Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling

Dieser Gastbeitrag wurde von Pia geschrieben. Hierbei handelt es sich um Teil 2. Den ersten Teil findest du hier:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Das Material

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2. Das Styling

Packt eure Perücke aus und setzt sie auf euren Perückenkopf. Eventuell sieht sie jetzt noch etwas wüst aus. Ihr solltet beim Aufsetzten darauf achten, dass sie richtig gut mittig sitzt.

Steckt sie nun mit mehreren Nadeln fest.

Am Besten nehmt ihr hierfür Nadeln mit einem dicken Kopf. Da die ohne Kopf gerne mal einfach durch das Netzt der Perücke durchschlüpfen und eure Wig dann doch wieder ungesichert ist. Wenn die Wig festgesteckt ist kann sie während des Stylings kein Eigenleben entwickeln und ihr verliert nicht den Überblick.

Jetzt könnt ihr eure Perücke kämmen.

2.1 Schneiden

In diesem Tutorial wollen wir aus dieser Wig die Frisur für Kairi aus Kingdom Hearts 3 machen. Da muss also noch ein gutes Stück weggeschnitten werden. Wie schneidet man nun am besten?

Grundsätzlich sollte man sich eines merken: schneide die Strähne nie gerade ab (also horizontal, wenn die Haare normal liegen). Das sieht fast immer blöd aus und sollte lediglich für Ponys oder Schnitte benutzt werden, die sehr gerade sein sollen.
In allen anderen Fällen sollte immer schräg geschnitten werden, um einen natürlicheren fransigeren Look zu erzielen. Dies gilt sowohl für die normale Schere als auch für die Fransenschere.

Wenn du jetzt aber deine Strähne anders nimmst kannst du wieder gerade schneiden. Ziehst du die Strähne z.B vom Kopf weg hast du die Haare anders in der Hand als sie normal fallen würden. Somit schneidest du automatisch nicht gerade ab. Dieser Tatsache bedient sich zum Beispiel auch der Frisör.

Es gibt noch 2 weitere Möglichkeiten fransig zu schneiden, die Technik ist bei beiden gleich, das Werkzeug ist aber ein anderes. Man kann zum Beispiel mit einem Rasiermesser von Oben nach Unten über eine Strähne gleiten/schaben, sodass man während der Bewegung schneidet.
Dieselbe Idee kann man auch mit einer normalen Schere nachahmen: während man die Schere zum schneiden zusammendrückt, schabt man von Oben nach Unten über die Perücke.

Bei dieser Methode wird es dazu kommen, dass die Haare der Wig sich etwas verknoten. Aber das kann immer problemlos ausgekämmt werden.

Ich mische immer die Techniken und habe da kein wirkliches Vorgehensmuster. Aber tendenziell nehme ich die normale Schere für dickere Strähnen, da es mit der Fransenschere doch deutlich länger braucht.
Während des Schneidens benutze ich meine Finger und die Bürste, um immer wieder durch die Haare zu gehen. So kann ich sicher stellen, dass ich auch keine Strähne vergessen habe.
Am Ende sollte dann alles ungefähr auf der selben Länge sein.

2.2 Strähnen legen

Als nächsten Schritt bringen wir die Strähnen in Form.
Hierzu nehme ich mir gerne erstmal den Stielkamm. Ich schaue mir an, wie die Haare fallen und teile das Ganze in Bereiche ein, aus denen ich dann die Strähnen forme.
Danach nehme ich Nadeln und nutze sie, um die Strähnen zu formen. Die Nadeln ohne Kopf tun es hier auch vollkommen. Die sind billiger und danach sowas von voll mit Haarspray das man sie für nichts anderes mehr hernehmen sollte.

Es werden ab und an immer noch längere Strähnen auftauchen. Da nun die Haare aber schon in ihre Endposition gebracht sind sollte man ganz besonders drauf achten, wie man die Haare abschneidet.

Als letztes spraye ich das Ganze gut fest.

Hierzu nehmt ihr euer Haarspray und sprüht es aus 20 cm Entfernung auf die Perücke.
Diese Entfernung braucht ihr, damit ihr den Strahl des Haarsprays nicht zu gebündelt auf eine Stelle richtet. Falls ihr dies tut wird die Stelle sehr nass und die Haare kleben zusammen, anstatt weiterhin schön zu liegen. Außerdem werden Stellen, die mit zu viel Haarspray behandelt sind, eventuell weiß, wenn ihr föhnt.

Als nächstes nutzt ihr das noch etwas nasse Haarspray um eventuell vorhandene fliegende Haare zu bändigen und um dem Styling den letzten Schliff zu geben. Das mache ich immer einfach mit den Fingern. Sobald ihr damit fertig seid, nehmt euch Haarspray und Föhn zur Hand. Aus 20 cm Entfernung sprüht ihr die Wig ein, während ihr sie ebenfalls aus 20 cm Entfernung föhnt. Lasst die Perücke noch ein paar Minuten stehen und nehmt danach die Nadeln raus.

Ihr seid fertig! Oder fast!

Eventuell könnt ihr euch noch einen Kleber schnappen um die Enden der Strähnen zusammenzukleben, damit sie sich nicht auf-friemeln beim Tragen.

Hierzu nutzt wieder jeder was anderes: manche nehmen Holzleim, manche benutzten Patex. Ich nehme das Clear Gel Tacky Glue das mir vor Jahren empfohlen wurde. Aber schlussendlich braucht ihr was, das klebt, durchsichtig trocknet und wasserfest ist.
Macht euch damit die Finger klebrig und schmiert das auf das Ende der Strähne während ihr es ein wenig reinknetet (aber nicht zu fest!). Es reicht schon, wenn ihr den unteren halben Zentimeter der Strähne bearbeitet.

Jetzt aber wirklich, fertig!
Danke für’s Lesen, ich hoffe, dass es dem ein oder anderen helfen konnte!

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Perücken Styling für Anfänger – Teil 1: Erste Schritte

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Hallo und Willkommen zu diesem kleinen Tutorial, welches dir beim Stylen deiner Perücken helfen soll. Im heutigen Teil widmen wir uns den ersten und wichtigsten Schritten, welche du bei jedem Styling brauchen wirst. Zuerst werden ich kurz über die Utensilien sprechen, die ich seit über 10 Jahren zum stylen benutze. Danach wollen wir an einem Beispiel verschiedene Arbeitsschritte durchgehen und erklären. Auf geht’s!

1. Was brauche ich?

1.1 Perückenkopf

Zuerst braucht ihr natürlich einen Perückenkopf. Dieser ermöglicht es euch, nicht auf eurem eigenen oder auf dem Kopf eines Bekannten stylen zu müssen. Solche Köpfe findet man auf Ebay, Amazon, bei MyCostumes oder bei so ziemlich jedem Perückenshop eures Vertrauens. Nun gibt es verschiedene Sorten und ihr fragt euch vielleicht, welche da die Unterschiede sind und welcher für euch der Beste ist.

Das Material

Lasst uns erstmal über das Material sprechen: es gibt Köpfe aus Styropor, Plastik oder Glas.
Styropor ist das gängigste und billigste Material, es hat jedoch den Nachteil, dass es euch wegschmelzen kann, wenn ihr den Kopf zu sehr mit Haarspray und Föhn bearbeitet. Dass das sogar sehr schnell schlimm aussehen kann, könnt ihr später an einem der Köpfe sehen, die ich in diesem Tutorial benutzte.

Jedoch kosten Styroporköpfe nicht die Welt und so kann man sich einfach einen neuen kaufen, wenn man es etwas übertrieben hat. Bei Plastik- und Glasköpfen ist das Risiko des Wegschmelzens nicht gegeben und außerdem sind sie leicht zu reinigen. Leider kosten sie erheblich mehr und die Investition lohnt sich nur bedingt. Ich selbst arbeite schon immer mit Styroporköpfen und habe bisher nur 3 nachgekauft, dementsprechend liegen meine Ausgaben immer noch unter dem Wert eines Glas- oder Plastikkopfes. Falls man billig dran kommt lohnt es sich aber auf jeden Fall.

Verschiedene Ausführungen

Als nächstes sollten wir über die verschiedenen Ausführungen reden. Es gibt nämlich tatsächlich Unterschiede, auf die man achten sollte! Der normale Perückenkopf ist ein so genannte „Frauenkopf“ welcher im Gegensatz zum Kopfumfang der meisten unter uns viel zu klein ist, um gut mit ihm arbeiten zu können.

Dieser Kopf eignet sich zum aufbewahren von Perücken, die eher nicht in ihre Tüte zurückkönnen, kann aber jedoch sonst nicht viel. Falls man dennoch mit diesem Kopf arbeitet sollte man immer drauf achten, dass man die Perücke nicht unabsichtlich zu kurz schneidet, da der Kopf zu klein ist und somit alles anders sitzt als auf einem selbst. Empfehlenswerter ist der „Männerkopf“: er ist größer und breiter als der Frauenkopf und kommt einem europäischen Kopfumfang deutlich näher.

Als letztes gibt es noch Köpfe, mit langen Hälsen. Diese sind besonders schön um Langhaarfrisuren zu stylen, kommen aber auch eher selten zum Einsatz.

Fazit des Ganzen: Styroporköpfe sind voll in Ordnung, holt euch aber besser einen für Männer, damit ihr ordentlich drauf arbeiten könnt.

1.2 Perückenkopfhalter

Als nächstes empfehle ich WÄRMSTENS, euch eine Halterung für den Kopf zuzulegen. Diese gibt es z.B bei MyCostumes und sie sind wirklich ihr Geld wert. Euer Kopf ist dann gesichert, rutscht während des Stylens nicht weg und kippt nicht um, egal was ihr tut.

Wenn möglich kauft euch eine, die nicht am Tisch zu fixieren ist wie meine, sondern eine, die auf ein Stativ fixiert werden kann, dann könnt ihr wirklich aus jedem Winkel an dem Styling arbeiten, ohne das euch ein Tisch im Weg ist.

1.3 Arbeitswerkzeug

Jetzt besprechen wir kurz, was ihr noch zum Arbeiten braucht.
Fangen wir mit dem Föhn an: ein handelsüblicher Föhn tut es vollkommen, er sollte eventuell mehrere Einstellungen bezüglich der Stärke des Gepustes haben, damit ihr euer Styling nicht gleich wegblast.

Als nächstes braucht ihr eine Schere zum Ausdünnen (oder Fransenschere), diese ermöglicht es euch nämlich, mit relativ wenig Aufwand fransig zu schneiden.

Als nächstes braucht ihr eine ganz normale Schere, eine Bürste, eventuell einen Stielkamm, Nadeln und Haarspray. Bei letzterem schwört jeder Perückenmacher auf eine andere Marke.
Viele empfehlen Got2be, ich selbst komme damit nicht klar da es sehr schnell verklebt. Ich benutzte das Taft Power Stufe 5 Spray, es lässt sich sehr dünn auftragen und ist für natürliche Stylings super. Falls ihr jedoch ein sehr starkes Styling braucht wie z.B für eine Sayajin Perücke, empfiehlt sich doch eher Got2be.
So oder so: findet eines das euch taugt.

Fynn Fish Kamikaze Kaito Jeanne Cosplay Wettergott
Fotograf: VW

Und somit hätten wir alle Materialien abgehandelt, jetzt geht’s zum Styling!

Dies war Teil 1 des Tutorials – Teil 2 erscheint am Samstag, den 22.06.19 unter folgendem Link:
Perücken Styling für Anfänger – Teil 2: Das Styling [Gastbeitrag]

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How to support Cosplayer

Dieser Gastbeitrag wurde von Franzi geschrieben.
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Im Zuge des Patreon Beitrags von Sajalyn von vor einer Weile, kam mir der Gedanke, dass einige von euch vielleicht gar nicht wissen in welcher Form man seinen liebsten Cosplayer/Fotografen/Zeichner auch unterstützen könnte.

Du hast bestimmt auch schon einmal den Gedanken gehabt: „Was für eine tolle Arbeit diese würde ich gerne unterstützen!“
Aber wie außer dem üblichen liken, kommentieren und teilen?
Es gibt tatsächlich sogar einige Möglichkeiten deinen Liebling zu unterstützen.

Unentgeltlich möglich ist natürlich das weitläufig bekannte Liken, Kommentieren und Teilen der Beiträge bzw. Arbeiten deines Künstlers.
Du kannst aber auch deine lokalen Convention/Treffen anschreiben und deinen jeweiligen Lieblingszeichner/Cosplayer/Fotografen vorschlagen. Was auch eine gute Unterstützung sein kann.
Damit enden aber leider auch die unentgeltlichen Möglichkeiten des World Wide Web.

Ich versuche in diesem Artikel nun einmal die mir bekannten, zu bezahlenden, Support Möglichkeiten zu beleuchten. 😉

Hier einmal eine erste Auflistung:
Patreon
Ko-Fi
Etsy
Storenvy
Amazon Wishlist
Prints kaufen
PO Box/ Postfach

Voraussetzung für diesen geldlichen Support ist natürlich immer, dass er vom jeweiligen Künstler auch genutzt wird UND dass du die finanziellen Möglichkeiten hast.
Ich denke kein Künstler freut sich über deinen Support wenn du dich dafür verschuldest, so gut er auch gemeint ist.

Die direkteste Möglichkeit wäre mitunter auch deinen Künstler anzuschreiben und Ihn zu fragen welche Unterstützung du Ihm zukommen lassen kannst. Aber nun zu den bekannten oben aufgeführten Möglichkeiten. Das derzeit wohl bekannteste ist:

Patreon

Die meisten größeren Künstler sind dort vertreten.
Die finanzielle Unterstützung beläuft sich hier auf eine monatliche Zahlung, für die du etwas Exklusives erhältst. Dies kann sein: Tutorials, Zeichnung, erste Eindrücke, exklusive Designs und Foto-Sets, etc.
Die Preise des monatlichen Abonnements kann jeder Künstler selbst festlegen. Die wohl häufigste Aufteilung sind 1$ /5$ /10$ für die du oft unterschiedliche Dinge erhältst.
Natürlich ist die Preisspanne nach oben offen, so dass jeder seine eigene finanziell mögliche Unterstützung leisten kann.

Bedenke hier aber bitte, dass du neben dem Beitrag an deinen Künstler auch einen kleinen Unkostenbeitrag an Patreon bezahlst. Meist ungefähr 2$ pro Monat.

Soweit mir bekannt, ist für die Unterstützung bei Patreon ein Paypal Account nötig. Da über diesen Anfang jeden Monats der Beitrag von deinem Konto eingezogen wird.

Ko-Fi

Dies ist eine mehr oder weniger reine Spenden Plattform.
Ein Coffee (quasi die Währung dieser Plattform) liegt bei 3$, du kannst einen oder mehrere pro Spendenvorgang kaufen.
Auch auf dieser Plattform  wird das Geld vorzugsweise über Paypal eingezogen. Es gibt aber auch die Möglichkeit diese Spenden
über Kreditkarte zu zahlen.

Inzwischen gibt es den sogenannten Gold Status bei Ko-Fi, sowie einige andere Features, die man damit wohl freischaltet. Damit kenne ich mich persönlich aber noch nicht weiter aus.
Ebenfalls gibt es auch die Möglichkeit den einzelnen „Coffee“, also die Spende, zu erhöhen. Das bedeutet, dass du mit deiner Einmalspende mehr bezahlst, ohne, dass du mehrere „Coffee“ spenden musst.

Etsy

Meist wird diese Plattform von Zeichner/Designern benutzt. Hier kannst du Gegenstände erwerben, wie beispielsweise Fandom inspirierte Kleidung, SFX Material, Fantasy und/oder Mittelalter Gewandungen, etc.
Selten bieten einige Cosplayer auch Prints über diese Plattform an. Preislich lässt sich hier natürlich von-bis alles finden.

Die geleistete Unterstützung bezieht sich hier natürlich nur auf die einmalige Zahlung für das Gewünschte. Bedenke auch hier kann es zu extra Kosten durch Versand und/oder Zoll kommen. Die Bezahlmöglichkeiten über Etsy sind je nach Account unterschiedlich.

StorEnvy

Mit dieser Website verhält es sich im Groben wie mit Etsy.
Die meisten Künstler, denen ich folge, bieten über diese Plattform Ihre Prints an.
Auch gibt es hier selbst designtes zu erstehen wie zum Beispiel T-Shirts, Ketten, Haarschmuck und Pins.
Preislich ist es hier natürlich auch von-bis möglich.

Die Bezahlmöglichkeiten sind je nach Anbieter unterschiedlich.
Von nur Paypal oder nur Kreditkarte haben einige Shops auch jede erdenkliche Zahlungsmöglichkeit freigeschaltet. Natürlich kommt auch hier meist noch der Versand hinzu und IMMER eine Bearbeitungsgebühr von meist 1-2 €.

Amazon Wishlist

Mit einer der direktesten Arten jemanden zu unterstützen, da du hier auswählen kannst, was genau du kaufst und damit auch ungefähr weißt was du unterstützt.

Viele Cosplayer haben beispielsweise Material für bestimmte Cosplays in Ihrer Liste, wodurch du die Möglichkeit erhältst genau das zu Unterstützen was du ggf. als nächstes sehen möchtest.
Die Preisspanne und Bezahlmöglichkeiten sind hier natürlich immer an die Shops gebunden.

Solltest du etwas in deinem preislich möglichen Rahmen gefunden haben, kannst du es auswählen und kaufen. Amazon gibt dir ebenfalls die Möglichkeit deinem Einkauf eine Notiz beizulegen.
Hier habe ich festgestellt, freuen sich viele über eine kleine Nachricht mit Namen (egal ob realer oder Social Media Name), da sie sich so gezielter bedanken können.

Prints kaufen

Diese Option hast du natürlich nur, wenn dein Gegenüber dies überhaupt anbietet. Sollte das der Fall sein, gibt es neben den bereits genannten Seiten auch Personen die ihre Prints über ihre eigene Homepage anbieten.
Auch hier ist die Preispanne und Bezahlmöglichkeit natürlich immer vom Anbieter abhängig.

Solltet Ihr ein bestimmtes Foto haben wollen und könnt nicht einsehen ob es als Print angeboten wird, fragt ruhig immer bei den jeweiligen Personen nach. Manche Fotos können aus rechtlichen Gründen nicht als Print angeboten werden, seid also nicht böse wenn es leider genau auf euer ausgewähltes zutrifft.

P.O. Box/ Postfach

Manche Künstler haben neben anderen Support Möglichkeiten auch ein Postfach/P.O. Box.
Diese gibt dir die Möglichkeit etwas Persönliches zu verschicken. Sei es manchmal nur ein persönlicher Brief, ein FanArt oder eine Box voller Süßigkeiten.

Auch hier kann man die meisten Personen vorher fragen, ob es etwas gibt das sie sich wünschen oder womit man Ihnen eine Freude machen kann.
Hier liegt die Preisspanne des Inhaltes natürlich ganz in eurem Ermessen. Bedenkt nur, dass hier auch immer Versandkosten dazukommen.

So zum Schluss noch eine kleine Anmerkung!

Bitte übernehmt euch nicht! NIE!
Kein Zeichner/Cosplayer/Fotograf zwingt euch zu einer finanziellen Unterstützung!
Unterstützt auch immer nur mit so viel, wie ihr es finanziell wirklich könnt.
Keiner ist am Ende glücklich wenn ihr euch in Schulden stürzt, nur, um jemand anderen eine Freude zu machen!

Und erwartet bitte nicht ewige Dankbarkeit von eurem Gegenüber. Klar ist der andere dankbar und die meisten freuen sich sehr über jegliche Art von Unterstützung. Aber vergesst bitte nicht, dass es eure freie Entscheidung war zu unterstützen. Somit schuldet euch niemand etwas, weil ihr etwas Gutes für ihn getan habt.

SO und nun: Freudiges Unterstützen! XD

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Du kannst nicht Elsa cosplayen, wenn du wie Jasmin aussiehst.

Dieser Gastbeitrag wurde von Berry geschrieben.
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Eine perfekte Gruppe mit den passenden Größenunterschieden und dazu noch die passenden Hauttöne ohne zu “blackfacen”? Wäre das nicht ein Traum?

Aber was passiert, wenn aus deiner perfekt geplanten Gruppe nichts wird, weil deine Freundin keine Lust hat, die Coole mit der gebräunten Haut zu cosplayen? Ist doch egal, der Charakter passt perfekt zu ihr…
Wieso sollte sie den helleren Charakter cosplayen, der sowieso gar nicht ins Image passt.

Jessica Rabbit Cosplay blackberrisama

Hey, ich bin Berry und meine Mutter ist auf den ersten Blick die deutscheste Person, die man sich vorstellen kann. Mein Vater eher nicht, denn seine Familie kommt aus der Türkei. Er ist zwar gebürtiger Deutscher, der sowohl Deutsch als auch Fränkisch fließend spricht, aber in erster Linie wird er als Türke abgestempelt.

Warum erzähle ich euch das jetzt?

Naja ich sehe meinem Vater sehr ähnlich. Ich werde also täglich als “Ausländer” abgestempelt, was sich leider auch in der Cosplay Community bemerkbar macht. Mein dunklerer Hautton war schon öfter ein Gesprächsthema, wenn es darum ging, wen ich denn am besten cosplayen soll.

Leider schätze ich beim Cosplay in erster Linie die Persönlichkeit eines Charakters und erst danach das Aussehen. Das scheint für viele Leute ein Problem zu sein. Oftmals werden mir zum Beispiel solche Fragen gestellt:
“Warum cosplayst du Elsa, wenn Jasmin viel eher zu dir passen würde?”
Oder:“Findest du es nicht komisch, wenn du ‘nen Vampir mit deinem Hautton cosplayst?”

Und dazu habe ich nur eine Antwort

Ich mach sowieso was und wen ich will!

Aber zugegeben, manchen Leuten fällt nicht mal auf, wie sie mir gegenüber wirken. Es ist schwer statt “Mach Jasmin, das wird bestimmt cool” zu hören “Du siehst kacke aus, wenn du Elsa cosplayst”.

So sollte es kein Schock sein, wenn ich sage, dass ich ungern in einer Gruppe einem Charakter zugewiesen werde, nur weil ich die Einzige mit einem anderen Hautton bin. Das reduziert mich und den Charakter aufs Äußerliche.
Und oftmals werden einem Charaktere vorgeschlagen, welche nicht einmal der eigenen Herkunft entsprechen.

Es kommt viel zu oft vor, dass mir jemand sagt ich sollte den Afro-Amerikaner cosplayen, denn ich bin halt das Nächstbeste.
Ob mit rassistischen Hintergedanken oder ohne, das tut leider etwas weh.
Und dieses Prinzip lässt sich leider nicht nur auf Hautfarbe einschränken. Größe, Gewicht, Gesicht, selbst die Haar- und Augenfarbe, Dinge die sich mit Perücken und Linsen abändern lassen, werden auch berücksichtigt.
Für mich ist Cosplay in erster Linie seine Lieblinge nachzuahmen, egal ob diese Aliens, Vampire oder Menschen sind.

Es ist egal wer hinter dem Cosplay steckt

Ich will nicht die fehlende Person oder das Nächstbeste sein. Und, so sehr ich mich darüber freue, wenn mich jemand fragt, ob ich denn mit ihnen cosplayen will, verdrehe ich die Augen wenn mir ein Charakter wieder nur wegen dem Hautton zugewiesen wird.
Versteht mich nicht falsch! Ich liebe so einige Charaktere mit diversen Hauttönen, aber da gefällt mir in erster Linie die Persönlichkeit. Der passenden Hautton ist nur ein süßer Bonus.

Bevor ihr eure Freunde also gleich zu den Charakteren, die visuell passen, verdonnert, wie wäre es denn einfach mit einem: “Hey ich will diese Serie und diesen Charakter cosplayen, hast du Bock mitzumachen”?
Wenn jeder seinen Charakter liebt, dann wird die Gruppe sowieso perfekt!

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Cosplay als Therapie [Gastbeitrag von anonym]

In meinem letzten Beitrag habe ich ausführlich davon berichtet, welche negativen Erfahrungen ich vor allem im Cosplay-Bereich gemacht habe. Natürlich ist nicht alles schlecht und viele von euch haben positive Erfahrungen gesammelt. So auch dieser anonyme Autor, der im Folgenden über seine Erfahrungen berichtet:

Jeder kennt mindestens eine Person, für die Cosplay neben einem Hobby gleichzeitig auch noch eine Therapie ist oder ist sogar selbst davon betroffen. Doch wieso Cosplay, was ist der positive Effekt von Cosplay? Darüber möchte ich heute als eine betroffene Person schreiben. Ich werde aus meiner Sichtweise und meine Gedanken aufschreiben. Natürlich gilt diese nicht für alle Personen, die Cosplay als Therapie für sich gefunden haben. 

Nie hätte ich gedacht, dass Cosplay eine so starke Auswirkung auf meinen Charakter haben würde. Als ich mit Cosplay angefangen habe, litt ich an tiefen Depressionen, hatte Angst neue Leute anzusprechen/kennenzulernen und war in psychologischer Behandlung. 

Um zu verstehen warum Cosplay solch eine positive Auswirkung auf mich hatte, muss man den Grund verstehen, warum ich diese Depressionen und anderen Ängste bekommen hatte. Genau diese Gründe scheinen tatsächlich öfter in der Cosplay Community aufzutreten. 

Seit dem ich denken kann, war ich derjenige, der in unserem kleinen Dorf anders war. Ich habe nicht Fußball gespielt, war der Dicke und war den meisten aufgrund meiner anderen Interessen suspekt. Schwer ist es in solch einem Dorf aufzuwachsen und Kontakte zu finden. Man wurde nur abgelehnt, hatte es schwer Freundschaften zu bilden und diese zu halten. Wer will sich schon mit dem komischen Typen abgeben? 
Das hat sich von Klasse 2 bis Klasse 13 durchgezogen. Ich hatte Angst nach draußen zu gehen, dachte jeder lacht über mich und bin immer mehr vereinsamt.  Wenn man nun zusätzlich noch unglücklicherweise an die falschen Freunde kommt, die einen im Stich lassen, ist die Depression, aus der man nicht mehr raus kommt, nicht mehr weit. 
Bis heute habe ich zum Teil damit zu kämpfen und es hat Auswirkungen auf mich, wenn auch durch Cosplay nicht mehr so starke. 

Fast forward zu den Anfängen meiner Cosplayleidenschaft.

Kurz vorher haben mich vermeintliche Freunde wieder im Stich gelassen und außerhalb von Universität, hatte ich keine sozialen Kontakte mehr. Ehe ich es realisieren konnte rutschte in meine zweite Depression, aus der ich nicht raus zu kommen schien. 
Seit einer Comic Con war ich allerdings von der Idee zu Cosplayen angefixt. Was meine Eltern mir als Karnevalskostüm vorschlugen, wurde ruckzuck zu einem ausgewachsenen Cosplay Projekt. Meine negativen Gedanken wurden plötzlich zu Cosplaygedanken: Keine Zeit mehr darüber nachzudenken, wie einsam ich war oder wie scheiße es mir doch geht. Keine Zeit mehr für Selbstmitleid. 

Die Zeit für meinen ersten Auftritt im Cosplay war gekommen und auch wenn es eine kleine Convention war (mit zugegebener Maßen gewöhnungsbedürftigen neuen Leuten), wird mir dieser Tag für immer in Erinnerung bleiben.
Anstatt der Ablehnung, die ich sonst so gewohnt war, habe ich plötzlich Zuspruch bekommen. Anstatt, dass sich Leute weg gedreht haben, haben sie sich zu mir gedreht, mich angesprochen oder mich sogar umarmen wollen. Ich war völlig perplex und die Leute mit denen ich zuvor nur geschrieben hatte, konnte ich sofort als meine Freunde bezeichnen. Ein Erlebnis, das ich vorher noch nicht kannte: ich konnte sehen, wie ich Leute glücklich machte.

Nun war ich voll dabei, mein Kostüm war nicht gut genug für mich und ich fing an es auszuarbeiten. Auf Facebook und anderen Seiten fing ich an meine Bilder zu posten. Mein vorher nicht vorhandenes Selbstbewusstsein fing durch den ganzen Zuspruch an größer zu werden. 
Auf den ersten Conventions, mit meinem nun vollständigen Cosplay, wurde ich weiterhin begeistert angesprochen und mein Weg ging steil nach oben. Bald hatten Leute meine Bilder gesehen und folgten mir, von denen ich niemanden kannte. Auf Cons wurde ich angesprochen, mit Worten wie “ich folge dir” oder “ich habe dich schon mal gesehen, mich aber nicht getraut dich anzusprechen”. 
Langsam hatte ich realisiert, dass ich keine Angst mehr vor Leuten haben musste, dass ich Leute von mir begeistern und glücklich machen kann.

Daraufhin dachte ich mir, das schaffst du auch ohne Cosplay. Kurz darauf stand ich ohne Kostüm vor 200 fremden Leuten und machte eine freie Moderation mit Mikro in der Hand. 
Zusammengefasst kann ich daraus sagen: Cosplay hat mir gezeigt, wie wertvoll ich selbst überhaupt bin. Wie ich Leute zum lächeln bringen kann. Wie wenig Angst ich eigentlich haben muss, wenn ich auf Leute zu gehe, denn die wenigsten werden mich ablehnen und wenn doch, dann ist das so. Es gibt ja noch andere neue Leute, die ich kennen lernen kann. Die schönste Sache allerdings: Ich fand neue Freunde und Gleichgesinnte. 

Viele andere Cosplayer haben auch mit den Folgen von Ablehnung und Mobbing zu kämpfen. Viele auch noch mit anderen Dingen, die nur sie selbst wissen. Cosplay hilft dabei, seine Gedanken auf etwas Neues zu fokussieren, etwas anderes, das nicht der Gedanke an die eigenen Probleme ist und neue Freunde zu finden. 

Falls du das hier liest und dich selbst wieder findest, dann sag ich dir: Leute sind genau so zu dir, auch wenn du dich nicht mehr im Cosplay befindest. Du bist immer noch die gleiche Person, die von Leuten auf Conventions toll gefunden wird, nur ohne Kostüm.

Schäme dich nicht für das was du bist oder was du machst.

Sei genau darauf stolz was du geschafft hast und zeige das deiner Umwelt, du wirst mehr Zuspruch finden als du geglaubt hättest. 

Eine kleiner Tipp allerdings als ehemals Betroffener. Es bringt nichts, wenn ihr eure negativen Gedanken öffentlich macht. Ihr macht euch nur noch verletzlicher.
Falls es euch schlecht geht oder ihr schlechte Gedanken habt, behaltet es für euch bzw., sprecht einzelne Personen darauf an. Postet es allerdings nicht in euren Instagram-Status oder sonst wo. 
Je mehr ihr euch selbst bedauert oder Bedauern von anderen erwartet bzw. bekommt, desto schwieriger ist es, aus diesem Teufelskreis rauszukommen und die Gedanken von den negativen Sachen im Leben zu lösen. 

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