue Kostüme ausgesucht, erhalten und diese in Szene gesetzt. Ich war auf unzähligen Events unterwegs und hatte mehrere Fotoshootings im Monat. Es hat mich einfach so sehr begeistert und mitgerissen. Inzwischen muss und möchte ich meine Energie anders haushalten und habe festgestellt, dass sich mein Anspruch verändert hat.

Von Fast (Fashion) Cosplay zu Slow Cosplay

Während ich in meinen ersten zwei Jahren als Cosplayanfänger mit relativ viel Frust an der Nähmaschine saß, habe ich in den letzten Jahren viel Freude am Nähen, als auch einen Ehrgeiz dafür, entwickelt. In meinen Anfangsjahren biss ich mich noch durch den anstrengenden Nähprozess. Ich nähte Kostüme, arbeitete Gekauftes um oder bestellte mir schlichtweg neue Cosplays.

Obwohl in den letzten zwei bis drei Jahren die Qualität von gekauften Cosplays enorm gestiegen und die Kosten gesunken sind, hat sich mein Fokus verschoben. Ich bin deutlich unzufriedener mit diesen Kostümen – zumindest dann, wenn ich sie trage. Seit 2024 habe ich große Lust Kostüme selbst zu machen. Ich möchte bewusster mitbestimmen, wie mein eigenes Cosplay am Ende aussieht. Also versuche ich seither häufiger Kostüme selber zu machen und die Anzahl gekaufter Kostüme langfristig zu reduzieren.

Zu meinen Hoch-Zeiten trug ich durchschnittlich 25 neuen Cosplays pro Jahr – davon waren die meisten gekauft bzw. gesponsert. Ganz schön viel, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Jahr nur 12 Monate hat…

Cosplays mit Fotoshooting aus 2025
Fotograf, 3. Reihe 1. Bild von links: Johannes Tran

Conventionmania

Das Hobby Cosplay schlug bei mir ein wie eine Bombe. Ich hatte neue Luft geschnuppert und verwendete den Großteil meiner Freizeit darauf sie in Cosplay zu stecken. Von 2015 bis 2019 besuchte ich jährlich etwa durchschnittlich 10 Conventions. In 2018 kamen meine Workshops hinzu.

So hielt ich seither jährlich mehrere Workshops auf unterschiedlichen Conventions. War ich einmal nicht als Workshopleiter unterwegs, durfte ich als Moderator oder Cosplay Contest Juror am Programm teilnehmen. Nebenbei besuchte ich außerdem weitere Events „privat“. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, wie es sein würde, wenn ich einmal nicht mehr so viele Conventions besuchen könnte. Dann kam die Pandemie und die Entscheidung wurde mir abgenommen. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass die erzwungene Pause mir wahnsinnig gut getan hat.

Pre-Judging bei der Cosplay Performance Meisterschaft Deutschland Finale auf der Manga-Comic-Con / LBM 2025
Foto: Johannes Tran

Auch wenn durch die Pandemie meine Conbesuche und Buchungen für diese eingeschränkt waren, so war ich Zuhause umso aktiver. Neben vielen neuen Cosplays und anderen kreativen Projekten, schrieb und veröffentlichte ich mein erstes Buch. Die Pandemie stellte vieles auf den Kopf – Ich hatte deutlich mehr Zeit, aber auch weniger Geld. Dann wurde ich Mutter und ich sollte mich erneut sortieren.

Mittlerweile würde ich sagen, habe ich mich eingegroovt. Auch wenn es in den letzten Jahren nicht immer leicht war und wir aufgrund unserer Baustelle noch immer eingeschränkt sind, so hat alles irgendwie seinen Platz gefunden. Die reduzierten Conbesuche in 2025 haben geholfen, andere private Projekte voranzubringen und mir den Raum gegeben, neue Hobbys zu entdecken oder alte Hobbys wieder aufleben zu lassen. Außerdem habe ich die Zeit genutzt, um meine Social Media Accounts auszubauen und inhaltlich diverser zu gestalten. Denn genau wie Cosplay ist auch Social Media meine große Leidenschaft.

Social Media im Wandel

Kurz nachdem ich 2015 anfing zu cosplayen, legte ich mir eine Facebook-Seite zu – kurz darauf auch einen Instagram Account. Ich entdeckte durch Cosplay meine Leidenschaft für Social Media und bemühte mich meine Accounts wachsen zu lassen. Vor allem deshalb, weil ich herausfand, dass eine bestimmte Followerzahl die Türen zu Sponsorings öffnen würde: Die Gelegenheit für mich, das Hobby auf diese Weise zu finanzieren. Weniger, um in der Cosplayszene Bekanntheit zu erlangen. Daran hatte ich ehrlicherweise nie gedacht.

Seit beinahe 10 Jahren poste ich regelmäßig auf Instagram bzw. Facebook. Ich arbeitete auf Hochtouren, um meine Kanäle mit Content zu bespielen, sie zu analysieren und zu optimieren. Es folgten zahlreiche Episoden für meinen Podcast und regelmäßige Beiträge für den Blog. Zwischenzeitlich versuchte ich mich sogar an YouTube und TikTok. Würde mir jemand die Zeit, die ich in all diese Kanäle gesteckt habe, auf ein Blatt Papier schreiben… ich würde wohl rückwärts den Stuhl hinunter kippen. Dennoch würde ich es vermutlich wieder tun.

Mir bereitet es große Freude mein Wissen zu teilen und anderen bei ihren Projekten zu helfen. Während ich auf meinem Blog und im Podcast bereits viele Tipps teile, wollte ich dies auf meinem Instagram Account ebenso ausbauen und meiner Community Mehrwert bieten. Seit über einem Jahr pflege ich deshalb außerdem den Sharing-Account sajalyn.awase für Tipps, Tricks, Reviews und Work in Progress von und für Cosplayer.

Nach über 10 Jahren intensiver Arbeit an meiner Internetpräsenz, kann ich nun sagen: Es wird Zeit, einen Gang runterzuschalten. Ich weiß, was ich erreicht habe und bin mir bewusst, dass ich nicht die nächste Kamui Cosplay oder der nächste Maul Cosplay sein werde. Und wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich das auch nicht.

Und das bedeutet… – Pläne und Aussichten für 2026

Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht viel Zeit und Energie in meine Kanäle und in mein Hobby zu stecken. An aufhören ist deshalb nicht zu denken! Dennoch wird es Zeit, meine Energie anders aufzuteilen und mich zu sortieren. Einfach, weil ich keine Anfang 20 mehr bin, es mir gut tut und ich fest daran glaube, dass ich langfristig davon profitiere.

Cosplay ist für mich in erster Linie mein Hobby, dann erst, ist es mein Beruf – mein Nebenberuf, um genauer zu sein. Genau so, soll es auch bleiben. Ich genieße die Freiheiten, die ich habe, weil ich mich bewusst für diese Aufteilung entschieden habe.

Deshalb wird es in 2026 weiterhin Cosplays geben, für die ich mich aus persönlichem Interesse entschieden habe. Mein Ziel, den Fokus stärker auf selbst gemachte Kostüme zu verlagern, möchte ich beibehalten und noch besser weiterverfolgen. Seit 2024 konnte ich die Anzahl meiner Cosplays pro Jahr deutlich reduzieren – diesen Ansatz möchte ich fortführen.

Bücher, Blog und Podcast

Außerdem plane ich in 2026 Band 02 meiner Cosplay Basics Reihe veröffentlichen, aber vorher muss dieses Buch natürlich erst einmal geschrieben werden. Was wäre eine Buchreihe, hätte sie nur einen Band?

Für den All About Cosplay Podcast haben sich auch in 2026 tolle Gäste angekündigt und so freue ich mich schon darauf neue Perspektiven präsentieren zu dürfen!

Auf dem Blog wird es ein klein wenig ruhiger, da ich ab sofort nur noch einen Beitrag pro Monat veröffentlichen werde. Ich erhoffe mir durch diese Änderung nicht nur mehr Zeit und bessere Planbarkeit, sondern auch, dass dadurch die hochgeladenen Beiträge länger im Fokus stehen und nicht so sehr im Strom der schnellen Contentproduktion untergehen.

Ich möchte mir die Freiheit nehmen, etwas mehr auf das zurückzublicken, was ich in diesen 10 Jahren erreicht habe. Etwas durchatmen, aber gleichzeitig mit der notwendigen Freiheit, um Neues zu schaffen und das Hobby zu genießen. Besonders, seitdem diese Welt so unglaublich schnelllebig geworden ist. Denn letztendlich freue ich mich auf die nächsten Jahre, in denen mich dieses wunderbare Hobby begleiten wird.

Den Podcast All About Cosplay kannst du hier auf dem Blog oder z.B. auf Spotify anhören.

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