Glamour Up – Lidschatten und Highlighter intensiv in Szene setzen

Makeup ist ein großer Teil der Routine vieler Cosplayer geworden. Vor allem bei Lidschatten und Highlighter sind einem fast keine Grenzen gesetzt. Dennoch frustriert man schnell, wenn der Lidschatten nicht ganz deckt, oder der Highlighter aussieht wie ein kreidiger Balken.

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In diesem Beitrag werde ich ein paar lebensrettende Tipps zum Thema Lidschatten und Highlighter geben.

Was ihr benötigt:

Primer

Um eine Basis für euer Produkt zu schaffen, wird ein Primer benötigt.
Für farbenfrohen Lidschatten (egal welcher Preisklasse) bieten sich deckende Primer in helleren Tönen an.
Ich persönlich verwende für Neon- und Pastelltöne gerne einen weißen Primer, da dieser meine Lidschatten nicht verfälscht. Wer sich gerne an neutraleren Tönen bedient, kann auch einen Concealer in einem helleren Hautton verwenden.

Fixierspray

Bei Highlighter sollte man nach einem sogenannten Settingspray suchen – nicht Primingspray! Dieses trägt man nach der Foundation auf, um das Makeup zu fixieren. Bevor das Spray komplett trocknet, wird es meist etwas klebrig, was den Highlighter beim Auftragen intensiver und glatter wirken lässt.

Pinsel

Oft wird die Form des Pinsels vorgeben, für welchen Zweck er sinnvoll zu verwenden ist.

Für Lidschatten

Für Lidschatten gibt es nur zwei Pinsel die absolut nötig sind. Diese müssen zu den hier gezeigten Pinseln nicht komplett identisch sein, sollten aber in Essenz den gleichen Effekt haben.

Flacher Pinsel: Dieser dient dazu, Farben dicht und pigmentiert aufzutragen.

Fluffiger Pinsel: Um die Farben gut zu verblenden und ungewollte Kanten zu radieren, verwendet man einen gefederten, möglichst dichten Pinsel.

Für Highlighter

Fluffiger Pinsel: Der fluffige Pinsel kann auch für Highlighter eingesetzt werden. Hier bietet er sich vor allem für intensive und konzentrierte Highlights an.

Fächerpinsel: Der Fächerpinsel ist ein guter Pinsel, wenn man ungerne mit Contouring arbeitet. Hellere Töne zu kontrollieren ist viel einfacher, als Schatten vorzutäuschen. Mit dem Fächerpinsel kann man sehr leicht die höhen des Gesichtes hervorheben, ohne auf die tieferen Ebenen zu gelangen. Hier wird allerdings eine klare Linie auf das Gesicht aufgetragen. Daher gibt der Fächerpinsel einen sehr harten Lichteffekt, der auch schnell unnatürlich wirken kann.

Großer Ovalpinsel: Dieser Pinsel wird eigentlich für Fixierpuder oder Rouge verwendet. Allerdings eignet er sich super dazu, einen natürlichen, gesunden Effekt zu verleihen. Wenn Highlighter großzügig aufgetragen wird, kann dieser oft aussehen wie eine glitzernde Folie. In manchen Lichtverhältnissen wird er dann aussehen wie ein grauer Balken. Mit dem Ovalpinsel lässt sich das leicht vermeiden.

Die verschiedenen Effekte der Pinsel lassen sich auch je nach Bedarf kombinieren. Probiert euch da gerne aus und findet eine Routine, die euch hilft.

Auftragen

Lidschatten auftragen

Bei Lidschatten gibt es eine bestimmte Reihenfolge, die man beachten sollte. Vor allem mit sehr intensiven Farben, sollte man vor der Foundation mit dem Augen Make Up anfangen. Sonst lassen sich Farbschlieren auf dem Gesicht sehr schwer entfernen.

Zuerst trägt man also den Primer auf. Dieser sollte grob in der Form des Endresultat auf dem Auge landen und gleichmäßig deckend sein.
Dann wird auch schon der Lidschatten aufgetragen. Wie auch in der Grundschule gelernt, wird erst hell, dann dunkel aufgetragen. Das Auftragen sollte nicht in Wischbewegungen sondern eher in Tupfbewegungen erfolgen. Denkt daran, ihr wollt das Pigment so intensiv wie möglich auf das Auge auftragen.
Wenn Ihr mit zwei Farben arbeitet, könnt ihr erst die grobe Form des Lidschattens auftragen und dann mit eurem fluffigen Pinsel verblenden. Falls ihr mit mehr als 2 Farben arbeitet, solltet ihr nach mindestens 2 Farben verblenden um matschige Farbvermischungen zu vermeiden.
Es gibt keine Faustregel, die vorschreibt in welcher Form man idealerweise Lidschatten aufträgt.

Generell gilt: Alle Linien die aufwärts zeigen, werden euer Gesicht ‘liften’. Desto mehr ihr mit Kanten arbeitet, desto intensiver wird euer Gesicht wirken. Im Gegenzug werden eure Gesichtszüge einladender, wenn ihr die Formen abrundet.

Auch wenn es keine strikten Regeln gibt, wende ich gerne Rundungen für niedliche Charaktere an. Kanten werden daher eher für erwachsene, oder ernste Charaktere verwendet. Aber hier müsst ihr auch unbedingt ausprobieren!

Highlighter auftragen

Highlighter hingegen ist viel einfacher. Wenn ihr mit eurem Makeup komplett fertig seid, fixiert euer Gesicht mit dem Settingspray und wartet ein paar Sekunden bis das Spray klebrig ist. Nun könnt ihr mit dem Pinsel eurer Wahl den Highlighter auftragen.

Generell kann Highlighter auf Wangen, Nasenspitze und Nasenbrücke, Brauenbogen und der Oberlippe aufgetragen werden. Wie viel oder wenig Ihr auftragen wollt, hängt vom Cosplay und der Intensität ab, die ihr wünscht.

Anmerkung zum Schluss

Das wichtigste ist, mit diesen Tipps unbedingt etwas herumzuspielen. Probiert Dinge, auch wenn ihr der Meinung seid, sie werden euch nicht stehen. Nur so könnt ihr ermitteln, was für euch die beste Lösung ist. 
Vor allem beim Cosplayen sind euch keine Grenzen gesetzt.

Und das wichtigste: Habt Spaß daran! Makeup wäscht sich ab.

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Du kannst nicht Elsa cosplayen, wenn du wie Jasmin aussiehst.

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Knoten um Knoten – Ansätze selber knüpfen

Willkommen zurück in der kunterbunten Welt der Cosplay Perücken.
In einem vorherigen Blogeintrag haben wir uns mit dem Thema Ansätze kleben beschäftigt. In diesem Blogeintrag geht es nun um die zeitaufwendigere und teurere Methode: Ansätze selbst zu knüpfen.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich keinerlei Ausbildung in diesem Bereich habe . Ich spreche hier vor allem aus Erfahrung, eigenen Recherchen und Tipps von Freunden vom Fach.

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Was brauche ich?

– deine Perücke
– unbedingt weitere Tressen oder eine zweite Perücke, die ihr auseinandernehmen könnt
– eine Schere
– eine Knüpfnadel und evtl. Ersatzspitzen
– Swisslace (bei einer Lacefront Perücke erübrigt sich dies jedoch)
– Perückenkopf und Perückenkamm
– optional aber sehr praktisch: eine Lichtlupe

Bekannter Vorgang

Wie wir bereits im Blogeintrag über das Kleben von Ansätzen besprochen haben, ist Vorbereitung auch hier das A und O. Das Prinzip ist das gleiche: Sammelt genügend Referenzbilder, zeichnet euch eure Vorlage mit Hilfe von Klebeband auf, korrigiert diese bei Bedarf und macht sie an eurem Perückenkopf fest.
Bei einer bestehenden Lacefront Perücke könnt ihr euch einige Arbeitsschritte sparen, denn da könnt ihr mit dem bereits Gegebenen arbeiten.

Für Bärte, Koteletten oder wenn ihr sogar eure eigene Lacefront Wig selbst machen wollt, braucht ihr eigentlich nichts weiter als das Lace, welches eine Lacefront Wig bereits integriert hat. Benutzt bitte nicht einfach gewöhnlichen Lace-Stoff, da dieser zu wenig stabil ist, um das Gewicht von Kunsthaaren zu tragen. Perückenmacher und Maskenbildner benutzen sogenanntes Swisslace oder auch Frenchlace für den Front-Bereich ihrer Perücken.
Es ist etwas fester als normaler Stoff und manchmal mit einer ganz feinen Wachsschicht bedeckt. Swisslace ist der menschlichen Kopfhaut sehr ähnlich und sehr angenehm zu tragen. Zudem garantiert die hohe Luftdurchlässigkeit den perfekten Tragekomfort.
Besitzt ihr also das passende Lace, müsst ihr es nur noch befestigen.

Mit Köpfchen

Fürs Knüpfen ist es wichtig, dass ihr eine passende Unterlage für eure Arbeit habt. Sprich: einen Perückenkopf. Selbstverständlich funktioniert es mit jeglichen Arten von Köpfen, allerdings sind Perückenköpfe aus Kork mit Segeltuchstoff überzogen für diese Art Arbeit am besten geeignet, da ihr so die einzelnen Härchen auf dem dunklen oder dem hellen Untergrund besser sehen könnt.
Ich hatte in diesem Falle leider keiner zu Hand und habe es mit einem herkömmlichen Styropor Perückenkopf gemacht. Allerdings habe ich meine Vorlage als Untergrund benutzt und diese in unterschiedlichen Farben bemalt. Das kann auch schon helfen. Das Lace verschwindet nämlich beinahe auf weißem Untergrund und würde die Arbeit nur erschweren.

Wenn ihr mit einer Lacefront Wig arbeitet und ihr euch eure Vorlage bereits aufgezeichnet habt, wisst ihr ja jetzt genau, an welcher Stelle ihr Haare entfernen solltet und wo vor allem hinzugefügt werden müssen.
Steckt eure Vorlage also am Perückenkopf gut fest, platziert eure Perücke genauso wie ihr sie entweder angezeichnet habt, oder wie es am Ende aussehen soll. Die Perücke wird nämlich nicht mehr bewegt, weshalb ihr sie gut feststecken solltet.
Tipp von Perückenmacher: Der Ansatz einer Perücke beginnt in der Regel 4 Finger breit von der Nasenwurzel entfernt. Aber ob wir diese Regel bei unseren Anime-Charakteren verwenden können, bleibt fraglich. ;D
Achtet darauf, dass das Lace schön flach anliegt und keine Falten dabei entstehen! Sitzt nun alles fest, kann die eigentliche Arbeit beginnen.  

Fingerspitzengefühl

Ich persönlich fange erst damit an, die Härchen aus dem Lace zu entfernen, die ich nicht brauche. So habt ihr vor dem Knüpfen schon etwas den Weg geebnet und ihr müsst weniger Haare aus eurem Sichtfeld wegstecken.
Einen bereits geknüpften Knoten zu öffnen ohne dabei das Lace zu beschädigen, ist gar nicht so schwierig und relativ schnell gemacht. Mit einer Lichtlupe könnt ihr durch gute Sicht den Vorgang noch einmal beschleunigen. Das Einzige, was ihr tun müsst, ist mit der Nadel in die Schlaufe des Knotens zu treffen und diesen zu lockern. Wenn ihr das geschafft habt, könnt ihr an dieser Schlaufe ziehen und die Härchen folgen eurer Bewegung. So lassen sie sich einfach und vor allem ohne Schaden entfernen. Ihr könnt die Härchen sogar wiederverwenden!

Bitte nicht einfach an den Härchen zerren, um sie zu entfernen. So zurrt ihr den Knoten nur fester und sie lassen sich schwieriger entfernen. Zudem beschädigt ihr womöglich das Lace, sowie die Härchen – wenn sie denn noch ganz bleiben und nicht bereits gerissen sind.

Sobald ihr die Haare entfernt habt, die nicht in eure Form passen, folgen nun lange Stunden des Knüpfens. Es ist eine Arbeit, die eure Geduld auf die Probe stellen wird, aber es lohnt sich! 😀

Als Erstes gilt es, den Knoten zu lernen. Ich habe dazu z.B. an den Lace-Stellen geübt, die ich nicht brauche. Betrachten wir doch einmal die einzelnen Maschen des Lace selbst. Sie haben 6 Seiten – sind also Wabenförmig. Es ist euch überlassen, wie viele dieser Seiten ihr mit Härchen bestücken wollt. Je mehr Seiten ihr knüpft, desto dichter wird eure Perücke. Das Gleiche gilt für die Anzahl Härchen. Je mehr Härchen ihr für einen Knoten verwendet, umso dicker wird dann die einzelne Strähne.
Aber Vorsicht! Das bedeutet auch, desto sichtbarer wird dann euer Knoten.
Ich persönlich habe gewöhnlich zwei Seiten mit einem Knötchen aus zwei bis drei Härchen versehen. Es kommt aber immer auf die Stelle an. Oftmals seht ihr später, welche Stelle für euch noch etwas zu licht aussieht. Schaut am besten bei einer bereits bestehenden Lacefront Wig nach oder wenn ihr eine verbessert, dann schaut bei den bereits geknüpften Stellen nach, wie diese gemacht wurden.

Am einfachsten ist es, wenn ihr euch von den bestehenden Härchen aus, zum Beginn eures Haaransatzes arbeitet. Zumal die Haare meist weniger dicht werden, je weiter man sich der Stirn nähert. Ich habe z.B. die letzten drei Reihen, nur noch mit zwei Härchen versehen. Aber das ist Geschmackssache. 😀

Wenn ihr euch entschieden habt, welche Seiten ihr mit wie vielen Härchen versehen wollt, braucht ihr nur noch etwas Übung im eigentlichen Knüpfen.

Wie funktioniert so ein Knoten überhaupt?

Nun, mit Worten alleine lässt sich das schwer beschreiben, daher habe ich euch Grafiken hinzugefügt.
Piekt mit eurer Nadel von der Mitte einer Masche unter der Seite, die ihr mit Härchen versehen wollt, hindurch. So, dass die Seite über eurer Nadel liegt. In eurer anderen Hand habt ihr mit einer kleinen Strähne bereits eine Schlaufe gelegt, wo ihr eure Anzahl Härchen entnehmen könnt – sprich, eine Strähne in der Hälfte umgelegt. 
Zu Beginn kann es hilfreich sein, erst einmal nur die Anzahl Härchen in der Hand zu halten, die ihr pro Knoten einknüpfen wollt. Es dauert natürlich länger, aber das hat mir am Anfang sehr geholfen, da ich immer zu viele Härchen auf einmal aufgenommen hatte.
Hakt eure Nadel also in die Schlaufe ein und zieht die Härchen unter der ersten Seite in die Mitte der Masche durch. Eigentlich ist egal, wie viel der Strähne ihr in der Mitte durchzieht, solange ihr genug Platz für den Knoten habt. Wichtig ist, dass eure Härchen während des Vorgangs immer gespannt bleiben müssen. Haltet also das Ende eurer Härchen immer gut fest.
Nun, lasst die Schlaufe über eure Nadel gleiten, so dass ihr den Haken eurer Nadel wieder frei habt. Wickelt euren freien Haken zwei Mal um den Rest der Strähne und zieht diese dann durch eure Schlaufe, die ihr noch immer über eurer Nadel liegen habt. Zieht die Härchen solange durch die Schlaufe, bis alle durch sind – natürlich müsst ihr dabei die Enden loslassen. Dann müsst ihr das Knötchen nur noch festziehen und ihr habt es geschafft! Das ist die ganze Hexerei.

Übt ruhig ein paar Knoten an den freien Stellen eures Lace, um sicherer zu werden. Mehr müsst ihr aber nicht über Knoten wissen. Richtet euch gemütlich ein, hört ein Hörbuch oder Musik dazu, denn das wird nun eine Weile dauern.

Fertig geknüpft, lassen sich die Haare wie alle anderen an der Perücke ohne Probleme stylen. Ein großer Vorteil der geknüpften Ansatz-Variante ist, dass ihr keine Vorsicht walten lassen müsst, wie bei einem geklebten Ansatz. Immerhin sitzen die Haare nun fest und es kann nichts mehr passieren.

Ja, aber was ist denn nun besser? Kleben oder Knüpfen?

Es gibt einige Vor- und Nachteile auf beiden Seiten. Knüpfen ist extrem zeitaufwendig und je nach Hilfsmittel teuer. Natürlich sind das einmalige Anschaffungen, allerdings nicht «nur mal zum Ausprobieren» gedacht.
Geknüpfte Ansätze sind zwar viel aufwendiger, sehen aber sehr viel natürlicher aus. Ich für meinen Teil wäge immer nach dem Aussehen des Charakters ab.
Bei Charakteren/Schauspielern aus Filmen und Serien könnte man durchaus darüber nachdenken den Ansatz zu knüpfen. Wiederum bei Anime- oder Gamecharakteren darf der Ansatz ruhig «edgy» also comic-like aussehen.
Ein anderer Aspekt ist allerdings auch die Zeit! Man hat nicht immer die Zeit, mehrere Stunden Arbeit in einen geknüpften Ansatz zu stecken. Schon gar nicht während eines Con Crunchs. Für meinen Ansatz habe ich zum Beispiel 23 Std. gebraucht. Es ist also ein Abwägen des Für und Widers.

Ihr kennt nun beide Methoden, die Entscheidung liegt bei euch. Probiert doch mal beide Varianten aus! 😀
Ich wünsche euch nun viel Geduld und vor allem Spaß dabei!

Gastbeiträge von Hearty findest du hier:
Eine haarige Angelegenheit – Das Kleben von Ansätzen

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Cosplay Makeup 101 – Die Base

Wenn du auch Cosplayer*in bist, weißt du bestimmt, dass wir manchmal so einiges aushalten müssen. Seien es wettertechnische Extreme auf Conventions (auf denen gefühlt entweder tropische Hitze, oder arktische Kälte herrscht), Fotoshootings, die manchmal auch ganz schön anstrengend werden können, oder man möchte einfach, dass das Make-up hält und gut aussieht – den ganzen Tag.

Ich habe lang herum getüftelt, um die ultimative Technik für die perfekte Base heraus zu finden, die sowohl Wetter, Zeit, sowohl auch allen Gefühlslagen trotzt. Diese möchte ich dir auf keinen Fall vorenthalten. Und das Gute daran ist: Du brauchst dazu nicht mehr als normales Beauty Make-up!
Ob High-End-Marke, oder vom Drogeriemarkt, das bleibt dir überlassen. Wichtig ist nur, dass du dich mit den Produkten wohl fühlst und sie für dich funktionieren.

Wenn du also wissen willst, wie du dir deine perfekte Cosplay-Base sichern kannst, lies einfach weiter!

Dieser Gastbeitrag wurde von Julez geschrieben.
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Du brauchst:

Tools – ein Makeup Artist ohne das richtige Werkzeug ist wie ein Maler ohne Pinsel!

• feuchter Beautysponge
• große Powderbrush
• kleine Powderbrush

Produkte – Cosplay Make-up bedarf es keiner teuren Spezial-Produkte, die Hauptsache
ist, dass sie für dich funktionieren und du dich damit wohl fühlst!

• Foundation – mittlere/hohe Deckkraft, mattes Finish
• Concealer – ein Ton heller als die Foundation
• Loser, transparenter Puder
• Gepresster, pigmentierter Puder – passender Farbton zur Foundation
• Setting Spray
• Optional: Camouflage, Primer

Hast du alles vorbereitet? Na dann… LET’S GO!

Prep & Prime

Schritt 1

Eine gut gepflegte Haut ist eine wichtige Basis für schönes Make-up. Deswegen wasche dir vor Beginn immer gründlich das Gesicht und pflege es nach deiner gewohnten Routine.
Ich setze auch immer gleich meine Kontaktlinsen ein, da ich sehr empfindliche Augen habe, und sie etwas Zeit brauchen, bis sie sich an die doch etwas stärkeren Cosplay-Contacts gewöhnt haben. Danach ist es auch schon an der Zeit Primer aufzutragen, wenn du diesen verwenden möchtest.
Ich persönlich benutze keinen, da ich ihn nicht als notwendig erachte. Die meisten Primer sind auf Silikon-Basis und das kann Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen. Für besondere Anlässe – und wenn Cosplay keiner ist, dann weiß ich auch nicht 😉 – kann man ihn natürlich bedenkenlos verwenden.

Creamy vs. Powdery

Schritt 2

Wenn deine Pflege eingezogen ist, kannst du mit den cremigen Produkten beginnen – sprich Foundation & Concealer.
Nutze dafür deinen, vorher bereits angefeuchteten, Beautysponge. Diese sind meist in Ei-Form. Das breitere Ende soll größere Flächen abdecken, zB Wangen & Stirn. Das spitze kleinere Ende ist für feine Zonen, die schwerer zugänglich sind, wie z.B. unter den Augen und neben der Nase.

Sorge stets dafür deinen Sponge hygienisch sauber zu halten und wasche ihn gründlich mit Seife und warmen Wasser aus, da sich sonst Keime sammeln können. Wenn du ihn anschließend einmal in einem Handtuch auspresst, hat er die perfekte Feuchte, um Make-up aufzutragen.

Pumpe genug Foundation auf deinen sauberen Handrücken, um dein Gesicht abzudecken. Nimm nun etwas davon mit dem Beautysponge auf. Beginne immer von innen nach außen die Foundation aufzustempeln.
Dadurch hast du die höchste Deckkraft im Zentrum deines Gesichtes und einen natürlichen Verlauf nach außen hin, ohne unschöne Ränder.
Ebenso wichtig ist es, immer tupfende Bewegungen auszuführen und niemals zu wischen! Dadurch passt sich die Foundation perfekt an deine Haut und Poren an und du erhältst ein Airbrush-gleiches Finish.
Ich beginne immer mit der rechten Wange, gehe über die Nase weiter zur linken, hinab zum Kinn und zum Schluss noch die Stirn, da diese meistens von Wig-Haaren bedeckt ist und nicht so viel Produkt braucht. Vergiss auch nicht, einen Verlauf über dein Kiefer hinab zu deinem Hals zu kreieren, um so dem unschönen „Masken-Effekt“ vorzubeugen.

Schritt 3

Danach ist es an der Zeit mit Concealer die Deckkraft an gewissen Stellen zu erhöhen und sie, durch die Nuance heller, optisch hervortreten zu lassen. Vermutlich hast du deine eigene Art und Weise bereits herausgefunden, wie du was für deine Charaktere highlightest. Ich trage unter den Augen & Lidern, am Nasenrücken und Zentrum der Stirn Concealer auf. Ebenso ein Tupfer neben den Nasenflügeln und am Kinn.
Lasse dir nicht zu viel Zeit mit dem Verblenden, da der Concealer eintrocknen kann und sich so schwieriger einarbeiten lässt. Optional kannst du noch Camouflage (das ist hoch-pigmentierter Concealer auf Wachs-Basis) benutzen, um etwaige Unreinheiten zusätzlich zu kaschieren.

Schritt 4

Zeit für den losen Puder! Schütte dir dafür die benötigte Menge auf ein Taschentuch von dem du ihn dosiert abnehmen kannst. Als erstes fixierst du die Bereiche in deinem Gesicht mit der meisten Mimik.
Sprich Augenpartie, Mund & Stirn. Benutze auch hierfür den feuchten Beautysponge. Fühlt sich am Anfang ungewohnt an, funktioniert aber super! Und es wird nichts verklumpen – versprochen.

Tippe mit dem spitzeren Ende in den Puder und tupfe ihn von außen nach innen auf dein unteres Lid, danach folgt das obere, bewegliche Lid. Wiederhole den Vorgang am anderen Auge, nachdem du den Sponge wieder in den Puder getaucht hast. Danach sind Mundwinkel und Stirn dran.
Durch diesen Schritt können sich die flüssigen Produkte nicht unschön in Fältchen und Poren absetzen und die Foundation hält an kritischen Punkten bombenfest! Und keine Sorge wenn weiße Rückstände bleiben. Um die kümmern wir uns nachher!

Schritt 5

Mit dem gepressten und pigmentierten Puder ist es nun an der Zeit den Rest deines Gesichts zu fixieren. Nutze dafür die große Powderbrush. Nimm eine großzügige Menge auf und trage ihn mit kreisenden und sanften Bewegungen auf deine Wangen, Kinn und Stirn auf, bis du die gewünschte Deckkraft erreicht und das Gefühl hast, die cremigen Produkte gut mit Puder eingeschlossen zu haben.
Nimm zum Schluss nun die kleine Powderbrush. Mit dieser kannst du überflüssigen Puder und evtl. weiße Rückstände, zB unter den Augen, abnehmen. Wenn du noch das Gefühl hast, zu viel Puder benutzt zu haben, nimm einen sauberen Puderpinsel und streiche vorsichtig über dein Gesicht.

Ready, SET, Go!

Schritt 6

Du merkst, wir arbeiten uns in Schichten voran. Um diese Schichten natürlich aussehen zu lassen, benutzen wir nun einen Setting Spray. Mein persönlicher Favorit hierfür ist „Fix +“ von Mac Cosmetics. Er pflegt & befeuchtet die Haut und lässt die cremige & pudrige Schicht optimal miteinander verschmelzen.
Natürlich ist dieser kein Muss und du kannst auch jeden anderen Setting Spray verwenden!

Halte die Düse etwa 20cm von deinem Gesicht entfernt, schließe die Augen und nutze so viele Pumpstöße, bis du das Gefühl hast, dass dein Gesicht ganzflächig benetzt wurde.
Wichtig: Versuche solange der Setting Spray trocknet keine Mimik zu verziehen, ansonsten setzen sich die Produkte in den Fältchen ab. Ich benutze gerne einen Fächer, um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen.

Schritt 7

Super! Die wichtigsten Schritte für eine langanhaltende und gut aussehende Base hast du bereits getan. Jetzt ist es an der Zeit dein Gesicht nach all deinen Wünschen zu gestalten und verzieren:
Contouring, Blush, Lidschatten, Highlighter, Facepaint – alles, was dein Herz begehrt!

Wenn alles so sitzt, wie du es gern möchtest, ist es an der Zeit für den letzten, und meines Erachtens nach wichtigsten und liebsten Schritt: eine neue Runde Setting Spray!

Damit alles den ganzen Tag lang bombenfest hält, lassen wir nochmals alle Schichten miteinander verschmelzen.
Hier kommt die zweite Produktempfehlung meinerseits: Der „Allnighter“ von Urban Decay.
Ich nutze diesen Spray schon seit Jahren und kann ihn wirklich nur empfehlen. Er wirkt wahre Wunder und fixiert jedes Make-up. Tragt ihn ebenfalls so auf wie den Setting Spray in Schritt 6, mit genügend Abstand zum Gesicht und lass alles wieder gut trocknen.

Rock your look!

Damit bist du bereit in ein neues Cosplay-Abenteuer zu stürzen, was auch immer es dir bringen mag! Dein Make-up wird dir auf jeden Fall zur Seite stehen und halten. Ich wünsch dir viel Spaß und vergiss niemals: Make-up ist Übung.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Teste verschiedene Varianten und probier dich aus!
Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Tipps & Tricks etwas weiter helfen.

Wenn du diese Technik ausprobierst, würde ich mich freuen von dir zu hören und wie es für dich funktioniert hat. Erwähn mich mit deinem Ergebnis gern in deiner Story, oder schick mir eine Nachricht. Bis dahin, alles Liebe und bleib gesund!
Julez ♡ @kikikobanjo

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Eine haarige Angelegenheit – Das Kleben von Ansätzen

Hallo, mein Name ist Hearty von XTremeTwins Cosplay, ich cosplaye seit 2008 und ich möchte dich in die unendliche Welt der Haaransätze einführen.

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Wer hat sich nicht schon mal den Kopf darüber zerbrochen, wie man die meist recht skurril aussehenden Haaransätze von Anime-, Game- oder Filmcharakteren umsetzen könnte?
Für viele ist dieses Thema noch immer abschreckend. Dabei ist es gar nicht so schwierig! 😀
Mittlerweile gibt es mehr als genug Methoden und Tutorials, die man im Internet finden kann. Sei es nun auf den Social-Media-Kanälen von Cosplayern oder auf Wig Seiten wie z.B. ArdaWigs
Trotz der gut abgedeckten Thematik gibt es viele unterschiedliche Stile, die zum selben Ergebnis führen. Jeder bringt seine eigene Note mit ein. So auch ich. Daher möchte ich dir heute die Methode vorstellen, die für mich am besten funktioniert. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja auch etwas für dich!

In diesem Blogeintrag widmen wir uns der schnelleren, einfacheren und günstigeren Methode: Das Kleben von Ansätzen. Die zeitaufwendigere und teurere Methode, Ansätze selbst zu knüpfen, behandeln wir in einem anderen Blogeintrag aber auch noch ausführlicher.

Was ihr zum Kleben von Ansätzen braucht:

  • eure Perücke
  • unbedingt weitere Tressen oder eine zweite Perücke, die ihr auseinandernehmen könnt
  • farblich passenden 0.9 mm dicken Filz
  • Heißkleber
  • Bastel-, Universal- oder Weißkleber (Hauptsache er trocknet transparent)
  • Alufolie und Klebeband
  • Schere und einen Pinsel

Vorbereitung ist alles

Wahrscheinlich habt ihr schon genügend Referenzbilder eures Charakters gesammelt, welche ihr spätestens jetzt gebrauchen könnt.
Als Erstes solltet ihr euch eine Art Guideline – also eine Vorlage zurechtlegen, damit ihr wisst, wie später euer Ansatz geformt sein sollte. Denn der unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Schließlich hat nicht jeder denselben Kopfumfang, dieselbe Stirnfläche oder allgemein dieselbe Gesichtsform.

Zudem ist bekannt, dass Ansätze gezeichneter Charaktere immer nochmal anders aussehen als im wirklichen Leben.
Daher skizziere ich als Erstes immer – mit Hilfe von Klebeband – meine Ansatzform auf. Tragt dabei eure Perücke, so könnt ihr genau sehen, wo noch mehr Haare angebracht werden oder wo sogar welche entfernt werden müssen. Natürlich könnt ihr das auch an einem Perückenkopf machen, sofern er genau eure Maße hat. Denn diese Methode ist wirklich sehr passgenau!

Filz ist sehr praktisch

Ihr habt nun eure Form, jetzt könnt ihr sie auf ein farblich passendes Stück Filz übertragen – oder wenn ihr euch dafür entscheidet euren Ansatz zu knüpfen, auf ein Stück Lace.
Filz gibt es in verschiedenen Dicken. Zu diesem Zweck braucht ihr allerdings weder dicken Filz noch wirklich viel. Ich benutzte dazu immer 0.9 mm dicken Filz.
Achtung: Achtet beim Ausschneiden eures Ansatzes darauf, dass ihr an der Stelle, wo ihr eure Perücke später annäht, noch ein paar Zentimeter dazu gebt. Ich berechne immer großzügig, abschneiden kann man später immer noch. 

Jetzt fragt ihr euch sicher – wozu der Filz? Das hat für mich den Grund, dass ich meine Haut schützen und mehr Stabilität haben möchte. Ihr könnt den Filz auch weglassen, aber ich persönlich fand die Methode, getrockneten Kleber direkt auf meiner Haut zu tragen, nie sicher. Deshalb nähe ich auch Tressen lieber in meine Perücken ein, als sie bloß zu kleben. Kleber kann bei hohen Temperaturen wieder weich werden und den wollt ihr dann nicht direkt auf eurer Haut oder in euren Haaren haben.

Sobald ihr euer Stück Filz also ausgeschnitten habt, steckt es an eurer Perücke fest und kontrolliert nochmal, ob alles so sitzt, wie ihr das haben wollt. Aber Vorsicht, wenn ihr sie nochmals anprobieren möchtet, benutzt dazu lieber Fadenschlag anstatt Stecknadeln! Sicherheit geht vor!
Wenn ihr damit zufrieden seid, könnt ihr das Stückchen Filz nun entweder mit der Nähmaschine oder von Hand an eure Perücke annähen.
Ab und zu kann es sein, dass trotz Ausmessung, der Filz nicht richtig sitzt. Um ihn eurer Stirn besser anzupassen, könnt ihr hier und da auch kleine Abnäher machen. Das wird später nirgendwo sichtbar sein.
Ist der Filz fest an eurer Perücke dran, braucht er nun etwas mehr Stabilität.

Euer bester Freund, der Bastelkleber

Um dem Filz mehr Stärke und Struktur fürs Bekleben zu verleihen, verdünnt ihr etwas Bastelkleber mit Wasser. Wickelt die Stirn eures Perückenkopfes mit Alufolie ein, damit später nichts kleben bleibt, solltet ihr zu viel Wasser benutzt haben. Mit dem Gemisch pinselt ihr nun das Stück Filz ein.
Meist reichen zwei bis drei Schichten, bis der Filz hart geworden ist. Die Unterseite ist allerdings schön weich geblieben, was für einen angenehmen Tragekomfort sorgt. (Sofern ihr den Filz nicht gleich mit dem Gemisch tränkt. xD Passt also auf, dass ihr nicht zu viel auf einmal benutzt. Lieber dünne Schichten auftragen!)

Als Nächstes werden die einzelnen Strähnen vorbereitet. Schneidet immer ungefähr zwei Finger breite Strähnen von euren Tressen ab, legt sie so dicht wie möglich zusammen auf eine mit Alufolie abgedeckte Fläche und fangt an zu pinseln. Mit dem Gemisch aus Wasser und Kleber, das ihr schon für den Filz benutzt habt, pinselt ihr nun das obere Drittel der Strähnen (also die Abschnittstelle) ein.
Lasst es trocknen und dreht dann die Strähnen um. Wiederholt den Vorgang auf der Rückseite und gegebenenfalls ein weiteres Mal bei der Vorderseite.

Der große Vorteil am Bastelkleber ist, dass man ihn im trockenen Zustand ganz leicht ausbürsten kann, wenn ihr zum Beispiel zu viel der Haare damit beklebt habt.
Bereitet auf diese Art so viele Strähnen wie möglich vor. Lieber mehr als weniger, denn es ist nervig, den Vorgang wiederholen zu müssen, wenn ihr schon damit begonnen habt Strähnen an die Perücke zu kleben. Als Cosplayer ist man ja meistens unter Zeitdruck.

Sobald eure Strähnen trocken sind, werden sie mit Heiß- oder Kraftkleber an euer vorbereiteten Filzansatz geklebt. So arbeitet ihr euch nun Schicht für Schicht von der Perücke zu eurer Stirn. Die letzte Schicht direkt am Übergang zur Stirn klebt ihr etwas über euer Filzstück hinaus. Diese könnt ihr später mit einer Schere in Form schneiden, damit die Spitzen natürlicher aussehen.
Zum Schluss, wenn alle Strähnen kleben, alles getrocknet ist und die Spitzen in Form geschnitten sind, werden die angeklebten Haare ein letztes Mal mit dem Gemisch aus Bastelkleber und Wasser beschmiert. So werden einzeln abstehende Härchen geglättet und alles bekommt nochmal extra Halt. Lasst alles gut durchtrocknen – am besten über Nacht – und dann könnt ihr mit dem Styling beginnen.

Natürlich müsst ihr beim Ansatz etwas vorsichtiger sein, da ihr nicht unbegrenzt daran ziehen könnt. Aber sonst lässt sich alles wie gewohnt in Form bringen.
Sollte sich mit der Zeit mal eine Strähne lösen, könnt ihr den Vorgang des Klebens immer wiederholen. Manchmal reicht eine weitere Schicht Bastelkleber schon vollkommen aus.

Übung macht den Meister

Wie bei allem was wir tun, werden wir durch den Vorgang der Wiederholung immer besser. Zu Beginn mag es euch also noch etwas schwieriger fallen Ansätze zu kleben – auch der anfänglichen Unsicherheit geschuldet – doch hier gilt wie mit allem anderen auch: Bleibt dran.
Probiert es aus und findet das, was für euch am besten passt.  Wie schon gesagt, jeder Mensch ist da anders. 😀

Viel Spaß!

Fotograf: feline.pure

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Making of Tira – Soul Calibur IV

“Jetzt oder nie!” – so lautet wohl mein Leitspruch für die meisten meiner Traumcosplays. Nachdem ich Anfang des Jahres einen richtigen Lauf beim Cosworken hatte und mein Traumprojekt Aschenbrödel in die Tat umsetzte, beschloss ich, direkt weiterzumachen.
Letztendlich kam mir Corona und damit Projekte mit höherer Priorität (Kooperationen, mein Buch, mein Kalender…), sowie teilweise ein kleiner Motivationsverlust in die Quere. Dadurch zog sich mein “Jetzt oder nie – Tira Projekt” etwas in die Länge. Dazu kam, dass ich aufgrund der Corona Krise viel auf vorhandenes Material zurückgreifen musste und nicht wie geplant beliebig Wunschmaterialien kaufen und verwenden konnte.
Anstatt also im Mai 2020 für die Dokomi damit fertig zu sein, war ich dann im Oktober 2020 fertig und konnte es immerhin noch bei einigermaßen angenehmen Temperaturen shooten.

Meinen Progress habe ich überwiegend durchgängig dokumentiert und möchte ihn dir natürlich nicht vorenthalten. Denn wer weiß, vielleicht kannst du etwas aus meinen Methoden lernen und sei es nur, dass du dir sagst: So werde ich es nicht machen. 😉

Der rote Anzug

Schnittmustererstellung

Da ich bei diesem Kostümdesign leider nicht auf vorhandene Schnittmuster zurückgreifen konnte, wurde es an der Zeit, ein eigenes zusammenzuschustern. Ich bat also Philipp mich zunächst einmal komplett in Frischhaltefolie einzuwickeln und anschließend mit Tape abzukleben. Anschließend wurde ich entsprechend des Kostümdesigns beschriftet, bemalt und aus dem Kokon herausgeschnitten.

Nachdem ich diese Art der Schnittmustererstellung eher selten nutze, beschloss ich den Schnitt mit einem alten Stoff zu testen. Anhand des Tests konnte ich dann einige Optimierungen am Schnitt vornehmen.

Die Basis

Nachdem der Schnitt soweit stand, ging es auch schon an die Umsetzung. Für das Kostüm entschied ich mich für einen roten One-Way-Stretch-Cordstoff. Wie gut, dass ich immer ausreichend Stoff kaufe, um auch eventuelle Fehler ausbügeln zu können. So auch hier. Denn als ich das erste Schnittteil ausschnitt, stellte ich fest, dass der Cordstoff nur in eine Richtung “streichbar” ist. Kurzerhand entschloss ich also das Kostüm doppellagig zu nähen, um so meinen Fehler auszubessern. Nicht nur deswegen war dies eine gute Entscheidung, sondern auch, da nach Fertigstellung oftmals auch die Innenseite des Kostüms zu sehen sein würde.

Streifen und Verzierungen

Mit rotem Cordstoff allein war es allerdings noch nicht getan. Tiras Anzug weist leichte Streifen und andere Verzierungen auf. Nach langer Überlegung beschloss ich, es mit einem engen Zick-Zack-Stich mit “Knopflochlänge” zu versuchen. Als Fadenfarbe wählte ich ein helles Beige, welches sich gut vom roten Stoff abheben würde.

Die Streifen und Verzierungen zeichnete ich mit Schneiderkreide vor, sodass ich beim Nähen nur noch den Markierungen folgen musste. Einige Rollen beiger Nähfaden später, war es dann auch schon geschafft. Anschließend versäuberte ich die Schnittteile mit meiner Overlock, um unnötiges Ausfransen zu verhindern. Natürlich kannst du die Ränder der Schnitteile auch mit einem einfachen Zick-Zack-Stich deiner Nähmaschine einfassen.

Einzelnes gehört zusammen

Nachdem auch dieses Stück Arbeit erledigt war, nähte ich die einzelnen Teile entsprechend meiner Schnittmusterkonstruktion zusammen.

Des Weiteren befestigte ich auch gleich das türkisfarbene Federband am Saum der Hosenbeine. Das türkise Federband (bestellt auf Wish) musste ich doppelt nehmen, um die gewünschte Dichte zu erhalten. Ich nähte das Band erst an das Hosenbein, nachdem dieses schon zusammengesetzt war. Einfacher wäre es gewesen, hätte ich das Band angebracht, bevor das Hosenbein geschlossen wurde. Anschließend setzte ich einen Gummizug ein, um einen kleinen Pluderhoseneffekt zu erhalten.

Mit den übrig gebliebenen Bändern von meinem Kikyo Cosplay, schnürte ich kleine Schlaufen, die ich für die Schnürung am Rücken des Cosplays per Hand annähte. Später bemerkte ich allerdings, dass ich in der Länge zu kurz gedacht hatte und fügte noch weitere Schlaufen hinzu. Dieses Mal allerdings etwas weiter nach innen platziert, sodass die Schlaufen nicht mehr so offensichtlich zu sehen waren. Klassisches Learning by Doing – so wie ich es mag. 😀

Und natürlich durfte – ganz Coronakonform – eine Maske im Tira-Design nicht fehlen! Zum Abschluss verwendete ich etwas schwarze Stoffmalfarbe mit viel Wasser dafür, den Stoff etwas schmutzig und getragen wirken zu lassen.

Mit Hilfe einer Zahnbürste arbeitete ich die Farbe vorsichtig in den Stoff ein. Ich persönlich bin kein Fan von extrem starken Weathering, weswegen ich meine Kostüme – wenn überhaupt – nur sanft weathere.

Ledernes Gewand

Natürlich besteht Tiras Kostüm nicht nur aus dem roten Anzug, sondern auch aus einigen Lederteilen. Zum einen aus einem knappen Lederhöschen, aus dem gerne mal das Maurer-Dekolleté hinaus blitzt. So knapp habe ich aber mein Höschen nicht geschnitten.

Anhand einer vorhandenen Shorts kreierte ich also ein passendes Schnittmuster. Zur Probe nähte ich ein Höschen aus einem anderen Stoff, um zu sehen, ob der Schnitt so gefällt. Anschließend ging es dann an die Leder-Umsetzung. Auch hier machte ich meinen klassischen Fehler! Denn ich vergaß, dass auch dieses Stretch-Leder nur in eine Richtung stretcht. Entsprechend richtig, sollte man also den Schnitt auf dem Stoff platzieren. Ich werde es wohl nie lernen, es auf Anhieb richtig zu machen. 😀

Auch ein Lederharnisch ist Bestandteil des Kostüms. Ganz im Sinne der anderen Kostümteile, nähte ich auch hier ein Probeteil aus einem anderen Stoff zur Probe, um den finalen Look besser abschätzen zu können. Die Konstruktion hat mir zum Teil wirklich einige Knoten im Hirn hinterlassen.

Befestigt habe ich den Harnisch dann mit diversen Druckknöpfen, die ich per Hand am roten Anzug anbrachte. Vielleicht fällt dir auf, dass hier ein Teil des Harnisch über dem Anzug liegt, in meiner finalen Version aber darunter. Ich kann dir ehrlich sagen, dass ich wirklich nicht weiß, warum ich beim Tragen vergessen hatte, diesen Ledergurt über dem Kostüm zu platzieren. 😀 Es ist einfach passiert!
Meine Konstruktion lässt beide Tragevarianten zu, allerdings würde die darüber liegende für etwas mehr Stabilität sorgen.

Zu guter Letzt nähte ich noch die Handschuhe in einfacher Variante – Hand abpausen & umnähen – als Basis zu den darauffolgenden Rüstungsteilen.

Auch diese Kostümteile wurden zum Abschluss etwas geweathered. In diesem Fall hätte aber Stoffmalfarbe nicht so gut gehalten, weswegen ich hier einfach auf die gute alte Acrylfarbe zurückgriff.

Kleinvieh macht auch Mist

Für die Anzugdetails (Nieten & Ringe) arbeitete ich mit Fimo und Holzringen, welche ich mit Gold besprühte und später mit Acrylfarbe weiterverarbeitete.

Für den Gürtel ummantelte ich Foam mit Stoff, fixierte das Ganze mit Ziernähten und setzte anschließend die Nieten. Die Gürtelschnalle formte ich aus Fimo.

Auch der Gürtel erhielt etwas Weathering mit Hilfe von Acrylfarbe.

Schuhüberzieher

Kurz vor dem Shooting entschied ich mich dafür Schuhüberzieher zu nähen und nicht die zuvor ausgewählten vorhanden Schuhe zu verwenden. Am Abend vor dem Shooting fertigte ich also noch kurzerhand entsprechende Schuhüberzieher an, die ich aus dem selben Stretch-Leder fertigte, aus dem ich auch zuvor Hose und Handschuhe genäht hatte.

Für die Grundform orientierte ich mich an den Stiefeln, die ich unter den Schuhüberziehern tragen wollte und optimierten diese dann Schritt für Schritt. Da ich keinen weiteren passenden Stoff für die Schnallenbänder der Schuhe hatte, bemalte ich das Stretchleder mit Acrylfarbe. Ebenso empfand ich so den Absatz des Originalschuhs nach, um den Schuhüberzieher so etwas optisch aufzuwerten. Natürlich durfte auch etwas “Dreck” nicht fehlen.

Rüstungsteile für den Kampf

Nachdem das Grundkostüm soweit stand, wurde es Zeit an den Rüstungsteilen zu arbeiten. Mit Hilfe von Philipp designte ich die Grundform des Kragens, welcher aus zwei separaten Teilen aus Foam gefertigt wurde. Die Grundform, die wir zunächst aus Papier anfertigten, diente anschließend als Schablone für unseren eigentlichen Kragen. Aus einem zweiten Kragen-Set schnitt ich dann die Verzierungen heraus, welche benötigt wurden.

Die Verzierungen legte ich Freihand an, wobei ich mich hierbei etwas an dem Cosplay von zephyrmakesthings orientierte. Die ausgeschnittenen Verzierungen klebte ich dann mit Heißkleber an den eigentlichen Kragen.

Auf die gleiche Weise fertigte die Rüstung des Handschuhs an. Nur die Krallen fertigte ich aus Black Worbla Art, da diese entsprechend leichter zu formen waren. Die Verzierungen der Handschuhplatte waren für die erste Methode zu filigran, weswegen ich hier auf meine Perlen-Stifte zurückgriff, mit denen ich die Verzierungen gut auftragen konnte.

Die gleiche Methode verwendete ich auch bei herzförmigen “Tasche”, die an Tiras Gürtel befestigt ist. Die fertig gestellten Rüstungsteile, überzog ich dann mit mehreren Schichten Holzleim, um die Oberfläche zu glätten und das Konstrukt etwas zu stabilisieren.

Anschließend bemalte die Rüstungsteile mit Acrylfarbe. Auch die Rückseite der Rüstung wurde etwas mit Holzleim und Farbe bearbeitet. Für den Verschluss des Kragens verwendet ich übrigens Magnete. Zu guter Letzt wurden alle Teile entsprechend mit Heißkleber zusammengesetzt, Federn hinzugefügt oder an Stoff geklebt, der dann wiederum mit Stoffkleber an das eigentliche Kostüm fixiert wurde.

Natürlich wurden auch diese Kostümteile etwas beschmutzt und wenn nötig noch ausgebessert.

Gesamtlook des Grundkostüms

So sieht das Kostüm nun zusammengesetzt aus. Machen wir also mit der Perücke weiter und schließen das Cosplay mit der Ringklinge ab!

Die Perücke

Für die Perücke verwendete ich eine Zopf-Perücke und Clip-In Tressen von Kasou Wig. Leider war meine Wunschfarbe nicht lieferbar, weswegen ich die Perücke in einem helleren Braun wählte.

Ich schnitt also den Pony, setzte einen der beiden Zöpfe neu, toupierte beide und fixierte das ganze mit Haarspray. Für den hinteren dritten Zopf verwendete ich eine Clip-In-Tresse, welche ich flocht und anschließend am Hinterkopf festklammerte.

Die Ringklinge

Zugegeben, ich bin kein Fan vom Props- oder Rüstungsbau und meide es deshalb wo es nur geht. Bei Tira gehört die Waffe nun aber einmal ganz unwiderruflich zum Kostüm. Komme was Wolle. Zum Glück hatte Philipp eine Idee, wie wir trotz finanzieller Einschränkungen durch Corona, eine Waffe bauen konnten, die zumindest für Fotos funktionierte!

Anhand eines fertigen 3D-Modells aus dem Internet, fertigte Philipp die Grundform der Waffe an und übertrug sie zur Veranschaulichung auf Pappe. Für den zweiten kleineren Ring, zeichnete ich die Form für Philipp vor, welche er dann am Model nach konstruierte. Aus altem und eher minderwertigen Holz (man nimmt, was man kriegt), fertigten wir dann die Waffe mit Hilfe einer CNC Fräse, welche uns zum Glück zur Verfügung stand.

Philipp schraubte und klebte die Einzelteile dann zusammen, schliff und grundierte sie, sodass ich die Waffe anschließend mit Acrylfarbe bemalen konnte. Sicherlich keine Methode, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann, besonders da wir hier mit eher minderwertigem Holz gearbeitet haben. Aber wenn es während Corona die einzige Möglichkeit auf eine Ringklinge fürs Cosplay ist, dann greift man zu und genießt es, das Cosplay vollständig in Szene setzen zu können.

Der finale Look

Insgesamt muss ich sagen, dass es für mich ein sehr aufwändiges Projekt war. Angefangen damit hatte ich bereits Anfang 2020. Das erste Material traf im Januar oder Februar ein, also fing ich auch mit den ersten Arbeiten an. Dann kam aber Corona und nicht nur der finanzielle Einschnitt, sondern auch die mangelnde Motivation zogen das Projekt unnötig in die Länge. Mehr die mangelnde Motivation, als die finanzielle Lage, denn ich war überrascht, wie viele Wege man doch finden kann, um Geld sparend ein Projekt umzusetzen! Als ich im Oktober dann endlich fertig war, war ich einfach nur froh und wusste: so schnell werde ich so ein Projekt nicht wieder anfassen. 😀 Daher kann ich jeden, der diese Art von aufwändiges Projekt liebt und rockt, nur bewundern!

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Tutorial – Catra Perücke stylen

Es gibt unzählige Arten Catras Frisur in geeigneter Weise für das eigene Cosplay zu übersetzen. Für den von mir gewählten relativ natürlichen Look, bedarf es tatsächlich keiner großen Zauberei.

Im folgenden möchte ich dir kurz erklären mit welchen Material ich gearbeitet und welche Techniken ich angewandt habe. Dann lass uns loslegen!

Die Perücke

Als Basis wählte ich jeweils eine farblich passende Perücke von Coscraft. Da ich den Farbring von Coscraft Zuhause habe und auch die Qualität der Perücken kenne, fiel mir die Entscheidung nicht schwer, dort nach einer passenden Wig zu suchen. Wichtig ist, dass deine gewählte Perücke hitzeresistent ist und mit Hitze / Wärme gestylt werden kann. Ohne, dass dir die Haare beim Stylen der Perücke weg schmelzen oder anderweitig beschädigt werden.
Für die Frisur aus Staffel 1 wählte ich eine Langhaarperücke mit Pony. Für den Look aus der Vision des Serienfinales wählte ich eine Zopfperücke ohne Clip In.

Auswahl des geeigneten Farbtons traf ich mit Hilfe meines Farbrings. Da ich doch wesentlich blasser als der eigentliche Charakter bin, versuchte ich einen Braunton zu wählen, de meine Haut nicht noch blasser erscheinen lassen würde.
Praktischerweise trage ich von Natur aus braunes Haar und konnte dieses ebenfalls bei meiner Auswahl als Referenz verwenden. Aber auch vorhandene braune Perücken sind super als Vergleichsmaterial geeignet. Letztendlich entschied ich mich für die Farbe “Matt Dark Brown” und bestellte zusätzlich helle Tressen in “Wheat Blonde”.

Das Material

Für das grundlegende Wig Styling verwendete ich ein Kreppeisen und einen Toupierkamm. Anschließend arbeitete ich noch mit einer handelsüblichen Haarschere, mit dem unter Cosplayern bereits bekannten Got2be Sprühkleber und einem Föhn.

Zusätzlich empfiehlt es sich einen weiteren Kamm oder eine Bürste, sowie Haarklammern bereit liegen zu haben. Vor allem die Haarklammern werden beim Abteilen der Perücke eine große Hilfe sein.

Die Technik

Im ersten Schritt empfiehlt es sich, die Perücke abzuteilen, sodass du dich von der untersten Schicht bis zum Deckhaar hocharbeiten kannst. Natürlich kannst du auch anders herum vorgehen und vom Deckhaar bis zum Unterhaar arbeiten. Da, du dem Haar aber mit dem Kreppeisen viel Volumen hinzufügst, wird es von oben nach unten zunehmend schwerer das Haar abzuteilen. Deswegen empfiehlt es sich auf jeden Fall Schicht für Schicht von unten nach oben zu arbeiten.

Hast du die Haare soweit abgeteilt, dass du nun von unten anfangen kannst, kann es auch schon mit dem Kreppen los gehen. Arbeite dich nun langsam von Strähne zu Strähne vor. Die Dicke und Breite der Strähne solltest du anhand deines Kreppeisens ausmachen.
Mein Kreppeisen ist recht schmal geschnitten und die Zacken liegen enger beieinander, daher sollte ich eher dünnere Strähnen wählen. Je dünner die Strähne, desto größer der Kreppeffekt. Natürlich dauert das Styling so wesentlich länger.
Da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, habe ich zwischendurch auch ein paar dickere Strähnen genommen, die dann nicht so stark gekreppt wurden. War es mir zu wenig, musste ich also die Strähne doch noch einmal abteilen und ein zweites Mal kreppen. Ungeduld zahlt sich nicht wirklich aus.

Ob du von unten nach oben oder von oben nach unten kreppst, ist dir überlassen. Möchtest du zusätzliches Volumen ins Spiel bringen, solltest du den noch warmen Ansatz der Strähne / Tresse zusätzlich toupieren. Wenn du mit dem Kreppen fertig bist, kannst du die Perücke anschließend noch einmal komplett toupieren. Noch mehr Volumen erhältst du auch, wenn du die Perücke über Kopf mit Wärme und Haarspray bearbeitest.

Catra Vision – Serienfinale


Die Zopfperücke habe ich tatsächlich nur gekreppt und den noch warmen Tressenansatz toupiert. Für einen schöneren Stand des Zopf habe ich diesen noch etwas mit Haarspray bearbeitet und den Fingern ausgeformt. Für den letzten Schliff, habe ich den Pony etwas zurechtgeschnitten und mit Haarspray fixiert.

Catra Staffel 1

Da meine Ausgangsperücke für Catras Frisur aus Staffel 1 viel zu lang war, habe ich diese zunächst abgeschnitten. Auch, wenn die Haare der Perücke sich ein wenig durch das Kreppen verkürzen, so tun sie es doch nur ein klein wenig und nicht mehrere Zentimeter.
So habe ich die Perücke also annähernd auf die gewünschte Länge gekürzt. Hierzu habe ich die Tressen der Wig zunächst einige wenige Zentimeter vor Wunschläge gerade abgeschnitten. Anschließend habe ich die Enden mit der passenden Schnitttechnik überarbeitet. Nachdem ich die Grundlänge angepasst hatte, habe ich mit dem Kreppeisen weiter gemacht.

Ein gerader Schnitt ist beim eigentlichen Perücken Styling nicht zu empfehlen. Ich persönlich schneide meine Perücken nur dann gerade ab, wenn ich die Länge drastisch kürzen muss. Erst im zweiten Schritt arbeite ich dann mit der richtigen Schnitttechnik.
Mehr dazu: Perücken Styling für Anfänger

Den kurzen stufigen Look der Frisur konnte ich durch den langen Pony der Perücke erzielen. Den Pony habe ich ebenso wie den Rest der Perücke mit dem Kreppeisen bearbeitet. Anstatt die Tressen des Ponys beim Kreppen in die Ausgangslage zu bringen, habe ich diese nach hinten zum Hinterkopf gekreppt. Durch die Hitze des Kreppeisens, blieben die gekreppten Strähnen auf dem Hinterkopf liegen und fielen nicht mehr nach vorne. Anschließend habe ich seitlich die hellen Tressen eingenäht und gekreppt. Zum Schluss habe ich nun entstandene Mähne mit einem stufigen Schnitt etwas ausgedünnt und mit Haarspray bearbeitet.

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Making of Bloom – Winx Club

Winx Club war eine der Serien, die ich als Kind gerne angeschaut habe. So spukte mir die Idee eines Bloom Cosplays auch schon lange in meinem Kopf herum. Durch den Ausfall von Workshops, Conventions und Shootingprojekte durch Corona, dachte ich mir, es wäre doch mal an der Zeit das Cosplay umzusetzen. Zwischenzeitlich hatte ich aber so viel auf meiner To-Do-Liste, dass ich gar nicht dazu gekommen wäre. Als ich dann bei einem Gewinnspiel der lieben eden_craft (feenladen) ein paar Flügel gewann, musste ich Bloom als spontanes improvisiertes Projekt einfach dazwischen schieben.

Wer mir mich schon des öfteren mal gefragt hatte, wie ich meine Cosplays angehe, verarbeite und wo ich vor allem meine Schnittmuster her habe, der weiß, dass ich nach dem Prinzip “trial and error” vorgehe. Ich improvisiere viel und lerne dadurch einfach mindestens genauso viel. Ebenso entstand also auch Bloom. Es gibt einige Aspekte am Kostüm, die ich im Nachhinein noch einmal verbessern oder ändern würde, aber ich denke, dass dir der Blogeintrag helfen wird. Egal, ob du es genauso machst oder dadurch einfach nur lernst, wie du es nicht machen möchtest.

Schnittmuster

Hin und wieder werde ich gefragt, woher ich die Schnittmuster für meine Cosplays nehme. Tatsächlich habe ich hierfür drei Varianten.
1. vorgefertigte / gekaufte Schnittmuster, die super passen oder die ich minimal abändern muss.
2. selbst gefertigte Schnittmuster, für die ich mich komplett eintape und das Schnittmuster an meinem Körper aufmale (dazu mehr im kommenden Blogeintrag zum Making of von Tira)
3. Kleidung als Basis für Schnittmuster

Im Falle von Bloom, habe ich vorhandene Kleidung als Basis für ein neues Schnittmuster genutzt. Ich hatte ein bauchfreies Oberteil Zuhause, dass einen guten Ausgang für Blooms Top bot. Da die Feen bei Winx Club sehr unrealistische Körperformen haben, habe ich mich bewusst davon verabschiedet sehr akkurat zu arbeiten. Dementsprechend weicht meine fertige Version etwas vom originalen Design ab.

Für den Rock verglich ich zunächst alle meine Möglichkeiten und entschied mich dann dafür den Rock des Skaterkleides abzuändern. Ich pauschte den Rock zunächst im Bruch ab, um ihn anschließend entsprechend meiner Vorstellung abzuändern.

Für die Armstulpen improvisierte ich kurzerhand einen Schnitt selbst. Da ich aufgrund der Corona-Situation noch immer zum Sparen gezwungen bin, konnte ich mir meine Wunschschuhe nicht leisten. Dementsprechend improvisierte ich eben auch Schuhüberzieher. Nicht meine erste Wahl, aber in diesem Fall die beste Lösung.

Gerade wenn man mit keinem gekauften oder vorgefertigten Schnittmuster arbeitet, bietet es sich immer an, Kostümteile vorab zur Probe zu nähen. Da ich leider keinen ähnlichen Stoff zur Probe zur Hand hatte, aber genug vom eigentlichen Stoff, nähte ich einfach darauf los.

Näharbeit

Den passenden Stoff für Bloom fand ich auf Amazon Italien. Der Stoff ist farblich wirklich schön, schimmernd und glitzernd, stretcht (nicht in alle Richtungen) und leider aber auch etwas durchsichtig. Dementsprechend nähte ich das Cosplay zweilagig, sodass die rechte Stoffseite sowohl auf der Innen- als auch Außenseite sichtbar ist. Ein weiterer Nachteil meiner Stoffwahl war, dass der Stoff leider beschädigt, sobald er zu stark stretcht. Da ich weder einen Reißverschluss noch einen sonstigen Verschluss einarbeiten wollte, musste ich also darauf achten, dass ich das Kostüm nicht zu eng verarbeitete.

Da ich stets nach dem “trial and error” Prinzip arbeite, habe ich es mir schon angewöhnt, mehr als genug Stoff zu bestellen. Natürlich wäre eine akribischere Planung deutlich schonender für den Geldbeutel.

Das Oberteil

Tatsächlich musste ich das Oberteil zweimal nähen, da es mir beim ersten Mal etwas zu eng geriet. Zudem nahm ich ein paar weitere kleine Änderungen vor. Um das Oberteil zu vergrößern, platzierte ich das Schnittmuster nicht direkt am Stoffbruch, sondern ein paar cm entfernt.

Die zweite Variante war mir dadurch etwas zu groß, was ich aber problemlos beheben konnte. Zudem platzierte ich am Rücken unten zwei Abnäher und vorne auf der Brust. Dadurch optimierte ich die Passform.

Der Rock

Der Rock war tatsächlich sehr einfach genäht. Eigentlich tragen die Winx Club Mädchen sehr sehr kurze Rocke. Da die Feen aber alle auch sehr unrealistische Körperformen haben und keine einzige auch nur ein ausladendes Hinterteil besitzt, ist das nicht einfach so 1 zu 1 umsetzbar. Also verlängerte ich den Rock für mich.

Aufgrund des Stretchanteils verzichtete ich auf einen Gummizug. Für den Schlitz des Rocks schnitt ich diesen ein und nähte die Kanten um. Grundsätzlich wäre auch ein A-Linien-Rock denkbar gewesen, allerdings wurde mir von einer befreundeten Winx-Cosplayerin aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit davon abgeraten.

Armstulpen & Schuhüberzieher

Für die Armstulpen nähte ich entsprechend meines improvisierten Schnittmusters ein oberes Teil mit Spitze und ein kürzeres Unterteil.

An der Spitze befestigte ich noch eine Schlaufe, sodass die Stulpen beim Tragen auch Ort und Stelle bleiben. Tatsächlich möchte ich bei Gelegenheit noch einmal Stulpen in dieser Art nähen. Dann aber aus einem anderen Stoff, welcher etwas mehr der Vorlage entspricht.

Die Schuhüberzieher nähte entsprechend meines Schnittmusters rechts auf rechts zusammen, ließ die Sohlen offen, stülpte den Stoff um und platzierte ihn zur Probe auf meinem Schuh. Anschließend steckte ich überstehende Stellen ab, nähte die Öffnung um verband die Sohlenöffnung mit zwei Gummizügen. Der Gummi sorgt dafür, dass der Schuhüberzieher bei Bewegung an Ort und Stelle bleibt.

Flügel für eine Fee

Wie eingangs erwähnt, gewann ich bei der lieben eden_craft ein paar Flügel meiner Wahl. Die Flügel sind an einer U-Halterung befestigt. Diese Halterung ist üblicherweise für Corsagen gedacht. Um die ursprüngliche Halterung für mein Cosplaydesign nutzen zu können, musste ich also ein paar kleine Änderungen vornehmen.

Mit einer Verbindung hochkant und quer befestigte ich ein Gummiband (schwarz) mit Verschluss. Dieses sitzt beim Tragen unterhalb der Brust. Damit die Flügel nicht nach hinten kippen, habe ich zusätzlich zwei Träger als Schlaufen befestigt, durch die ich das schwarze Gummiband zog.
Damit das Konstrukt unter dem Kostüm verschwindet, habe ich auf passender Höhe einen Schlitz in as Rückenteil des Oberteils gezogen.

Beim Tragen verdecken dann die Haare der Perücke den Schlitz und so ist die gesamte Konstruktion gut in das Kostüm integriert.

Krönchen und Steinchen

Zu guter Letzt fehlen natürlich noch der Bruststein und das goldgelbe Krönchen. Das Krönchen formte ich zunächst auf die schnelle mit Fimo. Sicher, wäre das noch etwas sorgfältiger und eleganter gegangen. 😉
Anhand dieser Krone bildete ich mit Siligum eine Form. Siligum besteht auf einer blauen und weißen Masse, welche im Mischverhältnis 1 zu 1 langsam zu einer Silikonmasse “aushärtet”. Sie ist also super dafür geeignet andere Gegenstände abzuformen.

Die Silikonformen dienen dazu, Steine aus Kristallharz aushärten zu lassen. Kristallharz ist recht einfach zu nutzen und im richtigen Mischverhältnis (2x A + B) härtet das Harz vollständig aus. Kristallharz ist üblicherweise ungefärbt und klar, es gibt es aber auch eingefärbt. Falls die richtige Farbe nicht dabei ist oder du lieber mit dem durchsichtigen Kristallharz arbeitest, gibt es zum Beispiel auch die Möglichkeit das Harz mit Glasmalfarbe einzufärben ist. Achte hierbei darauf nur geringe Mengen beizumischen.

Nach 24 Stunden ist das Kristallharz vollständig ausgehärtet. Die Rückseite des Steins und der Krone bemalte ich zusätzlich mit Nagellack. Dies ist kein Muss, kann aber bei stark durchsichtigen Steinchen doch einen großen Unterschied machen.
Mit Heißkleber befestigte ich eine Broschenhalterung an dem Stein und eine Haarklammer an der Krone.

Das fertige Cosplay

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick verschaffen, wie ich das Cosplay auf die Schnelle angefertigt habe. Hoffentlich hilft dir der ein oder andere Work in Progress weiter. 🙂
Natürlich möchte ich dir nun auch ein paar Fotos des fertigen Cosplays zeigen, sodass du einen guten Gesamteindruck erhältst.

Wenn du noch Fragen hast oder ich dir mit diesem Blogeintrag helfen konnte, dann lass es mich gerne wissen. Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar!

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Worbla Basics

Dieser Gastbeitrag wurde von Monono Creative Arts geschrieben.
Du kennst Monono noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: monono_creative_arts

Hallo und herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser des SajaLyn Blogs!
Ich bin Sabrina und vielleicht kennt mich der ein oder andere von euch auch unter dem Namen Monono Creative Arts.

Das Hobby Cosplay betreibe ich nun seit circa 5 Jahren und habe mich besonders auf den Umgang mit dem thermoplastischen Material Worbla spezialisiert.

Mittlerweile gebe ich sehr viele Workshops in ganz NRW, habe ein Buch zum Thema Worbla geschrieben und bin ebenfalls viel an Schulen um Kindern und Jugendlichen den Einstieg in unsere kreative Welt zu erleichtern.
Warum ich das Material Worbla so toll finde, wo die Vorteile liegen und was dich beim Arbeiten mit Worbla erwartet, verrate ich dir in diesem Blogeintrag.

Beginnen wir erst einmal mit den Basics:

Worbla ist ein thermoplastisches Material, dass du mittels Hitze aktivierst und anschließend in jede erdenkliche Form bringen kannst.
Zum Erwärmen kannst du einen Heißluftföhn verwenden, aber auch einen kleinen Bastelföhn. Der Bastelföhn hat maximal 220° und ist besonders für kleine Bastelarbeiten super geeignet. Das tolle daran ist, er ist auch gar nicht so teuer, denn du bekommst ihn zum Beispiel schon für 15€ bei Amazon!
Möchtest du größere Arbeiten mit Worbla erledigen und zum Beispiel ein Cosplay erschaffen, dann solltest du eher zu einem Heißluftföhn greifen.
Hier empfehle ich dir auf jeden Fall etwas mehr Geld zu investieren und einen Föhn zu kaufen, bei dem du die Hitze regulieren kannst. 

Wusstet du, dass den meisten das Arbeiten mit Worbla nur so schwer fällt weil sie einen günstigen Föhn verwenden, bei dem man die Hitze nicht einstellen kann? Nein? Dann verrate ich dir warum:

Basteln mit Worbla

Ein günstiger Föhn wie du ihn überall für um die 20€ bekommst, verfügt lediglich über einen Schalter mit zwei Heizstufen. Stufe 1 ist meist um die 300° heiß bei Stufe 2 landen wir schon bei 600° und mehr! Wahnsinn oder?
Und das, obwohl die maximale Aktivierungstemperatur der meisten Worbla Sorten bei gerade mal 90° liegt….

Die Konsequenz daraus?
Das Material wird zu heiß, man kann es nicht anfassen, verbrennt sich im schlimmsten Fall und kann überhaupt nicht damit arbeiten… Ganz schön frustrierend, was für ein blödes Material… Falsch!
Denn mit dem richtigen Werkzeug und einer kleinen Eingewöhnungszeit wird es dir schnell leichter fallen mit Worbla zu arbeiten.

Ich arbeite z.B. bei kleineren Arbeiten mit maximal 200°, so wie der kleine Bastelföhn es vor macht. Höhere Temperaturen verwende ich nur, wenn ich eine große Fläche erwärmen möchte. Für eine größere Armschiene, eine Rüstung oder ähnliches.
Wenn du ein wenig rum probierst wirst du sehr schnell feststellen, dass du merkst wann das Material genug erwärmt ist und du es gut verarbeiten kannst. 

Und Hey! Wenn du doch mal den Föhn zu lange auf das Material hälst, einfach kurz liegen lassen damit sich das Material etwas auskühlt und los geht das kreative Gestalten!
Wie bei allen Arbeiten gilt auch hier: Übung macht den Meister!

Weiter gehts mit Fakten zum Material:

Gerade für den Anfang ist das Worbla’s Finest Art sehr gut geeignet, denn diesem kannst du ansehen wann es aktiviert oder maximal aktiviert ist.
Du erhältst das Worbla in einer kleinen (oder großen) Platte. In diesem Zustand ist es fest und hell. Wirkst du nun mit Wärme auf das Material ein, wirst du schnell feststellen, dass es dunkler wird je stärker du es aktivierst. Ist es maximal aktiviert, wird es weißlich und wirft Blasen. Erinnerst du dich noch an die maximale Aktivierungstemperatur? Richtig, 90°… Ergo: Viel zu heiß.

In diesem Fall kannst du das Worbla’s Finest Art eine kurze Ruhephase gewähren, damit es sich abkühlen kann und es danach verwenden.
Es ist also gar nicht notwendig das Material maximal zu aktivieren, da du es schon vorher einwandfrei verwenden kannst.

Zusätzlich zum Finest Art gibt es noch weitere Worbla Arten in Form von Platten.

Das Worbla’s Black Art und das Worbla’s Pearly Art sind zum Beispiel sehr gut für feine Details geeignet und sehr glatt von der Oberfläche. Es ist allerdings nicht ganz so einfach zu erkennen, wann sie perfekt aktiviert sind. Das erfordert dann ein bisschen Übung.
Das Worbla’s Meshed Art hat, wie der Name vermuten lässt, ein Netz integriert. Dadurch ist es wesentlich strapazierfähiger als andere Worbla Sorten.

Auch das Worbla’s Kobra Cast Art hat ein Netz integriert, ist dünner und flexibler als die anderen Worbla Sorten und eignet sich super für Abformungen. Außerdem ist es formstabil und ihr könnt es auf viele Stoffe oder auch Kunstleder aufbügeln!
Die durchsichtigen Worbla Sorten sind das Worbla’s Transpa Art und das Worbla’s Crystal Art. Bei diesen beiden musst du etwas aufpassen, da die maximale Aktivierungstemperatur bei ca. 120° liegt. Ein Hitzeschutz ist hier ratsam. Für mich persönlich reicht eine Schale mit Wasser in der in meine Finger vor dem Verarbeiten befeuchte, aber da hat auch jeder ein anderes Empfinden, probiere es einfach mal aus.

Das Worbla’s Transpa Art ist ebenfalls super geeignet um Abformungen zu erstellen und bleibt durchsichtig. Damit könnt ihr z.B. Eiskristalle erstellen oder aber auch Deko Schädel oder ähnliches abformen.
Worbla’s Crystal Art ist übrigens eins der zwei Granulate der Worbla Familie. Auch dieses bleibt durchsichtig und flexibel! Es fühlt sich ein bisschen an wie Hartgummi, kann zum erstellen von z.B Kristallen und Edelsteinen verwenden werden und du kannst es beliebig colorieren. 

Als letztes sei noch das Worbla’s Deco Art genannt. Das Deco Art ist das zweite Granulat, ist super einfach zu verarbeiten da du auch hier siehst wann es kalt und wann es maximal aktiviert ist. Es kann für feine Details und Ausbesserungen verwendet werden. Aber auch für Kristalle oder ähnliches, da du auch das Deco Art beliebig colorieren kannst. 

Zum Erwärmen der Granulate empfehle ich eine Schale parat zu haben, damit dir die Kugeln nicht weg fliegen.

Ein riesengroßer Vorteil am Arbeiten mit Worbla ist, dass du keinen Abfall hast und quasi keine Fehler machen kannst. Worbla kann jederzeit erneut erwärmt und verformt werden, solange du es nicht grundierst oder bemalst (das gilt übrigens nicht für die colorierten Granulate, da mischt du die Farbe mit ins Material und kannst es danach ganz normal weiter verarbeiten).
Sollte dir also mal ein Fehler passieren, geht nicht direkt die Welt unter! Versuch es einfach nochmal und zur Not kannst du das Material aufrollen und Details damit erstellen. Oder vielleicht doch einen Zauberstab?

Wusstest du eigentlich das du keinen zusätzlichen Kleber brauchst um Worbla Teile miteinander zu verbinden?

Du kannst einfach beide Teile aktivieren und sie anschließend zusammenfügen. Übergänge kannst du dann ineinander verkanten oder aber ausbessern.

Außerdem sei gesagt, dass das Material nicht gesundheitsschädlich ist und frei von irgendwelchen Weichmachern oder ähnlichem. Außerdem kannst du es schleifen, mit allen möglichen Grundierungen glätten (falls du das möchtest) und mit super vielen Farben bemalen bzw. besprühen. 

Fotograf: Terobes Arts

Puh das war jetzt schon eine ganze Menge. Ich hoffe ich konnte dir meine Leidenschaft für dieses Material etwas vermitteln und du hast vielleicht selber Lust bekommen damit zu arbeiten.
Nichts freut mich mehr als andere zu inspirieren und mich daran zu erfreuen kreative Werke zu bestaunen!

Wenn du also Lust auf mehr haben solltest, schau gerne einmal in meinem Blog vorbei!
Dort habe ich z.B. noch einen Beitrag zu den Granulaten:
https://monono-creative-arts.de/worbla-basics-deco-crystal-art/

Oder aber auch einen hilfreichen Beitrag wie du eine Basis mit Worbla erstellst (z.B. für eine Armschiene) und wie du diese anschließend dekorieren und/oder erweitern kannst:
https://monono-creative-arts.de/worbla-basics-basis-verzierungen/

Hier findest du eine kleine Liste die ich zusammengestellt habe, damit du weißt was du alles zum Arbeiten mit Worbla benötigst:
https://monono-creative-arts.de/werkzeuge-die-du-zum-arbeiten-mit-worbla-benoetigst/

Fotograf: truthdesign

Alternativ gibt es ganz viel Input zum Material sowie 13 tolle Tutorials zum Thema Cosplay und Basteln in meinem Worbla Basics Buch:
https://monono-creative-arts.de/produkt/worbla-basics-buch/

Übrigens: Material in kleinen Mengen bekommst du auch in meinem Shop!
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Making of Sabrina Masquerade Dress

Ich muss zugeben, eigentlich wollte ich diese Version von Sabrina nicht cosplayen. Einfach, weil sie mir am Anfang nicht gefallen hat. Aber als ich die Folge ein drittes Mal gesehen habe, war es um mich geschehen. Kurzerhand begann ich die Suche nach passendem Material und schon ging das Cosworken los.

Meinen Progress habe ich ein wenig dokumentiert und weil das Cosplay so gut bei dir ankam, bekommt es nun seinen eigenen Blogeintrag.

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Referenzen – Der Mephisto Walzer

Zugegeben war es gar nicht so leicht gute Referenzfotos des originalen Kostüms zu finden. Also habe ich kurzerhand Netflix gestartet und versucht einige gute Screenshots zu erhaschen.
Meiner Meinung nach ist das Oberteil eine Corsage, die hinten geschnürt wird. In einem Artikel konnte ich nachlesen, dass es sich bei dem verwendeten Material um goldene Federn handelt.
Beginnend knapp unterhalb der Brust bis zum Hals ist Tänzertüll zur Stabilisierung des Ausschnitts befestigt. Wie eine Art Crop Top, das hinten am Rücken ausgeschnitten ist. Die vermeintliche goldene Kette ist ein Kragen, der mit Knöpfen verschlossen wird und somit auch den Tänzertüll schließt.

An der Corsage ist ebenfalls ein goldener Rock angebracht. Dieser Rock hat einen anderen Goldton als die Corsage selbst. Ergänzt wird das Outfit dann noch von zwei Armbändern, einer Maske und Schuhen. Zugegeben, die Schuhe habe ich nicht weiter verfolgt, weshalb ich mir einfach optisch passende goldene Pumps gekauft habe.
Auf die Krone habe ich bewusst verzichtet.

Eine goldene Corsage für die Königin der Hölle

Da ich wirklich keine Lust hatte eine Corsage oder ein Korsett zu nähen, beschloss ich mich auf die Suche nach gutem Ausgangsmaterial zu machen. Letztendlich fiel meine Wahl auf diese schlichte hautfarbene Corsage, die ich auf Amazon fand.

Die vordere Schnürung der Corsage war lediglich zur Zierde und damit perfekt für mein Vorhaben geeignet. Seitlich befand sich zur eigentlichen Schnürung am Rücken zusätzlich ein Reißverschluss, der es beim Progress leicht machte, die Corsage an und auszuziehen. Da ich ihn später aber nicht mehr gebrauchen konnte, versiegelte ich ihn im Laufe des Progress.

Der erste Schritt bestand darin die Träger der Corsage vorsichtig abzutrennen und zu testen, ob die Corsage auch ohne Träger hielt. Das tat sie. Danach skizzierte ich den neuen Ausschnitt der Corsage vor, um sie anschließend zu zuschneiden.
Da die Corsage dadurch jegliche Stabilität verlor, wäre jetzt der perfekte Moment gewesen den Tänzertüll einzunähen. Leider kam mein bestellter Body, den ich hierfür modifizieren wollte nicht rechtzeitig an. Stattdessen hatte ich also eine für mich bessere Idee.

Ich besaß einen passenden hautfarbenen BH, der die Cups vorne zwischen der Brust mit einem Stegband verband. Ich konnte also problemlos das vorhandene Stegband abschneiden und ein durchsichtiges längeres Band anbringen. Kurzerhand nähte ich den BH mit einem Zickzackstich in die Corsage ein und versäuberte so die Ränder. Das verschaffte mir zum einen die gewünschte Stabilität, aber hatte zum anderen auch noch zwei weitere Vorteile.
Da ich den BH weiterhin normal verschließen konnte und mit durchsichtigen Trägern ausstatten konnte, lag die Corsage fest an meiner Brust an. Es war also so kaum möglich, dass der Ausschnitt verrutschen und meine Brust entblößen konnte. Außerdem halfen die wattierten Cups meinen kleinen Busen etwas vorteilhafter zu betonen.

Nun kam die eigentliche Arbeit.

100 goldene Federn

Mal wieder war die Heißklebepistole die Waffe meiner Wahl und so beklebte ich die Corsage vorsichtig Schicht für Schicht mit goldenen Federn. Ob es wirklich 100 waren oder weniger, kann ich dir gar nicht mehr sagen – aber in etwa diese Größenordnung hatte ich bei Amazon bestellt. Witzigerweise bin ich bei meiner Suche nach weiteren passenden Referenzbildern für den Blog auf ein spannendes Behind-The-Scenes-Bild gestoßen.

SajaLyn sabrina spellman gold dress chilling adventures of season 2 cosplay kostüm Kiernan Shipka Masquerade

Es scheint fast so, als hätte das Kostümdepartment ebenfalls mit Heißkleber gearbeitet. Natürlich ist es super wichtig, dass man hierfür einen hochwertigen und kräftigen Kleber verwendet, der das Material nicht angreift.
Ich persönlich habe mit folgender Marke sehr gute Erfahrungen gemacht und konnte mich bisher noch nie beklagen:

Zu Beginn beklebte ich die Corsage “liegend”. Da der integrierte BH dem Ausschnitt etwas Form gab, konnte ich hier mit den Federn die eigentliche Form gut nachkleben. Erst als ich die komplette vordere Front fertig hatte und mit den Seiten weitermachen musste, befestigte ich die Corsage an meiner Schneiderpuppe. Die Schneiderpuppe imitierte die Form der Corsage, die sie beim Tragen haben würde und so konnte ich die Federn gezielt anbringen. Den Rücken beklebte ich dann wieder “liegend” auf dem Tisch.

Hierfür nutzte ich überwiegend die großen Federn. Damit ich die Federn gut und vor allem möglichst flach aufbringen konnte, entfernte ich jeweils den Federkiel. Manchmal schnitt ich auch mehr weg und passte die Länge der Feder an.

Da ich im Gegensatz zur Serie die Federn bis zur Schnürung führen wollte, musste ich die Ösen der Corsage vorsichtig umkleben. Vorsorglich bemalte ich die Ränder mit etwas goldener Stofffarbe, denn falls ich mit den Federn nicht alles bedecken konnte, wäre der Stoff so etwas besser getarnt. Für die Ösen nahm ich überwiegend kleine Federn und achtete darauf jede freie Stelle damit abzudecken. Dann bearbeitete ich das letzte Stück wieder mit großen Federn und fertig war die Corsage.

Der Rock des Kleides

Für den Rock entschied ich mich für einen goldenen Faltenrock von Shein. In der Serie sieht man Sabrinas Krönungskleid der Staffel 2 einmal im Hintergrund hängen. Es macht den Anschein, als wäre der Rock an der Corsage befestigt. Ich persönlich habe mich aber für einen Zweiteiler entschieden, da es mir praktischer erschien.

SajaLyn sabrina spellman gold dress chilling adventures of season 2 cosplay kostüm Kiernan Shipka Masquerade

Darf es etwas Schmuck sein?

Wie eingangs erwähnt, ist die goldene Kette eigentlich ein Kragen, da ich aber auf den Tänzertüll verzichtet habe, konnte ich keinen Kragen befestigen. Also bekam meine Version einfach eine zur Corsage passende Kette.

Die Basis meiner Kette besteht aus weißem, etwa 6 cm breitem, Moosgummi, welches ich mit goldener Acrylfarbe bemalte. Die Länge der Kette passte ich grob meinem Halsumfang an. Wie eng anliegend du es möchtest oder es aushältst, liegt ganz bei dir.
Damit die Federn, als auch die Kette, später die gewünschte Form behielten, fixierte ich das Moosgummi zunächst mit einer großen Haarklammer. In diesem Zustand festgeklammert beklebte ich die Kette Stück für Stück, bis kein Moosgummi mehr zu sehen war.

Zum Schluss nähte ich per Hand zwei goldene Knöpfe an und versiegelte die Naht mit Heißkleber. Zwei schmale Gummibänder dienten als Verschluss, welchen ich ebenfalls mit Heißkleber auf dem Moosgummi fixierte. Da die Kette keinem großen Zug ausgesetzt wird, sollte das Konstrukt auch halten.

Die Armbänder bastelte ich nicht selbst, sondern bestellte zwei Varianten online. Ich wählte hierfür goldene Armbänder in Feder- bzw. Blattform.
Und schon war das Cosplay fertig!

Das Cosplay in Aktion

Auch wenn die Leipziger Buchmesse / Manga-Comic-Con 2020 als Sicherheitsmaßnahme aufgrund des Coronavirus abgesagt wurde und ich das Cosplay dementsprechend nicht auf der Con debütieren konnte, so gibt es natürlich trotzdem einige schöne Shootingfotos! Diese möchte ich dir nicht vorenthalten.

Ich hoffe sehr, dir hat der Beitrag gefallen und bei deinem Cosplay geholfen! Schau doch mal bei meinem neuen etsy store vorbei und unterstütze mich mit einem kleinen Einkauf. ♥

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Making of Aschenbrödel

Seit ich mit dem Cosplayen begonnen habe, träume ich davon Aschenbrödel aus dem deutsch-tschechischen Film “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” von 1973 zu cosplayen. Ich bin mit dem Film groß geworden und seit jeher ist es für mich die perfekte Aschenputtel Verfilmung!

Da es dieses Jahr endlich soweit ist, dachte ich mir, ich dokumentiere meinen Work in Progress für dich mit. Sicher gibt es außer mir noch einige andere Cosplayer, die den Traum vom Aschenbrödel Ballkleid hegen. Da es wenig Referenzmaterial gibt, hoffe ich, dass dieser Blogeintrag anderen Aschenbrödel-Fans helfen wird ihrem Traum ein kleines Stück näher zu kommen!

Die Qual der Wahl – Stoffwahl

Während ich über die Jahre stets meine Augen nach dem perfekten Aschenbrödel-Stoff offen hielt. dachte ich mir gegen Mitte / Ende des Jahres 2019: “Jetzt oder nie!”
Ich hatte mich bereits mit dem Gedanken abgefunden, dass ich den perfekten Stoff für das Ballkleid nie finden würde. Die Farbkombination sowie das Muster des Kleides ist doch sehr speziell. Die Suche auf dem Stoffmarkt, online oder über persönliche Kontakte, die Zugriff auf Theaterstoffe hatten – egal wo, ich bin einfach nicht fündig geworden.

Deshalb beschloss ich, mich auf vier Kernaspekte zu beschränken: Der Stoff sollte sowohl hellblau als auch rosa Elemente enthalten, ein Paisley- oder florales Muster aufweisen und “schimmern”. Letztendlich wurde ich überraschender Weise auf etsy fündig und importierte den Stoff kurzerhand aus der Ukraine.

Aschenbrödel Kostüm Ballkleid SajaLyn Cosplay

Als ich endlich alle Einzelteile zusammen hatte, konnte es eigentlich auch schon los gehen. Wie du dir sicher vorstellen kannst, war ich super nervös und hatte Angst mit dem Projekt loszulegen. So fing ich erst einmal an den dazugehörigen Schmuck zu basteln. Schließlich konnte hier nicht so viel schief gehen.

Ein Diadem für eine Prinzessin & eine königliche Kette

Da mein erster Progress das Diadem war, beging ich einen kleinen Denkfehler. Ich wählte die passenden Perlen nicht ausschließlich anhand des Kleides aus, sondern achtete vielmehr auf die Harmonie zwischen den einzelnen Perlen. Deshalb nutze ich beim ersten Versuch lilafarbene Perlen, da diese besser zu den durchsichtigen harmonierten.

Erst sehr viel später viel mir auf, dass das Diadem nicht ausschließlich aus klaren Perlen bestand, sondern auch aus rosafarbenen. Da ich nicht alles noch einmal neu machen wollte und ich nicht mehr genug durchsichtige Perlen hatte, beschloss ich die lilafarbenen Perlen mit den rosafarbenen zu tauschen.

Eigentlich hatte ich mir immer geschworen eine Lace Front Perücke zu benutzen, aber als ich die fertig gestylte Wig auf etsy fand, wurde es kurzerhand diese.

Ich muss zugeben, dass ich das Design der Kette noch nie schön fand. Hier hatte ich zwei Vorlagen, nach denen ich arbeiten konnte. Zum einen die eigentliche Kette aus dem Film und zum anderen ein Replik, das für die Aschenbrödel-Ausstellung in Schloss Moritzburg angefertigt wurde. Letztendlich wurde es eine Mischung aus beiden Varianten.

An dieser Stelle möchte ich der lieben Nana Cosa danken. Sie ist ebenfalls eine Aschenbrödel Cosplayerin und hatte mir einige Fragen zum Schmuck beantwortet sowie ein paar Referenzfotos gesendet. Vielen lieben Dank dafür!

Ein silbergewirktes Kleid…

Als der Schmuck fertig war, musste ich endlich mit dem Kleid beginnen. Also übertrug ich das von mir ausgewählte Schnittmuster. Es stellte sich schnell heraus, dass ich etwas “falsch” gedacht hatte und ein anderer Schnitt wesentlich besser geeignet war. Das positive daran war, dass ich nun viel weniger Stoff benötigte und die Panik, ich könnte den teuren Stoff verschneiden sich etwas legte.

Gewappnet mit dem richtigen Schnitt nähte ich kurzerhand ein Probekleid. Ehrlich gesagt, mache ich sowas eigentlich nie, aber bei Aschenbrödel war ich einfach viel zu nervös. Es war aber definitiv die richtige Entscheidung, da ich hierbei wieder viel lernen konnte.
Das eigentliche Ballkleid zu nähen, ging auch Dank des Probedurchlaufs viel schneller als gedacht.

Leider verrutschte der Stoff beim Einnähen des Reißverschlusses leicht. Da der Stoff beim Heraustrennen etwas litt, beschloss ich mir von meiner Mutter helfen zu lassen. Ich wollte das Auftrennen von Nähten möglichst vermeiden, um den Stoff nicht aus Versehen zu beschädigen. Zusammen nähten wir den Reißverschluss ein, befestigten die Ärmel und bereiteten den gedrehten Chiffon vor. Die Zierborten nahmen einige Zeit in Anspruch. Wie du dir vorstellen kannst, war das Annähen eine fummelige Arbeit, bei der ich des öfteren leicht fluchen musste.

Als nächstes war der Gürtel dran. Hier entschied ich mich für das Design des Replika-Kleides. Da ich gute Fotos davon hatte, hatte ich die Idee, das Design mit Hilfe eines Leuchttischs zu übertragen. Es funktionierte so gut, dass ich sehr schnell voran kam und der Gürtel in kürzester Zeit fertig war.

… mit Schleppe zum Ball

Also fehlte nur noch die Schleppe. Ich hatte riesigen Respekt vor dem abgebildeten Phönix, wusste aber, dass ich auch das irgendwie auf die Reihe bekommen würde. Auch hier gab es wieder zwei Varianten, dieses Mal entschied ich mich für die originale Version. Zum einen, da der Phönix wesentlich schöner gemalt war und zum anderen, mochte ich die längliche Form der Schleppe. Zudem gefiel sie mir mit nur einer Stofflage deutlich besser.

Mittlerweile hatte mich der Ehrgeiz gepackt. Da ich also nicht zu 100% mit der ersten Schleppe zufrieden war – die Farben waren mir ein wenig zu intensiv – wollte ich also eine zweite Schleppe gestalten. Dieses Mal allerdings mit flüssiger Stoffmalfarbe und nicht mit Textilstiften.
Leider hatte ich mir nicht genug Gedanken gemacht und die Farbe drückte sich komplett durch den dünnen Chiffon-Stoff auf die Papier-Vorlage und klebte fest. Letztendlich habe ich das Projekt Schleppe 2.0 dann abgebrochen.

Tipp: Wenn du also mit flüssiger Stoffmalfarbe arbeiten solltest, dann achte auf jeden Fall darauf, dass du eine Unterlage nutzt, an welcher der Stoff nicht kleben bleiben kann!

Für die passenden Schuhe nutzte ich vorhandene weiße Pumps, die ich dann mit Stoff beklebte. Das passende “Schnittmuster” dazu formte ich zuvor mit Folie ab.

Cosplayer brauchen Taschen

Da Aschenbrödel kein reines Shooting-Projekt werden sollte, beschloss ich aus den restlichen Stoffen noch eine passende Tasche zu nähen. Wir alle wissen, dass Cosplayer nie genug Stauraum haben können. Meinen üblichen Convention-Rucksack könnte ich hier einfach nicht nutzen, da ein Rucksack vermutlich das Kostüm beschädigen würde.
Im Internet fand ich eine schöne einfache Tasche, die ich mir optisch sehr passend vorstellte. Bonuspunkte gab es, da ich hier weder Reißverschluss, Ösen oder Druckknöpfe befestigen musste. Also nähte ich zum Schluss noch schnell eine Tasche für meine geplanten Veranstaltungen.

Das Shooting

Bereits 2016 besuchte ich die Aschenbrödel Ausstellung auf Schloss Moritzburg, in der Nähe von Dresden. Damals hatte ich den Entschluss gefasst, sollte ich jemals Aschenbrödel cosplayen, so möchte ich gerne vor Ort Fotos machen.
Vorab hatte ich angefragt, ob es möglich wäre einige schnelle Fotos im dortigen “Ballsaal” zu machen. Leider war dies aber nicht möglich, da es nicht erlaubt ist, den historischen Boden des Saals zu betreten.
Nichtsdestotrotz sind wir natürlich trotzdem nach Moritzburg gefahren um ein paar Fotos vor und an dem Schloss zu machen. Auch wenn es keinen Schnee gab, es etwas zu sonnig und vor allem windig war, so haben wir doch ein paar schöne Fotos machen können, die mich sehr glücklich machen. Für mich ein wirklich schöner Abschluss für mein Projekt!

Ich hoffe sehr, dass dir mein Einblick in meinen Progress gefallen hat. Vielleicht planst du selbst ein Aschenbrödel Cosplay und ich konnte dir helfen? Wenn dem so ist, würde ich mich in jedem Fall über einen Kommentar von dir freuen. 🙂
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All About Anna – Frozen 2 Review & Sommersprossen Tutorial

[Werbung] Natürlich hat auch mich das Frozen Fieber gepackt! Deshalb gibt es wie Versprochen eine kleine Review zu meinem Anna von Arendelle Cosplay aus Frozen 2. Als kleines Extra habe ich dir noch ein Make Up Tutorial angefügt, das die viel gestellte Frage “Wie machst du die Sommersprossen?” ebenfalls beantwortet.

Das Cosplay bestehend aus Kleid, Hose, Schärpe und Umhang wurde mir von cosplaycart.de zur Verfügung gestellt.
Cosplaycart ist ein deutschsprachiger Shop, der von Cosplaysky betrieben wird.

Die Perücke, sowie die Schuhe habe ich mir auf eigene Kosten bei Aliexpress / Wish bestellt.

Versand & Lieferzeit

Leider kann ich weder zu Versand oder zum Bestellvorgang an sich eine verlässliche Aussage treffen, da ich wie bei den meisten Kooperationen, nicht selbst direkt über den Shop bestellt habe.

Vom Erstkontakt bis zum Versand des Cosplays verging knapp ein Monat. Die Versandzeit selbst war überraschend kurz. Ich erhielt am 23.12.2019 die Nachricht, dass das Cosplay versendet wurde und bereits am 28.12.2019 traf es bei mir ein.

Offizielle Informationen zu Versand & Versandzeit findest du hier:
https://cosplaycart.de/pages/versand

Das Cosplay

Das Cosplay besteht aus Kleid, Hose, Umhang und Schärpe. Aktuell ist das Kostüm für 143€ auf cosplaycart.de erhältlich. Da ich mir bei der Wahl der passenden Größe unsicher war, habe ich mich beraten lassen. Gewählt wurde anhand meiner Maße (90-74-99/105) Größe L.
Tatsächlich war ich positiv überrascht, wie gut mir das Kleid passt, denn laut Größentabelle hätte es mir noch ein ganzes Stück zu groß sein müssen. Die Hose selbst ist dann tatsächlich etwas zu locker und hätte wohl auch in M gepasst.

Lange Rede kurzer Sinn: Lass dich vor Bestellung auf jeden Fall bezüglich der passenden Größe beraten.

Kleid und Umhang sind wirklich schön verarbeitet, tragen sich angenehm und sind auch etwas schwerer als gedacht. Leider sitzt der “Ausschnitt” und der Kragen nicht bombenfest, sodass das Kleid beim Tragen durchaus etwas nach oben rutscht. Ich habe deshalb versucht vor jedem Foto das Kleid wieder nach unten zu ziehen und neu zu spannen.
Überrascht haben mich die versteckten Reißverschlüsse an den Ärmeln des Kleides. Da die Ärmel relativ eng sind, gestalten sich die Reißverschlüsse als sehr praktisch, wenn man unter dem Kleid noch eine Schicht Kleidung tragen möchte.

Leider stellt das im Shop abgebildete Cosplay nicht ganz das tatsächliche Kostüm dar. Ob dies grundsätzlich oder nur im Rahmen der Kooperation der Fall war, kann ich leider nicht beurteilen. Hier rate ich dir, vorab den Cosplay Shop nach Bildern zu fragen, damit du dir ein Bild von dem Cosplay machen kannst, welches du am Ende dann auch erhältst.

In Wirklichkeit sieht es viel schöner und hochwertiger aus.
Die Hose ist nicht nur einfarbig gelb, sondern orientiert sich am Muster der Vorlage. Der Kragen des Kleides ist nicht aus glänzendem Stoff gearbeitet und der Umhang ist viel weiter, als man zunächst annimmt.

Selten ist es positiv, wenn das gekaufte Cosplay von der Abbildung abweicht, aber in diesem Fall ist es eine Verbesserung und hat mich freudig überrascht. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch, denn im Gegensatz zum Original fehlen am Saum des Kleides die Muster. Auch sind die vorhandenen Muster nicht aufgestickt sondern nur aufgedruckt. Für mich persönlich ist das aber nicht schlimm und bei Betrachtung des Preises wohl auch kaum anders zu erwarten.

Insgesamt bin ich sehr glücklich mit dem Kostüm und hatte super viel Spaß beim Tragen!

Make Up & Sommersprossen

Ich konnte mich vor Anfragen kaum retten und deshalb habe ich beschlossen dem Blogeintrag noch ein kurzes Make Up Tutorial hinzuzufügen. Besonders die Sommersprossen waren sehr gefragt!

Früher habe ich mit wasserbasiertem Bodypaint und Zahnbürste Sommersprossen geschminkt. Das Ergebnis war aber oft leider nicht zufriedenstellend und vor allem unzuverlässig. Jetzt arbeite ich mit einem Stoppelschwamm, der super schöne Ergebnisse liefert. Wie ich ihn anwende siehst du im folgendem Video:

Anstatt wasserbasiertem Bodypaint kannst du auch mit Contouringpuder oder Lidschatten arbeiten. Wenn du ein noch natürlicheres Ergebnis wünscht, dann arbeite mit unterschiedlichen Farben. Die Mischung aus helleren und dunkleren Sommersprossen lässt das Ganze gleich viel authentischer wirken.

Anna Arendelle Cosplay Frozen 2 SajaLyn

Ich hoffe ich habe nun all deine Fragen beantwortet. Wenn nicht, dann schreib mir einfach oder kommentiere diesen Blogeintrag!

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Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling

Dieser Gastbeitrag wurde von Pia geschrieben. Hierbei handelt es sich um Teil 2. Den ersten Teil findest du hier:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Das Material

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2. Das Styling

Packt eure Perücke aus und setzt sie auf euren Perückenkopf. Eventuell sieht sie jetzt noch etwas wüst aus. Ihr solltet beim Aufsetzten darauf achten, dass sie richtig gut mittig sitzt.

Steckt sie nun mit mehreren Nadeln fest.

Am Besten nehmt ihr hierfür Nadeln mit einem dicken Kopf. Da die ohne Kopf gerne mal einfach durch das Netzt der Perücke durchschlüpfen und eure Wig dann doch wieder ungesichert ist. Wenn die Wig festgesteckt ist kann sie während des Stylings kein Eigenleben entwickeln und ihr verliert nicht den Überblick.

Jetzt könnt ihr eure Perücke kämmen.

2.1 Schneiden

In diesem Tutorial wollen wir aus dieser Wig die Frisur für Kairi aus Kingdom Hearts 3 machen. Da muss also noch ein gutes Stück weggeschnitten werden. Wie schneidet man nun am besten?

Grundsätzlich sollte man sich eines merken: schneide die Strähne nie gerade ab (also horizontal, wenn die Haare normal liegen). Das sieht fast immer blöd aus und sollte lediglich für Ponys oder Schnitte benutzt werden, die sehr gerade sein sollen.
In allen anderen Fällen sollte immer schräg geschnitten werden, um einen natürlicheren fransigeren Look zu erzielen. Dies gilt sowohl für die normale Schere als auch für die Fransenschere.

Wenn du jetzt aber deine Strähne anders nimmst kannst du wieder gerade schneiden. Ziehst du die Strähne z.B vom Kopf weg hast du die Haare anders in der Hand als sie normal fallen würden. Somit schneidest du automatisch nicht gerade ab. Dieser Tatsache bedient sich zum Beispiel auch der Frisör.

Es gibt noch 2 weitere Möglichkeiten fransig zu schneiden, die Technik ist bei beiden gleich, das Werkzeug ist aber ein anderes. Man kann zum Beispiel mit einem Rasiermesser von Oben nach Unten über eine Strähne gleiten/schaben, sodass man während der Bewegung schneidet.
Dieselbe Idee kann man auch mit einer normalen Schere nachahmen: während man die Schere zum schneiden zusammendrückt, schabt man von Oben nach Unten über die Perücke.

Bei dieser Methode wird es dazu kommen, dass die Haare der Wig sich etwas verknoten. Aber das kann immer problemlos ausgekämmt werden.

Ich mische immer die Techniken und habe da kein wirkliches Vorgehensmuster. Aber tendenziell nehme ich die normale Schere für dickere Strähnen, da es mit der Fransenschere doch deutlich länger braucht.
Während des Schneidens benutze ich meine Finger und die Bürste, um immer wieder durch die Haare zu gehen. So kann ich sicher stellen, dass ich auch keine Strähne vergessen habe.
Am Ende sollte dann alles ungefähr auf der selben Länge sein.

2.2 Strähnen legen

Als nächsten Schritt bringen wir die Strähnen in Form.
Hierzu nehme ich mir gerne erstmal den Stielkamm. Ich schaue mir an, wie die Haare fallen und teile das Ganze in Bereiche ein, aus denen ich dann die Strähnen forme.
Danach nehme ich Nadeln und nutze sie, um die Strähnen zu formen. Die Nadeln ohne Kopf tun es hier auch vollkommen. Die sind billiger und danach sowas von voll mit Haarspray das man sie für nichts anderes mehr hernehmen sollte.

Es werden ab und an immer noch längere Strähnen auftauchen. Da nun die Haare aber schon in ihre Endposition gebracht sind sollte man ganz besonders drauf achten, wie man die Haare abschneidet.

Als letztes spraye ich das Ganze gut fest.

Hierzu nehmt ihr euer Haarspray und sprüht es aus 20 cm Entfernung auf die Perücke.
Diese Entfernung braucht ihr, damit ihr den Strahl des Haarsprays nicht zu gebündelt auf eine Stelle richtet. Falls ihr dies tut wird die Stelle sehr nass und die Haare kleben zusammen, anstatt weiterhin schön zu liegen. Außerdem werden Stellen, die mit zu viel Haarspray behandelt sind, eventuell weiß, wenn ihr föhnt.

Als nächstes nutzt ihr das noch etwas nasse Haarspray um eventuell vorhandene fliegende Haare zu bändigen und um dem Styling den letzten Schliff zu geben. Das mache ich immer einfach mit den Fingern. Sobald ihr damit fertig seid, nehmt euch Haarspray und Föhn zur Hand. Aus 20 cm Entfernung sprüht ihr die Wig ein, während ihr sie ebenfalls aus 20 cm Entfernung föhnt. Lasst die Perücke noch ein paar Minuten stehen und nehmt danach die Nadeln raus.

Ihr seid fertig! Oder fast!

Eventuell könnt ihr euch noch einen Kleber schnappen um die Enden der Strähnen zusammenzukleben, damit sie sich nicht auf-friemeln beim Tragen.

Hierzu nutzt wieder jeder was anderes: manche nehmen Holzleim, manche benutzten Patex. Ich nehme das Clear Gel Tacky Glue das mir vor Jahren empfohlen wurde. Aber schlussendlich braucht ihr was, das klebt, durchsichtig trocknet und wasserfest ist.
Macht euch damit die Finger klebrig und schmiert das auf das Ende der Strähne während ihr es ein wenig reinknetet (aber nicht zu fest!). Es reicht schon, wenn ihr den unteren halben Zentimeter der Strähne bearbeitet.

Jetzt aber wirklich, fertig!
Danke für’s Lesen, ich hoffe, dass es dem ein oder anderen helfen konnte!

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Favaroleone Cosplay Wettergott
Fotograf: cosplay_photography_by_franky

Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Erste Schritte

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Hallo und Willkommen zu diesem kleinen Tutorial, welches dir beim Stylen deiner Perücken helfen soll. Im heutigen Teil widmen wir uns den ersten und wichtigsten Schritten, welche du bei jedem Styling brauchen wirst. Zuerst werden ich kurz über die Utensilien sprechen, die ich seit über 10 Jahren zum stylen benutze. Danach wollen wir an einem Beispiel verschiedene Arbeitsschritte durchgehen und erklären. Auf geht’s!

1. Was brauche ich?

1.1 Perückenkopf

Zuerst braucht ihr natürlich einen Perückenkopf. Dieser ermöglicht es euch, nicht auf eurem eigenen oder auf dem Kopf eines Bekannten stylen zu müssen. Solche Köpfe findet man auf Ebay, Amazon, bei MyCostumes oder bei so ziemlich jedem Perückenshop eures Vertrauens. Nun gibt es verschiedene Sorten und ihr fragt euch vielleicht, welche da die Unterschiede sind und welcher für euch der Beste ist.

Das Material

Lasst uns erstmal über das Material sprechen: es gibt Köpfe aus Styropor, Plastik oder Glas.
Styropor ist das gängigste und billigste Material, es hat jedoch den Nachteil, dass es euch wegschmelzen kann, wenn ihr den Kopf zu sehr mit Haarspray und Föhn bearbeitet. Dass das sogar sehr schnell schlimm aussehen kann, könnt ihr später an einem der Köpfe sehen, die ich in diesem Tutorial benutzte.

Jedoch kosten Styroporköpfe nicht die Welt und so kann man sich einfach einen neuen kaufen, wenn man es etwas übertrieben hat. Bei Plastik- und Glasköpfen ist das Risiko des Wegschmelzens nicht gegeben und außerdem sind sie leicht zu reinigen. Leider kosten sie erheblich mehr und die Investition lohnt sich nur bedingt. Ich selbst arbeite schon immer mit Styroporköpfen und habe bisher nur 3 nachgekauft, dementsprechend liegen meine Ausgaben immer noch unter dem Wert eines Glas- oder Plastikkopfes. Falls man billig dran kommt lohnt es sich aber auf jeden Fall.

Verschiedene Ausführungen

Als nächstes sollten wir über die verschiedenen Ausführungen reden. Es gibt nämlich tatsächlich Unterschiede, auf die man achten sollte! Der normale Perückenkopf ist ein so genannte „Frauenkopf“ welcher im Gegensatz zum Kopfumfang der meisten unter uns viel zu klein ist, um gut mit ihm arbeiten zu können.

Dieser Kopf eignet sich zum aufbewahren von Perücken, die eher nicht in ihre Tüte zurückkönnen, kann aber jedoch sonst nicht viel. Falls man dennoch mit diesem Kopf arbeitet sollte man immer drauf achten, dass man die Perücke nicht unabsichtlich zu kurz schneidet, da der Kopf zu klein ist und somit alles anders sitzt als auf einem selbst. Empfehlenswerter ist der „Männerkopf“: er ist größer und breiter als der Frauenkopf und kommt einem europäischen Kopfumfang deutlich näher.

Als letztes gibt es noch Köpfe, mit langen Hälsen. Diese sind besonders schön um Langhaarfrisuren zu stylen, kommen aber auch eher selten zum Einsatz.

Fazit des Ganzen: Styroporköpfe sind voll in Ordnung, holt euch aber besser einen für Männer, damit ihr ordentlich drauf arbeiten könnt.

1.2 Perückenkopfhalter

Als nächstes empfehle ich WÄRMSTENS, euch eine Halterung für den Kopf zuzulegen. Diese gibt es z.B bei MyCostumes und sie sind wirklich ihr Geld wert. Euer Kopf ist dann gesichert, rutscht während des Stylens nicht weg und kippt nicht um, egal was ihr tut.

Wenn möglich kauft euch eine, die nicht am Tisch zu fixieren ist wie meine, sondern eine, die auf ein Stativ fixiert werden kann, dann könnt ihr wirklich aus jedem Winkel an dem Styling arbeiten, ohne das euch ein Tisch im Weg ist.

1.3 Arbeitswerkzeug

Jetzt besprechen wir kurz, was ihr noch zum Arbeiten braucht.
Fangen wir mit dem Föhn an: ein handelsüblicher Föhn tut es vollkommen, er sollte eventuell mehrere Einstellungen bezüglich der Stärke des Gepustes haben, damit ihr euer Styling nicht gleich wegblast.

Als nächstes braucht ihr eine Schere zum Ausdünnen (oder Fransenschere), diese ermöglicht es euch nämlich, mit relativ wenig Aufwand fransig zu schneiden.

Als nächstes braucht ihr eine ganz normale Schere, eine Bürste, eventuell einen Stielkamm, Nadeln und Haarspray. Bei letzterem schwört jeder Perückenmacher auf eine andere Marke.
Viele empfehlen Got2be, ich selbst komme damit nicht klar da es sehr schnell verklebt. Ich benutzte das Taft Power Stufe 5 Spray, es lässt sich sehr dünn auftragen und ist für natürliche Stylings super. Falls ihr jedoch ein sehr starkes Styling braucht wie z.B für eine Sayajin Perücke, empfiehlt sich doch eher Got2be.
So oder so: findet eines das euch taugt.

Fynn Fish Kamikaze Kaito Jeanne Cosplay Wettergott
Fotograf: VW

Und somit hätten wir alle Materialien abgehandelt, jetzt geht’s zum Styling!

Dies war Teil 1 des Tutorials – Teil 2 erscheint am Samstag, den 22.06.19 unter folgendem Link:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling [Gastbeitrag]

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Tutorial – Helle Stoffe bemalen

Dieses Tutorial wurde unterstützt durch labico.de [Werbung]

Immer wieder arbeiten wir Cosplayer mit Stoffmalfarbe. Besonders für Bodypaint Cosplays ist es daher interessant, mit welchen Mitteln du dir das Tragen des Kostüms erleichtern kannst. Zu diesem Thema hatte ich bereits einen Beitrag geschrieben, in dem ich dir erklärt habe, wie du Bodys anstatt von Bodypaint verwenden kannst: Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

In der Vergangenheit hatte ich vor allem mit Make Up gearbeitet. In diesem Beitrag möchte ich dir nun meine Erfahrungen bezüglich unterschiedlicher Materialien von Stoffmalfarbe auf elastischen Stoff / Bodies/ Strumpfhosen schildern.

Für dieses Tutorial habe ich mit einem Bodstocking DEN 120 in rosa der Firma labico.de gearbeitet. Diesen Body kannst du dir als Ganzkörperstrumpfhose vorstellen, dementsprechend ähnelt der Stoff einer relativ dichten Strumpfhose. Die unten genannten Materialien werden sich also auf einem festen und wenig dehnbaren Stoff anders verhalten und sich vermutlich etwas leichter auftragen lassen.

Tipps & Vorbereitung

Beim Arbeiten mit Stoffmalfarbe, solltest du immer für eine wasserfeste und ebenmäßige Unterlage* sorgen. Besonders dann, wenn du mit flüssiger Stoffmalfarbe arbeitest. Die meisten Farben drücken sich beim Auftragen durch den Stoff durch. Daher ist es wichtig, dass du eine Unterlage nutzt, die den restlichen Stoff vor ungewollten Flecken schützt.

Zudem kann ich dir empfehlen, die Farbe auf dem Stoff immer erst trocknen zu lassen, bevor du die Unterlage entfernst. Wenn du sie vorher entfernst, kann es zu Flecken und “Ausläufern” kommen. Das wäre sehr ärgerlich.
Also nimm dir die Zeit, um den Stoff trocknen zu lassen und arbeite dich Stück für Stück vor.

Stoffmalkreide

Meinen ersten Versuch habe ich mit Stoffmalkreide* gestartet. Die kleinen Kreidestücke kannst du dir wie eine Art Wachsmalkreide vorstellen, denn genauso fühlen sie sich an und verhalten sich auch so. Ein präzises Arbeiten ist also nur möglich, wenn die Kreide etwas angespitzt ist. Wie du im Bild erkennen kannst, hatte ich auch versucht mit der Kreide zu schreiben. Das hat leider nicht besonders gut funktioniert.

Beim Auftragen auf den Stoff ist mir vor allem aufgefallen, dass du die Kreide mit Druck aufbringen musst.
Dabei kann es aber passieren, dass du im Stoff “hängen” bleibst. Gerade elastischer Stoff, der bei Strumpfhosen und Bodystockings verwendet wird, ist besonders anfällig.
Um das zu vermeiden, solltest du den Stoff straff ziehen, damit du dann die Kreide problemlos auftragen kannst.

Grundsätzlich kannst du durch die Kreide einen ganz besonderen Look erzielen. Wenn du aber gleichmäßige Flächen wünscht oder filigrane Muster aufbringen möchtest, dann würde ich dir von der Kreide abraten.

Textilmarker

Stoffmalfarbe Stoff bemalen Strumpfhose Stift

Als nächstes habe ich mir Textilmarker* besorgt. Textilmarker sind im Prinzip wie Filzstifte für Stoff. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und Dicken und eigenen sich daher besonders gut für filigrane Arbeiten.

Tatsächlich lassen sie sich auch genau wie Filzstifte auftragen, weswegen du auch gut Schriften auftragen kannst. Ähnlich wie bei der Stoffmalkreide musst du auch hier etwas den Sfoff spannen, um die Farbe gut auftragen zu können.
Für großflächige Arbeiten kann ich dir die Stifte allerdings nicht empfehlen, da du dafür viel zu viel Material und Zeit benötigen würdest.

Klassische Textilfarbe

Stoffmalfarbe Stoff bemalen Strumpfhose

Der Klassiker unter den Stoffmalfarben ist die flüssige bzw. cremige Stoffmalfarbe*! Um diese auftragen zu können, benötigst du Pinsel. Am besten nutzt du hierfür eine Vielfalt an Pinsel*, denn je nach Pinselspitze lässt sich die Farbe für unterschiedliche Zwecke gut oder eben schlecht auftragen. Für Schriften eigenen sich zum Beispiel dünne und spitze Pinsel besser, für Flächen jedoch große breite Pinsel.

Auch wenn sich die Stoffmalfarbe so eher durch den Stoff durchdrückt, würde ich dir empfehlen mit viel Farbe zu arbeiten. So bekommst du ein intensives und gleichmäßiges Ergebnis. Je weniger Farbe auf dem Pinsel, desto schwächer und schlechter lässt sich die Farbe auf den Stoff aufbringen.

Im Gegensatz zu der Kreide und den Textilmarkern, musst du beim Einarbeiten der Farbe den Stoff kaum spannen. Ab und an ist es hilfreich den Stoff etwas zu spannen, damit du auch jede Faser erwischt.
Gerade für große Flächen eignet sich die flüssige Stoffmalfarbe besonders gut!

Große Flächen mit flüssiger Farbe bemalen

Wie oben bereits erwähnt, bevorzuge ich für große Flächen die flüssige Stoffmalfarbe. Im Rahmen des Tutorials habe ich den rosa Body dann exemplarisch mit pinken Tigerstreifen bemalt. Das Bemalen hat ziemlich lange gedauert und mehr als die Hälfte des 15ml Tiegelchen gekostet.
Wie du auf dem Foto sehen kannst, müsste ich hier an manchen Stellen noch einmal nacharbeiten und die Farbe auffrischen. Denn du siehst, dass sich beim Tragen der Stoff extrem dehnt und manche Stellen nicht gleichmäßig gefärbt sind.

Wenn du also große Flächen bemalen musst, solltest du dir bewusst sein, dass du womöglich mehr als nur ein Tiegelchen Farbe benötigst.

Fixierung der Farbe

Um die Farbe langfristig haltbar zu machen, musst du sie natürlich nach dem Durchtrocknen fixieren. Hierfür folgst du einfach der Anweisung der jeweiligen Anleitung. Im Regelfall wird die Farbe immer durch Hitze fixiert. Dafür benötigst du im Regelfall immer ein Bügeleisen.

Um unschöne Flecken zu vermeiden, kann ich dir raten mit einem Backpapier oder einem dünnen Küchenhandtuch zu arbeiten. Du platzierst zwischen Stoff und Bügeleisen also ein sauberes Stück Backpapier. Natürlich so, dass die komplette Farbe abgedeckt ist.
So schützt du den Stoff vor zu viel Hitze und das Bügeleisen vor Farbflecken, welches es sonst auf dem restlichen Stoff verteilen würde.

Tatsächlich habe ich bei einigen Farben aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass sie bereits ohne Fixierung bombenfest halten. Das ist auf der einen Seite super praktisch. Denn dann musst du dir keine Gedanken machen, dass sich beim Waschen etwas verfärben könnte. Auf der anderen Seite wird es so nur schwieriger kleine Fehler zu korrigieren.

YouTube Tutorial

Du willst sehen wie ich den Stoff bemale? Dann schau dir unbedingt das zugehörige YouTube Tutorial an:

Schau dir unbedingt mal den Shop von labico.de an! Dort findest du eine riesige Auswahl von verschiedene Strumpfhosen, Leggings, Bodies, Bodystockings und vielem mehr.

Weitere Tutorials findest du hier:
Tutorial – Crossplay Body anstatt Open Breast Binding
Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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Tutorial – Crossplay Body anstatt Open Breast Binding

Dieses Tutorial wurde unterstützt durch labico.de [Werbung]

Du findest Open Breast Binding genauso faszinierend wie ich, aber traust dich nicht so auf eine Convention zu gehen? Dann hilft dir dieses Tutorial sicher weiter!
Denn ich finde Open Breast Binding mega spannend, allerdings ist mir das ganze Prozedere für eine Convention dann doch etwas zu freizügig. Also habe ich mir etwas überlegt.

Was ist eigentlich Open Breast Binding?

Bevor ich aber mit dem Tutorial starte, möchte ich dir kurz erklären worum es geht.

Beim Crossplay, also vor allem dann wenn Frauen männliche Charaktere cosplayen, gibt es eine Technik sich die Brust so abzubinden, um große Teile des Oberkörpers nackt zu präsentieren. Dabei wird die Brust mit Tape zur Seite hin abgeklebt. Diese Technik nennt man Open Breast Binding.

Wenn du jetzt also genau wie ich, gerne freizügige männliche Charaktere cosplayen möchtest, ohne selbst blank zu ziehen, dann solltest du unbedingt weiterlesen.
Denn im nachfolgenden erkläre ich dir, wie ich einen Body so modifiziere, damit du einen tollen Männeroberkörper präsentieren kannst, ohne selbst zu viel Haut zu zeigen.

Crossplay Yurio Plisetsky Yuri on Ice Tutorial Open Breast Binding Body Make Up

Was brauchst du dafür?

Da ich zwei Varianten getestet habe, habe ich folgende zwei Bodies von labico.de verwendet:
Body kurze Ärmel in der Farbe Champagner 60 DEN
Body kurze Ärmel in der Farbe Champagner 120 DEN

Bemalt habe ich den Body mit Make Up. Natürlich kannst du auch Stoffmalfarbe oder Airbrush verwenden. Da ich mir aber gerne die Option offen halte, den Body erneut für ein anderes Projekt zu verwenden, habe ich mich für Make Up entschieden.
Mit diesen Make Up Produkten und Pinseln habe ich vorwiegend gearbeitet:

Besonders gut lässt es sich mit Lidschattenpaletten in hellen Nude-Tönen arbeiten. Weißes Puder ist als Highlighter perfekt geeignet und hilft sogar Fehler auszubessern. Der optimale Pinsel ist der abgerundete Pinsel, der einer Zahnbürste ähnelt. Mit ihm habe ich die besten Ergebnisse erzielt.

Wie funktioniert’s?

Um starten zu können, bindest du dir zunächst die Brust mit einem geeigneten Binder ab und ziehst den Body deiner Wahl an. Weil die Bodies leicht durchscheinend sind, kann es sinnvoll sein zwei übereinander zu tragen oder ein einfaches eng anliegendes weißes oder hautfarbenes Shirt drunter zu tragen.

Such dir eine Vorlage aus, an der du dich orientieren möchtest. Es ist wichtig zu sehen, wie eine Männerbrust konturiert wird, damit du genau weißt wo du dunkle und wo du helle Farben verwendet musst.
Du kannst dich aber auch an diesen Bildern orientieren:

Bevor du direkt los legst, solltest du an einer verdeckten Stelle deine Farbauswahl testen. Denn wenn deine dunkle Farbe zu dunkel ist, wird es schwer diese gleichmäßig zu verblenden, damit keine harten Kanten bleiben.

Starte mit den dunklen Tönen

Jetzt kannst du direkt loslegen. Mit den dunkleren Farben arbeitest du die Schatten heraus, also überall dort, wo deine Männerbrust später zurücktreten soll. Wichtig ist, dass du nicht zu viel Farbe verwendest, damit du sie in kreisenden Bewegungen verblenden kannst.
Das funktioniert am besten mit einem Pinsel, der eine gleichmäßige Oberfläche hat. Der kleine Zahnbürstenpinsel ist besonders weich und bietet daher die optimale Fläche um die Farbe gut zu verteilen.

Mit den hellen Tönen, kannst du jederzeit problemlos über die dunklen Stellen arbeiten. Vor allem das weiße Puder kaschiert den ein oder anderen Fehler und funktioniert bestens als Highlighter.

Pro Tipp: Vergiss nicht einen Bauchnabel, sowie Brustwarzen aufzumalen 🙂

So arbeitest du dich in kreisenden Bewegungen in mehreren Schichten vor, bis du zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommst. Ich habe dabei ungefähr 30 bis 45 Minuten benötigt.

So einfach und doch so effektiv

Das wars dann im Prinzip auch schon! Wenn du jetzt noch den Kragen des Bodies durch einen Schal oder eine Kette verdecken kannst, ist die Illusion perfekt!

Ich hoffe, ich konnte dir durch mein Tutorial zu neuen Ideen verhelfen. Das ganze Prinzip lässt sich übrigens auch für Bodypaint Cosplays anwenden. Ein Tutorial hierzu findest du mit Klick auf diesen Beitrag:
Tutorial – Wie du mit Bodysuits dein Bodypaint Cosplay einfacher gestalten und Zeit sparen kannst!

Schau dir unbedingt mal den Shop von labico.de an! Dort findest du eine riesige Auswahl von verschiedenen Strumpfhosen, Leggings, Bodies, Bodystockings und vielem mehr.
Besonders die Farbauswahl ist ein kleines Paradies für Bodypaint Cosplayer:

labico Produkte Strumpfhosen Farben

Die auf dem Bild dargestellten Produkte sind:
3D Mikrofaser Leggings 120 DEN dunkellila
Glänzende Strumpfhose 70 DEN T-Band lila
80 DEN Bodystocking lange Ärmel orange
Armstulpen und Overknees Set geringelt schwarz weiß

Das Video Tutorial mit zusätzlichen Informationen zu den Produkten findest du hier:

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