Stoppt das Konkurrenzdenken!

Konkurrenzdenken beim Cosplay. Eine Phrase, die jeder von uns sicher schon mindestens einmal gehört hat. Aber ist es wirklich so schlimm wie alle behaupten? Ruiniert das Konkurrenzdenken die Community?

Der Grundgedanke ist doch, dass wir alle Außenseiter sind, die über das Hobby Cosplay zueinander gefunden haben. Wir haben uns somit selbst einen “Safe Space” geschaffen, in dem wir unser nerdiges selbst ausleben können. Über die Jahre hinweg ist das Hobby immer beliebter geworden und nicht nur “Außenseiter” begeistern sich dafür.
Er kam, wie es eben kommen musste, der Mainstream.

Data Star Trek The Next Generation Cosplay Sajalyn Movie Park Genderbend Rule 63 Brent Spiner female

Wer ist dieser Mainstream überhaupt?

Ja wer ist er und was will er? Unterm Strich bedeutet Mainstream, mehr Beliebtheit und Aufmerksamkeit für das Hobby Cosplay. Also mehr Menschen, die sich aus verschiedenen Motivationen heraus, sich diesem Hobby widmen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Cosplayer wird immer größer und es entwickeln sich sogar neue Kategorien und Abspaltungen.

Schlecht finde ich das ganze tatsächlich gar nicht. Klar, mit dem Mainstream steigt auch der Anteil der Arschlöcher, aber mal ganz ehrlich: ohne Mainstream weniger Conventions und weniger relevante Shops.
Oder etwa nicht?
Gerade der Mainstream macht das Thema Cosplay alltagstauglich und für die Wirtschaft interessant. Dadurch entstehen immer wieder neue attraktive Möglichkeiten sich Materialien, Perücken und sogar komplette Kostüme zu kaufen.

Mal ehrlich, wer findet es denn schlecht, wenn man sich online problemlos neues Material bestellen kann und eine riesiges Auswahl an Perücken vorfindet? Ich jedenfalls nicht.

Data Star Trek The Next Generation Cosplay Sajalyn Movie Park Genderbend Rule 63 Brent Spiner female

Woher kommt das Konkurrenzdenken?

Natürlich verstärkt der Mainstream die Beliebtheit um das Hobby Cosplay und damit steigt auch das Konkurrenzdenken. Social Media trägt natürlich auch erheblich dazu bei, den Eindruck des permanenten Konkurrenzdrucks zu verstärken.
Aber: Vorher war das Konkurrenzdenken auch schon vorhanden. Womöglich war es einfach nur nicht so präsent.

Denn Konkurrenzdenken ist etwas natürliches, das uns dazu bewegt besser zu werden und über uns selbst hinaus zu wachsen. Ohne dieses Denken würde den Meisten von uns die Motivation fehlen sich zu verbessern. Was treibt dich dazu an, besser zu werden und Dinge immer wieder neu anzugehen?

Vielleicht sagst du jetzt, du möchtest einfach nur besser werden, um dir selbst zu beweisen, was du alles leisten kannst.
Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich folgenden Gedanken schon häufiger hatte: “Das kann ich besser!”
Und zwar nicht aus der Motivation heraus, weil ich mit mir selbst unzufrieden war. Sondern, weil mich ein anderer Cosplayer indirekt dazu angespornt hat, es besser machen zu wollen als er.
Ist das jetzt bereits ein Problem? Macht es mich zu einem schlechten Menschen, dass ich manchmal besser als andere sein möchte?

Data Star Trek The Next Generation Cosplay Sajalyn Movie Park Genderbend Rule 63 Brent Spiner female

Der Ton macht die Musik

Ich denke eben nicht, dass Konkurrenzdenken an sich etwas schlimmes ist. Vor allem dann nicht, wenn es dich motiviert Neues auszuprobieren und Größer zu denken.
Konkurrenzdenken ist aber genau dann ein Problem, wenn man dieses aggressiv nach außen trägt und kommuniziert.

Niemand mag Personen, die aktiv alles und jeden als Konkurrenz betrachten und dabei ihre Höflichkeit und gute Manieren vergessen. Das ist schlichtweg unsympathisch und unangenehm. Niemand möchte sehen oder hören, wie ein anderer Cosplayer sich für etwas besseres hält und dich für etwas “schlechteres”.

Aber wo ist das Problem dabei, wenn man diesen Konkurrenzkampf für sich selbst im inneren austrägt? Oder abgesprochen unter Freunden?
Richtig, hierbei gibt es gar kein Problem, denn keiner wird dadurch belästigt oder gar beleidigt.

Also anstatt Konkurrenzdenken grundsätzlich als etwas negatives zu sehen, sollten wir anfangen uns lieber Gedanken über Menschen zu machen, die diese negativen Gefühle in uns auslösen.
Vielleicht klappt dann irgendwann die Differenzierung, dass nicht immer die Sache an sich etwas schlechtes ist.

Data Star Trek The Next Generation Cosplay Sajalyn Movie Park Genderbend Rule 63 Brent Spiner female

Ich bin mir sicher, dass dich diese Beiträge auch interessieren werden:
Wenn Cosplayer andere Cosplayer haten
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?
Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie findest du hier:
/category/lets-talk/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Wenn Cosplayer andere Cosplayer haten

Vielleicht hast du es auch schon erlebt, du bist auf einer Convention und genießt den Tag mit deinen Freunden. Auf einmal siehst du einen anderen Cosplayer, der den gleiche Charakter wie du cosplayed. Du zögerst und weißt nicht, ob rüber gehen und den Cosplayer ansprechen sollt. Also versuchst du die Situation abzuschätzen und wirfst dem anderen Cosplayer immer wieder einen Blick zu. Nach und nach gewinnst du den Eindruck, dass der andere Cosplayer sich von dir abwendet und dir seltsame, fast schon abwertende, Blicke zuwirft.

Warum?

Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Vielleicht sitzt auf deinem Kopf eine riesige Spinne und du hast es nur nicht bemerkt? Das wäre wohl die schönste und einfachste Erklärung von allen. Aber leider ist es nicht so und die Gründe gehen viel tiefer.

Häufig fühlen sich Cosplayer überfordert, sobald ein anderer Cosplayer das Gleiche trägt und reagieren erst einmal abweisend.
Leider habe ich diese Reaktion schon häufig erlebt, deshalb wird es Zeit etwas zu ändern und die Situation aufzuklären!

Fotograf: Starlight Photography

Natürlich gibt es Cosplayer, die bewusst negativ und abwertend reagieren, sobald jemand den gleichen Charakter cosplayed. Warum eigentlich? Vielleicht fühlen sich diese Cosplayer bedroht und nehmen eine rivalisierende Haltung ein?

Jeder der länger als eine Minute darüber nachdenkt, müsste feststellen, dass diese Reaktion völliger Quatsch ist.
Inwiefern ist der Andere ein Rivale? Warum sollte man sich von einem anderen Cosplayer bedroht fühlen? Wir kämpfen hier nicht um unser Leben wie in Hunger Games. Wir üben lediglich ein Hobby aus, bei dem es uns Freude bereitet in andere Rollen zu schlüpfen. Und damit meine ich Jeder in jede Rolle. Vor allem in die Rolle des Charakter, den man am meisten liebt und bewundert.

Wir sind alle gleich und letztendlich auch nur Idioten in Kostümen

Was sagt das also über uns aus, wenn wir uns für den gleichen Charakter entscheiden?
Richtig. Wir lieben beide die selben Dinge. Ist das also ein Grund abweisend zu reagieren?
Ich denke auf diese Frage zu antworten, ist überflüssig.

Gehen wir zu der von mir am Anfang beschriebenen Situation zurück. Denn hier ist die Situation weniger offensichtlich. Cosplayer A mustert Cosplayer B und versucht die Situation abzuschätzen. Am Ende löst sich die Szene in Abneigung auf. Wie konnte das passieren?
Ganz einfach: Beide Cosplayer haben versucht möglichst neutral die Situation einzuschätzen. Daber haben sie vermutlich vergessen, wie das auf andere wirken kann. Stell dir einfach mal vor, jemand mustert dich einige Minuten lang mit neutralem Gesichtsausdruck. Unangenehm, oder? Man kann einfach kaum einschätzen, was der andere denkt. Ob er innerlich lästert oder das Cosplay ganz cool findet.

Fotograf: Starlight Photography

Achte auf deine Außenwirkung!

Wie wirkt es also, wenn du andere Cosplayer musterst, weil du sie cool findest oder über den Charakter philosophierst? Vermutlich nicht so, wie du es dir wünscht. Was du dagegen tun kannst? Das nächste Mal bewusst dran denken und den anderen mit einem leichten Lächeln auf den Lippen mustern.

Ihr habt Blickkontakt? Toll! Dann lächle den anderen Cosplayer unbedingt an und winke ihm zu. Sofort ist die Situation direkt entschärft. Wer weiß, vielleicht geht ihr sogar aufeinander zu und führt ein tolles Gespräch?

Wie gehst du mit solchen Situationen um? Was ist dir schon mal passiert? Schreibs mir in die Kommentare!

Deine Erfahrungen in der deutschen Cosplay Community sind nicht so gut?
Keine Sorge, mir ging es ähnlich. Was mir passiert ist und wie ich damit umgegangen bin, kannst du in diesem Beitrag nachlesen:
Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie findest du hier:
/category/lets-talk/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Du kannst nicht Elsa cosplayen, wenn du wie Jasmin aussiehst.

Dieser Gastbeitrag wurde von Berry geschrieben.
Du kennst Berry noch nicht? Dann schau unbedingt mal auf ihrem Instagram Kanal vorbei: veryberristuff

Eine perfekte Gruppe mit den passenden Größenunterschieden und dazu noch die passenden Hauttöne ohne zu “blackfacen”? Wäre das nicht ein Traum?

Aber was passiert, wenn aus deiner perfekt geplanten Gruppe nichts wird, weil deine Freundin keine Lust hat, die Coole mit der gebräunten Haut zu cosplayen? Ist doch egal, der Charakter passt perfekt zu ihr…
Wieso sollte sie den helleren Charakter cosplayen, der sowieso gar nicht ins Image passt.

Jessica Rabbit Cosplay blackberrisama

Hey, ich bin Berry und meine Mutter ist auf den ersten Blick die deutscheste Person, die man sich vorstellen kann. Mein Vater eher nicht, denn seine Familie kommt aus der Türkei. Er ist zwar gebürtiger Deutscher, der sowohl Deutsch als auch Fränkisch fließend spricht, aber in erster Linie wird er als Türke abgestempelt.

Warum erzähle ich euch das jetzt?

Naja ich sehe meinem Vater sehr ähnlich. Ich werde also täglich als “Ausländer” abgestempelt, was sich leider auch in der Cosplay Community bemerkbar macht. Mein dunklerer Hautton war schon öfter ein Gesprächsthema, wenn es darum ging, wen ich denn am besten cosplayen soll.

Leider schätze ich beim Cosplay in erster Linie die Persönlichkeit eines Charakters und erst danach das Aussehen. Das scheint für viele Leute ein Problem zu sein. Oftmals werden mir zum Beispiel solche Fragen gestellt:
“Warum cosplayst du Elsa, wenn Jasmin viel eher zu dir passen würde?”
Oder:“Findest du es nicht komisch, wenn du ‘nen Vampir mit deinem Hautton cosplayst?”

Und dazu habe ich nur eine Antwort

Ich mach sowieso was und wen ich will!

Aber zugegeben, manchen Leuten fällt nicht mal auf, wie sie mir gegenüber wirken. Es ist schwer statt “Mach Jasmin, das wird bestimmt cool” zu hören “Du siehst kacke aus, wenn du Elsa cosplayst”.

So sollte es kein Schock sein, wenn ich sage, dass ich ungern in einer Gruppe einem Charakter zugewiesen werde, nur weil ich die Einzige mit einem anderen Hautton bin. Das reduziert mich und den Charakter aufs Äußerliche.
Und oftmals werden einem Charaktere vorgeschlagen, welche nicht einmal der eigenen Herkunft entsprechen.

Es kommt viel zu oft vor, dass mir jemand sagt ich sollte den Afro-Amerikaner cosplayen, denn ich bin halt das Nächstbeste.
Ob mit rassistischen Hintergedanken oder ohne, das tut leider etwas weh.
Und dieses Prinzip lässt sich leider nicht nur auf Hautfarbe einschränken. Größe, Gewicht, Gesicht, selbst die Haar- und Augenfarbe, Dinge die sich mit Perücken und Linsen abändern lassen, werden auch berücksichtigt.
Für mich ist Cosplay in erster Linie seine Lieblinge nachzuahmen, egal ob diese Aliens, Vampire oder Menschen sind.

Es ist egal wer hinter dem Cosplay steckt

Ich will nicht die fehlende Person oder das Nächstbeste sein. Und, so sehr ich mich darüber freue, wenn mich jemand fragt, ob ich denn mit ihnen cosplayen will, verdrehe ich die Augen wenn mir ein Charakter wieder nur wegen dem Hautton zugewiesen wird.
Versteht mich nicht falsch! Ich liebe so einige Charaktere mit diversen Hauttönen, aber da gefällt mir in erster Linie die Persönlichkeit. Der passenden Hautton ist nur ein süßer Bonus.

Bevor ihr eure Freunde also gleich zu den Charakteren, die visuell passen, verdonnert, wie wäre es denn einfach mit einem: “Hey ich will diese Serie und diesen Charakter cosplayen, hast du Bock mitzumachen”?
Wenn jeder seinen Charakter liebt, dann wird die Gruppe sowieso perfekt!

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren:
Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist
Cosplay als Therapie [Gastbeitrag]

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

In meinem letzten Blogeintrag “Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein” habe ich vor allem Cosplayer thematisiert, die sich auf der Plattform Patreon halbnackt und sexy präsentieren und damit erfolgreich sind.

Als ich den Beitrag geteilt habe, habe ich einige sehr interessante Reaktionen und Meinungen zu lesen bekommen. Unter anderem eben auch, dass diese Cosplayer daran Schuld seien, wenn andere Cosplayer keine oder viel weniger Aufmerksamkeit bekommen.

So ein Blödsinn…

An dieser Stelle muss ich ganz ehrlich sagen, dass das die schwachsinnigste Ausrede ist, die ich je gehört habe. Warum?
Hast du damals in der Schule auch deinem Banknachbarn die Schuld an deiner schlechten Note in der Mathe Schulaufgabe gegeben? Während dieser eine gute Note erhalten hat? Vermutlich nicht.

Ähnlich verhält es sich hier. Du kannst nicht anderen die Schuld geben, wenn du der Meinung bist, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst.
Wenn du glaubst, du verdienst viel mehr Aufmerksamkeit, dann bist allein du dafür verantwortlich auch diese zu generieren.

Erfolg kommt nicht über Nacht

Oft gewinne ich den Eindruck, dass viele eine völlig falsche Vorstellung von Erfolg haben.
Erfolg ist etwas, das man sich hart erarbeiten muss, und nicht etwas, das einem über Nacht einfach so zufliegt.
Wenn du mehr Erfolg, mehr Aufmerksamkeit, mehr Reichweite und mehr Likes haben möchtest, dann musst du etwas dafür tun.

Wenn das nicht klappt, so wie du es derzeit angehst, dann musst du vielleicht etwas ändern. Und nur wenn du bereit bist viel Zeit, Energie und Hirnschmalz in deine Arbeit zu stecken, dann wirst du auch belohnt. Aber vergiss nicht, das ist ein Marathon und kein Sprint!

Sexy Cosplayer sind nicht deine Feinde

Und wenn du jetzt immer noch denkst, dass halbnackte Cosplayer im sexy Kostüm daran Schuld haben, dass du weniger Erfolg hast. Einfach weil sie mit ihrer nackten Haut und den schönen Körpern von deiner Arbeit ablenken. Dann hast du etwas wesentliches vielleicht noch gar nicht begriffen?

Jeder Cosplayer auf Instagram, Facebook, YouTube und Co spricht eine bestimmte Zielgruppen an. Eine Gruppe von Menschen, die aufgrund von ähnlicher Eigenschaften und Interessen sich genau für deine Inhalte interessieren.

Dementsprechend logisch ist es, dass ein “sexy Cosplayer” eine andere Zielgruppe hat, als ein Rüstungs-Cosplayer. Meine Zielgruppe ist auch eine andere, denn ich wende mich mit Tipps & Tricks rund um Posing und Social Media an dich. Jemand der also halbnackte Cosplays sucht, wird bei mir nicht fündig werden. Genauso wenig wenn du auf Rüstungen und Crafting stehst.

Wie soll also jemand, der eine andere Zielgruppe als du hat, dann daran Schuld sein, dass du “zu wenig” Aufmerksamkeit bekommst?

Jeder ist seines Glückes Schmied. Also bevor du das nächste Mal jemand anderem die Schuld gibst, fass dir selbst an die Nase und versuche aktiv für deinen Erfolg zu arbeiten.

Du willst Tipps, wie du auf Social Media erfolgreicher bist und mehr Aufmerksamkeit generierst? Dann habe ich folgende Beiträge für dich:
How to get famous – Eine Anleitung Teil 1
How to get famous – Eine Anleitung Teil 2
Der Instagram Algorithmus hat keine Schuld – Aber Du!
Der All About Cosplay Podcast – Folge 003 All About Social Media

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie findest du hier:
category/lets-talk/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Zahl’s mir, Baby! – Du musst dich nicht ausziehen, um erfolgreich zu sein

Es gibt einen Trend, den ich erschreckend finde und über den ich sprechen möchte.

Patreon ist für viele Cosplayer ein Begriff mit dem sie sofort ein bestimmtes Bild verbinden. Ich verbinde damit unter anderem Teaser-Fotos auf Instagram, die einen schönen nackten Frauen Hintern zeigen, der mit einem Pfirsich Sticker zensiert wurde. Ja genau das Bild erscheint in meinem Kopf, wenn ich an Patreon und Cosplay denke.

Was ist Patreon überhaupt?

Patreon ist eine Plattform, auf der du ähnlich wie bei Facebook Inhalte veröffentlichen kannst. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass du gewisse Inhalte sperren kannst. Diese Inhalte sind deinen Unterstützern vorbehalten. Das heißt, wenn deine Fans und Follower diese Inhalte sehen möchten, dann müssen sie dich unterstützen und dir Geld spenden.
Das funktioniert dann über Paypal und ein Belohnungssystem.

Häufig beginnt das bei 1 Dollar, damit schalten deine Fans die gesperrten Inhalte frei. Danach gibt es ein bestimmtes Belohnungssystem, welches du definierst. Zum Beispiel kannst du dann anbieten, dass deine Unterstützer für 10 Dollar kostenlose Prints von dir erhalten, quasi als Dankeschön für ihre Unterstützung. Die Grenze ist nach oben offen und du allein bestimmst welches Dankeschön durch welchen Geldbetrag freigeschaltet wird.

Viele Cosplayer bieten also Tutorials und Prints an, welche ihre Fans durch eine Spende freischalten können. Im Prinzip zahlt man als Fan dafür diese Inhalte zu erhalten.
Wichtig ist also, dass du einen Anreiz schaffst, damit deine Fans und Follower bereit sind dir Geld zu zahlen.

Sex sells

Egal wann und in welchem Bereich: Sex sells
Dementsprechend ist es nichts schockierendes, dass das auch im Cosplaybereich funktioniert und praktiziert wird. Wir alle kennen die Accounts der sexy Cosplayerinnen und Cosplayer, die sich und diverse Cosplay Charaktere halbnackt präsentieren.

Die Bandbreite reicht von ästhetisch zu schockierend. Aber das ist nicht mein Bier und jedem selbst überlassen.
Das ist auch nicht das Phänomen, das mich letztendlich so schockiert.

Was mich schockiert, ist: Viele Cosplayer, die sich zuvor niemals auch nur annähernd halbnackt präsentiert haben, eröffnen ihren eigenen Patreon Account und fangen an sich ausschließlich dafür auszuziehen.

Cosplayer, die sich ihr Hobby finanzieren möchten und dafür Patreon nutzen sehen keinen anderen (erfolgreichen) Weg um Unterstützer zu finden, als sich auszuziehen.
Gegen Bezahlung gibt es dann Prints und Videos von diesen Cosplayern, auf denen sie kaum bis gar nicht bekleidet sind.
Als Unterstützer zahlt man also für pornografische (Pornografie = Darstellung menschlicher Sexualität) Inhalte.

Warum?!

Sexy Cosplays VS akkurate Cosplays

Nach und nach entsteht der Eindruck, dass man sich als Cosplayer ausziehen muss, wenn man erfolgreich sein möchte. Ich meine, wer hatte den Gedanken nicht: Wenn ich mich ausziehen würde, wäre ich viel erfolgreicher. Ich sollte mehr nackte Haut zeigen und sexy Charaktere cosplayen!

Diese Gedanken schlagen vor allem auf Patreon nieder, denn vermeintlich erfolgreich ist derjenige, der sich entblößt präsentiert. Denn Sex sells ist nicht nur ein Spruch, es entspricht der Wahrheit.
Je mehr Haut man zeigt, desto mehr Geld erhält man. Eine einfache Formel.

Und genau diese Entwicklung finde ich schockierend.

Dieses Gefühl, dass man, sei es auf Instagram oder Patreon, nur etwas erreichen kann, wenn man sich sexy präsentiert.

Die Feindseligkeit, die dadurch den “sexy Cosplayern” gegenüber entsteht, weil man sich von ihnen und ihrem Erfolg bedroht fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß als gegen sie zu hetzen oder eben es ihnen gleich zu tun.

Nackte Haut ist nicht der Schlüssel zum Erfolg

Du glaubst der Erfolg kommt über Nacht, wenn du dich nur sexy genug präsentierst? Falsch.
Sex sells, ja, das stimmt. Aber es muss auch eine gewisse Qualität dahinter stecken. Auf Instagram hab ich schon zahlreiche Accounts gefunden, auf denen sich Cosplayer halbnackt präsentieren, aber völlig ohne Erfolg.

Du musst dich nicht ausziehen, um eine Menge Unterstützer zu finden oder um bekannter zu werden.

Egal wie du dich online präsentierst oder welche Inhalte du auf Patreon anbietest: es steckt eine Menge Arbeit dahinter.
Es reicht nicht zu denken, man müsse sich nur ausziehen um erfolgreich zu sein.

Wenn du dich aber ausziehen möchtest, weil du Spaß daran hast, dann tu es. Aber mach es nicht, weil du glaubst, dass es der einzige Weg zum Erfolg ist. Verkaufe deinen Körper nicht, weil du glaubst, dass du auf einem anderen Weg keine Unterstützung bekommst.

Es gibt ebenso zahlreiche Cosplayer, die auch ohne nackte Haut und große Titten erfolgreich sind.

Cosplay ist kein Wettkampf!

Egal wie du dich entscheidest, ob du Tutorials anbieten möchtest oder dich sexy präsentierst, Cosplay ist kein Wettkampf.
Jeder, egal ob “sexy Cosplayer” oder nicht, steckt eine Menge Arbeit und Energie in das was er tut.

Auch wenn ich generell kein Freund von halbnackten Cosplayern bin, so muss ich zugeben, dass es immer wieder hochwertige Bilder gibt, die mich faszinieren und die wirklich gut gemacht sind.
Da lasse ich dann gerne einen Like da!
Es ist halt nicht immer alles nur schwarz oder weiß.

Man muss sich nicht zwangsläufig ausziehen, um erfolgreich zu sein. “Sexy Cosplayer” haben genauso viel und genauso wenig Erfolg, wie Cosplayer, die sich gegen “sexy” entschieden haben.

Was will ich dir eigentlich mit diesem Blogeintrag sagen?

  1. Zieh dich nicht aus, nur weil du dein Hobby finanzieren möchtest und es “jeder” so macht
  2. Zieh dich nur aus, wenn du Spaß daran hast und dir die Bilder Freude bereiten
  3. Mach das was du machen möchtest, weil es dir Spaß macht, nicht weil du vermeintlich damit Erfolg haben wirst
  4. Verurteile niemanden für seine Vorlieben und Abneigungen

Ich wünsche mir, dass mehr Cosplayer sich trauen sich mit ihren Inhalten zu verkaufen, anstatt ihren Körper, nur weil das der scheinbar einfachere Weg ist und man Angst hat “nicht gut genug” zu sein.
Außerdem wünsche ich mir, dass niemand diejenigen Cosplayer verurteilt, die gerne ihren Körper präsentieren und Freude daran haben sich in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen.

Es gilt die einfache Regel: wenn ich nichts Nettes zu sagen habe, dann halte ich meine Klappe.

Fotograf: nerdy.viii

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie findest du hier:
category/lets-talk/

Meine Empfehlung:
Sexy Cosplayer haben Schuld daran, dass du zu wenig Aufmerksamkeit bekommst! Oder etwa nicht?

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Unterstütze mich mit dem Kauf eines Prints:
shop/Sajalyn

Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Faschingskostüme können auch Cosplays sein!

Heute wage ich mich mal wieder an ein eher umstrittenes Thema: Faschingskostüme als Cosplays!
Der ein oder andere Profi-Cosplayer wird jetzt entsetzt die Hände auf den Tisch schlagen und ausrufen: “Wie kann sie nur! Warum wagt sie es unser Hobby in den Dreck zu ziehen?!”

Na, eben weil ich es kann und weil Faschingskostüme meiner Meinung nach nicht zwangsläufig eine Abwertung eines Cosplays bedeuten müssen. Aber mal zurück auf Anfang.

Was sind eigentlich die Kernunterschiede zwischen Cosplay und Fasching?

Fasching ist an einen festen Zeitraum gekoppelt, gehört zur deutschen Kultur irgendwie dazu und findet in einem festen Rahmen statt. Die Kostüme sind meistens eher allgemein gehalten: also eine Prinzessin, eine Biene, ein Fuchs, …

Cosplay wiederum ist quasi das ganze Jahr über und zeichnet sich dadurch aus, dass man gezielt Charaktere aus Film,Buch, Spiel, Comic, usw. darstellt.
Soweit so gut: also Anna aus Disney’s Frozen, die Biene Maja, Nick Wilde aus Zootopia, …

Was ist also, wenn ich mich entscheide zu Fasching als Disney Prinzessin, sagen wir Schneewittchen, zu gehen? Bin ich dann schon Cosplayer? Vermutlich nicht.
Wenn ich aber Cosplayer bin und mich dann entscheide als Schneewittchen Fasching zu feiern, bin ich dann immer noch Cosplayer? Oder verliere ich meinen Status als Cosplayer in dem Moment, indem ich am Karneval teilnehme?

Unterm Strich liegt die Unterscheidung doch auf der Hand

Wenn du dich als Cosplayer siehst, dann bist du Cosplayer. Egal ob du jetzt ein selbstgemachtes Kostüm oder ein gekauftes aus einem Karnevalsshop trägst.
Ja, auch ein Faschingskostüm kann super als Cosplay aussehen! Du glaubst mir nicht? Dann möchte ich dir einige Beispiele zeigen.

Hättest du gewusst, dass diese drei meiner Cosplays eigentlich Faschingskostüme sind?

Gerade mit etwas Upcycling, wie hier bei Sally aus The Nightmare Before Christmas, lässt sich durchaus aus einem Faschingskostüm ein praktisches Cosplay zaubern.

Und am Ende ist es doch eigentlich auch egal. Wir alle wollen doch nur unseren Lieblingscharakteren für wenigstens einen Tag einen kleinen Schritt näher sein.
Also hab Spaß und vielleicht besteht ja dein nächstes Cosplay tatsächlich aus einem Faschingskostüm 😉

Du bist Anfänger oder interessierst dich für Cosplay? Dann hör doch mal in meinen Cosplay Podcast rein!
Besonders diese Episode könnte für dich interessant sein:
All About Cosplay – 001 Das erste Cosplay

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Cosplay als Therapie [Gastbeitrag von anonym]

In meinem letzten Beitrag habe ich ausführlich davon berichtet, welche negativen Erfahrungen ich vor allem im Cosplay-Bereich gemacht habe. Natürlich ist nicht alles schlecht und viele von euch haben positive Erfahrungen gesammelt. So auch dieser anonyme Autor, der im Folgenden über seine Erfahrungen berichtet:

Jeder kennt mindestens eine Person, für die Cosplay neben einem Hobby gleichzeitig auch noch eine Therapie ist oder ist sogar selbst davon betroffen. Doch wieso Cosplay, was ist der positive Effekt von Cosplay? Darüber möchte ich heute als eine betroffene Person schreiben. Ich werde aus meiner Sichtweise und meine Gedanken aufschreiben. Natürlich gilt diese nicht für alle Personen, die Cosplay als Therapie für sich gefunden haben. 

Nie hätte ich gedacht, dass Cosplay eine so starke Auswirkung auf meinen Charakter haben würde. Als ich mit Cosplay angefangen habe, litt ich an tiefen Depressionen, hatte Angst neue Leute anzusprechen/kennenzulernen und war in psychologischer Behandlung. 

Um zu verstehen warum Cosplay solch eine positive Auswirkung auf mich hatte, muss man den Grund verstehen, warum ich diese Depressionen und anderen Ängste bekommen hatte. Genau diese Gründe scheinen tatsächlich öfter in der Cosplay Community aufzutreten. 

Seit dem ich denken kann, war ich derjenige, der in unserem kleinen Dorf anders war. Ich habe nicht Fußball gespielt, war der Dicke und war den meisten aufgrund meiner anderen Interessen suspekt. Schwer ist es in solch einem Dorf aufzuwachsen und Kontakte zu finden. Man wurde nur abgelehnt, hatte es schwer Freundschaften zu bilden und diese zu halten. Wer will sich schon mit dem komischen Typen abgeben? 
Das hat sich von Klasse 2 bis Klasse 13 durchgezogen. Ich hatte Angst nach draußen zu gehen, dachte jeder lacht über mich und bin immer mehr vereinsamt.  Wenn man nun zusätzlich noch unglücklicherweise an die falschen Freunde kommt, die einen im Stich lassen, ist die Depression, aus der man nicht mehr raus kommt, nicht mehr weit. 
Bis heute habe ich zum Teil damit zu kämpfen und es hat Auswirkungen auf mich, wenn auch durch Cosplay nicht mehr so starke. 

Fast forward zu den Anfängen meiner Cosplayleidenschaft.

Kurz vorher haben mich vermeintliche Freunde wieder im Stich gelassen und außerhalb von Universität, hatte ich keine sozialen Kontakte mehr. Ehe ich es realisieren konnte rutschte in meine zweite Depression, aus der ich nicht raus zu kommen schien. 
Seit einer Comic Con war ich allerdings von der Idee zu Cosplayen angefixt. Was meine Eltern mir als Karnevalskostüm vorschlugen, wurde ruckzuck zu einem ausgewachsenen Cosplay Projekt. Meine negativen Gedanken wurden plötzlich zu Cosplaygedanken: Keine Zeit mehr darüber nachzudenken, wie einsam ich war oder wie scheiße es mir doch geht. Keine Zeit mehr für Selbstmitleid. 

Die Zeit für meinen ersten Auftritt im Cosplay war gekommen und auch wenn es eine kleine Convention war (mit zugegebener Maßen gewöhnungsbedürftigen neuen Leuten), wird mir dieser Tag für immer in Erinnerung bleiben.
Anstatt der Ablehnung, die ich sonst so gewohnt war, habe ich plötzlich Zuspruch bekommen. Anstatt, dass sich Leute weg gedreht haben, haben sie sich zu mir gedreht, mich angesprochen oder mich sogar umarmen wollen. Ich war völlig perplex und die Leute mit denen ich zuvor nur geschrieben hatte, konnte ich sofort als meine Freunde bezeichnen. Ein Erlebnis, das ich vorher noch nicht kannte: ich konnte sehen, wie ich Leute glücklich machte.

Nun war ich voll dabei, mein Kostüm war nicht gut genug für mich und ich fing an es auszuarbeiten. Auf Facebook und anderen Seiten fing ich an meine Bilder zu posten. Mein vorher nicht vorhandenes Selbstbewusstsein fing durch den ganzen Zuspruch an größer zu werden. 
Auf den ersten Conventions, mit meinem nun vollständigen Cosplay, wurde ich weiterhin begeistert angesprochen und mein Weg ging steil nach oben. Bald hatten Leute meine Bilder gesehen und folgten mir, von denen ich niemanden kannte. Auf Cons wurde ich angesprochen, mit Worten wie “ich folge dir” oder “ich habe dich schon mal gesehen, mich aber nicht getraut dich anzusprechen”. 
Langsam hatte ich realisiert, dass ich keine Angst mehr vor Leuten haben musste, dass ich Leute von mir begeistern und glücklich machen kann.

Daraufhin dachte ich mir, das schaffst du auch ohne Cosplay. Kurz darauf stand ich ohne Kostüm vor 200 fremden Leuten und machte eine freie Moderation mit Mikro in der Hand. 
Zusammengefasst kann ich daraus sagen: Cosplay hat mir gezeigt, wie wertvoll ich selbst überhaupt bin. Wie ich Leute zum lächeln bringen kann. Wie wenig Angst ich eigentlich haben muss, wenn ich auf Leute zu gehe, denn die wenigsten werden mich ablehnen und wenn doch, dann ist das so. Es gibt ja noch andere neue Leute, die ich kennen lernen kann. Die schönste Sache allerdings: Ich fand neue Freunde und Gleichgesinnte. 

Viele andere Cosplayer haben auch mit den Folgen von Ablehnung und Mobbing zu kämpfen. Viele auch noch mit anderen Dingen, die nur sie selbst wissen. Cosplay hilft dabei, seine Gedanken auf etwas Neues zu fokussieren, etwas anderes, das nicht der Gedanke an die eigenen Probleme ist und neue Freunde zu finden. 

Falls du das hier liest und dich selbst wieder findest, dann sag ich dir: Leute sind genau so zu dir, auch wenn du dich nicht mehr im Cosplay befindest. Du bist immer noch die gleiche Person, die von Leuten auf Conventions toll gefunden wird, nur ohne Kostüm.

Schäme dich nicht für das was du bist oder was du machst.

Sei genau darauf stolz was du geschafft hast und zeige das deiner Umwelt, du wirst mehr Zuspruch finden als du geglaubt hättest. 

Eine kleiner Tipp allerdings als ehemals Betroffener. Es bringt nichts, wenn ihr eure negativen Gedanken öffentlich macht. Ihr macht euch nur noch verletzlicher.
Falls es euch schlecht geht oder ihr schlechte Gedanken habt, behaltet es für euch bzw., sprecht einzelne Personen darauf an. Postet es allerdings nicht in euren Instagram-Status oder sonst wo. 
Je mehr ihr euch selbst bedauert oder Bedauern von anderen erwartet bzw. bekommt, desto schwieriger ist es, aus diesem Teufelskreis rauszukommen und die Gedanken von den negativen Sachen im Leben zu lösen. 

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
https://www.instagram.com/sajalyn/
https://www.facebook.com/sajalyncosplay/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Warum die Cosplay Community für mich gestorben ist

Ein schwieriges Thema für mich… ich weiß auch ehrlich nicht, wie ich am besten anfangen soll.
Ich hatte einen wirklich unschönen Start mit der Cosplay Community, so unschön, dass ich wütend war, verletzt, geweint habe, verunsichert war, noch mehr wütend, aber nie, wirklich nie wollte ich mit dem Cosplayen aufhören. Denn das was ich mache, mache ich für mich und für niemanden sonst.

Das Thema Cosplay lief mir in meinem Leben immer wieder mal über den Weg. Im März 2015 beschloss ich dann mich endlich zu trauen und mit dem Cosplayen anzufangen. Auch wenn hier in Oberfranken relativ wenige Cosplayer angesiedelt sind, lernte ich doch schnell vermeintlich Gleichgesinnte kennen. 

Dass mir diese Leute, mal so viel Ärger und Schmerz bereiten würden, hätte ich damals nicht geglaubt. Die Gründe, warum sich diese Menschen in kürzester Zeit so schnell gegen mich gewandt haben sind absolut unterschiedlich. Es reicht von Missverständnissen und kindischen Reaktionen zu purem Neid. Denn obwohl ich ein Anfänger war und (oh mein Gott, man steinige mich!) meine Kostüme selten selbst machte und (oh wie schlimm) meine Mutter mir manchmal half, hatte ich es relativ schnell geschafft auf Facebook bekannt zu werden. Das war mein erster Fehler. 

Wie kann diese Person…?
Ja genau diese, die es wagt nicht einmal die Kostüme selbst zu machen oder sich gar von ihrer Mutter helfen zu lassen (die Gerüchte besagten irgendwann, dass meine Mutter die Kostüme machte und ich nur behauptete, ich würde sie selbst fertigen) innerhalb von nur einem halben Jahr unfassbare 1.000 Likes auf Facebook zu generieren? 
Ich sage es dir: Mit scheiße viel Arbeit – nicht an meinen Cosplays – sondern mit viel Zeit und Energie herauszufinden WIE Soziale Medien funktionieren. Überraschung… geniale Cosplays zu machen und erfolgreich im Internet zu sein, sind zwei Paar Schuhe.

Es half natürlich auch nicht, dass ich meinen besagten Freunden laufend Tipps gab wie sie ebenfalls ihre Facebookseite erfolgreicher gestalten könnten. Oder versuchte vermeintliche Probleme aus der Welt zu schaffen. Das Fazit war: SajaLyn is scheiße! 

Und anstatt für sich zu denken, „SajaLyn is scheiße“, galt es natürlich die frohe Kunde zu verbreiten. 

Gerüchte wurden in die Welt gesetzt – Personen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte, wurden davon überzeugt, ich wäre der Antichrist höchstpersönlich – und so schnell konnte ich das alles gar nicht wahrnehmen, so schnell war ich von der hiesigen Community ausgestoßen. 

Und ob du es glaubst oder nicht, die Gerüchte verbreiteten sich so krass, dass ich auch jetzt über 3 Jahre später noch immer Personen auf Veranstaltungen begegne, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, sich aber direkt von mir abwenden.
Nicht nur online, sondern vor allem im realen Leben trugen die Gerüchte Früchte.

Gut gemacht! Danke dafür.

Aber warum bin ich – fast vier Jahre nach meinem Start – noch immer hier? Warum habe ich nicht schon längst das Handtuch geworfen? 

Weil es diese Personen schon immer gab und immer geben wird. Diese Personen können dir nicht den Weg verbauen, wenn du es nicht zulässt. 

Es war schwer und es hat viel Durchhaltevermögen gekostet, aber ich bin geblieben. Ich trat und trete noch immer den Personen offen entgegen und bin ich selbst. Allein zu zeigen, wie ich wirklich bin, hat auch viele überzeugt, dass die Gerüchte nicht wahr sein können. Auch wenn es 3 Jahre gedauert hat, dass diese Personen angefangen haben die Gerüchte zu hinterfragen. Angefangen haben eigenständig zu denken.
PS: Mitläufer sind scheiße!

Wenn du in einer ähnlichen Situation bist, dann kann ich dir nur raten: trenne dich von Menschen, die dich runterziehen, beschäftige dich nicht mit diesen Personen und zieh dein Ding durch. 

An dieser Stelle dieser negativen Geschichte möchte ich doch noch etwas positives erwähnen.

Aufgrund all dieser Gerüchte, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet haben, bin ich relativ bekannt geworden. Also Jungs und Mädels: Danke Dafür! Das war die beste kostenlose Werbung, die ich jemals erhalten habe! 😉

Hier klicken –> Hang in there – irgendwann wird es besser! Du bist stärker als sie!

Konkrete Tipps gegen Hate bekommst du in diesem Blogeintrag:
Dein Spielplatz & Deine Regeln – Was du gegen Hasskommentare tun kannst

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop

Die Essenz ist: Benutzt Make Up für eure Cosplays – ein Aufruf

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr am Herzen liegt. Es ist ein Thema, mit dem fast jeder Cosplayer am Anfang zu kämpfen hat und das viel Raum für Interpretationen offen lässt: Make Up

Make Up kann ganz unterschiedlich wirken, wie du selbst an den Fotos hier sehen kannst. Du siehst übrigens keine bearbeiteten Shootingbilder, sondern unbearbeitete Fotos bzw. Selfies.
Aber warum ist mir Make Up denn so wichtig?

Warum du nicht auf Make Up verzichten solltest

Wie die meisten Cosplayer bin ich völlig ohne Plan in dieses Hobby gestartet. Ich habe mir auf Amazon ein Kikyo Cosplay gekauft, dazu eine passende Perücke und Schuhe. Als dann der Tag kam, an dem ich zum ersten Mal als Cosplayer auf einer Veranstaltung unterwegs war, da habe ich keinen großen Gedanken an Make Up verschwendet. Denn warum sollte ich viel Make Up benötigen, wenn der Original-Charakter selbst natürlich und ungeschminkt dargestellt wird?

Tja, aus einem ganz einfachen Grund: Make Up kann ein Cosplay stark aufwerten. Make Up rundet dein Cosplay ab. Make Up hilft dir die Vorzüge deines Gesichts auszuarbeiten, dich ausdrucksstark werden zu lassen und ermöglicht dir eine eigene Interpretation des Charakters ins Spiel zu bringen.

Immer wieder sehe ich atemberaubende Kostüme, besonders Rüstungen, und langsam schweift mein Blick von unten nach oben. Das Kostüm sieht außergewöhnlich aus, sitzt besonders gut, die Perücke ist super gestylt und dann bleibe ich am Gesicht hängen.
Kaum bis gar kein Make Up. Und ich denke mir: SCHADE! Warum nur? Als würde man auf dem i das Tüpfelchen vergessen. Ich möchte dir einen Vergleich zeigen, um es dir zu veranschaulichen.

Beide Elsa Fotos sind unbearbeitet. Das Bild links entstand Ende August 2018, das Bild rechts entstand Mai 2015.
Die beiden Kikyo Bilder sind aus meinem ersten Shooting in 2015 und meinem Glow Up in 2019.
Ich denke, die Bilder sprechen durchaus für sich selbst..

Neu VS Alt – Übung macht den Meister

Trotzdem erkläre ich dir kurz den Unterschied zwischen beiden Elsa Bildern. Bei meinem Make Up von 2015, habe ich die Basis mit Puder gestaltet, Lippenstift aufgetragen, den Lidschatten mit Schwämmchen übertragen, Wimperntusche und Kajal genutzt. Eigentlich erstmal nicht schlecht. Doch wenn man bedenkt, dass Kamera, Licht und Perücke viel Make Up schlucken, dann wirds schon etwas schwieriger.

Gut, also was habe ich bei meinem Make Up von 2018 anders gemacht? Zuerst habe ich die Basis mit flüssigem Make Up gestaltet und diese dann abgepudert. Ich habe meine Wangen leicht konturiert und zusätzlich Rouge aufgetragen. Außerdem habe ich für meine Wangenknochen, sowie meiner Nase Highlighter genutzt. Für die Augen habe ich verschiedene Lidschattenfarben benutzt und diese mit einem Blendpinsel verblendet. Die Wimpern habe ich getuscht, sowie einen Lidstrich gezogen und auf diesen dann künstliche Wimpern aufgeklebt. Auch den unteren Wimpernkranz habe ich leicht getuscht und mit etwas Lidschatten betont. Meine Augenbrauen habe ich in Form gebürstet, dann aufgefüllt und wieder gebürstet. Zum Schluss habe ich dann den Lippenstift aufgetragen und den Rand leicht abgepudert.

Harley – Sommer 2019

Das ist erstmal eine ganze Menge an Make Up. Nicht unbedingt die Menge macht den Unterschied, sondern auch das, was du betonst. Vielleicht habe ich dir einen kleinen Anstoß gegeben, in Zukunft etwas mehr auf dein Make Up zu achten. Denn besonders, wenn du schöne Shootingfotos von dir haben möchtest, ist es wichtig, dass du gut geschminkt bist.
Da die Kamera besonders viel von deinem Make Up verschlucken wird und jeder Fotograf dankbar ist, wenn du gut geschminkt zum Shooting erscheinst. Das erleichtert deinem Fotografen die Retusche und er kann die Bilder effektiver bearbeiten.

Meine Tipps für dich

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar konkrete Tipps mitgeben:

– Sorge für eine solide Basis und eine möglichst ebenmäßige Haut.
– Betone deine Augen. Bei Männern reicht es, wenn du etwas Wimperntusche benutzt. Bei Frauen darfst du ruhig zu künstlichen Wimpern greifen. Ein Lidstrich am oberen Wimpernkranz hilft dir, diese optisch nahtlos zu platzieren.
– Augenbrauen helfen dir deinen Ausdruck zu verstärken. Achte darauf, dass deine Augenbrauen gut sichtbar und nicht zu kurz sind. Sie betonen deine Mimik.
Lippenstifte in Nude-Tönen helfen dir deine Lippen leicht zu betonen, ohne dass deine Lippen im Basis Make Up verschwinden.

Ja, auch Männer dürfen zum Make Up greifen! Nicht nur wir Frauen profitieren davon!
Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps etwas weiterhelfen und bin sehr gespannt was du daraus machst!

Fotografen: SajaLyn, nerdy.viii

Du bist noch relativ unerfahren im Umgang mit Make Up?
Dann kann ich dir meinen dazugehörigen Cosplay Podcast empfehlen:
All About Cosplay – 006 Make Up

Hier findest du weitere Beiträge zum Thema Make Up: /category/make-up/

Zahlreiche nützliche Tipps & Infos findest du hier: Cosplay-Tipps & Infos

Du findest meinen Blog gut? Dann spendiere mir doch einen Ko-Fi oder unterstütze mich via Patreon!

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 20.01.2020 bearbeitet.

Besuch mich doch auch mal auf Instagram oder Facebook:
Instagram
Facebook

Besuche meinen etsy Shop:
shop/Sajalyn


Meine aktuellen Workshops & Jobs findest du hier:
sajalyn.com/workshop