Stoppt das Konkurrenzdenken!

Konkurrenzdenken beim Cosplay. Eine Phrase, die jeder von uns sicher schon mindestens einmal gehört hat. Aber ist es wirklich so schlimm wie alle behaupten? Ruiniert das Konkurrenzdenken die Community?

Der Grundgedanke ist doch, dass wir alle Außenseiter sind, die über das Hobby Cosplay zueinander gefunden haben. Wir haben uns somit selbst einen „Safe Space“ geschaffen, in dem wir unser nerdiges selbst ausleben können. Über die Jahre hinweg ist das Hobby immer beliebter geworden und nicht nur „Außenseiter“ begeistern sich dafür.
Er kam, wie es eben kommen musste, der Mainstream.

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Wer ist dieser Mainstream überhaupt?

Ja wer ist er und was will er? Unterm Strich bedeutet Mainstream, mehr Beliebtheit und Aufmerksamkeit für das Hobby Cosplay. Also mehr Menschen, die sich aus verschiedenen Motivationen heraus, sich diesem Hobby widmen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Cosplayer wird immer größer und es entwickeln sich sogar neue Kategorien und Abspaltungen.

Schlecht finde ich das ganze tatsächlich gar nicht. Klar, mit dem Mainstream steigt auch der Anteil der Arschlöcher, aber mal ganz ehrlich: ohne Mainstream weniger Conventions und weniger relevante Shops.
Oder etwa nicht?
Gerade der Mainstream macht das Thema Cosplay alltagstauglich und für die Wirtschaft interessant. Dadurch entstehen immer wieder neue attraktive Möglichkeiten sich Materialien, Perücken und sogar komplette Kostüme zu kaufen.

Mal ehrlich, wer findet es denn schlecht, wenn man sich online problemlos neues Material bestellen kann und eine riesiges Auswahl an Perücken vorfindet? Ich jedenfalls nicht.

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Woher kommt das Konkurrenzdenken?

Natürlich verstärkt der Mainstream die Beliebtheit um das Hobby Cosplay und damit steigt auch das Konkurrenzdenken. Social Media trägt natürlich auch erheblich dazu bei, den Eindruck des permanenten Konkurrenzdrucks zu verstärken.
Aber: Vorher war das Konkurrenzdenken auch schon vorhanden. Womöglich war es einfach nur nicht so präsent.

Denn Konkurrenzdenken ist etwas natürliches, das uns dazu bewegt besser zu werden und über uns selbst hinaus zu wachsen. Ohne dieses Denken würde den Meisten von uns die Motivation fehlen sich zu verbessern. Was treibt dich dazu an, besser zu werden und Dinge immer wieder neu anzugehen?

Vielleicht sagst du jetzt, du möchtest einfach nur besser werden, um dir selbst zu beweisen, was du alles leisten kannst.
Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich folgenden Gedanken schon häufiger hatte: „Das kann ich besser!“
Und zwar nicht aus der Motivation heraus, weil ich mit mir selbst unzufrieden war. Sondern, weil mich ein anderer Cosplayer indirekt dazu angespornt hat, es besser machen zu wollen als er.
Ist das jetzt bereits ein Problem? Macht es mich zu einem schlechten Menschen, dass ich manchmal besser als andere sein möchte?

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Der Ton macht die Musik

Ich denke eben nicht, dass Konkurrenzdenken an sich etwas schlimmes ist. Vor allem dann nicht, wenn es dich motiviert Neues auszuprobieren und Größer zu denken.
Konkurrenzdenken ist aber genau dann ein Problem, wenn man dieses aggressiv nach außen trägt und kommuniziert.

Niemand mag Personen, die aktiv alles und jeden als Konkurrenz betrachten und dabei ihre Höflichkeit und gute Manieren vergessen. Das ist schlichtweg unsympathisch und unangenehm. Niemand möchte sehen oder hören, wie ein anderer Cosplayer sich für etwas besseres hält und dich für etwas „schlechteres“.

Aber wo ist das Problem dabei, wenn man diesen Konkurrenzkampf für sich selbst im inneren austrägt? Oder abgesprochen unter Freunden?
Richtig, hierbei gibt es gar kein Problem, denn keiner wird dadurch belästigt oder gar beleidigt.

Also anstatt Konkurrenzdenken grundsätzlich als etwas negatives zu sehen, sollten wir anfangen uns lieber Gedanken über Menschen zu machen, die diese negativen Gefühle in uns auslösen.
Vielleicht klappt dann irgendwann die Differenzierung, dass nicht immer die Sache an sich etwas schlechtes ist.

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Wenn Cosplayer andere Cosplayer haten
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?
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Wenn Cosplayer andere Cosplayer haten

Vielleicht hast du es auch schon erlebt, du bist auf einer Convention und genießt den Tag mit deinen Freunden. Auf einmal siehst du einen anderen Cosplayer, der den gleiche Charakter wie du cosplayed. Du zögerst und weißt nicht, ob rüber gehen und den Cosplayer ansprechen sollt. Also versuchst du die Situation abzuschätzen und wirfst dem anderen Cosplayer immer wieder einen Blick zu. Nach und nach gewinnst du den Eindruck, dass der andere Cosplayer sich von dir abwendet und dir seltsame, fast schon abwertende, Blicke zuwirft.

Warum?

Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Vielleicht sitzt auf deinem Kopf eine riesige Spinne und du hast es nur nicht bemerkt? Das wäre wohl die schönste und einfachste Erklärung von allen. Aber leider ist es nicht so und die Gründe gehen viel tiefer.

Häufig fühlen sich Cosplayer überfordert, sobald ein anderer Cosplayer das Gleiche trägt und reagieren erst einmal abweisend.
Leider habe ich diese Reaktion schon häufig erlebt, deshalb wird es Zeit etwas zu ändern und die Situation aufzuklären!

Cosplayer als Captain Marvel

Natürlich gibt es Cosplayer, die bewusst negativ und abwertend reagieren, sobald jemand den gleichen Charakter cosplayed. Warum eigentlich? Vielleicht fühlen sich diese Cosplayer bedroht und nehmen eine rivalisierende Haltung ein?

Jeder der länger als eine Minute darüber nachdenkt, müsste feststellen, dass diese Reaktion völliger Quatsch ist.
Inwiefern ist der Andere ein Rivale? Warum sollte man sich von einem anderen Cosplayer bedroht fühlen? Wir kämpfen hier nicht um unser Leben wie in Hunger Games. Wir üben lediglich ein Hobby aus, bei dem es uns Freude bereitet in andere Rollen zu schlüpfen. Und damit meine ich Jeder in jede Rolle. Vor allem in die Rolle des Charakter, den man am meisten liebt und bewundert.

Wir sind alle gleich und letztendlich auch nur Idioten in Kostümen

Was sagt das also über uns aus, wenn wir uns für den gleichen Charakter entscheiden?
Richtig. Wir lieben beide die selben Dinge. Ist das also ein Grund abweisend zu reagieren?
Ich denke auf diese Frage zu antworten, ist überflüssig.

Gehen wir zu der von mir am Anfang beschriebenen Situation zurück. Denn hier ist die Situation weniger offensichtlich. Cosplayer A mustert Cosplayer B und versucht die Situation abzuschätzen. Am Ende löst sich die Szene in Abneigung auf. Wie konnte das passieren?
Ganz einfach: Beide Cosplayer haben versucht möglichst neutral die Situation einzuschätzen. Daber haben sie vermutlich vergessen, wie das auf andere wirken kann. Stell dir einfach mal vor, jemand mustert dich einige Minuten lang mit neutralem Gesichtsausdruck. Unangenehm, oder? Man kann einfach kaum einschätzen, was der andere denkt. Ob er innerlich lästert oder das Cosplay ganz cool findet.

Cosplayer als Captain Marvel

Achte auf deine Außenwirkung!

Wie wirkt es also, wenn du andere Cosplayer musterst, weil du sie cool findest oder über den Charakter philosophierst? Vermutlich nicht so, wie du es dir wünscht. Was du dagegen tun kannst? Das nächste Mal bewusst dran denken und den anderen mit einem leichten Lächeln auf den Lippen mustern.

Ihr habt Blickkontakt? Toll! Dann lächle den anderen Cosplayer unbedingt an und winke ihm zu. Sofort ist die Situation direkt entschärft. Wer weiß, vielleicht geht ihr sogar aufeinander zu und führt ein tolles Gespräch?

Wie gehst du mit solchen Situationen um? Was ist dir schon mal passiert? Schreibs mir in die Kommentare!

Deine Erfahrungen in der deutschen Cosplay Community sind nicht so gut?
Keine Sorge, mir ging es ähnlich. Was mir passiert ist und wie ich damit umgegangen bin, kannst du in diesem Beitrag nachlesen:
Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist

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Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

In meinem letzten Blogeintrag „Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein“ habe ich vor allem Cosplayer thematisiert, die sich auf der Plattform Patreon halbnackt und sexy präsentieren und damit erfolgreich sind.

Als ich den Beitrag geteilt habe, habe ich einige sehr interessante Reaktionen und Meinungen zu lesen bekommen. Unter anderem eben auch, dass diese Cosplayer daran Schuld seien, wenn andere Cosplayer keine oder viel weniger Aufmerksamkeit bekommen.

So ein Blödsinn…

An dieser Stelle muss ich ganz ehrlich sagen, dass das die schwachsinnigste Ausrede ist, die ich je gehört habe. Warum?
Hast du damals in der Schule auch deinem Banknachbarn die Schuld an deiner schlechten Note in der Mathe Schulaufgabe gegeben? Während dieser eine gute Note erhalten hat? Vermutlich nicht.

Ähnlich verhält es sich hier. Du kannst nicht anderen die Schuld geben, wenn du der Meinung bist, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst.
Wenn du glaubst, du verdienst viel mehr Aufmerksamkeit, dann bist allein du dafür verantwortlich auch diese zu generieren.

Cosplayer als Hela aus dem Marvel Universum

Erfolg kommt nicht über Nacht

Oft gewinne ich den Eindruck, dass viele eine völlig falsche Vorstellung von Erfolg haben.
Erfolg ist etwas, das man sich hart erarbeiten muss, und nicht etwas, das einem über Nacht einfach so zufliegt.
Wenn du mehr Erfolg, mehr Aufmerksamkeit, mehr Reichweite und mehr Likes haben möchtest, dann musst du etwas dafür tun.

Wenn das nicht klappt, so wie du es derzeit angehst, dann musst du vielleicht etwas ändern. Und nur wenn du bereit bist viel Zeit, Energie und Hirnschmalz in deine Arbeit zu stecken, dann wirst du auch belohnt. Aber vergiss nicht, das ist ein Marathon und kein Sprint!

Sexy Cosplayer sind nicht deine Feinde

Und wenn du jetzt immer noch denkst, dass halbnackte Cosplayer im sexy Kostüm daran Schuld haben, dass du weniger Erfolg hast. Einfach weil sie mit ihrer nackten Haut und den schönen Körpern von deiner Arbeit ablenken. Dann hast du etwas wesentliches vielleicht noch gar nicht begriffen?

Jeder Cosplayer auf Instagram, Facebook, YouTube und Co spricht eine bestimmte Zielgruppen an. Eine Gruppe von Menschen, die aufgrund von ähnlicher Eigenschaften und Interessen sich genau für deine Inhalte interessieren.

Dementsprechend logisch ist es, dass ein „sexy Cosplayer“ eine andere Zielgruppe hat, als ein Rüstungs-Cosplayer. Meine Zielgruppe ist auch eine andere, denn ich wende mich mit Tipps & Tricks rund um Posing und Social Media an dich. Jemand der also halbnackte Cosplays sucht, wird bei mir nicht fündig werden. Genauso wenig wenn du auf Rüstungen und Crafting stehst.

Cosplayer als Hela aus dem Marvel Universum

Wie soll also jemand, der eine andere Zielgruppe als du hat, dann daran Schuld sein, dass du „zu wenig“ Aufmerksamkeit bekommst?

Jeder ist seines Glückes Schmied. Also bevor du das nächste Mal jemand anderem die Schuld gibst, fass dir selbst an die Nase und versuche aktiv für deinen Erfolg zu arbeiten.

Du willst Tipps, wie du auf Social Media erfolgreicher bist und mehr Aufmerksamkeit generierst? Dann habe ich folgende Beiträge für dich:
How to get famous – Eine Anleitung Teil 1
How to get famous – Eine Anleitung Teil 2
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber Du!
Der All About Cosplay Podcast – Folge 003 All About Social Media

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Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein

Es gibt einen Trend, den ich erschreckend finde und über den ich sprechen möchte.

Patreon und Only Fans sind für viele Cosplayer ein Begriff mit dem sie sofort ein bestimmtes Bild verbinden. Ich verbinde damit unter anderem Teaser-Fotos auf Instagram, die einen schönen nackten Frauen Hintern zeigen, der mit einem Pfirsich Sticker zensiert wurde. Ja genau das Bild erscheint in meinem Kopf, wenn ich an Patreon und Cosplay denke.

Was ist Patreon überhaupt?

Patreon ist eine Plattform, auf der du ähnlich wie bei Facebook Inhalte veröffentlichen kannst. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass du gewisse Inhalte sperren kannst. Diese Inhalte sind deinen Unterstützern vorbehalten. Das heißt, wenn deine Fans und Follower diese Inhalte sehen möchten, dann müssen sie dich unterstützen und dir Geld spenden.
Das funktioniert dann über Paypal und ein Belohnungssystem.

Häufig beginnt das bei 1 Dollar, damit schalten deine Fans die gesperrten Inhalte frei. Danach gibt es ein bestimmtes Belohnungssystem, welches du definierst. Zum Beispiel kannst du dann anbieten, dass deine Unterstützer für 10 Dollar kostenlose Prints von dir erhalten, quasi als Dankeschön für ihre Unterstützung. Die Grenze ist nach oben offen und du allein bestimmst welches Dankeschön durch welchen Geldbetrag freigeschaltet wird.

Viele Cosplayer bieten also Tutorials und Prints an, welche ihre Fans durch eine Spende freischalten können. Im Prinzip zahlt man als Fan dafür diese Inhalte zu erhalten.
Wichtig ist also, dass du einen Anreiz schaffst, damit deine Fans und Follower bereit sind dir Geld zu zahlen.

Cosplayer als Harley Quinn im sexy Pin-Up Stil

Sex sells

Egal wann und in welchem Bereich: Sex sells
Dementsprechend ist es nichts schockierendes, dass das auch im Cosplaybereich funktioniert und praktiziert wird. Wir alle kennen die Accounts der sexy Cosplayerinnen und Cosplayer, die sich und diverse Cosplay Charaktere halbnackt präsentieren.

Die Bandbreite reicht von ästhetisch zu schockierend. Aber das ist nicht mein Bier und jedem selbst überlassen.
Das ist auch nicht das Phänomen, das mich letztendlich so schockiert.

Was mich schockiert, ist: Viele Cosplayer, die sich zuvor niemals auch nur annähernd halbnackt präsentiert haben, eröffnen ihren eigenen Patreon Account und fangen an sich ausschließlich dafür auszuziehen.

Cosplayer, die sich ihr Hobby finanzieren möchten und dafür Patreon nutzen sehen keinen anderen (erfolgreichen) Weg um Unterstützer zu finden, als sich auszuziehen.
Gegen Bezahlung gibt es dann Prints und Videos von diesen Cosplayern, auf denen sie kaum bis gar nicht bekleidet sind.
Als Unterstützer zahlt man also für pornografische (Pornografie = Darstellung menschlicher Sexualität) Inhalte.

Warum?!

Sexy Cosplays VS akkurate Cosplays

Nach und nach entsteht der Eindruck, dass man sich als Cosplayer ausziehen muss, wenn man erfolgreich sein möchte. Ich meine, wer hatte den Gedanken nicht: Wenn ich mich ausziehen würde, wäre ich viel erfolgreicher. Ich sollte mehr nackte Haut zeigen und sexy Charaktere cosplayen!

Diese Gedanken schlagen vor allem auf Patreon nieder, denn vermeintlich erfolgreich ist derjenige, der sich entblößt präsentiert. Denn Sex sells ist nicht nur ein Spruch, es entspricht der Wahrheit.
Je mehr Haut man zeigt, desto mehr Geld erhält man. Eine einfache Formel.

Und genau diese Entwicklung finde ich schockierend.

Dieses Gefühl, dass man, sei es auf Instagram oder Patreon, nur etwas erreichen kann, wenn man sich sexy präsentiert.

Die Feindseligkeit, die dadurch den „sexy Cosplayern“ gegenüber entsteht, weil man sich von ihnen und ihrem Erfolg bedroht fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß als gegen sie zu hetzen oder eben es ihnen gleich zu tun.

Cosplayer als Harley Quinn im sexy Pin-Up Stil

Nackte Haut ist nicht der Schlüssel zum Erfolg

Du glaubst der Erfolg kommt über Nacht, wenn du dich nur sexy genug präsentierst? Falsch.
Sex sells, ja, das stimmt. Aber es muss auch eine gewisse Qualität dahinter stecken. Auf Instagram hab ich schon zahlreiche Accounts gefunden, auf denen sich Cosplayer halbnackt präsentieren, aber völlig ohne Erfolg.

Du musst dich nicht ausziehen, um eine Menge Unterstützer zu finden oder um bekannter zu werden.

Egal wie du dich online präsentierst oder welche Inhalte du auf Patreon anbietest: es steckt eine Menge Arbeit dahinter.
Es reicht nicht zu denken, man müsse sich nur ausziehen um erfolgreich zu sein.

Wenn du dich aber ausziehen möchtest, weil du Spaß daran hast, dann tu es. Aber mach es nicht, weil du glaubst, dass es der einzige Weg zum Erfolg ist. Verkaufe deinen Körper nicht, weil du glaubst, dass du auf einem anderen Weg keine Unterstützung bekommst.

Es gibt ebenso zahlreiche Cosplayer, die auch ohne nackte Haut und große Titten erfolgreich sind.

Cosplay ist kein Wettkampf!

Egal wie du dich entscheidest, ob du Tutorials anbieten möchtest oder dich sexy präsentierst, Cosplay ist kein Wettkampf.
Jeder, egal ob „sexy Cosplayer“ oder nicht, steckt eine Menge Arbeit und Energie in das was er tut.

Auch wenn ich generell kein Freund von halbnackten Cosplayern bin, so muss ich zugeben, dass es immer wieder hochwertige Bilder gibt, die mich faszinieren und die wirklich gut gemacht sind.
Da lasse ich dann gerne einen Like da!
Es ist halt nicht immer alles nur schwarz oder weiß.

Man muss sich nicht zwangsläufig ausziehen, um erfolgreich zu sein. „Sexy Cosplayer“ haben genauso viel und genauso wenig Erfolg, wie Cosplayer, die sich gegen „sexy“ entschieden haben.

Was will ich dir eigentlich mit diesem Blogeintrag sagen?

  1. Zieh dich nicht aus, nur weil du dein Hobby finanzieren möchtest und es „jeder“ so macht
  2. Zieh dich nur aus, wenn du Spaß daran hast und dir die Bilder Freude bereiten
  3. Mach das was du machen möchtest, weil es dir Spaß macht, nicht weil du vermeintlich damit Erfolg haben wirst
  4. Verurteile niemanden für seine Vorlieben und Abneigungen
Cosplayer als Harley Quinn im sexy Pin-Up Stil

Ich wünsche mir, dass mehr Cosplayer sich trauen sich mit ihren Inhalten zu verkaufen, anstatt ihren Körper, nur weil das der scheinbar einfachere Weg ist und man Angst hat „nicht gut genug“ zu sein.
Außerdem wünsche ich mir, dass niemand diejenigen Cosplayer verurteilt, die gerne ihren Körper präsentieren und Freude daran haben sich in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen.

Es gilt die einfache Regel: wenn ich nichts Nettes zu sagen habe, dann halte ich meine Klappe.

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Meine Empfehlung:
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

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Cosplay Fotos mit Ausdruck: Mimik bewusst beim Posing einsetzen

Welche Grundlagen du beim Posing beachten solltest, habe ich dir bereits in dem Beitrag In 3 Schritten zu besserem Cosplay Posing erklärt. Nun, möchte ich dir einige Tipps mit auf dem Weg geben, wie du durch passende Mimik deine Cosplayfotos auf ein neues Level hebst!

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 01.03.2026 aktualisiert.

Deine Mimik ist wichtig

Wir Cosplayer lieben Fotos! Damit es uns nicht langweilig wird, sollten diese Cosplayfotos natürlich langfristig möglichst abwechslungsreich sein. Dabei hilft nicht nur eine Vielzahl an unterschiedlichen Posen, sondern eben auch das, was sich in unseren Gesichtern abspielt.

In werde ich dir keine Anweisungen geben, welcher Gesichtsausdruck besonders gut zu welchem Charakter passt. Auch werde ich dir nicht sagen, wie du welchen Gesichtsmuskel bewegen musst. Stattdessen werde Ich dir Tipps geben, wie du die gewünschte Mimik erzeugen kannst. Welche Methoden helfen können, um authentische Emotionen hervorzurufen, um sich dieser beim Posing zu bedienen.

Vorher möchte ich dir noch verraten, warum ich immer wieder versuche mit meiner Mimik zu spielen!

Schau dir doch mal die nachfolgenden drei Fotos an. Du siehst drei völlig verschiedene Cosplays vor drei sehr unterschiedlichen Hintergründen. Dennoch habe ich für diese Cosplays dieselbe Pose genutzt. Die Pose unterscheidet sich in der Umsetzung kaum nennenswert voneinander. Mit Hilfe der Mimik habe ich der Pose aber jedes Mal eine leicht andere Stimmung vermittelt.

Während die Pose bei Catra (Links) eher verschmitzt und berechnend wirkt, so wirkt sie bei Ai (Mitte) sanft. Prinzessn Peach (Rechts) unterscheidet sich nur dezent von Ai, aber dennoch spürt man, dass Ais Lächeln sanfter ist. Peach lächelt merklich herzlicher.

Jeder empfindet Emotionen anders und drückt sie auf unterschiedliche Art und Weise aus. Beim Posing mit Mimik zu arbeiten, kann für den ein oder anderen zunächst einmal eine Überwindung sein. Besonders starke Emotionen auszudrücken, ist ungewohnt und es fällt einem schwer für sich selbst zu beurteilen, ob die Umsetzung gelungen ist.

Sylvie – Loki (2021)

Lesetipp: Der ultimative Posing-Tipp: Körperhaltung & Körperspannung

Welche Emotion möchtest du erwecken?

Überlege dir zunächst, welchen Gesichtsausdruck du zum besten geben möchtest. Überlege vorab auch, welches Posing zur gewünschten Emotion passen würde. Gehe in dich und konzentriere dich auf Dinge, wie etwa ein Ereignis, das dieses Gefühle bei dir hervorruft. Während du also an dieses Ereignis denkst, gibst du dir die Chance die damals empfundenen Gefühle erneut abzurufen.

Am besten gebe ich dir ein paar konkrete Beispiele. Möchtest du auf deinem Foto wütend wirken, dann denke an Personen, Ereignisse oder Erinnerungen, die dich wütend machen. Konzentriere dich genau auf diese Gedanken während du in Pose stehst und in die Kamera blickst oder zum Beispiel deinen Cosplaypartner ansiehst. Oft hilft es auch, wenn du schnell in Stößen ein- und ausatmest.

Möchtest du einen zärtlichen Gesichtsausdruck, dann denke an etwas, dass du gerne hast und sogar beschützen möchtest. Mir hilft es sehr, wenn ich dabei an kleine süße Katzenbabies denke. Das lockt mir zuverlässig ein leichtes und liebevolles Lächeln auf die Lippen.

Ennui – Alles steht Kopf 2 (2024)

Weitere Methoden

Diesen Trick kannst du für jede beliebige Emotion anwenden. Dir muss lediglich etwas einfallen, an das du denken kannst, das diese entsprechende Emotion bei dir hervorlockt. Manchmal hilft auch die Erinnerung an eine Filmszene oder das Hören von Musik.

Alternativ kannst du dir auch immer Bilder von Menschen ansehen, die gerade die gewünschte Mimik zeigen. Durch das längere Betrachten der jeweiligen Emotion, kannst du diese relativ einfach spiegeln. Der Trick dabei ist, dass wir Menschen empathisch auf andere reagieren und ein intensives Betrachten eines Gesichts mit entsprechender Emotion dabei hilft, diese zu spiegeln.

Auch die Analyse von Mimik kann bei der Reproduktion hilfreich sein. Sind Menschen wütend, so kneifen sie tendenziell die Augen zusammen und pressen die Lippen fest aufeinander. Wird aus vollem Herzen gelacht, so kannst du dir sicher sein, dass auch die Augen „mitlachen“ und zu strahlen beginnen. Augen lügen nicht. Möchtest du also bewusst eine verzerrte Mimik darstellen, so ist ein wichtiger Indikator, dass die Augen eine andere Emotion preisgeben als das restliche Gesicht. Ein Lächeln wirkt nur dann ehrlich, wenn die Augen daran beteiligt sind. Eine wichtige Erkenntnis für den ein oder anderen Bösewicht, findest du nicht?

Locker bleiben!

Spiele locker mit deiner Mimik und verkrampfe nicht. Manchmal ist weniger mehr und manchmal ist auch „mehr“ mehr. Finde deinen eigenen Stil und teste dich einfach aus. Natürlich kannst du vor dem Spiegel üben, um zu sehen wie dein Gesichtsausdruck wirkt. Beim Üben kann es durchaus hilfreich sein, wenn du extreme Gesichtsausdrücke ausprobierst, um dich besser kennen zulernen. Du wirst sehen, wie sehr sich deine Cosplayfotos verändern, wenn du nur ein wenig an deiner Mimik arbeitest!

Cosplayer als Columbia aus The Rocky Horror Picture Show
Columbia – The Rocky Horror Picture Show (2019)

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