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Reißverschlussersatz – dein Helfer in der Not!

Wünscht du dir auch manchmal etwas mehr Flexibilität in deinen Cosplays? Passt das gekaufte Cosplay nicht so richtig oder nur ganz knapp? Dann habe ich einen praktischen Tipp für dich, den du dir unbedingt merken solltest!

Typische Probleme bei gekauften Cosplays

Als ich mir ein neues Kleid für mein Peach Cosplay bestellt habe, habe ich ein wunderschönes Kleid bekommen, welches ziemlich perfekt an mir saß. Allerdings hatte ich eingeschränkte Bewegungsfreiheit, denn das Kleid war wirklich hauteng und der Stoff nicht elastisch. Außerdem hat der Reißverschluss Probleme gemacht. Ein Klassiker bei gekauften Cosplays.

Kaufst du dir ein Cosplay, dann kommt es nicht gerade selten vor, dass der Reißverschluss klemmt. Gibt es eine Stelle, an der mehrere Stofflagen aufeinander treffen, dann macht diese Stelle in der Regel besonders Probleme. Den Reißverschluss ohne Hilfe zu schließen, während man das Cosplay trägt, kann durchaus zum Kraftakt werden.

Die Maßtabelle gründlich geprüft, das Cosplay bestellt – die Vorfreude ist groß. Endlich ist das Cosplay da und freudig probierst du es an, nur um festzustellen, dass die Zahlen der Maßtabelle nicht ganz den Tatsachen entsprachen. Das Cosplay passt nicht oder nur knapp und jetzt musst du es anpassen. Leider ist das etwas, das nicht allzu selten vorkommt. Was also tun, wenn du dich diesen Problemen stellen musst?

Das Cosplay anpassen

Ist das Cosplay einfach nur zu eng, könntest du versuchen ein farblich passendes Stück Stoff einzunähen -Häufig keilförmig, um an den gewünschten Stellen zu erweitern. Musst oder möchtest du den Reißverschluss wechseln, könntest du einfach einen neuen Reißverschluss einnähen. Oder, du trennst den Reißverschluss einfach raus und nähst einen Ersatz ein – zum Beispiel eine Schnürung.

Suchst du online nach „Reißverschluss Ersatz Schnürung“ (so, oder so ähnlich), dann findest du unter anderem eine vorgefertigte Schnürung. Du kannst versuchen eine farblich passende Schnürung online zu finden oder du nähst dir aus passendem Stoff selber eine.

Letztendlich benötigst du nur ein langes Band und zwei schmale Streifen Stoff, an die du Schlaufen nähst. Wenn du möchtest, kannst du diese beiden Streifen noch mit Korsettstäbchen verstärken und stabilisieren. Außerdem brauchst du noch ein langes Band für die eigentliche Schnürung. On Top kannst du noch einen Schnürschutz / eine Schnürblende nähen, welcher den Freiraum unterhalb der Schnürung verdeckt.

Hast du den Reißverschluss herausgetrennt, kannst du die Schnürung an deinem Cosplay feststecken. Achte darauf, dass die Schlaufen passend zueinander liegen, sodass du am Ende das Band so einziehen kannst, dass sich eine ordentliche Optik ergibt.

Schnürschutz / Schnürblende

Hast du dir eine vorgefertigte Schnürung als Reißverschlussersatz bestellt, dann ist unter Umständen auch ein Schnürschutz enthalten. Vermutlich ist dieser trapezförmig gestaltet. In der Regel ist er so gedacht, dass die breite Seite oben und die schmale Seite nach unten liegt. Das liegt daran, dass die Taille in der Regel die schmalste Stelle ist und dort weniger Sichtschutz benötigt wird.

Bei meinem Cosplay habe ich den Schnürschutz absichtlich verkehrt herum angenäht, denn ich habe vor allem an der Taille mehr Spielraum benötigt.

Flexibilität, die Spaß macht

Die neu eingesetzte Schnürung hilft mir dabei das Cosplay flexibel auf meine schwankenden Maße anzupassen. Meine Maße schwanken gerade an der Taille häufig um ein paar Zentimeter, dank der Schnürung muss ich mir deshalb aber keine Gedanken machen.

Kein klemmender Reißverschluss, kein Engegefühl und eine flexible Passform, die zu meinen Bedürfnissen passt. Definitiv ein Cosplaytipp, welchen ich nicht so schnell wieder vergessen werde!

Weitere Beiträge passend zum Thema findest du hier: /category/naehen

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
041 – Nähmaschine 2.0

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All About Cosplay 062 – Das erste Mal DCM Finale

Hast du schon von der Deutschen Cosplaymeisterschaft gehört – oder vielleicht sogar darüber nachgedacht, selbst einmal mitzumachen?

Die DCM kann auf den ersten Blick überwältigend wirken. Du brauchst nicht nur Kreativität, sondern auch viel Zeit und Energie für die Vorbereitung, Planung und Umsetzung – bis zum stolzen Moment auf der Bühne. Genau deshalb habe ich mit Miriam gesprochen, die es 2023 ins Finale der Meisterschaft geschafft hat.

Wir sprechen über ihre Erfahrungen – und warum du dich einfach trauen solltest, dich bei der DCM anzumelden!

Mehr zu Miriam aka BakaKuma Cosplay findest du hier:
Instagram

Das Video zu Miriams Auftritt kannst du hier ansehen:

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
All About Cosplay 060 – Cosplay Convention Regeln
All About Cosplay 056 – One Hit Wonder Cosplay Contest
All About Cosplay 042 – Cosplay Contests


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Sticken mit der Stickmaschine: Das richtige Vlies

Bist du so wie ich auch neu in der Welt der Stickmaschinen? Oder interessierst du dich dafür eine anzuschaffen? Dann geht’s dir vielleicht so wie mir am Anfang. Denn auch wenn eine Stickmaschine eine kleine Wundermaschine ist, so kann man nicht einfach den Stoff einlegen und loslegen.

Ebenso wie beim Nähen gibt es einige Dinge, die man vorab beachten sollte. Neben der richtigen Nadel und passenden Faden brauchst du nämlich auch Stickvlies! Dieses findest häufig auch im Stoffladen deines Vertrauens bzw. in einen der zahlreichen Online-Shops für Nähbedarf oder Stoffe.

Wichtig: Bestickt wird in der Regel die rechte Stoffseite. Somit werden Stoff und Stickvlies so eingespannt, dass das Stickvlies auf der Unterseite des Stickrahmens und gleichzeitig auf der linken Stoffseite liegt.

Mehr als nur ein Vlies?

Um mit deiner Stickmaschine durchstarten zu können, benötigst du auch das passende Stickvlies. Das Vlies dient dazu den Stoff während des Stickens in Form zu halten. Hast du kein oder das falsche Vlies, kann es sein, dass das Endergebnis unschön aussieht oder du gar nicht erst bis zum Ende kommst.

Je nach Stoff bzw. Projekt benötigst du unterschiedliche Stickvliese. Manchmal kann oder muss man sogar bestimmte Vliese miteinander kombinieren, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Man unterscheidet unter anderem zwischen folgenden Vliesen: Vlies zum Wegreißen (Tear Away), Auswaschen (Wash Away / Soluvlies) und Abschneiden (Cut Away). Außerdem gibt es Vlies zum Aufbügeln oder Aufkleben.

Tipp: Produktbeschreibung lesen lohnt sich! Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Ausführungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Achte auf die für dich relevanten Eigenschaften, um das passende Vlies zu finden.

Stickvlies zum Wegreißen oder Wegschneiden

Am häufigsten benötigt man wohl das Stickvlies, welches man nach dem Stickvorgang wegreißen oder wegschneiden kann. Es ist relativ fest und sorgt für gute Stabilität. Aber auch hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Ausführungen.

Das Stickvlies wird gemeinsam mit dem zu bestickenden Stoff trommelfest in den Stickrahmen gespannt. Das Stickvlies ist ein wenig größer als der Stickrahmen und definitiv größer als das Stickmuster bzw. die Stickdatei. Das Stickvlies befindet sich hierbei auf der Unterseite, also der linken Seite, des Stoffs.

Nachdem die Maschine fertig gestickt hat, wird das nicht bestickte bzw. nicht benötigte Vlies, je nach Ausführung, einfach weggerissen oder weggeschnitten. Vlies zum Wegschneiden wird oft auch als „Tear Away“ bezeichnet, das zum Wegschneiden als „Cut Away“.

Das Vlies zum Wegschneiden kann man für fast alle Stoffe verwenden. Möchte man dehnbare Stoffe, wie etwa Jersey, besticken, dann ist dieses Vlies auf jeden Fall ein Muss! Das Vlies zum Wegreißen eignet sich gut für sehr feste und stabile Stoffe.

Stickvlies zum Aufkleben

Ich selbst habe ein Vlies zum Wegschneiden, welches man auf der Rückseite des Stoffs aufbügelt, damit nichts verrutscht. Besticke ich Jerseystoff, dann ist das auf jeden Fall notwendig, damit der Stoff sich beim Einspannen in den Stickrahmen nicht verzieht und beim Sticken in Form bleibt. Es gibt also auch selbstklebendes Stickvlies, zum Wegschneiden oder auch zum Wegreißen, welches vor dem Einspannen aufgebügelt wird.

Außerdem gibt es Sprühkleber, welcher für nicht selbstklebenden Stickvliesen verwendet wird. Der Sprühkleber hilft das Vlies mittelfristig auf den Stoff zu fixieren damit dieses beim Sticken nicht verrutscht.

Tipp: Nutzt du ein selbstklebendes Vlies oder Sprühkleber, dann solltest du am besten auch eine Sticknadel mit Antihaftbeschichtung verwenden.

Neben Vlies zum Aufkleben gibt es auch eine Ausführung mit Haftbeschichtung, die vorher nicht erst aktiviert werden muss. Das ist besonders praktisch, wenn du Stoff besticken möchtest, welcher nur schwer oder gar nicht in den Stickrahmen gespannt werden kann. Zum Beispiel weil er besonders dick ist oder weil es sich um ein zu kleines Stoffstück handelt. Auch Stoffe, die durch das Einspannen im Stickrahmen beschädigt werden könnten, z.B. Leder bzw. Kunstleder oder Filz, können so bestickt werden. Somit spannst du das selbstklebende Stickvlies in den Rahmen, entfernst das Trägerpapier an der Stelle, an welcher der Stoff auf dem Vlies aufgeklebt werden soll und kannst loslegen ohne den Stoff selbst einspannen zu müssen.

Stickvlies zum Auswaschen

Des Weiteren gibt es noch Stickvliese, welche nach dem Stickvorgang bzw. bei Abschluss des Projekts mit einfachem Wasser ausgewaschen werden. Diese gibt es sowohl als dünnes Vlies oder als eine Art Folie. Die wasserlösliche Folie findet häufig als „Topper“ Anwendung. Anstatt auf der Unterseite des Stickrahmens wird diese oben auf der rechten Stoffseite eingespannt oder sogar nur darauf gelegt.

Tipp: Fixiere die Folie z.B. vorsichtig mit Malerkrepp und nutze dann die Heft-Funktion deiner Stickmaschine. Anschließend kannst du das Malerkrepp entfernen und die Folie bleibt während des Stickens an Ort und Stelle.

Bei Stoffen mit Struktur, wie z.B. Frottee, Samt, Minky, o.ä. sorgt die Folie für ein ordentliches und gut sichtbares Stickergebnis. Bestickt man beispielsweise ein Handtuch aus Frottee ohne wasserlösliche Folie, so verschwindet die Stickerei teilweise zwischen den Faser

Achtung: Stickvlies, welches nur oben aufgelegt bzw. eingespannt wird, ersetzt nicht das Stickvlies welches auf der Unterseite zur Stabilisierung benötigt wird. Übrigens gibt es eine solche Folie auch noch in der Ausführung „Ultra“. Sprich, die Folie ist stärker und somit für andere Einsatzgebiete, wie z.B. Spitzenstickerei geeignet.

Handelt es sich um sehr dünne oder transparente Stoffe, wie etwa Organza, dann kommt ein wasserlösliches Vlies (keine Folie) als Stabilisator zum Einsatz. Auch bei diesem Vlies gibt es unterschiedliche Ausführungen, die du auf deinen Anwendungszweck abstimmen kannst.

Aufmerksam lesen lohnt sich

Wenn man noch keine Erfahrung mit der Stickmaschine hat, kann die Auswahl des passenden Stickvlies durchaus erschlagend sein. Besonders, da es die meisten der Vliese in unterschiedlichen Stärken bzw. Dicken gibt. Nicht jedes Stickvlies muss nach dem Stickvorgang (vollständig) entfernt werden. Außerdem gibt es noch weitere Vliese, Kleber oder Tricks, die je nach Anwendungszweck (Patches, Applikationen, etc.) sinnvoll sein können.

Lass dir deshalb bei deiner Recherche genügend Zeit und lies die entsprechenden Produktbeschreibungen aufmerksam. Manchmal werden dort auch Anwendungsbeispiele aufgelistet, die dir die Auswahl erleichtern.

Hast du noch einen wichtigen Tipp? Dann hinterlass doch gerne einen Kommentar!

Weitere spannende Beiträge:
Ein Näh-Königreich für Cosplayer – die neue bernette 79 Yaya Han Edition
Hey, psst…. Hast du den richtigen Stoff? – Textilkunde 101

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
041 – Nähmaschine 2.0

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All About Cosplay 061 – Instagram für Cosplayer 2.0

Fünf Jahre ist es inzwischen her als ich mein erstes Buch „Instagram für Cosplayer“ veröffentlicht habe. Wohlwissend, dass mit der Veröffentlichung bereits so viele Neuerungen in den sozialen Netzwerken passieren, dass es schwer ist, ein Buch auch nur über einen kleinen Zeitraum aktuell zu halten.

Deshalb habe ich die Themen des Buchs inhaltlich so strukturiert, dass du möglichst lange davon profitieren kannst. Inzwischen müsste ich das Buch aber neu schreiben und mit vielen Inhalten ergänzen, weswegen ich zu dem Schluss gekommen bin, es aus dem Verkauf zu nehmen. Da es sich bei „Instagram für Cosplayer“ um mein meist verkauftes Buch handelt, widme ich diese Podcast Episode denjenigen Inhalten des Buchs, welche nicht mehr aktuell sind. Was hat sich also seit der Veröffentlichung meines Buchs auf Instagram verändert und wie müsste mein Buch heutzutage aussehen?

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
All About Cosplay 036 – Social Media & Frust
All About Cosplay 035 – Social Media und Du – Hörerfragen

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Perfektes Contouring für Männer im Crossplay: So schminkst du dich weiblicher

Contouring ist eine Technik, die in der Welt des Make-ups mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist. Es handelt sich dabei um eine Methode, die das Gesicht optisch modelliert, um bestimmte Züge zu betonen und andere zu schattieren. Doch was genau steckt hinter Contouring, und wie kann man es richtig für Cos- und Crossplay umsetzen? 

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Contouring, oder zu Deutsch „Gesichtsmodellierung“, nutzt unterschiedliche Schattierungen von Make-up-Produkten, um das Gesicht optisch zu verändern. Durch das gezielte Auftragen von hellen und dunklen Tönen wird die natürliche Struktur des Gesichts betont und akzentuiert. Dunklere Farben werden verwendet, um Schatten zu erzeugen und Züge zu definieren, während helle Töne das Licht reflektieren und hervorheben. 

Die Grundlagen des Contourings 

Contouring kann zunächst etwas kompliziert wirken, aber mit der richtigen Technik ist es gar nicht so schwer. Hier sind die grundlegenden Schritte, um ein perfektes Contouring zu erzielen: 

Vorbereitung der Haut

Bevor du mit dem Contouring beginnst, ist es wichtig, das Gesicht gut vorzubereiten. Reinige dein Gesicht gründlich, trage eine Feuchtigkeitscreme auf und verwende gegebenenfalls einen Primer, um die Haltbarkeit des Make-ups zu verlängern. Ein ebenmäßiger Teint ist die perfekte Basis für das Contouring. Unterstützend kann auch die Verwendung von Face-Tapes verwendet werden, um beispielsweise die Augenbrauen anzuheben, oder die Kinnlinie etwas stärker zu definieren. 

Augenbrauen und Bartschatten abdecken

Das Abdecken der Augenbrauen ist bei vielen Crossplays unumgänglich. Wer seine Augenbrauen nicht abrasieren oder dünn zupfen möchte, sollte hierbei auf die verschiedensten Techniken zurückgreifen, um diese temporär verschwinden zu lassen.

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten: Von wasserlöslichen Klebesticks bis hin zu SFX-Makeup Produkten wie Prosade. Im Grunde geht es darum, die Haare, eng an unser Gesicht zu kleben und mit Puder zu fixieren. Hierfür gibt es unzählige Tutorials auf YouTube, die dies genauer erklären. Wichtig dabei ist auch die geklebten Haare vor dem Auftragen der Foundation mit einem Apricotfarbenen Concealer abzudecken. Dies neutralisiert dunkle Augenbrauen die sonst durch das Make-up durchscheinen könnten. 

Für all jene wie mich, die einen besonders dichten Bartwuchs haben, ist es ebenso ratsam, vor dem Auftragen der Foundation, den Bartschatten abzudecken. Hierfür eignet sich ebenso ein Apricotfarbener Concealer. Umso dunkler dein Hauttyp bist, desto kräftiger sollte das Apricot sein. Dies verhindert, dass der blaue Bartschatten unter der Foundation durchscheint.

Wichtig: Nicht vergessen den Concealer mit einem Puder zu fixieren, damit sich dieser nicht mit der Foundation vermischt und wir schlussendlich wie ein Umpa Lumpa aussehen. 

Das richtige Produkt wählen

Contouring-Produkte gibt es in verschiedenen Formaten – als Creme, Flüssigkeit oder Puder. Für Anfänger eignet sich oft Pudercontouring besser, da es mit dem Pinsel leicht zu verblenden ist. Cremige Texturen bieten eine intensivere Wirkung und eignen sich für einen dramatischeren Look.

Wähle deine Produkte entsprechend deinem Hautton und der gewünschten Intensität aus. Auch die Deckkraft spielt hier eine besonders wichtige Rolle. Ich persönlich setze auf Full Coverage Foundations, für einen perfekten und ebenmäßigen Teint. Hierfür schwöre ich auf die TV Paint Sticks von Kryolan. Sie fallen zwar unter die Kategorie schweres Makeup, jedoch decken diese wirklich alles ab. 

Mit dunklen Tönen schattieren

Um die Gesichtszüge zu definieren, verwendest du einen dunkleren Farbton als deine Hautfarbe. Trage den dunklen Ton an den Bereichen auf, die du schmaler erscheinen lassen möchtest. Dazu gehören:

  • Die Konturen der Wangenknochen (unterhalb der Wangenknochen und entlang der Schläfen)
  • Die Stirnpartie, um sie schmaler wirken zu lassen (seitlich am Haaransatz)
  • Die Kinnlinie und entlang des Kiefers
  • Die Nasenflügel, um eine schmalere Nase zu erzeugen

Mit hellen Tönen hervorheben

Helle Töne bringen bestimmte Bereiche des Gesichts zum Strahlen und sorgen für mehr Dimension. Trage den helleren Farbton auf den höchsten Punkten des Gesichts auf: 

  • Wangenknochen (direkt oberhalb der dunklen Schattierung)
  • Nasenrücken
  • Kinn
  • Die Stirnmitte und unter den Augenbrauen (um die Augenpartie zu öffnen)
  • am oberen Lippenbogen (für einen volleren Lippen-Effekt)

Verblenden ist der Schlüssel

Um ein natürliches Ergebnis zu erzielen, ist das Verblenden essenziell. Achte darauf, dass keine harten Linien oder Übergänge sichtbar sind. Verwende einen Beauty Blender oder einen Pinsel, um die Konturen sorgfältig in die Haut einzuarbeiten. Verblende die hellen und dunklen Töne so, dass sie sich nahtlos ineinanderfügen und ein weiches, definierendes Finish entsteht. 

Rouge und Highlighter

Um das Contouring noch etwas lebhafter zu gestalten verwende ich als nächstes noch Rouge und Highlighter. Mit dem Rouge deiner Wahl, kannst du die dunklen Konturen noch etwas besser in die helleren Bereiche verblenden, um einen weicheren Übergang zu erzielen.

Mit dem Highlighter setzen wir anschließend an den Wangenknochen, dem Nasenrücken und –spitze, sowie dem Kinn und dem oberen Lippenbogen, weitere dezente Glanzpunkte, die im Licht unsere hellen Konturen noch mehr hervorheben. 

Augen-Make-Up mit Lifting-Effekt

Ein gekonntes Augen-Make-up kann die Augen nicht nur betonen, sondern ihnen auch einen verjüngenden Lifting-Effekt verleihen. Mit den richtigen Techniken und Produkten lassen sich Schlupflider kaschieren und der Blick optisch anheben, was ebenfalls dem Countouring zu Gute kommt. 

Augenbrauen betonen

Gepflegte und leicht angehobene Augenbrauen sorgen sofort für einen wacheren Blick. Verwende eine Augenbrauenpomade oder einen Stift, um lichte Stellen aufzufüllen, und bürste die Brauen nach oben. 

Hellen Lidschatten einsetzen

Trage eine helle, matte Farbe unter dem Brauenbogen auf, um die Partie optisch anzuheben. Auch ein sanfter Schimmer im inneren Augenwinkel öffnet das Auge. 

Lidfalte betonen

Setze einen leicht dunkleren, matten Lidschatten in die Lidfalte und verblende ihn nach oben. Das sorgt für Tiefe und hebt das Auge optisch an. 

Eyeliner geschickt anwenden

Anstatt einer dicken, geraden Linie empfiehlt sich ein sanfter, leicht nach oben gezogener Eyeliner. Ein softer Smokey-Effekt mit Kajal kann ebenfalls für einen straffenden Effekt sorgen. 

Wimpern

Ein Wimpernaufschlag kann Wunder wirken! Verwende eine Wimpernzange und Mascara, um die Wimpern nach oben zu biegen und den Blick zu öffnen. Ebenso können Fake-Lashes verwendet werden für mehr Dramatik. 

Fixierung

Fixiere dein Make-up mit einem fixierenden Puder oder Setting Spray, um die Haltbarkeit zu verlängern und sicher zu gehen, dass alles dort bleibt wo es hingehört. Das sorgt dafür, dass die Konturen den ganzen Tag auf der Convention über an Ort und Stelle bleiben. Auch hier kann ich die Produkte von Kryolan nur wärmstens empfehlen.

Tipps für das perfekte Contouring

Wähle die richtigen Farben

Dunkle Töne sollten ein bis zwei Nuancen dunkler sein als dein Hautton, und die hellen Töne sollten einen kühlen oder neutralen Unterton haben, um die Natürlichkeit zu bewahren. 

Berücksichtige deine Gesichtsform

Jeder Gesichtstyp erfordert unterschiedliche Techniken. Bei rundem Gesicht kann beispielsweise mehr Schatten an den Wangen und entlang der Stirn und Kinnlinie gesetzt werden, während ein ovales Gesicht mehr Definition in den Wangenknochen braucht. 

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Crossplay” findest du hier: category/crossplay

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Von oben, unten oder geradeaus? Die richtige Kamerahöhe und Perspektive für dein Cosplayfoto

Cosplayfotografie ist mehr als nur „auf’s Knöpfchen“ drücken. Ganz gleich, ob du selbst zur Kamera greifst oder vor ihr stehst – dieser Beitrag zeigt dir, wie du mit der richtigen Perspektive noch mehr aus deinen Cosplayfotos herausholen kannst.

Vergiss dabei aber eines nicht: Welche Perspektive dir zusagt ist ganz von deinem persönlichem Geschmack, als auch vom getragenen Cosplay abhängig. Jedes Cosplay wirkt anders. Aber genau das macht die Cosplayfotografie auch so spannend!

Kamerahöhe – So kann sie aussehen

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht auf welcher Höhe du dein Foto schießt? Damit meine ich noch nicht einmal den Winkel, sondern einfach nur wie hoch du deine Kamera hältst. Wusstest du, dass es durchaus einen Unterschied macht auf welcher Höhe du die Kamera hältst wenn du dein Foto machst?

Ich zeig dir mit ein paar Beispielen, wie sehr sich ein Cosplayfoto allein dadurch verändern kann.

Die Fotos für diesen Beitrag habe ich bewusst dezent bearbeitet und nicht mit Photoshop manipuliert, um dir möglichst ungefiltert zu zeigen, welchen Effekt Kamerahöhe und Perspektive haben können.

Wie du siehst verändert sich das Foto je nach Höhe stark. Fotografierst du von oben oder von unten, dann musst du natürlich auch die Kamera entsprechend anwinkeln. Je extremer die Höhe (und damit auch der Winkel), desto extremer der Effekt.

Wird „mittig“ zum Cosplayer fotografiert, dann kannst du dich beispielsweise zwischen „auf Augenhöhe“ und „auf Höhe der Körpermitte“ entscheiden. Beide Varianten haben ihren Charme. Manchmal ist der Unterschied zwischen den Möglichkeiten subtil, je nachdem wie sehr du in der Höhe variierst.

Letztendlich gibt es kein Richtig und kein Falsch. Teste deine Optionen und finde die Höhe, die dir am besten gefällt und dem Cosplay(er) am meisten schmeichelt.

Die Perspektive macht’s

Wenn ich in meinen Workshops oder Büchern über Posing spreche, dann spreche ich auch über Winkel und Perspektiven. Wie gut eine Pose funktioniert, hängt letztendlich nämlich auch von der Kameraperspektive ab. So wie das Model selbst auch, haben die Designs der Cosplays eine Schokoladenseite. Achte bei der Wahl des Winkels auch auf das Design des Cosplays.

Jede Pose wirkt je nach gewählter Perspektive unterschiedlich. Ebenso wie die Kamerahöhe, trägt der Kamerawinkel, als auch der Bildausschnitt zum Endergebnis bei. Funktioniert eine Pose nicht oder wirkt sie etwas lasch, kann es helfen, die Perspektive zu wechseln.

Trau dich und spiel mit Perspektiven, um spannende Cosplayfotos zu kreieren und eine Geschichte zu erzählen. Kreative Blickwinkel verleihen Cosplayfotos Tiefe und ziehen den Betrachter in ihren Bann – besonders dann, wenn du gezielt mit Tiefenschärfe arbeitest.

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Posing & Fotografie” findest du hier: 
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All About Cosplay 060 – Cosplay Convention Regeln

Du hast es dir gewünscht, also sprechen wir über Regeln auf Conventions für Cosplayer! Warum? Vielleicht bist du noch nicht so lange dabei oder hattest bisher nicht auf dem Schirm, dass für Cosplayer auf Conventions durchaus bestimmte Regeln gelten.

Welche Regeln das sind und inwiefern sie für das Miteinander sinnvoll sind, besprechen Philipp und ich am Beispiel der Regeln der Manga-Comic-Con (Buchmesse Leipzig) und der DoKomi.


Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
All About Cosplay 056 – One Hit Wonder Cosplay Contest
All About Cosplay 050 – Cosplay Conventions 2.0

Lese-Tipp: Dein ultimativer Convention Guide – Tipps & Tricks

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Bodyforming & Crossplay: Die besten Tricks für eine feminine Figur

Bodyforming ist der Prozess, den Körper optisch zu verändern oder zu modellieren, um bestimmte Formen, Linien und Silhouetten zu betonen. Dieser Prozess kann mit Hilfe von speziellen Kleidungsstücken, Accessoires oder sogar Make-up erfolgen. Ziel ist es, ein Idealbild von Körperformen zu kreieren, das oft übertreibend und stilisiert ist – sei es eine extrem betonte Sanduhrform, ein massiver Oberkörper oder eine schmale Taille. 

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Bodyforming ist ein essentieller Bestandteil des Crossplays. Während wir Herren der Schöpfung meist einem Cornetto gleichen (breite Schultern, schmale Hüfte), wollen wir nun mittels Bodyforming eine feminine Sanduhr-Figur erreichen (schmale Taille, breite Hüften). Dies kann auf verschiedene Weisen umgesetzt werden, von der Verwendung von Korsetts bis hin zu Padding. 

Die wichtigsten Techniken des Bodyforming

Korsetts und Mieder

Korsetts sind eines der wichtigsten Werkzeuge im Bodyforming. Sie helfen dabei, die Taille zu verschmälern und eine dramatische Sanduhrfigur zu schaffen, die bei vielen Crossplays sehr begehrt ist.  Für eine schmalere Taille kann u.a. ein Unterbrustkorsett verwendet werden, um diese noch dünner wirken zu lassen als sie in Wirklichkeit ist. Bitte achtet hier darauf euch nur bis zum erträglichen Maß einzuschnüren und übertreibt es nicht. Es heißt zwar, wer schön sein will muss leiden, aber bitte alles mit Maß und Ziel! 

Polsterung (Padding)

Die Polsterung (Padding) ist eine Technik, bei der zusätzliche Materialien wie Schaumstoff, oder Silikon verwendet werden, um bestimmte Körperpartien wie Hüften, Brüste oder das Gesäß hervorzuheben. Zum Thema Fake Boobies erfährt ihr mehr im Beitrag „Brust raus – Fake Boobies für dein Cosplay“. Hüftpads können entweder selbst aus Schaumstoff gebastelt werden (hierzu findet ihr einige Tutorials auf YouTube) oder schon fertig online bestellt werden. Besonders wichtig für eine ebenmäßige Figur ist es, diese mittels Shapewear noch richtig in Form zu bringen und zu glätten. 

Shapewear

Shapewear ist eine Art von Figur formender Unterwäsche, die dazu verwendet wird, die Körperlinie zu glätten und eine gleichmäßige Silhouette zu erzeugen. Sie wird oft unter den Kostümen getragen, um die Form des Körpers zu perfektionieren.  Shapewear kann dabei helfen, den Körper optisch zu straffen, und sorgt dafür, dass Polsterungen gut an unserem Körper sitzen und nicht verrutschen. Bei etwas gewagteren Outfits empfiehlt es sich auch eine blickdichte Strumpfhose im jeweiligen Hautton zu tragen, um die Hüftpolsterungen besser zu kaschieren. 

Weitere Tipps zum Bodyforming

Wig-Stacking – Mehr ist mehr 

Auch die richtige Wahl der Perücke ist ein wesentlicher Bestandteil des Bodyformings. Eine voluminöse Perücke lässt das Gesicht sowie evtl. breitere Schultern schmäler wirken. Sollte die gewählte Wig nicht genügend Haar aufweisen, kann schon leicht Abhilfe geschaffen werden, in dem ihr zwei Perücken miteinander verbindet.  Diese Technik nennt sich Wig-Stacking. Durch das Zusammenführen zweier Wigs, diese könnt ihr annähen oder auch mit Kabelbindern verbinden, erhaltet ihr automatisch mehr Volumen. Auch das Füllen mit Füllmaterial der zweiten, oben aufliegenden, Wig sorgt für mehr Höhe und Volumen. 

Körperhaltung und Körperspannung 

Um euere neu geformte Silhouette auch perfekt in Szene zu setzen, bzw. noch besser zu betonen, gibt es auch noch weitere Tipps und Tricks beim Posing. Während das Korsett eure Taille schmälert, unterstützt es euch auch bei der Körperhaltung. Wer schon mal in einem Korsett eingeschnürt war, weiß wie sehr dies zu einer aufrechten Körperhaltung beitragen kann. 

Ihr könnt jedoch mit Körperspannung noch besser auf eure neuen Kurven hinweisen. Im Blogbeitrag „Der ultimative Posing-Tipp: Körperhaltung & Körperspannung“ von SajaLyn erhaltet ihr viele hilfreiche Tipps dazu. 

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Crossplay” findest du hier: category/crossplay

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All About Cosplay 059 – Plotter

Während Philipp und ich uns in dieser Episode uneinig darüber sind, wie wir sie strukturieren (es wird etwas chaotisch), sind wir felsenfest davon überzeugt: Plotter sind cool!

Was aber sind Plotter eigentlich und inwiefern sind sie für Cosplayer interessant? Diesen Fragen gehen wir auf den Grund.


Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:

All About Cosplay 053 – Mit Cosplay anfangen: Der Einstieg ins Hobby
All About Cosplay 051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
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Von der Maus zum Stift – Mein Tipp: Fotobearbeitung mit Grafiktablet

[Werbung] Lass uns über Fotobearbeitung sprechen! In den Podcast Episoden 047 und 048 von All About Cosplay, welche letzten Sommer erschienen sind, habe ich mit Philipp ausführlich über Photoshop und Lightroom gesprochen. Unter anderem auch darüber, dass Grafiktablets bei der Bildbearbeitung eine große Erleichterung sein können.

Ich selbst bearbeite seit Jahren meine Cosplayfotos mit einem Grafiktablet. Bisher habe ich dabei mit einem Tablet ohne Display gearbeitet. Das Grafiktablett ohne Display ersetzt im Prinzip lediglich die Maus: Du arbeitest mit dem Stift auf dem Tablet und siehst die Auswirkungen deiner Eingaben direkt auf dem Monitor. Gerade zu Beginn kann das verwirrend sein. Wer schon einmal mit einem Grafiktablet ohne Display gearbeitet hat, weiß vielleicht, dass es manchmal den Flow unterbricht, wenn das Tablet nicht im richtigen Winkel zum Bildschirm liegt.

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Statt mühsam Pinselstriche mit der Maus ziehen zu müssen, ist der Stift des Grafiktablets eine große Hilfe. Viele Tablets sind druckempfindlich, sodass die Fotobearbeitung zu Beginn zwar erst einmal gewöhnungsbedürftig ist, aber dann die Bearbeitung enorm erleichtert. Besonders deshalb, weil damit in der Regel ein flüssiges und gezieltes Arbeiten möglich ist.

Artist Pro 16 (Gen 2) – Grafiktablet mit Display

Jeder, der sich jahrelang einem Hobby widmet, kennt es: Irgendwann kommt die Zeit für ein Upgrade! Während ich mit meinem alten Grafiktablet an sich zufrieden war, keimte in mir der Wunsch endlich ein Grafiktablet mit Display (Pen Display / Grafikdisplay) auszuprobieren. Ich hatte die Hoffnung, dass besonders Details sich damit noch gezielter bearbeiten lassen. Also habe ich mich informiert, um ein passendes Grafiktablet mit Display für mich zu finden. Letztendlich fiel mir dabei XPPen ins Auge.

XPPen ist in der Künstler- als auch in der Cosplayszene sehr engagiert. Daher freue ich mich sehr über die Kooperation und dass mir das Artist Pro 16 (Gen2) Drawing Display zur Verfügung gestellt wurde. Das Timing war perfekt, denn so konnte ich gleich die neuen Fotos von meinem Prinzessin Peach Cosplay auf dem Display bearbeiten!

Bevor es losgeht

Im Netz hatte ich bereits gelesen, dass es je nach PC notwendig sein könnte, zusätzlich die Stromversorgung (via 3-In-1-Kabel) anzuschließen. In meinem Fall (Ich selbst arbeite mit einem MacBook Pro (M1)) ist tatsächlich die direkte Verbindung via USB-C-Kabel absolut ausreichend und stabil.

Bevor man das Grafiktablet nun vollwertig nutzen kann, sollte man auch noch den entsprechenden Treiber herunterladen und installieren. So stellst du sicher, dass dein Computer das Grafikdisplay korrekt erkennt und du es vollumfänglich nutzen kannst. Durch die Installation des Treibers ist es dir nun auch möglich das Displaytablet zu konfigurieren und möglichst farbecht auf deinen Computerbildschirm abzustimmen.

Ich selbst bin zwar technikaffin, kenne mich aber nicht im Detail aus. Deshalb habe ich zur Konfiguration KI zur Hilfe genommen und ChatGPT bzgl. der Einstellungen befragt. Natürlich kannst du auch einige Einstellungen bzgl. der Bildschirmdarstellung austesten. Es gibt allerdings doch einige Optionen und da ich wissen wollte, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, habe ich KI zu Rate zu gezogen. Die Anpassungen des Bildschirms waren entsprechend schnell und unkompliziert abgeschlossen. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, dass die farbliche Darstellung etwa 95-99% mit meinem Computerbildschirm übereinstimmt.

Anschließend habe ich direkt mit der Fotobearbeitung begonnen. Nach und nach habe ich die Tastenbelegung der kabellosen Shortcut-Fernbedienung auf meine Bedürfnisse angepasst und auch die zwei Tasten des Stifts entsprechend belegt. Ich selbst nutze das Grafikdisplay in den Einstellungen meines Computers als Zweitdisplay. So habe ich die Möglichkeit auf dem Computerbildschirm Referenzbilder anzeigen zu lassen oder nebenher eine Serie zu schauen.

Fotobearbeitung mit dem Grafikdisplay

Wenn du mit dem Grafikdisplay arbeitest, hast du die Möglichkeit es flach liegend oder schräg aufgestellt zu nutzen. Auf der Unterseite des Tablets findest du zwei ausklappbare Füße, um das Grafikdisplay aufzurichten. Ich selbst bevorzuge das Tablet stehend. So oder so hat das Grafiktablet aufgrund der Gummierung einen stabilen Stand und rutscht beim Arbeiten auch nicht. Etwas Platz solltest du allerdings mitbringen, denn das Grafikdisplays ist mit etwa 29 cm X 40,5 cm recht groß.

Der mitgelieferte Zeichenhandschuh ist angenehm zu tragen und sorgt dafür, dass du bei der Bearbeitung mit der Hand geschmeidig über das Display gleiten kannst. Für mich eine unerwartet angenehme Ergänzung. Der Stift selbst liegt gut in der Hand. Eine Verzögerung konnte ich nicht feststellen.

Am unteren Rand des Displays gibt leicht abfallende Handballenauflage, sodass die Hand beim Arbeiten angenehm aufliegen kann. Nach einiger Zeit verkrampfe ich etwas, weshalb ich nicht pausenlos bearbeiten kann. Das ist sicherlich die fehlende Gewohnheit, besonders durch die neue Handhaltung während der Bearbeitung auf dem stehenden Display.

Besonders begeistert hat mich das kleine externe Keyboard, also die Shortcut-Fernbedienung. Du verbindest sie via Bluetooth mit dem Computer, der Empfänger wird als kleiner USB-Stick (im Stift-Etui) mitgeliefert, und kannst sie deshalb flexibel positionieren, sodass es für dich am bequemsten ist. Unter anderem habe ich die Tasten mit den Standardtasten, wie Leertaste, Comand, Option, Control usw., aber auch ein paar der Funktionstasten (F), belegt. Die Funktionstasten habe ich in Photoshop als Shortcuts für Aktionen hinterlegt. So kann ich diese leichter erreichen. Das Drehrad nutze ich für Zoom, da ich bei der Fotobearbeitung häufig den Bildausschnitt ändere.

Wie fühlt es sich an?

Die Fotobearbeitung ist für mich durch das Artist Pro 16 (Gen 2) von XPPen noch intuitiver geworden. Dank des Grafikdisplays kann ich Highlights gezielter setzen und die Areale für Dodge & Burn genauer ansteuern. Ich habe das Gefühl nun direkt in das Bild einzutauschen und nicht mehr indirekt nebenan zu bearbeiten.

Für mich persönlich ist das Artist Pro 16 (Gen2) das lang ersehnte Upgrade, welches nicht nur meinem Wunsch nach einem neuen Tool nachkommt, sondern auch echten Mehrwert liefert. Ein Grafiktablet ist bei der Fotobearbeitung ein echter Gamechanger.

Hast du noch kein Grafiktablet kann der Einstieg mit einem einfachen (ohne Display) erste wertvolle Erfahrungen liefern, bevor du in ein großes mit Display investierst. Besonders dann, wenn du dir noch unsicher bist. Es gibt tolle Modelle, wie etwa das Deco Pro von XPPen, welches du bereits für kleines Geld bekommst.

Grafiktablets sind übrigens nicht nur für die Fotobearbeitung ein fantastisches Werkzeug, sondern auch für alle Künstler, die sich in der Digital Art austoben (wollen).

Technische Informationen – Artist Pro 16 (Gen 2) von XPPen

Und für die Techniker unter uns, gibt es hier noch ein paar relevante Infos:

  • Druckempfindlichkeit: 16.384 Druckstufen mit Neigungserkennung (bis zu 60 Grad)
  • Auflösung: 2.560 x 1.600 Pixel (16:10 / 16 Zoll)
  • Farbraumabdeckung: 99 % sRGB, 97 % Adobe RGB, 99 % DCI-P3
  • Druckunempfindliches mattes Glas (keine Bildschirmfolie)
  • Anschlüsse: 2x USB-C (3-in-1-Kabel als optionales Zubehör bestellbar)
  • Tasten an kabelloser Shortcut-Fernbedienung (auch einzeln bestellbar)

Hier geht’s zum XPPen Artist Pro 16 (Gen 2)
Spare 15% mit dem Code SajaLyn15

Lieferumfang – Artist Pro 16 (Gen 2) von XPPen

Außerdem ist unter anderem folgendes im Paket enthalten:

  • Stift-Display
  • X3 Pro Stift im Stift-Etui (inkl. 8 Stiftspitzen)
  • Kabellose Shortcut-Fernbedienung
  • USB-C auf USB-C-Kabel
  • USB-A auf USB-C-Kabel
  • Verlängerungskabel
  • Netzadapter und Kabel
  • Stromkabel
  • Zeichenhandschuh
  • Reinigungstuch

Weitere Beiträge passend zum Thema findest du hier: /category/posing-fotografie

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
All About Cosplay 047 – Fotobearbeitung Teil 1 – Lightroom
All About Cosplay 048 – Fotobearbeitung Teil 2 – Photoshop

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Diese Bücher habe ich geschrieben:
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Die Schattenseiten der Cosplay-Community: Wenn Streitigkeiten in die Öffentlichkeit gezerrt werden 

Die Cosplay-Community ist ein Ort der Kreativität, der Begeisterung und des Zusammenhalts. Doch wie in jeder sozialen Gruppe gibt es auch hier Konflikte. Leider werden Streitigkeiten in der Szene oft nicht privat geklärt, sondern öffentlich ausgetragen. Besonders problematisch wird es, wenn Chatverläufe als Screenshots in Storys oder Posts geteilt werden und dadurch eine Art digitale Hexenjagd entsteht.

Die Folgen sind dramatisch: Betroffene sehen sich nicht nur mit Hassnachrichten, sondern in extremen Fällen sogar mit Todesdrohungen konfrontiert. Dieser Beitrag soll aufzeigen, warum dieses Verhalten schädlich ist, welche Konsequenzen es für alle Beteiligten hat und welche Alternativen es gibt, um Konflikte fair und respektvoll zu lösen. 

Dieser Gastbeitrag wurde von cosplay.revolution geschrieben. Du kennst cosplay.revolution noch nicht?
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Warum ist es problematisch, Streitigkeiten öffentlich zu machen? 

1. Eskalation statt Lösung 

Wenn ein Streit öffentlich gemacht wird, stehen Emotionen oft im Vordergrund. Anstatt nach einer friedlichen Lösung zu suchen, fühlt sich mindestens eine Partei dazu gezwungen, sich zu verteidigen. Dies führt meist dazu, dass die Situation weiter eskaliert, weil Freunde und Anhänger sich auf die Seite einer der beteiligten Personen stellen und die Diskussion anheizen. 

2. Fehlender Kontext

Screenshots von Chatverläufen zeigen oft nur einen Teil der Geschichte. Nachrichten können aus dem Zusammenhang gerissen werden, was zu Missverständnissen führt, oder gezielt manipuliert werden, um eine bestimmte Darstellung zu unterstützen. Die Öffentlichkeit sieht nur das, was gezeigt wird, und kann sich daher keine vollständige Meinung bilden. 

3. Rufschädigung und langfristige Konsequenzen 

Das Internet vergisst nie. Wer einmal in einen öffentlichen Streit verwickelt war, kann noch Jahre später darunter leiden. Arbeitgeber, Freunde oder künftige Kooperationspartner können auf diese Vorfälle stoßen und falsche Schlüsse ziehen. Ein Moment der Wut oder der Fehlkommunikation kann somit langfristige Folgen haben. 

Foto: kevinrzk

Welche Konsequenzen hat dieses Verhalten für alle Beteiligten? 

Nicht nur die direkt betroffenen Personen leiden unter öffentlichen Streits – auch die gesamte Community wird dadurch negativ beeinflusst: 

  • Betroffene: Erleiden oft schwere psychische Schäden, müssen mit Hass und Mobbing umgehen und können ihren guten Ruf dauerhaft verlieren. 

  • Veröffentlichende Person: Macht sich selbst angreifbar, da sich die Situation auch gegen sie wenden kann. Zudem kann das eigene Verhalten als toxisch wahrgenommen werden und den eigenen Ruf schädigen.
  • Community: Wird durch Drama und Negativität gespalten, wodurch der eigentlich positive und kreative Kern der Szene leidet. 

Was kann man stattdessen tun?

  • Direkte Kommunikation: Anstatt sofort die Öffentlichkeit einzubeziehen, sollte der direkte Dialog gesucht werden. Ein klärendes Gespräch – sei es schriftlich oder persönlich – kann viele Missverständnisse aus dem Weg räumen und eine Eskalation verhindern. 

  • Streitschlichter: Wenn ein Streit nicht allein gelöst werden kann, kann eine neutrale dritte Person vermitteln. Dies könnte eine gemeinsame Freundin oder eine andere Vertrauensperson sein, die die Situation objektiv betrachtet.

  • Abstand: Manchmal ist es besser, sich aus einem Konflikt herauszuhalten und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Ein paar Tage Abstand können helfen, die Situation mit kühlerem Kopf zu betrachten und eine vernünftige Entscheidung zu treffen. 

  • Respektvoller Umgang: Auch wenn eine Einigung nicht möglich ist, sollte man sich respektvoll voneinander trennen. Öffentliche Bloßstellungen und Hetze sind nicht der richtige Weg, um mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen. 

  • Unterstützung für Betroffene: Falls man sieht, dass jemand Zielscheibe eines öffentlichen Angriffs wird, kann man helfen, indem man sich gegen Hasskommentare stellt oder der betroffenen Person direkt Unterstützung anbietet. 

Fazit

Die Cosplay-Community lebt von Kreativität, Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Öffentlich ausgetragene Streitigkeiten schaden nicht nur den direkt Beteiligten, sondern auch der gesamten Szene. Jeder sollte sich bewusst machen, dass das Veröffentlichen von Chatverläufen schwere (rechtliche) Konsequenzen haben kann. Stattdessen sollten wir alle daran arbeiten, respektvoller miteinander umzugehen und Konflikte auf eine reife, faire und private Weise zu klären. 

Lasst uns die Cosplay-Szene zu dem machen, was sie sein sollte: Ein Ort der Kreativität, des Spaßes und des Zusammenhalts. #CosplayRevolution 

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Let’s Talk” findest du hier: 
category/just-cosplay/

Zum Anhören:
All About Cosplay 032 – Das richtige Mindset
All About Cosplay 033 – Kritik im Hobby
All About Cosplay 036 – Social Media & Frust

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

All About Cosplay 058 – Fehler und Rückschläge im Cosplay

Jeder spricht gerne über seine Erfolge, Ziele oder Wünsche. Aber wenn es dann über negativee Erfahrungen geht, über Fehler, die man gemacht hat oder Rückschläge, die man erlitten hat, dann wird es plötzlich still. In dieser Episode habe ich mich mit Mina aka Eden Craft zusammengetan und genau darüber gesprochen.

Mehr zu Eden Craft findest du hier:
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Zum Blog

Außerdem plaudern wir etwas aus dem Nähkästchen und sprechen darüber wie sich die Szene in bestimmten Bereichen entwickelt hat. Ganz nach dem Motto: Aus Fehlern lernt man!

Diese Podcast Episoden von All About Cosplay sind bestimmt ebenfalls für dich interessant:
034 – Eine Reise durch die Zeit
037 – Persönliche Entwicklung im Cosplay
038 – Cosplay-Shops Früher und Heute – Eine Entwicklung
039 – Zeitgeist
044 – Geld verdienen als Cosplayer

Mein Buch zum Thema: Geld verdienen als Cosplayer

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Luft raus? So hast du wieder mehr Spaß am Cosplayen!

Manchmal kommt eine Zeit, in der fehlt einem einfach die Motivation für’s Hobby. Man kann sich nicht so recht aufraffen oder ist sogar frustriert. Zu Schulzeiten würde man sagen: „Ich brauche dringend Ferien!“ oder als Arbeitnehmer eben Urlaub.

Es ist ganz normal, dass es Phasen gibt, in denen man hoch motiviert und mit viel Elan an die Sache geht und Phasen, in denen es eben nicht so ist. Ich glaube sogar, es geht jedem einmal so. Aber was kannst du tun, wenn es dich trifft? Wenn du das Gefühl hast, das Hobby füllt dich (im Moment) nicht mehr aus und deine Projekte nerven dich mehr, als dass sie dich begeistern.

Gönn dir eine Pause

Natürlich kannst du dich sofort hinsetzen und zu versuchen zu analysieren, wo denn gerade das Problem liegt. Oder du machst einfach mal eine Pause.

Einige Probleme lassen sich ganz leicht lösen, in dem man einfach mal abwartet und nichts tut. Anstatt an das liegen gebliebene Projekt Energien zu verschwenden und sich zu denken „Ich müsste eigentlich“, musst du einfach mal nicht. Das Projekt läuft dir ja sowieso nicht davon, oder?

Nimm dir die Zeit und konzentriere dich auf andere Dinge, die dir Freude bereiten. Andere Hobbys, häkeln, zeichnen, Brettspiele spielen, zocken, ins Kino gehen, lesen oder Ausflüge machen.

Was machst du denn außer Cosplay denn sonst noch gerne? Gibt es vielleicht etwas, das du gerne ausprobieren möchtest?

Lese Tipp: Auf der Suche nach Motivation…

Ende Sommer letzten Jahres ging es mir so, dass ich einfach mal was anderes machen musste. Da kam es mir gerade Recht, dass ich endlich ins Disney Trading Card Game Lorcana aktiv einsteigen konnte. Ich habe viele Stunden damit verbracht Decks zu erstellen, meine Karten zu sortieren und zu archivieren und habe auch bei dem ein oder anderen Turnier mitgemacht. Nun sind meine Batterien wieder aufgefüllt und ich habe ein tolles Hobby sowie neue Bekanntschaften hinzugewonnen.

Was bereitet dir Freude am Cosplayen?

Auch wenn du gerade keine Auszeit vom Hobby benötigst, so ist es auf jeden Fall eine gute Idee, sich immer wieder zu überlegen, was dir daran Freude bereitet. Cosplay ist ein unglaublich vielschichtiges Hobby, welches viele kreative Aspekte vereint, sodass jeder Cosplayer seinen ganz eigenen Fokus hat.

Gerade deshalb ist es umso wichtiger sich genau auf diese Aspekte zu fokussieren. Nähst du gerne Ballkleider? Sind Rüstungen aus Foam oder Worbla dein Ding? Oder liebst du es einfach mit Make-up zu spielen, in die Rollen deiner Lieblingscharaktere zu schlüpfen und lustige Videos aufzunehmen?

Für mich ist Cosplay meine Lieblingscharaktere einmal fotografisch in Szene zu setzen. Zu sehen wie ich mich optisch verwandle, aber dennoch irgendwie ich selbst bleibe bereitet mir Freude. Mit der Kamera zu spielen, davor zu posen und anschließend die Fotos selbst zu bearbeiten, zu veröffentlichen und am Ende des Jahres in einem Fotobuch zu verewigen ist jedes Mal einfach wieder toll.

Tu es nicht für andere

Kennst du das? Deine Freunde cosplayen aus einem bestimmten Fandom und dich begeistern ihre Cosplays so sehr, dass du gerne ein Teil davon wärst? Du hast so viel Spaß mit deinem Cosplaypartner, dass du ihn unbedingt mit dem passenden Cosplay zu seinem überraschen möchtest?

In meiner Laufbahn als Cosplayer habe ich nicht nur Cosplays für mich selbst umgesetzt, sondern auch den ein oder anderen Charakter, weil ich jemanden eine Freude machen wollte oder unbedingt an der Begeisterung des anderen Teil haben wollte. Das kann kurzfristig auch super viel Spaß machen, langfristig kann es dich allerdings frustrieren.

Wenn du einen Charakter für deine Freunde cosplayst, dann tu das bitte nur, wenn du es auch wirklich willst. Wenn du es dann tust, kannst und solltest du dich nicht bei deinen Freunden beschweren, wenn es dich irgendwann frustriert.

Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen, überwiegend die Projekte zu machen, die dir persönlich wichtig sind und dich von dir aus begeistern.

Lass die Leute reden, das haben die immer schon gemacht

In Zeiten von Social Media bekommen wir viel öfter die Meinung anderer Leute zu hören, als uns eigentlich lieb ist. Ganz nach dem Motto „es ist öffentlich, also musst du auch damit rechnen“. Tatsächlich kann man relativ wenig dagegen tun, wenn jemand überzeugt davon ist, dir seine Meinung aufzudrücken. Was du mit dieser machst, liegt allerdings in deiner Hand.

Cosplay ist Geschmacksache und so sind viele lieb gemeinten Kommentare oder Kritiken, egal ob konstruktiv oder nicht, oft auch genau das: persönliche Meinung, weil Geschmacksache.

Lese Tipp: Du wirst nicht besser, wenn du die Kritik anderer nicht annimmst! Oder?

Hör auf deine innere Stimme. Was gefällt dir? Warum hast du dich wie entschieden und würdest du es wieder so tun? Häufig weiß man bereits beim Veröffentlichen der Fotos oder beim Tragen des Cosplays auf der Con, was man beim nächsten Mal vielleicht anders machen würde oder worauf man besonders Stolz ist.

Am Ende des Tages zählt nämlich nur eins: Du musst dich in deinem Cosplay wohlfühlen!

Der Hype Train fährt immer schneller

Ein lang erwartetes Spiel erscheint endlich oder ein neuer Anime lässt unerwartet alle Herzen höher schlagen und plötzlich sprießen die Cosplays zum Fandom nur so wie Unkraut aus dem Boden. Man kann’s verstehen!

Lese Tipp: Hype-Cosplays – Hot or not?!

Hypes gab es im Prinzip schon immer, auch wenn sie heute nicht mehr so langlebig sind, wie früher. Hypes sind weder etwas gutes noch etwas schlechtes, sie sind einfach.

Manche Cosplayer lassen sich durchaus mal von Hypes mitreißen und cosplayen dadurch eventuell einen Charakter, den sie sonst nicht gemacht hätten. Andere Cosplayer meiden Hypes und cosplayen aus Prinzip nichts aus dem Fandom. Egal welcher Typ du bist, am Ende kommt es nur auf eines an: Does it spark joy?

Bereitet es dir Freude, gerade aus diesem Fandom zu cosplayen und vielleicht das aktuelle Projekt deshalb liegen zu lassen? Fühlst du dich gezwungen Teil des Hypes zu sein oder hast du vielleicht einfach nur Angst, dass sich später keiner mehr für dein Cosplay interessiert? Verzichtest du nur aufgrund des Hypes auf das Cosplay, obwohl du wirklich Lust darauf hättest?

Welcher Charakter ist als nächstes dran?

Da wir eigentlich schon beim Thema sind, bleiben wir auch dabei. Denn direkt anknüpfend an die Frage, ob du den Hype-Charakter nun wirklich cosplayen solltest oder nicht, ist es keine schlechte Idee, die eigene Cosplayliste regelmäßig zu überdenken.

Sind alle Charaktere auf deiner Wunschliste denn noch aktuell oder ist auch hier die Luft raus? Gibt es Charaktere, die du eigentlich erst viel später machen wolltest, aber jetzt große Lust hast zu machen? Vielleicht hast du auch gerade überhaupt keine Lust auf irgendeinen dieser Charaktere.

Trau dich und löse dich von alten Projekten, besonders wenn sie dich hemmen. Hab keine Angst auch angefangene Projekte erst einmal zur Seite zu legen oder an andere Cosplayer weiterzugeben, wenn sie nur ungeliebt im Karton liegen.

Gibt es stattdessen etwas, das du schon immer einmal machen wolltest? Das muss auch kein vollständiges Kostüm sein. Geh in dich und finde das, was dich begeistert, reizt und neugierig macht.

Egal was du tust, ein Hobby sollte dir nicht dauerhaft ein schlechtes Gefühl vermitteln. Es sollte vielmehr ein Quell der Freude sein. Zeit, die dir hilft, dich von den stressigen Dingen des Alltags zu lösen.

Weitere Beiträge aus der Kategorie “Let’s Talk” findest du hier: 
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Zum Anhören:
All About Cosplay 033 – Kritik im Hobby
All About Cosplay 037 – Persönliche Entwicklung im Cosplay

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All About Cosplay 057 – Dein Einstieg in die Cosplayfotografie

Hast du mit dem Gedanken gespielt einmal selbst als Fotograf Cosplays in Szene zu setzen? Dich juckt es in den Fingern, aber du weißt nicht wo du anfangen sollst?

Roland aka lichtbogen_cosplay gibt dir praktische Tipps, wie du den Einstieg in die Cosplayfotografie meisterst. Wir verraten dir außerdem, worauf es bei dieser Art der Fotografie ankommt und wie du dich schnell weiterentwickeln kannst.

Tipp: Schau doch gerne mal beim Podcast der Cosplay Legacy vorbei, um von anderen Fotografen zu lernen.

Interessante Blogeinträge zum Thema kannst du hier entdecken: category/posing-fotografie

Passende Episoden zum Thema:
024 Häufige Fehler in der Cosplay-Fotografie
047 – Fotobearbeitung Teil 1 – Lightroom
048 – Fotobearbeitung Teil 2 – Photoshop
049 – Selbstwahrnehmung und Fotobearbeitung

Lese-Tipp: Polyester Pictures – Shooting Tipps für Conventions

Nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

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Nähmaschinen für Cosplayer: Empfehlungen für Einsteiger und Fortgeschrittene

[Werbung] Ich wurde über die Jahre hinweg häufiger gefragt, welche Nähmaschinen ich für Cosplayer empfehlen kann. Meistens konnte ich hierzu wenig Angaben machen und konnte mich ausschließlich auf meine eigenen Maschinen berufen. Da die Frage aber wirklich regelmäßig auftaucht und Nähmaschinen einfach ein zentrales Thema für uns Cosplayer sind, habe ich Kontakt zum Nähmaschinenhändler meines Vertrauens aufgenommen. Gemeinsam mit dem Team von nähPark möchte ich dir in diesem Beitrag einige Nähmaschinen in drei Preiskategorien vorstellen.

Deine erste Nähmaschine

Beginnen wir doch mit einem Einsteigermodell! Geht es dir so wie mir, dann bist du, bevor du mit dem Cosplayen begonnen hast, noch nicht wirklich an einer Nähmaschine gesessen. Sich aus dem Nichts für ein Modell zu entscheiden ist wirklich schwierig. Deshalb wird es zu Beginn nicht selten die alte Maschine von Mama oder das günstige Angebot aus dem Discounter.

Ich selbst habe mit einem billigen Modell aus dem Discounter begonnen und war ehrlich gesagt nicht wirklich zufrieden damit. Da ich aber keinerlei Näherfahrung und auch keinen Vergleich mit anderen Maschinen hatte, war das damals meine beste Option.

Damit es dir besser ergeht, habe ich gemeinsam mit Tanja und Petra vom nähPark gute Einsteigermodelle unter 400€ ausgesucht. Selbstverständlich haben wir dabei nicht nur den Preis, sondern auch die Qualität und Funktionalität bedacht.

Tipp: Keine Sorge, du musst die Katze nicht im Sack kaufen. Bei nähPark darfst du viele Maschinen bis zu 60 Tage testen. Anschließend entscheidest du, ob du sie behältst oder doch kostenfrei zurückschickst.

Brother XN-2500

Fangen wir doch mit einem günstigen Modell an, das du sogar für unter 200€ bekommen kannst. Die Brother XN-2500 ist eine Nähmaschine, die dich gut durch deine Anfangszeit als kreativer Cosplayer bringt. Über das mechanisch einstellbare Wählrad kannst du dir aus 25 Stichen den passenden aussuchen. In der Auswahl sind 18 Nutzstiche, beispielsweise für das Arbeiten mit elastischen Stoffen, als auch 6 dekorative Stiche enthalten. Unter anderem sind dabei: Geradstiche, Zick-Zack, Elastikstiche, Blindstich und auch Stiche zum Abschließen von Säumen. Die Nadel kann dabei zwischen zwei Positionen, mittig oder links, gewechselt werden. Auch das Nähen mit einer Zwillingsnadel ist möglich.

Knöpfe annähen und Knopflöcher anbringen kannst du mit der Brother XN-2500 problemlos. Die Stichlänge und die Oberfadenspannung sind einstellbar und können somit auf dein Nähprojekt abgestimmt werden. Der Nähfußdruck und die Stichbreite sind allerdings nicht einstellbar. Im Lieferumfang sind unter anderem der Standardnähfuß, ein Knopfannähfuß, ein Reißverschlussfuß und ein Knopflochfuß enthalten.

Juki HZL-353ZR

Weiter geht es mit der Juki HZL-35ZR, die mit 300 € bis 400€, etwas teurer ist. Diese einsteigerfreundliche Nähmaschine kommt mit 21 Nähprogrammen, inklusive 4 dekorativer Stiche. Auch hier findet sich eine solide Auswahl an Stichen für feste als auch dehnbare Stoffe und für das Abschließen von Säumen. Die Nadelposition kann zwischen mittig und links gewechselt werden. Du möchtest mit einer Zwillingsnadel nähen? Auch das ist kein Problem.

Fadenspannung, Stichbreite und Stichlänge können per Drehregler an deine Bedürfnisse angepasst werden. Der Nähfußdruck ist anpassbar und der Transporteur bei Bedarf versenkbar, sodass du den Stoff frei in alle Richtungen bewegen kannst. Auch das Annähen von Knöpfen und das Gestalten von Knopflöchern ist möglich. Im Lieferumfang sind unter anderem folgende Nähfüße enthalten: Standardnähfuß, Reißverschlussfuß, Knopflochfuß und Knopfannähfuß.

Übrigens hat die Juki HZL-353ZR im November 2024 bei Stiftung Warentest mit der Testnote 2,4 (gut) abgeschnitten und wird vom Hersteller auch als „Die Lern-Nähmaschine“ bezeichnet.

Elastikstiche – ein Tipp

Alle genannten Nähmaschinen haben einen Zick-Zack-Stich, den du zum Nähen für dehnbare Stoffe verwenden kannst, wenn du das möchtest. Auch einige Stiche, die zum Abschließen von Säumen gedacht sind, können für das Zusammennähen von elastischen Stoffen genutzt werden. Möchtest du allerdings häufiger mit dehnbaren Stoffen arbeiten, dann empfiehlt es sich die Augen nach den wichtigsten Elastikstichen offen zu halten.

Tipp: Auf dem nähRatgeber, der Blog von nähPark, kannst du mehr über den Elastikstich erfahren.
Hier geht’s zum Beitrag: Nähstiche: Der Dreifach-Geradstich oder der Dreifachstretchstich

Was ist der verstellbare Nähfußdruck?

Eigentlich verrät es der Name bereits, denn mit dem verstellbaren Nähfußdruck kannst du den Druck einstellen, welcher der Nähfuß auf das zu transportierende Material ausüben soll. Je nach Stoff benötigst du mehr oder weniger Druck, um ihn gleichmäßig zu transportieren. Ist die Naht ungleichmäßig, wellt oder dehnt sich der Stoff oder wird der Stoff generell nicht gut transportiert, dann stimmt der Nähfußdruck nicht.

Tipp: Auf dem nähRatgeber kannst du weitere Infos zum verstellbaren Nähfußdruck nachlesen.
Hier geht’s zum Beitrag: Verstellbarer Nähfußdruck – wozu braucht man das?

Darf’s auch etwas mehr sein?

Bist du bereits etwas erfahrener oder möchtest direkt mit einem umfangreicherem Modell starten, dann ist das überhaupt kein Problem. Auch hier habe ich mit Tanja und Petra vom nähPark gesprochen, um dir nun drei fantastische Modelle vorstellen zu können. Preislich bewegen wir uns bei allen Modellen etwa um 500€ bis 700€.

Alle Nähmaschinen dieser Kategorie sind in ihren Funktionen bereits umfangreicher, aber dabei trotzdem noch übersichtlich, sodass sie auch für Anfänger gut geeignet sind. Standardstiche, für feste als auch für dehnbare Stoffe, dekorative Stiche und Zwillingsnadel sind bei den folgenden Maschinen ebenso enthalten wie bei den beiden Einsteigermaschinen. Das Einstellen der Fadenspannung, der Stichlänge und der Stichbreite sind bei allen folgenden Maschinen möglich.

Tipp: Schon gewusst? Bei nähPark hast du auch die Möglichkeit gebrauchte Maschinen oder Versandrückläufer günstig zu kaufen. Natürlich getestet und mit Garantie.

Smarter by Pfaff 260c

Beginnen wir doch mit der Smarter by Pfaff 260c, die es für rund 500€ zu kaufen gibt und bereits eine computergesteuerte Nähmaschine ist. Sie kommt mit 27 Nähprogrammen und davon sind 15 dekorative Stiche. Die praktische Infotaste zeigt dir übrigens den passenden Nähfuß zum gewählten Stich. Der Nähfußdruck ist verstellbar.

Das Einfädeln wird Dank des integrierten Einfädlers erleichtert. Du musst also nicht mehr manuell das Nadelöhr suchen und den Faden ins Loch fummeln. Das Nähen ist im Übrigen nicht nur per Fußpedal, sondern auch per Start-Stopp-Taste möglich. Wenn du möchtest, kannst du den Faden auch per Tastendruck vernähen und dir das rückwärtige Nähen sparen.

Auch die vertikale Nadelposition (Nadelstopp) ist einstellbar, sodass die Nadel im Stoff bleibt, sobald du mit dem Nähen aufhörst. Des Weiteren ist die Nadelposition seitlich in 25 Stufen positionierbar. Außerdem kann die Smarter Knopflöcher per Knopfloch-Sensorfuß nähen. Möchtest du die Nähgeschwindigkeit steuern, kannst du das über einen Schieberegler tun.

Diese Nähfüße bringt die Smarter by Pfaff 260c mit: Normalnähfuß, Zierstichfuß, Reißverschlussfuß und Einstufen-Knopflochfuß.

Janome 360 DC

Weiter geht’s mit der Computernähmaschine Janome 360 DC, die du um etwa 600€ bekommst. Die Janome bietet dir 59 Nähprogramme, wobei nur 10 für Nutzstiche reserviert sind. Mit 42 dekorativen Stichen kannst du dich auf jeden Fall kreativ austoben. Auch Ösen sind im Nähprogramm enthalten und können ganz leicht genäht werden. Den Nähfußdruck kannst du nach Bedarf einstellen.

Beim Nähen von Knopflöchern bekommst du sogar 7 Varianten angeboten. Auch bei der Janome kannst du die Nähgeschwindigkeit regulieren, per Start-Stopp-Taste nähen, mit Nadelstopp arbeiten oder automatisch vernähen. Den Nähfuß kannst du sogar zweistufig anheben.

Mit dem versenkbaren Mehrsegment-Transporteur ist sogar Freihandquilten oder Nähmalen kein Problem. Im Serienzubehör sind unter anderem ein Zick-Zack-Nähfuß, Kantennähfuß, Reißverschlussfuß, Satinfuß, Blindstichfuß und der Automatik-Knopflochfuß enthalten.

Eine weitere Maschine aus dieser Serie, die Janome 230 DC, war übrigens Testsieger bei Stiftung Warentest im November 2019. Warum ich das erwähne? Bei der 360 DC, handelt es sich prinzipiell um die verbesserte Version der 230 DC. Und wer eine Nähmaschine sucht, die preislich zwischen der ersten und der zweiten Kategorie dieses Beitrags liegt, der sollte sich die Janome 230 DC auf jeden Fall einmal ansehen.

Brother Innov-is A65

Als letzte Nähmaschine dieser Kategorie möchte ich dir die Brother Innov-is A65 , den Testsieger bei Stiftung Warentest 11/2024, vorstellen. Diese Nähmaschine bekommst du je nach Angebot für 600€ bis 680€. Die Brother bietet dir 60 Nähprogramme inklusive 25 dekorativer Stiche und 6 Knopflochvarianten.

Außerdem punktet sie neben ihrer leichten Bedienbarkeit auch mit einem Nadeleinfädler, passender Support App, einem automatischem Fadenabschneider und ihrem versenkbaren Sieben-Punkt-Transporteur. Die Nähgeschwindigkeit kannst du über einen Schieberegler einstellen. Die Nadelposition ist sowohl vertikal (Nadelstopp) einstellbar, als auch horizontal verstellbar.

Leider kommt die Brother Innov-is A65 ohne verstellbareren Nähfußdruck. Möchtest du also dehnbare Stoffe verarbeiten, benötigst du hierzu den Obertransportfuß. Folgende Nähfüße sind bereits im Lieferumfang enthalten: Zickzackfuß „J“, Nähfuß „N“ Überwendlingsfuß „G“, Reißverschlussfuß „I“, Blindstichfuß „R“, Knopfannähfuß „M“ und der Knopflochfuß „A“.

Da geht noch was!

Sicher ist dir bewusst, dass da noch Luft nach oben ist. Nähmaschinen sind wahre Wundermaschinen, die es in diversen Ausführungen gibt. Genau deshalb möchte ich dir in der dritten Kategorie tolle Maschinen aus einer höheren Preiskategorie vorstellen. Nähst du leidenschaftlich gerne und hast dir hohe Ziele gesteckt, dann ist vielleicht eine dieser Maschinen genau die richtige für dich!

Neben den Klassikern wie das Einstellen der Fadenspannung, der Stichlänge, der Stichbreite, der Nadelposition und das Nähen mit einer Zwillingsnadel sind auch bei den nachfolgenden Modellen der Nähfußdruck anpassbar, die Nadelposition vertikal (Nadelstopp) einstellbar und der Transporteur versenkbar. Außerdem sind diese Modelle tendenziell etwas schwerer.

Tipp: Du bist dir unsicher, ob du beim Nähen dabei bleibst? Du hast keine Möglichkeit vorab einmal zu testen, ob das Nähen überhaupt etwas für dich ist? Oder du brauchst für ein spezielles Projekt eine bestimmte Maschine? Dann kannst du eine Nähmaschine mieten!

Brother Innov-is F400

Beginnen wir mit einer weiteren Maschine von Brother aus der Innov-is Serie, der Brother Innov-is F400. Sie war der Testsieger bei Stiftung Warentest 11/2019! Preislich liegt die Maschine unter 860€ und beinhaltet 40 Nähprogramme mit nur 10 dekorativen Stichen, aber 6 Knopflochvarianten und 2 Applikationsstichen. Sie beinhaltet Funktionen wie etwa einen elektronischen Fadenabschneider oder das automatische Vernähen.

Für ein leichtes Einfädeln des Fadens sorgt der integrierte Nadeleinfädler und auch bei dieser Maschine kannst du die Nähgeschwindigkeit einstellen oder per Start-Stopp-Taste nähen. Zudem ist ein kleines 2,7 Zoll LC-Display integriert.

Folgende Nähfüße sind enthalten: Zickzackfuß „J“, Nähfuß „N“, Überwendlingsfuß „G“, Reißverschlussfuß „I“, Blindstichfuß „R“, Knopfannähfuß „M“ und „Knopflochfuß „A“.

Pfaff ambition 610

Weiter geht’s mit der Pfaff ambition 610, die du neu etwa zwischen 800€ und 1.100€ bekommen kannst. Mit 110 Nähprogrammen, davon 83 dekorative Stiche und 7 Knopflochvarianten, bist du rundum ausgestattet. Sie kommt mit dem IDT, also dem integriertem Dualtransport, der für einen zusätzlichen Stofftransport von oben steht. Dieser sorgt dafür, dass beim Nähen auch anspruchsvolle Stoffe, beispielsweise Kunstleder, gleichmäßig transportiert werden.

Die Nähgeschwindigkeit kannst du mit einem Schieberegler einstellen. Auch das Nähen mit Start-Stopp-Taste ist möglich, wobei du das Pedal hierzu nicht abstecken musst. Außerdem ist ein kleiner LCD Bildschirm (71,5 mm x 34,5mm) sowie eine hilfreiche Infotaste integriert. Ein integrierter Nadeleinfädler sowie das automatische Vernähen sind ebenfalls Teil der Pfaff ambition 610.

Folgende Nähfüße sind im Lieferumfang enthalten: Standardnähfuß Nr. 0A, Zierstichfuß Nr. 1A und 2A, Blindstichfuß Nr. 3, Reißverschlussfuß Nr. 4 sowie der einstufige Knopflochfuß Nr. 5.

Übrigens ist die Pfaff ambition 610 mit ihrem farbigem Design auch optisch ein echt Hingucker.

Kategorie 3.5

Die nachfolgende Nähmaschine passt nicht mehr so ganz in die Preisspanne der dritten Kategorie. Allerdings bietet sie weitere tolle Funktionen, bevor der Sprung zu den Nähmaschinen mit Stickkombi erfolgt. Deshalb widmen wir uns zum Abschluss der dritten Kategorie noch der Juki HZL-DX3!

Juki HZL-DX3

Die Juki HZL-DX3 knackt die preisliche Grenze von 1.000€ und ist in etwa zwischen 1.400€ und 1.200€ erhältlich. Die Juki kommt mit unfassbaren 158 Nähprogrammen, davon sind 103 dekorative Stiche und 16 Knopflochvarianten mit einstellbarer Innenbreite des Knopflochs. Außerdem sind auch 3 Nähalphabete und 7 Applikationsstiche integriert.

Die verbaute multifunktionale Stichplatte kann mit Hilfe eines kleinen Hebels schnell zur reinen Geradstichplatte umfunktioniert werden. Super für feine Stoffe oder Freihand-Quilten! Des Weiteren sorgt der Boxtransport für einen besseren Transport des Stoffs beim Nähen.

Mehr Infos zum Boxtransport findest du auf dem nähRatgeber:
Was ist ein Boxtransport bei einer Nähmaschine?

Die Nähgeschwindigkeit kannst du auch bei dieser Nähmaschine bequem per Regler einstellen. Nähen per Start-Stopp-Taste, automatisches Vernähen, elektronischer Fadenabschneider und ein Stichspeicher sind ebenfalls mit von der Partie. Den Nähfuß kannst du in drei Stufen senken bzw. heben oder mechanisch per Kniehebel bedienen. Nutzt du den Kniehebel beim Nähen, hast du die Hände frei und hast so beim Nähen mehr Kontrolle über den Stoff. Für weiteren Komfort sorgt der Nadeleinfädler.

Übrigens kannst du das Fußpedal der Juki HZL-DX3 passend zu deinen Wünschen programmieren. Du kannst unter anderem zwischen folgenden Funktionen wählen: Rückwärtsstich, Vernähfunktion, Punktvernähen, Nadelhoch-/tiefposition, Nähfuß heben oder Fadenabschneider.

Im Lieferumfang sind folgende Nähfüße enthalten: Standardfuß, Reißverschlussfuß, Überwendlingsfuß, Blindstichfuß, Knopflochfuß und der manuelle Knopflochfuß.

Tipp: Neben dem Blog „nähRatgeber“ pflegt nähPark auch den Podcast „einfach näher“. In jeder Episode wird eine Nähmaschine, Stickmaschine oder Overlock im Gespräch mit einem Gast vorgestellt. Der Gast berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen, Vorteilen, aber eben auch Nachteilen der Maschine. Interessierst du dich für ein bestimmtes Modell, dann hör dir doch die passende Podcast Episode hierzu an.

Meine Episoden im Podcast „einfach näher“:
#35 Svenja und die Juki MO-2500
#64 Svenja und die Bernette b79 Yaya Han Edition

War’s das schon?

Natürlich nicht! Informiere dich passend zu deiner Nähmaschine auch über verfügbares Zubehör. Denn auch neue Nähfüße, oder anderes Zubehör, können dir dabei helfen noch vielseitigere Projekte umzusetzen.

Tipp: Viele Nähmaschinen werden als Teil einer Serie hergestellt. Du kannst das an der jeweiligen Bezeichnung der Nähmaschine erkennen. Häufig gilt, je höher die Nummer, desto komfortabler ist die Maschine.

Aber bei Nähmaschinen hört der Spaß nicht auf! Bist du auf der Suche nach weiteren Funktionen und Möglichkeiten deine Näharbeiten aufzuwerten, dann ist vielleicht eine Kombimaschine die richtige Wahl.

Denn wer beim Nähen an sich nicht aufhören möchte, kann nun den nächsten Schritt in Richtung Sticken wagen. Auch hier gibt es wundervolle Kombimodelle, die du sowohl als Näh- als auch als Stickmaschine nutzen kannst. Ich selbst erfreue mich an meiner eigenen Näh- und Stickkombi von bernette, der b79 Yaya Han Edition.

Lese-Tipp: Ein Näh-Königreich für Cosplayer – die neue bernette 79 Yaya Han Edition

Die Sonderedition selbst ist inzwischen bereits ausverkauft, aber die b79 in der Standardversion ist lieferbar. Sie steht der Yaya Han Edition in nichts nach. Sticken kannst du natürlich auch auf einer klassischen Stickmaschine, die keine Nähkombi ist. Hier kommt es ganz auf deine Wünsche und auch auf dein Budget an. Eine Stickmaschine kann eine tolle Ergänzung sein!

Wer hohen Stellenwert auf die saubere Verarbeitung legt, der sollte sich auf jeden Fall auch über Overlock- Maschinen Gedanken machen. Besonders, wenn du bei Cosplay Wettbewerben teilnehmen möchtest, bei denen das Crafting, also die Verarbeitung bewertet wird. Ich persönlich möchte meine Overlock nicht mehr missen!

Verarbeitest du häufig schweres Material, dann kann eine reine Geradstich-Nähmashine, auch Schnellnäher genannt, eine tolle Ergänzung sein.

Hast du noch Fragen oder findest die benötigten Infos nicht im Datenblatt? Dann melde dich gerne bei mir oder direkt bei nähPark. Ich bin mir sicher, wir finden die richtige Nähmaschine für dich!

Weitere Beiträge passend zum Thema findest du hier: /category/naehen

Hör dir doch gern folgende „All About Cosplay“ Podcast Episode an:
051 – Nähmaschine, Overlock, Coverlock oder Stickmaschine – Was brauche ich um Cosplays zu nähen?
041 – Nähmaschine 2.0

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos


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